Arbeitsblätter & Unterrichtsmaterial für Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen
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Lernfelder für Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen im Überblick
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Am Arbeitsplatz sicher arbeiten
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, an ihrem Arbeitsplatz sicher zu arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit ihrem Arbeitsplatz vertraut. Sie machen sich über potenzielle chemische, biologische und physikalische Gefahren für sich und andere kundig. Sie nehmen sowohl ihre eigenen als auch fremde Interessen der Sicherheit am Arbeitsplatz wahr und tauschen sich über ihre Erfahrungen aus. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich durch Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsanweisungen über die notwendigen Schutz- und Hygienemaßnahmen, Sicherheitsvorkehrungen am Arbeitsplatz (Persönliche Schutzausrüstung, arbeitsmedizinische Vorsorge) sowie die Gefahren des elektrischen Stroms. Dafür nutzen sie auch digitale Medien sowie fremdsprachige Informationsangebote und gestalten ihre Lernumgebung mit. Sie ermitteln Schutzmaßnahmen und berücksichtigen dabei die rechtlichen Grundlagen sowie die Regeln der Technik. Sie nutzen Sicherheitsdatenblätter (Gefahrenpiktogramme, Gefahren- und Sicherheitshinweise, Sicherheitszeichen). Die Schülerinnen und Schüler planen ihre Schutz- und Hygienemaßnahmen am Arbeitsplatz im Team. Sie beachten die Unfallverhütungsvorschriften und die Sicherheitsregeln. Sie entscheiden sich für eine Vorgehensweise zur Umsetzung der Maßnahmen (Maßnahmenhierarchie), treffen Absprachen und übernehmen Verantwortung für sich und den Teamprozess. Die Schülerinnen und Schüler wählen auf der Basis von Messungen und Beobachtungen selbstständig Hilfsmittel, Persönliche Schutzausrüstung und gesundheitsschützende Maßnahmen aus. Zum Heben, Transportieren und zur Ladungssicherung nutzen sie Anschlagmittel und Hebezeuge. Sie dokumentieren ihre Vorgehensweise unter Einhaltung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die gewonnenen Informationen und Entscheidungen werden auch in digitaler Form aufbereitet und präsentiert. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren und beurteilen die dokumentierten Maßnahmen. Hierzu äußern sie konstruktive Kritik, begründen diese und nehmen sie auch an. Sie bauen Vertrauen auf und verhalten sich umsichtig und rücksichtsvoll den anderen gegenüber. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Arbeitsprozess und die Auswirkungen ihrer Entscheidungen auf ihr Umfeld. Sie überprüfen die Einhaltung von Absprachen und das Vorgehen im Team.
Arbeitsblatt zu LF 1 erstellenArbeitsstoffe handhaben
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Arbeitsstoffe aufgabenbezogen auszuwählen, einzusetzen, zu lagern, zu transportieren und zu entsorgen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den betrieblichen Arbeitsauftrag und informieren sich unter Berücksichtigung stoffspezifischer Eigenschaften (physikalische, physiologische und chemische Stoffeigenschaften, Reaktionsverhalten) über den Einsatz der Arbeitsstoffe. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über das Gefahrenpotential der Arbeitsstoffe und präventive Sicherheitsmaßnahmen für ihre Tätigkeiten (Global harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien). Die Schülerinnen und Schüler planen die Umsetzung des Arbeitsauftrags unter Beachtung der gültigen Vorschriften des Gesundheits- und Arbeitsschutzes. Sie wählen Geräte und Materialien aufgabengerecht aus, berechnen die benötigten Quantitäten (stöchiometrische Berechnungen) und richten ihren Arbeitsplatz ein. Sie ermitteln die Gefährlichkeit von Arbeitsstoffen und leiten Maßnahmen zu Lagerung, Verpackung, Kennzeichnung, Transport und Entsorgung (Gefahrstoffverordnung) ab. Sie wägen Gefahren für Menschen und Umwelt ab. Die Schülerinnen und Schüler führen unter Berücksichtigung von Betriebsanweisungen die Probenahme und die Bestimmung von ausgewählten Parametern durch. Sie gehen mit Arbeits- und Gefahrstoffen bei berufsspezifischen Tätigkeiten ressourcenschonend um. Sie dokumentieren und werten die Ergebnisse mit digitalen Medien aus. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Plausibilität der Messung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Arbeitsprozess und leiten Maßnahmen zur Optimierung ab.
Arbeitsblatt zu LF 2 erstellenÖkologische Kreisläufe schützen und Belastungen minimieren
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, ökologische Kreisläufe zu schützen und Belastungen zu minimieren. Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit anthropogenen Einflüssen auf ökologische Kreisläufe (Wasserkreislauf) und mit der Wirkung umwelttechnischer Anlagen auf den Naturhaushalt vertraut. Die Schülerinnen und Schüler erkundigen sich auch mit Hilfe digitaler Medien und in einer Fremdsprache über die Abläufe und Zusammenhänge in den ökologischen Kreisläufen (Wasser, Boden, Luft, Ressourcenschonung). Sie erfassen die Auswirkungen der Eingriffe in die Kreisläufe und ermitteln Möglichkeiten zur Minimierung von Umweltbelastungen. Sie verschaffen sich einen Überblick über mögliche Technologien der Energieerzeugung. Die Schülerinnen und Schüler vollziehen die Wechselwirkungen der umwelttechnischen Berufe untereinander und deren Einfluss auf den Schutz der ökologischen Kreisläufe nach. Sie tauschen sich im Team aus und dokumentieren ihre Ergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler hinterfragen und bewerten ihr eigenes Handeln. Sie beurteilen die Auswirkungen ihrer beruflichen Tätigkeit im Ausbildungsbetrieb im Hinblick auf die ökologischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Anforderungen und handeln verantwortungsbewusst. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Arbeitsprozess, entwickeln ihre Kommunikationsfähigkeit und zeigen im Umgang miteinander Kooperationsbereitschaft, Wertschätzung und Respekt.
Arbeitsblatt zu LF 3 erstellenUmwelttechnische Anlagen und Leitungsnetze betreiben
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, umwelttechnische Anlagen und Netze zu betreiben. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die Aufgaben beim Betreiben einer umwelttechnischen Anlage. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich mit Hilfe von technischen Dokumenten (Rohrleitungspläne, Fließbilder) über den Aufbau der Anlagen und Leitungsnetze sowie über die einzelnen Aggregate. Sie erfassen die verschiedenen Rohrleitungsverbindungen und Verbindungstechniken sowie Füge- und Trennverfahren und stellen die Vorteile der Verbindungsarten heraus. Sie beachten dabei unterschiedliche Kennzeichnungen von Rohrleitungen und erkundigen sich über den sicheren Betrieb von Armaturen in den Anlagen und Leitungsnetzen. Sie lesen verfahrenstechnische Skizzen und technische Pläne von umwelttechnischen Anlagen und Leitungsnetzen und vollziehen Mess-, Steuerungs- und Regelungsprozesse nach. Die Schülerinnen und Schüler planen den nachhaltigen Einsatz von Hilfs- und Werkstoffen unter Berücksichtigung alternativer Lösungsmöglichkeiten im Team. Dazu nutzen sie auch digitale Kommunikationswege und Planungsinstrumente. Die Schülerinnen und Schüler ermitteln zum Betreiben der Anlage Daten, dimensionieren Anlagenteile (Rohrleitungen, Behälter) und führen technische Berechnungen (Längenberechnungen, Längenausdehnung, Behälter-, Massen- und Volumenstromberechnung) durch. Sie beachten dabei naturwissenschaftliche und mathematische Gesetze. Sie setzen Messgeräte für Anlagen und Leitungsnetze im umwelttechnischen Bereich anwendungsbezogen ein (Messung von Temperatur, Druck, Volumenstrom, Füllstand und Volumen). Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Auswahl von Rohrwerkstoffen und Verbindungstechniken sowie den Einsatz von Messgeräten, Hilfs- und Werkstoffen. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren und bewerten ihre Entscheidungen unter Berücksichtigung von ökologischen, ökonomischen und qualitativen Gesichtspunkten und benennen mögliche Handlungsalternativen. Übersicht über die Lernfelder des Ausbildungsberufs Umwelttechnologe für Abwasserbewirtschaftung und Umwelttechnologin für Abwasserbewirtschaftung Lernfelder Zeitrichtwerte in Unterrichtsstunden Nr. 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 5 Abwasser beproben und untersuchen 60 6 Stoffe fördern 60 7 Anlagen elektrisch betreiben 40 8 Kanäle und Bauwerke inspizieren und reinigen 80 9 Abwasser mechanisch reinigen 40 10 Elektrische Geräte anschließen 40 11 Abwasser biologisch und chemisch reinigen 40 12 Schlämme behandeln 40 13 Regenwasser bewirtschaften 40 Abwasserinhaltsstoffe bestimmen und Schlämme 14 60 untersuchen 15 Abwassertechnische Anlagen steuern und regeln 60 Summen: insgesamt 840 Stunden 280 280
Arbeitsblatt zu LF 4 erstellenAbwasser beproben und untersuchen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Abwasser zu beproben und zu untersuchen. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über den Arbeitsauftrag zur Beprobung und Untersuchung von Abwasser. Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich die Arten der Probenahme an unterschiedlichen Orten zur Prozesskontrolle in abwassertechnischen Anlagen. Sie machen sich auch mit digitalen Medien mit den Methoden der Probenkonservierung und der Dokumentation vertraut. Sie erkunden Bestimmungsmethoden für Abwasserparameter (Feld-, Betriebs-, Labormethoden). Die Schülerinnen und Schüler entwerfen einen Probenahmeplan unter Beachtung der rechtlichen Grundlagen und Anwendung der Berufssprache. Sie organisieren die Durchführung der Probenahme und stellen nötige Entnahmegeräte, Probenflaschen, Messgeräte und Hilfsmittel zusammen. Sie bereiten die erforderlichen Arbeitsmittel für den Einsatz vor (Reinigung, Kennzeichnung, Konservierung). Sie treffen Vorkehrungen für die Konservierung und den Transport der Proben. Die Schülerinnen und Schüler führen Probenahmen in abwassertechnischen Anlagen und auch bei Indirekteinleitern unter Beachtung der Arbeitsschutzvorschriften durch. Sie bestimmen ausgewählte Parameter vor Ort und füllen ein Probenahmeprotokoll aus. Sie bestimmen organoleptische (Geruch, Trübung, Färbung) und physikalisch-chemische (Temperatur, pH- Wert, Leitfähigkeit, Sauerstoffgehalt, absetzbare und abfiltrierbare Stoffe) Parameter im Abwasser. Sie entsorgen die Arbeitsstoffe fachgerecht und räumen den Arbeitsplatz auf. Sie dokumentieren ihre Arbeitsergebnisse auch mit digitalen Medien. Die Schülerinnen und Schüler wägen Arbeitsfehler ab und überdenken den ressourcenschonenden Einsatz von Betriebsmitteln. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die durchgeführten Tätigkeiten und optimieren ihre Arbeitsorganisation.
Arbeitsblatt zu LF 5 erstellenStoffe fördern
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Stoffe nachhaltig zu fördern. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die zu fördernden Stoffe (fest, flüssig und gasförmig) in abwassertechnischen Anlagen (Fließschemata), die Voraussetzungen für deren Förderung sowie die damit verbunden Aufgaben. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mithilfe von digitalen Medien (Bedienungsanleitungen) über die Förderaggregate (Stetigförderer, Pumpen, Verdichter) sowie deren Maschinenelemente (Lager, Dichtungen, Kupplungen). Die erarbeiteten Informationen stellen sie strukturiert dar. Sie vollziehen die Montage und Demontage sowie die In- und Außerbetriebnahme nach. Die Schülerinnen und Schüler planen die nachhaltige und gezielte Förderung von Stoffen (Wartungs- und Instandhaltungspläne) unter der Berücksichtigung vorhandener Schäden (Korrosion, Kavitation) und arbeiten Möglichkeiten zum Beheben der Schäden und deren Ursachen (Korrosionsschutz) aus. Sie organisieren die Zusammenarbeit im Team und kooperieren mit anderen, auch interdisziplinären, Teams. Hierzu bedienen sie sich der Berufssprache. Sie identifizieren und thematisieren Konflikte bei der Zusammenarbeit, entwickeln Lösungsmöglichkeiten und übernehmen Verantwortung für ihr Team. Die Schülerinnen und Schüler führen die Demontage und Montage sowie die In- und Außerbetriebnahme nach ihren Planungen aus. Sie bestimmen zum effizienten und störungsfreien Fördern Kenndaten (Betriebspunkt, Wirkungsgrade der Aggregate) und führen technische Berechnungen durch. Sie achten auf eine ressourcenschonende Steuerung und Regelung (Drosselung, Drehzahlregelung) der Maschinen. Die Schülerinnen und Schüler überdenken die sach- und fachgerechte Ausführung der Arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Teamarbeit und geben sich gegenseitig wertschätzend Feedback.
Arbeitsblatt zu LF 6 erstellenAnlagen elektrisch betreiben
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Anlagen elektrisch zu betreiben. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die elektrischen Geräte und Betriebsmittel ihres Betriebs. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Sicherheitsanforderungen elektrischer Geräte, Betriebsmittel und über mögliche Betriebsstörungen. Dazu lesen sie betriebsspezifische Schaltpläne und nutzen digitale Medien und Hilfsmittel auch in einer Fremdsprache. Die Schülerinnen und Schüler planen die nachhaltige Instandhaltung elektrischer Anlagen unter der Einhaltung der Sicherheitsanforderungen und berücksichtigen die Art der Stromversorgung (Gleich-, Wechsel-, Dreiphasenwechselstrom) und die vorhandenen Maßnahmen gegen elektrischen Schlag. Die Schülerinnen und Schüler führen Sichtprüfungen von Geräten und Betriebsmitteln durch und stellen dabei Beschädigungen fest. Bei Beschädigungen beurteilen sie die Auswirkungen auf die Anlage. Sie tauschen Betriebsmittel (Leuchtmittel, Sicherungen, Leitungsschutzschalter, Fehlerstrom-Schutzschalter) systemgleich aus und nehmen diese anschließend in Betrieb. Sie setzen Batterieanlagen (unterbrechungsfreie Stromversorgung, Stromerzeugungsaggregate) ein. Sie prüfen ortsfeste und ortsveränderliche Betriebsmittel nach rechtlichen Vorgaben und handhaben Messgeräte und Arbeitsmittel sicher. Sie dokumentieren gemessene Betriebswerte und Prüfergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren und dokumentieren die durchgeführten Arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Handlungen und leiten Verbesserungen ab. Sie bewerten ihre Ergebnisse unter arbeitsorganisatorischen, technischen, ökonomischen und ökologischen Aspekten.
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenKanäle und Bauwerke inspizieren und reinigen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Kanäle und Bauwerke zu inspizieren und zu reinigen. Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit den Aufgaben zum Inspizieren und Reinigen von Entwässerungssystemen vertraut. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über verschiedene Abwasserarten und deren Anfall. Sie identifizieren Anforderungen an Entwässerungssysteme (Entwässerungsverfahren, Entwässerungstechniken, Bauwerke) unter Beachtung rechtlicher Grundlagen. Die Schülerinnen und Schüler bereiten unter Nutzung von Dokumentationen (Kanalbestandspläne, Bauwerkszeichnungen) auch mit digitalen Medien die Überwachung und Instandhaltung von Entwässerungssystemen vor. Dabei beachten sie den Datenschutz und die Datensicherheit. Sie konzipieren die Durchführung von Arbeiten in umschlossenen Räumen abwassertechnischer Anlagen (Arbeitsaufteilung im Team, organisatorische Maßnahmen, Persönliche Schutzausrüstung, Rettungsausrüstung). Die Schülerinnen und Schüler führen Arbeiten im Kanal und in Bauwerken unter Berücksichtigung der geltenden Richtlinien durch (Reinigung, Inspektion, Wartung). Sie kontrollieren auch durch Externe ausgeführte Arbeiten. Sie erfassen und dokumentieren den Zustand von Kanälen und Bauwerken (Schachtprotokoll, Inspektionsprotokoll) und aktualisieren die Dokumentation. Wenn erforderlich, präzisieren sie fehlende Kanaldaten. Die Schülerinnen und Schüler optimieren ihre Handlungsabläufe und bewerten ihre Ergebnisse im Hinblick auf die Betriebssicherheit der Kanäle und Bauwerke. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren und beurteilen ihr Vorgehen und die Arbeitsorganisation im Team, äußern und akzeptieren konstruktive Kritik.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenAbwasser mechanisch reinigen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Abwasser mechanisch zu reinigen. Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit den Aufgaben der mechanischen Abwasserreinigung vertraut. Die Schülerinnen und Schüler erfassen die Trennprinzipien und die Funktionsweise der Anlagen der mechanischen Reinigungsstufe. Die Schülerinnen und Schüler planen im Team die nachhaltige und gezielte Instandhaltung der Apparate und Hebeanlagen (Wartungs- und Instandhaltungspläne). Sie halten die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen (Explosionsschutz), die erhöhten Hygieneforderungen und die rechtlichen Grundlagen ein. Die Schülerinnen und Schüler überwachen die Anlagen der mechanischen Reinigungsstufe und führen Kontrollgänge durch. Sie steuern den Betrieb mit Hilfe von Daten aus dem Prozessleitsystem und den Ergebnissen von Laboruntersuchungen. Sie dokumentieren ihre Ergebnisse im Betriebstagebuch auch in digitaler Form. Sie sammeln anfallende Reststoffe und bereiten sie für den Abtransport und die umweltgerechte Entsorgung vor. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die durchgeführten Tätigkeiten und die Dokumentation auf Vollständigkeit. Die Schülerinnen und Schüler bewerten den Betrieb der mechanischen Reinigungsstufe und diskutieren in der Gruppe unter Beachtung von Gesprächsregeln Vorschläge zur Optimierung der mechanischen Reinigungsstufe.
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenElektrische Geräte anschließen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, elektrische Geräte anzuschließen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag zum Austausch und Wiederinbetriebnahme von elektrischen Geräten. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Aufbau und Funktion elektrischer Betriebsmittel (Motorschutzrelais, Motorschutzschalter, Schütze) und Elektromotoren. Die Schülerinnen und Schüler planen den systemgleichen Austausch elektrischer Geräte (Auswertung des Typenschilds) und berücksichtigen die Anschlussarten (Motorklemmbrett, Sternschaltung, Dreieckschaltung, Rechtslauf, Linkslauf) und Sicherheitsanforderungen. Dazu lesen sie betriebsspezifische Schaltpläne und nutzen digitale Medien und Hilfsmittel auch in einer Fremdsprache. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen Betriebsstörungen (Fehlersuche), tauschen elektrische Betriebsmittel, Motoren und Pumpen unter Berücksichtigung des Gesundheits- und Arbeitsschutzes systemgleich aus und nehmen sie wieder in Betrieb. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen den Anschluss der neu eingesetzten elektrischen Geräte mit Messgeräten. Sie dokumentieren gemessene Betriebswerte und Prüfergebnisse auch in digitaler Form. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr Vorgehen beim Anschluss der elektrischen Geräte. Sie leiten Verbesserungen hinsichtlich zukünftiger Instandhaltungsarbeiten im Hinblick auf einen nachhaltigeren Betrieb ab. Sie stärken ihr Verantwortungs- und Sicherheitsbewusstsein im Umgang mit Elektrizität.
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenAbwasser biologisch und chemisch reinigen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Abwasser biologisch und chemisch zur Entlastung von Gewässern zu reinigen. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich unter Nutzung auch digitaler und fremdsprachiger Informations- und Medienangebote einen Überblick über den Auftrag, Abwasser biologisch und chemisch zu reinigen. Die beschafften Informationen stellen sie übersichtlich dar. Die Schülerinnen und Schüler erfassen die biologischen Vorgänge zum Abbau von Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor. Sie erkunden die Verfahren der biologischen und chemischen Abwasserreinigung sowie der weitergehenden Reinigung nach Stand der Technik. Die Schülerinnen und Schüler bereiten die Überwachung des Reinigungsprozesses mit Hilfe von Betriebsdaten aus dem Prozessleitsystem und Laborwerten vor. Sie berücksichtigen die rechtlichen Vorgaben. Sie berechnen zum sicheren Betrieb der Anlagen die Kenngrößen (Wirkungsgrad, Schmutzfrachten, Schlammbelastung, Schlammalter, Schlammvolumenindex, Rücklaufschlammverhältnis). Die Schülerinnen und Schüler überwachen die Anlagen der biologischen und chemischen Reinigungsstufe und führen Kontrollgänge durch. Sie steuern den Betrieb mit Hilfe von Daten aus dem Prozessleitsystem und den Ergebnissen von Laboruntersuchungen. Sie vervollständigen die digitale Betriebsdokumentation, erkennen Störungen im Betriebsablauf und leiten Maßnahmen zur Beseitigung der Störungen ab. Die Schülerinnen und Schüler prüfen im Team unter Berücksichtigung von energetischen und ökonomischen Gesichtspunkten die Abläufe der Abwasserreinigung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Möglichkeiten der biologischen und chemischen Abwasserreinigung unter der Berücksichtigung der Aspekte der Nachhaltigkeit. Sie entwickeln Bereitschaft zum lebenslangen Lernen.
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenSchlämme behandeln
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Schlämme für die Zuführung zu einer Verwertung zu behandeln. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich unter Nutzung verschiedener Informations- und Medienangebote einen Überblick über die Ziele der Schlammbehandlung und die damit verbundenen Aufgaben. Die Schülerinnen und Schüler erfassen die biologischen Vorgänge zur Stabilisierung von Schlämmen. Sie erkundigen sich über die Verfahren der Schlammbehandlung (Eindicken, Entwässern, Trocknen), Gasaufbereitung und -verwertung. Die Schülerinnen und Schüler planen den Einsatz von Hilfs- und Betriebsmitteln für den sicheren Betrieb (Explosionsschutz, Hygienemaßnahmen) der Anlagen zur Schlammbehandlung. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren den Betrieb der Schlammbehandlungsanlagen mit Hilfe von Daten aus dem Prozessleitsystem und den Ergebnissen von Laboruntersuchungen. Sie vervollständigen die digitale Betriebsdokumentation, erkennen Störungen im Betriebsablauf und leiten Maßnahmen zur Beseitigung der Störungen ab. Sie gewährleisten eine betriebssichere Schlammbehandlung unter Berücksichtigung rechtlicher Grundlagen. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen ihre durchgeführten Tätigkeiten und erweitern ihr Sicherheitsbewusstsein. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren betriebliche Abläufe und diskutieren auf wertschätzende Weise Möglichkeiten der Verbesserung der Schlammbehandlung.
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenRegenwasser bewirtschaften
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Regenwasser nachhaltig zu bewirtschaften. Die Schülerinnen und Schüler definieren die Ziele der Regenwasserbewirtschaftung. Sie bestimmen die Aufgaben, Regenwasser nachhaltig und ohne Schäden für die Umwelt dem Grund- und Oberflächenwasser zuzuführen (oberirdische und unterirdische Versickerung, Regenwasserspeicherung und -retention). Die Schülerinnen und Schüler erkunden auch unter Nutzung digitaler Medien die erforderlichen Geräte, Materialien und Verfahren zur Reinigung und Sanierung von Anlagenteilen des Regenwasserbewirtschaftungssystems. Sie entwickeln ein Verständnis für das Zusammenwirken der Netzinformations-, Frühwarn- und Hochwasserwarnsysteme. Die Schülerinnen und Schüler entwerfen Arbeitspläne und treffen Vorkehrungen zur Durchführung anfallender Arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler inspizieren, pflegen und reinigen Regenwasserbewirtschaftungsanlagen. Sie beseitigen lokale Schäden und dokumentieren Auffälligkeiten auch in digitaler Form. Sie kontrollieren bei Auffälligkeiten die Auslegung des Systems. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die durchgeführten Tätigkeiten und die Dokumentation auf Vollständigkeit. Die Schülerinnen und Schüler nehmen Stellung zu möglichen Folgen bei Vernachlässigung der Regenwasserbewirtschaftung für das Grund- und Oberflächenwasser und stärken ihr Verantwortungsbewusstsein.
Arbeitsblatt zu LF 13 erstellenAbwasserinhaltsstoffe bestimmen und Schlämme untersuchen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Abwasserinhaltsstoffe zu bestimmen und Schlämme zu untersuchen. Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit dem Arbeitsauftrag zur Untersuchung von Abwasser, Schlämmen und Reststoffen vertraut. Die Schülerinnen und Schüler erkunden auch unter Nutzung digitaler Medien die erforderlichen Geräte und Materialien zur Durchführung der Probenahme sowie zur Untersuchung von Schlämmen und Reststoffen. Die Schülerinnen und Schüler entwerfen einen Probenahmeplan und organisieren die Vorbereitung der Probenahme. Sie stellen benötigte Entnahmegeräte, Probengefäße, Messgeräte und Hilfsmittel bereit. Sie treffen Vorkehrungen zur Durchführung der Probenahme. Die Schülerinnen und Schüler nehmen Proben von Abwasser, Schlämmen und Reststoffen unter Beachtung des Gesundheitsschutzes. Sie füllen das Probenahmeprotokoll sorgfältig aus. Sie untersuchen Abwasser mit Hilfe von Betriebsmethoden auf verschiedene Parameter (gesamter organisch gebundener Kohlenstoff, Chemischer Sauerstoffbedarf, Biochemischer Sauerstoffbedarf, Stickstoff- und Phosphorparameter, Säurekapazität). Sie analysieren Belebtschlamm (mikroskopisches Bild, Schlammvolumen, Trockensubstanzgehalt) und berechnen den Schlammvolumenindex. Sie führen die erforderlichen Rückstandsbestimmungen (Trockenrückstand, Wassergehalt, Glührückstand, Glühverlust) durch und vergleichen die Ergebnisse mit den Betriebsdaten. Sie bestimmen ausgewählte Parameter (Kalkreserve, Gehalt an organischen Säuren) im Faulschlamm. Sie ordnen die Untersuchungsergebnisse unter Nutzung von digital erfassten Daten ein und leiten bei Abweichungen Maßnahmen ein. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Messergebnisse bezogen auf die vorgegebenen Betriebswerte. Bei Abweichungen wägen sie die Folgen für den Betrieb und das Einleitgewässer ab. Sie melden ihre Analyseergebnisse und optimieren die Anlageneinstellungen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren ihre Vorgehensweise auf Plausibilität und gegebenenfalls auf Arbeitsfehler und Fehlerquellen. Sie leiten im Team Maßnahmen zur Qualitätssicherung ein (Interne Qualitätskontrolle). Sie arbeiten umsichtig und lassen Vorsicht beim Umgang mit Chemikalien und Geräten walten.
Arbeitsblatt zu LF 14 erstellenAbwassertechnische Anlagen steuern und regeln
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Entwässerungssysteme und Abwasserbehandlungsanlagen zu steuern und zu regeln. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich im Team einen Überblick über den Auftrag zur Überwachung von abwassertechnischen Anlagen mit Hilfe von Fernwirk- und Prozessleittechnik (Rohrleitungs- und Instrumentenfließbild, Netzinformationssysteme, Aktoren, Sensoren, Schnittstellen). Sie vergegenwärtigen sich die Auswirkungen auf den Bereitschaftsdienst. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Bedeutung kritischer Infrastruktur und die sich daraus ergebenden Anforderungen an die IT-Sicherheit (Schutzziele) bei der Steuerung und Regelung von Entwässerungssystemen und Abwasserbehandlungsanlagen. Sie nutzen digitale Medien, auch in einer Fremdsprache, zur Informationsgewinnung. Die Schülerinnen und Schüler planen die Bedienung, Kontrolle und Instandhaltung von Mess-, Steuerungs- und Regelungseinrichtungen (Wirkungskette, Regelkreis). Sie berücksichtigen die Verfahren zur Messung von Füllständen, Volumina, Durchflüssen und weiteren Qualitätsparametern. Die Schülerinnen und Schüler überwachen Prozesse und Parameter von Entwässerungssystemen und Abwasserbehandlungsanlagen. Sie nutzen gängige Messverfahren (Einheitssignal), sowie Steuerungs- (Ablaufsteuerung, logische Verknüpfungen) und Regelungstechniken (stetig, unstetig). Sie prüfen die Funktionsfähigkeit der Steuerungen und Regelungen und nehmen notwendige Einstellungen vor. Sie erkennen Störungen und beheben diese. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren und bewerten die gewonnen Erkenntnisse zur Optimierung zukünftiger Vorgehensweisen. Sie hinterfragen die Auswirkungen von Verletzungen der IT-Sicherheit kritischer Infrastrukturen (Verarbeitung und Speicherung von Informationen). Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Vorgehensweise hinsichtlich der nachhaltigen Anlagenoptimierung. Übersicht über die Lernfelder des Ausbildungsberufs Umwelttechnologe für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Umwelttechnologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft Lernfelder Zeitrichtwerte in Unterrichtsstunden Nr. 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 5 Abfälle einstufen, sammeln und transportieren 120 Abfälle chemisch-physikalisch und mechanisch be- 6 100 handeln 7 Abfälle biologisch behandeln 60 Abfälle untersuchen und abfallwirtschaftliche Anla- 8 100 gen überwachen 9 Abfälle disponieren 80 10 Abfälle verwerten und deponieren 100 Summen: insgesamt 840 Stunden 280 280
Arbeitsblatt zu LF 15 erstellenAbfälle einstufen, sammeln und transportieren
Zeitrichtwert: 120 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Abfälle einzustufen, zu sammeln und zu transportieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag hinsichtlich der korrekten Einstufung der Abfallarten und der sich daraus ableitenden Vorgaben für die Sammlung und den Transport. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich auf dieser Grundlage Informationen über die Sammlung und den Transport verschiedener Abfallarten unter logistischen und gerätetechnischen Aspekten sowie deren Einstufung (Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße). Hierzu informieren sie sich auch mit digitalen Medien über die speziellen Sicherheitsvorschriften und Betriebsanweisungen. Die Schülerinnen und Schüler planen den Arbeitsprozess auf Grundlage der eigenen Betriebsabläufe auch unter Einbeziehung externer Partner. Hierzu berücksichtigen sie die rechtlichen und betrieblichen Vorgaben. Sie unterscheiden dabei zwischen gefährlichen und nicht gefährlichen Abfallarten (Abfallverzeichnis-Verordnung, Gefahrgut-Ausnahmeverordnung, Technische Regel für Gefahrstoffe). Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren ihre Planung adressatengerecht auch in einer Fremdsprache mit den Kundinnen und Kunden. Sie sammeln die Abfälle und transportieren sie zur Deponie. Sie fertigen digital unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit Begleitpapiere an. Sie deklarieren und dokumentieren die Abfallarten und -mengen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenkontakt auch im Team hinsichtlich der Wahrnehmung der Interessen anderer und der Verbalisierung von Sachverhalten. Sie prüfen ihren Arbeitsprozess unter logistischen, gerätetechnischen und ökonomischen Aspekten. Sie beziehen in ihre Reflektion auch die Begleitpapiere, Dokumentationen und Deklarationen ein. In diesem Zusammenhang geben sie sich gegenseitiges Feedback. Die Schülerinnen und Schüler übertragen ihre Erfahrungen und Ergebnisse auf bekannte und neue Situationen.
Arbeitsblatt zu LF 5 erstellenAbfälle chemisch-physikalisch und mechanisch behandeln
Zeitrichtwert: 100 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Abfälle chemisch-physikalisch und mechanisch zu behandeln. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den betrieblichen Arbeitsauftrag zur Abfallbehandlung und Aufbereitung und informieren sich unter Berücksichtigung stoffspezifischer Eigenschaften über den Einsatz von Arbeitsstoffen und Nachweisverfahren (Oxidations- und Reduktionsprozesse, Fällungsreaktionen, Neutralisation). Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die grundlegenden Möglichkeiten der Abfallaufbereitung (mechanisch) und Abfallbehandlung (chemisch-physikalisch), auch mithilfe digitaler und fremdsprachiger Medien. Die Schülerinnen und Schüler konzipieren einen Ablaufplan zur Durchführung der Aufbereitung und Behandlung verschiedener Abfallarten nach Qualitäts- und Umweltschutzbestimmungen. Hierzu richten sie ihren Arbeitsplatz ein (Laborgeräte), erstellen Arbeitsanweisungen und wählen eine Form der Dokumentation. Sie arbeiten dabei in interdisziplinären Teams und diskutieren kriteriengeleitet alternative Lösungsvarianten. Die Schülerinnen und Schüler führen unter Beachtung der Arbeitssicherheit Abfallbehandlungen und Aufbereitungen nach den von ihnen erstellten Arbeitsanweisungen durch und dokumentieren diese. Die Schülerinnen und Schüler prüfen unter Berücksichtigung des Qualitätsmanagements die Anwendbarkeit ihrer Arbeitsanweisungen auf Durchführung, Plausibilität und Reproduzierbarkeit. Sie dokumentieren ihre Ergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren und diskutieren ihre Vorgehensweise sowie die Risiken der Nutzung digitaler Medien. Sie wenden die Erkenntnisse auf weitere betriebsinterne Abläufe an.
Arbeitsblatt zu LF 6 erstellenAbfälle biologisch behandeln
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Abfälle biologisch zu behandeln. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Arbeitsauftrag zur biologischen Behandlung von Abfällen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über gesetzliche Vorgaben (Bioabfallverordnung) zur biologischen Abfallbehandlung (aerobe und anaerobe Abfallbehandlung) und diskutieren eigene Erfahrungen der betrieblichen Abläufe. Dazu analysieren sie die Unterschiede und Gemeinsamkeiten betrieblich relevanter Prozesse unter Einbeziehung der technischen Verfahren, auch mithilfe digitaler und fremdsprachiger Medien. Sie berücksichtigen dabei die situations- und handlungsbezogenen Maßnahmen zur Gewährleistung der biologischen Behandlung und deren Durchführung (Hygienisierung, Vergärung). Die Schülerinnen und Schüler planen die biologische Abfallbehandlung unter Berücksichtigung der Parameter (Temperatur, Feuchtigkeit, Stickstoffgehalt), welche die Behandlung beeinflussen. Die Schülerinnen und Schüler führen die Abfälle der biologischen Behandlung zu und überwachen diesen Prozess. Sie ergreifen Gegenmaßnahmen bei möglichen Abweichungen von optimalen Bedingungen für die biologische Behandlung und erarbeiten Qualitätskriterien (Rottegrad) für das Endprodukt. Sie dokumentieren ihre Vorgehensweise. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen den Einsatz der biologischen Abfallbehandlung hinsichtlich der Vermarktung und Verwendung der Endprodukte. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die biologische Abfallbehandlung bezogen auf ihre Nachhaltigkeit und Bedeutung für die Gesellschaft verantwortungsbewusst.
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenAbfälle untersuchen und abfallwirtschaftliche Anlagen überwachen
Zeitrichtwert: 100 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Abfälle zu untersuchen und abfallwirtschaftliche Anlagen zu überwachen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Arbeitsauftrag zur Probenahme und Untersuchung von Proben in abfallwirtschaftlichen Prozessen. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich nach rechtlichen Vorgaben (Deponieverordnung, Bioabfallverordnung, Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes) einen Überblick über relevante Parameter sowie deren Bestimmungsmaßnahmen und Analysen (Probenahmeprotokoll). Die Schülerinnen und Schüler planen die Entnahme der Proben und deren Untersuchung auf Schadstoffe. Die Schülerinnen und Schüler führen die Probenahme und Untersuchung durch und dokumentieren auch mit digitalen Medien unter Beachtung von Datenschutz und Datensicherheit ihren Arbeitsprozess im Probenahmeprotokoll. Die Schülerinnen und Schülern prüfen die Untersuchungsergebnisse auf Plausibilität und Genauigkeit und werten diese unter Beachtung der Qualitäts- und Gütekriterien aus. Hierbei beachten sie die Vorschriften der technischen Regelwerke. Gegebenenfalls leiten sie eine Fehlerermittlung ein und formulieren unter Verwendung von Berufssprache eine Empfehlung zur Beseitigung der Betriebsstörungen. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr Vorgehen und die Arbeitsorganisation und bewerten ihre Empfehlung. Sie übertragen ihre Erfahrungen und Ergebnisse auf bekannte und neue Situationen.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenAbfälle disponieren
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Abfälle zu disponieren. Die Schülerinnen und Schüler nehmen die Kundenanfrage zur Entsorgung von Abfall entgegen und erfassen alle zur Bearbeitung notwendigen Informationen. Die Schülerinnen und Schüler machen sich vertraut mit der Disposition von Personal, Fahrzeugen und Behältern. Sie ermitteln Entsorgungs- und Verwertungswege und erfassen alle mit dem Transport und der Entsorgung verbundenen Arbeiten und Kosten. Die Schülerinnen und Schüler planen für die Kalkulation die Auswahl von Abfallsammelfahrzeugen und Abfallsammelbehältern (Stoffströme). Dabei berücksichtigen sie die Kundenanforderungen und die betrieblichen Belange (Kosten für Sammelsysteme) sowie gesetzliche Vorgaben und technische Regeln (Identifikations- und Wägesysteme). Sie berücksichtigen weitere Einflussfaktoren auf ihre Tourenplanung (Abfallgebühren, Lenk- und Ruhezeiten, Begleitpapiere, Lagerung von Abfällen). Die Schülerinnen und Schüler beraten Kundinnen und Kunden und bieten auch über digitale Kommunikationswege ergänzende Serviceleistungen an. Sie kommunizieren auftragsbezogen und adressatengerecht auch in einer Fremdsprache. Sie ermitteln den vorteilhaftesten Verwertungsweg für den zu entsorgenden Abfall, kalkulieren die Kosten und erstellen im Team Angebote und Leistungsverzeichnisse. Sie setzen die für die Durchführung des Auftrages notwendigen Personen, Fahrzeuge und Behälter ein, erstellen Rechnungen und bearbeiten Reklamationen. Hierzu nutzen sie elektronische Datenverarbeitungsprogramme und beachten die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Entscheidungen zur Abfalldisposition und den Beratungsvorgang und berücksichtigen die ökonomischen Anforderungen an die Disposition von Abfällen. Sie nehmen das Feedback von Kundinnen und Kunden entgegen und gehen konstruktiv mit Kritik um. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln unter qualitätssichernden Aspekten Handlungsalternativen für ihr Vorgehen zur Erhöhung der betrieblichen Zielerreichungsgrade in der Abfallwirtschaft.
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenAbfälle verwerten und deponieren
Zeitrichtwert: 100 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Abfälle zu verwerten und zu deponieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den betrieblichen Auftrag zur Entsorgung verschiedener Abfälle in Abfallentsorgungszentren. Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit den Abfallströmen der verschiedenen Abfälle (Kunststoffe, Asbest, Baustellenabfälle, Altholz, Akkumulatoren), den Abfallentsorgungsanlagen sowie der Funktionsweise einzelner Bauteile der Anlagen vertraut. Sie nehmen betriebliche Interessen und Kundeninteressen wahr, beachten Umweltaspekte und tauschen sich über ihre Erfahrungen aus. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Entsorgungswege von Abfällen und Deponieklassen (Aufbau und Betrieb von Deponien) sowie die hierfür notwendigen Schutzmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen zur Beseitigung von besonders überwachungsbedürftigen Abfällen (Asbest). Sie recherchieren Qualitätsanforderungen für die Verwertung von Abfällen (Rezyklate). Dafür nutzen sie digitale Medien und Informationswege, auch in einer Fremdsprache. Sie berücksichtigen dabei die rechtlichen Grundlagen, Umwelteinflüsse sowie die Nutzungsmöglichkeiten technischer Hilfsmittel. Die Schülerinnen und Schüler planen die Abfallentsorgung. Dabei entscheiden sie sich entsprechend der Voraussetzungen für den Verwertungsweg und die Vorgehensweise bei der Entsorgung und Verwertung. Sie entwickeln ein Bewusstsein für Umweltgefährdungen durch Abfallentsorgungsanlagen, beachten rechtliche Vorgaben (Deponieverordnung, Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft) des Umweltschutzes, die betrieblichen Sicherheitsregeln und die Unfallverhütungsvorschriften. Die Schülerinnen und Schüler entsorgen die Abfälle und treffen Maßnahmen zur Minimierung von Betriebsunfällen sowie Emissionen. Sie werden ihrer Dokumentationspflicht gerecht und bereiten die gewonnenen Informationen in digitaler Form auf, unter Berücksichtigung der Berufssprache und der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren und beurteilen ihre Vorgehensweise und die dokumentierten Maßnahmen. Hierzu äußern sie konstruktive Kritik, begründen diese und nehmen sie auch an. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Arbeitsprozess. Sie überprüfen die Einhaltung von Regeln und das Vorgehen im Team. Übersicht über die Lernfelder des Ausbildungsberufs Umwelttechnologen für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen und Umwelttechnologin für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen Lernfelder Zeitrichtwerte in Unterrichtsstunden Nr. 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 5 In enge Räume und Behälter einsteigen 40 Anlagen, Maschinen und Werkzeuge bedienen, 6 100 warten und instand setzen Mit eingesetzten Stoffen und anfallenden Reststof- 7 60 fen umgehen 8 Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen reinigen 40 9 Rohrleitungsnetze und Anlagen inspizieren 40 10 Rohrleitungsnetze sanieren 60 11 Rohrleitungsnetze auf Dichtheit prüfen 40 12 Entwässerungsanlagen von Gebäuden reinigen 40 13 Industrieanlagen instand halten 100 14 Industrieanlagen für eine Prüfung vorbereiten 40 Summen: insgesamt 840 Stunden 280 280
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenIn enge Räume und Behälter einsteigen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, in enge Räume und Behälter einzusteigen und dort zu arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über den Arbeitsauftrag und die damit verbundenen Gefahren bei Arbeiten in engen Räumen und Behältern. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit digitalen Medien und in einer Fremdsprache sowie mit Hilfe von technischen Unterlagen über Gefahren und Sicherheitsmaßnahmen für den Einstieg und das Arbeiten in engen Räumen und Behältern. Sie ermitteln die Grenzwerte für gefährliche Gasgemische und Stäube. Die Schülerinnen und Schüler planen im Team den Einstieg unter Beachtung der Rechtsvorschriften und beachten dabei die örtlichen Gegebenheiten. Sie erstellen dazu unter Berücksichtigung ökologischer und sicherheitstechnischer Aspekte ein Sicherheitskonzept für den Einstieg in enge Räume und Behälter. Die Schülerinnen und Schüler bereiten den Einstieg vor und sichern das Arbeitsumfeld entsprechend der rechtlichen und betrieblichen Vorgaben ab. Sie steigen unter Beachtung ihres Sicherheitskonzepts in die engen Räume und Behälter ein (Gasmessungen, Belüftung, Persönliche Schutzausrüstung, Atemschutz). Während ihrer Tätigkeit erkennen sie Gefahren, reagieren umsichtig und verantwortungsvoll und wenden Schäden für sich und die Teammitglieder ab. Sie kommunizieren präzise mit dem eingerichteten Sicherheitsposten. Nach Beendigung der Tätigkeit räumen sie den Arbeitsplatz und das Arbeitsumfeld. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen und dokumentieren auch mit digitalen Medien die Umsetzung des Sicherheitskonzeptes sowie die Einhaltung der Grenzwerte unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren zur Qualitätssicherung das durchgeführte Sicherheitskonzept auf Optimierung der Sicherheitsabläufe. Sie diskutieren die Auswirkungen ihres Handelns auf sich und andere.
Arbeitsblatt zu LF 5 erstellenAnlagen, Maschinen und Werkzeuge bedienen, warten und instand setzen
Zeitrichtwert: 100 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Anlagen, Maschinen und Werkzeuge für Reinigungsarbeiten in Rohrleitungsnetzen und Industrieanlagen zu bedienen, zu warten und instand zu setzen. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über den betrieblichen Arbeitsauftrag und die dafür benötigten Armaturen und Aggregate (Pumpen, Gebläse und Verdichter) auf den eingesetzten Fahrzeugen (Saugfahrzeuge, Spülfahrzeuge, Saugspülfahrzeuge, Luftförderanlagen). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Aufbau, Funktion und Wirkungsweise der Anlagen, Maschinen und Geräte. Sie ermitteln die Gefahren des elektrischen Stroms an ihrem Arbeitsplatz unter Berücksichtigung elektrischer Grundgrößen und deren Zusammenhänge. Die Schülerinnen und Schüler planen den störungsfreien Einsatz der Anlagen, Maschinen und Geräte. Für die Bedienung der Anlagen, Maschinen und Geräte beachten sie die technischen Regeln, Betriebsanleitungen der Hersteller und Betriebsanweisungen auch in einer Fremdsprache. Hierbei berücksichtigen sie Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Gefahren durch elektrischen Strom. Sie bereiten die Wartung und Instandsetzung vor. Die Schülerinnen und Schüler bedienen und warten die Anlagen, Maschinen und Geräte. Bei Störungen ermitteln sie unter Anwendung von technischen Zeichnungen und Anleitungen deren Ursache. Sie leiten Maßnahmen zur Beseitigung der Störung ein. Bei Unfällen durch elektrostatische Entladung beachten sie Verhaltensregeln und leiten Maßnahmen ein. Bei allen Tätigkeiten handeln sie umweltbewusst. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren auch digital ihre Arbeiten und kontrollieren ihren Arbeitsprozess anhand des Wartungsplans sowie der Maschinen- und Gerätekenngrößen. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren und optimieren ihren Arbeitsprozess und entwickeln Bereitschaft zum lebenslangen Lernen.
Arbeitsblatt zu LF 6 erstellenMit eingesetzten Stoffen und anfallenden Reststoffen umgehen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, mit den bei der Instandhaltung von Rohrleitungsnetzen und Industrieanlagen eingesetzten Stoffen und anfallenden Reststoffen umzugehen. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über Verfahren, Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen instand zu halten. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die beim Arbeitsauftrag eingesetzten Stoffe und anfallenden Reststoffe hinsichtlich Umwelt- und Gesundheitsbelastungen und Wechselwirkungen mit Maschinen, Geräten und Fahrzeugen. Sie informieren sich weiterhin über Eigenschaften und Reaktionsverhalten von in ihrem Arbeitsprozess relevanten Stoffen und Stoffgemischen. Sie ermitteln das Gefahrenpotential der Substanzen an ihrem Arbeitsplatz. Sie erkunden die Wechselwirkungen der Substanzen mit Behältern und Geräten (Korrosion) und beurteilen die Gefährlichkeit des Reaktionsverhaltens. In diesem Zusammenhang klassifizieren sie die eingesetzten Stoffe und anfallende Reststoffe. Die Schülerinnen und Schüler planen die Aufnahme der eingesetzten Stoffe und Reststoffe mit Hilfe von Maschinen, Geräten und Anlagen, unter Berücksichtigung der Rechts- und Sicherheitsvorschriften. Sie wählen Behälter zur Lagerung und zum Transport (Gefahrgut, Gefahrstoff) aus. Die Schülerinnen und Schüler bereiten den Transport unter Beachtung der rechtlichen und betrieblichen Vorgaben vor. Sie wägen Gefahren für Menschen und Umwelt ab. Sie erstellen auch mit digitalen Medien die Transportdokumente unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit und veranlassen den Transport. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren und bewerten ihre Arbeitsorganisation. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren und bewerten ihre Entscheidung unter ökologischen, ökonomischen und sicherheitstechnischen Gesichtspunkten und benennen mögliche Handlungsalternativen. Sie üben wertschätzend Kritik und nehmen diese an.
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenRohrleitungsnetze und Industrieanlagen reinigen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen anforderungsgerecht und ressourcenschonend zu reinigen. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die beim Arbeitsauftrag zu beseitigenden Verunreinigungen in Rohrleitungsnetzen und Industrieanlagen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit digitalen Medien über mechanische, elektromechanische und hydrodynamische Reinigungsverfahren zur Reinigung von Rohrleitungen und Anlagen. Die Schülerinnen und Schüler wählen auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit ein Reinigungsverfahren aus. Sie planen für das ausgewählte Reinigungsverfahren den ressourcenschonenden Einsatz der Geräte und Maschinen, unter Beachtung der Betriebsanleitungen der Hersteller sowie der rechtlichen und betrieblichen Vorgaben. Sie sichern das Arbeitsumfeld und richten den Arbeitsplatz ein. Die Schülerinnen und Schüler reinigen die Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen gemäß ihrer Planung. Sie erkennen und analysieren Störungen und leiten Maßnahmen zu deren Beseitigung ein. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren auch mit digitalen Medien den Prozess und den Erfolg des Reinigungsverfahrens und den Einsatz der Ressourcen. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren und optimieren ihren Arbeitsprozess und den Ressourceneinsatz.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenRohrleitungsnetze und Anlagen inspizieren
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Rohrleitungsnetze und Anlagen zu inspizieren. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über das von den Auftraggebenden geforderte Inspektionsverfahren zur Ermittlung vorhandener Schäden in Rohrleitungsnetzen und Industrieanlagen. Dazu kommunizieren sie auftragsbezogen und adressatengerecht mit den Auftraggebenden. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über typische Schadensbilder in Rohrleitungsnetzen und Industrieanlagen, auch mit Hilfe digitaler Medien und in einer Fremdsprache. Sie informieren sich weiterhin über Kodiersysteme. Die Schülerinnen und Schüler planen den Einsatz von Geräten und Maschinen für die Inspektion. Für die Kodierung und Dekodierung von Schäden entscheiden sie sich für ein Dokumentationsverfahren. Sie sichern das Arbeitsumfeld und richten den Arbeitsplatz ein. Die Schülerinnen und Schüler führen die Inspektion durch und kodieren und klassifizieren die Schäden. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren die Kodierung auch mit digitalen Medien und übergeben diese unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit an den Auftraggebenden. Sie schlagen den Auftraggebenden Verbesserungsmöglichkeiten an den Rohrleitungen und Anlagen vor. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Arbeitsorganisation und Vorgehensweise. Sie übertragen ihre Erfahrungen und Ergebnisse auf bekannte und neue Situationen.
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenRohrleitungsnetze sanieren
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Rohrleitungsnetze zu sanieren. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich für eine Rohrleitungsnetzsanierung einen Überblick über das Rohrleitungsnetz und dessen Schäden. Dazu werten sie auch technische Unterlagen (Bestands-, Lage-, Haltungspläne) aus. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit digitalen Medien über Instandsetzungsverfahren und Sicherungsmaßnahmen im Verkehrsraum. Die Schülerinnen und Schüler planen das Verfahren zur baulichen Sanierung (Reparatur, Renovierung, Erneuerung) mit den Auftraggebenden auf Basis der vorliegenden Schäden (Exfiltration, Infiltration) und unter ökologischen und ökonomischen Aspekten. Sie entwerfen im Team für den Arbeitsauftrag ein Sicherheitskonzept (Baustellensicherung, Gefährdungsbeurteilung). Sie entscheiden sich für ein spezielles Sanierungsverfahren und die zu verwendenden Geräte entsprechend dem Zustand des Rohrleitungsnetzes und richten den Arbeitsplatz und das Arbeitsumfeld ein. Die Schülerinnen und Schüler führen die Tätigkeiten unter Beachtung der technischen Regeln und Betriebsanweisung aus. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren ihre jeweiligen Handlungsschritte. Sie kontrollieren die ausgeführte Sanierungsverfahren auf wiederhergestellte Funktionstüchtigkeit des Rohrleitungsnetzes. Sie übergeben die Ergebnisse den Auftraggebenden und sprechen Empfehlungen zur zukünftigen Vermeidung von Schäden aus. Sie holen sich Feedback ein. Die Schülerinnen und Schüler bewerten im Team den Arbeitsprozess der Rohrleitungsnetzsanierung und überprüfen diesen auf Optimierungspotential.
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenRohrleitungsnetze auf Dichtheit prüfen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Dichtheitsprüfungen an Kanälen, Schächten und Rohrleitungen vorzubereiten, durchzuführen und auszuwerten. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die zu prüfenden Bauwerke und Anlagen, das anzuwendende Verfahren sowie zu beachtende Regeln und Normen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Dichtheitsprüfungsverfahren. Die Schülerinnen und Schüler planen auch mit digitalen Medien ein Einsatzkonzept zur Dichtheitsprüfung unter Beachtung der technischen Regeln und Normen und auch fremdsprachige Betriebsanleitungen der Hersteller. Hierin berücksichtigen sie Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Gesundheits- und Umweltschäden sowie die technischen und rechtlichen Vorgaben. Die Schülerinnen und Schüler führen die Dichtheitsprüfung im Team nach dem geplanten Einsatzkonzept durch. Bei Störungen reagieren sie angemessen auf die Situation. Die Schülerinnen und Schüler protokollieren und bewerten die Ergebnisse der Dichtheitsprüfung auch mit digitalen Medien und übergeben diese unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit an die Auftraggebenden. Hierzu nutzen sie adressatengerechte und effiziente Kommunikationswege. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Arbeitsprozess und das Einsatzkonzept und diskutieren unter Verwendung von Berufssprache mögliche Optimierungen.
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenEntwässerungsanlagen von Gebäuden reinigen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Entwässerungsanlagen für Gebäude zu reinigen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Arbeitsauftrag. Sie sprechen die Rahmenbedingungen mit den Auftraggebenden auch in einer Fremdsprache ab. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die örtlichen Gegebenheiten (Anschluss- und Lagepläne) und die verschiedenen Reinigungsverfahren für Hausanschlüsse (mechanische, elektromechanische und chemische Verfahren). Sie kommunizieren mit den Auftraggebenden über bereits durchgeführte Maßnahmen (Rohrreiniger) und planen eine optische Inspektion ein. Sie ermitteln Eigenschaften und Reaktionsverhalten von in ihrem Arbeitsprozess relevanten Stoffen (Säuren und Basen). Sie berücksichtigen das Gefahrenpotential der Substanzen und erfassen die Wechselwirkungen dieser mit dem Rohrmaterial (Korrosion). Die Schülerinnen und Schüler planen für die Reinigung des Hausanschlusses den Einsatz der Geräte und Maschinen (Spiralreinigung, Koffer- und Trommelmaschinen) unter Beachtung der rechtlichen und betrieblichen Vorgaben. Sie entscheiden sich für ein Reinigungsverfahren und die zu verwendenden Geräte unter Berücksichtigung der Arbeitsschutzvorschriften und ökologischer und ökonomischer Aspekte. Die Schülerinnen und Schüler reinigen die Entwässerungsanlage. Dafür stellen sie die notwendigen Reinigungslösungen unter Beachtung der technischen Regeln und Betriebsanweisungen sowie der Vorschriften des Arbeits- und Gesundheitsschutzes her. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren den Reinigungserfolg mit Hilfe einer optischen Inspektion. Sie dokumentieren die durchgeführten Arbeiten auch mit digitalen Medien und übergeben die Ergebnisse unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz und der Datensicherheit an die Auftraggebenden. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Funktionsfähigkeit der Entwässerungsanlage und reflektieren den Arbeitsprozess und die Kommunikation mit den Auftraggebenden.
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenIndustrieanlagen instand halten
Zeitrichtwert: 100 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Industrieanlagen instand zu halten. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die instand zu haltenden Industrieanlagen und Anlagenteile und die darin ablaufenden Prozesse (Raffinerie, Erdölraffination, Wärmetauscher, Behälter, Kolonnen, Reaktoren). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch in einer Fremdsprache über physikalische und chemische Reinigungsverfahren sowie Prüf- und Instandhaltungsverfahren (manuelle und automatisierte Verfahren). Die Schülerinnen und Schüler planen den Einsatz der Geräte und Maschinen unter Beachtung der rechtlichen und betrieblichen Vorgaben (kombinierte Saug- und Spültechnik, Luftförderanlagen, Höchstdrucktechnik, Tankwaschköpfe, Hochdruckpistolen, Druckverluste). Sie entscheiden sich für ein Verfahren und die zu verwendenden Geräte (Düseneinsätze) unter Berücksichtigung der Arbeitsschutzvorschriften und ökologischer und ökonomischer Aspekte. Die Schülerinnen und Schüler halten die Industrieanlage und Anlagenteile mit dem ausgewählten Verfahren instand. Sie führen die Tätigkeiten unter Beachtung der technischen Regeln und Betriebsanweisungen sowie unter Berücksichtigung von Arbeitsschutz und -sicherheit aus. Bei einer Störung leiten sie Maßnahmen zur Beseitigung der Störung ein. Die Schülerinnen und Schüler prüfen den Erfolg des eingesetzten Verfahrens mit Hilfe einer optischen Inspektion. Sie dokumentieren die durchgeführten Arbeiten auch mit digitalen Medien und übergeben die Ergebnisse unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit an die Auftraggebenden. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Arbeitsprozess und bewerten ihre Entscheidungen unter Berücksichtigung von ökologischen, ökonomischen und qualitativen Gesichtspunkten und benennen mögliche Handlungsalternativen.
Arbeitsblatt zu LF 13 erstellenIndustrieanlagen für eine Prüfung vorbereiten
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Industrieanlagen unter Berücksichtigung wechselnder örtlicher Gegebenheiten für eine Prüfung vorzubereiten. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die zu prüfende Industrieanlage. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich mit Hilfe auch fremdsprachiger technischer Unterlagen (Bestandspläne, Grundfließbilder, Verfahrensfließbilder, Rohrleitungs- und Instrumentenfließbilder) über den Aufbau der Industrieanlage und nutzen die Informationen zur Auswahl der Sicherungsmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler erstellen unter Berücksichtigung sicherheitstechnischer Aspekte einen Arbeitsplan für die Einrichtung des Arbeitsplatzes (Aufstellungsplan) und des Arbeitsumfeldes. Dafür wenden sie die Vorgaben aus Arbeits- und Erlaubnisscheinen sowie Betriebsanweisungen an. Die Schülerinnen und Schüler bereiten den Arbeitsplatz und das Arbeitsumfeld für die Prüfung vor. Sie stellen die Freischaltung von Anlagen und Anlagenteilen sicher. Nach Beendigung der Tätigkeit räumen sie den Arbeitsplatz und das Arbeitsumfeld und übergeben es den Auftraggebenden. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihr Planungskonzept auf Optimierung der Sicherheitsabläufe. Sie dokumentieren auch mit digitalen Medien die Umsetzung des Planungskonzeptes. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Arbeitsprozess und entwickeln Verantwortungs- und Sicherheitsbewusstsein. Übersicht über die Lernfelder des Ausbildungsberufs Umwelttechnologe für Wasserversorgung und Umwelttechnologin für Wasserversorgung Lernfelder Zeitrichtwerte in Unterrichtsstunden Nr. 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 5 Wasser fördern 80 6 Rohwasser nachhaltig gewinnen und analysieren 100 7 Anlagen elektrisch betreiben 40 8 Wasserhausanschluss erstellen und instand halten 60 9 Wasser aufbereiten und analysieren 100 10 Elektrische Geräte anschließen 40 11 Wasser speichern und verteilen 80 12 Wasserversorgungsanlagen steuern und regeln 60 Summen: insgesamt 840 Stunden 280 280
Arbeitsblatt zu LF 14 erstellenWasser fördern
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, mit Hilfe von Maschinen Wasser zu fördern sowie die Anlagen instand zu halten und nachhaltig zu betreiben. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über ihre betrieblichen Aufgaben zur Förderung von Wasser von der Gewinnung bis zur Verwendung bei den Kundinnen und Kunden (Fließschema) und über die dazu benötigten Maschinen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich mit Hilfe von Wartungsplänen und Bedienungsanleitungen auch mit digitalen Medien über die Funktionsweise, Bedienung und Instandhaltung von Aggregaten, Maschinen (Kreiselradpumpen, Kolbenmembranpumpen), einzelnen Maschinenelementen sowie Armaturen. Die Schülerinnen und Schüler planen die nachhaltige und gezielte Instandhaltung (Wartungspläne, Instandhaltungsstrategien) von Wasserförderanlagen unter der Berücksichtigung möglicher Schäden (Korrosion, Kavitation) und arbeiten alternative Möglichkeiten zum Beheben der Schäden und deren Ursachen (Korrosionsschutz) im Team aus. Die Schülerinnen und Schüler führen die Demontage und Montage der Anlagen nach ihren Planungen aus und beachten dabei ergonomische Arbeitsbedingungen zur Vorbeugung gesundheitlicher Schäden. Sie bestimmen zum effizienten und störungsfreien Betreiben der Aggregate Kenndaten (Betriebspunkt und Wirkungsgrad der Pumpen) und führen technische Berechnungen (Arbeits- und Leistungsberechnung) durch. Sie fördern Wasser und achten dabei auf eine ressourcenschonende Steuerung und Regelung (Drosselung, Drehzahlregelung) der Maschinen. Die Schülerinnen und Schüler prüfen ihre ausgearbeiteten Pläne, die ausgeführten Arbeiten und den Betrieb der Maschinen im Hinblick auf die von ihnen festgelegten Kriterien. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Vorgehensweise beim Betreiben der Maschinen zur Förderung von Wasser unter Berücksichtigung von möglichen energetischen Einsparpotentialen und benennen unter Verwendung von Berufssprache Handlungsalternativen.
Arbeitsblatt zu LF 5 erstellenRohwasser nachhaltig gewinnen und analysieren
Zeitrichtwert: 100 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Rohwasser mit Hilfe von Rohwassergewinnungsanlagen nachhaltig zu gewinnen und zu analysieren. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten in ihrem Einzugsgebiet nachhaltig Wasser zu gewinnen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die verschiedenen Wasservorkommen (Grundwasser, Oberflächenwasser), deren Neubildung (Bodenbeschaffenheit, Grundwasserleiter) sowie mögliche Gefahrenpotentiale und deren Schutzmaßnahmen (Wasserschutzgebiete). Sie erkundigen sich über die rechtlichen Vorgaben zur Entnahme der Rohwassermenge (Wasserrecht). Die Schülerinnen und Schüler planen im Team den nachhaltigen Einsatz einer Rohwassergewinnungsanlage. Dazu skizzieren den Aufbau und die Funktionsweise der jeweiligen Rohwassergewinnungsanlage (Brunnen, Quell-, Talsperren- und Flusswasserfassungen, künstliche Grundwasseranreicherung). Sie entnehmen Wasserproben zur physikalischchemischen und mikrobiologischen Untersuchung und bedienen die Probenahmegeräte unter Beachtung der Hygienevorschriften. Sie bestimmen physikalisch-chemische Parameter (Trübung, Leitfähigkeit, sensorische Größen). Die Schülerinnen und Schüler stellen den störungsfreien und ressourcenschonenden Betrieb der Gewinnungsanlagen sicher. Dabei beachten sie die geltenden Arbeitssicherheits- und Hygienevorschriften. Sie nutzen auch digitale Überwachungsverfahren (Pegelmessung, Ergiebigkeit) und dokumentieren ihre Ergebnisse auch digital unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Beobachtungen und dokumentierten Ergebnisse und leiten daraus Instandhaltungsmaßnahmen ab (Brunnenregenerierung). Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Handlungs- und Vorgehensweisen in Bezug auf ein nachhaltiges Wasserressourcenmanagement und mögliche Interessenskonflikte. Sie ziehen zukünftige klimabedingte Problematiken in Betracht und diskutieren innovative Lösungsstrategien im Team.
Arbeitsblatt zu LF 6 erstellenAnlagen elektrisch betreiben
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Anlagen elektrisch zu betreiben. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die elektrischen Geräte und Betriebsmittel ihres Betriebs. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Sicherheitsanforderungen elektrischer Geräte, Betriebsmittel und über mögliche Betriebsstörungen. Dazu lesen sie betriebsspezifische Schaltpläne und nutzen digitale Medien und Hilfsmittel auch in einer Fremdsprache. Die Schülerinnen und Schüler planen die nachhaltige Instandhaltung elektrischer Anlagen unter der Einhaltung der Sicherheitsanforderungen und berücksichtigen die Art der Stromversorgung (Gleich-, Wechsel-, Dreiphasenwechselstrom) und die vorhandenen Maßnahmen gegen elektrischen Schlag. Die Schülerinnen und Schüler führen Sichtprüfungen von Geräten und Betriebsmitteln durch und stellen dabei Beschädigungen fest. Bei Beschädigungen beurteilen sie die Auswirkungen auf die Anlage. Sie tauschen Betriebsmittel (Leuchtmittel, Sicherungen, Leitungsschutzschalter, Fehlerstrom-Schutzschalter) systemgleich aus und nehmen diese anschließend in Betrieb. Sie setzen Batterieanlagen (unterbrechungsfreie Stromversorgung, Stromerzeugungsaggregate) ein. Sie prüfen ortsfeste und ortsveränderliche Betriebsmittel nach rechtlichen Vorgaben und handhaben Messgeräte und Arbeitsmittel sicher. Sie dokumentieren gemessene Betriebswerte und Prüfergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die durchgeführten Arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Handlungen und leiten Verbesserungen ab. Sie bewerten ihre Ergebnisse unter arbeitsorganisatorischen, technischen, ökonomischen und ökologischen Aspekten.
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenWasserhausanschluss erstellen und instand halten
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, einen Wasserhausanschluss zu erstellen und instand zu halten. Die Schülerinnen und Schüler werten den Kundenauftrag zur Erstellung und Erneuerung eines Wasserhausanschlusses aus (Antrag auf Trinkwasserversorgung). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Spitzenvolumenströme und deren Zusammensetzung. Sie fordern Bestandspläne an und machen sich mit den örtlichen Gegebenheiten auch im Hinblick auf Lage und Materialien und bestehende Leitungen vertraut. Die Schülerinnen und Schüler planen den Trinkwasseranschluss und unterscheiden hierzu den Einsatz unterschiedlicher Materialen, Armaturen und Wasserzählerarten. Sie beraten die Kundinnen und Kunden in Bezug auf den Erhalt der Trinkwassergüte, der Eichfristen sowie den ressourcenschonenden Umgang mit Trinkwasser, auch in einer Fremdsprache und mit digitalen Medien. Sie argumentieren auftragsbezogen und adressatengerecht unter Verwendung von Berufssprache und sind sich der Wirkung ihrer nonverbalen Kommunikation bewusst. Dabei beachten sie die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit und berücksichtigen mögliche Risiken beim Einsatz digitaler Messgeräte. Sie wählen Bauteile und Armaturen zur Fertigstellung eines Trinkwasserhausanschlusses aus (Wasserzähler, Kombiniertes Freistromventil mit Rückflussverhinderer, Anbohrarmatur). Sie entscheiden sich für eine Methode des Einbaus. Die Schülerinnen und Schüler führen die Arbeiten unter Berücksichtigung der Verlegekriterien sowie der Arbeitssicherheits- und Hygienevorschriften aus (Sicherheit im Verkehrsraum und im Rohrgraben). Sie führen die Endkontrolle neu installierter Anlagen und die Inbetriebnahme der Wasserzählanlage durch. Sie übergeben die Anlagen an die Kundinnen und Kunden und weisen diese in die Bedienung ein. Sie nehmen Kritik entgegen und reagieren darauf angemessen und lösungsorientiert. Sie führen im Zuge von Abrechnungsvorgängen Ablesungen von Wasserzählern auch digital und unter Einhaltung des Datenschutzes durch und interpretieren die Werte. Sie dokumentieren auch digital die Veränderungen in den Bestandsplänen (Aufmaßskizze, Wasserzähler) und weisen entsprechende Hinweisschilder aus (Schieber, Hydranten). Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Funktionsfähigkeit der Anlage sowie die Gefährdung der Trinkwassergüte. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr Kommunikationsverhalten mit Kundinnen und Kunden. Dazu holen sie sich ein Kundenfeedback ein.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenWasser aufbereiten und analysieren
Zeitrichtwert: 100 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Anlagen zur Aufbereitung von Trinkwasser zu planen, zu betreiben und instand zu halten sowie Trinkwasser zu analysieren. Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit dem Auftrag zur Analyse und Aufbereitung von Trinkwasser vertraut und verschaffen sich einen Überblick über die rechtlichen Anforderungen an die Trinkwasserqualität (Trinkwasserverordnung). Dazu nutzen sie auch digitale Informationsquellen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über unterschiedliche Möglichkeiten der Probenahme. Sie entnehmen Wasserproben zur physikalisch-chemischen und mikrobiologischen Untersuchung an verschiedenen Stellen des Aufbereitungsprozesses und bedienen die Probenahmegeräte unter Beachtung der Hygienevorschriften. Sie bestimmen physikalisch-chemische Parameter (sensorische Größen, Temperatur, pH-Wert, Trübung, Leitfähigkeit) und chemische Parameter (Sauerstoff, Chlor). Sie vergleichen die eigenen Analyseergebnisse und weitere bereitgestellte Ergebnisse mit den geforderten Grenzwerten aus der Trinkwasserverordnung und machen sich mit möglichen Gefahren für den Betrieb als auch für den menschlichen Organismus vertraut. Die Schülerinnen und Schüler leiten aus den gewonnenen Informationen aufeinander abgestimmte Aufbereitungsverfahren (Filtration, Membranverfahren, Belüftung, Desinfektion) und weitere Möglichkeiten zur Einhaltung der Grenzwerte (Verschneiden von Wasser) ab und dokumentieren diese auch mit digitalen Medien. Die Schülerinnen und Schüler führen unter Einhaltung notwendiger Hygienestandards die Wasseraufbereitung durch, indem sie die Anlagen bedienen und instand halten sowie die Prozessparameter überwachen und mit den anzustrebenden Grenzwerten vergleichen. Dazu setzen sie die Materialien und Chemikalien (reaktives Filtermaterial, Desinfektionsmittel) nachhaltig ein und betreiben die Aufbereitungsanlagen (Filterspülung). Sie nutzen Datenanalysen für die Optimierung von Aufbereitungsprozessen und erstellen Dokumentationen auch mit digitalen Medien. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Nachhaltigkeit der gewählten Aufbereitungsschritte im Team. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Vorgehensweise bei der Auswahl von Aufbereitungsprozessen auch im Hinblick auf die angewendeten Arbeits- und Lernstrategien.
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenWasser speichern und verteilen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Anlagen zur Speicherung und Verteilung von Trinkwasser zu planen, zu betreiben und instand zu halten. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über den Wasserbedarf im Versorgungsgebiet zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Möglichkeiten der Speicherung und Verteilung (Rohrnetzarten) von Trinkwasser unter den Gesichtspunkten des Erhalts der Wasserqualität sowie des Wasserdruckes. Dazu unterscheiden sie Wasserspeicher hinsichtlich ihrer Bauart (Rund-, Rechteckbehälter), Aufgabe und Lage im Versorgungsgebiet (Hoch-, Tief-, Gegen-, Durchlaufbehälter). Die Schülerinnen und Schüler planen den Einsatz von Bauteilen und Maschinen zur Speicherung und Verteilung von Trinkwasser. Die Schülerinnen und Schüler betreiben und halten die Anlagen und Anlagenteile zur Wasserspeicherung und -verteilung unter Beachtung der Grundlagen der Hygiene sowie der Arbeitssicherheit instand (Behälterreinigung, Rohrnetzspülung, Desinfektion). Sie veranlassen die Sicherung von Baustellen im öffentlichen Verkehrsbereich und überwachen die erforderlichen Tiefbauarbeiten. Auch unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Vielfalt kommunizieren sie wertschätzend im Team und mit externen Partnern, auch in einer Fremdsprache. Mit Hilfe von Datenanalysen, auch digital, hinterfragen sie Verbrauchsbilanzen (Leckageortung), erkennen Sanierungsbedarfe (Instandhaltungsstrategien) und dokumentieren ihre Ergebnisse unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre erhobenen Daten und leiten gegebenenfalls mögliche Sanierungsmaßnahmen ab. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Arbeitsprozess und übertragen ihre gewonnenen Erkenntnisse auf eine nachhaltige Bewirtschaftung der Speicherung und Verteilung von Trinkwasser.
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenWasserversorgungsanlagen steuern und regeln
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Wasserversorgungsanlagen zu steuern und zu regeln. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich im Team einen Überblick über den Auftrag zur Überwachung wasserversorgungstechnischer Anlagen mit Hilfe von Fernwirk- und Prozessleittechnik (Rohrleitungs- und Instrumentenfließbild, Aktoren, Sensoren, Schnittstellen). Sie vergegenwärtigen sich die Auswirkungen auf den Bereitschaftsdienst. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Bedeutung kritischer Infrastruktur und an die sich daraus ergebenen Anforderungen an die IT-Sicherheit (Schutzziele) bei der Steuerung und Regelung von Wasserversorgungsanlagen. Sie nutzen digitale Medien, auch in einer Fremdsprache, zur Informationsgewinnung. Die Schülerinnen und Schüler planen die Bedienung, Kontrolle und Instandhaltung von Mess-, Steuerungs- und Regelungseinrichtungen (Wirkungskette, Regelkreis). Sie berücksichtigen die Verfahren zur Messung von Füllständen, Volumina, Durchflüssen und weiteren Qualitätsparametern. Die Schülerinnen und Schüler überwachen Prozesse und Parameter von Wasserversorgungsanlagen. Sie nutzen Messverfahren (Einheitssignal), sowie Steuerungs- (Ablaufsteuerung, logische Verknüpfungen) und Regelungstechniken (stetig, unstetig). Sie prüfen die Funktionsfähigkeit der Steuerungen und Regelungen und nehmen notwendige Einstellungen vor. Sie erkennen Störungen und beheben diese. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren und bewerten die gewonnen Erkenntnisse zur Optimierung zukünftiger Vorgehensweisen. Sie hinterfragen die Auswirkungen von Verletzungen der IT-Sicherheit kritischer Infrastrukturen (Verarbeitung und Speicherung von Informationen). Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Vorgehensweise hinsichtlich der nachhaltigen Anlagenoptimierung und vergegenwärtigen sich die Notwendigkeit lebenslangen Lernens, insbesondere vor dem Hintergrund der Digitalisierung und den damit verbundenen Veränderungen.
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenHäufige Fragen zu Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen
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