Mathematik
Klasse 12
Wirtschaft

Kosten, Erlös, Gewinn – Mit Funktionen zum Unternehmenserfolg

Arbeitsblatt zur Kurvendiskussion einer ganzrationalen Funktion 3. Grades mit Anwendungsbezug (Kostenfunktion): Nullstellen, Extrema, Wendepunkt, Interpretation im Sachkontext (Betriebsminimum, Gewinnschwelle).

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5 Aufgaben
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Inhalte des Arbeitsblatts

Übersicht aller Aufgaben und Lesetexte aus diesem Materialpaket.

Infoblatt / Fachtext

1. Einführung: Funktionen als Werkzeug der Betriebswirtschaft

In der Betriebswirtschaftslehre sind mathematische Modelle unerlässlich, um unternehmerische Entscheidungen zu treffen. Kosten, Erlöse und Gewinne hängen direkt von der produzierten und verkauften Menge eines Produktes ab. Diese Zusammenhänge lassen sich durch Funktionen beschreiben. Die Analysis hilft uns, diese Funktionen zu untersuchen, um beispielsweise die Gewinnschwelle (Break-Even-Point) zu finden oder die Produktion für den maximalen Gewinn zu planen. Das Verständnis dieser mathematischen Werkzeuge ist für angehende Kaufleute und Manager von großer Bedeutung.

2. Lineare Funktionen: Kosten und Erlöse

Die einfachsten und oft sehr nützlichen Modelle basieren auf linearen Funktionen der Form **f(x) = m*x + b**. **Die Kostenfunktion K(x):** Sie beschreibt die Gesamtkosten in Abhängigkeit von der Produktionsmenge x. * **Formel:** `K(x) = k_v * x + K_f` * `k_v` sind die **variablen Stückkosten** (Kosten pro produzierter Einheit, z.B. Material). Dies entspricht der **Steigung m** der Funktion. * `K_f` sind die **Fixkosten** (Kosten, die unabhängig von der Menge anfallen, z.B. Miete). Dies entspricht dem **y-Achsenabschnitt b**. **Die Erlösfunktion E(x):** Sie beschreibt den Gesamterlös (Umsatz) in Abhängigkeit von der Verkaufsmenge x. * **Formel:** `E(x) = p * x` * `p` ist der **Verkaufspreis** pro Stück. Dies entspricht der **Steigung m** der Funktion. Die Erlösfunktion verläuft typischerweise durch den Ursprung, da ohne Verkauf kein Erlös erzielt wird.

3. Quadratische Funktionen: Die Gewinnfunktion

Der Gewinn G(x) ist die Differenz aus Erlös und Kosten. **Die Gewinnfunktion G(x):** * **Formel:** `G(x) = E(x) - K(x)` Wenn Preis oder Kosten nicht linear sind (z.B. bei Preisnachlässen für große Mengen), kann die Gewinnfunktion die Form einer Parabel annehmen: **f(x) = a*x^2 + b*x + c**. * **Nullstellen:** Die Stellen, an denen `G(x) = 0` ist, sind die **Break-Even-Punkte** oder **Gewinnschwellen**. Zwischen diesen beiden Mengen wird Gewinn erzielt. * **Scheitelpunkt:** Der Scheitelpunkt der Parabel stellt das **Gewinnmaximum** (bei nach unten geöffneter Parabel, a < 0) oder den **maximalen Verlust** (bei nach oben geöffneter Parabel, a > 0) dar.

4. Schlüsselbegriffe und Formeln

| Begriff | Symbol/Formel | Erklärung | |---|---|---| | Fixkosten | `K_f` | Kosten, die unabhängig von der Produktionsmenge anfallen. | | Variable Kosten | `k_v * x` | Kosten, die sich mit der Produktionsmenge ändern. | | Gesamtkosten | `K(x)` | Summe aus Fixkosten und variablen Kosten. | | Erlös (Umsatz) | `E(x)` | Produkt aus Verkaufspreis `p` und Menge `x`. | | Gewinn | `G(x)` | Differenz aus Erlös `E(x)` und Kosten `K(x)`. | | Break-Even-Point | `E(x) = K(x)` | Der Punkt, an dem Erlöse und Kosten gleich sind (Gewinn = 0). | | Gewinnmaximum | Scheitelpunkt von G(x) | Produktionsmenge, bei der der Gewinn am höchsten ist. |

Aufgabenstellung (5 Aufgaben)

  1. Die Kostenfunktion K(x) = 12*x + 7500 beschreibt die Gesamtkosten eines Unternehmens in Abhängigkeit von der produzierten Stückzahl x. Der Term 12*x repräsentiert die ___ und die 7500 € die ___.
  2. Die abgebildete Kostenfunktion zeigt variable Kosten von 200 € pro Stück.

    Die folgende Grafik zeigt die Kostenfunktion K(x) für die Produktion von Fahrradhelmen.

  3. Stelle die Kosten- und die Erlösfunktion auf und berechne den Break-Even-Point.

    Ein Elektronikhersteller hat Fixkosten von 20.000 € und variable Stückkosten von 150 €. Der Verkaufspreis pro Gerät beträgt 250 €.

  4. Ordne jedem ökonomischen Begriff die korrekte mathematische Entsprechung zu.
    • Gewinnmaximum
    • Break-Even-Punkte
    • Fixkosten
    • Verkaufspreis
  5. Beurteile, ob eine Produktionsmenge von 180 Einheiten wirtschaftlich sinnvoll ist. Begründe deine Entscheidung durch eine Berechnung und Interpretation des Funktionswertes.

    Die Gewinnfunktion eines Unternehmens wird durch G(x) = -0.5*x^2 + 80*x - 2000 beschrieben, wobei x die produzierte Menge darstellt.

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