Deutsch
Klasse 6

Marcelinos Welt: Ein Leben im Kloster

Überschrift: Marcelino 1. Wie war Marcelino, als er fünf Jahre alt war? 2. Welche Namen gab Marcelino den Brüdern? 4. Wie und warum kennt Marcelino die umliegenden Dörfer? 5. Erzähle über die ersten Spielsachen des Jungen. 6. Was bedeuten die alte Ziege und „Mochito“ (Name der Katze) für Marcelino? 7. Wer war der unsichtbare Charakter, mit dem Marcelino in seinen Spielen immer sprach? Woher kannte er ihn? 8. Beschreibe Marcelinos Wunsch, seine Familie kennenzulernen, und die Antworten, die er von den Brüdern bekommt. 9. Was hatten die Mönche Marcelino verboten? 10. Welches Gefühl löste dieses Verbot bei Marcelino aus? 11. Beschreibe Marcelinos Plan, auf den Dachboden zu klettern. 12. Beschreibe Marcelinos ersten Aufstieg auf den Dachboden und was er dort sah.

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8 Aufgaben
Inkl. Infoblatt
Inkl. Lösungen
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Erstellt von: Elisabeth Müller

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Inhalte des Arbeitsblatts

Übersicht aller Aufgaben und Lesetexte aus diesem Materialpaket.

Infoblatt / Fachtext

1. Marcelino – Ein Junge im Kloster

Die Geschichte von „Marcelino“ erzählt von einem kleinen Jungen, der als Baby an einem Klostertor ausgesetzt und von zwölf Franziskanermönchen aufgenommen und großgezogen wird. Marcelino wächst in einer Welt auf, die nur aus dem Kloster und den Mönchen besteht. Dieses Infoblatt gibt dir einen Überblick über seine besondere Kindheit, seine Freunde und seine größten Wünsche.

2. Marcelinos Welt

Obwohl die Mönche ihr Bestes geben, ist Marcelino oft einsam. Er hat keine gleichaltrigen Spielkameraden und keine Mutter oder einen Vater im klassischen Sinne. Seine Welt ist das Kloster, das er nie verlässt. Dennoch kennt er die umliegenden Dörfer aus den Erzählungen der Mönche und von seinen Beobachtungen aus dem Glockenturm. * **Sein Charakter:** Marcelino ist mit fünf Jahren ein aufgeweckter, neugieriger und sehr fantasievoller Junge. Er gibt den Mönchen Spitznamen, die zu ihren Aufgaben passen, wie zum Beispiel Bruder „Pforte“ (der Pförtner) oder Bruder „Papi“ (für den Brei, den er als Baby bekam). * **Seine ersten Spielsachen:** Da es kein richtiges Spielzeug gibt, spielt er mit einfachen Dingen, die er in der Natur findet, wie Steinen, Stöcken oder Käfern. Seine Fantasie macht sie zu wertvollen Schätzen. * **Freunde aus der Tierwelt:** Marcelino schließt enge Freundschaften mit den Tieren des Klosters. Eine alte Ziege, die ihm Milch gibt, wird für ihn zu einer Art Mutterersatz. Sein Kater, den er „Mochito“ nennt, ist sein ständiger Begleiter und Spielkamerad. Diese Tiere sind für ihn mehr als nur Haustiere; sie sind seine engste Familie und Vertraute.

3. Der geheime Freund und der größte Wunsch

Der Ort, der Marcelino am meisten fasziniert und ihm gleichzeitig verboten ist, ist der Dachboden des Klosters. Eines Tages schleicht er sich hinauf und macht eine Entdeckung, die sein Leben verändert: eine lebensgroße Holzfigur von Jesus am Kreuz. Zuerst fürchtet er sich, doch dann empfindet er Mitleid mit dem Mann, der so hungrig und traurig aussieht. Heimlich beginnt Marcelino, seinem neuen Freund Brot und Wein zu bringen. Zwischen dem Jungen und der Figur entwickelt sich eine wundersame Freundschaft. Der Gekreuzigte wird für Marcelino zu einem unsichtbaren, aber realen Gesprächspartner, dem er all seine Sorgen und Geheimnisse anvertraut. Marcelinos sehnlichster Wunsch ist es, seine Mutter zu sehen, die er nie kennengelernt hat. Er fragt seinen Freund am Kreuz, ob er ihm diesen Wunsch erfüllen kann. Die Antwort, die er erhält, führt zum berührenden Höhepunkt der Geschichte.

4. Das musst du wissen

* Marcelino ist ein Waisenjunge, der in der abgeschiedenen Welt eines Klosters aufwächst. * Seine Fantasie und seine Tierfreunde helfen ihm, seine Einsamkeit zu überwinden. * Auf dem verbotenen Dachboden findet er in der Figur des Gekreuzigten einen wundersamen Freund. * Der Wunsch, seine Mutter kennenzulernen, ist das zentrale Motiv, das sein Handeln bestimmt.

Aufgabenstellung (8 Aufgaben)

  1. Beschreibe mit zwei bis drei Sätzen, welche Charaktereigenschaften Marcelino als fünfjähriger Junge auszeichnen.
  2. Marcelino gab den Mönchen Spitznamen. Welcher der folgenden Namen gehörte nicht dazu?
    • Bruder Pforte
    • Bruder Küche
    • Bruder Gärtner
    • Bruder Papi
  3. Entscheide, ob die folgende Aussage über Marcelinos erste Spielsachen richtig oder falsch ist: „Marcelino spielte am liebsten mit teurem, gekauftem Spielzeug, das ihm die Mönche oft aus der Stadt mitbrachten.“
  4. Erkläre, wieso Marcelino die umliegenden Dörfer sehr gut kennt, obwohl er das Klostergelände nie verlassen darf.
  5. Ordne den Tieren ihre richtige Bedeutung in Marcelinos Leben zu.
    • Die alte Ziege
    • Kater „Mochito“
  6. Vervollständige den Lückentext über Marcelinos geheimen Freund. Der unsichtbare Freund, mit dem Marcelino auf dem Dachboden spricht, ist der Mann an der lebensgroßen ___ aus Holz. Er hat Mitleid mit ihm, weil er so hungrig aussieht, und bringt ihm deshalb heimlich ___ und Wein.
  7. Verfasse einen kurzen Text, in dem du begründest, warum der Wunsch, seine Mutter kennenzulernen, für Marcelino so wichtig ist und wie dieser Wunsch sein Handeln in der Geschichte beeinflusst.
    • Klarer Bezug zur Einsamkeit Marcelinos
    • Erklärung der Bedeutung von Familie für ein Kind
    • Bezug zur Freundschaft mit dem Gekreuzigten
    • Zusammenhängende und verständliche Formulierung
  8. Nimm Stellung zu der Aussage: „Die Erziehung im Kloster war die bestmögliche für Marcelino.“ Wäge in deiner Antwort Argumente, die dafürsprechen (z. B. Geborgenheit, Wertevermittlung), und Argumente, die dagegensprechen (z. B. Einsamkeit, fehlende gleichaltrige Kontakte), gegeneinander ab.

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