Berufsschule & Duale Ausbildung

Arbeitsblätter & Unterrichtsmaterial für Verfahrenstechnologe Mühlen- und Getreidewirtschaft

Erstellen Sie mit KI handlungsorientierte Arbeitsblätter, Infotexte und Lösungsbögen – exakt abgestimmt auf die 17 Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplans.

Rahmenlehrplan
17 Lernfelder
Regeldauer
36 Monate
Zuständigkeit
Hw, IH
Lehrplankonform
KMK & BIBB

Lernfelder für Verfahrenstechnologe Mühlen- und Getreidewirtschaft im Überblick

Wählen Sie ein Lernfeld aus, um direkt ein passgenaues Arbeitsblatt inklusive Fachinfotext und Lösungen zu generieren.

Lernfeld 1
1. Ausbildungsjahr

Beruf und Betrieb präsentieren

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, das Unternehmen, die betrieblichen Abläufe und ihre Tätigkeitsbereiche zu präsentieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Bedeutung der Berufsausbildung im Gesamtkontext der Mühlen- und Getreidewirtschaft (Agrarlager, Futtermittelwerke, Mühlen). Zu diesem Zweck verschaffen sie sich einen Überblick über die Zusammenarbeit ihres Betriebes mit Behörden (Lebens- und Futtermittelüberwachung, Pflanzenschutz) und weiteren Marktteilnehmern. Sie informieren sich über die Bestimmungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes (Unfallverhütungsvorschriften, Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen, Explosionsschutzvorschriften). Die Schülerinnen und Schüler machen sich über Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit (Lebensmittel- und Futtermittelgesetz, Lebensmittel- und Personalhygienevorschriften, Infektionsschutzgesetz) und Standards zum Qualitätsmanagement kundig. Die Schülerinnen und Schüler ermitteln ihre Tätigkeiten im Betrieb und erstellen Präsentationen zum betrieblichen Aufbau, den Abläufen, den Produkten und Serviceleistungen der Unternehmen. Dabei entwickeln sie Kriterien zur Bewertung der Präsentationen. Sie präsentieren die Ergebnisse und diskutieren die Bedeutung der Berufsausbildung, des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, der Lebensmittelsicherheit, des Marktumfeldes sowie des Umweltschutzes in der Mühlen- und Getreidewirtschaft. Sie berücksichtigen gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Anforderungen an ihre berufliche Tätigkeit und leiten daraus Wertvorstellungen ab. Dabei reflektieren sie Kommunikations- und Konfliktsituationen und suchen nach Lösungen.

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Lernfeld 2
1. Ausbildungsjahr

Rohstoffe beurteilen

Zeitrichtwert: 100 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Rohstoffe zu untersuchen und ihre Qualität zu bewerten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, Rohstoffe nach vorgeschriebenen Kriterien zu bewerten und über die Annahme zu entscheiden. Sie verschaffen sich einen Überblick über die verschiedenen Rohstoffe (Herkunft, Anbau, Wachstum, Inhaltsstoffe, Eigenschaften, Verwendung) und deren Qualitätsparametern. Die Schülerinnen und Schüler planen den Ablauf der Probenahme und der durchzuführenden Analysen. Dazu machen sie sich unter Verwendung von Bedienungsanleitungen mit Analysengeräten und Methoden vertraut, auch in einer fremden Sprache. Sie nehmen eine Probe des Rohstoffes (Probenahmepläne, Probenahmegeräte, Probenteilung, Musterbehälter, Rückstellmuster), ermitteln das Gewicht und kontrollieren die Warenbegleitpapiere (Lieferschein, Vorfrachten).Die Schülerinnen und Schüler führen produktspezifische Untersuchungen (Sensorik, Besatzbestimmung, Hektolitergewicht, Wassergehalt, Proteingehalt, Weender Analyse, Fallzahl, Klebergehalt, Sedimentationswert, Mykotoxine) zur Qualitätsermittlung durch. Sie dokumentieren die Ergebnisse und vergleichen diese mit den Qualitätsanforderungen. Sie beurteilen die Untersuchungsergebnisse und entscheiden über die Annahme und weitere Verwendung der Rohstoffe (Qualitätsgruppen, Futtermittel, Lebensmittel). Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die durchgeführten Laboruntersuchungen hinsichtlich möglicher Fehlerquellen und vergleichen die verschiedenen Untersuchungsmethoden zur Rohstoffbeurteilung.

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Lernfeld 3
1. Ausbildungsjahr

Rohstoffe lagern

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Lagerarten auszuwählen, Rohstoffe werterhaltend zu lagern und Lager zu überwachen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag der Rohstofflagerung unter Berücksichtigung von Lagerorganisation und Rohstoffqualität. Sie informieren sich über Ursachen des Verderbs und Maßnahmen der Gesunderhaltung. Sie verschaffen sich einen Überblick über verschiedene Lagerarten (Flachlager, Silolager, Lager für Sackware) und erfassen den Zusammenhang zwischen Qualitätsmerkmalen und Lagerzuordnung. Die Schülerinnen und Schüler planen Zellenbelegung, Förderwege (Schieber, Klappkästen, Rohrweichen, Transportelemente) und Lagerausrüstung (Füllstandsmessung, Temperaturmessung). Dazu berechnen sie Volumen und Füllmengen von Lagerstätten (Schüttdichte, Masse). Sie lagern Rohstoffe ein, um und aus. Dazu bereiten sie die Lager vor und berücksichtigen den Arbeits- und Gesundheitsschutz. Sie stellen die Werterhaltung (Belüftung, Kühlung, Trocknung) der Rohstoffe sicher. Die Schülerinnen und Schüler überwachen das Lager (Temperatur, Schädlingsbefall, Bestand), dokumentieren die Ergebnisse und ergreifen bei Verderbsrisiken Maßnahmen zur Abwehr. Dabei berücksichtigen sie rechtliche Vorschriften. Sie nehmen verpackte Waren (Zusatz- und Hilfsstoffe, Verpackungsmaterial) an, kontrollieren die Waren (Vollständigkeit, Unversehrtheit, Warenbegleitpapiere) und lagern sie ein. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Lagerhaltung. Sie begründen die Optimierung der organisatorischen und technischen Abläufe gegenüber dem Team.

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Lernfeld 4
1. Ausbildungsjahr

Rohstoffe und Mühlenprodukte fördern und dosieren

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Rohstoffe und Mühlenprodukte mit mechanischen und pneumatischen Fördersystemen zu fördern und zu dosieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag der Förderung und Dosierung von Rohstoffen und Mühlenprodukten unter Beachtung der Produkteigenschaften. Dazu informieren sie sich über die Möglichkeiten der mechanischen und pneumatischen Produktförderung (Trog- und Rohrschneckenförderer, Trogkettenförderer, Gurtbecherwerke, Bandförderer, Druck- und Saugpneumatik). Sie machen sich über die Möglichkeiten der gravimetrischen und volumetrischen Dosierung sowie Gewichtsbestimmung von Schüttgütern (Zellaustragsysteme, Dosierschieber, Mess- und Mischapparate, Differentialdosierwaagen, Soll- und Ist-Gewichtswaagen) kundig. Sie planen die Förderung der Rohstoffe und Mühlenprodukte. Dabei berücksichtigen sie Umweltschutz, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Explosionsschutz (Aspiration, Filter) und Energieeffizienz. Sie fertigen Skizzen der Fördereinrichtungen an. Die Schülerinnen und Schüler fördern, dosieren und wiegen Rohstoffe und Mühlenprodukte. Sie bereiten die Förderelemente vor und stellen die Förderwege ein. Zu diesem Zweck berechnen sie die Durchsatzleistung und den Zeitbedarf eines Förderauftrages. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren die Auftragsdurchführung und die Arbeitsergebnisse. Sie bewerten und optimieren die Arbeitsabläufe im Hinblick auf die Planungsvorgaben.

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Lernfeld 5
2. Ausbildungsjahr

Rohstoffe reinigen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Rohstoffe für die Weiterverarbeitung durch Entfernung unerwünschter Bestandteile zu reinigen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag der Rohstoffreinigung unter Beachtung des Maschineneinsatzes und der Anforderungen an das Reinigungsergebnis. Sie informieren sich über Aufbau und Wirkungsweise verschiedener Maschinen für die Rohstoffreinigung (Trommelsieb, Getreidevorreiniger, Kreissieb, Magnet, Steinausleser, Trieur, Farbausleser, Kombireiniger, Tischausleser, Leichtkornausleser). Die Schülerinnen und Schüler planen den Maschineneinsatz in Abhängigkeit von Rohstoff und Besatz. Zu diesem Zweck erstellen sie Maschinenskizzen und Reinigungsdiagramme, berechnen Durchsatzleistung, Reinigungsverlust, Preisabschlag und Energieverbrauch. Sie führen die Rohstoffreinigung durch, kontrollieren den Vorgang und nehmen Korrekturen vor. Dabei berücksichtigen sie Aspekte der Arbeitssicherheit. Sie trennen Reinigungsabfälle nach ihrer Verwertbarkeit und stellen sicher, dass der nicht verwertbare Anteil entsorgt wird. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Wirksamkeit der Reinigungsarbeit in Abhängigkeit von der Maschinenauslastung. Sie dokumentieren die Ergebnisse und diskutieren sie mit dem Ziel der Reinigungsoptimierung. Dabei berücksichtigen sie Aspekte der Wirtschaftlichkeit und Lebensmittelsicherheit.

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Lernfeld 6
2. Ausbildungsjahr

Rohstoffe und Mühlenprodukte für die Verarbeitung vorbereiten

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, die Vorbereitung von Rohstoffen und Mühlenprodukten für die Verarbeitung durchzuführen und zu kontrollieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag zur Vorbereitung (Mischen, Konditionieren, Oberflächenreinigung) und Kontrolle von Rohstoffen und Mühlenprodukten für die Herstellung von Mahlerzeugnissen, Futtermitteln und Spezialerzeugnissen. Sie informieren sich über die Verfahren zur Herstellung von Mischungen, zur Konditionierung (Netzapparate, Abstehzellen, Konditionierer) sowie zur Oberflächenreinigung (Scheuern, Peelen, Schleifen). Sie berücksichtigen dabei den Aufbau und die Funktionsweise von Geräten, Maschinen und Produktionsanlagen. Die Schülerinnen und Schüler planen produktspezifische Arbeitsschritte und Verfahren zur Vorbereitung und Kontrolle der Rohstoffverarbeitung. Sie nutzen Betriebsanleitungen, auch in einer Fremdsprache, erstellen Diagramme und stellen prozessspezifische Berechnungen (Mischungen, Flüssigkeitszugaben, Durchsatzleistungen, Abstehzeiten) an. Sie führen produktspezifische Verfahren zur Mischung, Konditionierung und Oberflächenreinigung durch. Bei allen Schritten berücksichtigen sie den Arbeitsschutz und die Lebensmittelsicherheit. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Ergebnisse des Mischvorganges, der Konditionierung und der Oberflächenreinigung sensorisch und analytisch (Mischgenauigkeit, Feuchtigkeitsgehalt, Mykotoxine). Sie vergleichen die ermittelten Ergebnisse mit den Zielvorgaben und nehmen Korrekturmaßnahmen an den Prozessparametern vor. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren die Ergebnisse und die eingeleiteten Maßnahmen auch mit Hilfe von Informations- und Kommunikationssystemen. Sie reflektieren die durchgeführten Mischungs-, Konditionierungs- und Reinigungsprozesse hinsichtlich Produktionszielen, Lebensmittelhygiene, Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz. Sie präsentieren ihre Ergebnisse und diskutieren Möglichkeiten der Optimierung.

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Lernfeld 7
2. Ausbildungsjahr

Geräte, Maschinen und Anlagen reinigen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Geräte, Maschinen, Anlagen zu reinigen und die Futter- und Lebensmittelhygiene sicherzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Reinigungsauftrag unter Berücksichtigung der Gefahr eines Schädlingsbefalls und der Kontamination mit Fremdstoffen für die Futter- und Lebensmittelsicherheit. Sie informieren sich über verschiedene Kontaminationen mit Schädlingen (Insekten, Nager, Vögel) sowie Fremdstoffen (Produktreste, Fremdkörper, Verunreinigungen) und erfassen die Ursachen für deren Auftreten. Die Schülerinnen und Schüler entwerfen ein Konzept für die Reinigung der Geräte, Maschinen und Anlagen, um die Betriebshygiene sicherzustellen. Dazu erstellen sie Formulare zur Dokumentation der Reinigungsarbeiten. Sie reinigen Geräte, Maschinen und Anlagen und kontrollieren sie systematisch auf Schädlingsbefall (Insekten- und Nagermonitoring) und Fremdstoffe. Bei Schädlingsbefall leiten sie Bekämpfungsmaßnahmen ein. Dabei berücksichtigen sie die Vorschriften zum Arbeits-, Gesundheits-, Tier- und Umweltschutz. Sie dokumentieren die durchgeführten Tätigkeiten. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Wirksamkeit des Hygienekonzeptes und erörtern eine Optimierung der Reinigungspläne und Monitoringmaßnahmen.

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Lernfeld 8
2. Ausbildungsjahr

Geräte, Maschinen und Anlagen instand halten

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Geräte, Maschinen und technische Anlagen im Agrarlager und in Mühlen zu inspizieren, zu warten, instandzusetzen und zu verbessern. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag der Instandhaltung (Inspektion, Wartung, Instandsetzung, Verbesserung) von technischen Anlagen im Agrarlager und in Mühlen. Sie informieren sich über Einflussfaktoren auf die Betriebsbereitschaft von Geräten, Maschinen und Anlagen. Zu diesem Zweck nutzen sie technische Unterlagen (Betriebs- und Bedienungsanleitungen, Wartungspläne), auch in einer fremden Sprache. Die Schülerinnen und Schüler planen die für die Instandhaltung erforderlichen Maßnahmen und Arbeitsmittel (Schmierstoffe, Ersatzteile, Werkzeuge) unter Berücksichtigung von Verschleißerscheinungen und Verschleißursachen. Dabei beachten sie die Produkt- und Anlagenverfügbarkeit sowie die Wirtschaftlichkeit. Sie führen die Inspektions-, Wartungs-, Instandsetzungs- und Verbesserungsarbeiten an Geräten, Maschinen und technischen Anlagen unter Beachtung der Vorschriften zum Arbeits- und Umweltschutz (Unfallverhütungs-, Entsorgungsvorschriften) durch. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren die Instandhaltungsmaßnahmen. Sie nehmen die Geräte, Maschinen und Anlagen wieder in Betrieb und stellen deren Funktionsfähigkeit sicher. Dabei berücksichtigen sie besonders die Wirksamkeit der Sicherheitseinrichtungen. Sie reflektieren den Zusammenhang zwischen Maßnahmen zur Instandhaltung, Produktsicherheit, Geräte-, Maschinen- und Anlagenverfügbarkeit sowie Betriebssicherheit im Rahmen der Qualitätssicherung. Sie entwickeln Maßnahmen zur Vermeidung und Behebung von Störungen und Verschleiß.

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Lernfeld 9
3. Ausbildungsjahr

Mahlerzeugnisse herstellen

Zeitrichtwert: 100 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Mahlerzeugnissen herzustellen und Prozessabläufe zu steuern. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, Mahlerzeugnisse in Abhängigkeit von Produktionszielen (Mehlausbeute, Mehltypen) und Qualitätsparametern (Granulation, Feuchtigkeitsgehalt, Proteingehalt, Klebergehalt, Enzymaktivität, Wasseraufnahme, Stärkeverkleisterung, Backfähigkeit) herzustellen. Sie informieren sich über Maschinen, Anlagen und Vermahlungssysteme (Walzenstuhl, Zahnscheibenmühle, Plansichter, Grießputzmaschinen, Trommel- und Prallauflöser). Dabei nutzen sie Bedienungsanleitungen und technische Zeichnungen, auch in einer fremden Sprache. Die Schülerinnen und Schüler planen den Einsatz der für die Zerkleinerungs- und Sichtprozesse einzusetzenden Maschinen und technischen Anlagen. Sie erstellen Vermahlungsdiagramme sowie Sichterbelegungsschemata und berechnen die Auslegung von Maschinen und Anlagen (Walzenlängen, Sichtflächen). Sie führen die Vermahlung durch und steuern den Vermahlungsprozess. Dabei beachten sie die Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Schülerinnen und Schüler mischen, behandeln, lagern und verpacken die Mahlerzeugnisse unter Beachtung der lebensmittelrechtlichen Vorgaben und der Kundenspezifikationen. Sie begleiten den Herstellungsprozess sensorisch sowie analytisch (Siebanalyse, Pekarprobe, Mineralstoffgehalt, Feuchtigkeitsgehalt, Feuchtklebergehalt, Fallzahl, Farinogramm, Extensogramm, Amylogramm) und führen mühlenspezifische Backversuche durch. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren die Analysenergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren und bewerten die Mahlergebnisse unter Berücksichtigung des Verwendungszwecks. Sie diskutieren Produkt- und Verfahrensoptimierungen und berücksichtigen Wirtschaftlichkeit sowie Energieeffizienz.

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Lernfeld 10
3. Ausbildungsjahr

Futtermittel herstellen

Zeitrichtwert: 100 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Futtermittel herzustellen und Prozessabläufe zu steuern. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag Futtermittel (Einzelfuttermittel, Mischfuttermittel) in Abhängigkeit von Rohstoffverfügbarkeit, Produktqualität, Kundenwünschen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten herzustellen. Sie informieren sich über Maschinen, Anlagen und Produktionssysteme zur Herstellung von Mischfutter. Dabei berücksichtigen die Schülerinnen und Schüler Vorgaben des Lebens- und Futtermittelrechts (Futtermittelarten, Grenzwerte, Zusatzstoffe, verbotene und unerwünschte Stoffe). Sie ermitteln die zur Verfügung stehenden Einzelfuttermittel. Die Schülerinnen und Schüler entwerfen ein Verarbeitungsdiagramm unter Berücksichtigung des Energieverbrauchs und bereiten die notwendigen Maschinen (Siebe, Hammermühle, Konditionierer, Mischer, Presse, Kühler) für die Herstellung des Futtermittels vor. Dabei beachten sie besonders den Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Schülerinnen und Schüler stellen das Futtermittel nach den Qualitätsvorgaben her, steuern den Herstellungsprozess und überprüfen die Produktqualität (Weender Analyse, Pelletfestigkeit, Abrieb). Sie optimieren das Produkt nach Kundenspezifikation (Rinder-, Schweine-, Geflügelfutter), protokollieren die Ergebnisse und stellen die Rückverfolgbarkeit durch ein Rückstellmuster sicher. Die Schülerinnen und Schüler verladen und verpacken die Futtermittel. Dafür erstellen sie Warenbegleitpapiere (Produktbezeichnung, Inhaltsstoffdeklaration, Mindesthaltbarkeit). Sie beurteilen den Herstellungsprozess (Energieverbrauch, Produktqualität) und diskutieren Verbesserungspotenziale.

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Lernfeld 11
3. Ausbildungsjahr

Spezialerzeugnisse herstellen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Schälerzeugnissen und Extrudate herzustellen und Prozessabläufe zu steuern. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, Schälerzeugnisse und Extrudate in Abhängigkeit von Produktionszielen (Ausbeute, Energieverbrauch) und Qualitätsparametern (Schüttgewicht, Formgebung) herzustellen. Sie informieren sich über die Verfahren zur Herstellung von Schälerzeugnissen (Schälen, Sortieren, Darren, Schneiden, Dämpfen, Flockieren, Kühlen) und Extrudaten (Vorbereitung, Extrusion) in Abhängigkeit von verfahrenstechnischen Grundlagen. Sie erschließen sich die Funktionsweise der dazu verwendeten Maschinen und Anlagen. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung von Schälerzeugnissen und Extrudaten. Dazu erstellen sie Diagramme unter Berücksichtigung der Produktführung, auch unter Verwendung von Informations- und Kommunikationssystemen. Die Schülerinnen und Schüler bereiten die erforderlichen Maschinen und Produktionsanlagen vor. Sie stellen Spezialerzeugnisse her und steuern den Herstellungsprozess. Zu diesem Zweck schälen sie Spelzgetreide, sortieren die Produkte und erzeugen Schälerzeugnisse (Flocken, Grütze, Graupen). Die Schülerinnen und Schüler wählen Rohstoffe aus (Feuchtigkeit, Granulation) und extrudieren diese. Sie begleiten die Herstellungsprozesse sensorisch und analytisch (Flockendicke, Peroxidasetest, Schüttdichte, Formgebung). Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Prozessergebnisse und diskutieren Produkt- und Verfahrensoptimierungen unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz.

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Lernfeld 9
3. Ausbildungsjahr

Rohstoffpartien gesund erhalten

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Rohstoffpartien zu belüften, zu kühlen und zu trocknen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, Rohstoffpartien unter Berücksichtigung von Qualitätsparametern werterhaltend zu lagern und damit die Gesunderhaltung sicher zu stellen. Sie informieren sich über die Verderbsursachen (Eigenatmung, Mikroorganismen, Schadinsekten) von Rohstoffpartien (Getreide, Ölsaaten, Leguminosen) und die Möglichkeiten, den Verderb zu verhindern (Belüftung, Kühlung, Trocknung). Die Schülerinnen und Schüler planen die Arbeitsabläufe zur Gesunderhaltung unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen (Rohstofffeuchte, Temperatur, relative Luftfeuchte, Lagerart). Sie belüften, kühlen und trocknen Rohstoffpartien. Dazu wählen sie Anlagen (Belüftungssysteme, Kühlgeräte, Trockner) aus und erstellen bei Flachlagerung einen Kanalverlegplan. Sie stellen Berechnungen (Luftmenge, Wärmemenge) an und schätzen die Strömungswiderstände ab. Bei der Trocknung berücksichtigen sie die maximale thermische Belastbarkeit der Rohstoffe. Die Schülerinnen und Schüler führen die Langzeitlagerung der Rohstoffe durch und erarbeiten Überwachungspläne. Dabei überwachen sie die Lagertemperatur und den Schädlingsbefall. Sie dokumentieren alle Maßnahmen zur Gesunderhaltung und Langzeitlagerung und leiten bei Abweichungen Maßnahmen ein. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Maßnahmen zur Gesunderhaltung, präsentieren ihre Ergebnisse und diskutieren Optimierungsmöglichkeiten hinsichtlich der angewandten Verfahren. Dabei berücksichtigen sie Gesichtspunkte der Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz.

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Lernfeld 10
3. Ausbildungsjahr

Schädlinge bekämpfen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Maßnahmen zur Schädlingsabwehr und Bekämpfung zu ergreifen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, Qualitätsminderungen durch Schädlingsbefall im Agrarlager zu verhindern und verschaffen sich einen Überblick über Ursachen und Auswirkungen (Qualitätseinbußen, Gesundheitsrisiken, wirtschaftliche Verluste) eines Befalls. Die Schülerinnen und Schüler konzipieren Pläne für den Vorratsschutz im Agrarlager (Bauprävention, Reinigungspläne, Schädlingsmonitoring, Schädlingsbekämpfung). Dabei berücksichtigen sie rechtliche Vorschriften (Lebens- und Futtermittelrecht, Lebensmittelhygiene, Pflanzenschutz, Biozidrecht, Tierschutz, Umweltschutz, Arbeits- und Gesundheitsschutz.). Sie überwachen die Befallsituation mit Schädlingen. Für Insekten (Käfer, Milben, Motten) und Schadnager führen sie ein Monitoring (Fallen, akustischer Nachweis, Pheromone, Köder) durch. Die Schülerinnen und Schüler ergreifen Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung (biologische, physikalische, chemische Verfahren) und treffen Schutzvorkehrungen. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren die Ergebnisse des Monitorings und Verfahren der Schädlingsbekämpfung (Lagepläne, Statusberichte, Aktionsberichte, Sicherheitsdatenblätter). Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Wirksamkeit der Maßnahmen und diskutieren organisatorische und technische Möglichkeiten zur Optimierung der Schädlingsbekämpfung.

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Lernfeld 11
3. Ausbildungsjahr

Düngemittel lagern, mischen und abgeben

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Düngemittel zu lagern, nach Kundenanforderungen zu mischen und abzugeben. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, Düngemittel unter Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen anzunehmen, zu lagern, auf Kundenwunsch zu mischen und abzugeben. Sie informieren sich über Düngemittel, ihre Zusammensetzung und Anwendung. Dabei machen sie sich über die betrieblichen und rechtlichen Vorgaben für die Lagerung, Mischung und Abgabe kundig. Die Schülerinnen und Schüler planen die Annahme, Lagerung, Mischung und Auslagerung der Düngemittel. Dazu erstellen sie Lagerpläne, bereiten die Lagereinrichtungen für die Aufnahme der Düngemittel vor und berücksichtigen den Arbeits- und Umweltschutz. Die Schülerinnen und Schüler nehmen die Düngemittel an, lagern sie ein und stellen Düngemittelmischungen nach Kundenwunsch her. Sie berechnen Mischungsverhältnisse. Sie geben Düngemittel aus und dokumentieren die Ausgabe nach rechtlichen Vorgaben (Düngemittelart, Menge, Empfänger). Die Schülerinnen und Schüler überprüfen den aktuellen Lagerbestand und dokumentieren die Lagerüberwachung. Sie reinigen die Förder- und Lagereinrichtungen und entsorgen die Reinigungsrückstände. Sie beurteilen die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen zur Lagerhaltung der Düngemittel. Sie vergegenwärtigen sich der Folgen fehlerhafter Lagerung (Düngerqualität, Umweltschutz, Betriebssicherheit, Arbeitsschutz).

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Lernfeld 12
3. Ausbildungsjahr

Pflanzenschutzmittel lagern, anwenden und abgeben

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Pflanzenschutzmittel unter Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen zu lagern, anzuwenden und an den Kunden abzugeben. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag der Lagerung, Anwendung, Beratung und Ausgabe von Pflanzenschutzmitteln unter Berücksichtigung der rechtlichen Bestimmungen zur Pflanzenschutzsachkunde. Sie informieren sich über Schadorganismen und Schadensursachen bei Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen, Eigenschaften von Pflanzenschutzmitteln und Verfahren der Anwendung sowie den integrierten Pflanzenschutz. Dabei verschaffen sich die Schülerinnen und Schüler einen Überblick über gesetzliche Bestimmungen für deren Lagerung, Anwendung und Abgabe. Die Schülerinnen und Schüler planen die Lagerung (Lagerraumskizze, Arbeits- und Umweltschutz), die Anwendung von Pflanzenschutzgeräten, die Beratung der Kunden und die Ausgabe der verschiedenen Pflanzenschutzmittel. Sie lagern die Pflanzenschutzmittel ein, ordnen die Mittel dabei nach Wirkstoffgruppen und dokumentieren den Bestand. Die Schülerinnen und Schüler verwenden, reinigen und warten Pflanzenschutzgeräte. Bei der Nutzung von Pflanzenschutzgeräten beachten Sie den Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz. Im Rahmen der Abgabe der Pflanzenschutzmittel führen sie ein Beratungsgespräch über die bestimmungsgemäße Anwendung der Pflanzenschutzmittel und informieren dabei über Risiken der Pflanzenschutzmittel für Mensch, Tier und Natur. Sie geben die Pflanzenschutzmittel aus und dokumentieren die Abgabe (Menge, Kunde, Restbestand). Die Schülerinnen und Schüler begründen die Maßnahmen zur Lagerung, Anwendung und Abgabe von Pflanzenschutzmitteln und diskutieren Verbesserungspotenziale.

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Lernfeld 13
3. Ausbildungsjahr

Braugetreide, Mais, Ölsaaten und Leguminosen beurteilen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Eigenschaften von Braugetreide, Mais, Ölsaaten und Leguminosen zu untersuchen und ihre Qualität zu bewerten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, Braugetreide, Mais, Ölsaaten und Leguminosen unter Berücksichtigung von Kundenanforderungen zu prüfen und zu beurteilen. Sie informieren sich über Braugetreide, Mais, Ölsaaten und Leguminosen (Botanik, Anbau, Inhaltsstoffe) und die weitere Verwendung in der Lebensmittel- und Futtermittelindustrie. Die Schülerinnen und Schüler wählen die Untersuchungsmethode (chemisch, physikalisch, mikrobiologisch, sensorisch) aus und machen sich mit der Analysetechnik vertraut. Sie setzen Arbeitsanweisungen und Standardmethoden um, wählen Kriterien sowie Vorgehensweisen für die Probenahme, die Erstellung von Rückstellmustern und die Durchführung der Untersuchungen aus. Sie führen die Probenahme durch, erstellen Rückstellmuster und untersuchen Braugetreide, Mais, Ölsaaten und Leguminosen. Sie beachten dabei die Vorschriften des Arbeits- und Umweltschutzes. Sie führen Berechnungen durch (prozentuale Anteile, Feuchtekorrekturen, Dimensionsumrechnungen) und dokumentieren die Ergebnisse der Untersuchungen auch mit Hilfe von Informations- und Kommunikationssystemen. Die Schülerinnen und Schülern vergleichen die Untersuchungsergebnisse mit den betriebsspezifischen Vorgabewerten und treffen Entscheidungen über die Eignung der untersuchten Rohstoffe zur Vermarktung unter technologischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekten. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren die Laborergebnisse und die Durchführung der Untersuchungen. Sie diskutieren die Folgen fehlerhafter Untersuchungen, deren Ursachen und begründen die Verfahrensauswahl.

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Lernfeld 14
3. Ausbildungsjahr

Saatgut bearbeiten und lagern

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Saatgut zu bearbeiten und werterhaltend zu lagern. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, Rohstoffpartien zu reinigen, zu beizen und werterhaltend zu lagern. Sie verschaffen sich einen Überblick über Zucht und Vermehrung von Saatgut und informieren sich über die Qualitätsstandards (Keimfähigkeit, Sortenreinheit). Im Hinblick auf die Beizung und Lagerung machen sie sich über die Vorschriften des Pflanzenschutzmittelrechts und des Gesundheits-, Arbeits- sowie Umweltschutzes kundig. Die Schülerinnen und Schüler planen die Bearbeitung der Rohstoffe (Reinigung, Beizung). Dazu wählen sie Reinigungsmaschinen, Beizmittel und Beizgeräte aus und erstellen ein Reinigungsdiagramm. Sie berechnen Dosierungsmengen und Durchsatzleistungen. Sie untersuchen den Rohstoff (Feuchte, Schüttdichte, Größensortierung, Keimfähigkeit) im Labor. Die Schülerinnen und Schüler reinigen den Rohstoff und steuern den Prozess. Sie beizen das Saatgut (chemische Beizung, physikalische Beizung), verpacken das gebeizte Saatgut (Sackware, Bigbags), deklarieren die Ware und lagern sie werterhaltend. Sie dokumentieren die durchgeführten Arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler begründen die durchgeführten Maßnahmen zur Reinigung, Beizung und Lagerung. Sie diskutieren Fehler (fehlende Sortenreinheit, fehlerhafte Beizung, Überlagerung) und schlagen Optimierungen vor.

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