Arbeitsblätter & Unterrichtsmaterial für Servicekraft für Schutz und Sicherheit
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Lernfelder für Servicekraft für Schutz und Sicherheit im Überblick
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Den Ausbildungsbetrieb und seine Leistungen im Tätigkeitsfeld der Sicherheitswirtschaft präsentieren
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die Sicherheitsbereiche in der Sicherheitswirtschaft, auch im gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang. Auf dieser Grundlage erläutern sie die Schnittstellen zwischen Objektsicherung, Veranstaltungsdienst, Sicherungs- und Ordnungsdienst im öffentlichen Raum, Geld- und Wertdienst sowie Notruf- und Serviceleitstellen bzw. Einsatzzentralen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Aufbau- und Ablauforganisation des Ausbildungsbetriebes und stellen den Prozess der betrieblichen Leistungserstellung dar. Sie informieren sich über Formen der Arbeitsorganisation im Team und die Teamentwicklung. Sie vergleichen ihren Ausbildungsbetrieb mit anderen Betrieben, arbeiten Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus. Die Schülerinnen und Schüler erfassen das Unternehmen als ein System, in dem, ausgehend von einem Unternehmensleitbild sowie der ausgeprägten Unternehmenskultur, wirtschaftliche, soziale, humanitäre und ökologische Ziele zweckmäßig miteinander verknüpft werden. Sie informieren sich über Wirtschaftlichkeit, Qualitäts- und Kundenorientierung als gleichwertige Ziele einer Leistung von Sicherheitsdiensten. Die Schülerinnen und Schüler nutzen innerbetriebliche Informationswege sowie kommunikations- und informationstechnische Einrichtungen. Sie dokumentieren die Arbeitsergebnisse, reflektieren Arbeitsplanung und Vorgehen und lassen die Ergebnisse in die weitere Planung und Durchführung einfließen. Inhalte: - Torkontroll- und Empfangsdienst - Posten- und Streifendienst - Alarm- und Interventionsdienst - Schließdienst - Revierdienst - Streifendienst im öffentlichen Raum - Sicherungs- und Kontrolldienst im ÖPNV - eigenverantwortliches Lernen und Arbeiten - Methodentraining
Arbeitsblatt zu LF 1 erstellenKunden und Mitarbeiter über Möglichkeiten und Rahmenbedingungen der Berufstätigkeit in der Sicherheitswirtschaft informieren
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler ermitteln die für ihre Berufsausübung in der Sicherheitsbranche bedeutsamen Arbeits- und Gesundheitsschutzbestimmungen, die Unfallverhütungsvorschriften sowie die Umweltschutzbestimmungen. Sie informieren sich über berufsrelevante Wirtschaftsorganisationen, Berufsverbände und Gewerkschaften. Die Schülerinnen und Schüler erörtern Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte in ihrem Unternehmen und beschreiben Möglichkeiten zur Umsetzung. Dabei nennen sie wesentliche Bestandteile des Arbeitsvertrages und des für den ausbildenden Betrieb geltenden Tarifvertrages. Die Schülerinnen und Schüler erkundigen sich über Möglichkeiten der beruflichen Fort- und Weiterbildung. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über relevante Bestimmungen des europäischen Arbeits- und Sozialrechts. Sie diskutieren die Konsequenzen dieser Rechtsvorschriften für ihre Berufsausübung. Die Schülerinnen und Schüler systematisieren die gesammelten Informationen, besprechen ihre Ergebnisse mit Kolleginnen und Kollegen und informieren Kunden im Bedarfsfall. Die Schülerinnen und Schüler nehmen Möglichkeiten zur Gestaltung des eigenen Lernprozesses aktiv wahr, entwickeln Lernstrategien und arbeiten im Team. Dabei nutzen sie für das Lernen geeignete Informationsquellen und Kommunikationssysteme. Inhalte: - Jugendarbeitsschutzgesetz - Kündigungsschutz - Mutterschutz - Tarifvertrag, Betriebsvereinbarungen - Betriebsverfassungsgesetz - Teambildung und Teamentwicklung - Methoden des selbstorganisierten Lernens und Arbeitens
Arbeitsblatt zu LF 2 erstellenBei der Planung und Umsetzung von Sicherungsmaßnahmen zur präventiven Gefahrenabwehr mitwirken
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die Aufgaben in der Objektsicherung, in den Sicherungs- und Ordnungsdiensten im öffentlichen Raum sowie im Veranstaltungsdienst. Sie erarbeiten sich dazu die grundlegenden rechtlichen Bestimmungen als verbindlichen Handlungsrahmen. Sie stellen für ihre Tätigkeitsbereiche unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten eine Bedrohungsanalyse auf. Dabei bewerten sie Gefahren und Gefährdungspotenziale und benennen Schutzziele. Die Schülerinnen und Schüler erkundigen sich über grundlegende personelle und organisatorische Maßnahmen sowie mechanische sicherheitstechnische Einrichtungen zur präventiven Gefahrenabwehr. Auf dieser Grundlage vergleichen und bewerten sie die im operativen Einsatz vorgefundenen Maßnahmen und Einrichtungen. Schülerinnen und Schüler unterscheiden verschiedene Veranstaltungsarten und stellen den jeweils notwendigen Schutzbedarf fest. Sie erläutern die Auswirkungen des Einsatzes von Waffen, verbotenen Gegenständen und gefährlichen Stoffen. Die Schülerinnen und Schüler berücksichtigen die Wirkung des eigenen Auftretens auf andere Personen und die Öffentlichkeit. Sie wirken mit bei der Umsetzung von präventiven Sicherungsmaßnahmen. Dabei nutzen sie Techniken der Gesprächsführung sowie Methoden des Konfliktmanagements zur Deeskalation und wenden diese situationsbezogen an. Die Schülerinnen und Schüler führen Nachbesprechungen durch und dokumentieren die Verbesserungsvorschläge. Inhalte: - Grundrechte - Gewerberecht (§34a GewO, BewachV) - Garantenstellung - Jedermannrechte - Eigentum/Besitz - Hausrecht/Hausfriedensbruch - Sachbeschädigung - Diebstahl - Unterschlagung - Amtsanmaßung - Grundlagen des Einbruchschutzes - Widerstandsklassen von Türen und Fenstern - Sicherungseinrichtungen für Türen und Fenster - Schließanlagen - Angriffs- und brandhemmende Verglasung - Widerstandsstufen - Zaunanlagen - Verhaltensmuster von Personen und Gruppen - Tätermotive und Täterverhalten
Arbeitsblatt zu LF 3 erstellenAufgabenbezogene Schutz- und Sicherheitsvorschriften beachten und Maßnahmen durchführen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler ermitteln Gefährdungen von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz sowie am jeweiligen Einsatzort und ergreifen Maßnahmen zu ihrer Vermeidung. Dazu wenden sie Arbeitsschutz-, Unfallverhütungs- und Umweltschutzvorschriften an. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über unterschiedliche Aufgaben im Verkehrsdienst. Sie identifizieren in diesem Zusammenhang mögliche Gefährdungen. Die Schülerinnen und Schüler melden und dokumentieren Arbeits- und Verkehrsunfälle sowie Verstöße. Sie leisten erste Hilfe und leiten sachkundig und verantwortungsbewusst erforderliche Maßnahmen ein. Die Schülerinnen und Schüler erkennen Verstöße gegen Vorschriften zum Umweltschutz. Sie setzen Energie und Material wirtschaftlich und umweltschonend ein. Sie vermindern Abfälle, führen Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zu und leisten damit einen Beitrag zum Umweltschutz. Sie nutzen aufgabenbezogene Kommunikations- und Informationstechnik. Inhalte: - Meldewesen - Erstmaßnahmen im Ereignisfall - Dienstanweisungen - Eigensicherung - Vorschriften der Berufsgenossenschaft - Branchen- und Standardsoftware - Internet
Arbeitsblatt zu LF 4 erstellenRechtsverstöße und Gefährdungssituationen erkennen und bewerten
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler arbeiten selbstständig mit relevanten Rechtsquellen und wenden Rechtsgrundlagen an. Dabei beachten sie die Rechte von Personen und Institutionen, erkennen und beurteilen Rechtsverstöße. Sie bewerten Gefährdungssituationen unter rechtlichen Aspekten. Im operativen Einsatz beurteilen die Schülerinnen und Schüler Gefährdungspotenziale, reagieren darauf angemessen und leiten Sicherungsmaßnahmen ein. Die Schülerinnen und Schüler beachten die Vorschriften zum Datenschutz, zum Arbeits- und Umweltschutz sowie zum Brandschutz, überwachen deren Einhaltung und leiten bei Mängeln Maßnahmen ein. Sie schützen sich und andere Personen durch entsprechende Schutzmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die durchgeführten Maßnahmen unter dem Aspekt rechtssicheren Verhaltens. Inhalte: - Rechtsgrundlagen zu: - Körperverletzung - Raub - Freiheitsberaubung - Nötigung - Urkundenfälschung - Betrug - Schadensersatz - Unterlassung - Grundlagen des Waffenrechts - Eigensicherung
Arbeitsblatt zu LF 5 erstellenMit Kunden und Mitarbeitern berufsspezifisch kommunizieren und kooperieren
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren fach- und situationsgerecht mit Kolleginnen und Kollegen, den Kunden und anderen Beteiligten, um einen störungsfreien Ablauf der Geschäftsprozesse sicher zu stellen. Die Schülerinnen und Schüler erfassen Arbeitsaufträge und setzen diese fachgerecht um. Sie dokumentieren Anweisungen und Aufträge. Dabei berücksichtigen sie ein effektives Selbst- und Zeitmanagement. Die Schülerinnen und Schüler nutzen Einsatzpläne, Dienstanweisungen, Ablaufpläne und andere betriebliche Unterlagen. Sie organisieren Team- und Einsatzbesprechungen und kooperieren mit Kolleginnen und Kollegen. Dabei halten sie Termine und Fristen ein. Bei Bedarf geben sie Anweisungen auch in englischer Sprache. Die Schülerinnen und Schüler führen Kundengespräche in situations- und fachgerechter Weise durch. Dabei wenden sie geeignete Kommunikationsmittel an. Bei Kundenbeschwerden unterstützen die Schülerinnen und Schüler qualitätssichernde Maßnahmen und tragen damit zur Verbesserung von Arbeitsprozessen, der Kundenzufriedenheit und zum Geschäftserfolg bei. Inhalte: - Kommunikationsverhalten - Gesprächsführung - Umgang mit Konflikten - Meldungen - Bürokommunikationsmittel - interne und externe Kooperation
Arbeitsblatt zu LF 6 erstellenSicherheitstechnische Einrichtungen und Hilfsmittel anwenden
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Möglichkeiten der elektronischen Überwachung als Ergänzung der mechanischen Grundsicherung. Sie informieren sich mit Hilfe von Funktionsanleitungen, Handbüchern und anderen Informationsquellen über den Aufbau und die Funktionsweise elektronischer, sicherheitstechnischer Einrichtungen und sind dadurch in der Lage, diese auch bei Störungen fachgerecht zu bedienen. Sie machen sich vertraut mit der Handhabung und Bedienung von Gefahrenmeldeanlagen, Bildaufzeichnungssystemen, Leitstellentechnik, Einsatzzentralen und anderen sicherheitstechnischen Geräten. An sicherheitstechnischen Systemen sind sie in der Lage, Bedienelemente richtig zu handhaben und Kontrollinstrumente abzulesen. Sie werten diese Informationen sachgerecht aus und ergreifen die notwendigen Maßnahmen. Inhalte: - Warensicherung - Funkanlagen - Kamera- und Videotechnik - biometrische Systeme - EMA, ÜMA, BMA - Zutrittskontrollsysteme - elektronische Schließanlagen - Wächterkontrollsysteme - Ortungssysteme
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenMenschen, Objekte und Werte sichern und schützen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit den speziellen Gegebenheiten für die zu schützenden Personen, Objekte und Werte vertraut, beurteilen Konfliktpotenziale sowie Gefährdungen und Gefahren für Sicherheit und Gesundheit. Hierbei berücksichtigen sie situationsbedingt die Verhaltensnormen und Verhaltensmuster von Personen und Gruppen. Bei der Sicherung von Veranstaltungen kooperieren sie mit öffentlichen Institutionen und anderen Sicherheitsdiensten. Dabei berücksichtigen sie die Wirkung des eigenen Auftretens auf andere Personen. Bei der Begleitung von gefährdeten Personen wenden die Schülerinnen und Schüler angemessene Verhaltensregeln zur Prävention, zur Abwehr von Gefahren und zum Selbstschutz an. Hierbei unterscheiden und beurteilen sie die Wirkungsweise und das Gefährdungspotenzial von Waffen, verbotenen Gegenständen und gefährlichen Stoffen und leiten entsprechende Schutzmaßnahmen ein. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen Aufgaben im Verkehrsdienst. Sie überwachen und kontrollieren den ruhenden und fließenden Verkehr entsprechend den gesetzlichen Vorgaben. Die Schülerinnen und Schüler beachten und überwachen die objektbezogenen Brandschutzbestimmungen. Sie erkunden die Funktion und Anwendung von Feuerlöschgeräten, technischen Anlagen, Hilfsmitteln und persönlichen Schutzeinrichtungen, überwachen diese und leiten bei Mängeln Maßnahmen ein. Sie machen sich mit den Grundsätzen der Brandbekämpfung vertraut, unterscheiden die Brandklassen und wählen entsprechende Löscheinrichtungen aus. Bei Umweltverstößen und Großschadensereignissen beachten sie die Zuständigkeiten und ergreifen situationsbezogene Maßnahmen. Inhalte: - Normen, Rollen und Gruppendynamik - soziale, formelle und informelle Gruppen - Deeskalationsmethoden - Kontrolltätigkeiten - Arbeits- und Gesundheitsschutzbestimmungen - Brandschutzordnung - Erstangriff bei der Brandbekämpfung - Eigensicherung - Verhalten am Ereignisort - Panik - Räumungs- und Evakuierungspläne - Liste der Entsprechungen - zwischen - dem Rahmenlehrplan für die Berufsschule - und dem Ausbildungsrahmenplan für den Betrieb - im Ausbildungsberuf Servicekraft für Schutz und Sicherheit - Die Liste der Entsprechungen dokumentiert die Abstimmung der Lerninhalte zwischen den - Lernorten Berufsschule und Ausbildungsbetrieb. - Charakteristisch für die duale Berufsausbildung ist, dass die Auszubildenden ihre - Kompetenzen an den beiden Lernorten Berufsschule und Ausbildungsbetrieb erwerben. - Hierfür existieren unterschiedliche rechtliche Vorschriften: - • Der Lehrplan in der Berufsschule richtet sich nach dem Rahmenlehrplan der - Kultusministerkonferenz. - • Die Vermittlung im Betrieb geschieht auf der Grundlage des Ausbildungsrahmenplans, - der Bestandteil der Ausbildungsordnung ist. - Beide Pläne wurden in einem zwischen der Bundesregierung und der - Kultusministerkonferenz gemeinsam entwickelten Verfahren zur Abstimmung von - Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrplänen im Bereich der beruflichen Bildung - ("Gemeinsames Ergebnisprotokoll") von sachkundigen Lehrerinnen und Lehrern sowie - Ausbilderinnen und Ausbildern in ständiger Abstimmung zueinander erstellt. - In der folgenden Liste der Entsprechungen sind die Lernfelder des Rahmenlehrplans den - Positionen des Ausbildungsrahmenplans so zugeordnet, dass die zeitliche und sachliche - Abstimmung deutlich wird. Sie kann somit ein Hilfsmittel sein, um die Kooperation der - Lernorte vor Ort zu verbessern und zu intensivieren.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenHäufige Fragen zu Servicekraft für Schutz und Sicherheit
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