Berufsschule & Duale Ausbildung

Arbeitsblätter & Unterrichtsmaterial für Zimmerer

Erstellen Sie mit KI handlungsorientierte Arbeitsblätter, Infotexte und Lösungsbögen – exakt abgestimmt auf die 67 Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplans.

Rahmenlehrplan
67 Lernfelder
Regeldauer
36 Monate
Zuständigkeit
Hw, IH
Lehrplankonform
KMK & BIBB

Lernfelder für Zimmerer im Überblick

Wählen Sie ein Lernfeld aus, um direkt ein passgenaues Arbeitsblatt inklusive Fachinfotext und Lösungen zu generieren.

Lernfeld 1
1. Ausbildungsjahr

Baustellen einrichten

Zeitrichtwert: 20 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Baustellen auftragsbezogen unter Berücksichtigung des eigenen Berufes, anderer Gewerke und der örtlichen Gegebenheiten einzurichten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die örtliche Situation für die auftragsbezogene Einrichtung einer Baustelle unter Beachtung der Besonderheiten des eigenen Berufes, rationeller Arbeitsabläufe, der geplanten Maßnahmen zur Unfallverhütung und zum Umweltschutz. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über weitere am Bau Beteiligte und deren Verantwortungsbereiche (Bauberufe, Bauherr, Planungsbüros, Baufirmen, Bauaufsichtsbehörden). Sie lesen Baustelleneinrichtungspläne auch in einer fremden Sprache (Planbestandteile, Einrichtungsgegenstände, Platzbedarf, Symbole, Maßstab) und Bauzeitenpläne und ziehen Schlussfolgerungen zur Abfolge der Gewerke und der Arbeitsabschnitte. Sie informieren sich über das Verhalten auf Baustellen (Kommunikationsregeln, Weisungsbefugnis, Unfallmeldung, Erste Hilfe) und Unfallverhütungsmaßnahmen (persönliche Schutzausrüstung, Gefahrensymbole, Arbeits- und Schutzgerüste, Leitern, Verkehrssicherungsmaßnahmen, vorbeugender Brandschutz, Umgang mit elektrischem Strom) und über Maßnahmen des Umweltschutzes (Lagerung umweltkritischer Stoffe, Abfallentsorgung, Gewässerschutz). Die Schülerinnen und Schüler planen die Einrichtung der Arbeitsplätze für ihr Gewerk auf Basis von Baustelleneinrichtungsplänen und unter Berücksichtigung der örtlichen Bedingungen, der auftragsspezifischen Anforderungen und Arbeitsabläufe (Ergonomie, Lichtquellen). Dazu fertigen sie kommentierte Skizzen an, auch mit Hilfe digitaler Medien. Sie präsentieren ihre Arbeitsergebnisse im Kontext ihres Berufsbildes und stimmen ihre Planungen miteinander ab. Dabei beachten sie die Vorschriften zum Datenschutz, zur Datensicherheit und zum Urheberrecht. Die Schülerinnen und Schüler richten die Arbeitsplätze für ihr Gewerk auf der Grundlage des Bauzeitenplanes, des Baustelleneinrichtungsplanes und der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen ein. Dazu beachten sie Lager- und Stellflächen sowie Arbeits- und Parkflächen und bereiten den Einsatz von Werkzeugen und Maschinen vor. Sie treffen Vorsorge für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz für sich und andere. Sie prüfen Gerüste und Leitern, stellen Absperrungen auf und setzen vorgegebene Verkehrssicherheitsmaßnahmen um. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Vollständigkeit der Baustelleneinrichtung sowie die Einhaltung der Unfallverhütungsmaßnahmen und der Vorschriften zum Umweltschutz. Sie kontrollieren sowohl die Lage und Größe der eingemessenen Flächen als auch die Anordnung der Verkehrswege. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Planungen hinsichtlich der Durchführbarkeit und Wirtschaftlichkeit, reflektieren ihre Vorgehensweise, ihre Rolle im Betrieb und diskutieren eine mögliche Optimierung der Baustelleneinrichtung ihres Arbeitsplatzes. In der Kommunikation mit allen Auftragsbeteiligten wenden sie Berufssprache adressatengerecht an.

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Lernfeld 2
1. Ausbildungsjahr

Bauwerke erschließen und gründen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Bauwerke auftragsbezogen nach örtlichen Gegebenheiten zu erschließen und zu gründen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die örtlichen Gegebenheiten zur Erschließung und Gründung eines Bauwerks. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über Verfahren der Baugrunderkundung und Eigenschaften des Baugrundes (Bodenarten, Tragfähigkeit, Wassereinfluss). Sie unterscheiden Baugruben und Gräben sowie Gründungsarten (Einzel-, Streifen-, Plattenfundament). Sie informieren sich über Infrastrukturleitungen (Entwässerung, elektrischer Strom, Kommunikation, flüssige und gasförmige Medien) und unterscheiden Schächte nach Lage, Material und Funktion. Sie informieren sich über den Schichtenaufbau von Zufahrten sowie über Beläge und Möglichkeiten der Einfassung von gepflasterten Verkehrsflächen. Die Schülerinnen und Schüler entnehmen dem Fundamentplan Abmessungen und Lage der Fundamente und planen unter Berücksichtigung von Unfallverhütungsmaßnahmen und ergonomischen Arbeitsweisen die Abmessungen von Baugruben (Baugrubensicherung, Böschungswinkel) und Gräben (Grabenformen, Grabenverbaugeräte) und fertigen Zeichnungen (Draufsichten, Schnittzeichnungen) an. Sie entscheiden anhand der Bodenverhältnisse und des Wasserandrangs über die Notwendigkeit einer offenen oder geschlossenen Wasserhaltung. Sie berechnen den Oberbodenabtrag und die Erdmassen des Aushubs (Fläche, Volumen, Auflockerung, Dichte von Böden). Sie lesen die Leitungsführung aus einem Entwässerungsplan (Mischsystem, Trennsystem, Rohrwerkstoffe, Schächte) und verorten Durchführungen und Bohrungen. Für die gepflasterten Verkehrsflächen ermitteln sie den Baustoffbedarf auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler führen Vermessungsarbeiten (Fluchten, Höhen, Schnurgerüst) durch und setzen unter Einhaltung der Unfallverhütungsmaßnahmen für die Erdarbeiten (Bodenaushub, Einbau von Tragschichten, Planum, Verdichtung) Baumaschinen ein. Sie heben Baugruben aus, stellen den Fundamentaushub her und bereiten die Sohle für die Herstellung der Fundamente vor (Kraft, Sohldruck, Druckzwiebel) und beurteilen die Tragfähigkeit des Untergrundes. Sie verlegen die Leitungen, stellen die Fundamente her, verfüllen die Baugruben und Gräben und legen Verkehrsflächen an. Sie entsorgen belasteten Aushub umweltgerecht. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Baugruben und Gräben auf Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen und die Größe des Arbeitsraumes. Sie prüfen das Gefälle der Leitungen und die Abmessungen und Lage der Fundamente entsprechend den Planvorgaben. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Vorgehensweise hinsichtlich des Flächenverbrauchs beim Aushub und der Wirtschaftlichkeit bei der Wiederverwertung der Erdmassen im Hinblick auf einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Boden.

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Lernfeld 3
1. Ausbildungsjahr

Einschalige Baukörper mauern

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, einschaliges Mauerwerk auftragsbezogen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der auftragsbezogenen Anforderungen an den einschaligen Baukörper und der örtlichen Gegebenheiten. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über Funktionen von gemauerten Baukörpern (Wandarten und -aufgaben) und verschaffen sich einen Überblick über künstliche Mauersteine (Arten, Rohdichte, Druckfestigkeit) sowie Mauermörtel (Mörtelarten, Mörtelklassen) und deren Verarbeitung. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung des einschaligen gemauerten Baukörpers unter Beachtung der Mauerverbände (Läufer-, Block-, Kreuzverband) und der Maßordnung im Hochbau sowie der wirtschaftlichen Verwendung von Mauersteinen in unterschiedlichen Formaten. Mit Hilfe von Tabellen ermitteln sie den Baustoffbedarf. Sie entwerfen und zeichnen den Baukörper (Skizzen, Ausführungszeichnungen) auch mit Hilfe digitaler Medien, wählen Werkzeuge, Maschinen und Hilfsmittel (Messgeräte, Prüfmittel) aus und planen den Arbeitsablauf. Im Planungskonzept berücksichtigen sie den Schutz des Baukörpers vor Feuchtigkeit (horizontale und vertikale Abdichtungen, Dränung) und Witterung. Sie erstellen und präsentieren die Dokumentation ihrer Vorgehensweise unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen, umweltverträglichen und sozialen Aspekten. Die Schülerinnen und Schüler messen den Baukörper ein, erstellen ihn unter Beachtung der Verbandsregeln und dichten ihn gegen Feuchtigkeit ab. Dabei berücksichtigen sie die örtlichen Gegebenheiten (Anschlussflächen, Leistungen der Vorgewerke), vorgesehene Öffnungen und Vorlagen. Sie erstellen Arbeitsgerüste nach den Vorschriften zum Arbeitsschutz. Sie achten auf Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere, die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen sowie den Umgang mit Gefahrstoffen (Gesundheitsschutz, Umwelteinflüsse, Entsorgung) und ergonomische Arbeitsabläufe. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Waagerechte, das Lot und die Herstellungsmaße und vergleichen die Istwerte der Ausführung mit den Sollwerten in der Ausführungszeichnung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Herstellungsprozess und stellen ihre Arbeitsergebnisse, auch mit Hilfe digitaler Medien, vor. Sie vergleichen und bewerten ihre Ergebnisse und diskutieren Möglichkeiten von Verbesserungen. Dabei argumentieren sie sachlich und präzise und wenden Berufssprache adressatengerecht an.

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Lernfeld 4
1. Ausbildungsjahr

Stahlbetonbauteile herstellen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Stahlbetonbauteile auftragsbezogen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der Funktion des Bauteils, der örtlichen Gegebenheiten sowie der Leistungen der Vorgewerke und beschreiben die daraus abzuleitenden Eigenschaften des Stahlbetonbauteils. Dabei berücksichtigen sie den Um- und Rückbau vorhandener Bauteile. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Betonausgangsstoffe (Zemente, Gesteinskörnungen, Wasser), Bewehrungen (Betonstabstahl, Betonstahlmatten) und Schalungen (Brett-, Systemschalung). Sie unterscheiden Beton nach der Druckfestigkeit, der Bewehrung, der Rohdichte, dem Erhärtungszustand (Frisch-, Festbeton) und dem Ort der Herstellung (Baustellenbeton, Transportbeton). Sie berücksichtigen die auf das Bauteil wirkenden Kräfte, die im Bauteil auftretenden Spannungen (Zug, Druck), die Lage der Bewehrung und das Zusammenwirken von Betonstahl und Beton (Verbund, Längenausdehnung, Betondeckung). Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung des Stahlbetonbauteiles. Dazu bestimmen sie anhand von Tabellen die Zusammensetzung des Betons unter Berücksichtigung der Umgebungsbedingungen (Expositionsklassen) sowie der Konsistenz, der Druckfestigkeit und der Sieblinie der Gesteinskörnung. Sie führen Berechnungen (Flächen, Volumen, Materialbedarfe, Wasserzementwert) durch und erstellen Zeichnungen (Schalungs-, Bewehrungszeichnungen) sowie Materiallisten (Holzlisten, Stahllisten) auch mit Hilfe digitaler Medien. Sie wählen Werkzeuge und Maschinen aus und planen die Arbeitsschritte zur Herstellung und zum Einbau des Stahlbetonbauteils. Die Schülerinnen und Schüler erstellen die Schalung sowie die Hilfs- und Tragkonstruktionen. Sie fertigen die Bewehrung an und bauen sie ein. Sie mischen den Beton, prüfen die Konsistenz (Ausbreitversuch) und betonieren das Bauteil (Betonverarbeitung, Nachbehandlung). Sie reinigen, prüfen und warten Maschinen, Werkzeuge und Schalungen. Sie achten auf die geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen und die Vorschriften zum Gesundheitsschutz (Hautschutz, Augenschutz), ergonomische Arbeitsabläufe sowie Möglichkeiten zur Vermeidung betriebsbedingter Belastungen für Umwelt und Gesellschaft im eigenen Aufgabenbereich (Entsorgung, Recycling). Die Schülerinnen und Schüler beurteilen das Stahlbetonbauteil hinsichtlich Tragfähigkeit, Maßgenauigkeit und Oberflächenbeschaffenheit und ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Sie dokumentieren die Ergebnisse und vergleichen diese mit den vorgegebenen Parametern. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Herstellungsprozess und beschreiben die Vor- und Nachteile des Einsatzes von Stahlbeton gegenüber anderen Baustoffen. Sie bewerten die Ausgangsmaterialien hinsichtlich wirtschaftlicher, umweltverträglicher und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit und ziehen auch alternative Ausgangsstoffe in Betracht.

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Lernfeld 5
1. Ausbildungsjahr

Holzkonstruktionen herstellen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Holzkonstruktionen auftragsbezogen nach wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die auftragsbezogenen Vorgaben für die Holzkonstruktionen, die örtlichen Gegebenheiten, die Leistungen der Vorgewerke und erläutern die daraus abzuleitenden Eigenschaften der Konstruktion. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich, auch mit Hilfe digitaler Medien, über den Aufbau des Holzes, über Holzarten und das Arbeiten des Holzes sowie die gesellschaftliche und ökologische Bedeutung des Waldes. Sie vergleichen Maßnahmen zum Schutz vor Feuchtigkeit und Schädlingsbefall (Insekten, Pilze) der Konstruktion. Sie unterscheiden die Bauschnitthölzer und die Holzwerkstoffe in ihren Eigenschaften, Qualitäten und Dimensionen und deren Lagerung. Die Schülerinnen und Schüler entwerfen und planen die Holzkonstruktionen. Bei der Holzauswahl berücksichtigen sie die auftragsspezifischen Vorgaben und Maßnahmen zum Holzschutz (konstruktiv, chemisch). Sie berücksichtigen den Verlauf der Kräfte in der Holzkonstruktion und wählen Holzverbindungen (zimmermanns-, ingenieursmäßige Holzverbindungen) und die Verbindungsmittel aus. Sie erstellen Zeichnungen (Verbindungen, Konstruktionen). Sie ermitteln den Materialbedarf (Verschnitt), erstellen Materiallisten (Holzlisten) auch mit digitalen Medien. Sie wählen Bearbeitungswerkzeuge und -maschinen aus und planen deren Einsatz. Dabei achten sie auf eine wirtschaftliche Ausführung und entwickeln Vorschläge für nachhaltiges Handeln im eigenen Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler fertigen und errichten Holzkonstruktionen und setzen Bearbeitungswerkzeuge und -maschinen ein. Dabei achten sie auf ergonomische Arbeitsabläufe, Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere, die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen sowie den Umgang mit Gefahrstoffen (Gesundheitsschutz, Umweltschutz, Entsorgung). Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Ausführungsqualität der Holzkonstruktionen (Tragfähigkeit, Maßhaltigkeit, Gestaltung, Beständigkeit). In diesem Zusammenhang ergreifen sie Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Auswahl der Verbindungen, die Materialauswahl sowie den Herstellungsprozess und beurteilen die Nachhaltigkeit der Holzkonstruktion.

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Lernfeld 6
1. Ausbildungsjahr

Bauteile beschichten und bekleiden

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Bauteile auftragsbezogen nach wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten zu beschichten und zu bekleiden. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Vorgaben des Auftrages hinsichtlich der geforderten Eigenschaften der Bauteile und Vorgaben zur gestalterischen Ausführung. Sie dokumentieren, auch mit Hilfe digitaler Medien, und bewerten die örtlichen Gegebenheiten und Leistungen der Vorgewerke. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Materialien (Bindemittel, Mörtel, Dämmstoffe, Abdichtungsstoffe, Putze, Plattenwerkstoffe, keramische Beläge) und die Konstruktionen (Unterkonstruktionen, Untergründe, Estriche, Haftgründe, Trennschichten, Abdichtungen). Sie informieren sich über Gefährdungspotentiale (Asbest, Stäube) und über zu veranlassende Maßnahmen beim Um- und Rückbau von Bauteilen sowie der Bearbeitung von Materialien. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung und die Gestaltung der Beschichtungen und der Bekleidungen unter Beachtung der baulichen Gegebenheiten (Tragfähigkeit, Haftfähigkeit, Öffnungen, Anschlüsse) und bauphysikalischer Einflüsse (Wärme, Feuchtigkeit, Schall). Sie wählen die Materialien nach den zu erwartenden Beanspruchungen, die Ausführungstechniken sowie den Werkzeug- und Maschineneinsatz aus. Sie fertigen die Planungsunterlagen (Detailzeichnungen, Materiallisten, Arbeitsablaufpläne) auch mit Hilfe digitaler Medien an. Dabei achten sie auf die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler prüfen den Untergrund und bereiten ihn vor. Sie beschichten und bekleiden die Bauteile und stellen dabei Fugen und Anschlüsse her. Sie achten auf ergonomische Arbeitsabläufe, Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere und die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. Sie vermeiden Abfälle und führen Reststoffe einer umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung zu. Sie handeln beim Reinigen der Arbeitsmittel ökologisch verantwortlich. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Beschichtungen und die Bekleidungen hinsichtlich der Materialauswahl, der Ausführung (Maßhaltigkeit, Oberflächenqualität) und der Gestaltung. Sie ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Schülerinnen und Schüler stellen ihre Arbeitsergebnisse zur Diskussion und vertreten ihre Entscheidungen. Sie reflektieren den Planungs- und Umsetzungsprozess sowie die Materialauswahl hinsichtlich der auftragsbezogenen Vorgaben sowie der Aspekte der Nachhaltigkeit. Sie schlagen Möglichkeiten zur Optimierung vor und dokumentieren diese. Übersicht über die Lernfelder für die Berufsausbildung in Ausbauberufen Ausbaufacharbeiter und Ausbaufacharbeiterin; Schwerpunkt Zimmererarbeiten 7 Gleich geneigte Dächer richten 60 8 Steildach-Aufbauten herstellen 60 9 Tragende Holzwände errichten 40 10 Leichte Trennwände einziehen 40 11 Holzdecken einbauen 40 12 Treppen herstellen 40 Zimmerer und Zimmerin 13 Ungleichgeneigte Dächer richten 60 14 Dachbauteile einbauen 40 15 Verbundkonstruktionen herstellen 40 16 Hallenbinder fertigen und richten 40 17 Bestandsgebäude sanieren 60 18 Historische Fachwerke sanieren 40 Summen: insgesamt 880 Stunden 320 280 280

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Lernfeld 7
2. Ausbildungsjahr

Gleich geneigte Dächer planen und richten

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, gleich geneigte Dachkonstruktionen nach konstruktiven, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die auftragsbezogenen Vorgaben zum Grundriss (rechteckig), zum Tragwerk und zum Verwendungszweck des Dachraumes und erläutern die daraus erforderlichen Eigenschaften für die Dachkonstruktion. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über die Dachformen (Pultdach, Satteldach, gleichgeneigtes Walmdach) und deren Dachausmittlung auch in einer fremden Sprache. Sie unterscheiden Dachkonstruktionen nach ihren statischen Anforderungen und erfassen die Einsatzmöglichkeiten von ingenieursmäßigen Verbindungstechniken auch mit digital unterstützten Fertigungstechniken. Die Schülerinnen und Schüler entwerfen und planen Dachkonstruktionen auch mit Hilfe digitaler Medien (Pfetten- und Sparrendächer, Hänge- und Sprengwerke). Dazu berücksichtigen sie die auftragsspezifischen Vorgaben zum Gebäudegrundriss und zum Verwendungszweck des Dachraumes. Sie ermitteln die wahren Längen und die wahren Flächen rechnerisch und zeichnerisch. Sie wählen die Art der Dachkonstruktion und die Verbindungstechniken aus. Sie erstellen Skizzen und Zeichnungen (Längs- und Querschnitte, Detail- und Abbundzeichnungen), ermitteln den Materialbedarf und erstellen Materiallisten. Sie wählen Fertigungstechniken aus und planen den Einsatz von Werkzeugen und Maschinen, auch computergestützt. Sie beschreiben die Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung ergonomischer, ökologischer und ökonomischer Gesichtspunkte und entwickeln Vorschläge für nachhaltiges Handeln im eigenen Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler richten die Hölzer auf Grundlage der Zeichnungen und Holzlisten zu und fertigen und errichten die Dachkonstruktionen. Dabei achten sie auf Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere und die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen (Absturzsicherungen). Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Ausführung hinsichtlich Tragfähigkeit, Maßhaltigkeit und Passgenauigkeit. In diesem Zusammenhang ergreifen sie Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Schülerinnen und Schüler bewerten den Maschineneinsatz, den Arbeitsablauf und die Dachkonstruktion hinsichtlich wirtschaftlicher und umweltverträglicher Aspekte. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Auswahl der Dachkonstruktion, der Verbindungen sowie den Herstellungsprozess der gesamten Dachkonstruktion hinsichtlich der auftragsbezogenen Vorgaben.

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Lernfeld 8
2. Ausbildungsjahr

Steildach-Aufbauten herstellen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Aufbauten von Steildächern nach bauphysikalischen, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Vorgaben des Kundenauftrags zur Erstellung der Dachaufbauten und die örtlichen Gegebenheiten (Dachneigung, Dachkonstruktion, Gebäudenutzung und -lage, baurechtliche Vorgaben, Denkmalschutz, Bauschäden). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Dachaufbauten von Steildächern (Vollsparrendämmung, Aufsparrendämmung, Untersparrendämmung) über die konstruktiven und bauphysikalischen Anforderungen (Windsogsicherung, Regensicherheit, Entwässerung, Feuchteschutz, Wärmeschutz). Sie beschreiben die Funktionen und Materialien der Schichten des Dachaufbaus und vergleichen die Deckwerkstoffe (Dachziegel, Dachsteine, Faserzementplatten, Schindeln). Die Schülerinnen und Schüler planen die Dachaufbauten auch mit Hilfe digitaler Medien. Dazu berücksichtigen sie die Vorgaben des Wärme- und Feuchteschutzes (Luftdichtheit, Winddichtheit, rechnerischer Nachweis Wärmeschutz), die Anforderungen an Regensicherheit und Windsogsicherheit sowie die Vorgaben des Kundenauftrags (Planvorgaben, Sicherung und Schutz verbleibender Dachteile, -schichten, Rückbau). Sie planen die Belüftung der Deckung und regensichernde Zusatzmaßnahmen (Regeldachneigung, Unterdeckungen, Unterdächer). Sie legen die Baustoffe des Dachaufbaus und die Deckarten im Hinblick auf eine ressourcenschonende Verwendung der Baustoffe und Bauteile fest und wählen die Befestigungsmittel aus. Sie erstellen Zeichnungen (Schnitte, Detailzeichnungen) von Dachabschlüssen (Traufe, Ortgang, Dachöffnung) auch mit digitalen Medien unter Beachtung des Datenschutzes und der Datensicherheit. Sie planen Werkzeuge ein und beschreiben die Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung ergonomischer, ökologischer und ökonomischer Gesichtspunkte. Die Schülerinnen und Schüler stellen die Steildach-Aufbauten mit ihren Dachabschlüssen her. Dabei achten auf Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere (Staubschutz, Rückbau und Entsorgung von Dämmstoffen, Gefahrstoffe in vorhandenen Untergründen und Bauteilen) und die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Dachaufbauten hinsichtlich der Erfüllung der konstruktiven und bauphysikalischen Anforderungen, der Vorgaben des Kundenauftrags sowie der Nachhaltigkeit der eingesetzten Baustoffe. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Auswahl des Dachaufbaus und der Baustoffe hinsichtlich der auftragsbezogenen Vorgaben und diskutieren Alternativen.

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Lernfeld 9
2. Ausbildungsjahr

Tragende Holzwände errichten

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, tragende Holzwände nach konstruktiven, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten gemäß dem Kundenauftrag zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Vorgaben des Kundenauftrags und die örtlichen Gegebenheiten zur Erstellung von tragenden Holzwänden. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Bauweisen von tragenden Wänden (Fachwerkbau, Holztafel- und Holzrahmenbau, Holzmassivbau) und über die konstruktiven und bauphysikalischen Anforderungen. Sie erfassen die Vorteile der unterschiedlichen Bauweisen, ihre baugeschichtliche Entwicklung sowie die Vorfertigung, den Transport und die Montage der tragenden Holzwände. Die Schülerinnen und Schüler planen die Wandaufbauten (Wärme- und Feuchteschutz, konstruktiven Holzschutz, haustechnischen Installationen) und die Wandbekleidung (Vorsatzschale, Unterkonstruktion, Befestigungsmittel). Sie achten auf eine ressourcenschonende Verwendung bei den Baustoffen (natürliche Dämmstoffe) und unterscheiden Einbringverfahren (Einblasverfahren). Die Schülerinnen und Schüler erstellen Zeichnungen (Längs- und Querschnitte) und Detailanschlüsse an Fundamente, Decken, Dächer und Wände auch mit Hilfe digitaler Medien. Sie berücksichtigen bei der Planung die Vorfertigung von Bauteilen, den Transport und den Montageablauf. Sie wählen Werkzeuge, Maschinen und Fertigungstechniken aus und beschreiben die Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung ergonomischer, ökologischer und ökonomischer Gesichtspunkte. Sie fertigen die tragenden Holzwände und stellen sie. Dabei achten auf Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Ausführung hinsichtlich des Wärmeschutzes, des konstruktiven Holzschutzes und der Maßhaltigkeit. Sie bewerten die eingesetzten Materialien, den Maschineneinsatz und den organisatorischen Arbeitsablauf hinsichtlich wirtschaftlicher und umweltverträglicher Aspekte. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren im Team die Auswahl des Wandaufbaus sowie den Herstellungsprozess der tragenden Holzwände.

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Lernfeld 10
2. Ausbildungsjahr

Leichte Trennwände einziehen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, leichte Trennwände auftragsgemäß zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Vorgaben des Kundenauftrags und die örtlichen Gegebenheiten zur Erstellung von leichten Trennwänden und stimmen die Arbeiten gewerkübergreifend ab. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über Bauweisen von leichten Trennwänden und über die konstruktiven und bauphysikalischen Anforderungen (Wärme-, Feuchte-, Schall- und Brandschutz). Sie unterscheiden Unterkonstruktionen (Metall, Holz) und Beplankungen (Trockenbau-Baustoffe, Verbundwerkstoffe). Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung leichter Trennwände. Sie entwerfen und zeichnen die Wände (Skizzen, Ausführungszeichnungen, Detailzeichnungen) auch mit Hilfe digitaler Medien, wählen Werkzeuge und Hilfsmittel zu deren Herstellung aus und planen den Arbeitsablauf. Sie ermitteln den Materialbedarf für die leichten Trennwände und erstellen ein Aufmaß. Im Planungskonzept berücksichtigen sie systemgerechte Anschlüsse und eine rationelle Montage. Sie sehen Befestigungsmöglichkeiten von Installationen und den Einbau von Türen vor. Die Schülerinnen und Schüler stellen die Trennwände her. Dazu prüfen und bewerten sie vorhandene Anschlussflächen und bereiten die Untergründe (Spachtel- und Ausgleichsmassen) vor. Sie achten auf Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere, die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen sowie den ressourcenschonenden Umgang mit den Materialien einschließlich ihrer Entsorgung. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Maßhaltigkeit der leichten Trennwände sowie die Qualität der Wandoberflächen, auch mit digitalen Prüfmitteln, und beurteilen die Nachhaltigkeit der gesamten Konstruktion. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Auswahl der Konstruktion, der Verbindungen, der Baustoffe sowie den Herstellungsprozess und konzipieren Verbesserungsvorschläge.

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Lernfeld 11
2. Ausbildungsjahr

Holzdecken einbauen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Decken aus Holz auftragsgemäß nach konstruktiven, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Vorgaben des Kundenauftrags (Deckenöffungen, statische Vorgaben, Bodenaufbau, Deckenuntersicht, Gebäudenutzung) und leiten die Eigenschaften für die Konstruktion ab. Sie erfassen die bauliche Situation auch mit Hilfe digitaler Messgeräte. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Konstruktionsarten von Decken aus Holz (Holzbalkendecken, Massivholzdecken, Hybriddecken). Dabei berücksichtigen sie den Einfluss der Tragfähigkeit und die Anforderungen aus Schall- und Brandschutz auch in Bezug auf die Nutzung (Bodenaufbau, Installationen) entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Die Schülerinnen und Schüler wählen eine Konstruktionsart und entwerfen und planen die Deckenkonstruktionen. Dabei berücksichtigen sie die Kundenanforderungen (Aussparungen, Öffnungen). Sie ermitteln Auflagerkräfte (mit Hilfe von Tabellenwerken) und entwickeln Anschlussdetails, Decken und Bodenaufbauten (Trocken- und Nassbauweise). Sie berücksichtigen den Verlauf der Kräfte in der Konstruktion und wählen die Verbindungsmittel aus. Sie erstellen Zeichnungen (Verlegepläne, Detailpläne, Ausführungspläne), ermitteln den Materialbedarf (Verschnitt-Berechnungen) und erstellen Materiallisten (Holzlisten) auch mit digitalen Medien. Dabei achten sie auf eine wirtschaftliche Ausführung (Arbeitsrichtwerte, Lohnkosten, Materialkosten) und entwickeln Vorschläge für nachhaltiges Handeln im eigenen Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler fertigen und errichten die Deckenkonstruktion mit Hölzern oder vorgefertigten Elementen. Dabei achten sie auf Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere (Absturzsicherung, Elementierung und Vormontage), die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen bei Transport (Ladeplan, Ladungssicherung, Transportgeräte) und Beförderung (Lastaufnahmeeinrichtung, Anschlagpunkte, Anschlagmittel). Sie verlegen die Deckenelemente gemäß Verlegeplan und Anschlussdetails (aussteifende Scheibe) und bereiten den Bodenaufbau vor. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Ausführungsqualität der Deckenkonstruktion. In diesem Zusammenhang ergreifen sie Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren im Team die Konstruktionsauswahl und beurteilen die Aspekte Tragfähigkeit, Brandschutz und Schallschutz in Bezug auf die geplante Konstruktion.

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Lernfeld 12
2. Ausbildungsjahr

Treppen herstellen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Treppen auftragsbezogen nach konstruktiven, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die auftragsbezogenen Vorgaben zur Herstellung der Treppe und leiten daraus die Eigenschaften der Konstruktion ab. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die gesetzlichen Vorschriften und Anforderungen zur Herstellung von Treppen. Sie unterscheiden die Treppenarten hinsichtlich ihrer Verwendung (Wohngebäude, öffentliche, gewerbliche Gebäude, Bautreppen), der Form (einläufig, mehrläufig, gerade, gewendelt), der Laufrichtung und der Treppenkonstruktion (aufgesattelt, gestemmt, eingeschoben). Sie unterscheiden die Verbindungsmittel, die Holzarten im Treppenbau, deren Oberflächenbehandlung und berücksichtigen deren gesundheits- und umwelttechnische Eigenschaften. Sie informieren sich über den Einbau vorgefertigter Treppen, deren Anschlüsse, Befestigungs- und Montagehilfsmittel sowie den Bau von Schalungen für Stahlbetontreppen, auch in einer fremden Sprache. Die Schülerinnen und Schüler entwerfen und planen eine Treppe auch mit Anwendungssoftware und treffen eine Holzauswahl. Sie wählen Verbindungsmittel aus und erstellen Ausführungs- und Detailzeichnungen (Grundriss, Schnitt, An- und Austrittdetail, Anschluss Geländer). Sie wählen Bearbeitungswerkzeuge aus, achten auf eine wirtschaftliche Ausführung und entwickeln Vorschläge für nachhaltiges Handeln im eigenen Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler fertigen und errichten die Treppe mit den gewählten Verbindungen. Dabei achten sie auf den Schutz der fertiggestellten Treppe, auf Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere sowie die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Ausführungsqualität der Treppe. In diesem Zusammenhang ergreifen sie Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Auswahl der Verbindungen, die Materialauswahl sowie den Herstellungsprozess und beurteilen die Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit der gesamten Treppenkonstruktion.

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Lernfeld 13
3. Ausbildungsjahr

Ungleichgeneigte Dächer richten

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, nach Kundenauftrag ungleich geneigte Dächer zu entwickeln, abzubinden und aufzurichten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Vorgaben des Kundenauftrags hinsichtlich der geforderten Geometrie des Daches. Sie dokumentieren und bewerten die baulichen Gegebenheiten auch mit Hilfe digitaler Geräte. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Möglichkeiten, Dachflächen, Dachlinien und ihre Schiftungshölzer (Gratsparren, Kehlsparren, schräger Giebelsparren, Kehlbohle, Schifter) über zusammengesetzten Grundrissen auch mit digitalen Hilfsmitteln zu bestimmen und auszutragen. Die Schülerinnen und Schüler planen die Dachkonstruktion über zusammengesetzten Grundrissen auch mit Hilfe digitaler Geräte. Sie mitteln die Dachflächen aus (gleiche und ungleiche Dachneigung, gleiche und ungleiche Traufhöhe) und bestimmen die wahren Flächen, wahren Längen und deren Höhenlagen. Sie tragen Schiftungshölzer aus dem Dachverband aus und vergleichen Ausführungsvarianten (Hexenschnitt, senkrechte und waagrechte Abschnitte). Sie ermitteln die Maße zum Anreißen der Hölzer unter Anwendung rechnerischer und zeichnerischer Lösungswege (Abbundplan) auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler fertigen die Dachkonstruktion. Sie setzen Bearbeitungswerkzeuge ein und erzeugen Maschinendaten für programmierbare Anlagen. Sie planen und dokumentieren Transport, Vormontage und Richten der Konstruktion. Dabei achten sie auf die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. Sie rüsten die Baustelle ein und dokumentieren dies. Sie bestimmen Standort und Art der Hebeeinrichtung (Lastaufnahmeeinrichtung, Anschlagpunkte, Anschlagmittel), legen den Arbeitsablauf zum Richten fest und errichten die Dachkonstruktion. Sie übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler erstellen ein Aufmaß der durchgeführten Arbeiten, überprüfen die Arbeitsweise in Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und Durchführbarkeit und optimieren den Planungsweg. Sie präsentieren den Planungs- und Arbeitsverlauf sowie die Arbeitsergebnisse den Kunden. Die Schülerinnen und Schüler wählen Möglichkeiten der Qualitätssicherung zur Erhebung der Kundenzufriedenheit in Bezug auf das Arbeitsergebnis aus. Mit Hilfe dieser Maßnahmen, auch in digitaler Form, reflektieren sie den Planungsprozess.

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Lernfeld 14
3. Ausbildungsjahr

Dachbauteile einbauen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Dachbauteile in gegebene Dachsituationen einzubauen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die bestehende oder geplante Dachsituation, in die sie gemäß Kundenauftrag Dachbauteile einbauen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich mit Hilfe technischer Unterlagen (Herstellerangaben, Regelwerke des Dachdeckerhandwerks) über die Anforderungen an die Dachbauteile (Bauelemente, vorgefertigte Bauteile, Gauben, Dachflächenfenster, Photovoltaikelemente, Solarthermiekollektoren, Dachdurchdringungen) hinsichtlich der Aspekte bauphysikalischer und konstruktiver Umsetzbarkeit, Gestaltung, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Sie bereiten eine Entscheidungsfindung unter Einbeziehung der Kundenwünsche vor. Die Schülerinnen und Schüler planen auch mit Hilfe digitaler Medien den Einbau der Dachbauteile. Sie wählen Verbindungsmittel zur Verankerung aus und zeichnen Anschlussdetails (Handskizzen, Ausführungszeichnungen). Sie erstellen Aufmaße und Materiallisten zum Bestellen der Elemente sowie Bauablaufpläne unter Berücksichtigung der sich anschließenden Gewerke. Die Schülerinnen und Schüler fertigen und montieren gemäß Planung und Vorgabe der Montageunterlagen, auch mit fremdsprachigen Fachbegriffen, die Dachbauteile. Sie erstellen Anschlüsse zu vorhandenen Bauteilen. Sie ergreifen und dokumentieren Schutzmaßnahmen für den bewohnten Innenraum und minimieren die Beeinträchtigungen für die Bewohner. Die Schülerinnen und Schüler übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Zur Qualitätssicherung wenden sie Prüfverfahren (Funktions-, Sichtprüfung) an. Sie nehmen Reklamationen entgegen und ergreifen Maßnahmen zur Vermeidung und Behebung von Mängeln. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren die Einbaumaßnahme, beurteilen den Planungs- und Herstellungsprozess und reflektieren die Zusammenarbeit im Team (Teamfähigkeit, Konfliktlösung).

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Lernfeld 15
3. Ausbildungsjahr

Verbundkonstruktionen herstellen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Verbundkonstruktionen auftragsgemäß nach konstruktiven, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Vorgaben des Kundenauftrags. Sie erfassen die bauliche Situation auch mit Hilfe digitaler Geräte. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Verbundkonstruktionen (Hybridkonstruktionen, Massivholzkonstruktionen). Sie berücksichtigen deren Anforderungen (Tragfähigkeit, Wärme-, Schall- und Brandschutz) und unterscheiden Möglichkeiten der nachhaltigen Herstellung und des Rückbaus. Die Schülerinnen und Schüler entwerfen und planen die Verbundkonstruktion. Dazu treffen sie eine Konstruktionsauswahl. Sie bemessen die Verbundkonstruktion mit Hilfe von Tabellen. Sie wählen die Verbindungsmittel aus, dabei berücksichtigen sie den Verlauf der Kräfte in der Konstruktion. Sie entwickeln Anschlussdetails (Ausführungspläne; Detailpläne). Die Schülerinnen und Schüler fertigen und errichten die Verbundkonstruktion. Dabei achten sie auf Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere und die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen (Absturzsicherung). Sie errichten die Konstruktion gemäß der Ausführungs- und Detailpläne und übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Ausführungsqualität der Verbundkonstruktion und ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Konstruktionsauswahl hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit und entwickeln Vorschläge zur Optimierung.

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Lernfeld 16
3. Ausbildungsjahr

Hallenbinder fertigen und richten

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Hallenbinder auftragsbezogen nach konstruktiven, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten herzustellen und zu richten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die auftragsbezogenen Vorgaben zum Einsatz der Hallenbinder und leiten daraus die Eigenschaften der Konstruktion ab. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Binderarten (Vollwandträger, Fachwerkträger), Binderformen und deren statische Systeme (Fachwerk, Dreigelenkrahmen) und vergleichen diese. Sie unterscheiden die Arten der Verbindung (Verleimung, Nägel, Nagelplatten, Dübel besonderer Bauart). Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung, den Zusammenbau und die Detailausbildungen der Binder (Ausführungszeichnungen) auf Basis der Tragwerksplanung. Sie berücksichtigen den Verlauf der Kräfte in der Konstruktion. Sie planen den Transport und das Richten der Konstruktion (Wind-, Knickverbände). Die Schülerinnen und Schüler fertigen die Hallenbinder. Sie setzen Bearbeitungswerkzeuge und Hebevorrichtungen ein. Dabei achten sie auf wirtschaftliche und ergonomische Abläufe, Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere und die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. Sie entwickeln Vorschläge für nachhaltiges Handeln im eigenen Arbeitsbereich. Sie richten die Hallenbinder und räumen den Arbeitsplatz. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Ausführungsqualität der Hallenbinder. In diesem Zusammenhang ergreifen sie Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Montageprozess und beurteilen die Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit der gesamten Binderkonstruktion.

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Lernfeld 17
3. Ausbildungsjahr

Bestandsgebäude sanieren

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Bestandsgebäude nach Kundenauftrag zu sanieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die bauliche Situation unter konstruktiven und bauphysikalischen Gesichtspunkten (Wärme-, Feuchte-, Schall-, Brandschutz) auch mit digitalen Medien (Thermografie, Luftdichtheitsprüfung). Sie erfassen und dokumentieren bauliche Mängel am Bestandsgebäude. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über Sanierungsmaßnahmen für Steildach und Außenwand (Maßnahmen gegen Wärmeverlust und Feuchtschäden, Verbesserung des sommerlichen Wärmeschutzes, des Schallschutzes, des Raumklimas, des Strahlenschutzes). Die Schülerinnen und Schüler planen die Maßnahmen zur Sanierung des Bestandsgebäudes und zum Rückbau von Bauteilen. Sie wählen Verfahren, die eine wirtschaftliche und nachhaltige Sanierung ermöglichen, indem sie vorrangig nachwachsende Rohstoffe nutzen und die Vermeidung von Abfällen planen. Sie ermitteln den Materialbedarf und fertigen Planungsunterlagen (Materiallisten, Dokumentationen, Zeichnungen, Handskizzen) auch mit Hilfe digitaler Geräte an. Sie berücksichtigen den Arbeitsschutz (Asbest, Mineralfaserdämmung) sowie die Unfallverhütungsmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler führen die Sanierungsmaßnahme durch. Beim Rückbau führen sie Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung zu (Gefahrstoffe, Rückbau, Recycling). Sie bieten den Kunden weitere Serviceleistungen im Rahmen der durchgeführten Arbeiten an, informieren sie über Instandhaltungsmaßnahmen und -intervalle und dokumentieren diese auch in einer fremden Sprache. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Ausführungsqualität der Sanierungsmaßnahme. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Sanierungsmaßnahme und entwickeln Strategien Kundenreklamationen zu begegnen.

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Lernfeld 18
3. Ausbildungsjahr

Historische Fachwerke sanieren

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, historische Fachwerke auftragsbezogen nach konstruktiven, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten zu sanieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren (Laserscanning, Tachymetrie, Bohrwiderstandsmessung) und dokumentieren den baulichen Zustand des historischen Fachwerks. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über historische Fachwerkstile sowie Zunft und Brauchtum des Zimmereihandwerks. Sie erkennen erhaltenswerte Bausubstanz, ermitteln die Schadensursachen und unterscheiden Verfahren zur Sanierung von Holzkonstruktionen. Die Schülerinnen und Schüler planen die Maßnahmen zum Erhalt und Schutz der Bausubstanz (konstruktiver, chemischer Holzschutz) unter Berücksichtigung temporärer Sicherungsmaßnahmen, der auftragsspezifischen Vorgaben (Denkmalschutz) sowie der bauphysikalischen und ökologischen Anforderungen. Sie wählen Holzverbindungen und Verbindungsmittel aus. Dabei berücksichtigen sie den Verlauf der Kräfte in der Holzkonstruktion. Sie erstellen Skizzen, Ausführungszeichnungen und ermitteln den Materialbedarf. Die Schülerinnen und Schüler ersetzen und ergänzen Holzbauteile (Anlaschung, Abfangung, Prothese, Form, Schablone). Dabei achten sie auf Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere, die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen sowie den Umgang mit Gefahrstoffen (Gesundheitsschutz, Entsorgung). Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Ausführungsqualität der Fachwerkkonstruktion (Gestaltung, Tragfähigkeit, Maßhaltigkeit, Nachhaltigkeit). In diesem Zusammenhang ergreifen sie Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Auswahl der Verbindungen, die Materialauswahl sowie den Herstellungsprozess und beurteilen die Dauerhaftigkeit der Fachwerkkonstruktion. Übersicht über die Lernfelder für die Berufsausbildungen im Ausbau Ausbaufacharbeiter und Ausbaufacharbeiterin; Schwerpunkt Stuckateurarbeiten 7 Bauteile in Trockenbauweise herstellen 100 8 Putze herstellen 60 9 Energieeffiziente Außenwandsysteme herstellen 40 10 Stuckprofile herstellen 40 11 Estriche einbauen 40 Stuckateur und Stuckateurin 12 Konstruktionen in Trockenbauweise herstellen 80 13 Stuck, Putz- und Trockenbaukonstruktionen sanieren 14 Wand- und Deckenflächen gestalten 60 15 Technische Systeme einbauen 40 16 Energieeffizienzmaßnahmen im Innenbereich durchführen Summen: insgesamt 880 Stunden 320 280 280

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Lernfeld 7
2. Ausbildungsjahr

Bauteile in Trockenbauweise herstellen

Zeitrichtwert: 100 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Bauteile in Trockenbauweise auftragsbezogen unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Vorgaben des Kundenauftrags, die Nutzungsanforderungen und die örtlichen Gegebenheiten. Sie erfassen die Lage von Ver- und Entsorgungsleitungen, um diese vor Beschädigungen zu schützen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Konstruktionsbestandteile und Materialien (Unterkonstruktion, Beplankungsmaterialien, Profile, Befestigungs- und Verbindungsmittel, Dämmstoffe, Einbauteile) von Vorsatzschalen, Raumtrennwänden und Unterdecken. Dabei berücksichtigen sie sicherheitstechnische und bauphysikalische (Brand-, Schall-, Wärme-, Feuchte- und Strahlenschutz) Anforderungen und erfassen die fremdsprachlichen Fachbegriffe. Die Schülerinnen und Schüler planen im Team den Arbeitsablauf sowie den Einsatz von Materialien, Werkzeugen und Maschinen zur Herstellung von Vorsatzschalen, Raumtrennwänden in Ständerbauweise (Schichtaufbau, Einfachständer, Doppelständer, einlagige und mehrlagige Beplankung) und Unterdecken (Deckenbekleidung, fugenlose Unterdecke, Systeme mit gerasterten Deckenflächen) unter Berücksichtigung von Arbeitsregeln. Dabei halten sie gestalterische Vorgaben, einschlägige Normen sowie konstruktive und bauphysikalische Anforderungen ein. Sie vergleichen die Herstellung von Raumtrennwänden in Ständerbauweise mit der aus Wandbauplatten und stellen Vor- und Nachteile gegenüber. Auf Basis eines erstellten Aufmaßes (Aufmaßregeln) und planerischer Vorgaben führen sie Berechnungen (Materialbedarf, Zeitaufwand, Kosten) durch und fertigen Zeichnungen (Montagepläne, Verlegepläne, Anschlussdetails) an. Die Schülerinnen und Schüler erstellen die Materiallisten, auch mit digitalen Medien, unter Verwendung von Herstellerinformationen und technischen Merkblättern. Die Schülerinnen und Schüler montieren die Bauteile in Trockenbauweise unter Beachtung der örtlichen Gegebenheiten, Verarbeitungsvorschriften, Regeln zur Fugenaufteilung sowie der Vorschriften zu Arbeitssicherheit und der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. Sie montieren und demontieren Bauteile aus Holz und Stahl, stellen Aussparungen und Öffnungen für Einbauten und Anschlüsse an angrenzende Bauteile her, bauen technische Systeme ein, schließen Fugen und verspachteln die Oberfläche entsprechend der Qualitätsanforderungen. Sie kontrollieren Maschinen (Klimatisierung, Staubminderung) auf ihre Funktionsfähigkeit und Dichtigkeit, erkennen Störungen, dokumentieren diese und veranlassen die Wartung. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihre Arbeitsergebnisse hinsichtlich der Maßhaltigkeit und ökonomischer Belange (Materialeinsatz) und bewerten die Ausführung nach Dauerhaftigkeit und Optik. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Planungs- und Umsetzungsprozess sowie die Materialauswahl hinsichtlich der auftragsbezogenen Vorgaben, baulichen Gegebenheiten und Nachhaltigkeit. Sie schlagen Optimierungsmöglichkeiten vor und dokumentieren diese. Sie reflektieren die Anwendung der Trockenbauweise zur Herstellung von Verkofferungen und Schürzen.

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Lernfeld 8
2. Ausbildungsjahr

Putze herstellen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Putze auftragsbezogen und unter Berücksichtigung örtlicher Gegebenheiten zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der Anforderungen an Putze, der örtlichen Gegebenheiten (Innen-, Außenputz) sowie der Wünsche und Vorgaben des Kunden. Sie erfassen und prüfen die Untergrundbeschaffenheit mithilfe einschlägiger Prüfverfahren und dokumentieren den Bestand, auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Aufgaben, Anforderungen und Zusammensetzung von Innen- und Außenputzen, die Putzarten nach Verwendungszweck (Normalputz, Leichtputz, Kelleraußenwandputz, Außensockelputz) sowie den Aufbau von Putzsystemen. Dabei unterscheiden sie Putze hinsichtlich ihrer Zusammensetzung (Bindemittel, Zuschlagstoffe, Zusatzmittel, Putzmörtelgruppen, Mischungsverhältnisse) und beschreiben deren Eigenschaften sowie ihre Vor- und Nachteile. Die Schülerinnen und Schüler wählen unter Berücksichtigung der auftragsbezogenen Vorgaben und örtlichen Gegebenheiten ein Putzsystem aus. Dabei beachten sie die Putzgrundvorbehandlung (Haftbrücke, Aufbrennsperre, Spritzbewurf, Tiefgrund, Putzträger) und legen die Putztechnik (maschinelle Verarbeitung, Verarbeitung von Hand), den Putzmörtel sowie die Putzweise fest. Sie planen den Arbeitsablauf zur Herstellung des Putzes unter Einhaltung aller Vorgaben und der einschlägigen Normen sowie den Einsatz von Werkzeugen und Maschinen. Sie planen je nach Untergrund das Einlegen der Putzarmierung, das Anbringen von Putzträgern sowie das Schließen von Wandschlitzen und die Herstellung von Rohrverkleidungen. Unter Einhaltung der Vorschriften der Arbeitssicherheit und der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen beschreiben sie das Aufstellen von Leitern, die Nutzung von fahrbaren Arbeitsbühnen sowie das Aufstellen von Arbeits- und Schutzgerüsten. Sie messen die zu verputzenden Flächen auf und führen Berechnungen (Aufmaß nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen) durch. Sie kalkulieren den Putzmörtelbedarf, die Kosten und die Arbeitszeit, auch mit digitalen Medien. Sie fertigen Zeichnungen (Abwicklung, Schnitte) an. Die Schülerinnen und Schüler führen die Putzarbeiten aus, indem sie den Putzgrund vorbereiten, eine Putzgrundvorbehandlung durchführen, die Putzlagen auftragen und abziehen sowie die Oberfläche bearbeiten (Putzweisen, Qualitätsstufen). Sie verwenden Putzprofile für die Herstellung sauberer und funktionaler Kanten, Putzabschlüsse, Anschlüsse an andere Bauteile, sowie die Ausbildung von Fugen (Dehnfugen, Bewegungsfugen). Die Schülerinnen und Schüler gestalten durch das Auftragen (Streichen, Rollen, Spritzen) von Beschichtungen die Putzoberfläche. Sie kontrollieren Maschinen auf ihre Funktionsfähigkeit und Dichtigkeit, erkennen Störungen, dokumentieren diese und veranlassen die Wartung. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihre Arbeitsergebnisse hinsichtlich der Oberflächenqualität, der Maßhaltigkeit sowie der Umsetzung des Kundenwunsches. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Wahl der verwendeten Baustoffe hinsichtlich wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit. Dabei beurteilen sie die verwendeten Baustoffe und Bauhilfsstoffe hinsichtlich der Nachhaltigkeit (CO2-Bilanz, kreislaufwirtschaftliche Gesichtspunkte) und beschreiben Optimierungsmöglichkeiten.

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Lernfeld 9
2. Ausbildungsjahr

Energieeffiziente Außenwandsysteme herstellen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, energieeffiziente Außenwandsysteme auftragsbezogen unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der Anforderungen des energieeffizienten Außenwandsystems (Wärmedämm-Verbundsystem, Wärmedämm- Putzsystem), der örtlichen Gegebenheiten sowie der Wünsche und Vorgaben des Kunden. Sie erfassen und prüfen die bestehende Untergrundbeschaffenheit mithilfe einschlägiger Prüfverfahren und dokumentieren den Bestand, auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Dämmstoffe, auch aus nachwachsenden Rohstoffen, Wärmedämm-Verbundsysteme und Wärmedämm-Putzsysteme (Systemaufbau, Materialien, Vor- und Nachteile, Energieeffizienz). Dabei beachten sie den Brand-, Schall-, Feuchte- und Wärmeschutz (Wärmebrücken, Wärmedurchgangs-, Wärmedurchlass-, Wärmeübergangswiderstand, Wärmedurchgangskoeffizient) und erfassen die fremdsprachlichen Fachbegriffe. Sie prüfen die Wiederverwendbarkeit und Rückgabemöglichkeit von Baustoffen und Reststoffen im Sinne der kreislaufwirtschaftlichen Verwertung. Die Schülerinnen und Schüler wählen unter Berücksichtigung der auftragsbezogenen Vorgaben und örtlichen Gegebenheiten ein Außenwandsystem aus. Sie planen im Team den Arbeitsablauf zur Herstellung des energieeffizienten Außenwandsystems unter Einhaltung von planerischen Vorgaben, einschlägigen Normen und bauaufsichtlichen Zulassungen sowie den Einsatz von Werkzeugen und Maschinen. Sie planen je nach Untergrund eine Putzgrundvorbehandlung (Haftbrücke, Spritzbewurf, Dämmputzträger). Dabei beachten sie die Einhaltung der Vorschriften zur Arbeitssicherheit und der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. Sie fertigen Zeichnungen (Schnitte, Anschlussdetails) an und berechnen den Wärmedurchgangskoeffizienten, auch mit digitalen Medien. Die Schülerinnen und Schüler stellen ein Wärmedämm-Verbundsystem her, indem sie den Putzgrund vorbehandeln, Putzprofile einbauen, Dämmstoffplatten anbringen, Armierungsmörtel einschließlich Armierungsgewebe und den Oberputz auftragen sowie die Oberfläche bearbeiten. Sie stellen ein Wärmedämm-Putzsystem her, indem sie den Putzgrund vorbehandeln, Putzprofile einbauen, Wärmedämmputz und Oberputz auftragen sowie die Oberfläche bearbeiten. Sie stellen Anschlüsse an angrenzende Bauteile her und bilden Fugen aus. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihre Arbeitsergebnisse hinsichtlich der technischen Vorgaben und der Umsetzung des Kundenwunsches. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Wahl der verwendeten Baustoffe und Bauhilfsstoffe hinsichtlich wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit. (CO2-Bilanz, kreislaufwirtschaftliche Gesichtspunkte, Rückbau, Entsorgung) und beschreiben Optimierungsmöglichkeiten.

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Lernfeld 10
2. Ausbildungsjahr

Stuckprofile herstellen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Stuckprofile auftragsbezogen zu planen, herzustellen und anzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die auftragsbezogenen Vorgaben hinsichtlich Gestaltung, örtlicher Gegebenheiten und Materialauswahl der geforderten Stuckarbeiten sowie die Anforderungen hinsichtlich des Denkmalschutzes. Sie prüfen und erfassen die Untergrundbeschaffenheit. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Stuckmörtelzusammensetzungen (Innenstuck, Fassadenstuck), Profilformen (erhaben, vertieft, symmetrisch, asymmetrisch), Zugtechniken, Profilzuschnitte, Dekorelemente sowie Schablonenarten. Sie informieren sich über Schadensbegrenzungsmaßnahmen, um angrenzende Bauteile zu schützen sowie über Möglichkeiten, schadhafte Stellen zu sichern oder zu entfernen. Die Schülerinnen und Schüler planen die Arbeitsschritte zur Herstellung der Schablone unter Berücksichtigung benötigter Materialien und Werkzeuge sowie zur Herstellung und zum Ansetzen des Stuckprofils unter Einhaltung baustilgeschichtlicher Besonderheiten. Bei der Auswahl der Profilform beachten sie die auftragsbezogenen Vorgaben. Sie führen Berechnungen (Länge, Materialbedarf), auch mit digitalen Medien, durch und fertigen Zeichnungen (Schnitte, Ansichten, Details) an. Die Schülerinnen und Schüler stellen die Stuckprofile her, fertigen die Einzelteile und bearbeiten die Kanten und Oberflächen. Sie schneiden die Stuckprofile zu, setzen die Werkstücke an und putzen diese ein. Dabei beachten sie die Vorschriften zur Arbeitssicherheit und der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren und bewerten ihre Arbeitsergebnisse hinsichtlich der Maßhaltigkeit und Optik. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Vorgehensweise sowie den Herstellungsprozess und beschreiben wirtschaftliche Optimierungsmöglichkeiten.

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Lernfeld 11
2. Ausbildungsjahr

Estriche einbauen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Estriche auftragsbezogen und unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten zu planen und einzubauen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der Anforderungen (Fußbodenheizung, Bodenbelag, Trittschall-, Wärme-, Brandschutz). Sie erfassen die Untergrundkonstruktion (Massiv-, Holzbalkendecke) und beurteilen die Untergrundbeschaffenheit (Haft-, Saug- und Tragfähigkeit, Ebenheit). Unter Anwendung anerkannter Messverfahren prüfen sie die Feuchtigkeit der Untergründe und dokumentieren den Bestand, auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Estriche und unterscheiden diese nach Material (Nass-, Fertigteilestriche), Konstruktion (Verbundestrich, Estrich auf Trennschicht, schwimmender Estrich auf Dämmschicht, Heizestrich), Funktion und Verlegetechnik. Sie vergleichen Arten von Heizsystemen. Sie beschreiben die Nutzung und Beanspruchung des Estrichs unter Berücksichtigung bauphysikalischer (Trittschall-, Wärme- und Brandschutz) und sicherheitstechnischer Anforderungen an die einzelnen Komponenten sowie die Gesamtkonstruktion. Sie berücksichtigen dabei wirtschaftliche und ökologische Aspekte. Die Schülerinnen und Schüler planen unter Berücksichtigung der Vorleistung anderer Gewerke den Einbau eines Estrichs unter Einhaltung einschlägiger Normen und Richtlinien sowie der örtlichen Gegebenheiten. Sie wählen einen Estrich aus unter Berücksichtigung der Vor- und Nachteile der Estricharten bezüglich Materialien, Art der Einbringung (erdfeucht, Fließestrich) und der Konstruktionsarten. Sie wählen Materialien und Werkzeuge aus und planen den Arbeitsablauf zum Einbau des Estrichs unter Berücksichtigung der Verlegeregeln (Fugenart, -anordnung, Trennschicht, Ausgleichsschüttung, Dämmstoff, Ausführung, Versatz, Anschlussdetails, Standzeiten) und Maschineneinsatz. Auf der Basis planerischer Vorgaben führen sie Berechnungen (Konstruktionshöhe, Materialbedarf, Arbeitszeit, Kosten) durch und fertigen Zeichnungen (Schnitte mit Schichtaufbau, Wandanschluss) an. Sie erstellen Materiallisten, auch auf Basis von Herstellerinformationen und Datenblättern. Die Schülerinnen und Schüler bauen den Estrich unter Berücksichtigung der Vorschriften der Arbeitssicherheit und der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen ein. Dabei verwenden sie Höhenlehren und stellen Aussparungen und Öffnungen, sowie Rand- und Bewegungsfugen her. Sie ergreifen Maßnahmen zur Sicherung der Öffnungen. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen das Arbeitsergebnis, prüfen die fertige Oberflächenbeschaffenheit mithilfe anerkannter Mess- und Prüfverfahren auf ihre Qualität, beurteilen diese in Hinblick auf Mängel und wenden Nachbehandlungsmaßnahmen an. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Produktionsprozess und die Arbeitsabläufe hinsichtlich der Kundenwünsche sowie der örtlichen Gegebenheiten und beschreiben Optimierungsmöglichkeiten.

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Lernfeld 12
3. Ausbildungsjahr

Konstruktionen in Trockenbauweise herstellen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Konstruktionen in Trockenbauweise auftragsbezogen und unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Vorgaben des Kundenauftrags, die örtlichen Gegebenheiten sowie die Nutzungsanforderungen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Konstruktion von Gewölben und Bögen, Fertigteilunterdecken, umsetzbaren Trennwänden und Installationswänden in Trockenbauweise sowie deren Materialien und Bauteile (Unterkonstruktion, Profile, Werkstoffe, Platten, Formteile, Dämmung, Befestigungs- und Verbindungsmittel, vorgefertigte Elemente) und erfassen die fremdsprachlichen Fachbegriffe. Sie beschreiben Eigenschaften und Unterscheidungsmerkmale von Bogenarten (Rund-, Stich-/Segment-, Korb-, Spitzbogen) sowie von Gewölbeformen (Tonnen-, Kreuz-, Kloster-, Mulden-, Kuppelgewölbe). Sie verschaffen sich, auch mit Hilfe digitaler Medien, einen Überblick über Ausführungsmöglichkeiten von Unterkonstruktionen (Abhänger, flexible Profile) und über Falt- und Biegetechniken. Die Schülerinnen und Schüler planen im Team die Montageabläufe zur Herstellung von Gewölben in Trockenbauweise, Fertigteilunterdecken, umsetzbaren Trennwänden und Installationswänden unter Beachtung von Herstellerangaben sowie konstruktiver und bauphysikalischer Regeln. Dabei wählen sie Materialien nach wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten aus und legen den Einsatz von Werkzeugen, Maschinen und Hilfsmitteln fest. Sie führen Berechnungen durch (gekrümmte Längen und Flächen, Materialbedarf, Kosten) und fertigen Zeichnungen an (perspektivische Ansichten, konstruktive Details). Die Schülerinnen und Schüler montieren die Konstruktionen in Trockenbauweise unter Berücksichtigung von Verarbeitungsvorschriften, der örtlichen Gegebenheiten sowie der Vorschriften zur Arbeitssicherheit und der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. Sie stellen Anschlüsse an angrenzende Bauteile her, schließen Fugen und ergreifen Abdichtungsmaßnahmen bei Installationswänden. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihre Arbeitsergebnisse hinsichtlich der Ausführung und der Umsetzung der Kundenwünsche. Sie übergeben die ausgeführte Arbeit den Kunden und bewerten sie nach Kundenzufriedenheit im Gespräch. Sie beurteilen die ausgewählten Baustoffe und Konstruktionen hinsichtlich ökologischer, ästhetischer und gestalterischer Gesichtspunkte sowie der Dauerhaftigkeit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Ablauf des Herstellungsprozesses und diskutieren Optimierungsmöglichkeiten hinsichtlich des Arbeits- und Umweltschutzes sowie der Ergonomie.

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Lernfeld 13
3. Ausbildungsjahr

Stuck, Putz- und Trockenbaukonstruktionen sanieren

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Stuck, Putz- und Trockenbaukonstruktionen im Rahmen eines Kundenauftrages und nach den örtlichen Gegebenheiten zu sanieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der Kundenwünsche (Nutzungsanforderungen, Optik), der Bausituation (Schadensbilder, Ursachen und Umfang des Schadens, Materialien, Gefahrstoffe), dokumentieren die erhaltene Bausubstanz und analysieren, ob Rückbaumaßnahmen erforderlich sind. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Bekleidung von Dachschrägen unter Beachtung der Winddichtigkeit, Dampfdiffusion und Hinterlüftung, sowie über Möglichkeiten der Sanierung (Verwendung artgleicher Materialien, Sanierputzsysteme, Sanierungsverfahren für Trockenbaukonstruktionen und Stuck) und der Sicherung von schadhaften Teilen (Schutzmaßnahmen). Sie stellen die Vor- und Nachteile der Sanierungsmöglichkeiten (sicherheitstechnische Anforderungen an Komponenten und Gesamtkonstruktion, wirtschaftliche und ökologische Aspekte) gegenüber. Dabei beachten sie auch die umweltschonende Entsorgung und Wiederverwendung rückzubauender und schadhafter Materialien. Die Schülerinnen und Schüler planen den Arbeitsablauf auch mit digitalen Medien sowie den Einsatz von Materialien, Werkzeugen und Maschinen zur Sanierung von Stuck, Putz- und Trockenbaukonstruktionen, unter Berücksichtigung konstruktiver Vorgaben (Herstellerangaben, Datenblätter) und der örtlichen Gegebenheiten. Die Schülerinnen und Schüler richten die Baustelle ein und führen die Sanierungsmaßnahmen unter Einhaltung der Vorschriften zur Arbeitssicherheit und der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen durch. Sie erstellen ein Aufmaß über die durchgeführten Arbeiten und übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen das Arbeitsergebnis, indem sie die fertige Sanierungsmaßnahme auf ihre Oberflächenqualität hin beurteilen. Sie bereiten die Abnahme vor, übergeben den Kunden die durchgeführte Sanierungsmaßnahme sowie die gesamte Dokumentation und bieten Serviceleistungen an. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Wahl der verwendeten Baustoffe und Bauhilfsstoffe hinsichtlich wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit (CO2-Bilanz, kreislaufwirtschaftliche Gesichtspunkte, Rückbau, Entsorgung) und beschreiben Optimierungsmöglichkeiten.

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Lernfeld 14
3. Ausbildungsjahr

Wand- und Deckenflächen gestalten

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Wand- und Deckenflächen nach Kundenwunsch zu gestalten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die örtlichen Gegebenheiten und kundenspezifischen Vorgaben. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Ausführung von Eckgesimsen (Kehle, Karnies, Konstruktionslinien), Antragstuck und Stuckrekonstruktion (Form-, Gussarbeiten) unter Berücksichtigung stilgeschichtlicher Besonderheiten. Sie unterscheiden Beschichtungsstoffe und Beläge. Sie verschaffen sich einen Überblick über Möglichkeiten der Oberflächengestaltung und Dekoration (farbiger Putz, Stuccolustro, Sgraffito, Schmuckbänder). Die Schülerinnen und Schüler planen den Arbeitsablauf zur Herstellung eines Eckgesimses als Übergang zwischen Wand und Decke sowie einer farbigen Wandgestaltung unter Beachtung der Grundsätze der Farb- und Formgestaltung. Sie nutzen die optische Wirkung von Beschichtungsstoffen, Belägen, Dekorationen sowie Putztechniken und entwickeln Vorschläge zur Gestaltung. Sie beschreiben den Kunden die Gestaltungswirkung, auch mit branchenspezifischer Software unter Beachtung des Datenschutzes, der Datensicherheit und des Urheberrechts und arbeiten eine Entscheidungsvorlage aus. Die Schülerinnen und Schüler führen die Gestaltungsarbeiten an Eckgesims und Wandfläche im Innen- und Außenbereich, auch vor Ort, durch. Dazu sichern sie schadhafte Stuckteile, nehmen sie ab und bereiten sie auf. Sie berücksichtigen ökonomische und fertigungstechnische Möglichkeiten, den Gesundheits- und Umweltschutz (Gefahrstoffe, ökologische Auswirkungen, Entsorgung) sowie die Vorschriften zur Arbeitssicherheit und die geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Ausführung auf handwerkliche und ästhetische Qualität und erstellen ein Abnahmeprotokoll. Sie präsentieren ihre Ergebnisse den Kunden, bearbeiten Reklamationen und übergeben die fertiggestellte Arbeit und den geräumten Arbeitsbereich. Sie informieren die Kunden über Serviceleistungen, Instandhaltungsmaßnahmen und -intervalle. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Umsetzung des Kundenwunsches in ihrem Arbeitsprozess, diskutieren Optimierungsmöglichkeiten und wenden Methoden der Qualitätssicherung an.

Arbeitsblatt zu LF 14 erstellen
Lernfeld 15
3. Ausbildungsjahr

Technische Systeme einbauen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, technische Systeme zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden auftragsbezogen und unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten einzubauen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die auftragsbezogenen Vorgaben, die örtlichen Gegebenheiten und die Nutzungsanforderungen. Sie erfassen und prüfen die Voraussetzungen zur Integration technischer Systeme an Fassaden und in Putzsystemen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Energieeffizienz von Gebäuden und die Möglichkeiten der Integration technischer Systeme in die Außenhülle sowie in Putzsysteme. Dabei unterscheiden sie Systeme für die Energiegewinnung und die Belüftung an Fassaden sowie Wandheizungs- und -erwärmungssysteme. Die Schülerinnen und Schüler planen den Arbeitsablauf sowie den Einsatz von Materialien, Werkzeugen und Maschinen zur Montage von Systemelementen und Fertigteilen einschließlich deren Unterkonstruktion an Fassaden sowie die Verlegung von technischen Systemen in Putzen. Dabei berücksichtigen sie die örtlichen, konstruktiven (Herstellerangaben) und bauphysikalischen (Brand-, Schall-, Wärme-, Feuchteschutz) Anforderungen. Auf Basis planerischer Vorgaben führen sie Berechnungen (Materialbedarf, Zeitaufwand, Kosten) auch mit digitalen Medien durch und fertigen Zeichnungen (Verlegepläne, Anschlussdetails) an. Die Schülerinnen und Schüler montieren technische Systeme in der Gebäudehülle und den Putzsystemen unter Beachtung der örtlichen Gegebenheiten, Verarbeitungsvorschriften sowie der Einhaltung der Vorschriften zur Arbeitssicherheit und der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. Sie stellen Anschlüsse an angrenzende Bauteile her und bilden Fugen aus. Die Schülerinnen und Schüler übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihre Ausführung anhand ihrer Auftragsanalyse und der Herstellervorgaben. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren im Team Optimierungsmaßnahmen ihres Arbeitsprozesses und wenden Methoden der Qualitätssicherung an.

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Lernfeld 16
3. Ausbildungsjahr

Energieeffizienzmaßnahmen im Innenbereich durchführen

Zeitrichtwert: 20 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Energieeffizienzmaßnahmen auftragsbezogen und unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten zu planen und durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die auftragsbezogenen Vorgaben und Kundenwünsche, die örtlichen Gegebenheiten und Nutzungsanforderungen. Sie erfassen und prüfen die Voraussetzungen zur Durchführung von Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz im Innenbereich von Gebäuden an Wänden und Decken (Dämmung der Außenwand, Kellerdecke, obersten Geschossdecke). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Konstruktionsmöglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz an Wänden und Decken im Innenbereich (Plattenwerkstoffe, Verbundbaustoffe, Vorsatzschalen) sowie über Konstruktionsbestandteile und Materialien (Befestigungs- und Verbindungsmittel, Dämmstoffe). Sie stellen die Vor- und Nachteile der Maßnahmen (Energieeffizienz, sicherheitstechnische Anforderungen an die einzelnen Komponenten und die Gesamtkonstruktion, wirtschaftliche und ökologische Aspekte) gegenüber. Dabei beachten sie die umweltschonende Entsorgung und Weiterverwendung von Reststoffen. Die Schülerinnen und Schüler planen den Arbeitsablauf zur Durchführung von Energieeffizienzmaßnahmen an der Innenseite von Außenwänden, an Kellerdecken und obersten Geschossdecken sowie den Einsatz von Materialien, Werkzeugen und Maschinen. Dabei berücksichtigen sie Normen und Richtlinien, konstruktive und bauphysikalische Vorgaben (Wärme-, Feuchte-, Schall-, Brandschutz) sowie die örtlichen Gegebenheiten. Sie erstellen auf der Grundlage planerischer Vorgaben (Herstellerangaben, Datenblätter) Materiallisten, auch mit digitalen Medien, und führen Berechnungen zum Wärme- und Feuchteschutz mit branchenspezifischer Software durch. Die Schülerinnen und Schüler richten die Baustelle ein und führen die Energieeffizienzmaßnahmen und die Anschlussarbeiten an angrenzende Bauteile unter Einhaltung der Vorschriften zur Arbeitssicherheit und der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen durch. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen das Arbeitsergebnis, indem sie die fertige Oberfläche und die Anschlüsse an angrenzende Bauteile auf ihre Qualität beurteilen. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die ausgewählten Baustoffe hinsichtlich ihrer ökologischen und sozialen Aspekte, der CO2-Bilanz, der kreislaufwirtschaftlichen Gesichtspunkte (Rückbau, Entsorgung) und beschreiben Optimierungsmöglichkeiten. Übersicht über die Lernfelder für die Berufsausbildung in Ausbauberufen Ausbaufacharbeiter und Ausbaufacharbeiterin; Schwerpunkt Fliesen-, Platten- und Mosaikarbeiten 7 Wandbeläge ansetzen 60 8 Gedämmte Fußbodenkonstruktionen herstellen 60 9 Badezimmerbeläge gestalten und herstellen 80 10 Flächen mit Werksteinen und Platten bekleiden 40 11 Außenbeläge herstellen 40 Fliesen-, Platten- und Mosaikleger und Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerin 12 Großformatige Platten verlegen 40 13 Wand- und Stufenbeläge für Treppen herstellen 40 14 Stützen- und Bogenkonstruktionen bekleiden 60 15 Bekleidungen und Beläge instand setzen und sa- 80 nieren 16 Gerundete Becken- und Behälterflächen bekleiden 60 Summen: insgesamt 880 Stunden 320 280 280

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Lernfeld 7
2. Ausbildungsjahr

Wandbeläge ansetzen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Wandbeläge aus Fliesen auftragsgemäß zu planen und anzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag hinsichtlich der vorhandenen Wanduntergründe. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Arbeitsmittel für das Ansetzen von Fliesen (Werkzeuge, Hilfsmittel, Maschinen) sowie über die Anforderungen an den Belaguntergrund Mauerwerk. Sie erkundigen sich über das Verlegeverfahren Ansetzen im Dickbett. Über die Eigenschaften und die Verarbeitung der Baumaterialien (strang- und trockengepresste Keramik, Spritzbewurf, Ansetzmörtel, Fugenmörtel) verschaffen sie sich einen Überblick. Die Schülerinnen und Schüler planen das Ansetzen von Fliesenbelägen im Dickbett an Wänden ohne Unterbrechungen und Feuchtigkeitsbelastung. Dabei beachten sie die Anforderungen an die gestalterische Belagseinteilung (Verlegeregeln) und beraten im Team Umsetzungsmöglichkeiten. Sie wählen Arbeitsmittel auch unter ergonomischen Gesichtspunkten aus. Die Schülerinnen und Schüler treffen eine begründete Materialauswahl, führen Berechnungen (Flächenberechnungen, Mörtelmengenberechnungen, Bruch- und Schnittverlust) durch. Sie ermitteln Verlegelängen und Teilstreifenbreiten und fertigen Zeichnungen (Verlege- und Ansetzpläne, Schnittdarstellung) an. Sie erstellen Arbeitsablaufpläne, auch mit Hilfe digitaler Arbeitsmittel. Die Schülerinnen und Schüler prüfen den Verlegeuntergrund auf Haft- und Tragfähigkeit (Untergrundprüfverfahren) und bereiten ihn für die weitere Bearbeitung vor. Sie setzen die Wandbeläge an und verfugen sie. Dabei beachten sie die Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen ihre objektbezogene Ausführungsplanung hinsichtlich der Material- und Werkzeugauswahl sowie der gestalterischen Ausführung und schlagen Alternativen vor. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Herstellungsprozess sowie die Vor- und Nachteile beim Ansetzen der Fliesen im Dickbett.

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Lernfeld 8
2. Ausbildungsjahr

Gedämmte Fußbodenkonstruktionen herstellen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, gedämmte Fußbodenkonstruktionen zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag hinsichtlich der baulichen Anforderungen und dokumentieren ihre Ergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich, auch mit Hilfe digitaler Medien, über den Aufbau von Fußbodenkonstruktionen (Verwendungszweck, Eigenschaften). Sie erkunden Materialien und Herstellverfahren für die Schichten des Fußbodenaufbaus (Heizestriche, Trennschichten, Dämmschichten, und Lastverteilungsschichten). Im Team vergleichen sie die Zusammensetzung, Verwendung und Verarbeitung verschiedener Materialien (horizontale Abdichtungen, Dünnbettmörtel, Spachtel- und Ausgleichsmassen). Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung einer gedämmten Fußbodenkonstruktion nach Kundenvorgabe und wählen die Baustoffe nach konstruktiven und wirtschaftlichen Aspekten aus. Sie planen die Herstellung des Estrichs (Verlegearten, Estrich nach Bindemittel, Estrich nach konstruktivem Aufbau) und berücksichtigen dabei die Bewegungsfugenanordnung (Schein-, Rand- und Feldbegrenzungsfugen). Sie berechnen den Materialbedarf und erstellen Materiallisten, auch mit Hilfe digitaler Medien. Unter Beachtung der Verlegeregeln berechnen sie die Belagseinteilung und stellen diese zeichnerisch dar. Sie skizzieren den Wand-Bodenübergang als Querschnitt (Sockel, Randfuge). Die Schülerinnen und Schüler setzen das Planungskonzept unter Berücksichtigung der bauphysikalischen Aspekte (Feuchtigkeit, Schall- und Wärmedämmung, Fugenplanung) um. Sie prüfen die Eigenschaften des Untergrundes (Verlegereife, Feuchtemessungen, Maßtoleranzen), führen Maßnahmen zur Verbesserung durch (Spachtel- und Ausgleichsmassen) und dichten gegen aufsteigende Feuchtigkeit ab. Die Schülerinnen und Schüler bauen die Abdichtungsschicht ein und verlegen weitere Schichten der gedämmten Fußbodenkonstruktion. Den Übergang zu anschließenden Wänden führen sie gemäß ihrer Planung aus. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Ausführung des gedämmten Fußbodenaufbaus hinsichtlich ihres Planungskonzeptes. Die Schülerinnen und Schüler bewerten den wirtschaftlichen Einsatz der Baustoffe und reflektieren ihre Vorgehensweise. Sie diskutieren eine mögliche Optimierung des gedämmten Fußbodenaufbaus.

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Lernfeld 9
2. Ausbildungsjahr

Badezimmerbeläge gestalten und herstellen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Fliesenbeläge im Badezimmer zu gestalten und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag und die objektbezogenen Gegebenheiten (Aufmaß, Bestandsskizzen, Untergründe, Leistung Vorgewerke). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch in fremder Sprache über Baustoffe und deren Verarbeitung (mehrlagige Putze, Trockenbaustoffe, Abdichtungsstoffe, Bodeneinläufe, Schienen, Mosaike, Fugenmaterial, elastische Füllstoffe). Sie verschaffen sich einen Überblick über Ausführung sowie Einbau von Ein- und Anbauteilen (Sanitärgegenstände, Ausstattungszubehör, Lichtelemente, Mindestabstände, Barrierefreiheit). Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung von Untergründen für die Fliesenverlegung (Putze, Grundierungen). Sie entwerfen kreative Umsetzungsvarianten unter Berücksichtigung gestalterischer Grundlagen (Farbwirkungen, Kontrastlehre, Proportionen, Materialoberflächen, Verbände) und zeichnen Verlegepläne für gegliederte Wandflächen. In Zusammenarbeit mit anderen Gewerken planen sie die Herstellung von Bauteilen im Trockenbau (Unterkonstruktionen für Montagewände, Vorsatzschalen, vorgefertigte Sanitärsystembauteile), wählen Belagsmaterialien nach den zu erwartenden Beanspruchungen aus und planen die zeitliche Umsetzung des Kundenauftrages. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Gestaltungsplanung, auch unter Verwendung von Branchensoftware im Kundengespräch und nehmen Änderungswünsche auf. Sie berechnen die Materialbedarfe. Die Schülerinnen und Schüler erstellen entsprechend der festgelegten Qualitätsanforderungen Bauteile im Trockenbau und berücksichtigen dabei die bauphysikalischen Aspekte. Sie führen die Prüfung bereits vorhandener Verlegeuntergründe durch und verarbeiten Abdichtungsprodukte (Feuchteschutz, Wassereinwirkklassen) im Verbund mit den keramischen Belagsmaterialien. Dabei beachten sie geplante Unfallverhütungsmaßnahmen sowie Sicherheitsdatenblätter und veranlassen die umweltgerechte Entsorgung der Verbrauchsgüter. Sie verlegen Beläge und Schienen gemäß der Verlegeplanung, verputzen dekorative Wandflächen und stellen Installationsöffnungen auch mit Hilfe von Schablonen her. Sie verfugen Beläge und stellen elastische Bauteilanschlüsse her. Sie informieren die Kunden und betrieblich Beteiligte über die Fertigstellung, übergeben das Bauwerk und beschreiben Pflegemaßnahmen (reinigen, pflegen, schützen). Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Umsetzung der Badplanung, den Herstellungsprozess sowie die Abschätzung des Zeitaufwandes. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Zusammenarbeit mit den beteiligten Gewerken (Schnittstellenkoordination). Sie schlagen Möglichkeiten zur Optimierung vor und dokumentieren diese.

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Lernfeld 10
2. Ausbildungsjahr

Flächen mit Werksteinen und Platten bekleiden

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Flächen mit Werksteinen und Platten auftragsbezogen zu bekleiden. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Vorgaben des Auftrages hinsichtlich der geforderten Eigenschaften der Bauteilflächen. Sie dokumentieren die baulichen Gegebenheiten auch mit Hilfe digitaler Arbeitsmittel unter Beachtung des Datenschutzes und der Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Materialien (Werksteine, Plattenbeläge, Wärmedämmstoffe), die Anforderungen an die Konstruktionen (gebundene, ungebundene) sowie über Arbeitshilfen (Leitern, Gerüste). Die Schülerinnen und Schüler planen für den Kundenauftrag die Flächenverlegung mit Werksteinen und Platten. Sie wählen Belagsmaterialien, Verlegeverfahren (Einzelverlegung im vorgezogenen Mörtelbett, Diagonalverlegung) und Bearbeitungsmaschinen aus. Entsprechend der Konstruktionen planen und dimensionieren sie Bewegungsfugen. Die Schülerinnen und Schüler planen Baustellensicherungsmaßnahmen sowie den Einsatz von Leitern und Gerüsten. Sie fertigen bemaßte Zuschnittskizzen an und erstellen Materiallisten. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten unter Beachtung der Arbeitsschutzmaßnahmen Werksteine und Platten mit Hilfe von Maschinen. Sie bauen Dämmstoffe zur Aufnahme der Beläge ein. Werksteine und Platten verlegen sie gemäß der erstellten Verlegepläne unter Berücksichtigung der Bewegungsfugenplanung. Die Verlegemörtel setzen sie ressourcenschonend ein. Die Schülerinnen und Schüler verschließen Fugen mit elastischen Füllstoffen. Sie prüfen die Betriebssicherheit der Gerüste und setzen die Anschlagmittel der Förder- und Transportgeräte ein. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Ausführung der Bekleidungsarbeiten und ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Planungs- und Umsetzungsprozess sowie die Materialauswahl hinsichtlich der auftragsbezogenen Vorgaben. Sie schlagen Möglichkeiten zur Optimierung vor und dokumentieren diese.

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Lernfeld 11
2. Ausbildungsjahr

Außenbeläge herstellen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Außenbeläge auftragsbezogen unter Berücksichtigung bauphysikalischer Aspekte ressourcenschonend zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag hinsichtlich der baulichen Gegebenheiten (Nutzungsvorgaben, Beanspruchungen, Gebäudelage) und erkunden beschädigte Bestandskonstruktionen (Ausblühungen, Risse). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über digitale Messverfahren und vergleichen diese. Sie erkunden Herstellungsmöglichkeiten (Schichtenaufbau) bei Außenbelägen (beheizte, unbeheizte Grenzflächen) und informieren sich über Materialien und deren Eigenschaften (Abdichtungen, Profile, Formstücke). Sie erschließen sich Maßnahmen zum Umgang mit Rest- und Abbruchmaterial (Gefahrstoffbelastungen, umweltgerechte Entsorgung, Kreislaufwirtschaft). Die Schülerinnen und Schüler planen im Team die Herstellung von Außenbelägen in ungebundener und in gebundener Verlegung. Im Planungskonzept berücksichtigen sie bauphysikalische Aspekte und entwickeln Anschlussdetails (Wand- und Türanschlüsse, Rohrdurchgänge). Sie stellen die Ableitung anfallender Feuchtigkeit (geneigte Flächen, Drainageschichten, Bodenabläufe) planerisch und rechnerisch sicher. Die Schülerinnen und Schüler wählen Belagsmaterialien in Bezug auf Rutschhemmung und Frostbeständigkeit aus und planen die ressourcenschonende Verwendung der Baustoffe. Sie erstellen Schnitt- und Verlegezeichnungen vom Belagsaufbau. Die Schülerinnen und Schüler stecken das Bauwerk ab und messen mit analogen und digitalen Messgeräten. Altkonstruktionen und Beläge bauen sie unter Berücksichtigung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, auch mit Hilfe von Maschineneinsatz zurück. Sie prüfen Altbaustoffe auf Wiederverwendbarkeit und beschreiben Verfahren zur sortenreinen Trennung und Lagerung von Abfall- und Reststoffen auf der Baustelle. Sie prüfen Untergründe, stellen Gefälle- und Ausgleichsestriche her, dichten gegen Feuchtigkeit ab und verlegen die Konstruktions- und Belagsschichten gemäß Planungskonzept. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen und beurteilen die Ausführung der Außenbeläge hinsichtlich der bauphysikalischen Vorgaben der auftragsbezogenen Planung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Ausführung der Außenbeläge hinsichtlich des ressourcenschonenden Materialeinsatzes. Sie bewerten alternative Lösungsmöglichkeiten unter wirtschaftlichen und umweltverträglichen Aspekten der Nachhaltigkeit.

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Lernfeld 12
3. Ausbildungsjahr

Großformatige Platten verlegen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, großformatige Platten auftragsbezogen nach wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten zu verlegen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag. Sie dokumentieren die baulichen Gegebenheiten sowie die Verkehrswege auch mit Hilfe digitaler Arbeitsmittel unter Beachtung des Datenschutzes und der Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Materialien (Großformatkeramik, Verlegemörtel) und die Hilfsmittel zur Verlegung (Transporthilfen, Justierhilfen). Sie verschaffen sich einen Überblick über Gestaltungsmöglichkeiten und Farbordnungssysteme. Die Schülerinnen und Schüler planen die Arbeitsorganisation und berücksichtigen dabei die örtlichen Gegebenheiten. Sie führen Kundengespräche über das betriebliche Leistungsspektrum. Sie wählen Verlege- und Belagsmaterialien nach den Beanspruchungen und den Kundenwünschen aus. Sie erstellen Verlegepläne, planen den Fugenverlauf, führen Materialberechnungen (Flächenberechnungen, Verbrauchskalkulation) durch und schätzen Zeitaufwand sowie personelle Unterstützung ein. Sie stellen den Untergrund für die großformatige Keramikverlegung (Ebenheitstoleranzen, Haft- und Tragfähigkeit) her. Die Keramik bearbeiten sie auch mit Hilfe elektrischer Maschinen unter Beachtung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler wenden handwerkliche Schnitttechniken für Rundschnitte, auch unter Verwendung selbst angefertigter Zuschnitt- und Bohrschablonen an. Sie verlegen und montieren die großformatigen Platten im Team unter Zuhilfenahme von Verlege- und Justierhilfen. Dabei setzen sie die Verlegemörtel ressourcenschonend ein. Für die durchgeführten Arbeiten erstellen sie ein Aufmaß (Aufmaßregeln), auch unter Verwendung branchenspezifischer Software. Sie übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die verlegten Flächen hinsichtlich der Materialauswahl, ihrer Gestaltung und der Ausführung. Sie erkennen Qualitätsabweichungen und formulieren Behebungsmöglichkeiten. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Auswahl der Verlegematerialien sowie den Herstellungsprozess. Unter Berücksichtigung der Auswirkungen von Kundenzufriedenheit auf das Betriebsergebnis schlagen sie Möglichkeiten zur Optimierung vor und dokumentieren diese.

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Lernfeld 13
3. Ausbildungsjahr

Wand- und Stufenbeläge für Treppen herstellen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Wand- und Stufenbeläge für Innen- und Außentreppen unter Beachtung gestalterischer Gesichtspunkte auftragsbezogen zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag sowie die Einbaubedingungen der Beläge im Innen- und Außenbereich und dokumentieren ihre Ergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch in fremder Sprache über die Ausführung von Wand- und Stufenbelägen (Landesbauordnung, Treppennormung, Treppenregeln, Treppenarten, Stufenarten, Sockelarten, Formteile). Sie verschaffen sich einen Überblick über die Belagsmaterialien (Natursteine, Regeln der Berufsgenossenschaften). Die Schülerinnen und Schüler planen ihre Vorgehensweise bei der Umsetzung des Kundenauftrags. Sie berechnen Treppenprofile und gestalten die Stufen- sowie die angrenzenden Wandbeläge. Im Kundengespräch stimmen sie ihre Gestaltungsvorschläge ab. Sie wählen Belagsmaterialien unter Beachtung der zu erwartenden Beanspruchungen aus und treffen Maßnahmen zur Verbesserung von Rutschhemmung und Trittschalldämmung. Die Schülerinnen und Schüler zeichnen Stufendetails sowie Verlegepläne der Treppenwände. Für Materialbestellungen stellen sie Stücklisten, auch in digitaler Form, auf. Die Schülerinnen und Schüler erstellen auf Grundlage ihrer Planungen den Profilaufriss an der Treppenwand. Die Materialqualitäten prüfen sie vor dem Einbau auf Eignung, bearbeiten Werkstoffe maschinell und führen die Verlegung auf den vorbereiteten Untergründen von Treppenwand und Laufplatte durch. Bei Außentreppen berücksichtigen sie die witterungsbedingten Anforderungen. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen und beurteilen die Ausführung der Wand- und Stufenbeläge hinsichtlich der Übereinstimmung mit der auftragsbezogenen Planung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Planungsprozess ihrer Umsetzung und schlagen Möglichkeiten zur Optimierung vor und dokumentieren diese.

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Lernfeld 14
3. Ausbildungsjahr

Stützen- und Bogenkonstruktionen bekleiden

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Stützen- und Bogenkonstruktionen auftragsbezogen zu gestalten und zu bekleiden. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich des Kundenwunsches und der Anforderungen an Stützen- und Bogenbekleidungen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Konstruktionsanforderungen (Baustile, Verwendungszweck) sowie Gestaltungsmöglichkeiten und Ausführungstechniken für Stützen (Pfeiler, Säulen) und Bögen (Rundbogen, Segmentbogen). Die Schülerinnen und Schüler planen das Bekleiden der Konstruktionen im Dick- und Dünnbettverfahren unter Beachtung der gestalterischen Einteilungsmöglichkeiten. Sie wählen Belag- und Verlegematerial (Kantenschutz) unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten aus. Sie berechnen den Materialbedarf, die Streifen- sowie Fugenbreiten und bestimmen die Lage von Teilfliesen. Die Verlegepläne stellen sie zeichnerisch, auch digital dar. Sie beschreiben ihre Vorgehensweise beim Ansetzen und Verlegen sowie den Einsatz der Hilfsmittel (Ansetz- und Kontrollschablonen, Lehrbogenschablonen). Die Schülerinnen und Schüler bereiten die Verlegearbeiten durch Einmessen vor und positionieren die selbst angefertigten Hilfsmittel. Sie bekleiden die Bogen- und Stützenkonstruktionen. Dazu setzen sie kleinformatige Spaltplatten, konisch geschnittene Fliesen sowie Rundschnittfliesen an und fugen diese aus. Nach Abschluss der Arbeiten übergeben sie den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Ausführung der Bekleidungsarbeiten und ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Sie bewerten den Einsatz von Schablonen, Lehrbögen und anderen Hilfsmittel in Hinsicht auf Arbeitserleichterung und Optimierung der Verlegung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Planungs- und Umsetzungsprozess hinsichtlich der Gestaltungsmöglichkeiten und der Materialauswahl. Sie schlagen Möglichkeiten zur Optimierung vor und dokumentieren diese.

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Lernfeld 15
3. Ausbildungsjahr

Bekleidungen und Beläge instand setzen und sanieren

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Bekleidungen und Beläge instand zu setzen und zu sanieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren und prüfen im Kundenauftrag schadhafte Bauteile. Sie dokumentieren den Ist-Zustand und ihre Prüfergebnisse, auch mit Hilfe digitaler Arbeitsmittel unter Beachtung des Datenschutzes und der Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über erhaltenswerte Bausubstanz (Denkmalschutz), Schadensbilder (Ausblühungen, Risse) und über Materialien (Entkopplungen, Trockenbau, Mörtelträger, dünnschichtige Heizungssysteme) für Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten. Sie informieren sich über die Abrechnung von Bauleistungen (Vergabe- und Vertragsregelungen, Leistungsbeschreibung) und erschließen sich Maßnahmen zum Umgang mit Rest- und Abbruchmaterial (Gefahrstoffbelastungen, Kreislaufwirtschaft). Die Schülerinnen und Schüler planen unter Berücksichtigung der Schadensursache Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen für Bekleidungen und Beläge und beachten für den eigenen Arbeitsbereich die gewerkeübergreifenden Abstimmungen. Sie berücksichtigen bauphysikalische Aspekte (Wärmeschutz, Schallschutz, Brandschutz, Feuchteschutz) sowie Belange des Denkmalschutzes. Bau- und Bauhilfsstoffe wählen sie aus, auch aufgrund ihrer ökologischen Auswirkungen (Kohlendioxid-Bilanz) und kreislaufwirtschaftlicher Gesichtspunkte. Sie planen die Verlegung dünnschichtiger Boden- und Wandheizungssysteme zur Aufnahme von Fliesen, Platten und Mosaiken und skizzieren den Boden- und den Wandaufbau als Schnittdarstellung. Materialien berechnen sie und listen sie auf. Die Schülerinnen und Schüler führen Maßnahmen zur Instandsetzung und zur Sanierung durch (Entfernen von Ausblühungen, Fluatierung, Versiegelung, Konservierung). Dabei erkennen sie erhaltenswerte Bausubstanz und veranlassen Maßnahmen zur Schadensbegrenzung. Sie beachten die materialspezifischen und sicherheitsrelevanten Herstellervorgaben und tätigen Absprachen mit anderen Gewerken. Anfallende Abbruchmaterialien sowie Materialreste führen sie nach aktuellen Richtlinien der Kreislaufwirtschaft zu, belastete Abfälle und Restgebinde entsorgen sie nach gesetzlichen Vorgaben und übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Über ihre Arbeitsprozesse erstellen sie eine kontinuierliche Baudokumentation. Das Aufmaß erstellen sie auch unter Verwendung von Branchensoftware. Im Kundengespräch geben sie Informationen zur Funktions- und Werterhaltung adressatengerecht weiter, informieren über Serviceleistungen und Instandhaltungsintervalle und weisen auf Wartezeiten bis zur Nutzung hin. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die instandgesetzten und die sanierten Bekleidungen und Beläge hinsichtlich der erreichten Qualität und der optimierten Ausführung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Planungs- und Arbeitsprozess bezüglich der durchgeführten Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen.

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Lernfeld 16
3. Ausbildungsjahr

Gerundete Behälter- und Beckenflächen bekleiden

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, gerundete Behälter- und Beckenflächen auftragsbezogen zu gestalten und zu bekleiden. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag und die objektbezogenen Gegebenheiten. Sie dokumentieren die baulichen Voraussetzungen und Kundenwünsche auch mit Hilfe digitaler Arbeitsmittel. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die geltenden Normen (Behälterabdichtungen, Trinkwasserhygiene) sowie Konstruktionsvorgaben (Beckenkopfsysteme, Kapillarsperre, Durchdringungen), die Materialien (Formsteine, Bodenabläufe) und Hilfsmittel zum Bekleiden von gerundeten Behältern und Beckenflächen. Die Schülerinnen und Schüler planen die organisatorischen Abläufe der Behälter- und Beckenflächenbekleidung für unterschiedliche geometrische Formen. Sie wählen in Abhängigkeit von Untergrundbeschaffenheit (Gefälle) und Nutzung (Rutschhemmung, Trinkwasserhygiene) Abdichtungs-, Verlege- und Belagsmaterialien aus. Sie planen die Ausführung von hochbelasteten Abdichtungsfugen, Bewegungsfugen sowie den Übergang vom Nasszum Trockenbereich. Sie erstellen objektbezogene Planungsunterlagen (Skizzen, Berechnungen). Die Schülerinnen und Schüler verarbeiten die Abdichtungsmaterialien an Bodenabläufen, Dehnungsfugen, Durchdringungen und Rinnen. Sie dokumentieren den Abdichtungsprozess für die Übergabe der Baustelle an die Kunden (Übergabeprotokoll). Sie bekleiden die gerundeten Behälter- und Beckenflächen und nutzen dazu Schnitttechniken. Die Kunden informieren sie über Reinigungs- und Einpflegemittel. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Gestaltung der verlegten Flächen und die Abdichtungsausführung. Sie erkennen Qualitätsabweichungen und formulieren Behebungsmöglichkeiten. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Vorgehensweise, sowie den Herstellungsprozess und beschreiben bauliche Optimierungsmöglichkeiten. Übersicht über die Lernfelder für die Berufsausbildung in Ausbauberufen Ausbaufacharbeiter und Ausbaufacharbeiterin; Schwerpunkt Wärme-, Kälte-, Schallschutzarbeiten 7 Heizungs- und Brauchwasseranlagen dämmen 60 8 Kältesysteme isolieren 60 9 Rohrleitungen für den Wärmeschutz dämmen 80 10 Trockenbauwände herstellen 40 11 Brandschutzschotts herstellen 40 Wärme-, Kälte-, Schallschutzisolierer und Wärme-, Kälte-, Schallschutzisoliererin 12 Kühlräume herstellen 60 13 Maschinenkapseln herstellen 40 14 Lüftungsleitungen für den Brandschutz dämmen 60 15 Fernwärmeleitungen sanieren 80 16 Akustikdecken herstellen 40 Summen: insgesamt 880 Stunden 320 280 280

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Lernfeld 7
2. Ausbildungsjahr

Heizungs- und Brauchwasseranlagen dämmen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Dämmungen für Heizungs- und Brauchwasseranlagen auftragsgemäß zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag und die objektspezifischen Bedingungen zur Dämmung der Anlage gemäß den gesetzlichen Vorgaben. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Arten von Dämmstoffen und Materialien für die Ummantelung sowie über Befestigungsmittel und Hilfsstoffe, auch in fremder Sprache und mit digitalen Medien. Sie diskutieren Möglichkeiten für Dämmsysteme unter Berücksichtigung ökonomischer und qualitativer Gesichtspunkte. Die Schülerinnen und Schüler wählen Dämmstoffe anhand von technischen Unterlagen aus und bestimmen Befestigungsmittel und Hilfsstoffe. Sie legen in Abhängigkeit von den Umgebungsbedingungen der Anlage die Art der Ummantelungen fest und bestimmen Befestigungsmittel und Hilfsstoffe. Dabei berücksichtigen sie die Zusammenhänge der Wärmelehre (Wärmemenge, Wärmedurchgang) sowie die Vorgaben der Regelwerke zur Bemessung der Dämmstoffdicke. Sie berechnen den Materialbedarf für die geplanten Dämmarbeiten. Die Schülerinnen und Schüler planen anhand isometrischer Aufmaßskizzen die Durchführung der Dämmarbeiten unter Beachtung der Vorschriften zum Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz. Sie dokumentieren die Planungsschritte auch mit Hilfe digitaler Medien unter Beachtung des Datenschutzes und der Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler führen die Montage des Dämmsystems (Aufrisse, Abwicklungen, Zuschnitt) unter Berücksichtigung der Arbeitssicherheitsvorschriften durch. Sie entsorgen Wertstoffe und Abfallprodukte umweltgerecht. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Dämmarbeiten in Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit, reflektieren den Arbeitsablauf und suchen nach Möglichkeiten der Optimierung.

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Lernfeld 8
2. Ausbildungsjahr

Kältesysteme isolieren

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Dämmungen für Objekte des Kälteschutzes auftragsbezogen zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die auftragsspezifischen Bedingungen zur Dämmung der Anlagen unter Berücksichtigung der bauphysikalischen Gesetzmäßigkeiten des Kälteschutzes (Wasserdampfdiffusion, Luftströmung, Tauwasserbildung). Sie prüfen die Voraussetzungen für die Dämmarbeiten und berücksichtigen die Vorleistungen anderer Gewerke (Mindestabstände, Korrosionsschutz). Die Schülerinnen und Schüler diskutieren Möglichkeiten zur Verhinderung von Tauwasserbildung im Dämmstoff und auf der Dämmstoffoberfläche. Sie informieren sich über Arten von Dämmstoffen für den Kälteschutz und über Materialien für die Ummantelung. Die Schülerinnen und Schüler planen anhand isometrischer Aufmaßskizzen die Durchführung der Dämmarbeiten unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz. Sie wählen Dämmstoffe für Anlagenbereiche aus und bestimmen Befestigungsmittel und Hilfsstoffe. Sie bestimmen in Abhängigkeit von den Umgebungsbedingungen der Anlagen Ummantelungen sowie Befestigungsmittel und Hilfsstoffe. Sie ermitteln die Mindestdämmstoffdicke anhand der Objekt- und Umgebungsbedingungen (Raumtemperatur, Objekttemperatur, relative Luftfeuchtigkeit) auch mit Hilfe branchenspezifischer Software. Sie berechnen den Materialbedarf für Dämmstoff, Ummantelungsmaterial sowie Befestigungsmittel und Hilfsstoffe. Die Schülerinnen und Schüler erstellen Zuschnitte (Aufrisse, Abwicklungen) für Dämmstoff und Ummantelung Sie führen die Montage des Dämmsystems auf die vorbearbeiteten Objekte unter Berücksichtigung der Arbeitssicherheitsvorschriften durch und entsorgen Wertstoffe und Abfallprodukte umweltgerecht. Die Schülerinnen und Schüler prüfen Möglichkeiten zur Sicherstellung der Ausführungsqualität im Kälteschutz. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Arbeitsergebnisse im Team und diskutieren Maßnahmen zur Behebung von Qualitätsabweichungen.

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Lernfeld 9
2. Ausbildungsjahr

Rohrleitungen für den Wärmeschutz dämmen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Rohrleitungen auftragsbezogen zu dämmen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag in Bezug auf die Nutzung der Rohrleitung und der geforderten Eigenschaften. Sie prüfen die baulichen Voraussetzungen für die Dämmarbeiten und berücksichtigen die Vorleistungen anderer Gewerke. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über die Vorschriften des technischen Wärmeschutzes und erarbeiten sich einen Überblick über die Dämmstoffe sowie die Möglichkeiten der Ummantelung. Die Schülerinnen und Schüler planen im Team den Aufbau der Wärmedämmung von Rohrleitungen unter Berücksichtigung der Materialeigenschaften von Dämmstoffen. Auf Grundlage der objekt- und umgebungsbezogenen Anforderungen wählen sie Materialien zur Ummantelung und zur Befestigung aus. Sie unterscheiden Stahl und Nichteisenmetalle, beurteilen deren Korrosionsverhalten und leiten Korrosionsschutzmaßnahmen ab. Die Schülerinnen und Schüler wählen für das Dämmsystem Stütz- und Tragkonstruktionen aus. Sie diskutieren verschiedene Verbindungsarten von Ummantelungen (Schrauben, Stiften, Nieten, Klebstoffe). Sie dokumentieren die Planung anhand von Detailzeichnungen und führen Mengenermittlungen mit Hilfe von selbst erstellen Aufmaßskizzen durch. Die Schülerinnen und Schüler erstellen Formstücke (Bögen, Stutzen, Übergangsstücke) anhand von Aufrisse, Ansichten und Abwicklungen für betriebs- und haustechnische Anlagen. Dabei führen sie die Bearbeitungsverfahren von Blechen (Schneiden, Stanzen, Bohren, Kanten, Sicken, Runden, Bördeln, Falzen, Schweifen, Durchsetzen) aus. Sie bedienen und warten Maschinen und Werkzeuge zur Blechbearbeitung. Sie führen die Dämm- und Ummantelungsarbeiten unter Beachtung des Arbeitsauftrages, der betrieblichen Vorgaben und des Arbeitsschutzes durch. Dazu nutzen sie Transportgeräte und Arbeitsbühnen und entsorgen Wertstoffe und Abfallprodukte umweltgerecht. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Ausführung der Dämmarbeiten nach den Vorgaben des Auftrags (Mindestdämmdicke, Fugenausbildung) und ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Sie kontrollieren im Team die Ausführung der Ummantelungsarbeiten und Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Fertigungsprozess nach ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten.

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Lernfeld 10
2. Ausbildungsjahr

Trockenbauwände herstellen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, im Rahmen eines Kundenauftrages Trockenbauwände zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag hinsichtlich der Nutzung (Qualitätsanforderung der Trockenbauoberfläche) und des Standortes der Wand unter Berücksichtigung bauphysikalischer Anforderungen (Wärme-, Schall- und Brandschutz). Sie informieren sich über Trockenbaukonstruktionen (Trockenbauwände, Vorsatzschalen, Ummantelungen) und Materialien (Trockenbauplatten, Unterkonstruktion, Befestigungs- und Verbindungsmittel, Dämmstoffe). Die Schülerinnen und Schüler planen Raumtrennwände in Ständerbauweise unter Berücksichtigung des Kundenauftrages, der baulichen Vorgaben und des Wärme-, Schall- und Brandschutzes. Sie wählen Werkzeuge, Maschinen und Materialien aus und erstellen Montagepläne. Sie berechnen Materialbedarfe nach erstelltem Aufmaß und fertigen technische Zeichnungen (Ausführungs- und Detailzeichnungen von Anschlüssen an Wand, Boden und Decke, Fugenausbildung) an. Sie erstellen Materiallisten auch mit digitalen Medien und achten dabei auf Datenschutz und Datensicherheit. Sie informieren und beraten die Kunden hinsichtlich der Konstruktionsmöglichkeiten und stimmen sich mit den beteiligten Gewerken ab. Die Schülerinnen und Schüler erstellen die Raumtrennwände unter Berücksichtigung der Vorschriften zur Arbeitssicherheit und der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Trockenbauwände hinsichtlich des Kundenauftrags und bereiten die Abnahme vor. Sie diskutieren über Umbau und Rückbau der erstellten Trockenbauwand hinsichtlich einer Nutzungsänderung und der Wiederverwendbarkeit oder umweltschonende Entsorgung der Baustoffe.

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Lernfeld 11
2. Ausbildungsjahr

Brandschutzschotts herstellen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Brandschutzschotts zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Anforderungen an die Brandschutzschotts auftragsbezogen. Sie entnehmen einem Brandschutzplan Fluchtwege, Brandabschnitte und Bauteilklassifizierungen. Sie prüfen den Brandschutzplan auf Übereinstimmung mit den Gegebenheiten auf der Baustelle. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Entstehung (Feuerdreieck, Flash Over) und Ausbreitung eines Feuers und unterscheiden die Brandarten (Schwelbrand, offener Brand). Sie diskutieren Abschottungssysteme für Wand- und Deckenkonstruktionen. Dazu informieren sie sich über den organisatorischen und baulichen Brandschutz (Musterbauordnung, Landesbauordnungen, Gebäudeklassen). Sie erarbeiten anhand von Normen das Brandverhalten von Baustoffen (Baustoffklassen, Brennbarkeit, Entflammbarkeit, Rauchentwicklung und brennendes Abtropfen) unter Beachtung fremdsprachlicher Fachbegriffe. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung der Brandschutzschotts unter Berücksichtigung der auftragsspezifischen Anforderungen (Feuerwiderstandsklasse, Art der Belegung). Dazu wählen sie die Art des Brandschutzschotts und die Materialien aus. Sie dokumentieren die Planungsschritte auch mit Hilfe digitaler Medien unter Beachtung des Datenschutzes und der Datensicherheit. Dazu führen sie Berechnungen zu Wand- und Deckendurchführungen (prozentuale Belegung, Abstände) nach den Einbauvorschriften sowie Material- und Kostenberechnungen durch. Die Schülerinnen und Schüler erstellen Brandschutzschotts nach Planungsvorgaben und nach Vorgaben des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Sie entsorgen Wertstoffe und Abfallprodukte umweltgerecht. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Ausführung der Brandschutzschotts bezüglich der Vorgaben des baulichen Brandschutzes. Unter Beachtung der Dokumentationspflicht bereiten sie die Abnahme vor. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Herstellung der Brandschutzschotts in Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit des Arbeitsablaufs sowie der Nachhaltigkeit der Konstruktion und suchen nach Möglichkeiten der Optimierung.

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Lernfeld 12
3. Ausbildungsjahr

Kühlräume herstellen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Kühlräume auftragsbezogen nach Anforderungen des Kälteschutzes herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag hinsichtlich der baulichen Gegebenheiten (Nutzungsvorgaben, Bestand) und unterscheiden Kühlzellen, Kühlräume und Kühlhäuser in ihrer Funktion, ihrem Aufbau und der Montage. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über die Planungsgrundlagen (Lagertemperatur, Beschickungsmenge, Kühlgut, Standort, Oberflächen) und die Baustoffe (vorgefertigte Elemente, Dampfbremse, Dampfsperre, Dämmstoffe, Anstriche, Kleber) für den Kühlraumbau. Dabei beachten sie bauphysikalische Aspekte des Feuchteschutzes (Wasserdampfdiffusion, Taupunkt) sowie des Wärmedurchgangs (Wärmebrücken). Die Schülerinnen und Schüler planen die Konstruktion des Kühlraumes auf Grundlage der objekt- und umgebungsbezogenen Anforderungen. Sie führen Berechnungen (Druckfestigkeit, Druckspannung, Wärmedurchgang) durch und wählen Materialien, Befestigungsmittel und Hilfsstoffe aus. Sie erstellen Detailzeichnungen der Kühlraumelemente (Wandaufbau). Sie ermitteln den Materialbedarf und erstellen Materiallisten auch mit Hilfe digitaler Medien. Dabei achten sie auf Datenschutz und Datensicherheit. Sie wählen Werkzeuge und Maschinen aus und beschreiben Montageabläufe und Geräteeinsatz unter Beachtung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler erstellen einen Kühlraum unter Beachtung der auftragsbezogenen Vorgaben und der geplanten Ausführungsdetails. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Ausführungsqualität des Kühlraums und geben kundenrelevante Informationen und Wartungshinweise zur Funktions- und Werterhaltung weiter. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Ausführungsprozess sowie die Materialauswahl in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte. Sie diskutieren typische Schwachstellen der Konstruktion (Anschlüsse).

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Lernfeld 13
3. Ausbildungsjahr

Maschinenkapseln herstellen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Maschinenkapseln auftragsbezogen zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag hinsichtlich der Anforderungen an den Schallschutz und der örtlichen Gegebenheiten. Sie dokumentieren den Ist-Zustand einer ungedämmten Maschine auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über technische Möglichkeiten der Minderung des Schallpegels an Maschinen (Schalldämmung, Schallabsorption) und diskutieren Schallschutzmaßnahmen an ebenen Flächen und Rohrleitungen hinsichtlich der Schall-Entstehung (Schallarten, Schallübertragung). Sie unterscheiden Materialien zum Konstruktionsaufbau in Bezug auf ihre Eigenschaften. Die Schülerinnen und Schüler planen den Kapselaufbau (Aufmaßskizzen, Ausführungszeichnungen) anhand eines Aufmaßes nach Normen und Richtlinien des Schallschutzes sowie nach Kundenanforderungen. Sie wählen unter Berücksichtigung der auftragsbezogenen Vorgaben und der Maschineneigenschaften einen Konstruktionsaufbau und die Materialien und Hilfsstoffe aus. Sie ermitteln den Materialbedarf und beschreiben die Arbeitsabläufe nach ergonomischen, ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten. Die Schülerinnen und Schüler erstellen die Schallschutzeinhausung mit Hilfe von Maschinen und Werkzeugen und montieren sie unter Beachtung der Arbeits- und geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Ausführung der Kapselwand durch Messung der Wirksamkeit der Schallpegelminderung, auch mit digitalen Messgeräten, und beurteilen sie in Bezug auf die Umsetzung der Kundenvorgaben. Die Schülerinnen und Schüler übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Auswahl der Konstruktion und der Materialien hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit und diskutieren Optimierungsmöglichkeiten.

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Lernfeld 14
3. Ausbildungsjahr

Lüftungsleitungen für den Brandschutz dämmen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Brandschutzdämmungen für lufttechnische Anlagen zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag hinsichtlich der Anforderungen an den Brandschutz. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Vorschriften des baulichen Brandschutzes an lufttechnischen Anlagen. Sie beschreiben die Gefahren, die von lufttechnischen Anlagen im Brandfall ausgehen. Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden Dämmstoffe hinsichtlich ihres Brandverhaltens und Brandschutzelemente hinsichtlich ihrer Aufgaben und Eigenschaften. Sie diskutieren Bekleidungssysteme für lufttechnische Anlagen. Die Schülerinnen und Schüler planen die Brandschutzmaßnahmen an der Lüftungsleitung. Sie wählen unter Berücksichtigung der auftragsbezogenen Vorgaben eine Brandschutzkonstruktion, Dämmstoffe, Hilfsstoffe und Befestigungsmittel sowie Brandschutzelemente (Brandschutzklappe) aus. Sie erstellen Detailzeichnungen für die Ausführung der Arbeiten (Wand- und Deckenanschluss). Die Schülerinnen und Schüler berechnen den Materialbedarf nach Aufmaß und kalkulieren den Zeitaufwand. Die Schülerinnen und Schüler erstellen die Brandschutzdämmung mit Hilfe von Maschinen und Werkzeugen und montieren die Brandschutzelemente unter Beachtung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die ausgeführten Arbeiten, bereiten die Abnahme vor und übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Auswahl der Konstruktion und der Materialien, beschreiben die Schutzwirkung der getroffenen Brandschutzmaßnahmen. Sie diskutieren über weitere Anwendungsmöglichkeiten des baulichen Brandschutzes (Beschichten und Bekleiden von tragenden Bauteilen).

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Lernfeld 15
3. Ausbildungsjahr

Fernwärmeleitungen sanieren

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Fernwärmeleitungen unter Berücksichtigung der Umgebungsbedingungen zu sanieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den schadhaften Aufbau einer nicht funktionsfähigen Fernwärmeleitung. Sie dokumentieren den baulichen Ist-Zustand, auch mit Hilfe digitaler Medien, um Art und Umfang der Sanierungen mit anderen Gewerken abzustimmen und festzulegen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über den Konstruktionsaufbau und die Materialien der Fernwärmeleitung (Rohrleitungsdämmstoffe, Ummantelungsarten, Verbindungs- und Befestigungsmittel) unter Berücksichtigung der Materialeigenschaften und der Umgebungsbedingungen. Sie beachten die Arten und Entstehung von Korrosion und leiten Korrosionsschutzmaßnahmen ab. Die Schülerinnen und Schüler planen die Sanierung der Fernwärmeleitungen. Dazu führen sie wärmetechnische Berechnungen (Wärmestromdichte, Oberflächentemperatur, Längenänderung) durch. Sie wählen unter Berücksichtigung der Schadensanalyse ein Dämmsystem aus. Dabei beachten sie die Dämmeigenschaften und wählen Korrosionsschutzmaßnahmen und den Oberflächenschutz aus. Sie berechnen den Materialbedarf und wählen für die Sanierung Werkzeuge und Maschinen aus. Die Schülerinnen und Schüler demontieren schadhafte Dämmsysteme und führen sie einer umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung zu. Dabei erkennen sie Gefährdungspotentiale durch Freisetzung von Faserstäuben und wenden berufsspezifische Arbeitsschutz- und geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen (Atemschutz, Verbrennungsgefahr) an. Sie erstellen Formteile aus Blech anhand von Aufrissen, Ansichten und Abwicklungen, auch mit Hilfe branchenspezifischer Software. Sie montieren das neue Dämmsystem unter Einhaltung ergonomischer, ökologischer und ökonomischer Gesichtspunkte. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die sanierte Fernwärmeleitung auf Funktionalität und übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Sie diskutieren Möglichkeiten der Optimierung des gesamten Sanierungsprozesses.

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Lernfeld 16
3. Ausbildungsjahr

Akustikdecken herstellen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, im Rahmen eines Kundenauftrages Akustikdecken zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag unter Berücksichtigung bauphysikalischer Anforderungen (Wärme-, Schall- und Brandschutz). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Deckensysteme (geschlossene, offene) und Materialien (Trockenbauplatten, Unterkonstruktionen, Befestigungs- und Verbindungsmittel, Dämmstoffe). Sie recherchieren Planungsgrundlagen auch mit Hilfe digitaler Medien (Schallreflektion, Schallabsorption Schalltransmission, Nachhallzeit, Schallabsorptionsgrad) und unterscheiden zwischen Raumakustik und Schalldämmung. Die Schülerinnen und Schüler planen Akustikdecken unter Berücksichtigung des Kundenauftrages, der baulichen Vorgaben und der raumakustischen Zielvorgaben. Sie informieren und beraten die Kunden hinsichtlich der Konstruktionsmöglichkeiten und stimmen sich mit den beteiligten Gewerken ab. Sie wählen Werkzeuge, Maschinen und Materialien aus und erstellen einen Montageplan. Nach erstelltem Aufmaß fertigen sie technische Zeichnungen (Ausführungs- und Detailzeichnungen von Anschlüssen an Wand, Boden und Decke, Fugenausbildung) an, berechnen den Materialbedarf und erstellen Materiallisten. Sie erstellen Akustikdecken unter Berücksichtigung der raumakustischen Planung sowie der Vorschriften zur Arbeitssicherheit und der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Deckensysteme hinsichtlich der Übereinstimmung mit dem Kundenauftrag, bereiten die Abnahme vor und übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Deckensysteme in Bezug auf eine Nutzungsänderung und bewerten die Baustoffe hinsichtlich der Wiederverwendbarkeit oder umweltschonender Entsorgung. Übersicht über die Lernfelder für die Berufsausbildung in Ausbauberufen Ausbaufacharbeiter und Ausbaufacharbeiterin; Schwerpunkt Estricharbeiten 7 Untergründe für Estricharbeiten prüfen und vorbe- 40 reiten 8 Verbundestriche herstellen 40 9 Estriche auf Trennschichten herstellen 40 10 Estriche auf Dämmschichten herstellen 80 11 Bodenbeläge einbauen 80 Estrichleger und Estrichlegerin 12 Gestaltete mineralische Fußböden herstellen 60 13 Heizestrichkonstruktionen herstellen 80 14 Hochbeanspruchte Estriche herstellen 40 15 Systemböden herstellen 40 16 Fußbodenkonstruktionen instand halten und sanie- 60 ren Summen: insgesamt 880 Stunden 320 280 280

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Lernfeld 7
2. Ausbildungsjahr

Untergründe für Estricharbeiten prüfen und vorbereiten

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Untergründe für Estriche auftragsbezogen auf Eignung zu prüfen und vorzubereiten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der Beschaffenheit der Untergründe. Sie dokumentieren und bewerten die baulichen Gegebenheiten auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Vorgehensweise des Aufmessens und die Regelungen zur Durchführung von Aufmaßberechnungen. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über Methoden (optisch, mechanisch, Befragung des Auftraggebers) zur Prüfung der Untergründe (Beton, Stahlbeton) und deren Prüfkriterien (Ebenheit, Oberflächenbeschaffenheit, Restfeuchte, Höhenlage, Toleranzen im Bauwesen, Schadstoffe). Sie erkundigen sich über Maßnahmen zur Vorbereitung des Untergrundes für sich anschließende Estricharbeiten (Schleifen, Fräsen, Kugelstrahlen, Reinigen, Flammstrahlen, Dampfstrahlen, Absaugen, Haftbrücke aufbringen, Gefälle ausbilden, Ausgleichsschichten einbauen). Die Schülerinnen und Schüler planen die Vorbereitung des Untergrundes für Estricharbeiten unter Berücksichtigung der auftragsspezifischen Anforderungen. Sie messen, auch digital, die Baustelle auf und fertigen Skizzen an. Die Schülerinnen und Schüler führen Aufmaß- und Gefälleberechnungen auf Basis von Aufmaßskizzen und Bauplänen durch. Sie wählen vorbereitende Maßnahmen aus und erstellen einen Arbeitsablauf mit den zu verwendenden Materialien und Maschinen unter Berücksichtigung nachhaltiger Aspekte (Materialauswahl, ergonomische Arbeitsabläufe, Pflege und Wartung der Maschinen). Die Schülerinnen und Schüler prüfen den Verlegeuntergrund anhand der Prüfkriterien und führen die vorbereitenden Maßnahmen unter Berücksichtigung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes (Staubschutz) durch. Sie achten dabei auf eine umweltgerechte Entsorgung von Bau- und Bauhilfsstoffen und ergreifen bei Verdacht auf Schadstoffe Schutzmaßnahmen und veranlassen deren Entsorgung. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen den vorbereiteten Untergrund anhand der Prüfkriterien und den Vorgaben des Auftrags. Sie dokumentieren Mängel und leiten die Dokumentation zwecks Anmeldung von Bedenken weiter. Sie bereiten ihre Ergebnisse zu Präsentationszwecken und zur Erhöhung der Kundentransparenz auch mit Hilfe digitaler Hilfsmittel auf. Dabei achten sie auf Datensicherheit und Datenschutz. Sie prüfen kontinuierlich ihre Auswahlentscheidung im Hinblick auf innovative Technologien und Aspekte der Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die durchgeführten Maßnahmen hinsichtlich Vollständigkeit und Oberflächenqualität sowie die Planungs- und Umsetzungsprozesse zur Prüfung und Vorbereitung des Untergrundes. Sie schlagen Möglichkeiten zur Optimierung der Umsetzung der Maßnahmen vor.

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Lernfeld 8
2. Ausbildungsjahr

Verbundestriche herstellen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Verbundestriche nach Kundenwunsch zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der geforderten Eigenschaften eines Verbundestrichs (Druckfestigkeit, Biegezugfestigkeit, Oberflächenhärte, Verschleißwiderstand). Auch mit Hilfe digitaler Medien dokumentieren und bewerten sie die baulichen Gegebenheiten. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Einsatzgebiete, Eigenschaften, Benennungen (Nenndicke) und Bindemittel (Zement, Calciumsulfat, Gussasphalt, Magnesia, Kunstharze) von Verbundestrichen. Sie verschaffen sich einen Überblick über die Bestandteile der Estriche (Zusatzmittel und -stoffe) und der Estrichkonstruktion (Haftbrücke), Einbauweisen (frisch in frisch), Lieferform (Baustellenestrich), Fugen (Art, Ausführung, Funktion), Nachbehandlungsmaßnahmen (Abdecken, Schleifen, Beschichten) und Prüfungen von Estrichen entsprechend der technischen Regelwerke. Die Schülerinnen und Schüler planen im Team, auch in digitaler Form, die Herstellung von Verbundestrichen. Sie wählen Bindemittel aus und legen Untergrundvorbereitung, Einbauweise und Nachbehandlung fest. Sie erstellen Detailzeichnungen vom Fußbodenaufbau. Dazu führen sie Berechnungen durch (Spannungsberechnungen, Mischungsberechnungen). Für die Beurteilung der Gesteinskörnungen führen sie Siebversuche (Regelsieblinie und - diagramme, Körnungsziffer) durch. Sie erstellen einen Arbeitsablaufplan unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Gesichtspunkte sowie des Schutzes nicht zu bearbeitender Bauteile. Sie präsentieren den Kunden ihren Vorschlag und treffen mit ihnen eine Entscheidung. Die Schülerinnen und Schüler stellen die Verbundestriche unter Berücksichtigung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes (persönliche Schutzausrüstung) für sich und andere her. Sie achten auf eine ökonomische Verarbeitung der Materialien und das sortenreine Trennen und Lagern von Abfallstoffen. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen unter Maßgabe des Kundenwunsches die Umsetzung des Auftrags und die Qualität des Estrichs (Höhenlage, Winkeltoleranz, Ebenheit, Oberflächenstruktur, Risse). Die Schülerinnen und Schüler nehmen Stellung zum Planungs- und Entscheidungsprozess bezüglich der Estrichart, der Konstruktion und ihrer Zusammenarbeit im Team. Sie stellen ihre Entscheidungen zur Diskussion und schlagen Möglichkeiten zur Optimierung des Planungsprozesses vor.

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Lernfeld 9
2. Ausbildungsjahr

Estriche auf Trennschichten herstellen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Estriche auf Trennschichten auftragsbezogen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der geforderten Eigenschaften eines Estrichs auf Trennschicht (Druckfestigkeit, Biegezugfestigkeit, Oberflächenhärte, Verschleißwiderstand, Feuchteschutz, Längenänderungen). Sie dokumentieren und bewerten die baulichen Gegebenheiten auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Einsatzgebiete, Eigenschaften, Benennungen und Bindemittel von Estrichen auf Trennschichten. Sie verschaffen sich einen Überblick über die Bestandteile der Estriche (Zusatzmittel und -stoffe) und der Estrichkonstruktion (Trennschichten, Abdichtungen, Randdämmstreifen), Einbauweisen (Fließestrich), Fugen (Art, Ausführung, Funktion), Nachbehandlungsmaßnahmen und Prüfungen von Estrichen entsprechend der technischen Regelwerke. Die Schülerinnen und Schüler planen, auch in digitaler Form, die Herstellung von Estrichen auf Trennschichten. Sie wählen Bindemittel und Trennschichten aus und legen die Untergrundvorbereitung, Einbauweise und Nachbehandlung fest. Sie erstellen Detailzeichnungen vom Fußbodenaufbau (Wandanschlüsse). Sie führen Mengen- und Massenermittlungen durch. Sie erstellen einen Arbeitsablaufplan mit den Materialien und Maschinen unter Berücksichtigung nachhaltiger Aspekte. Dazu entwerfen sie eine Baustelleneinrichtung und berücksichtigen die organisatorischen Zusammenhänge. Sie stellen ihre Ergebnisse den Kunden vor und tragen zur Entscheidungsfindung bei. Die Schülerinnen und Schüler stellen im Team Estriche auf Trennschichten unter Einhaltung der Vorschriften des Arbeitssicherheit- und Gesundheitsschutzes sowie der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen her. Sie achten auf eine ökonomische Verarbeitung der Materialien und das sortenreine Trennen und Lagern von Abfallstoffen und bereiten sie für den Abtransport vor. Die Schülerinnen und Schüler prüfen unter Maßgabe des Kundenwunsches die Umsetzung und Ausführung der Estricharbeiten (Verschleißwiderstand, Oberflächenhärte, Feuchtegehalt entsprechend der technischen Regelwerke). Die Schülerinnen und Schüler beurteilen den Herstellungsprozess im Team. Sie stellen ihre Lösungsansätze zur Diskussion und präsentieren Möglichkeiten zur Optimierung.

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Lernfeld 10
2. Ausbildungsjahr

Estriche auf Dämmschichten herstellen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Estriche auf Dämmschichten auftragsbezogen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler erschließen die Vorgaben des Auftrages hinsichtlich der geforderten Eigenschaften eines Estrichs auf Dämmschicht (Druckfestigkeit, Biegezugfestigkeit, Schall-, Wärme- und Brandschutz, thermische Längenänderungen). Sie dokumentieren und bewerten die baulichen Gegebenheiten auch mit Hilfe digitaler Geräte. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Einsatzgebiete, Eigenschaften und Benennungen von Estrichen auf Dämmschichten. Sie verschaffen sich einen Überblick über die Estrichkonstruktionen (Abdeckungen, Dämmschichten, Randdämmstreifen), Lieferformen (Fertigteilestrich), Fugen (Fugenplan), Nachbehandlungsmaßnahmen und Prüfungen von Estrichen. Sie erkundigen sich über Arten der Wärmeübertragung, Anforderungen an den Wärmeschutz sowie Ursachen und Folgen von Längenänderungen. Sie informieren sich über Formen des Schalls und Wege der Schallübertragung (Schalldämmmaß) und verschaffen sich einen Überblick über die Arten der Dämmstoffe für schwimmende Estriche (Materialien, Eigenschaften, Kurzbezeichnungen, Einbau, Rückbau). Die Schülerinnen und Schüler planen, auch in digitaler Form, die Herstellung von Estrichen auf Dämmschichten. Sie wählen Bindemittel, Dämmstoffe (Wärmedämmstoffe, Trittschalldämmstoffe) und Abdeckungen aus und legen die Untergrundvorbereitung, Einbauweise und Nachbehandlung fest. Sie erstellen Detailzeichnungen vom Fußbodenaufbau (Wandanschlüsse, Aussparungen) und ein prüffähiges Aufmaß entsprechend der technischen Regelwerke. Sie führen Mengen- und Massenermittlungen durch und bestimmen die thermischen Ausdehnungen. Sie organisieren den Material- und Maschineneinsatz unter Berücksichtigung der nachhaltigen Aspekte. Dazu konzipieren sie den Baustellenablauf, berücksichtigen dabei die organisatorischen Zusammenhänge und entwickeln Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den am Bau Beteiligten. Sie stimmen mit den Kunden ihre Planungsergebnisse ab. Die Schülerinnen und Schüler stellen Estriche auf Dämmschichten unter Berücksichtigung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes (Absturzsicherungen) für sich und andere her. Sie bilden die Fugen nach Vorgabe des Fugenplans aus. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die ausgeführten Estricharbeiten hinsichtlich der Fugenanordnung und der Einhaltung des Schall-, Wärme- und Brandschutzes. Die Schülerinnen und Schüler bereiten die Abnahme durch die Kunden vor und reflektieren nach Abschluss des Auftrags die Prozessabläufe. Sie stellen ihre Entscheidung zur Diskussion und schlagen Möglichkeiten zur Optimierung vor.

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Lernfeld 11
2. Ausbildungsjahr

Bodenbeläge einbauen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Bodenbeläge nach Kundenwunsch zu verlegen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Vorgaben des Auftrages hinsichtlich der gestalterischen Ausführung, der geforderten Eigenschaften der Beläge und des vorhandenen Untergrundes. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Bodenbeläge (elastische und textile Beläge, Platten und Fliesen), deren Herstellungsverfahren, ihren Aufbau, ihre Eigenschaften, und die Lieferformen. Sie verschaffen sich einen Überblick über das Vorbereiten und das Bearbeiten der Beläge, über die Prüfung und Vorbehandlung des Untergrundes (Arten, Restfeuchtemessung, grundieren, spachteln) und über Verlegetechniken (Innenbereich, Außenbereich), Befestigungsmaterialien (Klebstoffe, Verarbeitungsregeln) und die Ausbildung von Fugen (Fugenmassen, Fugenmörtel). Dabei nutzen sie Herstellerinformationen auch in digitaler Form. Sie informieren sich über gestalterische Möglichkeiten (Laufrichtung, Linienführung, Farbwirkung, Intarsien). Die Schülerinnen und Schüler planen den Einbau der Bodenbeläge. Dazu wählen sie Bodenbeläge und Hilfsstoffe sowie Unterlagen zur Verbesserung der Trittschalldämmung aus. Sie erstellen Verlegepläne und Detailzeichnungen zum Sockelanschluss (Hohlkehle). Sie führen Materialmengenberechnungen durch. Sie legen die Arbeitsabläufe fest und sehen den Einsatz von Maschinen für den Zuschnitt der Beläge und die Be- und Entlüftung der Arbeitsräume vor. Sie berücksichtigen die klimatischen Bedingungen während der Verlegearbeiten und den Gesundheits- und Unfallschutz (Einatmen von Stäuben und Lösemitteldämpfen, Gefahr von Verbrennungen, Verätzungen, Augenschäden). Die Schülerinnen und Schüler bauen Bodenbeläge gemäß Auftrag ein. Sie prüfen dazu den Verlegeuntergrund und bereiten den Untergrund vor. Sie schneiden den Belag zu, tragen Kleber auf, legen den Belag ein und bilden die Fugen aus. Dabei vermeiden sie Abfälle und führen Abfallstoffe einer umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung zu. Sie handeln beim Reinigen der Oberflächen und der Arbeitsmittel ökologisch verantwortlich. Sie geben den Kunden Reinigungs- und Pflegehinweise für den Bodenbelag und überreichen eine Reinigungs- und Pflegeanleitung. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen den eingebauten Bodenbelag hinsichtlich der Vorgaben des Auftrages und der technischen Ausführung. Sie reflektieren ihre Vorgehensweise bei der Umsetzung des Auftrages und ihr Verhalten in der Kommunikation mit den Kunden.

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Lernfeld 12
3. Ausbildungsjahr

Gestaltete mineralische Fußböden herstellen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, gestaltete mineralische Fußböden nach Kundenauftrag entsprechend der örtlichen Gegebenheiten herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Vorgaben des Auftrages hinsichtlich der geforderten Eigenschaften des Sichtestrichs (geschliffen, gespachtelt) und des Estrichterrazzos, der gestalterischen Ausführung und des vorhandenen Untergrundes. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Sichtestriche und Estrichterrazzo, deren Eigenschaften (optische Wirkung), Bestandteile (dekorative Gesteinskörnungen und Bindemittel, Pigmente, Intarsien), Schichtaufbau und Herstellung (Feldeinteilungen, Oberflächenbearbeitung durch Walzen, Schleifen, Spachteln, Einpflegen) und Einbauteile (Unterflurdosen, Mattenrahmen, Schienen). Dabei nutzen sie Herstellerinformationen auch in digitaler Form. Die Schülerinnen und Schüler planen den Einbau eines gestalteten mineralischen Fußbodens. Dazu wählen sie die Bestandteile aus, erstellen Entwürfe zur Feldeinteilung und Integration der Einbauteile sowie Detailzeichnungen. Sie berechnen die Materialmengen, legen die Arbeitsabläufe fest und planen den Einsatz von Werkzeugen und Maschinen. Sie berücksichtigen die Gefährdung durch Stäube. Sie achten auf die Minimierung von Abfallstoffen und deren umweltgerechte Entsorgung. Die Schülerinnen und Schüler stellen gemäß Auftrag den gestalteten mineralischen Fußboden her. Sie achten dabei auf die Herstellerangaben zu Mischungsverhältnissen und Verarbeitung. Sie ergreifen die Maßnahmen zum Unfall- und Gesundheitsschutz. Sie vermeiden Abfälle und führen Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung zu. Sie handeln beim Reinigen der Arbeitsmittel ökologisch verantwortlich. Sie informieren die Kunden über Reinigung und Pflege und übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen den eingebauten Sichtestrich und Estrichterrazzo hinsichtlich seiner Nachhaltigkeit (Nutzungsdauer, Oberflächenaufarbeitung) und der Vorgaben des Auftrages. Sie reflektieren ihre Vorgehensweise bei der Umsetzung des Auftrags, ihre Zusammenarbeit im Team und ihr Eingehen auf die Kundenwünsche.

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Lernfeld 13
3. Ausbildungsjahr

Heizestrichkonstruktionen herstellen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Heizestrichkonstruktionen nach Kundenwunsch herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler erschließen die Vorgaben des Auftrages hinsichtlich der geforderten Eigenschaften eines Heizestrichs (Druckfestigkeit, Biegezugfestigkeit, Schall-, Wärme- und Brandschutz) und der Bauart. Sie dokumentieren und bewerten die baulichen Gegebenheiten auch mit Hilfe digitaler Geräte. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Einsatzgebiete (Wohnungsbau, Objektbau, Industriebau, Außenbereich), Eigenschaften und Benennungen von Heizestrichen. Sie verschaffen sich einen Überblick über die Estrichkonstruktionen (Beheizungssystem, Bauart, Fugen, Nachbehandlungsmaßnahmen und Prüfungen von Estrichen). Sie erkundigen sich über Arten der Wärmeübertragung in Heizestrichkonstruktionen sowie Anforderungen an den Wärmeschutz. Die Schülerinnen und Schüler planen, auch in digitaler Form, die Herstellung des Heizestrichs. Sie wählen Bindemittel, Dämmstoffe und Abdeckungen aus und legen die Art der Untergrundvorbereitung, Einbauweise und Nachbehandlung fest. Sie führen Wärmeschutzberechnungen (Wärmedurchgangskoeffizient) durch und erstellen Detailzeichnungen (Schichtaufbau, Wandanschlüsse) unter Berücksichtigung der Regeln zum Brand-, Schall- und Wärmeschutz. Sie ermitteln Baustoffmengen und -massen. Die Schülerinnen und Schüler konzipieren den Baustellenablauf und organisieren dazu den Material- und Maschineneinsatz. Sie arbeiten mit dem für den Heizungsbau zuständigen Gewerk zusammen (Funktionsheizen, Schnittstellenkoordination) und stimmen mit den Kunden ihre Planungsergebnisse ab. Die Schülerinnen und Schüler stellen die Heizestrichkonstruktion unter Berücksichtigung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes her. Sie bringen Ausgleichsschüttungen und die Dämmschichten ein, setzen die Markierungen der Messstellen für die Restfeuchtemessung und bauen unter Beachtung des Beheizungssystems den Estrich ein. Die Schülerinnen und Schüler übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Sie veranlassen in Absprache mit den Kunden den Auf- und Abheizvorgang nach Aufheizprotokoll (Belegreifheizen). Die Schülerinnen und Schüler prüfen nach dem Belegreifheizen den Estrich hinsichtlich der Höhenlage, der Oberflächenbeschaffenheit (Schüsseln, Schwundrisse) und der Anordnung der Bewegungsfugen. Die Schülerinnen und Schüler bereiten die Abnahme durch die Kunden vor und reflektieren nach Abschluss des Auftrags die Prozessabläufe und die Zusammenarbeit mit den beteiligten Gewerken.

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Lernfeld 14
3. Ausbildungsjahr

Hochbeanspruchte Estriche herstellen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, hochbeanspruchte Estriche nach Kundenauftrag herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der Einsatzgebiete der hochbeanspruchten Estriche (mechanische Beanspruchung durch Befahren und Begehen, statische und chemische Belastung, Abdichten gegen Flüssigkeiten, elektrische Aufladung, Gleitreibung). Sie dokumentieren und bewerten die baulichen Gegebenheiten auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler leiten aus den Anforderungen die Eigenschaften (Biegezugfestigkeit, Haftzugfestigkeit, Oberflächenhärte, Verschleißwiderstand, chemische Beständigkeit, elektrische Ableitfähigkeit, Rutschhemmung, Widerstand gegen mechanische Beanspruchung, Dichtigkeit) ab. Sie informieren sich über die Kurzbezeichnungen für hochbeanspruchte Estriche. Sie verschaffen sich einen Überblick über die Bestandteile der Estriche (Zusatzmittel und -stoffe), die Estrichkonstruktion (Hartstoffeinstreuung, Hartstoffschicht, Abdichtungen im Verbund, Versiegelungen, Kunstharzvergütung), die Einbauweisen (monolithisch, frisch-in-frisch, konventionell), die Nachbehandlungsmaßnahmen und die Prüfungen von hochbeanspruchten Estrichen. Sie erkundigen sich über Ursachen und Folgen von hohen thermischen Längenänderungen sowie die Fugenausbildung (Art, Ausführung, Funktion). Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung der hochbeanspruchten Estriche. Sie wählen die Konstruktionen, die Bindemittel und die Gesteinskörnung aus und legen die Untergrundvorbereitung, die Einbauweise und die Nachbehandlungsmaßnahme fest. Bei monolithischer Bauweise berücksichtigen sie betontechnologische Grundsätze (Betonfestigkeitsklassen). Sie zeichnen Ausführungsdetails (Schichtaufbau, Anschlussbereiche, Höhenversatze, Hohlkehlen) der Fußbodenkonstruktion und berechnen Mengen und Massen. Sie erstellen auch mit digitalen Hilfsmitteln den Arbeitsablaufplan und berücksichtigen dabei den Maschineneinsatz (Fahrmischer, Betonpumpe, Estrichroboter, Spreader, Flügelglätter). Dabei berücksichtigen sie die Vorschriften des Datenschutzes und der Datensicherheit. Anhand der Arbeitsplanung entwerfen sie die Baustelleneinrichtung. Sie streben die ökonomische Verarbeitung der Materialien und die Vermeidung von Abfallstoffen an. Sie präsentieren ihre Planungsergebnisse im Team. Die Schülerinnen und Schüler bauen den hochbeanspruchten Estrich gemäß des Arbeitsablaufplanes ein. Dabei halten sie die Vorschriften des Gesundheitsschutzes und der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen ein und achten auf rationelle Arbeitsabläufe. Sie setzen die Baustoffe und die Maschinen ressourcenschonend ein. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Ausführung der Estricharbeiten hinsichtlich der Umsetzung des Kundenwunsches sowie der technischen Anforderungen an die hochbeanspruchten Estriche. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen den Planungs- und den Entscheidungsprozess für die Konstruktion. Sie stellen ihre Ergebnisse zur Diskussion und präsentieren Möglichkeiten zum Einsatz nachhaltigerer Baustoffe und Konstruktionen.

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Lernfeld 15
3. Ausbildungsjahr

Systemböden einbauen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Systemböden nach Kundenwunsch einzubauen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der Kundenwünsche und der baulichen Gegebenheiten zum Einbau von Systemböden. Sie messen die baulichen Gegebenheiten auf und dokumentieren diese auch mit Hilfe digitaler Medien. Dabei berücksichtigen sie die Vorschriften des Datenschutzes und der Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Einsatzgebiete von Systemböden (Objektbau, Denkmalschutz), deren Konstruktionsarten (Doppelboden, Hohlraumboden), den Schichtaufbau (Stützen, Trägerplatten, Installationsebene), die Einbauweise des Estrichs (Fließestrich, Fertigteilestrich), die Ausbildung der Fugen und Bauteilanschlüsse (Funktion, Art, Ausführung) und die Revisionsöffnungen der Unterflurinstallation. Die Schülerinnen und Schüler planen, auch in digitaler Form, die Herstellung des Systembodens. Sie wählen eine Konstruktion aus und legen die Untergrundvorbereitung (Abdichtungen gegen Bodenfeuchtigkeit), die Einbauweise und die Nachbehandlung fest. Dazu fertigen sie Detailzeichnungen vom Fußbodenaufbau und der Bauteilanschlüsse an und erstellen eine Rasterplanung. Dabei berücksichtigen sie einen späteren Rückbau und eine Wiederverwendung der Bauteilkomponenten. Sie führen Materialberechnungen durch und erstellen einen Arbeitsablaufplan (Bearbeitung der Verbindungselemente). Sie präsentieren den Kunden ihren Vorschlag und treffen mit ihnen eine Entscheidung hinsichtlich der Konstruktion. Die Schülerinnen und Schüler stellen den Systemboden unter Berücksichtigung des Arbeitsschutzes (Metalle trennen, bohren) und Gesundheitsschutzes (Klebstoffe) her. Dazu messen sie die Höhenlagen sowie das Raster ein und installieren die Bodenkonstruktion. Sie stellen Bauteilanschlüsse her und setzen die Revisionsöffnungen. Dabei achten sie auf eine ökonomische Verarbeitung der Materialien. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Umsetzung der Kundenwünsche und die Qualität des Systembodens (Höhenlagen, Fugen, Bauteilanschlüsse). Die Schülerinnen und Schüler nehmen Stellung zu ihren Planungs- und Umsetzungsprozessen. Sie diskutieren die gewählte Option des Rückbaus der Konstruktion und der Wiederverwertung der Bauteilkomponenten.

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Lernfeld 16
3. Ausbildungsjahr

Fußbodenkonstruktionen instand halten und sanieren

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Fußbodenkonstruktionen nach Kundenauftrag instand zu halten und zu sanieren. Die Schülerinnen und Schüler erschließen die Vorgaben des Auftrages hinsichtlich der vorhandenen Schäden an Belägen und Bekleidungen (Riss, Einbruch, Fugenabriss, Feuchtigkeitsanfall) und deren Ausmaß. Sie nehmen die Schäden in Augenschein und dokumentieren sie auch mit Hilfe digitaler Geräte. Dabei berücksichtigen sie die Vorschriften des Datenschutzes und der Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Schadensbilder und deren zeitliches Auftreten, über Prüfungen zur Schadensfeststellung (Reinigungsversuche, Probenentnahmen, Messungen zu Schichtdicke, Feuchtegehalt, pH-Wert, Rissgrößen und -bilder), über deren Schadensursachen (Konstruktionsfehler, Materialfehler, Verarbeitungsfehler, zu frühes Belegen) und Maßnahmen zur Instandhaltung und zur Sanierung bei Fußbodenkonstruktionen auf Stahlbetondecken (Ausgleichsestriche) und auf Holzbalkendecken (Leichtestriche). Die Schülerinnen und Schüler planen die Durchführung der Instandhaltungs- und der Sanierungsmaßnahmen. Sie wählen für die dokumentierten Schäden die Maßnahmen zur Instandhaltung und zur Sanierung. Dazu berücksichtigen sie die Regeln des Schall-, Wärme- und Feuchteschutzes. Sie erstellen Instandhaltungs- und Sanierungspläne (Skizzen, Zeichnungen, Bedarfsberechnungen, Arbeitsabläufe). Dabei achten sie auf Gefahrstoffe in den instand zusetzenden und in den zu entfernenden Bauteilen (Stäube, Asbestfasern, Mineralfasern in Dämmstoffen, Schadstoffe in Holzschutzmitteln, Plattenwerkstoffen und Klebstoffen), melden diese und ergreifen Schutzmaßnahmen. Sie sehen den Einsatz von Anlagen für die Trocknung, die Be- und Entlüftung und die Entstaubung vor und planen die umweltgerechte Entsorgung der ausgebauten Bauteile und Reststoffe. Sie präsentieren den Kunden ihren Vorschlag und treffen mit ihnen eine Entscheidung hinsichtlich der Instandhaltungs- und der Sanierungsmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler führen die Instandhaltungs- und die Sanierungsmaßnahmen durch. Sie reparieren Schäden (Oberflächen spachteln, Risse verharzen, Fugen neu ausbilden) und ersetzen Bauteile (Beschichtungen, Bodenbeläge, Estriche, Abdeckungen, Dämmschichten, Sperrschichten) entsprechend der Arbeitsplanung und dem Kundenauftrag. Sie übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Ausführung der Instandhaltungs- und der Sanierungsarbeiten gemäß dem Auftrag und hinsichtlich der Nachhaltigkeit der gesamten Maßnahme. Sie reflektieren ihre Vorgehensweise im Team und die Kommunikation mit den Kunden bei der Umsetzung des Auftrages. Übersicht über die Lernfelder für die Berufsausbildung in Ausbauberufen Ausbaufacharbeiter und Ausbaufacharbeiterin; Schwerpunkt Trockenbauarbeiten 7 Raumtrennwand in Trockenbauweise herstellen 60 8 Vorsatzschalen und Bekleidungen herstellen 60 9 Raumtrennwände mit besonderen Anforderungen herstellen 10 Unterdecken und Deckenbekleidungen herstellen 60 11 Fußbodensysteme herstellen 40 Trockenbaumonteur und Trockenbaumonteurin 12 Feuchtebelastete Räume ausbauen 80 13 Sonderdecken einbauen 80 14 Dachgeschoss ausbauen 80 15 Konstruktionen mit besonderen Anforderungen 40 Summen: insgesamt 880 Stunden 320 280 280

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Lernfeld 7
2. Ausbildungsjahr

Raumtrennwand in Trockenbauweise herstellen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, im Rahmen von Kundenaufträgen nichttragende Wandkonstruktionen zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag hinsichtlich der geforderten Eigenschaften und der Nutzung der Wände und beschreiben diese. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über Konstruktionsarten (ein- und mehrschalig, Einfach- und Doppelständerwände) und deren Konstruktionselemente (Profil- und Plattentechnologie, Fugenfüllmaterialien, Dämm- und Dichtstoffe sowie Verbindungs- und Befestigungstechnologie). Darüber hinaus informieren sie sich über Anschlüsse an angrenzende Bauteile (starre und bewegliche Fugen, Dehnungsfugen) und Ausbildung von Wandinnen- und Wandaußenecken. Die Schülerinnen und Schüler planen den Verlauf und die Herstellung einer nichttragenden Trennwand und berücksichtigen dabei den Einbau von Öffnungen (Türen, Fenster). Dazu berechnen sie nach Aufmaß den Materialbedarf, die Materialkosten und die Arbeitszeit. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich unter Abwägung fertigungstechnischer, ökologischer und ökonomischer sowie gesundheitlicher Aspekte für eine Wandkonstruktion und fertigen Technische Zeichnungen (Ausführungs- und Detailzeichnungen) an. Sie erstellen Materiallisten, auch mit Hilfe digitaler Medien, unter Verwendung von Herstellerinformationen. Die Schülerinnen und Schüler richten die Baustelle ein und stimmen sich mit den beteiligten Gewerken ab. Die Schülerinnen und Schüler führen die Montage der Trennwand unter Beachtung der Herstellervorgaben, der Kundenwünsche und der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen durch. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren und bewerten ihre Arbeitsergebnisse hinsichtlich der Ausführung (Oberflächenqualität, Maßhaltigkeit) und ökonomischer Belange (Materialeinsatz). Sie prüfen die nichttragende Trennwand hinsichtlich des Kundenauftrags, bereiten die Abnahme vor und übergeben dem Kunden die Dokumentation unter Beachtung des Datenschutzes, der Datensicherheit und des Urheberrechts. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Auswahl der Baustoffe und der Konstruktionen sowie den Herstellungsprozess. Sie beurteilen die Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit der gesamten Konstruktion und diskutieren Optimierungsmöglichkeiten.

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Lernfeld 8
2. Ausbildungsjahr

Vorsatzschalen und Bekleidungen herstellen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, für Außen- und Innenwände auftragsbezogen nach bauphysikalischen, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten Vorsatzschalen und Wandtrockenputze zu planen und zu erstellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der geforderten Eigenschaften der Bekleidungen und Vorsatzschalen und beschreiben diese. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich, auch mit Hilfe digitaler Medien, über die bauphysikalischen Anforderungen an Vorsatzschalen (U-Wert, Wasserdampfdiffusion) und verschaffen sich einen Überblick über die Bedeutung und Ausführung von raumseitiger Dämmung von Außenwänden sowie über die spezifischen Baustoffe. Sie betrachten Vor- und Nachteile einer Bekleidung. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung einer Vorsatzschale und eines Wandtrockenputzes unter Beachtung bauphysikalischer Regeln. Sie wählen die Dämm-, Dicht-, Sperr- und Beplankungsmaterialien nach wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten aus und entscheiden sich für eine fachlich begründete Konstruktion. Sie zeichnen den Schichtenaufbau der Vorsatzschale und des Wandtrockenputzes (Skizzen, Ausführungszeichnungen im Längs- und Querschnitt, Detailzeichnungen) auch mit Hilfe digitaler Medien, wählen Werkzeuge und Hilfsmittel (Messwerkzeuge) nach technischen Unterlagen aus und planen den Arbeitsablauf. Mit Hilfe von Tabellen ermitteln sie den Baustoffbedarf für den geplanten Baukörper. Die Schülerinnen und Schüler führen die Montage einer Vorsatzschale und eines Wandtrockenputzes durch. Dabei berücksichtigen sie die Vorschriften zur Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere sowie den Umgang mit Gefahrstoffen (Gesundheitsschutz, Umwelteinflüsse). Sie vermeiden Abfälle und führen Baustoffe, Bauhilfsstoffe sowie Verpackungsmaterialien einer umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung zu. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Qualität ihrer Arbeit, dokumentieren die Ergebnisse und vergleichen diese mit den vorgegebenen Parametern nach einschlägigen Regelwerken hinsichtlich Maßgenauigkeit, Oberflächenbeschaffenheit (Spachtelqualität) und ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Auswahl der Baustoffe und der Konstruktionen sowie den Herstellungsprozess, beurteilen die Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit der gesamten Konstruktion und diskutieren Optimierungsmöglichkeiten.

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Lernfeld 9
2. Ausbildungsjahr

Raumtrennwände mit besonderen Anforderungen herstellen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Trennwände mit besonderen Anforderungen auftragsbezogen nach wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag und die Anforderungen an den Schall- und Brandschutz von Trennwänden. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Eigenschaften und den Aufbau von Trennwänden mit erhöhten Anforderungen, tragende Metallleichtbauwände sowie umsetzbare Trennwandsysteme entsprechend der verschiedenen Einbaubereiche und Belastungssituationen. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung einer Trennwand einschließlich der Öffnungen (Türen, Fenster) nach den Vorgaben des Kundenauftrages und den sich daraus ergebenden Brand- und Schallschutzanforderungen. Sie treffen eine begründete Konstruktionsauswahl und wählen die Art und Dicke der Beplankung sowie Materialien für die Unterkonstruktion und die Dämmstoffeinlage mit Hilfe von Baustofftabellen aus. Bei der Planung berücksichtigen sie die Standfestigkeit der Wände und ordnen diese den unterschiedlichen Einbaubereichen zu. Zur Erfüllung der geltenden Bauvorschriften ergreifen sie konstruktive Maßnahmen (Beplankungsart und -dicke, Steghöhe der Profile, Profilabstände, Traversen). Sie ermitteln den Materialbedarf und die Materialkosten der gewählten Konstruktionen mit Hilfe von Produktinformationen und Technischen Datenblättern zu Baustoffen auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich für Konstruktionen und deren Anschlüsse an die angrenzenden Bauteile (gleitende Deckenanschlüsse, elastische Fassadenanschlüsse) sowie Dehnungsfugen und Wandverjüngungen und fertigen Detailzeichnungen der Anschlüsse an. Die Schülerinnen und Schüler führen die Montage der Raumtrennwände unter Berücksichtigung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen, der Ergonomie und der Arbeitssicherheit durch. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren und bewerten ihre Arbeitsergebnisse hinsichtlich Ausführung, ökonomischer sowie ökologischer Kriterien. Sie führen gemeinsam mit den Kunden die Abnahme durch und übergeben die Dokumentation. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Durchführung des Auftrags und benennen Optimierungsmöglichkeiten.

Arbeitsblatt zu LF 9 erstellen
Lernfeld 10
2. Ausbildungsjahr

Unterdecken und Deckenbekleidungen herstellen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Unterdecken und Deckenbekleidungen nach Kundenvorgaben zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler erfassen und analysieren die kundenspezifischen Vorgaben. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Arten, die Aufgaben und den Aufbau von geschlossenen Unterdecken und Deckenbekleidungen sowie Verkofferungen und Schürzen (Beplankungsmaterialien, niveaugleiche und nicht niveaugleiche Unterkonstruktionen aus Holz und Stahlblech). Sie analysieren bauphysikalische Anforderungen (Wärme-, Feuchte-, Schall- und Brandschutz) an die Konstruktion. Die Schülerinnen und Schüler planen die Ausführung der Deckenkonstruktion. Dazu ziehen sie aus den Anforderungen Rückschlüsse auf die Beplankungsmaterialien sowie die Unterkonstruktion. Sie leiten aus Produktparametern (Materialkennwerte, Beplankungsdicken) und auftretenden Kräften (Lastklassen) die Bemessung der Unterkonstruktion (systembezogene Achsabstände) ab. Entsprechend der vorhandenen tragenden Deckenkonstruktion wählen sie Befestigungsmittel und Abhängesysteme aus. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich unter Abwägung fertigungstechnischer, ökologischer und ökonomischer sowie gesundheitlicher Aspekte für eine Deckenkonstruktion. Sie erstellen technische Zeichnungen (konstruktive Details, Verlegepläne) sowie einen Arbeitsablaufplan (Montage der Unterkonstruktion, Beplankung, Verspachtelung) und eine Kalkulation, auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler montieren die Deckenkonstruktionen und Unterdecken unter Beachtung der Herstellervorgaben und der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen (Persönliche Schutzausrüstung, Einsatz von Leitern und Arbeitsgerüsten). Die Schülerinnen und Schüler prüfen unter Berücksichtigung des Qualitätsmanagements die Ausführung ihrer Arbeit (Maßhaltigkeit, Qualitätsstufen) und bereiten die Abnahme vor. Die Schülerinnen und Schüler übergeben die Deckenkonstruktion an die Kunden und reflektieren die Durchführung des Auftrages.

Arbeitsblatt zu LF 10 erstellen
Lernfeld 11
2. Ausbildungsjahr

Fußbodensysteme herstellen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Fußbodensysteme in Trockenbauweise zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag hinsichtlich der Funktionen des Fußbodensystems (Trockenestrich, Hohlraumboden, Doppelboden). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich, auch mit Hilfe digitaler Medien, über die Arten, die Aufgaben und den Aufbau von Fußbodenkonstruktionen. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung der auftragsspezifischen Fußbodenkonstruktion und die Integration von haustechnischen Installationen. Sie berücksichtigen entstehende Brand- und Schallübertragungswege (Luft-, Tritt- und Körperschall), den Feuchteschutz sowie Punkt- und Verkehrslasten. Dazu wählen sie die Baustoffe (Estrichelemente, Schüttungen) und Bauteile für die Unterkonstruktion (Stützfüße, Lagerhölzer, Schalungselemente) nach technischen Unterlagen aus. Sie planen die Ausführung von Stoß- und Anschlussfugen sowie von Abschottungen. Die Schülerinnen und Schüler zeichnen das Fußbodensystem (Details, Querschnitt), berechnen den Materialeinsatz, wählen Werkzeuge und Hilfsmittel und planen den Arbeitsablauf. Die Schülerinnen und Schüler errichten die Fußbodenkonstruktion. Dabei berücksichtigen sie die Vorschriften zur Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere, die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen sowie den Umgang mit Gefahrstoffen (Gesundheitsschutz, Umwelteinflüsse). Sie vermeiden Abfälle und führen Baustoffe, Bauhilfsstoffe sowie Verpackungsmaterialien einer umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung zu. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Qualität ihrer Arbeit, dokumentieren die Ergebnisse und vergleichen diese mit den vorgegebenen Parametern. Sie beurteilen die Fußbodenkonstruktionen hinsichtlich Schall- und Brandschutzeigenschaften, Maßgenauigkeit und Standfestigkeit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Auswahl der Baustoffe und der Konstruktionen sowie den Herstellungsprozess und diskutieren Optimierungs- und Rückbaumöglichkeiten.

Arbeitsblatt zu LF 11 erstellen
Lernfeld 12
3. Ausbildungsjahr

Feuchtebelastete Räume ausbauen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, feuchtebelastete Räume nach Kundenvorgaben zu planen und auszubauen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag hinsichtlich der geforderten Funktionen der Wände und beschreiben diese. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich, auch mit Hilfe digitaler Medien, über die Arten, die Aufgaben und den Aufbau von Installationswänden und -schächten sowie bauphysikalische Anforderungen (Brand-, Schall-, Feuchte- und Wärmeschutz) an die Konstruktion. Die Schülerinnen und Schüler planen unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit den Ausbau des Feuchtraumes. Zur Herstellung von Installationswänden und -schächten wählen sie die Dicht-, Sperr- und Beplankungsmaterialien sowie die Profilstärken aus. Die Schülerinnen und Schüler zeichnen die Konstruktion der Installationswände und -schächte (Skizzen, Ausführungszeichnungen im Längs- und Querschnitt sowie Detailzeichnungen), auch mit Hilfe digitaler Medien, unter Berücksichtigung der Anforderungen (Konsollasten, Installationsdurchführungen, Vor- und Inwandinstallationen, Revisionsklappen, Montageelemente). Sie ermitteln den Baustoffbedarf für das geplante Bauteil, wählen Werkzeuge und Hilfsmittel (Messwerkzeuge) nach technischen Unterlagen aus und planen den Arbeitsablauf. Die Schülerinnen und Schüler errichten Installationswände und -schächte. Dabei berücksichtigen sie die Vorschriften zur Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere, die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen sowie den Umgang mit Gefahrstoffen (Gesundheitsschutz, Umwelteinflüsse). Die Schülerinnen und Schüler vermeiden Abfälle und führen Baustoffe, Bauhilfsstoffe sowie Verpackungsmaterialien einer umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung zu. Sie übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Qualität ihrer Arbeit, dokumentieren die Ergebnisse und vergleichen diese mit den vorgegebenen Parametern. Sie beurteilen die Installationswände hinsichtlich Maßgenauigkeit, Standfestigkeit und Dichtigkeit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Auswahl der Baustoffe und der Konstruktionen sowie den Herstellungsprozess, beurteilen die Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit der gesamten Konstruktion und diskutieren Optimierungsmöglichkeiten.

Arbeitsblatt zu LF 12 erstellen
Lernfeld 13
3. Ausbildungsjahr

Sonderdecken einbauen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Sonderdecken nach Kundenvorgaben zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler erfassen und analysieren den Kundenauftrag hinsichtlich der Vorgaben zur Gestaltung und speziellen Funktion der Sonderdecke (Raster-, Paneel-, Lamellen-, Heiz-, Kühl-, Klima- und Hygienedecken, Akustikdecken, räumlich geformte Decken). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Arten, die Aufgaben und den konstruktiven Aufbau von Sonderdecken, deren Materialien und integrierbare Unterdeckensysteme (Elektro-, Heiz-, Kühl-, Klima-, Lüftungs-, Beleuchtungssysteme sowie vorgefertigte Bauteile) entsprechend der technischen und bauphysikalischen Anforderungen (Brand-, Schall-, Feuchte- und Wärmeschutz, Raumakustik), auch unter Zuhilfenahme digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler planen die von ihnen gewählte Sonderdecke entsprechend den Kundenvorgaben und unter Beachtung der auftragsspezifischen Anforderungen sowie fertigungstechnischer, ökologischer, ökonomischer und gestalterischer Aspekte. Bei der Auswahl der Unterkonstruktion (Verankerungselemente, Abhänger, Abhängesysteme) berücksichtigen sie den Deckenaufbau und die Decklage (Flächengewicht), den Einbau von Installationselementen sowie die baulichen Vorgaben. Die Schülerinnen und Schüler erstellen technische Zeichnungen (konstruktive Details, Schnitte, Verlegepläne mit Abhängepunkten) unter Beachtung gestalterischer Kriterien und der einzubauenden Installationen. Sie erstellen einen technologischen Ablaufplan für die Herstellung sowie eine Kalkulation (Materialeinsatz), auch computergestützt. Die Schülerinnen und Schüler führen die Montage der Sonderdecke unter Beachtung der Herstellerrichtlinien und der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen durch. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren und bewerten die Sonderdecke unter Berücksichtigung des Qualitätsmanagements und übergeben den Kunden ihre Arbeit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Durchführung des Auftrags und diskutieren Optimierungsmöglichkeiten.

Arbeitsblatt zu LF 13 erstellen
Lernfeld 14
3. Ausbildungsjahr

Dachgeschosse ausbauen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Dachgeschosse nach Kundenvorgaben zu planen und auszubauen. Die Schülerinnen und Schüler erfassen und analysieren die kundenspezifischen Vorgaben. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Arten, die Aufgaben und den Aufbau von Dächern (Dachkonstruktionen, Dachformen), die Dämmung und Bekleidung von Dachschrägen (Unter-, Zwischen-, Aufsparrendämmung), Drempeln und Kehlbalkenlagen sowie den Einbau von Abseitenwänden. Sie analysieren technische und bauphysikalische Anforderungen (Wärme-, Schall-, Brand-, Feuchteschutz) für die Konstruktion sowie Ursachen für Schäden an bestehenden Bauteilen und erkennen erhaltenswerte Bausubstanz. Die Schülerinnen und Schüler wählen entsprechend der Anforderungen die Materialien (Beplankung, Unterkonstruktionen, Dampfsperren und -bremsen, Dämmstoffe) aus und entscheiden sich nach Durchführung der Wärmeschutzberechnung und unter Abwägung fertigungstechnischer, ökologischer und ökonomischer sowie gesundheitlicher Aspekte für einen Konstruktionsaufbau. Die Schülerinnen und Schüler planen die Ausführung des gewählten Dachaufbaus einschließlich Durchdringungen und Anschlüsse an Giebelwände, Dachfensterlaibungen sowie angrenzender Bauteile. Dazu zeichnen sie konstruktive Details (Anschluss Abseitenwand -Dachschräge, Anschluss Kehlbalkenlage - Dachschräge), erstellen einen Arbeitsablaufplan und ermitteln den Materialbedarf, auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler führen den Ausbau des Daches unter Beachtung der bauphysikalischen Anforderungen (Wind-, Luftdichtigkeit, Konvektion, Diffusion) aus. Dabei beachten sie den Umgang mit Gefahrstoffen (Gesundheitsschutz, Umwelteinflüsse), vermeiden Abfälle und führen Baustoffe, Bauhilfsstoffe sowie Verpackungsmaterialien einer umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung zu. Die Schülerinnen und Schüler prüfen unter Berücksichtigung des Qualitätsmanagements die Ausführung des ausgebauten Daches (Maßhaltigkeit, Qualitätsstufen) und übergeben ihre Arbeit an die Kunden. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Auswahl der Baustoffe und der Konstruktionen sowie den Herstellungsprozess, beurteilen die Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit (Rückbau- und Recyclingmöglichkeiten) der gesamten Konstruktionen und diskutieren Optimierungsmöglichkeiten.

Arbeitsblatt zu LF 14 erstellen
Lernfeld 15
3. Ausbildungsjahr

Konstruktionen mit besonderen Anforderungen herstellen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Konstruktionen mit besonderen Anforderungen in Labor- und Röntgenräumen sowie Bekleidungen von Stützen und Trägern nach Kundenvorgaben zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag hinsichtlich der geforderten Funktionen der Konstruktionen (Strahlen- und Brandschutzkonstruktionen) und beschreiben diese. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich, auch mit Hilfe digitaler Medien, über die Arten, Aufgaben und den Aufbau der auftragsspezifischen Wand-, Decken- und Fußbodenkonstruktionen sowie Stützen- und Trägerbekleidungen. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung von Konstruktionen mit besonderen Anforderungen, die Installation von luft- und elektrotechnischen Anlagen, Kabelkanälen sowie die Montage von Einbauelementen (Türen, Brandschutzverglasungen) und deren Anschlüsse. Dazu wählen sie die Baustoffe (Beplankungsmaterialien), die Ausführung der Stoß- und Anschlussfugen sowie mögliche Abschottungen und Ummantelungen (Brand- und Strahlenschutz) aus. Die Schülerinnen und Schüler ermitteln den Baustoffbedarf für das geplante Bauteil. Sie planen und zeichnen die Sonderkonstruktion (Skizzen, Detailzeichnungen), auch mit Hilfe digitaler Medien, unter Berücksichtigung der Anforderungen (Strahlenschutz, Brandschutz), wählen Werkzeuge und Hilfsmittel (Messwerkzeuge) nach technischen Unterlagen aus und planen den Arbeitsablauf. Die Schülerinnen und Schüler errichten und montieren die Konstruktionen mit besonderen Anforderungen. Dabei berücksichtigen sie die Vorschriften zur Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere, die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen sowie den Umgang mit Gefahrstoffen (Gesundheitsschutz, Umwelteinflüsse). Sie vermeiden Abfälle, führen Baustoffe, Bauhilfsstoffe sowie Verpackungsmaterialien einer umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung zu und übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Qualität ihrer Arbeit, dokumentieren die Ergebnisse und vergleichen diese mit den vorgegebenen Parametern. Sie beurteilen die Sonderkonstruktionen hinsichtlich Strahlen- oder Brandschutzeigenschaften, Maßgenauigkeit, Standfestigkeit und Dichtigkeit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Auswahl der Baustoffe und der Konstruktionen sowie den Herstellungsprozess, beurteilen die Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit der gesamten Konstruktion und diskutieren Optimierungsmöglichkeiten.

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