Arbeitsblätter & Unterrichtsmaterial für Straßenbauer
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Lernfelder für Straßenbauer im Überblick
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Baustellen einrichten
Zeitrichtwert: 20 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Baustellen auftragsbezogen unter Berücksichtigung des eigenen Berufes, anderer Gewerke und der örtlichen Gegebenheiten einzurichten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die örtliche Situation für die auftragsbezogene Einrichtung einer Baustelle unter Beachtung der Besonderheiten des eigenen Berufes, rationeller Arbeitsabläufe, der geplanten Maßnahmen zur Unfallverhütung und zum Umweltschutz. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über weitere am Bau Beteiligte und deren Verantwortungsbereiche (Bauberufe, Bauherr, Planungsbüros, Baufirmen, Bauaufsichtsbehörden). Sie lesen Baustelleneinrichtungspläne auch in einer fremden Sprache (Planbestandteile, Einrichtungsgegenstände, Platzbedarf, Symbole, Maßstab) und Bauzeitenpläne und ziehen Schlussfolgerungen zur Abfolge der Gewerke und der Arbeitsabschnitte. Sie informieren sich über das Verhalten auf Baustellen (Kommunikationsregeln, Weisungsbefugnis, Unfallmeldung, Erste Hilfe) und Unfallverhütungsmaßnahmen (persönliche Schutzausrüstung, Gefahrensymbole, Arbeits- und Schutzgerüste, Leitern, Verkehrssicherungsmaßnahmen, vorbeugender Brandschutz, Umgang mit elektrischem Strom) und über Maßnahmen des Umweltschutzes (Lagerung umweltkritischer Stoffe, Abfallentsorgung, Gewässerschutz). Die Schülerinnen und Schüler planen die Einrichtung der Arbeitsplätze für ihr Gewerk auf Basis von Baustelleneinrichtungsplänen und unter Berücksichtigung der örtlichen Bedingungen, der auftragsspezifischen Anforderungen und Arbeitsabläufe (Ergonomie, Lichtquellen). Dazu fertigen sie kommentierte Skizzen an, auch mit Hilfe digitaler Medien. Sie präsentieren ihre Arbeitsergebnisse im Kontext ihres Berufsbildes und stimmen ihre Planungen miteinander ab. Dabei beachten sie die Vorschriften zum Datenschutz, zur Datensicherheit und zum Urheberrecht. Die Schülerinnen und Schüler richten die Arbeitsplätze für ihr Gewerk auf der Grundlage des Bauzeitenplanes, des Baustelleneinrichtungsplanes und der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen ein. Dazu beachten sie Lager- und Stellflächen sowie Arbeits- und Parkflächen und bereiten den Einsatz von Werkzeugen und Maschinen vor. Sie treffen Vorsorge für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz für sich und andere. Sie prüfen Gerüste und Leitern, stellen Absperrungen auf und setzen vorgegebene Verkehrssicherheitsmaßnahmen um. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Vollständigkeit der Baustelleneinrichtung sowie die Einhaltung der Unfallverhütungsmaßnahmen und der Vorschriften zum Umweltschutz. Sie kontrollieren sowohl die Lage und Größe der eingemessenen Flächen als auch die Anordnung der Verkehrswege. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Planungen hinsichtlich der Durchführbarkeit und Wirtschaftlichkeit, reflektieren ihre Vorgehensweise, ihre Rolle im Betrieb und diskutieren eine mögliche Optimierung der Baustelleneinrichtung ihres Arbeitsplatzes. In der Kommunikation mit allen Auftragsbeteiligten wenden sie Berufssprache adressatengerecht an.
Arbeitsblatt zu LF 1 erstellenBauwerke erschließen und gründen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Bauwerke auftragsbezogen nach örtlichen Gegebenheiten zu erschließen und zu gründen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die örtlichen Gegebenheiten zur Erschließung und Gründung eines Bauwerks. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über Verfahren der Baugrunderkundung und Eigenschaften des Baugrundes (Bodenarten, Tragfähigkeit, Wassereinfluss). Sie unterscheiden Baugruben und Gräben sowie Gründungsarten (Einzel-, Streifen-, Plattenfundament). Sie informieren sich über Infrastrukturleitungen (Entwässerung, elektrischer Strom, Kommunikation, flüssige und gasförmige Medien) und unterscheiden Schächte nach Lage, Material und Funktion. Sie informieren sich über den Schichtenaufbau von Zufahrten sowie über Beläge und Möglichkeiten der Einfassung von gepflasterten Verkehrsflächen. Die Schülerinnen und Schüler entnehmen dem Fundamentplan Abmessungen und Lage der Fundamente und planen unter Berücksichtigung von Unfallverhütungsmaßnahemen und ergonomischen Arbeitsweisen die Abmessungen von Baugruben (Baugrubensicherung, Böschungswinkel) und Gräben (Grabenformen, Grabenverbaugeräte) und fertigen Zeichnungen (Draufsichten, Schnittzeichnungen) an. Sie entscheiden anhand der Bodenverhältnisse und des Wasserandrangs über die Notwendigkeit einer offenen oder geschlossenen Wasserhaltung. Sie berechnen den Oberbodenabtrag und die Erdmassen des Aushubs (Fläche, Volumen, Auflockerung, Dichte von Böden). Sie lesen die Leitungsführung aus einem Entwässerungsplan (Mischsystem, Trennsystem, Rohrwerkstoffe, Schächte) und verorten Durchführungen und Bohrungen. Für die gepflasterten Verkehrsflächen ermitteln sie den Baustoffbedarf auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler führen Vermessungsarbeiten (Fluchten, Höhen, Schnurgerüst) durch und setzen unter Einhaltung der Unfallverhütungsmaßnahmen für die Erdarbeiten (Bodenaushub, Einbau von Tragschichten, Planum, Verdichtung) Baumaschinen ein. Sie heben Baugruben aus, stellen den Fundamentaushub her und bereiten die Sohle für die Herstellung der Fundamente vor (Kraft, Sohldruck, Druckzwiebel) und beurteilen die Tragfähigkeit des Untergrundes. Sie verlegen die Leitungen, stellen die Fundamente her, verfüllen die Baugruben und Gräben und legen Verkehrsflächen an. Sie entsorgen belasteten Aushub umweltgerecht. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Baugruben und Gräben auf Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen und zur Größe des Arbeitsraumes. Sie prüfen das Gefälle der Leitungen und die Abmessungen und Lage der Fundamente entsprechend den Planvorgaben. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Vorgehensweise hinsichtlich des Flächenverbrauchs beim Aushub und der Wirtschaftlichkeit bei der Wiederverwertung der Erdmassen im Hinblick auf einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Boden.
Arbeitsblatt zu LF 2 erstellenEinschalige Baukörper mauern
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, einschaliges Mauerwerk auftragsbezogen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der auftragsbezogenen Anforderungen an den einschaligen Baukörper und der örtlichen Gegebenheiten. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über Funktionen von gemauerten Baukörpern (Wandarten und -aufgaben) und verschaffen sich einen Überblick über künstliche Mauersteine (Arten, Rohdichte, Druckfestigkeit) sowie Mauermörtel (Mörtelarten, Mörtelklassen) und deren Verarbeitung. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung des einschaligen gemauerten Baukörpers unter Beachtung der Mauerverbände (Läufer-, Block-, Kreuzverband) und der Maßordnung im Hochbau sowie der wirtschaftlichen Verwendung von Mauersteinen in unterschiedlichen Formaten. Mit Hilfe von Tabellen ermitteln sie den Baustoffbedarf. Sie entwerfen und zeichnen den Baukörper (Skizzen, Ausführungszeichnungen) auch mit Hilfe digitaler Medien, wählen Werkzeuge, Maschinen und Hilfsmittel (Messgeräte, Prüfmittel) aus und planen den Arbeitsablauf. Im Planungskonzept berücksichtigen sie den Schutz des Baukörpers vor Feuchtigkeit (horizontale und vertikale Abdichtungen, Dränung) und Witterung. Sie erstellen und präsentieren die Dokumentation ihrer Vorgehensweise unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen, umweltverträglichen und sozialen Aspekten. Die Schülerinnen und Schüler messen den Baukörper ein, erstellen ihn unter Beachtung der Verbandsregeln und dichten ihn gegen Feuchtigkeit ab. Dabei berücksichtigen sie die örtlichen Gegebenheiten (Anschlussflächen, Leistungen der Vorgewerke), vorgesehene Öffnungen und Vorlagen. Sie erstellen Arbeitsgerüste nach den Vorschriften zum Arbeitsschutz. Sie achten auf Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere, die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen sowie den Umgang mit Gefahrstoffen (Gesundheitsschutz, Umwelteinflüsse, Entsorgung) und ergonomische Arbeitsabläufe. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Waagerechte, das Lot und die Herstellungsmaße und vergleichen die Istwerte der Ausführung mit den Sollwerten in der Ausführungszeichnung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Herstellungsprozess und stellen ihre Arbeitsergebnisse, auch mit Hilfe digitaler Medien, vor. Sie vergleichen und bewerten ihre Ergebnisse und diskutieren Möglichkeiten von Verbesserungen. Dabei argumentieren sie sachlich und präzise und wenden Berufssprache adressatengerecht an.
Arbeitsblatt zu LF 3 erstellenStahlbetonbauteile herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Stahlbetonbauteile auftragsbezogen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der Funktion des Bauteils, der örtlichen Gegebenheiten sowie der Leistungen der Vorgewerke und beschreiben die daraus abzuleitenden Eigenschaften des Stahlbetonbauteils. Dabei berücksichtigen sie den Um- und Rückbau vorhandener Bauteile. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Betonausgangsstoffe (Zemente, Gesteinskörnungen, Wasser), Bewehrungen (Betonstabstahl, Betonstahlmatten) und Schalungen (Brett-, Systemschalung). Sie unterscheiden Beton nach der Druckfestigkeit, der Bewehrung, der Rohdichte, dem Erhärtungszustand (Frisch-, Festbeton) und dem Ort der Herstellung (Baustellenbeton, Transportbeton). Sie berücksichtigen die auf das Bauteil wirkenden Kräfte, die im Bauteil auftretenden Spannungen (Zug, Druck), die Lage der Bewehrung und das Zusammenwirken von Betonstahl und Beton (Verbund, Längenausdehnung, Betondeckung). Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung des Stahlbetonbauteiles. Dazu bestimmen sie anhand von Tabellen die Zusammensetzung des Betons unter Berücksichtigung der Umgebungsbedingungen (Expositionsklassen) sowie der Konsistenz, der Druckfestigkeit und der Sieblinie der Gesteinskörnung. Sie führen Berechnungen (Flächen, Volumen, Materialbedarfe, Wasserzementwert) durch und erstellen Zeichnungen (Schalungs-, Bewehrungszeichnungen) sowie Materiallisten (Holzlisten, Stahllisten) auch mit Hilfe digitaler Medien. Sie wählen Werkzeuge und Maschinen aus und planen die Arbeitsschritte zur Herstellung und zum Einbau des Stahlbetonbauteils. Die Schülerinnen und Schüler erstellen die Schalung sowie die Hilfs- und Tragkonstruktionen. Sie fertigen die Bewehrung an und bauen sie ein. Sie mischen den Beton, prüfen die Konsistenz (Ausbreitversuch) und betonieren das Bauteil (Betonverarbeitung, Nachbehandlung). Sie reinigen, prüfen und warten Maschinen, Werkzeuge und Schalungen. Sie achten auf die geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen und die Vorschriften zum Gesundheitsschutz (Hautschutz, Augenschutz), ergonomische Arbeitsabläufe sowie Möglichkeiten zur Vermeidung betriebsbedingter Belastungen für Umwelt und Gesellschaft im eigenen Aufgabenbereich (Entsorgung, Recycling). Die Schülerinnen und Schüler beurteilen das Stahlbetonbauteil hinsichtlich Tragfähigkeit, Maßgenauigkeit und Oberflächenbeschaffenheit und ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Sie dokumentieren die Ergebnisse und vergleichen diese mit den vorgegebenen Parametern. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Herstellungsprozess und beschreiben die Vor- und Nachteile des Einsatzes von Stahlbeton gegenüber anderen Baustoffen. Sie bewerten die Ausgangsmaterialien hinsichtlich wirtschaftlicher, umweltverträglicher und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit und ziehen auch alternative Ausgangsstoffe in Betracht.
Arbeitsblatt zu LF 4 erstellenHolzkonstruktionen herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Holzkonstruktionen auftragsbezogen nach wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die auftragsbezogenen Vorgaben für die Holzkonstruktionen, die örtlichen Gegebenheiten, die Leistungen der Vorgewerke und erläutern die daraus abzuleitenden Eigenschaften der Konstruktion. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich, auch mit Hilfe digitaler Medien, über den Aufbau des Holzes, über Holzarten und das Arbeiten des Holzes sowie die gesellschaftliche und ökologische Bedeutung des Waldes. Sie vergleichen Maßnahmen zum Schutz vor Feuchtigkeit und Schädlingsbefall (Insekten, Pilze) der Konstruktion. Sie unterscheiden die Bauschnitthölzer und die Holzwerkstoffe in ihren Eigenschaften, Qualitäten und Dimensionen und deren Lagerung. Die Schülerinnen und Schüler entwerfen und planen die Holzkonstruktionen. Bei der Holzauswahl berücksichtigen sie die auftragsspezifischen Vorgaben und Maßnahmen zum Holzschutz (konstruktiv, chemisch). Sie berücksichtigen den Verlauf der Kräfte in der Holzkonstruktion und wählen Holzverbindungen (zimmermanns-, ingenieursmäßige Holzverbindungen) und die Verbindungsmittel aus. Sie erstellen Zeichnungen (Verbindungen, Konstruktionen). Sie ermitteln den Materialbedarf (Verschnitt), erstellen Materiallisten (Holzlisten) auch mit digitalen Medien. Sie wählen Bearbeitungswerkzeuge und -maschinen aus und planen deren Einsatz. Dabei achten sie auf eine wirtschaftliche Ausführung und entwickeln Vorschläge für nachhaltiges Handeln im eigenen Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler fertigen und errichten Holzkonstruktionen und setzen Bearbeitungswerkzeuge und -maschinen ein. Dabei achten sie auf ergonomische Arbeitsabläufe, Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere, die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen sowie den Umgang mit Gefahrstoffen (Gesundheitsschutz, Umweltschutz, Entsorgung). Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Ausführungsqualität der Holzkonstruktionen (Tragfähigkeit, Maßhaltigkeit, Gestaltung, Beständigkeit). In diesem Zusammenhang ergreifen sie Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Auswahl der Verbindungen, die Materialauswahl sowie den Herstellungsprozess und beurteilen die Nachhaltigkeit der Holzkonstruktion.
Arbeitsblatt zu LF 5 erstellenBauteile beschichten und bekleiden
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Bauteile auftragsbezogen nach wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten zu beschichten und zu bekleiden. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Vorgaben des Auftrages hinsichtlich der geforderten Eigenschaften der Bauteile und Vorgaben zur gestalterischen Ausführung. Sie dokumentieren, auch mit Hilfe digitaler Medien, und bewerten die örtlichen Gegebenheiten und Leistungen der Vorgewerke. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Materialien (Bindemittel, Mörtel, Dämmstoffe, Abdichtungsstoffe, Putze, Plattenwerkstoffe, keramische Beläge) und die Konstruktionen (Unterkonstruktionen, Untergründe, Estriche, Haftgründe, Trennschichten, Abdichtungen). Sie informieren sich über Gefährdungspotentiale (Asbest, Stäube) und über zu veranlassende Maßnahmen beim Um- und Rückbau von Bauteilen sowie der Bearbeitung von Materialien. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung und die Gestaltung der Beschichtungen und der Bekleidungen unter Beachtung der baulichen Gegebenheiten (Tragfähigkeit, Haftfähigkeit, Öffnungen, Anschlüsse) und bauphysikalischer Einflüsse (Wärme, Feuchtigkeit, Schall). Sie wählen die Materialen nach den zu erwartenden Beanspruchungen, die Ausführungstechniken sowie den Werkzeug- und Maschineneinsatz aus. Sie fertigen die Planungsunterlagen (Detailzeichnungen, Materiallisten, Arbeitsablaufpläne) auch mit Hilfe digitaler Medien an. Dabei achten sie auf die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler prüfen den Untergrund und bereiten ihn vor. Sie beschichten und bekleiden die Bauteile und stellen dabei Fugen und Anschlüsse her. Sie achten auf ergonomische Arbeitsabläufe, Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere und die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. Sie vermeiden Abfälle und führen Reststoffe einer umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung zu. Sie handeln beim Reinigen der Arbeitsmittel ökologisch verantwortlich. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Beschichtungen und die Bekleidungen hinsichtlich der Materialauswahl, der Ausführung (Maßhaltigkeit, Oberflächenqualität) und der Gestaltung. Sie ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Schülerinnen und Schüler stellen ihre Arbeitsergebnisse zur Diskussion und vertreten ihre Entscheidungen. Sie reflektieren den Planungs- und Umsetzungsprozess sowie die Materialauswahl hinsichtlich der auftragsbezogenen Vorgaben sowie der Aspekte der Nachhaltigkeit. Sie schlagen Möglichkeiten zur Optimierung vor und dokumentieren diese. Übersicht über die Lernfelder für die Berufsausbildung in Tiefbauberufen Tiefbaufacharbeiter und Tiefbaufacharbeiterin; Schwerpunkt Straßenbau 7 Arbeitsstellen im Verkehrsraum einrichten und 40 sichern 8 Erdbauwerke errichten 80 9 Rohrleitungen einbauen 80 10 Verkehrsflächen herstellen 80 Straßenbauer und Straßenbauerin 11 Verkehrswege planen und bauen 80 12 Asphaltfahrbahnen bauen 100 13 Betonfahrbahndecken herstellen 60 14 Verkehrswege erhalten 40 Summen: insgesamt 880 Stunden 320 280 280
Arbeitsblatt zu LF 6 erstellenArbeitsstellen im Verkehrsraum einrichten und sichern
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Arbeitsstellen im Verkehrsraum vorzubereiten, zu sichern und als Straßenbaustelle einzurichten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Arbeitsstelle im Verkehrsraum und beachten die auftragsbezogenen Kundenwünsche im Hinblick auf die örtlichen Gegebenheiten. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Anforderungen und Vorgaben für die Absicherung in technischen Regelwerken, Bauvorschriften und allgemeinen technischen Vertragsbedingungen. Sie berücksichtigen die bereitzustellenden Ver- und Entsorgungseinrichtungen sowie Unterkünfte und verschaffen sich einen Überblick über Baustellensicherungsmaßnahmen und die einzuhaltenden Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Schülerinnen und Schüler planen Arbeitsabläufe zur Einrichtung und Absicherung der Baustelle auf der Basis von Bestands- und Regelplänen. Sie fertigen Zeichnungen, Einmeß- und Aufmaßskizzen an und prüfen diese auf Übereinstimmung mit den örtlichen Gegebenheiten. Die Schülerinnen und Schüler berücksichtigen eine ressourcenschonende Verwendung von Baustoffen und planen kreislaufwirtschaftliche Gesichtspunkte bei der Trennung von Abfall- und Reststoffen und deren umweltgerechte Verwertung. Die Schülerinnen und Schüler führen Vermessungsarbeiten und Baustellensicherungsmaßnahmen durch. Sie ergreifen Maßnahmen zum Schutz von Personen, stellen die Lage von Ver- und Entsorgungsleitungen auf der Baustelle fest und schützen diese vor Beschädigungen. Sie führen eine Straßenabsicherung gemäß vorgegebenem Verkehrszeichenplan aus. Kommen Arbeitshilfen (Gerüste, Leitern) zum Einsatz, dokumentieren sie Mängel und leiten diese an den Vorgesetzten weiter. Nach Abschluss der Baumaßnahme bereiten sie Baustoffe, Maschinen und Unterkünfte für Räumung vor und übergeben die Arbeitsplätze. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Baustelleneinrichtung hinsichtlich organisatorischer Arbeitsabläufe und eines sicheren Baustellenbetriebes. Bei Abweichungen kommunizieren sie unter Verwendung von Fachbegriffen Folgemaßnahmen mit den Verantwortlichen. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Baustelleneinrichtung sowie die Sicherungsmaßnahmen hinsichtlich wirtschaftlicher, umwelttechnischer und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit und erarbeiten Verbesserungsvorschläge.
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenErdbauwerke errichten
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Erdbauwerke in ihrer Lage, Form, Masse und Beschaffenheit auftragsbezogen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag und die Planungsvorgaben für die profilgerechte Erstellung eines linienartigen, geböschten Erdbauwerks unter Berücksichtigung von Bodenbewegung (Lösen, Laden, Transportieren, Einbauen) und Bodenverdichtung und Lagerung. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Arten, Funktionen und Beschaffenheit von Erdbauwerken (Damm, Einschnitt, Anschnitt) und unterscheiden bei Erdbauarbeiten die Verwendungsfähigkeit von Böden als Baugrund, Böden als Baustoffe und Oberboden als hochwertiges Naturschutzgut. Die Schülerinnen und Schüler planen das Anlegen von Böschungen unter Berücksichtigung der Beschaffenheit der Einbaumaterialien und Verwendungsfähigkeit (Homogenbereiche) sowie Witterungsverhältnissen. Sie berücksichtigen Ergebnisse der Baugrunderkundung und unterscheiden Bodenarten und deren Verdichtbarkeit. Sie ermitteln anhand von Zeichnungen die Erdmassen, planen im Team den Zeit- und Personaleinsatz und wählen Maschinen, Werkzeuge und Geräte zur Bodenbewegung und Verdichtung aus. Dabei nutzen sie auch digitale Aufmaßmethoden. Die Schülerinnen und Schüler führen ein Erdplanum (Verdichtungsregeln, Ebenheit, Tragfähigkeit, Gefälle, Höhenlage, Schichtdicke) auch unter Einsatz ungebundener und gebundener Tragschichten sowie Einsatz von Bodenverbesserungen und Bodenverfestigungen (persönliche Schutzausrüstung einschließlich Staubschutz) aus und stellen die Bettung und Unterlage für den Oberbau her. Sie erkennen und melden Auffälligkeiten bei der Standfestigkeit sowie Unregelmäßigkeiten und Altlasten im Baugrund. Dabei wenden sie Sicherheitsvorschriften an und erfassen die Gefahren beim Umgang mit Erdbaumaschinen im geneigten und ebenen Gelände. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren das Erdbauwerk hinsichtlich Lage, Neigung der Böschungen und Verdichtungsqualität anhand von Prüfprotokollen (Proctorversuch, Lastplattendruckversuch) und dokumentieren die Arbeitsergebnisse auch mit digitalen Endgeräten unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Optimierungsmöglichkeiten kommunizieren sie mit Beteiligten. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Herstellung eines Erdbauwerkes auf eine ressourcenschonende und nachhaltige Arbeitsweise und werten die Ergebnisse der Zusammenarbeit aus.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenRohrleitungen einbauen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Rohrleitungen nach den örtlichen Gegebenheiten auftragsbezogen einzubauen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Arbeitsauftrag hinsichtlich der Kundenanforderung und berücksichtigen die örtlichen Gegebenheiten zur Verlegung einer Rohrleitung (Schmutz-, Misch-, Regenwasser-, Kabelschutzrohrleitungen). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über das vorhandene Entwässerungssystem und weitere unterirdische Infrastrukturanlagen (Freispiegel- und Druckrohrleitungen) sowie über die Verhältnisse im Baugrund (Kampfmittelfreiheit, Standfestigkeit, Grabensicherung, Grundwasserverhältnisse, auszuführende Bettung). Sie verschaffen sich einen Überblick über Verfahren (offene Bauweise, Bohrverfahren), Rohrarten, Schachtausführungen (Sonderbauwerke, Fertigteile, Ortbeton und Steine) und Herstellung (Rohrverbindungen). Dabei lesen und zeichnen sie Lage- und Höhenpläne auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler planen unter Berücksichtigung der Unfallverhütungsmaßnahen die Grabensicherung (Verbauarten, Böschung, Mindestgrabenbreite), den Transport und die Lagerung von Rohrleitungsbauteilen, die Sicherung vorhandener Leitungen sowie Wasserhaltungsmaßnahmen. Sie ermitteln mit Hilfe von Tabellen und Aufmaßzeichnungen die für die Verlegung erforderlichen Rohrleitungsteile und führen Mengenberechnungen der Baustoffe (Aushub, Bettung, Verfüllung) durch. Dabei nutzen sie auch digitale Aufmaßmethoden. Die Schülerinnen und Schüler öffnen den vorhandenen Fahrbahnbelag und bauen vorhandene Infrastruktureinrichtungen zurück. Sie sichern den Rohrleitungsgraben entsprechend den geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen und bauen eine Freispiegelleitung einschließlich erforderlicher Schacht- und Sonderbauwerke höhen- und lagegerecht ein. Dabei verlegen sie die Leitung im entsprechenden Gefälle, führen die Verbindungen aus und dichten Einbauteile gegen drückendes und nicht drückendes Wasser ab. Sie protokollieren die Leitungsverlegung. Der Einbau der Rohrleitungen erfolgt mit geprüften Lastaufnahme- und Anschlagmitteln. Bei der Verfüllung des Grabens berücksichtigen sie Leitungszone sowie Hauptverfüllung. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen Rohre, Formstücke und Schachtbauteile auf Beschaffenheit und Zustand. Sie prüfen das Rohrleitungssystem hinsichtlich Gefälle, Dichtheit und die Verdichtung der Verfüllung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Herstellung in offener und grabenloser Bauweise und beurteilen die Verlegung der Rohrleitung hinsichtlich wirtschaftlicher, umwelttechnischer und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit.
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenVerkehrsflächen herstellen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, auftragsbezogene Verkehrsflächen aus Pflaster- und Plattenbelägen herzustellen sowie Asphalt einzubauen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag und die gestalterischen Wünsche sowie die örtliche Gegebenheit hinsichtlich der Baugrundbeschaffenheit. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über die unterschiedliche Ausführung der künstlichen und natürlichen Pflaster-, Plattenbeläge sowie Asphaltdecken und die daraus resultierenden Einsatzmöglichkeiten. Sie erfassen unter ökonomischen und qualitativen Gesichtspunkten alternative Lösungsmöglichkeiten gegen Flächenversiegelung. Die Schülerinnen und Schüler planen den Straßenaufbau (Unterbau, Planum, ungebundene und gebundene Tragschichten, Bettung Oberbau), mögliche Bodenverbesserungs- und Bodenverfestigungsmaßnahmen sowie die Verdichtung. Sie berücksichtigen unterschiedliche Verkehrsführungen mit Bogengeometrie, Neigungsänderung und -wechsel einschließlich der Randbefestigung mit Entwässerung. Die Schülerinnen und Schüler erstellen zeichnerische, maßstabsgerechte Gestaltungsvorschläge für die Verbände (Segmentbogenverband und Schuppenverband) und Muster in der geplanten Verkehrsfläche (Längs- und Querprofil) und berücksichtigen taktile Bodenindikatoren für sehbeeinträchtigte Menschen. Dabei wählen sie auch Material und Menge aus. Sie beachten die Sicherheitsvorschriften am Arbeitsplatz und vermeiden betriebsbedingte Belastungen für Umwelt und Gesellschaft. Die Schülerinnen und Schüler stellen unter Berücksichtigung der Leistung vorangegangener Gewerke und verschiedener Fugenmaterialien die Pflasterflächen und Plattenbeläge manuell und maschinell im Gesamtaufbau her. Sie messen Pflasterflächen auch digital, satellitengestützt ein (Höhen-, Lage-, Längen-, Richtungs- und Winkelmessungen) und stecken Bögen ab. Die Schülerinnen und Schüler bauen Asphaltschichten manuell und maschinell auf die vorbereitete Unterlage ein und verdichten diese. Sie stellen Ränder und Anschlüsse her. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Ausführung hinsichtlich Längs- und Querneigungen, Verband, Fugenbild, Verdichtung, Bettung und Rückenstütze. Sie prüfen beim Einbau die vorgegebenen Schichtdicken der Verkehrsflächen und die Einbautemperatur des Asphaltmischgutes. Sie dokumentieren die Ergebnisse unter Einhaltung des Datenschutzes und informieren betrieblich beteiligte Personen über die Fertigstellung. Sie übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die eingesetzten Materialien, den Maschineneinsatz und den Arbeitsablauf hinsichtlich wirtschaftlicher, umweltverträglicher und ergonomischer sowie sozialer Aspekte. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Herstellungs- und Einbauprozess der Verkehrsflächen unter Berücksichtigung der Unfallverhütungsmaßnahmen und einer nachhaltigen Arbeitsweise einschließlich Rückbau und Recycling.
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenVerkehrswege planen und bauen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Verkehrswege auftragsbezogen zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag zur Erstellung eines Verkehrsweges unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Planung von Verkehrswegen und die Funktionsweise satellitengestützter und stationärer Messtechnik. Dabei vollziehen sie die Entwurfsmethodik (Gerade, Bogen, Klothoide) einer Straßentrasse sowie den standardisierten Aufbau (Unterbau, Oberbau), Regelquerschnitte und Neigungen nach und verschaffen sich einen Überblick über offene und geschlossene Fahrbahnentwässerungssysteme (Mulden, Gräben, Punkt- und Linienentwässerung) auch im Hinblick auf den Hochwasser- und Gewässerschutz. Die Schülerinnen und Schüler planen einen frostsicheren Straßenaufbau und zeichnen den Straßenquerschnitt einschließlich der Randausbildung unter Einbeziehung digitaler Vermessungsverfahren und örtlicher Gegebenheiten. Sie fertigen Zeichnungen (Straßen-Höhenplan) zur Ausrundung von Kuppen und Wannen auch unter Verwendung digitaler Medien an. Unter der Vorgabe von Zeitrichtwerten stellen sie den zeitlichen Ablauf der Baumaßnahme grafisch dar. Die Schülerinnen und Schüler bauen den Verkehrsweg entsprechend dem ausgewählten Schichtenaufbau. Sie stellen gebundene und ungebundene Tragschichten unter Beachtung der Schichtdicke, Ebenheit, profilgerechter Lage und Verdichtungsanforderung her und führen darauf die Fahrbahndecke aus. Für die Sicherung von Geländesprüngen bauen sie Betonfertigteile unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz (Anschlagmittel) auf der vorbereiten Unterlage höhen- und fluchtgerecht ein. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen den Verkehrsweg auf seine Gebrauchstauglichkeit. Bei Qualitätsabweichungen besprechen sie Maßnahmen zur Behebung mit Verantwortlichen und gehen mit Kritik konstruktiv um. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Bau des Verkehrsweges hinsichtlich der Erfüllung seiner Aufgaben sowie wirtschaftlicher, umwelttechnischer und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit.
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenAsphaltfahrbahnen bauen
Zeitrichtwert: 100 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Fahrbahnen in Asphaltbauweise auftragsbezogen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen einen Straßenentwurf für eine Asphaltbefestigung. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Bezeichnungen und Eigenschaften von Bitumenarten und Asphaltmischgutarten. Sie unterscheiden Bitumenarten und Bauweisen nach der Herstellung (Kalt- und Heißeinbau), Zusammensetzung und Hohlraumgehalt, Einbau und Verdichtung, Verarbeitungstemperatur, Einbauschichtdicke sowie die Randeinfassung. Die Schülerinnen und Schüler planen den Maschineneinsatz und die Zusammensetzung von Asphaltmischgut auftragsbezogen mit Schichtenaufbau (Deckschicht, Binderschicht, gebundene und ungebundene Tragschicht), Schichtdicken und Verdichtungsanforderungen nach den Regelwerken. Sie berechnen die einzubauenden Asphaltmischgutmengen auf Basis von Ausschreibungsdaten. Die Schülerinnen und Schüler bauen das Asphaltmischgut als Walz- und Gussasphalt unter Berücksichtigung der Mischguttemperaturen bei Anlieferung, Einbau, Verdichtung und Witterung ein. Sie bereiten die Unterlage vor, überprüfen diese auf Tragfähigkeit (dynamisch, statisch, Rammsondierung) und wenden Einbautechniken und Geräte an. Sie führen Nähte, Anschlüsse, Fugen und Randausbildung aus sowie Oberflächenschutzschichten nach unterschiedlichen Verfahren. Dabei berücksichtigen sie die Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz und Umweltschutz sowie Entsorgungsmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren Werkzeuge, Maschinen und Ausführung, wirken bei Eigenüberwachungsprüfungen mit und dokumentieren diese. Bei festgestellten oder mitgeteilten Qualitätsabweichungen werden Maßnahmen zur Behebung ergriffen. Fertiggestellte Teilabschnitte und Baustellen werden geräumt und an die Kunden übergeben. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Herstellungs-, Einbau- und Kontrollprozess der Asphaltfahrbahndecke und beurteilen diesen unter Berücksichtigung der Unfallverhütungsmaßnahmen, Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit, Qualität und eines späteren Rückbaus.
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenBetonfahrbahndecken herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Betonfahrbahndecken auftragsbezogen zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag und die bauliche Situation hinsichtlich des projektierten Aufbaus der Betondecke auf der vorhandenen Tragschicht mit ausgelegtem Vliesstoff. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über den Schichtenaufbau (ein- und mehrschichtige Bauweise), Schichtdicken nach Regelwerken sowie die Anforderung an den Beton als Fahrbahndecke. Sie unterscheiden die konstruktive Gestaltung (Fugenanordnung, -arten, -füllung, Bewehrung, Dübel, Anker) und die Herstellungsverfahren (Gleitschalungsfertiger, schienengeführte Betonverteilergeräte, stehende oder geschleppte Verfahren). Die Schüler und Schülerinnen planen entsprechend der Belastungsklasse das Einbauverfahren, die Betonmengen und den Maschineneinsatz für die herzustellende Betondecke. Dabei berücksichtigen sie Anliefern, Einbringen, Verteilen, Verdichten, Glätten, Strukturieren und Nachbehandeln des Betons. Sie nutzen unterschiedliche Informationsquellen für die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften am Arbeitsplatz und zur Vermeidung von Belastungen der Umwelt und Gesellschaft. Die Schülerinnen und Schüler stellen die Betonfahrbahndecke im Gesamtaufbau her. Sie bauen den Beton manuell und maschinell auf die vorbereitete Unterlage ein. Sie achten auf den höhen- und fluchtgerechten Einbau der Dübel und Anker und bei der Fugenherstellung auf die richtige Anordnung und Verfugungstechnik der Raum-, Schein-, Press-, Quer- und Längsfugen. Sie berücksichtigen wetterbedingte Einflüsse beim Einbau. Die Schülerinnen und Schüler prüfen und beurteilen während der Bauphase die projektgerechte Ausführung in Qualität, Quantität, Arbeitssicherheit und Umweltverträglichkeit. Bei der Betonanlieferung werden Frischbetonprüfungen durchgeführt sowie die Betonoberfläche auf Griffigkeit geprüft. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Herstellung einschließlich der Betonprüfungen, die Schutzmaßnahmen bei der Deckenherstellung und die Verfahren für die Nachbehandlung der Betondecke. Bei ihrer Argumentation berücksichtigen sie auch den späteren Rückbau, das Recyceln des Betons und künftige Straßenerhaltungsmaßnahmen.
Arbeitsblatt zu LF 13 erstellenVerkehrswege erhalten
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Verkehrswege auftragsbezogen zu erhalten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag hinsichtlich Herstellungsart des Verkehrsweges (Pflaster, Asphalt, Beton) und Schäden in der Fahrbahn. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Verfahren zur Erhaltung des Verkehrsweges. Die Schülerinnen und Schüler ermitteln mit visuellen, messtechnischen und labortechnischen Verfahren die Ursachen für die Fahrbahnschäden. Sie planen die Erhaltungsmaßnahmen (betriebliche Unterhaltung, Instandhaltung, Erneuerung), den Erhaltungsaufwand sowie die für den Arbeitseinsatz erforderlichen Werkzeuge und Maschinen. Sie beraten die Kunden über das betriebliche Leistungsspektrum und beachten dabei die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler führen die Erhaltungsmaßnahme entsprechend der Zustandsmerkmale (Ebenheit, Rauheit, Substanzmängel) und dem Schadensbild aus. Nach Aufgrabungen stellen sie Pflasterdecken und Plattenbeläge wieder her und wirken bei der Erneuerung von Asphalt- und Betondecken mit. Die Arbeiten werden in Aufmaßen nach Normen und Richtlinien dokumentiert. Sie stellen Verkehrsleiteinrichtungen nach Gefährdungsbeurteilung und vorgegebenem Verkehrszeichenplan auf und unterhalten diese. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Arbeitsergebnisse auf Übereinstimmung mit den Kundenanforderungen. Sie übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren das Verfahren nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten und Dauerhaftigkeit. Mit Hinweisen zum Erhaltungsaufwand übergeben sie die Arbeiten an die Kunden. Übersicht über die Lernfelder für die Berufsausbildung in Tiefbauberufen Tiefbaufacharbeiter und Tiefbaufacharbeiterin; Schwerpunkt Leitungsbauarbeiten 7 Arbeitsstellen im Verkehrsraum einrichten und 40 sichern 8 Leitungsgräben und kleine Baugruben herstellen 60 9 Infrastrukturleitungen einbauen 100 10 Schächte einbauen 40 11 Verkehrsflächen wiederherstellen 40 Leitungsbauer für Infrastrukturtechnik und Leitungsbauerin für Infrastrukturtechnik 12 Baugruben und Gräben sichern 60 13 Druckrohrleitungen und Hausanschlüsse herstellen 120 14 Elektro- und Kommunikationsleitungen herstellen 40 15 Leitungen instand halten und sanieren 60 Summen: insgesamt 880 Stunden 320 280 280
Arbeitsblatt zu LF 14 erstellenArbeitsstellen im Verkehrsraum einrichten und sichern
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Verkehrsräume vorzubereiten, zu sichern und als Straßenbaustellen einzurichten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Arbeitsstelle im Verkehrsraum auftragsbezogen unter Beachtung der örtlichen Gegebenheiten und möglicher Gefahrenbereiche. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Anforderungen und Vorgaben in den Richtlinien und Verordnungen. Sie berücksichtigen die bereitzustellenden Ver- und Entsorgungseinrichtungen sowie Unterkünfte und verschaffen sich einen Überblick über Baustellensicherungsmaßnahmen und den Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Schülerinnen und Schüler planen Arbeitsabläufe zur Einrichtung und Absicherung der Baustelle im Verkehrsraum auf der Basis von Bestands- und Regelplänen. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden auf Grundlage von gültigen Regelplänen und behördlichen Vorgaben über Art und Anzahl der Hilfsmittel für die Kennzeichnung und die Absperrung im Straßenbereich (Verkehrszeichen, Absperrgeräte, Warnleuchten, Lichtzeichenanlagen, Aufstellhilfen). Die Schülerinnen und Schüler führen die Baustellensicherungsmaßnahmen nach Vorgaben durch und ergreifen Maßnahmen zum Schutz von Personen. Sie stellen die Straßenabsicherung des Verkehrszeichenplanes und unter Beachtung der Aufstellregeln auf. Sie prüfen deren einwandfreie Funktionsweise während der Bauphase und räumen sowie übergeben die Baustelle nach Fertigstellung ordnungsgemäß. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Baustelleneinrichtung hinsichtlich organisatorischer Arbeitsabläufe und eines sicheren Baustellenbetriebes. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Baustelleneinrichtung sowie die Sicherungsmaßnahmen hinsichtlich wirtschaftlicher, umwelttechnischer und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit.
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenLeitungsgräben und kleine Baugruben herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Leitungsgräben und kleine Baugruben auftragsbezogen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die örtlichen Gegebenheiten zur Herstellung eines Leitungsgrabens und kleiner Baugruben. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich mit Hilfe von Bestandsplänen und Hinweisen in der Örtlichkeit (Hinweisschilder, Straßenkappen) über das Vorhandensein unterirdischer Leitungen, Kanäle und Kabel und kennzeichnen deren Verlauf und Lage. Sie sammeln Informationen zum vorliegenden Baugrund (Baugrunduntersuchungen, Bodenuntersuchungen, Bohrververfahren) und treffen Aussagen bezüglich der Beschaffenheit (Korngrößen, Korngrößenverteilung, Wassergehalt, Einteilung der Böden) und der Eigenschaften (Tragfähigkeit, Setzungsverhalten, Frostempfindlichkeit) sowie der Grundwassersituation. Sie beschaffen sich projektbezogene Informationen, auch in fremder Sprache und mit digitalen Medien. Die Schülerinnen und Schüler planen auf Grundlage der Unfallverhütungsmaßnahmen und unter Berücksichtigung und Bewertung des anstehenden Bodens, der Witterungsverhältnisse, der örtlichen Gegebenheiten und ökologischer Aspekte (Baum- und Wurzelschutz) die Sicherungsmaßnahme für Leitungsgräben und Baugruben (Böschung, Normverbau, Grabenverbaugeräte). Sie treffen Maßnahmen zur Wasserhaltung und begründen ihre Auswahl. Sie ermitteln die erforderlichen Abmessungen des Grabens und der Baugrube (Arbeitsraum, Mindestarbeitsraumbreiten) und stellen diese im Schnitt und in der Draufsicht zeichnerisch, auch in digitaler Form, dar. Sie berechnen den erforderlichen Aushub unter Berücksichtigung des Auflockerungsfaktors und schätzen die Kosten für Transport, Lagerung und Deponiegebühren der verschiedenen Bodenarten ab. Die Schülerinnen und Schüler bestimmen die Lage des Leitungsgrabens und der kleinen Baugrube vor Ort (analog und digital), stellen Öffnungen in Fahrbahnbelägen her und nehmen vorhandene Straßenbeläge und Oberboden (Abtrag, Lagerung, Wiederandeckung) auf. Sie treffen Entscheidungen in Bezug auf das Lösen, Laden, Transportieren, Lagern und Sichern des Aushubs und erkennen dabei Auffälligkeiten, Unregelmäßigkeiten, Gefährdungen, Kontaminierung und Hindernisse im Boden. Sie behandeln den Abtrag und Aushub nachhaltig und umweltbewusst unter Berücksichtigung kreislaufwirtschaftlicher Gesichtspunkte. Sie prüfen Aushubböden und Einbaumaterialien für die Verfüllung auf Eignung, Verwendungsfähigkeit und Verdichtungsfähigkeit. Sie nutzen Werkzeuge und Maschinen und zugehörige Ausrüstungsmöglichkeiten unter ergonomischen und ökologischen Aspekten. Sie bringen den Verbau mit unterschiedlichen Verfahren ein, sichern dabei kreuzende Leitungen und Kabel und stellen das Planum für die folgenden Gewerke her. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen und optimieren die Phasen der Herstellung und Sicherung von Leitungsgräben und kleiner Baugruben im Hinblick auf wirtschaftliche, umweltverträgliche und soziale Aspekte der Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen ihre Lösung und reflektieren ihre Vorgehensweise. Sie transferieren anschließend ihre erworbenen Kompetenzen auf andere Problemstellungen und kommunizieren hierfür alternative Lösungsansätze.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenInfrastrukturleitungen einbauen
Zeitrichtwert: 100 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Rohrleitungen nach den örtlichen Gegebenheiten auftragsbezogen in offener Bauweise einzubauen und Kabelleitungen zu unterscheiden. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die örtlichen Gegebenheiten zur Verlegung von Wasser-, Elektro- und Kommunikationsleitungen in offener Bauweise und prüfen Zeichnungen auf Übereinstimmung mit den Gegebenheiten. Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden Freispiegel- und Druckrohrleitungen für den Transport von flüssigen und gasförmigen Medien. Sie informieren sich über die Wassergewinnung, -aufbereitung und -speicherung im Einbaugebiet sowie die Verteilung des Wassers im vorhandenen Versorgungsnetz (Ringnetz, Verästelungsnetz). Sie verschaffen sich einen Überblick über verschiedene Rohrmaterialien für Versorgungsleitungen und Kabelschutzrohre (Metalle, Kunststoffe, Verbundwerkstoffe) und deren Herstellung und Bearbeitungsmöglichkeiten (Spanen, Trennen) sowie über Rohrverbindungen (Stecken, Schrauben, Kleben, Klemmen, Pressen, Schweißen) und Ein- und Anbauteile (Armaturen, Formstücke) nach Art und Eigenschaften. Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden Kabelleitungen nach Material und Verwendungszweck. Die Schülerinnen und Schüler erstellen Aufmaße und Bestandsskizzen und planen auftragsbezogen die Herstellung einer Leitung. Hierfür wählen sie auf Grundlage verschiedener Parameter (täglicher Wasserbedarf, Wasserdruckkräfte, Fließgeschwindigkeit, Kontinuitätsgleichung, hydrostatischer Druck, Volumenstrom, Widerlagerkräfte) die Bau- und Bauhilfsstoffe für die Verlegung der Leitung aus und begründen ihre Entscheidung. Sie ermitteln mit Hilfe von Tabellen und Aufmaßskizzen die für die Verlegung erforderlichen Leitungen sowie Ein- und Anbauteile (Sinnbilder, Kurzzeichen, Formstückplan), fordern sie an und prüfen sie auf Vollständigkeit, Beschädigungen und Maßhaltigkeit. Beim Transport und der Lagerung von Bau- und Bauhilfsstoffen auf der Baustelle berücksichtigen sie die Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz (Sicherheitsabstände, technische Merkblätter und Gebrauchsanweisungen, ergonomische Arbeitsweisen, Lastaufnahme- und Anschlagmittel). Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Tragfähigkeit und Standfestigkeit des anliegenden Bodens und achten auf eine ausreichende Verdichtung der Grabensohle. Sie bauen Leitungen höhen- und lagegerecht ein (Leitungszonen), führen die Verbindungen (zugfeste und nichtzugfeste Verbindungen) aus, messen Armaturen und Formstücke ein und protokollieren die Leitungsverlegung und durchgeführte Umverlegungen bestehender Rohre. Zur Sicherung der Leitungen erstellen sie Auf- und Widerlager. Die Schülerinnen und Schüler stellen Hausanschlüsse für die Wasserversorgung her und führen eine Druckprüfung durch. Sie dokumentieren Ergebnisse und ergreifen Maßnahmen zur Behebung von Mängeln. Für die nachhaltige Nutzung der Rohrleitungen aus metallischen Werkstoffen montieren sie passive Korrosionsschutzsysteme und prüfen diese. Sie verfüllen und verdichten ihren Leitungsgraben lagenweise. Vor und während der Montage sowie bei der Inbetriebnahme der Leitung stellen sie die Vorgaben zur Einhaltung der Hygiene für die Trinkwasserversorgung sicher (Anforderungen an Trinkwasser, Schutz des Wassers, Spülen, Desinfizieren). Nach Abschluss des Einbaus dokumentieren sie den Verlauf und die Lage der Leitungen und fertigen bemaßte Einbauskizzen und Pläne, unter Anwendung normgerechter Sinnbilder, an. Hierfür nutzen sie auch digitale Endgeräte und branchenspezifische Software. Die Schülerinnen und Schüler bauen Kabelschutzrohre ein und verfüllen Zwischenräume. Anschließend bringen sie Kabel in diese Kabelschutzrohre ein. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen den Zustand der verlegten Bestandteile der Rohr- und Kabelleitungen sowie Formstücke auf Eignung, Beschaffenheit und Funktionstüchtigkeit. …
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenSchächte einbauen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Schachtbauwerke auftragsbezogen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die örtlichen Gegebenheiten zur Herstellung eines Schachtbauwerkes. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Notwendigkeit des Einbaus von Schächten im Ver- und Entsorgungsnetz und deren Anordnungspunkte, die verschiedenen Arten von Schächten hinsichtlich ihrer Nutzung sowie Baustoffe zur Erstellung von Schachtbauwerken (Betonfertigteile, Steine, Kunststoff). Sie informieren sich mit Hilfe von Plänen (Lagepläne, Höhenpläne) über die Schachteinbausituation, auch in digitaler Form, vergleichen sie mit den örtlichen Gegebenheiten und entnehmen wichtige Parameter für die Planung und Herstellung eines Schachtes. Die Schülerinnen und Schüler planen, unter Berücksichtigung des Kundenwunsches, einen Schacht aus Fertigteilen in den erforderlichen Abmessungen und Eigenschaften. Dabei wählen sie die notwendigen Schachtbauteile auch unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit, Dauerhaftigkeit, Umweltverträglichkeit und einem zukünftigen Um- und Rückbau aus und ordnen sie unter Berücksichtigung der Standsicherheit, Dichtheit und Lastübertragung an. Sie erstellen Aufmaßskizzen und Zeichnungen für das Schachtbauwerk und ermitteln den Bedarf an Fertigteilen, Bau- und Bauhilfsstoffen sowie benötigte Ein- und Anbauteile (Schachtbauteile, Schachtsohle, Lastübertragungselement, Dichtmittel, Gelenkstücke) und schätzen den Zeitaufwand sowie die personelle Unterstützung ab. Sie treffen Vorkehrungen des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes für die Zeit der Ausführung der Bauarbeiten. Die Schülerinnen und Schüler treffen Maßnahmen zur Arbeitsvorbereitung (Herstellen der Baugrube, Arbeitsräume, Ausgleichsschicht) und bauen den Schacht lage-, flucht- und höhengerecht ein. Hierfür führen sie die Arbeitsschritte zum Versetzen von Fertigteilschächten bis zum abschließenden Verfüllen und Verdichten der Baugrube unter Berücksichtigung der Unfallverhütungsmaßnahmen (Sicherheitsabstände, Versetzhilfen, Lastaufnahmemittel) deren Anbindung sowie das Herstellen von Aussparungen und Bohrungen und die Montage von Steighilfen und Absturzsicherungen durch. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Dichtheit und die lagegetreue Herstellung des Schachtes, die betriebliche Umsetzung und den tatsächlichen Zeit- und Materialaufwand. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Bauablauf, auch im Gespräch mit dem Kunden und arbeiten alternative Lösungsansätze zur Qualitätsoptimierung heraus. Dabei argumentieren sie sachlich, präzise und adressatengerecht.
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenVerkehrsflächen wiederherstellen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Verkehrsflächen aus Pflaster- und Plattenbelägen sowie aus Asphalt auftragsbezogen nach Aufgrabung wiederherzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die örtlichen Gegebenheiten zur Wiederherstellung einer Verkehrsfläche. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Art und Lage einer wiederherzustellenden Verkehrsfläche (Aufmaße, Bestandsskizzen) unter Berücksichtigung des einzubauenden Materials (Naturstein, Betonstein, Asphalt). Sie prüfen und beurteilen den vorhandenen Boden vor Ort im Hinblick auf seine Tragfähigkeit und Verdichtbarkeit. Die Schülerinnen und Schüler planen den Ablauf der Wiederherstellung der Verkehrsfläche vom Einbau und Verdichten des Bodens, bis hin zur Fertigstellung der Oberflächen, auch unter Berücksichtigung der Wiederverwendbarkeit von Baustoffen. Sie treffen Vorkehrungen des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes für die Zeit der Ausführung der Bauarbeiten. Die Schülerinnen und Schüler wählen auftragsbezogen, gemäß Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen, die erforderlichen Schichten und Schichtdicken des Aufbaus und ordnen Einbaumaterialien hinsichtlich ihrer Beschaffenheit und Verwendungsfähigkeit aus. Sie ermitteln den Bedarf an erforderlichen Einbaumaterialien unter Berücksichtigung des Auflockerungs- und Verdichtungsgrades und fertigen unterstützend maßstabsgetreue Zeichnungen an, auch digital. Die Schülerinnen und Schüler wählen Geräte für das Einbauen und Verdichten der Materialien aus. Die Schülerinnen und Schüler stellen das Planum her und prüfen es auf Tragfähigkeit, Höhenlage, Ebenheit und Verdichtung (Wassergehalt, Proctorversuch). Sie bauen die Tragschichten (gebundene, ungebundene) ein und achten dabei auf Dicke, Ebenheit, profilgerechte Lage und ausreichende Verdichtung. Die Schülerinnen und Schüler berücksichtigen die notwendige Oberflächenentwässerung, Randbefestigungen und Einfassungen (Bordsteine, Muldensteine). Die Schülerinnen und Schüler verlegen Pflastersteine und Plattenbeläge (künstliche Steine, natürliche Steine) auf einer Bettung (gebunden, ungebunden) im geforderten Verband (Reihenverband, Diagonalverband, Bogenverband). Sie verfugen und verdichten diese Beläge. Die Schülerinnen und Schüler stellen die Unterlage für einen Asphalteinbau her. Sie schließen die aufgebrochene Asphaltoberfläche (manueller und maschineller Einbau, Verdichtung) und achten dabei auf die Herstellung der Anschlüsse, Nähte, Fugen und Ränder. Die Schülerinnen und Schüler übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen und überprüfen ihre Arbeit im Hinblick auf Aussehen, Maßgenauigkeit, Funktionalität und ressourcenschonenden Materialeinsatz. Zur Qualitätssicherung und Kundenzufriedenheit bearbeiten sie Reklamationen. Sie bewerten ihre Lösung und reflektieren ihre Vorgehensweise. Sie transferieren anschließend ihre erworbenen Kompetenzen auf andere Problemstellungen und kommunizieren hierfür alternative Lösungsansätze.
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenBaugruben und Gräben sichern
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, auftragsbezogen große Baugruben und Gräben zu sichern sowie Wasserhaltungen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die örtlichen Gegebenheiten zur Herstellung gesicherter großer Baugruben und Gräben. Sie informieren sich über das Vorhandensein unterirdischer Leitungen, Kanäle, Kabel und anderer Baukörper und Bauteile. Sie treffen Aussagen bezüglich der Beschaffenheit und der Eigenschaften des vorliegenden Baugrundes sowie der Grundwasserverhältnisse. Projektbezogene Informationen beschaffen sie sich auch in fremder Sprache und mit digitalen Medien. Die Schülerinnen und Schüler wählen auf Grundlage der Unfallverhütungsmaßnahmen und unter Berücksichtigung und Bewertung der örtlichen Gegebenheiten ein Verfahren zur Herstellung von Baugruben und Gräben aus (Böschung, Normverbau, Grabenverbaugeräte, Trägerbohlwände, Spundwände, Bohrpfahlwände, Schlitzwände). Dabei nehmen sie Rücksicht auf den Abstand zur Nachbarbebauung und beachten erforderliche Unterfangungen von Bauteilen. Sie legen Werkzeuge und Maschinen und zugehörige Ausrüstungsmöglichkeiten unter ökologischen Aspekten fest und vermeiden die Verunreinigung der Umwelt. Die Schülerinnen und Schüler planen unter Berücksichtigung der Mindestarbeitsraumbreiten die erforderlichen Abmessungen der geplanten Baugruben und Gräben und stellen sie in der Draufsicht und im Schnitt zeichnerisch, auch in digitaler Form, dar. Sie berechnen den Aushub unter Berücksichtigung des Auflockerungsfaktors und schätzen die Kosten für Transport, Lagerung und Deponiegebühren der verschiedenen Bodenarten ab. Die Schülerinnen und Schüler fordern notwendige Verbaumaterialien, Werkzeuge und Maschinen für den Arbeitsablauf an, überprüfen die Haltbarkeit des Verbaus und den Zustand der Verbaumaterialien und bereiten sie für den Einsatz vor. Sie heben die Baugruben und Gräben bis zur erforderlichen Tiefe aus und sichern die Baugruben- und Grabenwände. Sie behandeln den Abtrag und Aushub nachhaltig und umweltbewusst und prüfen Aushubböden und Einbaumaterialien für die Verfüllung auf Eignung, Verwendungsfähigkeit und Verdichtungsfähigkeit. Die Schülerinnen und Schüler erkennen und vermeiden Gefahrenquellen beim Ausheben von Baugruben und Gräben sowie bei deren Verbau (Einsturzgefahr, Wassereinbruch, kreuzende Leitungen, Gasaustritt). Sie treffen Maßnahmen zur Herstellung von geschlossenen Grundwasserhaltungen und überwachen diese. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen und optimieren die Phasen der Herstellung von Baugruben und Gräben im Hinblick auf wirtschaftliche und soziale Aspekte der Nachhaltigkeit. Wichtige soziale Aspekte sind hierbei die Einhaltung der Unfallverhütungsmaßnahmen und der Vorschriften zum Umweltschutz. Sie bewerten ihre Lösung und reflektieren ihre Vorgehensweise hinsichtlich der Arbeitssicherheit und der Arbeitsbedingungen bei Grundwassereintritt und optimieren ihre Lösung. Sie transferieren anschließend ihre erworbenen Kompetenzen auf andere Problemstellungen.
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenDruckrohrleitungen und Hausanschlüsse herstellen
Zeitrichtwert: 120 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Druckrohrleitungen in geschlossener Bauweise auftragsbezogen einzubauen und Hausanschlüsse für flüssige und gasförmige Medien herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die örtlichen Gegebenheiten zur Herstellung von Druckrohrleitungen und Hausanschlüsse für flüssige und gasförmige Medien (Erdgas, Fernwärme). Sie informieren sich über flüssige und gasförmige Medien als Energieträger (Arten, Zusammensetzung, Herkunft, Speicherformen, Verteilung im Versorgungsnetz), über die Verhältnisse im vorliegenden Baugrund, bestehende Leitungen und mögliche Gefahrstoffbelastungen. Sie unterscheiden Verfahren zum grabenlosen Einbringen von Rohrleitungen (Bohrverfahren, Spülverfahren, Verdrängungsverfahren) und deren Einsatzmöglichkeiten. Die Schülerinnen und Schüler planen im Team den Einbau einer Druckrohrleitung (offene und geschlossene Bauweise) unter Beachtung von Informationen zu Materialvorgaben und Zeitrichtwerten. Sie erfassen Leistungsbeschreibungen und Vorgaben unter Berücksichtigung bauphysikalischer Anforderungen. Sie prüfen Rohre, Armaturen und Formstücke auf Eignung für die vorgesehene Verwendung und treffen Abstimmungen mit den am Bau Beteiligten für den eigenen Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler stellen Hausanschlüsse für flüssige und gasförmige Medien her und bauen Druckrohrleitungen mit Armaturen und Formstücken, auch aus unterschiedlichen Materialien, ein. Sie richten sie höhen- und lagegerecht aus, stellen die Verbindungen her, protokollieren die Leitungsverlegung, messen sie ein und dokumentieren kontinuierlich die Arbeitsprozesse. Sie nehmen Druckrohrleitungen außer Betrieb, tauschen Armaturen und Formteile aus und nehmen Druckrohrleitungen wieder in Betrieb. Sie führen Arbeiten an in Betrieb befindlichen Druckrohrleitungen durch, dabei sperren sie Rohrleitungen durch Abquetschen und durch Setzen von Absperrblasen von Hand sowie mittels Setzgerät ab. Während des gesamten Arbeitsablaufs beachten sie stets die Vorschriften zum Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz. Die Schülerinnen und Schüler prüfen das Rohrleitungssystem auf Dichtheit und führen eine Druckprüfung durch. Für die nachhaltige Nutzung schützen sie die Druckrohrleitungen vor Korrosion und chemischen Einflüssen. Sie erstellen Aufmaße, auch mit digitalen Messgeräten, über durchgeführte Arbeiten und fertigen Leitungspläne (Isometrie, Orthogonalverfahren), auch unter Verwendung branchenspezifischer Software, an. Die Schülerinnen und Schüler übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Funktionstüchtigkeit der hergestellten Druckrohrleitung und ihre Einbauweise. Sie nehmen Reklamationen entgegen, bearbeiten diese und leiten sie an die Verantwortlichen weiter. Hierbei beachten sie die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Abstimmung mit den am Bau Beteiligten, den gewählten technologischen Arbeitsablauf sowie die Umsetzung der Baumaßnahme. Sie transferieren anschließend ihre erworbenen Kompetenzen auf andere Problemstellungen und kommunizieren hierfür alternative Lösungsansätze zur Steigerung der Qualität.
Arbeitsblatt zu LF 13 erstellenElektro- und Kommunikationsleitungen herstellen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Elektro- und Kommunikationsleitungen auftragsbezogen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich des Verwendungszwecks sowie die örtlichen Gegebenheiten zum Einbau von Elektro- und Kommunikationsleitungen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich mit Hilfe von Lageplänen und Hinweisschildern über die Art und Lage von bereits vorhandenen Elektro- und Kommunikationsleitungen. Die Schülerinnen und Schüler planen den Ablauf zur Herstellung neuer Elektro- und Kommunikationsleitungen im öffentlichen Verkehrsraum bis hin zur Hauseinführung. Die Schülerinnen und Schüler wählen, entsprechend den örtlichen Gegebenheiten, ein Verfahren (offene und geschlossene Bauweise) für die Herstellung der Elektro- und Kommunikationsleitungen aus. Sie ermitteln den Bedarf an erforderlichen Einbaumaterialien und fertigen unterstützend maßstabsgetreue Zeichnungen, auch mit digitalen Medien, an. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich für Werkzeuge und Maschinen für den Arbeitsablauf, fordern sie an, transportieren, lagern und bereiten sie für den Einsatz vor. Die Schülerinnen und Schüler erstellen Kabelschächte und prüfen sie auf ausreichende Dimensionierung und Höhenlage. Bei Bedarf setzen sie vorhandene Kabelschächte instand. Sie setzen ausgewählte Kabelschutz-, Leer- und Mikrorohre ein und führen sie zu den Hauseinführungen. Abhängig vom Rohrdurchmesser erfolgt nach Abschluss der Verlegung das Einbringen und Verbinden von Kabel- und Kommunikationsleitungen (Lichtwellenleiter-Mikrokabel, Lichtwellenleiter-Minikabel und Lichtwellenleiter-Standardkabel) mit gewählten Verfahren (Einziehen, Einschieben, Einblasen, Spleißen). Die Schülerinnen und Schüler stellen den Hausanschluss für Kabel- und Kommunikationsleitungen her und verwenden zugelassene Verbindungselemente. Während der Ausführung der Arbeiten beachten sie die Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Sie erstellen Aufmaße, auch mit digitalen Messgeräten, über die durchgeführten Arbeiten und ergänzen Bestandspläne. Die Schülerinnen und Schüler übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen und überprüfen ihre Arbeit im Hinblick auf Aussehen, Maßgenauigkeit, Funktionalität und ressourcenschonenden Materialeinsatz. Sie nehmen Reklamationen entgegen, bearbeiten sie und leiten sie an die entsprechenden Verantwortlichen weiter. Hierbei beachten sie die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Arbeitsprozess im eigenen Arbeitsbereich und tragen zur kontinuierlichen Verbesserung bei. Sie entwickeln Lösungsstrategien im Umgang mit Reklamationen.
Arbeitsblatt zu LF 14 erstellenLeitungen instand halten und sanieren
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, den Zustand von Altleitungen zu ermitteln und diese mit grabenlosen Verfahren zu sanieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die erforderlichen Instandhaltungsmaßnahmen von Leitungen und die örtlichen Gegebenheiten. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich, in Abhängigkeit des Verschmutzungs- und Ablagerungsgrades, über die Reinigung von Leitungen durch Spülen (Stauspülen, Hochdruckspülen) und mechanische Reinigungsverfahren (Molche, Rohrmeißelkranz, Kettenschleuder). Sie inspizieren den Leitungsabschnitt (optische Inspektion, TV-Inspektion, messtechnische Inspektion), beschreiben den vorhandenen Zustand der Leitung, der Armaturen und der Formstücke und beurteilen eine mögliche Gefahrensituation. Dazu erfassen und dokumentieren sie vorhandene Schadensbilder (Ex- und Infiltrationen, Risse, Korrosion, biogene Schwefelsäurereaktionen, Verschleißschäden) in analoger und digitaler Form. Die Schülerinnen und Schüler planen im Team den Ablauf zur Instandhaltung und Sanierung einer Leitung. Sie stimmen sich hinsichtlich der Ergebnisse über die aufgetretenen Schäden und zur Erhaltung der Funktion der Leitung und präventive Schutzmaßnahmen ab. Sie informieren die Kunden über notwendige Instandhaltungsmaßnahmen und -intervalle, dabei achten sie auch auf die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Ursachen der aufgetretenen Schäden und wählen im Team, in Abhängigkeit der Schadensgröße und -häufigkeit sowie nach Beeinträchtigung der Funktionalität und örtlicher und ökonomischer Bedingungen, ein nachhaltiges Sanierungsverfahren aus. Sie unterscheiden dabei zwischen Reparaturverfahren (Abdichtungen, Partliner), Renovierungsverfahren (Beschichtungen, Langrohrlining, Wickelrohrlining, Gewebeschlauchlining, Close-Fit-Verfahren) und Erneuerungsverfahren (statisches und dynamisches Berstlining, Press-Zieh-Verfahren). Die Schülerinnen und Schüler fordern Maschinen und Geräte an, berechnen den erforderlichen Materialbedarf und erstellen Prinzipskizzen. Sie sichern die Baustelle und führen die gewählte Sanierungsmaßnahme, unter Berücksichtigung des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes, durch. Sie dokumentieren und kontrollieren die Maßnahme und beschreiben typische Handlungsschritte. Die Schülerinnen und Schüler übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Sanierungsmaßnahme auf Funktionalität, nehmen die Leitung wieder in Betrieb und übergeben sie an die Kunden. Sie beachten einen konstruktiven Umgang mit Wünschen und Einwänden von Kunden. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Vorgehensweise, unter Einbeziehung weiterer Beteiligter, hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit, Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit der Maßnahme. Sie entwickeln Optimierungsmöglichkeiten. Übersicht über die Lernfelder für die Berufsausbildung in Tiefbauberufen Tiefbaufacharbeiter und Tiefbaufacharbeiterin; Schwerpunkt Kanalbauarbeiten 7 Arbeitsstellen im Verkehrsraum einrichten und 40 sichern 8 Leitungsgräben und kleine Baugruben herstellen 80 9 Schächte einbauen 40 10 Infrastrukturleitungen einbauen 80 11 Verkehrsflächen wiederherstellen 40 Kanalbauer für Infrastrukturtechnik und Kanalbauerin für Infrastrukturtechnik 12 Baugruben und Gräben sichern 60 13 Sonderbauwerke herstellen 60 14 Abwasserleitungen einbauen 80 15 Kanalsysteme sanieren 80 Summen: insgesamt 880 Stunden 320 280 280
Arbeitsblatt zu LF 15 erstellenArbeitsstellen im Verkehrsraum einrichten und sichern
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Verkehrsräume vorzubereiten, zu sichern und als Straßenbaustelle einzurichten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Arbeitsstelle im Verkehrsraum auftragsbezogen unter Beachtung der örtlichen Gegebenheiten und möglicher Gefahrenbereiche. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Anforderungen und Vorgaben in den Richtlinien und Verordnungen. Sie berücksichtigen die bereitzustellenden Ver- und Entsorgungseinrichtungen sowie Unterkünfte und verschaffen sich einen Überblick über Baustellensicherungsmaßnahmen und die Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Schülerinnen und Schüler planen Arbeitsabläufe zur Einrichtung und Absicherung der Baustelle auf der Basis von Bestands-, Regel- und Verkehrszeichenplänen. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden über Art und Anzahl der Hilfsmittel für die Kennzeichnung und die Absperrung im Straßenbereich (Verkehrszeichen, Absperrgeräte, Warnleuchten, Lichtzeichenanlagen, Warnbänder, Straßenmarkierungen, Aufstellhilfen). Die Schülerinnen und Schüler führen die Baustellensicherungsmaßnahmen gemäß den Vorgaben im Verkehrszeichenplan durch und ergreifen Maßnahmen zum Schutz von Personen. Sie stellen die Straßenabsicherung unter Beachtung der Aufstellregeln auf. Sie prüfen deren einwandfreie Funktionsweise während der Bauphase und räumen sowie übergeben die Baustelle nach Fertigstellung ordnungsgemäß. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen und beurteilen die Baustelleneinrichtung nach Plan hinsichtlich organisatorischer Arbeitsabläufe und eines sicheren Baustellenbetriebes. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Baustelleneinrichtung sowie die Sicherungsmaßnahmen hinsichtlich wirtschaftlicher, umwelttechnischer und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit.
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenLeitungsgräben und kleine Baugruben herstellen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Leitungsgräben und kleine Baugruben auftragsbezogen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die örtlichen Gegebenheiten zur Herstellung eines Leitungsgrabens und kleiner Baugruben. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich mit Hilfe von Bestandsplänen und Hinweisen in der Örtlichkeit (Hinweisschilder, Straßenkappen) über das Vorhandensein unterirdischer Leitungen, Kanäle und Kabel und kennzeichnen deren Verlauf und Lage. Sie sammeln Informationen zum vorliegenden Baugrund (Baugrunduntersuchungen, Bodenuntersuchungen) und treffen Aussagen bezüglich der Beschaffenheit (Korngrößen, Korngrößenverteilung, Wassergehalt, Einteilung der Böden) und der Eigenschaften (Tragfähigkeit, Setzungsverhalten, Frostempfindlichkeit) sowie der Grundwassersituation. Sie beschaffen sich projektbezogene Informationen, auch in fremder Sprache und mit digitalen Medien. Die Schülerinnen und Schüler planen auf Grundlage der Unfallverhütungsmaßnahmen und unter Berücksichtigung und Bewertung des anstehenden Bodens, der örtlichen Gegebenheiten und ökologischen Aspekten (Baum- und Wurzelschutz) die Sicherungsmaßnahme des Leitungsgrabens (Böschung, Normverbau, Grabenverbaugeräte, Dielenkammerverbau). Sie treffen Maßnahmen zur Wasserhaltung und begründen ihre Auswahl. Sie ermitteln die erforderlichen Abmessungen des Grabens und der Baugrube (Arbeitsraum, Mindestarbeitsraumbreiten) und stellen diese im Schnitt und in der Draufsicht zeichnerisch, auch in digitaler Form, dar. Sie berechnen den erforderlichen Aushub unter Berücksichtigung des Auflockerungsfaktors und schätzen die Kosten für Transport, Lagerung und Deponiegebühren der verschiedenen Bodenarten ab. Die Schülerinnen und Schüler nehmen vorhandene Straßenbeläge auf, tragen den Oberboden ab und heben den Graben aus. Sie lösen, laden, transportieren, lagern und sichern den Aushub und berücksichtigen dabei Auffälligkeiten, Unregelmäßigkeiten, Gefährdungen, Altlasten und Hindernisse im Boden. Sie behandeln den Abtrag und Aushub nachhaltig und umweltbewusst. Sie prüfen Aushubböden und Einbaumaterialien für die Verfüllung auf Eignung, Wiederverwendungsfähigkeit und Verdichtungsfähigkeit. Sie nutzen Werkzeuge, Maschinen und zugehörige Ausrüstungsmöglichkeiten unter ergonomischen und ökologischen Aspekten. Sie bringen den Verbau mit unterschiedlichen Verfahren ein, sichern dabei kreuzende Leitungen und Kabel und stellen das Planum für die folgenden Gewerke her. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Standsicherheit und optimieren die Arbeitsschritte zur Herstellung von Leitungsgräben und kleiner Baugruben im Hinblick auf wirtschaftliche, umweltverträgliche und soziale Aspekte der Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Lösung und reflektieren ihre Vorgehensweise. Sie transferieren anschließend ihre erworbenen Kompetenzen auf andere Problemstellungen und kommunizieren hierfür alternative Lösungsansätze.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenSchächte einbauen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Schachtbauwerke auftragsgemäß herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die baulichen Randbedingungen zur Herstellung eines Schachtbauwerkes. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich mit Hilfe von Plänen (Lagepläne, Höhenpläne) über die Gegebenheiten der Schachteinbausituation auf der Baustelle, auch in digitaler Form. Sie erkundigen sich über die Verfahren zur Erstellung von Schachtbauwerken (Betonfertigteile, Ortbeton, Steinzeug, Kunststoff, Mauerwerk) und über deren Nutzung und Erfordernis im Kanalisationsbetrieb. Dabei berücksichtigen sie technische Regelwerke, Bauvorschriften und allgemeine technische Vertragsbedingungen. Die Schülerinnen und Schüler erstellen Aufmaße und Zeichnungen für das zu erstellende Schachtbauwerk und planen auf dieser Grundlage den Bedarf an Bau- und Bauhilfsstoffen, Fertigteilen sowie Ein- und Anbauteilen. Sie berechnen den Materialbedarf (Kanalklinker, Schachtteile, Lastübertragungselemente, Dichtmittel, Gelenkstücke) und schätzen den Zeitaufwand und die personelle Unterstützung ab. Sie treffen Vorkehrungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes für die Zeit der Ausführung der Bauarbeiten. Die Schülerinnen und Schüler wählen für die unterschiedlichen Schachtformen, auch in Hinblick auf einen zukünftigen Um- und Rückbau, Materialien, Werkzeuge und Maschinen nach Art und Eigenschaft aus und ordnen sie dem Arbeitsablauf zu. Sie wenden Fachbegriffe bei der Materialbestellung an. Die Schülerinnen und Schüler führen den lage-, flucht- und höhengerechten Einbau der Schächte (Erdplanum, Auflage, Schachtboden, Schachtelemente, Dichtung, Lastübertragungselement, Schachtabdeckung, Außenabdichtung), das Erstellen des Sohlengerinnes mit Berme und Anschlusselementen für die Anbindung der Rohrleitungen sowie das Herstellen von Aussparungen und Bohrungen und die Montage von Steighilfen und Absturzsicherungen durch. Sie führen Instandsetzungs- und Umbaumaßnahmen bei örtlich hergestellten Schachtbauwerken aus Kanalklinkern aus. Sie nutzen dabei technische Merkblätter und Gebrauchsanleitungen auch im Hinblick auf die Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz und achten auf einen ressourcenschonenden Umgang mit den Baumaterialien. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Dichtheit und die lagegetreue Herstellung des Schachtes, die betriebliche Umsetzbarkeit sowie den tatsächlichen Zeit- und Materialaufwand. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Bauablauf, auch im Gespräch mit den Kunden und arbeiten alternative Lösungsansätze zur Qualitätsoptimierung heraus. Dabei argumentieren sie sachlich, präzise und adressatengerecht.
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenInfrastrukturleitungen einbauen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Infrastrukturleitungen der Abwassertechnik im Freispiegelgefälle aus unterschiedlichen Baumaterialien auftragsbezogen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die geforderten Aufgaben und Anforderungen der zu errichtenden Infrastrukturleitungen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Zusammensetzung des abzuführenden Abwassers (Schmutz- und Regenwasser), Entwässerungssysteme (Mischsystem, Trennsystem, Verästelungssystem, Ringsystem) sowie die Haus- und Grundstücksentwässerung und Klärung des Abwassers. Sie verschaffen sich einen Überblick über Kennwerte verwendbarer Rohrleitungen (Materialien, Querschnittsformen, Verbindungen, Formstücke) und unterscheiden Freispiegel- und Druckrohrleitungen. Sie informieren sich mit Hilfe von Plänen (Lagepläne, Höhenpläne) über die Gegebenheiten auf der Baustelle, auch in digitaler Form. Sie berücksichtigen dabei technische Regelwerke, Bauvorschriften und allgemeine technische Vertragsbedingungen. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung einer Rohrhaltung unter Beachtung des Mindestgefälles, erforderlicher Haltungslängen, notwendiger Schachtbauwerke, Schachtanschlüsse und Dichtheit. Sie treffen Vorkehrungen zur Lagerung aller notwendigen Materialien auf der Baustelle unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Gesichtspunkte. Die Schülerinnen und Schüler fertigen Aufmaße und Skizzen für die zu erstellende Rohrhaltung und planen auf dieser Grundlage den Bedarf an Bau- und Bauhilfsstoffen, Fertigteilen sowie Ein- und Anbauteilen. Sie berücksichtigen Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen für sich und andere während der Ausführung der Bauarbeiten. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden am fertig gestellten Rohrgraben in Abhängigkeit vom anstehenden Boden über die Ausführung der Bettungstypen und bestimmen das Bettungsmaterial. Sie wählen Lastaufnahme- und Anschlagmittel zum Verlegen der Rohre, nachhaltige Einbaumaterialien, Werkzeuge und emissionsarme Verdichtungsgeräte nach Art und Eigenschaft aus und ordnen sie dem Arbeitsauftrag zu. Sie bestimmen den Materialbedarf auch unter Nutzung digitaler Medien (Rohrbedarf, Bettungs- und Verfüllmaterial) und schätzen den Zeitaufwand sowie die personelle Unterstützung ab. Sie wenden Fachbegriffe bei der Materialbestellung an. Sie beachten die geltenden Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz bei den auszuführenden Arbeiten im offenen Graben. Die Schülerinnen und Schüler bauen unter Berücksichtigung der Einbauregeln und Produktherstellervorgaben die Rohrleitung und Formstücke auch unter Nutzung von Rohrzuggerät, Kanalbaulaser und Bohrgerät ein. Sie berücksichtigen dabei den Einbau von Kabeln und Kabelschutzrohren. Sie dokumentieren die Arbeitsschritte, Zeitaufwand und Materialverbrauch. Sie messen die Anfangshöhe und Ausrichtung der Rohrhaltung mit Messgeräten höhen- und fluchtgerecht. Sie führen die Verfüllung der Leitungszone aus und arbeiten dabei die Seitenverfüllung, Abdeckzone und Hauptverfüllung chronologisch ab und bauen den Verbau schrittweise zurück. Sie nutzen dabei technische Merkblätter und Gebrauchsanleitungen und führen Abfall- und Reststoffe sortenrein dem kreislaufwirtschaftlichen Abtransport zu. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Dichtheit der Rohrhaltung mit gewählten Verfahren und dokumentieren die Ergebnisse auch in digitalen Prüfprotokollen. Sie tragen die gemessenen Maße in die angefertigten Aufmaßskizzen ein und vergleichen diese mit den Sollmaßen der Ausführungsplanung. Die Schülerinnen und Schüler bewerten den Einbau der Rohrleitung und kommunizieren Folgerungen für qualitative Verbesserungen. Sie reflektieren den Bauablauf und arbeiten alternative Lösungsansätze heraus. Dabei argumentieren sie sachlich und präzise.
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenVerkehrsflächen wiederherstellen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, eine Verkehrsflächen aus Pflaster- und Plattenbelägen sowie aus Asphalt auftragsbezogen über Aufgrabungen fachgerecht wiederherzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die örtlichen Gegebenheiten eines verfüllten Straßenaufbruchs zum Wiederherstellen einer Verkehrsfläche. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über den Einbauzustand des vorhandenen Straßenaufbruches und über den Aufbau des vorhandenen Oberbaus. Sie vergleichen diesen mit den Regelwerken und ermitteln die Abmessungen des Straßenaufbruchs. Sie beurteilen den Unterbau im Hinblick auf seine Tragfähigkeit und Verdichtbarkeit, auch in Abhängigkeit vom Wassergehalt. Die Schülerinnen und Schüler planen den Ablauf der Baumaßnahme vom Einbau und Verdichten des Bodens bis hin zur Fertigstellung der Verkehrsfläche. Sie wählen nachhaltige Einbaumaterialien in Abhängigkeit des vorhandenen Straßenoberbaus und die für die Durchführung der Arbeiten notwendigen Geräte unter Berücksichtigung der Unfallverhütungsmaßnahmen aus. Die Schülerinnen und Schüler bestimmen die erforderlichen Schichten (Frostschutzschicht, Tragschicht, Bettung, Pflaster- und Plattenbelag, Asphaltschichten) und Schichtdicken des Aufbaus gemäß den Regelwerken (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen) sowie die erforderlichen Randbefestigungen (Bordsteinarten, Rückenstütze). Sie nutzen hierfür digitale Medien unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit und erstellen maßstabsgetreue Zeichnungen. Die Schülerinnen und Schüler berechnen die Einbaumengen unter Berücksichtigung des Auflockerungs- und Verdichtungsgrades (Frostschutzbedarf, Pflasterbedarf, Asphaltmenge Haftkleber, Fugenband) sowie einer Abtreppung. Sie bauen das Material manuell und maschinell ein und prüfen dabei die Einbautemperatur sowie die Asphaltdicken und Ebenheit. Sie stellen Anschlüsse und Abtreppungen an bestehende Schichten sowie Nähte, Fugen und Ränder her. Sie fertigen Zeichnungen des wiederherzustellenden Straßenoberbaus auch in digitaler Form an. Die Schülerinnen und Schüler stellen Pflaster- und Plattenbelagsflächen aus künstlichen und natürlichen Steinen in typischen Verbänden sowie Randbefestigungen unter Einhaltung der Verlegeregeln wieder her. Sie übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler prüfen und beurteilen ihre Arbeit auch im Hinblick auf Optik, Maßgenauigkeit, Höhenlage, Funktionalität, Verdichtungsgrad und ressourcenschonenden Materialeinsatz und dokumentieren ihre Ergebnisse auch mit digitalen Medien. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Ergebnisse und reflektieren ihre Vorgehensweise. Sie transferieren anschließend ihre erworbenen Kompetenzen auf andere Problemstellungen und finden hierfür alternative Lösungsansätze.
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenBaugruben und Gräben sichern
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, auftragsbezogen Baugruben und Gräben zu sichern sowie deren Wasserhaltung herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die örtlichen Gegebenheiten zur Herstellung gesicherter großer Baugruben und Gräben. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über unterschiedliche Verfahren zur Herstellung von Baugruben und Gräben, Verbauarten (Trägerbohlwand, Spundwand, Bohrpfahlwand, Schlitzwand, Sonderverfahren der Baugrubensicherung) und Wasserhaltungsmaßnahmen (Schwerkraftentwässerung, Vakuumentwässerung, Elektroosmotische Entwässerung). Die Schülerinnen und Schüler planen auf Grundlage der Unfallverhütungsmaßnahmen und in Abhängigkeit des Baukörpers und der Boden- und Grundwasserverhältnisse den gesicherten Graben und die gesicherte Baugrube. Sie beachten dabei die Gefahrenquellen beim Bodenaushub und beim Verbau in Bezug auf die Vermeidung von Einsturzgefahren, Wassereinbruch und Gasaustritt. Sie ermitteln die erforderlichen Abmessungen des Grabens für Mehrfachleitungen und der Baugrube. Sie stellen diese im Schnitt und in der Draufsicht zeichnerisch, auch in digitaler Form, dar. Sie berechnen den erforderlichen Bodenaushub und die Mengen der Verbaumaterialien. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich für eine Verbauart und Maßnahmen zur Wasserhaltung unter Berücksichtigung von Sohlabdichtungen und Baugrundverbesserungen und beachten deren Auswirkung auf die Umwelt und Umgebung. Die Schülerinnen und Schüler stecken die Baugrube und den Graben mit einem stationären Messsystem, auch satellitengestützt, anhand vorgegebener Koordinaten ab. Sie führen die notwendigen Verbauarbeiten und Wasserhaltung durch und beachten dabei die Vorgaben des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Sie erstellen unter besonderen Bedingungen erforderliche Unterfangungen und verdichten die Hinterfüllung des Verbaus. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Funktionsfähigkeit des Verbaus und der Wasserhaltung sowie den Zustand des Verbaumaterials hinsichtlich Standfestigkeit, Verformung und Dichtheit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Arbeitsablauf, auch im Hinblick auf die Wiederverwendbarkeit von Verbaumaterialien und transferieren ihre erworbenen Kompetenzen auf andere Problemstellungen und finden hierfür alternative Lösungsansätze.
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenSonderbauwerke herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Sonderbauwerke aus verschiedenen Materialien auftragsbezogen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die Gegebenheiten des Bauvorhabens und die daraus resultierende Notwendigkeit eines Sonderbauwerks unter Zuhilfenahme von Leitungsplänen, auch in digitaler Form. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die verschiedenen Varianten von Sonderbauwerken (innen- und außenliegende Sohlabstürze, Düker) sowie deren Funktion und Anordnung im Entwässerungsnetz (großer Höhenunterschied, Unterquerung). Sie erkundigen sich über verschiedene Bauweisen (Fertigteil, Ortbeton, Kunststoff, Mischbauweise) und die Anforderungen an die Baustoffe. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten ein Konzept für die notwendige Abdichtung des Bauwerkes gegen Bodenfeuchtigkeit und Wasser (weiße Wanne, schwarze Wanne) sowie den Schutz vor Korrosion und chemischem Angriff (Expositionsklassen, Betondeckung, Auskleidung). Sie berechnen, auch unter Verwendung digitaler Medien, den Materialbedarf für das Bauwerk anhand selbst erstellter Zeichnungen in Grundriss und Querschnitt. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden unter Berücksichtigung der Größe des Bauwerks über die Art der Ausführung, den Bauablauf sowie die benötigten Maschinen und Hilfsmittel. Sie legen notwendige Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz fest. Die Schülerinnen und Schüler erstellen innenliegende und außenliegende Sohlabstürze in Schachtbauwerken. Sie führen den Einbau von Abdichtungselementen (Fugenbänder, Bleche, Injektionsschläuche) durch. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Bauwerke im Hinblick auf Maßgenauigkeit, Funktion und Dichtheit. Dazu wenden sie Prüfverfahren mit Luft und Wasser an und dokumentieren die Prüfergebnisse und weisen auf Mängel hin. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr Tun zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsprozessen im eigenen Arbeitsbereich und im Hinblick auf die Arbeitsergonomie. Sie kommunizieren sachlich mit Beteiligten unter Verwendung von Fachbegriffen.
Arbeitsblatt zu LF 13 erstellenAbwasserleitungen einbauen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Abwasserleitungen als Freispiegel- und Druckrohrleitung auftragsgemäß einzubauen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen das Gelände im Hinblick auf Bebauung, Hindernisse und zu schützender Bereiche (Naturschutzgebiet, Wasserschutzgebiet). Sie prüfen den geplanten Haltungsverlauf der Abwasserleitung hinsichtlich bestehender unterirdischer Infrastruktur mit Hilfe von Bestandsplänen und Angaben zur Bodenbeschaffenheit. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die unterschiedlichen Druckrohrsysteme (Druck- und Vakuumentwässerung), Pumpenarten und deren Einsatzgebiete. Sie erkundigen sich über die Materialanforderungen, Arten unterschiedlicher Rohrverbindungen, Formstücke, Armaturen (Absperr- und Regelorgane). Sie erfassen erforderliche Einrichtungen der Funktionssicherheit und erschließen sich Übergangskonstruktionen von Freispiegelleitungen in Druckrohrleitungen im Neubau und Bestand. Die Schülerinnen und Schüler planen den Anschluss an das bestehende Kanalnetz und die Überwindung von Hindernissen durch ausgewählte Bauwerke unter Berücksichtigung der Standfestigkeit des anstehenden Baugrundes. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich für ein Verfahren in offener oder geschlossener Bauweise zur Verlegung von Freispiegel- und Druckrohrleitungen (gesteuerte und ungesteuerte Rohrvortriebsverfahren, Spülbohrverfahren und Einpflügen). Sie treffen Arbeits- und Gesundheitsschutzvorkehrungen beim Transport, der Lagerung und dem Einbau der erforderlichen Kanalbauteile. Die Schülerinnen und Schüler führen den Einbau der Rohrleitungen durch und stellen dabei zugfeste und nicht zugfeste Verbindungen her. Sie messen Formstücke und Armaturen ein und protokollieren dies. Sie verfüllen die Leitungszonen mit ausgewähltem Material und Verdichtungsgerät. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die lagegetreue Herstellung, Dichtheit und Deformation mit ausgewählten Prüfverfahren, die betriebliche Umsetzbarkeit und den tatsächlichen Zeit- und Materialaufwand. Sie übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr Handeln im Team unter dem Aspekt der Arbeitssicherheit und wägen Alternativen ab. Dabei argumentieren sie sachlich, präzise und kundenorientiert.
Arbeitsblatt zu LF 14 erstellenKanalsysteme sanieren
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, auftragsbezogen den Zustand bestehender Kanalsysteme zu ermitteln und diese mit grabenlosen Verfahren zu sanieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die örtlichen Gegebenheiten im Bereich des zu sanierenden Kanales unter Zuhilfenahme digitaler Medien sowie vorhandener Leitungspläne. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über den baulichen Zustand der Rohrleitung und der eingebundenen Schachtbauwerke. Nach der Reinigung der Entwässerungsleitung mit gewählten Verfahren (Spülverfahren, mechanische Verfahren) inspizieren sie den Kanal (optische Inspektion, messtechnische Inspektion) und dokumentieren dessen Zustand. Die Schülerinnen und Schüler planen auf Grundlage der ermittelten Schadensbilder (Risse, Deformationen, Verschleiß, Korrosion, undichte Anschlüsse) den Sanierungsaufwand (Reparatur, Renovierung, Erneuerung). Sie wählen Verfahren für die Sanierung der Rohrleitung (Reparaturverfahren, Reliningverfahren, Schlauchlining, Erneuerungsverfahren) und der Schachtbauwerke (Beschichtung, Auskleidung) aus und bereiten die Baumaßnahme unter Berücksichtigung der jeweils notwendigen Arbeitsschritte der verschiedenen Verfahren vor. Sie berechnen den Materialbedarf der eingesetzten Werkstoffe (Linerfläche) und erstellen einen Leitungsplan. In diesem markieren sie erforderliche Absperrungen und Umleitungen des Kanals. Die Schülerinnen und Schüler sperren Kanäle ab, stellen Abwasserumleitungen her und wirken bei der grabenlosen Kanalsanierung und Instandhaltung der Schächte unter Beachtung der Qualitätsstandards und der Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz mit. Sie übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen das Ergebnis der grabenlosen Sanierung im Hinblick auf Funktionalität, Nachhaltigkeit und die Belastung der Umgebung im Vergleich zur offenen Bauweise. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Auswahl der Sanierungsmethode und wägen Alternativen auch im Hinblick auf den möglichen Erhalt vorhandener Bausubstanz ab. Übersicht über die Lernfelder für die Berufsausbildungen im Tiefbau Tiefbaufacharbeiter und Tiefbaufacharbeiterin; Schwerpunkt Brunnen- und Spezialtiefbauarbeiten 7 Baugrund erkunden 80 8 Bohrungen abteufen 80 9 Rohrleitungen einbauen 40 10 Spezialtiefbauarbeiten ausführen 80 Brunnenbauer und Brunnenbauerin 11 Brunnen ausbauen 60 12 Brunnen entwickeln 60 13 Anlagen zur Wasserversorgung errichten 60 14 Brunnen regenerieren und sanieren 60 15 Geothermische Energie gewinnen 40 Summen: insgesamt 880 Stunden 320 280 280
Arbeitsblatt zu LF 15 erstellenBaugrund erkunden
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, auftragsbezogen Baugründe für die Planung und Ausführung von Bauwerken zu erkunden und zu beurteilen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den vorhandenen Baugrund einer durchgeführten Aufschlussbohrung zur Herstellung eines Bauwerks. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über direkte und indirekte Verfahren der Baugrunderkundung (Aufschlussbohrungen, Schürfe, Sondierungen) Sie berücksichtigen auch die erforderlichen Bohrwerkzeuge, Bohrverfahren zur Erzielung einer möglichst hohen Probengüteklasse, Vorgaben zur Entnahme, Lagerung und zum Transport von Fest- und Lockergesteinsproben sowie die Vorgaben zur Entnahme von Wasserproben. Die Schülerinnen und Schüler planen die Durchführung und Untersuchung von Bodenproben unter Berücksichtigung der Verfahren. Sie benennen und beschreiben Boden- und Felsproben (Eigenschaften bindiger und nichtbindiger Böden, Lagerungsdichte, Farbe, Plastizität, Konsistenz, Kalkgehalt, Härte, Korngrößen, Kornform, Tragfähigkeit) sowie die Einflüsse des Grundwassers auf den Baugrund (gespanntes und ungespanntes Grundwasser, Grundwassergleichendreieck). Die Schülerinnen und Schüler führen die Untersuchung des Baugrundes durch und berücksichtigen dessen Eigenschaften (Grundlagen der Geologie, Versuche zum Benennen und Beschreiben von Boden und Fels) sowie den Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz. Sie benennen die einzelnen Bodenproben auch mit Hilfe der prozentualen Anteile (Siebversuch, Sieblinien, Haupt- und Nebenanteile von Böden, Kurz- und Langbezeichnung). Sie erstellen das Schichtenverzeichnis und zeichnen auch digital ein Schichtenprofil. Sie konstruieren einen Ausbau zu einer Grundwassermessstelle und stellen diese im Kontext zum Schichtenprofil zeichnerisch auch mit Hilfe digitaler Medien im Querschnitt dar (Güte- und Pegelmessstellen, Überflur- und Unterflurmessstellen, Messtellenabschlüsse). Sie verfüllen die Aufschlusspunkte zur Gewährleistung der Sicherheits- und Umweltaspekte. Sie überprüfen das Ergebnis der Baugrunderkundung im Hinblick auf die Verwertbarkeit vor Ort, dokumentieren die Ergebnisse und leiten sie zur Beurteilung weiter. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Arbeitsprozess hinsichtlich der Bedeutung der Baugrunderkundung auf das zukünftige Bauwerk.
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenBohrungen abteufen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, auftragsbezogen Bohrungen mit Trocken- und Spülbohrverfahren zu planen und abzuteufen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Auftragsvorgaben hinsichtlich der Umsetzung eines Bohrverfahrens (Trockenbohrverfahren, direkte und indirekte Spülbohrverfahren) zur Durchführung einer Baumaßnahme. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die unterschiedlichen Bohrwerkzeuge und Bohrverfahren (Ventilbohrer, Bohrmeißel, Bohrschnecken, Bohreimer, Greifer-Bohrverfahren, Kelly-Bohrverfahren, Doppelkopfbohren, Saugbohren, Lufthebebohren, Rotarybohren) und verschaffen sich einen Überblick über die jeweiligen Arbeitsabläufe. Dabei vergleichen sie schlagende und drehende Trockenbohrverfahren sowie direkte und indirekte Spülbohrverfahren hinsichtlich ihrer Eignung im Kontext zur anstehenden Geologie und der geplanten Baumaßnahme. Die Schülerinnen und Schüler planen den Ablauf von Bohrungen unter Beachtung der Aufgabenstellung (Wassergewinnung, Baugrunderkundung, Gründungen, Erschließung geothermischer Energie) und der örtlichen Baugrundverhältnisse. Die Schülerinnen und Schüler teufen unter Berücksichtigung der Gerätetechnik die Bohrung ab (Gerätetypen, Geräteaufbau, Mast, Fahrwerk, Kellystange, Winde, Kraftdrehkopf, Verrohrungsmaschine, Schläuche, Verbindungen, Öle, Spülpumpe und Seile). Dabei berücksichtigen sie neben den gerätetechnischen Gegebenheiten, Bohrdurchmesser, Teufen und Entnahmekategorien auch die Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Sie berücksichtigen bei Bohrungen den Umgang mit Bohrspülungen, Zusätzen, notwendigen Hilfsmitteln (Bentonite, Polymere, Beschwerungsmittel, Spülwanne, Misch- und Dosieranlage, Probenentnahmevorrichtung) sowie die umweltgerechte Aufbereitung und Entsorgung der Suspension. Sie dokumentieren unter Zuhilfenahme von digitalen Medien datenschutzkonform den Ablauf der Bohrung mit Datenblättern, Zeichnungen und Mengenberechnungen (Kopfblätter, Schichtenverzeichnis, Spülungsprotokoll und Probenentnahmeprotokoll). Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Dokumentation auf Vollständigkeit und beurteilen, ob die Bohrung den späteren Anforderungen des Bauteils genügt. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die vorgestellten Arbeitsergebnisse anhand verfahrenstechnischer und gerätetechnischer Grenzen sowie Gesichtspunkte der Nachhaltigkeit und leiten mögliche Alternativen ab.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenRohrleitungen einbauen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Rohrleitungen auftragsbezogen zu planen und einzubauen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Auftragsvorgaben im Hinblick auf die Wahl der Rohrmaterialien und deren Einbau. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über den Aufbau und die Eigenschaften von Ver- und Entsorgungsleitungen (Rohrwerkstoffe für Ver- und Entsorgungsleitungen, Druck- und Freispiegelleitung, Schächte, Armaturen und Pumpen, Hausanschlüsse). Sie verschaffen sich einen Überblick über die verschiedenen Rohrgrabensicherungen (geböschte und teilgeböschte Gräben, Rohrgrabenverbau) und die für die Baumaßnahme erforderliche Verkehrssicherung. Die Schülerinnen und Schüler entwerfen und planen den Rohrgraben unter Berücksichtigung der auftragsspezifischen Vorgaben, Sicherheitskriterien, Baugrundverhältnisse und des Grundwassers. Sie berücksichtigen den Schutz unterirdischer Leitungen. Sie stellen Rohrgräben zeichnerisch dar. Sie bestimmen den Materialbedarf auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit für die ausgewählten Verfahren und erstellen Materiallisten und Leitungspläne (Vermessung, Rohrfolgeplan, Symbole in der Wasserversorgung). Die Schülerinnen und Schüler heben den Rohrgraben mit Maschinen aus und bauen die Rohrleitung unter Berücksichtigung der Verdichtung (Leitungszone, Proctorversuch, Verdichtungsgeräte, Dichtigkeitsprüfung) ein. Dabei achten sie auf den ökonomischen und ökologischen Einsatz der Ressourcen. Sie führen bei Bedarf eine Grundwasserabsenkung durch (Vakuumentwässerung und Schwerkraftentwässerung). Sie stellen anschließend die Verkehrsflächen aus Pflaster- und Plattenbelägen sowie Asphalt und Beton wieder her. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Verdichtung der Grabensohle und Verfüllung (Proctordichte, Dynamische Fallplatte) sowie die Dichtigkeit der Leitung. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Ausführung der Baumaßnahme und inwieweit auch Verfahren der geschlossenen Bauweise zum Einsatz kommen könnten.
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenSpezialtiefbauarbeiten ausführen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Spezialtiefbauverfahren auftragsbezogen zu planen und auszuführen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Auftragsvorgaben und die örtlichen Gegebenheiten (Baugrund, Nachbarbebauung, Grundwasserverhältnisse) im Hinblick auf Spezialtiefbauverfahren zur Sicherung der Baugrube und Gründung des Bauwerkes (Lastabtrag, Spitzendruck, Mantelreibung, Zugpfahl, Ankerzugkraft, Grundbruch). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über unterschiedliche Verbauarten (Trägerbohlwand, Spundwand, Schlitzwand, Bohrpfahlwand). Sie vergleichen Verfahren zum Einbringen von Rammgut (Pressen, Rammen, Rütteln, Bohren und Einstellen) und ermitteln die Arbeitsschritte der Herstellung der Verbauarten unter Berücksichtigung der Aussteifung und Verankerung. Zum Schutz vor drückendem Grundwasser informieren sie sich in Abhängigkeit der Geologie über eine Dichtsohle (Düsenstrahlverfahren). Für die erforderliche Tiefgründung (Pfahlsysteme) erkundigen sie sich über die Herstellung von Bohrpfählen und deren Aufbau (Kontraktorverfahren, Betonrezepturen, Expositionsklassen, Betonproben, Verdichtungsmaß, Ausbreitmaß). Die Schülerinnen und Schüler entwerfen eine Baugrubensicherung in verschiedenen Ansichten und Schnitten und stellen eine mögliche Pfahlbewehrung für die Tiefgründung zeichnerisch dar. Die Schülerinnen und Schüler ermitteln den Materialbedarf (Massenberechnung, Baustofftabellen) für die ausgewählten Verfahren und erstellen Materiallisten. Sie berechnen den Bodenaushub und die Baustoffe für die Baugrube und achten auf den wirtschaftlichen Einsatz der Ressourcen. Die Schülerinnen und Schüler führen die Sicherung der Baugrube unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit sowie des Arbeits- und Gesundheitsschutzes durch. Sie treffen Überlegungen hinsichtlich der Wiederverwendung des Verbaus auch unter ökologischen Gesichtspunkten. Sie übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Ausführung der Spezialtiefbauverfahren (Lage, Vertikalität, Betonqualität, Verdichtung), fertigen Protokolle in analoger und digitaler Form an und übergeben diese den Auftraggebenden. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Arbeitsergebnisse anhand verfahrenstechnischer und gerätetechnischer Grenzen sowie ökologischer Gesichtspunkte und leiten mögliche Alternativen ab.
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenBrunnen ausbauen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Brunnen nach unterschiedlichen Ausbauvarianten auftragsbezogen und unter Berücksichtigung der anstehenden Geologie zu planen und zu bauen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Auftragsvorgaben (Gartenbrunnen, Beregnungsbrunnen, Brunnen für die Trinkwasserversorgung, Grundwassermessstelle, Grundwasserhaltung) zur Herstellung eines Brunnens. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die örtlichen Gegebenheiten (Aquifers, Geologische Situation, Wasserstände, Durchlässigkeitsbeiwert des Bodens, Wasserchemismus, Korngröße, Kornverteilung, gewünschte Fördermenge). Sie verschaffen sich einen Überblick über die Werkstoffe, Ausbaumaterialien und Schüttgüter (Kunststofffilter, Wickeldrahtfilter, Schlitzbrückenfilter, Kiesbelagsfilter, Gewebekörbe, Abdichtungstone und Suspensionen sowie natürliche und künstliche Schüttgüter für den Bereich der Filterstrecke). Die Schülerinnen und Schüler planen den Ausbau eines Brunnens unter Berücksichtigung der Arbeitsvorgaben (Ausbauvarianten mit und ohne Sperrrohr, hängender und stehender Einbau, Einbringen von Schüttgütern und Verpressen von Suspensionen). Entsprechend der Auftragsvorgaben und der anstehenden Geologie planen sie unterschiedliche Ausbauvarianten (einfache und doppelte Kiesschüttungen, teufendifferenzierte Kiesschüttungen) und berücksichtigen dabei die Brunnenauslegung (Hydraulische und technische Brunnenbemessung, Betriebsfördermengen, Bohr- und Ausbaudurchmesser, Filterlängen). Sie berechnen die Mengen an Brunnenausbaumaterialien und fertigen Skizzen und Ausbauzeichnungen, auch unter Zuhilfenahme digitaler Medien, an. Die Schülerinnen und Schüler führen den Ausbau des Brunnens unter Berücksichtigung der ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkte durch und unterziehen den Brunnen mit dem Klarpumpen der ersten Inbetriebnahme. Sie halten dabei die geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen ein und übergeben den geräumten Arbeitsbereich Die Schülerinnen und Schüler überprüfen den Ausbau des Brunnens anhand von Pumpversuchen und der Ermittlung der spezifischen Ergiebigkeit und übergeben den Auftraggebenden die dokumentierten Parameter des Bauwerks in Form einer Brunnenakte Die Schülerinnen und Schüler bewerten den Brunnen vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit und der Möglichkeit Maßnahmen zur Regenerierung und Sanierung durchzuführen.
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenBrunnen entwickeln
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Entsandungsmaßnahmen an Brunnen auftragsbezogen zu planen und durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag zur Entsandung eines Brunnens unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten, der Geologie und dem Verwendungszweck des Brunnens. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die individuellen Wirkungsprinzipien der einzelnen Verfahren (abschnittslose Verfahren, abschnittsweise Verfahren, Schocken, Kolben, Intensiventsandungsverfahren, Manschettenabstand, Entsandungsfördermengen, Anforderungen an Pumpen, entsanden mittels Luft) und verschaffen sich einen Überblick über die jeweiligen Merkmale auf Grundlage der bau- und betriebstechnischen Vorgaben. Die Schülerinnen und Schüler planen den Ablauf einer Entsandung. Hierbei entscheiden sie zwischen den abschnittslosen und abschnittsweise wirkenden Verfahren und ermitteln rechnerisch Entnahmemengen und Manschettenabstände und legen die Phasen der Entsandung fest (Intensiventsandungsverfahren, Anströmungsfaktoren 5 bis 12, Entsandungsfördermengen, Manschettenabstände). Die Schülerinnen und Schüler führen die Entsandung eines Brunnens durch. Während der gesamten Maßnahme messen sie die aus dem Brunnen geförderten Feinteile und dokumentieren dies in zugehörigen Protokollen (Entsandungsprotokolle). Dabei berücksichtigen sie die Risiken, die von impulsstarken Verfahren ausgehen (Innere und äußere Kolmation, Setzungen im Bereich der Filterstrecke, Havarie des Ausbaus). Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihre Ergebnisse. Sie stellen ihre Projekte vor und vergleichen sie miteinander. Den Verlauf der Entsandungsmaßnahme werten sie auf Grundlage der geführten Entsandungsprotokolle aus und stellen dies zeichnerisch im Entsandungsdiagramm dar. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren den Reststandgehalt. Die Schülerinnen und Schüler bewerten anhand des Restsandgehaltes den Erfolg des eingesetzten Verfahrens sowie das Verhältnis zwischen Fördermenge und Absenkung. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen den Erfolg der Maßnahme, indem sie die neue spezifische Ergiebigkeit des Brunnens mit den eingangs genommen Wasserständen und mit dem aktuellen Restsandgehalt abgleichen.
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenAnlagen zur Wasserversorgung errichten
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Brunnenabschlussbauwerke mit dazugehörigen Wasserversorgungsanlagen für Brunnen auftragsgemäß zu planen und zu errichten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Auftragsvorgaben zur Errichtung von Abschlussbauwerken (über und unter Flur) mit den dazugehörigen Installationen zur Wasserversorgung unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die unterschiedlichen Materialien und Baustoffe (Fertigbetonbauteile, Ortbeton, Kunststoffschächte) zur Herstellung von Abschlussbauwerken. Sie eruieren die unterschiedlichen Anforderungen an Abschlussbauwerke und berücksichtigen die Einbindung des Bauwerks in die Örtlichkeit (Bebauung, Geologie, Grundwasser). Sie verschaffen sich einen Überblick über die Fördereinrichtungen (Kreiselpumpen, Kolbenpumpen, Pumpenelektrik, Hebewerke) und zugehörigen Bauteile (Brunnenkopf, Leiter, Einstieg und Montageöffnung, Be- und Entlüftungseinrichtung, Mess- und Regeleinrichtungen). Die Schülerinnen und Schüler planen das Setzen eines Brunnenabschlussbauwerks gemäß den Vorgaben durch die Auftraggebenden unter Berücksichtigung der Pumpenparameter und Pumpenauswahl (Pumpenkennlinie, Reibungsdruckverluste, Wirkungsgrad, Tabellenwerke der Pumpenhersteller). Sie erstellen Arbeitspläne und legen den Bauablauf fest. Die Schülerinnen und Schüler erstellen das Brunnenabschlussbauwerk unter Berücksichtigung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen und fertigen Systemskizzen (Symbole für Armaturen und Formteile) und Zeichnungen von Brunnenabschlussbauwerken händisch und digital an. Sie übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihre Brunnenabschlussbauwerke, indem sie Lösungen miteinander vergleichen und dabei auch Anforderungen an die Hygiene bedenken. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Ergebnisse im Hinblick auf wirtschaftliche, ökonomische und ökologische Aspekte und beschreiben alternative Lösungsmöglichkeiten.
Arbeitsblatt zu LF 13 erstellenBrunnen regenerieren und sanieren
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, auftragsbezogen den Alterungszustand von Brunnen zu beurteilen und Verfahren zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die bau- und betriebstechnische Situation eines Brunnens und stellen den Zustand des Bauwerks (Brunnenakte, Kamerabefahrung, Pumpversuch, spezifische Ergiebigkeit, innere und äußere Kolmation, Widerstands- und Kontrollfilter) fest. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Wirkungsprinzipien der einzelnen Verfahren zum Regenerieren, Sanieren und Rückbau eines gealterten Brunnens. Die Schülerinnen und Schüler planen ausgehend vom vorliegenden Schadensbild (Verockerung, Versinterung, Verschleimung, Sandführung, Leckage im Filter und Vollrohr, fehlerhafte Ringraumabdichtungen) Verfahren zum Regenerieren (mechanische, chemische und hydromechanische Verfahren) und Sanieren (Teilsanierung im Filter, Vollrohr, Ringraumverpressung, Rückbau) von Brunnen. Die Planung der Maßnahme erfolgt auf Grundlage der jeweiligen bauspezifischen Merkmale des Brunnens (Normaler Ausbau, Ausbau mit Sperrrohr, Ausmaterialien im Filter, Vollrohr, Ringraumabdichtungen). Die Schülerinnen und Schüler führen die Brunnenregenerierung und -sanierung zur Herstellung der ursprünglichen Leistungsfähigkeit und dem Beheben von Gefahren für die Umwelt unter Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Gesichtspunkte durch. Sie messen während der Arbeiten kontinuierlich die Wasserstände, Fördermengen, den Feststoffaustrag und die Lösemittelkonzentration unter Einhaltung des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Regenerierverfahren auch im Hinblick auf den Erfolg der ausgeführten Arbeiten. Hierzu vergleichen sie den Zustand des Brunnens mit der Ausgangssituation (Pumpversuch, Kamerabefahrung, Ermittlung der spezifischen Ergiebigkeit vor und nach der Maßnahme). Sie bewerten die Arbeitsergebnisse auf der Grundlage der geführten Protokolle und das im Auftrag vorgegebene Ziel im Hinblick auf wirtschaftliche und ökologische Aspekte und empfehlen dem Auftrag gebenden Möglichkeiten für die Erhaltung der Ergiebigkeit des Brunnens.
Arbeitsblatt zu LF 14 erstellenGeothermische Energie gewinnen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Bohrungen für die Gewinnung von Erdwärme auftragsgemäß zu planen, abzuteufen und auszubauen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag einer Erdwärmebohrung auf der Grundlage der anstehenden Geologie sowie der Genehmigungsvorgaben der unteren Wasserbehörde. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Systeme für die Gewinnung geothermischer Energie (Sondensysteme, Doppel-U-Sonde, Koaxialsonde, Ringrohrsonden, Energiepfähle, Flächenkollektoren Körbe) und berücksichtigen dabei den Einbau der Erdwärmesonden sowie den dauerhaften Schutz des Grundwassers. Neben dem Aspekt der Gewinnung von Wärme berücksichtigen sie auch die Möglichkeit Gebäude durch das Abführen von Wärme zu kühlen. Die Schülerinnen und Schüler planen entsprechend der örtlichen Gegebenheiten (Mindestabstände zu Grundstücksgrenzen, Fließrichtung von Grundwasser, Entzugsleistung von Böden, Sondenlänge) die Durchführung einer Erdwärmebohrung. Im Kontext der anstehenden Baugrundverhältnisse wählen sie unter Berücksichtigung von Geologie, Teufen und Durchmesser ein Bohrverfahren (Trockenbohrung, Spülbohrung, Bohrdurchmesser, Bodenprobenentnahme, Schichtenprofile) aus und berechnen die benötigten Baustoffe und fertigen Materiallisten an. Die Schülerinnen und Schüler führen vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit und dem Schutz des Grundwassers die Geothermiebohrung durch (Misch- und Verpressanlagen, Suspensionsrezepturen, Verpressmaterialien, bauphysikalische Anforderungen an das Verpressmaterial) und dokumentieren diese unter Beachtung des Datenschutzes und der Datensicherheit (Bohrprotokoll, Schichtenverzeichniss, Verpressprotokoll, Bohrlochmessung). Sie übergeben die Unterlagen an den Auftraggebenden. Sie fertigen Skizzen und Zeichnungen von Erdwärmebohrungen an (Ausbauzeichnung und Bohrprofil, Lage und Rohrverlegeplan). Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihre Sondenelemente durch eine dokumentierte Druckprobe und binden diese in einen Verteilerschacht ein (Schachtsyteme, Schweißverfahren zum Verbinden von Rohleitungen, Fluidbefüllung). Sie übergeben geräumte Arbeitsbereiche. Die Schülerinnen und Schüler bewerten den Erfolg der Maßnahme, indem sie die ökonomischen und ökologischen Merkmale vergleichen. Übersicht über die Lernfelder für die Berufsausbildungen im Tiefbau Tiefbaufacharbeiter und Tiefbaufacharbeiterin; Schwerpunkt Brunnen- und Spezialtiefbauarbeiten 7 Baugrund erkunden 80 8 Bohrungen abteufen 80 9 Rohrleitungen einbauen 40 10 Spezialtiefbauarbeiten ausführen 80 Spezialtiefbauer und Spezialtiefbauerin 11 Tiefgründungen herstellen 60 12 Baugruben sichern 80 13 Baugrund verbessern 60 14 Rohre grabenlos einbauen 40 15 Umweltschäden verhindern und beheben 40 Summen: insgesamt 880 Stunden 320 280 280
Arbeitsblatt zu LF 15 erstellenBohrungen abteufen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, auftragsbezogen Bohrungen mit Trocken- und Spülbohrverfahren zu planen und abzuteufen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Auftragsvorgaben hinsichtlich der Umsetzung eines Bohrverfahrens (Trockenbohrverfahren, direkte und indirekte Spülbohrverfahren) zur Durchführung einer Baumaßnahme. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die unterschiedlichen Bohrwerkzeuge und Bohrverfahren (Ventilbohrer, Bohrmeißel, Bohrschnecken, Bohreimer, Greifer-Bohrverfahren, Kelly-Bohrverfahren, Doppelkopfbohren, Saugbohren, Lufthebebohren, Rotarybohren) und verschaffen sich einen Überblick über die jeweiligen Arbeitsabläufe. Dabei vergleichen sie schlagende und drehende Trockenbohrverfahren sowie direkte und indirekte Spülbohrverfahren hinsichtlich ihrer Eignung im Kontext zur anstehenden Geologie und der geplanten Baumaßnahme. Die Schülerinnen und Schüler planen den Ablauf von Bohrungen unter Beachtung der Aufgabenstellung (Wassergewinnung, Baugrunderkundung, Gründungen, Erschließung geothermischer Energie) und der örtlichen Baugrundverhältnisse. Die Schülerinnen und Schüler teufen unter Berücksichtigung der Gerätetechnik die Bohrung ab (Gerätetypen, Geräteaufbau, Mast, Fahrwerk, Kellystange, Winde, Kraftdrehkopf, Verrohrungsmaschine, Schläuche, Verbindungen, Öle, Spülpumpe und Seile). Dabei berücksichtigen sie neben den gerätetechnischen Gegebenheiten, Bohrdurchmesser, Teufen und Entnahmekategorien auch die Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Sie berücksichtigen bei Bohrungen den Umgang mit Bohrspülungen oder Suspensionen, Zusätzen, notwendigen Hilfsmitteln (Bentonite, Polymere, Beschwerungsmittel, Spülwanne, Misch- und Dosieranlage, Probenentnahmevorrichtung) sowie die umweltgerechte Aufbereitung und Entsorgung der Suspension. Sie dokumentieren unter Zuhilfenahme von digitalen Medien datenschutzkonform den Ablauf der Bohrung mit Datenblättern, Zeichnungen und Mengenberechnungen (Kopfblätter, Schichtenverzeichnis, Spülungsprotokoll und Probenentnahmeprotokoll). Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Dokumentation auf Vollständigkeit und beurteilen die Bohrung hinsichtlich der späteren Anforderungen des Bauteils. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die vorgestellten Arbeitsergebnisse anhand verfahrenstechnischer und gerätetechnischer Grenzen sowie Gesichtspunkte der Nachhaltigkeit und leiten mögliche Alternativen ab.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenRohrleitungen einbauen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Rohrleitungen auftragsbezogen zu planen und einzubauen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Auftragsvorgaben im Hinblick auf die Wahl der Rohrmaterialien und deren Einbau. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über den Aufbau und die Eigenschaften von Ver- und Entsorgungsleitungen (Rohrwerkstoffe für Ver- und Entsorgungsleitungen, Druck- und Freispiegelleitung, Schächte, Armaturen und Pumpen, Hausanschlüsse). Sie verschaffen sich einen Überblick über die verschiedenen Rohrgrabensicherungen (geböschte und teilgeböschte Gräben, Rohrgrabenverbau). Die Schülerinnen und Schüler entwerfen und planen den Rohrgraben unter Berücksichtigung der auftragsspezifischen Vorgaben, Sicherheitskriterien, Baugrundverhältnisse und des Grundwassers. Sie berücksichtigen den Schutz unterirdischer Leitungen. Sie stellen Rohrgräben zeichnerisch dar. Sie bestimmen den Materialbedarf auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit für die ausgewählten Verfahren und erstellen Materiallisten und Leitungspläne (Vermessung, Rohrfolgeplan, Symbole in der Wasserversorgung). Die Schülerinnen und Schüler heben den Rohrgraben mit Maschinen aus und bauen die Rohrleitung unter Berücksichtigung der Verdichtung (Leitungszone, Proctorversuch, Verdichtungsgeräte, Dichtigkeitsprüfung) ein. Dabei achten sie auf den ökonomischen und ökologischen Einsatz der Ressourcen. Sie führen bei Bedarf eine Grundwasserabsenkung durch (Vakuumentwässerung und Schwerkraftentwässerung). Sie stellen anschließend die Verkehrsflächen aus Pflaster- und Plattenbelägen sowie Asphalt und Beton wieder her. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Verdichtung der Grabensohle und Verfüllung (Proctordichte, Dynamische Fallplatte) sowie die Dichtigkeit der Leitung. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Ausführung der Baumaßnahme und inwieweit auch Verfahren der geschlossenen Bauweise zum Einsatz kommen könnten.
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenSpezialtiefbauarbeiten ausführen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Spezialtiefbauverfahren auftragsbezogen zu planen und auszuführen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Auftragsvorgaben und die örtlichen Gegebenheiten (Baugrund, Nachbarbebauung, Grundwasserverhältnisse) im Hinblick auf Spezialtiefbauverfahren zur Sicherung der Baugrube und Gründung des Bauwerkes (Lastabtrag, Spitzendruck, Mantelreibung, Zugpfahl, Ankerzugkraft, Grundbruch). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über unterschiedliche Verbauarten (Trägerbohlwand, Spundwand, Schlitzwand, Bohrpfahlwand). Sie vergleichen Verfahren zum Einbringen von Rammgut (Pressen, Rammen, Rütteln, Bohren und Einstellen) und ermitteln die Arbeitsschritte der Herstellung der Verbauarten unter Berücksichtigung der Aussteifung und Verankerung. Zum Schutz vor drückendes Grundwasser informieren sie sich in Abhängigkeit der Geologie über eine Dichtsohle (Düsenstrahlverfahren). Für die erforderliche Tiefgründung (Pfahlsysteme) erkundigen sie sich über die Herstellung von Bohrpfählen und deren Aufbau (Kontraktorverfahren, Betonrezepturen, Expositionsklassen, Betonproben, Verdichtungsmaß, Ausbreitmaß). Die Schülerinnen und Schüler entwerfen eine Baugrubensicherung in verschiedenen Ansichten und Schnitten und stellen eine mögliche Pfahlbewehrung für die Tiefgründung zeichnerisch dar. Die Schülerinnen und Schüler ermitteln den Materialbedarf (Massenberechnung, Baustofftabellen) für die ausgewählten Verfahren und erstellen Materiallisten. Sie berechnen den Bodenaushub und die Baustoffe für die Baugrube und achten auf den wirtschaftlichen Einsatz der Ressourcen. Die Schülerinnen und Schüler führen die Sicherung der Baugrube unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit sowie des Arbeits- und Gesundheitsschutzes durch. Sie treffen Überlegungen hinsichtlich der Wiederverwendung des Verbaus auch unter ökologischen Gesichtspunkten. Sie übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Ausführung der Spezialtiefbauverfahren (Lage, Vertikalität, Betonqualität, Verdichtung), fertigen Protokolle in analoger und digitaler Form an und übergeben diese den Auftraggebenden. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Arbeitsergebnisse anhand verfahrenstechnischer und gerätetechnischer Grenzen sowie ökologischer Gesichtspunkte und leiten mögliche Alternativen ab.
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenTiefgründungen herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Tiefgründungen für Bauwerke zur Ableitung von Kräften in den Baugrund auftragsgemäß zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Auftragsvorgaben und örtlichen Gegebenheiten zur Herstellung von Tiefgründungen für ein Bauwerk. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über unterschiedliche Tiefgründungen (Bohrpfähle, Teil- und Vollverdrängungspfähle, Rammpfähle, Micropfähle, Spezielle Gründungselemente) und deren Wirkungsprinzipien (Mantelreibung, negative Mantelreibung, Spitzendruck, Zugpfähle). Die Schülerinnen und Schüler planen den Arbeitsablauf zur Herstellung der Tiefgründung für das Bauwerk (Verfahrensschritte, Betontechnologie bei Pfählen, Kontraktorverfahren, Betonüberwachung während der Baumaßnahme). Sie berücksichtigen hierbei auch die Einflüsse der vorgegebenen Pfahlanordnung. Sie entwerfen Zeichnungen der Pfahlbewehrung (Betonstähle bei Pfählen, Begrifflichkeiten und Aufgaben der Bewehrungselemente) und beziehen in die Planung auch eine mögliche energetische Nutzung des Pfahls (Geothermie) mit ein. Sie ermitteln den Materialbedarf für die Bewehrung, den Beton und die Verpressmaterialien. Die Schülerinnen und Schüler führen die Tiefgründung für das Bauwerk unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz durch. Sie beachten dabei den ökonomischen und ökologischen Einsatz der Ressourcen und übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Bauablauf auch unter Berücksichtigung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes. Sie prüfen die Lage des Gründungskörpers, mögliche Verschiebungen des Pfahles durch die Krafteinwirkung (Inklinometermessung). Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Bauausführung im Hinblick auf technologische, wirtschaftliche und ökologische Aspekte, optimieren die Arbeitsabläufe und dokumentieren dies (Pfahldokumentation) auch mit Hilfe von digitalen Medien und übergeben die Dokumente an den Auftraggebenden. Sie beachten dabei die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit.
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenBaugruben sichern
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Baugruben auftragsbezogen zu sichern, zu verankern, auszusteifen sowie gegen Grundwasser zu schützen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Auftragsvorgaben zur Sicherung einer Baugrube unter Berücksichtigung der Bauaufgabe, den örtlichen Gegebenheiten und der vorhandenen Geologie. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Verbauarten (Trägerverbau, Spundwände, Schlitzwände, Bohrpfahlwände, Injektionswände, vernagelte Spritzbetonwände). Hierbei berücksichtigten sie auch die erforderlichen Geräte zur Herstellung des Verbaus (Bohrgeräte, Schlitzwandgreifer, Schlitzwandfräsen, Ramm- und Vibrationsgeräte, Spundwandpressen, Ankerbohrgeräte). Sie machen sie sich mit den wesentlichen Merkmalen und Anwendungsbereichen der unterschiedlichen Verbauarten vertraut (Wasserdichtigkeit, Biegeweichheit und Biegesteifigkeit, Bauwerkseinbezug, Rückbaubarkeit, Einbezug der örtlichen Gegebenheiten). Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung der Baugrubensicherung unter Berücksichtigung der erforderlichen Verankerung, Vernagelung und Aussteifung (Ein- und Mehrstabanker, Litzenanker, Selbstbohranker, Verpressung und Nachverpressung). Bei der Planung beachten sie Vorkehrungen gegen drückendes Grundwasser (Unterwasserbetonsohlen, Düsenstrahlsohlen, Weichgelsohlen, natürliche Abdichtung). Sie erstellen analoge und digitale- Skizzen und Zeichnungen von der Baugrube und von Ankerdetails in verschiedenen Ansichten und Schnitten und berechnen die Baustoffmengen (Stahl, Holz, Beton, Gesteinskörnungen). Sie wenden hierzu auch Tabellenwerke in digitaler Form verschiedener Hersteller von Spundwänden, Stahlträgern und Ankersystemen an. Für die erforderliche Baugrubensicherung ermitteln sie den Materialbedarf. Die Schülerinnen und Schüler führen die Baugrubensicherung unter Berücksichtigung der einzelnen Arbeitsschritte und Auftragsvorgaben sowie des Arbeits- und Gesundheitsschutzes durch. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Ablauf der Herstellung des Verbaus und prüfen die Aufnahme der erforderlichen Kräfte (Ankerprüfung, Protokollierung, Kriechmaß, horzontale Verbauverformung). Die Schülerinnen und Schüler bewerten den in der Baumaßnahme gewählten Verbau und dessen Herstellung auch unter den Aspekten der Nachhaltigkeit, den örtlichen Gegebenheiten und beschreiben mögliche Optimierungsmöglichkeiten und Alternativen.
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenBaugrund verbessern
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, ungeeigneten Baugrund auftragsbezogen zu verbessern. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Auftragsvorgaben zur Verbesserung eines Baugrundes für ein Bauwerk unter Berücksichtigung der Bauaufgabe (Verbesserung der Tragfähigkeit, Baugrundabdichtung, Verbesserung der Lagerungsdichte) und der vorhandenen Geologie (Baugrundgutachten, Schichtenprofile). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Verfahren der Baugrundverbesserung (Manschettenrohrinjektion, Düsenstrahlverfahren, Rüttelstopfverdichtung, Rütteldruckverdichtung, Dynamische Intensivverdichtung, Vertikaldrainagen, Bodenmischverfahren, Bodenvereisung). Sie berücksichtigen hierbei die erforderlichen Baustoffe (Feststoffe, Chemikalien und Suspensionen) und Geräte (Packer, Niederdruck-, Hochdruck- und Förderpumpen, Verpressleitungen mit Ventilen) sowie deren Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen und Schüler planen die Durchführung von Baugrundverbesserungsmaßnahmen gemäß den Vorgaben durch die Auftraggebenden. Sie erstellen Arbeitspläne, Mengen- und Dosierberechnungen entsprechend der benötigten Geräte und einzusetzenden Baustoffe. Sie ermitteln bei der Planung auch die Suspensionsparameter (Marshtrichter, Spülungswaage, Sandgehaltsmessgerät, Filterpresse, Ringapparat, Kugelharfe). Sie fertigen Skizzen und Zeichnungen von Baugrundverbesserungen an (Körper von Rüttelstopfverdichtungen, Manschettenrohr- und Düsenstrahlinjektionen). Die Schülerinnen und Schüler führen die Baugrundverbesserung durch, unter Berücksichtigung der einzelnen Arbeitsschritte und Auftragsvorgaben. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Bauablauf auch unter Berücksichtigung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Bauausführung im Hinblick auf Tragfähigkeit (Drucksondierung, Protokolle, Probebelastungen, Pumpversuche) sowie technologische, wirtschaftliche und ökologische Aspekte, optimieren die Arbeitsabläufe und dokumentieren dies auch mit Hilfe von digitalen Medien und übergeben die Dokumente an den Auftraggebenden. Sie beachten dabei die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit.
Arbeitsblatt zu LF 13 erstellenRohre grabenlos einbauen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Rohre auftragsbezogen mit Hilfe grabenloser Rohrvortriebsverfahren einzubauen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag zur Verlegung einer Leitung mit einem Rohrvortriebsverfahren in geschlossener Bauweise. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch unter zur Hilfenahme von digitalen Medien über das im Auftrag vorgegebene grabenlose Verfahren zum Einbringen von Rohren sowie über mögliche Alternativen zur Durchführung eines Vortriebs (Bodenverdrängungshammer, Berstlining, Horizontales Spülbohren, Horizontalrammen, Pilotbohrverfahren, Microtunneling). Hierbei machen sie sich mit den Anwendungsbereichen und Merkmalen der Rohrvortriebsverfahren (dynamisch und statisch, begehbar und nicht begehbar, Verfahren mit Bodenräumung und Verdrängung, Art der Steuerung) vertraut. Die Schülerinnen und Schüler planen die Rohrvortriebsmaßnahme unter Berücksichtigung der Herstellung von Start- und Zielbaugruben für das Bauvorhaben (Verbauvarianten der Start- und Zielbaugruben für die Nass- und Trockenförderung des Bodens). Sie berücksichtigen hierbei auch die Vorschriften zum Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz sowie der Verkehrssicherheit. Sie berechnen die Baustoffe und den Bodenaushub für die Start- und Zielbaugruben sowie für den Vortrieb und gewährleisten die richtige Lage des Rohres (Gefälle- und Neigungsberechnungen, Anwendung der Winkelfunktionen). Die Schülerinnen und Schüler stellen die Start- und Zielbaugruben her und führen anschließend den Rohrvortrieb entsprechend den geplanten Arbeitsschritten und unter Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen durch. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Ablauf der Herstellung des Rohrvortriebs unter Berücksichtigung einer möglichen Optimierung der Arbeitsschritte, dokumentieren dies und übergeben die Unterlagen dem Auftraggebenden. Die Schülerinnen und Schüler bewerten das im Auftrag vorgegebene Vortriebsverfahren unter den Aspekten der Nachhaltigkeit und den örtlichen Gegebenheiten und beschreiben mögliche Alternativverfahren unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten.
Arbeitsblatt zu LF 14 erstellenUmweltschäden verhindern und beheben
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, auftragsbezogen Bauwerke und Altlasten durch Sonderverfahren im Spezialtiefbau abzudichten, einzukapseln und Umweltschäden zu beheben. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Auftragsvorgaben zur vertikalen und horizontalen Abdichtung eines Bauwerks in einem kontaminierten Bereich. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Entstehung und Arten von Altlasten, die den Boden belasten. Dies beinhaltet auch die Ablagerung von Altlasten auf bestehenden Deponien, die nicht dem Stand der Technik (Deponieverordnung, Deponieklassen) entsprechen. Sie vergleichen die unterschiedlichen Abdichtungssysteme von Deponien und anderen Bauwerken (Basis- und Oberflächenabdichtungen, horizontale und vertikale Abdichtungssysteme). Die Schülerinnen und Schüler planen die Abdichtung des Bauwerkes (verschiedene Dichtwand- und Dichtsohlenvarianten). Sie berücksichtigen bei der Planung auch Methoden zur Reinigung von Böden und Grundwasser unter Berücksichtigung der Aspekte der Nachhaltigkeit. Sie berechnen die Baustoffe unter Verwendung von digitalen Medien für die Abdichtung des Bauwerks. Bei der Planung berücksichtigten sie auch die Verfahren zur Herstellung und Aufbereitung von Suspensionen sowie deren Qualitätskontrolle (Entsandungsanlage, Silos, Förder- und Umwälzpumpen, Waagen, Mischer, Qualitätskontrolle im Baustellenlabor). Sie erstellen analog und digital Zeichnungen und Skizzen in verschiedenen Ansichten und Schnitten von der geplanten Abdichtung. Die Schülerinnen und Schüler führen die geplante Abdichtung für das Bauwerk unter Berücksichtigung der Schutzmaßnahmen besonders in kontaminierten Bereichen (Technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen auf der Baustelle) durch. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Ausführung, Verfahren und Baustoffe der Abdichtung auch auf Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit und dokumentieren dies zur Weitergabe unter Einhaltung der Datensicherheit und des Datenschutzes für den Auftraggebenden. Sie übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die im Auftrag vorgegebene Abdichtung anhand der verfahrenstechnischen und gerätetechnischen Grenzen und leiten mögliche Alternativen ab. Übersicht über die Lernfelder für die Berufsausbildungen im Tiefbau Tiefbaufacharbeiter und Tiefbaufacharbeiterin; Schwerpunkt Gleisbauarbeiten 7 Baugrund erkunden 40 8 Erdbauwerke errichten 60 9 Verkehrsflächen im Gleisbereich herstellen 80 10 Gleisanlagen neu bauen 100 Gleisbauer und Gleisbauerin 11 Gleisbögen herstellen und einmessen 60 12 Weichen montieren und einmessen 80 13 Verkehrsflächen befestigen 60 14 Gleisanlagen instand halten 80 Summen: insgesamt 880 Stunden 320 280 280
Arbeitsblatt zu LF 15 erstellenBaugrund erkunden
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, auftragsbezogen Baugründe zu erkunden und Bodenverbesserungsmaßnahmen zu planen und durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen den vorgegebenen Baugrund. Sie unterscheiden diesbezüglich Hindernisse, Unregelmäßigkeiten sowie Gefährdungen und kommunizieren dies mit ihren Vorgesetzten und anderen Gewerken. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über Verfahren der Baugrunderkundung (Aufschlussbohrungen, Suchschlitze, Schürfe, Rammsondierungen) und den Baugrund (Bodenarten, Homogenitätsbereiche, Tragfähigkeitskriterien, Wassereinfluss, Witterungseinfluss, Kontaminierung). Sie sichten Ver- sowie Entsorgungspläne für das betreffende Baugebiet und unterscheiden Bohrgeräte und Zubehör für ein Trockenbohrverfahren. Die Schülerinnen und Schüler planen unter Berücksichtigung einer möglichen Kontamination und der Lage von Ver- und Entsorgungsleitungen die vorbereitenden Maßnahmen und führen hierfür Vermessungsarbeiten durch (Vermessungsgeräte, Schnurgerüst, Fluchten, Höhenmessung). Sie nehmen eine Einstufung der Geotechnischen Kategorie (Geotechnische Kategorie 1 bis 3) vor. Dabei arbeiten sie für die spätere Nutzung des Baugrundes unterschiedliche Bodenverbesserungsmaßnahmen und deren Auswirkungen aus. Sie entscheiden vor Beginn der Erdarbeiten anhand der Bodenverhältnisse über den Einsatz der Geräte und Maschinen und wählen auch unter ergonomischen Gesichtspunkten ein Verfahren aus. Sie berechnen den Oberbodenabtrag (Fläche, Volumen, Auflockerung, Dichte von Böden) und wählen für die Erd- und Verdichtungsarbeiten (Bodenaushub, Aus- und Einbau von Tragschichten, Verdichtung) die Transport- und Baumaschinen aus. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen den Baugrund und dokumentieren auch digital ihre Ergebnisse. Sie führen Bodenverbesserungsmaßnahmen (Bodennachverdichtung, mechanische Bodenverbesserung, Einbau von Geokunststoffen, Bodenverbesserung mit Bindemitteln) mit Werkzeugen und Maschinen für die Bodenverbesserung (Streufahrzeuge, Fräsmaschinen) in Abhängigkeit vom Baugrund durch. Dabei wählen sie unter Berücksichtigung von ökonomischen und umweltschutztechnischen Gesichtspunkten Bindemittel zur Bodenverbesserung aus. Sie erstellen einen Vergleich des Ortmischverfahrens und Zentralmischverfahrens. Sie kommunizieren, auch in einer Fremdsprache, Vor- und Nachteile der Bodenverbesserungsmaßnahmen mit den Auftraggebenden, unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen und optimieren die Phase der Verbesserung des Bodens im Hinblick auf Aspekte der Nachhaltigkeit der angewandten Verfahren. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Auswahl der Bodenverbesserung, die Materialauswahl sowie den Herstellungsprozess und beurteilen die Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit des Verfahrens.
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenErdbauwerke errichten
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Erdbauwerke nach örtlichen Gegebenheiten und Auftragsvorgaben zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag und die örtlichen Gegebenheiten eines herzustellenden Erdbauwerks hinsichtlich der an das Bauwerk gestellten Anforderungen. Dabei berücksichtigen sie das vorhandene Gelände und dessen Tragverhalten sowie mögliche Hindernisse im Boden (Sicherung sowie Abgrenzung der Ver- und Entsorgungsleitungen, Normverbau), die Bestandteile des Unterbaus (Einschnitte, Dämme, Anschnitte) sowie die Auswahl der Einbaumaterialien und den Anschluss an angrenzende Bauteile. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über Bauwerkstypen (Dämme, Einschnitte, Auf- und Hinterfüllungen, Bodenverbesserung durch Bodenaustausch) sowie ökonomische und umwelttechnische Anforderungen (Massenausgleich, Lagerung und Deponierung der Bodenmaterialien) abhängig vom Baugrund. Im Hinblick auf die Herstellung des Erdbauwerks verschaffen sie sich einen Überblick über Neigung und Gestaltung von Lockergesteinsböschungen (Böschungsneigungen in Abhängigkeit von der Bodenart, Bodengruppe) sowie über den Abtrag und Aufbau von Lockergestein (Wahl der Baugeräte, Homogenbereiche, Korngrößenverteilung, Verdichtungseigenschaften von Böden). Sie informieren sich über die Möglichkeiten der Entwässerung von Erdbauwerken (Oberflächenentwässerung, Kapillarwasser). Weiterhin erkundigen sie sich über die aufgrund der Witterungsverhältnisse erforderlichen konstruktiven Hangsicherungsmaßnahmen (Ansaaten und Begrünung, Faschinen) sowie über die zu verwendenden Materialien und stufen diese hinsichtlich der Umweltverträglichkeit ein. Die Schülerinnen und Schüler ermitteln die Massen des Erdbauwerks (Fläche, Volumen, Auflockerung, Dichte von Böden) und wählen für die Erd- und Verdichtungsarbeiten (Bodenaushub, Einbau von Tragschichten, Verdichtung) die Baumaschinen aus. Unter Berücksichtigung des vorhandenen Baugrundes und den örtlichen Gegebenheiten fertigen sie von dem Erdbauwerk (Damm) Zeichnungen (Draufsichten, Schnittzeichnungen) auch digital an. Sie führen aufgrund der Massenberechnungen eine überschlägliche Ermittlung des Zeitaufwands für die Arbeiten auf der Baustelle auch digital durch. Dabei beachten sie die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler stellen ein Erdplanum her und konstruieren unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz ein Erdbauwerk mit Böschungswinkel. Sie dokumentieren auch digital die einzelnen Schritte des Aufbaus. Sie führen den Einbau und die Verdichtung des Erdbauwerkes mit Hilfe von Werkzeugen und Maschinen unter besonderer Beachtung des Gesundheitsschutzes (Staub-, Lärmminimierung, Ergonomie) durch. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Verdichtung mittels direkten und indirekten Verfahrens und optimieren die Phasen der Erstellung des Dammes im Hinblick auf wirtschaftliche, umweltverträgliche und soziale Aspekte der Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Lösung und reflektieren ihre Vorgehensweise hinsichtlich des zeitlichen Ablaufs. Sie transferieren ihre erworbenen Kompetenzen auf andere Problemstellungen und finden alternative Lösungsansätze.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenVerkehrsflächen im Gleisbereich herstellen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, auftragsbezogen Verkehrsflächen aus künstlichen und natürlichen Steinen nach Aufgrabungen wiederherzustellen sowie Asphalt einzubauen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag und die örtlichen und auftragsbezogenen Gegebenheiten zur Herstellung einer Verkehrsfläche aus Pflaster- und Plattenbelägen sowie Asphalt. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über die Anforderungen an Verkehrsflächen aus Pflaster, Platten und Asphalt. Sie werten die örtlichen Gegebenheiten und die vorliegende Belastungsklasse mit Hilfe von Richtlinien aus. Sie erkunden auch mit Hilfe digitaler Medien die Notwendigkeit sowie die Möglichkeiten einer Entwässerung der geplanten Verkehrsfläche (offene-, geschlossene Entwässerung). Sie recherchieren die Arten von Asphalt, Pflaster, Platten und Einfassungen sowie die Aufgaben von Einfassungen. Sie informieren sich über den möglichen Einsatz von Asphalt, Pflaster sowie Platten im Gleisbereich (Arten, Aufbau, Funktionen). Die Schülerinnen und Schüler ermitteln das notwendige Gefälle für die Entwässerung der Verkehrsfläche. Sie wählen Einfassungen (Bordsteinarten, Kurvensteine, Bogenkonstruktionen), Pflasterarten, Bauweisen (gebunden, ungebunden) sowie Verbände der Pflaster- und Plattenfläche aus. Sie planen die optische Gestaltung (Materialien, Verbandarten, Muster) mit den betrieblichen Beteiligten und Vorgesetzten unter Beachtung der Verlegeregeln. Sie entscheiden sich für Materialien zur Herstellung der Bettung und stimmen die Fugenfüllung auf diese ab (Körnungen, Filterstabilität). Dabei berechnen sie auch mit Hilfe digitaler Geräte Materialbedarfe und Transportmengen. Sie selektieren Materialien zur Herstellung einer Verkehrsfläche im Gleisbereich (Schienenkammerfüllelemente, Schienenvergussmasse) und begründen deren Funktionen. Dabei berücksichtigen sie ressourcenschonende Gesichtspunkte. Sie erstellen Zeichnungen möglicher Bauweisen mit Asphalt, Pflaster- und Plattendecken sowie den ausgewählten Verbandarten und Mustern auch digital. Die Schülerinnen und Schüler richten die zulässige Sicherungsart in Abhängigkeit vom Verkehrsaufkommen ein. Sie stellen Einfassungen (Fundamente, Rückenstützen, Fugenausbildung) von Verkehrsflächen sowie Asphalt-, Pflaster- und Plattenfläche (Bettung, Fugen) unter Berücksichtigung der Leistungen vorangegangener Gewerke her. Sie nehmen Bau- und Altmaterialien auf und richten Lagerplätze für diese ein. Sie setzen notwendige Werkzeuge und Geräte (Hebezeuge, Verdichtungsgeräte) unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz zur Herstellung der Verkehrsfläche ein. Sie veranlassen den Abtransport von Altmaterialien und der Baustelleneinrichtung. Sie dokumentieren auch digital ihre durchgeführten Arbeiten. Sie übergeben die geräumte Baustelle an die Kunden. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die optische Gestaltung der Verkehrsfläche auf Grundlage der Planung in Zusammenarbeit mit den innerbetrieblichen Akteuren. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Herstellungsprozesse unter Einhaltung der Vorschriften zum Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz. Sie diskutieren unter ökonomischen, ökologischen und qualitativen Gesichtspunkten alternative Lösungsmöglichkeiten auch für Verkehrsflächen im Gleisbereich (sickerfähige Pflasterarten).
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenGleisanlagen neu bauen
Zeitrichtwert: 100 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Gleisanlagen auftragsbezogen neu zu planen und zu bauen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag und die örtlichen Gegebenheiten. Dabei beachten sie bei Gleisarbeiten zur Absicherung einer Baumaßnahme geltende Verordnungen (persönliche Schutzausrüstung, Rottenwarnsignale, feste Absperrung, Gleissperrung) und Unfallverhütungsmaßnahmen unter Einhaltung des Arbeitsbereiches (Regellichtraumprofil). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich mit Hilfe digitaler Medien und Richtlinien über den Trassenplan, die Bauarten des Oberbaus (Schotteroberbau, Feste Fahrbahn), die Bezeichnung der einzelnen Schichten und die Bauart des Gleises (lückenloses Gleis, Stoßlückengleis). Sie beschreiben die Aufgaben der einzelnen Befestigungsmittel. Sie bestimmen den Verlauf der Lastabtragung und gehen auf Störungen ein. Die Schülerinnen und Schüler planen den Aufbau eines Bahnkörpers unter Berücksichtigung der Richtlinien und der notwendigen Entwässerung (Oberflächenentwässerung, Tiefenentwässerung). Sie legen den Regelbettungsquerschnitt in Abhängigkeit der Geschwindigkeit fest und zeichnen diesen. Sie konzipieren den Arbeitsablauf zur Herstellung eines Gleisjoches unter Berücksichtigung der Schwellen- und Schienenverlegung (Schienenzange, Umsetzböcke, Anschlagmittel, Handstopfmaschine). Dabei berücksichtigen sie gleisbautypische Messungen (Messmittel, Ausführung, Auswertung). Sie legen die Oberbauanordnung einer Strecke unter Zuhilfenahme der Richtlinie (Ausrüstungsstandart) fest. Sie berechnen den Materialbedarf an Oberbaustoffen (Schienen, Befestigungsmittel, Schwellen, Schotter). Sie ermitteln die Anzahl der benötigten Transportmittel von und zur Baustelle sowie den Zeitaufwand und die personelle Unterstützung. Dabei orientieren sie sich an der Oberbauanordnung und gehen dabei auf die verschiedenen Instandsetzungsverfahren ein. Die Schülerinnen und Schüler führen die Herstellung einer Schotterbettung unter Beachtung der Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz durch. Sie verlegen Schwellen und Schienen manuell sowie maschinell. Sie verwenden Werkzeuge und Maschinen entsprechend der projektbezogenen Gegebenheiten, dabei pflegen und warten sie diese. Sie setzen die Schienenbefestigungen (K-, KS-, W-, und W97-Oberbau) zusammen und ordnen die Befestigungsmittel zu. Sie protokollieren als Arbeitsergebnis die geometrische Sollverspannung (Schraubmaschine, Drehmoment) unter Berücksichtigung der Richtlinien. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen den berechneten Materialbedarf unter Berücksichtigung umweltverträglicher Altmaterialentsorgung und präsentieren die gewonnenen Ergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Vorgehensweise bei der Zusammenstellung des Oberbaus und bewerten die Lösung der Bedarfsermittlung entsprechend der Richtlinien.
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenGleisbögen herstellen und einmessen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Gleisbögen auftragsbezogen einzumessen, herzustellen und abschließend den Sollzustand mit dem Istzustand zu vergleichen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die Vermarkungspläne und Trassenpläne hinsichtlich der erforderlichen Informationen für den Bau und der notwendigen Kontrolle eines Gleisbogens. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich mit Hilfe digitaler Medien über die Trassierungselemente im Grundriss (Bogen, Übergangsbogen) und im Aufriss (Längsneigung, Ausrundung) sowie die wirkenden Kräfte (Zentrifugalkraft, Zentripetalkraft) in Gleisbögen. Sie berücksichtigen die Mindest- und Höchstwerte der Parameter. Die Schülerinnen und Schüler planen aufgrund der vorgegebenen Nutzung (Personenverkehr, Güterverkehr, gemischter Verkehr) das Trassierungselement Gleisbogen und beschreiben den Kräfteverlauf unter Berücksichtigung des Überhöhungsfehlbetrages und des Überhöhungsüberschusses. Sie begründen die Auswahl des Wanderschutzes und der Sicherungskappen im Gleisbogen. Sie berechnen auch mit Hilfe digitaler Medien die Pfeilhöhen- und Überhöhung des Gleisbogens. Sie wählen aus den Richtlinien die entsprechenden Radien mit der Überhöhung für die Trassierung aus. Dabei bestimmen sie die Notwendigkeit eines Übergangsbogens aufgrund der gewonnenen Ergebnisse und beziehen den Übergang vom nicht überhöhten Bereich (Überhöhungsrampen, Rampenlänge, Rampenneigung) in den überhöhten Bereich ein. Sie ermitteln den Mehrbedarf an Schotter gegenüber einer geraden Strecke auch digital. Die Schülerinnen und Schüler führen die Herstellung des Planums unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz durch. Sie messen den Gleisbogen mit Hilfe digitaler und satellitengestützter Messwerkzeuge in Höhe, Lage und Länge ein. Sie stellen aufgrund des Kräfteverlaufs und der Nutzung des Gleisbogens die Trassierung eines Gleisabschnittes her und berücksichtigen dabei die Abhängigkeiten der Radien, der Entwurfsgeschwindigkeit, der Überhöhung sowie der Nutzung des Gleisbogens. Sie dokumentieren auch digital ihre Arbeitsprozesse und –ergebnisse und übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Pfeilhöhen- und Ordinatenmessung auf Grundlage der Mindestradien, Höchstradien, Mindestüberhöhung und maximal zulässigen Überhöhung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die ausgewählten Maßnahmen (Übergangsbogen, geschwungene Rampe) zur Erhöhung des Fahrkomforts im Übergangsbereich von der geraden Strecke in den Gleisbogen.
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenWeichen montieren und einmessen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Weichen auftragsbezogen zu montieren und einzumessen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die örtlichen sowie auftragsbezogenen Gegebenheiten bei Weichenarbeiten und berücksichtigen die vorliegende Bauart des Oberbaus (Feste Fahrbahn, Schotteroberbau). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien und Richtlinien über Weichen sowie Kreuzungen und stellen die Unterschiede heraus. Sie gehen hierbei besonders auf die Funktionen von Weichen ein und grenzen diese von anderen Gleiskonstruktionen ab. Sie erkunden die Weichenkurzbezeichnungen (Weichenart, Schienenform, Zweiggleisradius, Neigung der Weiche, Richtung des Zweiggleises, Schwellenbauart) und beschreiben alle Bauteile von Weichen. Sie vergleichen die Darstellungen von Weichen im Lageplan und als Fahrkantenbilder. Sie unterscheiden notwendige Weichenpläne (Weichenlageplan, Weichenverlegeplan, Weichenskizze). Sie ermitteln die zulässigen Geschwindigkeiten in den Zweiggleisen und bestimmen die Lage der Grenzzeichen. Sie vergleichen unterschiedliche Umbauverfahren von Weichen. Die Schülerinnen und Schüler planen die Montage, den Umbau und die Einmessung der Weichen in Höhe und Richtung unter Beachtung der Richtlinien und beschreiben einen vollständigen technologischen Arbeitsablauf. Sie ermitteln auch digital das Gewicht der Weichengroßbauteile und Befestigungsmittel mit Hilfe von Gewichtstabellen und die Transport- und Montagekapazitäten. Sie fertigen Zeichnungen (Absteckskizze, Herzstück) zur Montage von Weichen auch digital an. Sie berechnen auch digital personen- und leistungsbezogene Zeitbedarfe und den Materialbedarf für den Einbau von Weichen entsprechend der vorliegenden Oberbauanordnung. Sie ermitteln die Abrückmaße zum richtigen Abschnüren von Weichen und stellen diese graphisch dar. Die Schülerinnen und Schüler führen die Demontage und Montage einer Weiche durch. Sie setzen Werkzeuge und Geräte unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz zur Montage und zum Umbau von Weichen ein. Sie führen auch digital Montagemessungen (Winkellage, Spurweite, Leitweite, Rillenweite, Zungenprüfungen) durch, dokumentieren diese und gehen hierbei auf Störgrößen ein. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Messungen von Weichen mit Hilfe von Weichenprüfblättern und Handmessformularen entsprechend der Richtlinien und konzipieren hierfür einen Soll-Ist-Vergleich. Sie werten Störgrößen entsprechend den einzuleitenden Maßnahmen aus. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die unterschiedlichen Montagemöglichkeiten und Umbauverfahren von Weichen bezüglich der wirtschaftlichen, umweltverträglichen und sozialen Aspekte der Nachhaltigkeit.
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenVerkehrsflächen befestigen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, wasserdurchlässige und wasserundurchlässige Verkehrsflächen auftragsbezogen und frostsicher zu befestigen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die standardisierten Bauweisen mit Betondecke, Asphaltdecke und Pflasterdecken und Fertigbauteile und ordnen diese der Festen Fahrbahn und den Bahnübergängen zu. Dabei berücksichtigen sie das vorhandene Gelände und dessen Tragverhalten sowie den Anschluss an angrenzende Bauteile. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über Verkehrsflächen im Gleisbau. Dabei legen sie den Schwerpunkt auf Besonderheiten bei der kurzfristigen Reparatur von Fertigelementen. Sie unterscheiden die Bauarten von Bahnübergängen und deren Entwässerung. Sie berücksichtigen den Schallschutz und die unterschiedlichen Verdübelungsarten von Festen Fahrbahnen. Die Schülerinnen und Schüler planen unter Berücksichtigung des Schichtenaufbaus eine Feste Fahrbahn. Dabei vergleichen sie die Auflager der Schienen (Stützpunktlagerung, kontinuierliche Lagerung) hinsichtlich der Befestigung. Sie skizzieren die Übergänge zum Schotteroberbau und Bahnübergängen. Sie berechnen aufgrund einer selbst erstellten Zeichnung die Mengen an Bau- und Bauhilfsstoffen für eine Feste Fahrbahn. Sie planen die notwendigen Arbeitsschritte zum Ablauf einer Sanierung und ordnen die Baumaschinen für die Arbeiten am Bahnübergang den jeweiligen Arbeitsschritten zu. Die Schülerinnen und Schüler führen unter Beachtung der Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutzes Arbeiten an einer Festen Fahrbahn mit besonderer Beachtung des Schallschutzes (Feder-Masse-Systeme, Schallabsorber) durch. Sie stellen einen Bahnübergang her und stimmen dabei die Verkehrssicherung mit den am Bau Beteiligten Personen ab. Sie montieren die Beläge nach auftragsbezogener Vorgabe und berücksichtigen hierbei das Gefälle. Zur Dokumentation skizzieren sie die Oberflächenentwässerung auch digital. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen an den Bahnübergängen die Zuständigkeitsflächen der Eisenbahninfrastrukturunternehmer und der Straßenbaulastträger. Dabei berücksichtigen sie das Verkehrsaufkommen und wählen die zulässige Sicherungsart aus. Sie überprüfen die Sichtflächen von Bahnübergängen nach Vorgabe der Verordnungen und Richtlinien und entscheiden über deren Zulässigkeit. Sie übergeben den geräumten Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Oberflächenentwässerung der Verkehrsflächen und nehmen Stellung zu den Vorteilen einer ökologischen Lösung von wasserdurchlässigen Konstruktionen.
Arbeitsblatt zu LF 13 erstellenGleisanlagen instand halten
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Gleisanlagen instand zu halten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die örtlichen Gegebenheiten unter Beachtung der Messprotokolle einer Gleisanlage. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich mit Hilfe digitaler Medien und Richtlinien über die Definition der Instandhaltung und grenzen dabei die Bereiche Wartung (Vegetationskontrolle, Schienenschleifen), Inspektion (Beurteilungsmaßstäbe Störgröße-Reaktionsverfahren, Inspektionsintervalle, Gleisbegehung, Inspektion der Schienenfehler, Schürfschlitze), Instandsetzung und Verbesserung voneinander ab. Die Schülerinnen und Schüler planen Inspektionsarbeiten von Gleisanlagen. Sie stellen Soll- Ist-Vergleiche (Ersatzhandmessung) von Gleisanlagen, einschließlich Gleisabschlüssen auf. Dabei werten sie diese mit Hilfe der Beurteilungsmaßstäbe und der Prüfgrößen (Längshöhe, Verwindung, gegenseitige Höhenlage, Pfeilhöhe, Spurweite, Rillenweite, Leitweite) aus. Sie dokumentieren die gewonnenen Ergebnisse auch digital, legen Instandsetzungsmaßnahmen (Einzelfehlerbeseitigung, Schienen- und Schwellenwechsel, maschinelle Durcharbeitung, Bettungsreinigung) entsprechend der Richtlinien und Verordnungen fest. Sie stimmen die Sicherungsmaßnahmen (Langsamfahrstellen) mit den durchzuführenden Instandsetzungsmaßnahmen ab. Sie beachten dabei die für ihren Bereich geltenden Verordnungen, Richtlinien und Unfallverhütungsmaßnahmen. Sie beschreiben den jeweiligen technologischen Arbeitsablauf der verschiedenen Umbauverfahren. Sie berechnen die Leistungs- und Personalkosten von Instandhaltungsmaßnahmen. Dabei vergleichen sie Angebote nach jeweiliger Leistungsbeschreibung und wählen eines aus. Sie achten auf ein nachhaltiges Baustellenmanagement und auf die Wiederverwertbarkeit der Materialien. Die Schülerinnen und Schüler führen Inspektionsarbeiten von Gleisanlagen, einschließlich Gleisabschlüssen unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie der Verkehrssicherung durch. Sie stellen Schäden (Schotterschäden, Schienenbrüche, Gleislagefehler, Gleisverdrückung, Gleisverwerfung, Bahndämme, Randwege) an Gleisanlagen fest und protokollieren diese auch digital. Sie führen auftragsbezogen Instandhaltungsarbeiten (Notlaschenverbindungen) von Gleisanlagen aus. Dabei wählen sie entsprechende Werkzeuge und Maschinen aus. Sie kommunizieren die Arbeitsergebnisse unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit mit den Auftraggebenden. Sie übergeben die geräumte Baustelle an die Kunden. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Vorgehensweise bei der Auswertung der Soll-Ist-Vergleiche und führen ein Abnahmegespräch auf Basis des erstellten Abnahmeprotokolls. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen das Ergebnis der Leistungs- und Personalkosten entsprechend der Vorschriften.
Arbeitsblatt zu LF 14 erstellenHäufige Fragen zu Straßenbauer
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