Berufsschule & Duale Ausbildung

Arbeitsblätter & Unterrichtsmaterial für Schuhfertiger

Erstellen Sie mit KI handlungsorientierte Arbeitsblätter, Infotexte und Lösungsbögen – exakt abgestimmt auf die 12 Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplans.

Rahmenlehrplan
12 Lernfelder
Regeldauer
36 Monate
Zuständigkeit
IH
Lehrplankonform
KMK & BIBB

Lernfelder für Schuhfertiger im Überblick

Wählen Sie ein Lernfeld aus, um direkt ein passgenaues Arbeitsblatt inklusive Fachinfotext und Lösungen zu generieren.

Lernfeld 1
1. Ausbildungsjahr

Schuhe präsentieren

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Schuhteile, Schaftschnitte und Schuhtypen zu präsentieren. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die historische Entwicklung der Schuhe und die daraus resultierende Einordnung ihres Berufes. Sie erkunden die Tätigkeitsbereiche und die Möglichkeiten der Fortbildung. Sie verschaffen sich einen Überblick über die Aufbau- und die Ablauforganisation innerhalb einer Schuhfabrik. Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden Schuhteile, Schaftschnitte und Schuhtypen, stellen diese zeichnerisch dar und ordnen sie den Verwendungszwecken zu. Sie wenden die wichtigsten Fachbegriffe (Schuhteile, Schaftschnitte, Schuhtypen) auch in einer Fremdsprache an. Sie entwickeln Kriterienkataloge für Präsentationen und stellen Aufbau und Funktion von Schuhen vor. Dabei setzen sie Informations- und Kommunikationssysteme ein und berücksichtigen den Datenschutz und das Urheberrecht. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Präsentationen kriterienorientiert, gehen konstruktiv mit Kritik um und entwickeln Optimierungsmöglichkeiten.

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Lernfeld 2
1. Ausbildungsjahr

Leder zuschneiden

Zeitrichtwert: 120 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Leder zu beurteilen, den Materialbedarf zu kalkulieren und verschiedene Zuschneideverfahren anzuwenden. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit dem Arbeitsprozess des Zuschneidens (Schneiden, Stanzen) auseinander und berücksichtigen die Ober- und Futterlederarten. Sie informieren sich über Tierarten, Lederherstellung (Wasserwerkstatt, mineralische, vegetabile und synthetische Gerbung; Farb- und sonstige Zurichtungen), Lederarten, Verarbeitung und Eigenschaften von Ober- und Futterledern sowie über Maßnahmen zum Umweltschutz. Sie machen sich über verschiedene Materialprüfverfahren kundig (Reißfestigkeit, Farbechtheit, Wasserdampfdurchlässigkeit). Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über Zuschneide- und Stanzmesser (Materialien, Arten, Einbauteile, Größenkennzeichnungen) sowie Maschinen und Anlagen (Aufbau, Funktion) für das Zuschneiden und Stanzen. Die Schülerinnen und Schüler schneiden Leder zu. Zu diesem Zweck beurteilen sie verschiedene Leder im Hinblick auf Dehnungsverläufe, Qualität, Struktur und Lederfehler. Sie legen die Ober- und Futterleder unter Berücksichtigung der Zuschneideregeln aus und dokumentieren ihre Ergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler stellen Kriterien für den Umgang mit Zuschneidemessern (Haltung, Messerführung) und Stanzmessern auf. Anhand des Arbeitsauftrages legen sie das Zuschneideverfahren sowie die passenden Werkzeuge (Stanzmesser, Matrizen, Zuschneidemesser) und Maschinen (Schneidetisch, Karrenbalken-, Brücken-, oder Schwenkarmstanzmaschine) fest. Sie begründen ihre Vorgehensweise und berücksichtigen die Vorschriften zur Arbeitssicherheit (Umgang mit Werkzeugen, Zweihandauslösung, Lichtschranke, Notaus). Sie führen Flächenberechnungen durch und rechnen zwischen metrischen und angloamerikanischen Maßeinheiten (Quadratfuß) um. Dabei wenden sie Verfahren zur Flächenbedarfsermittlung von Schuhteilen (Parallelogrammsystem, Ein-Paar-Kalkulation) an. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Arbeitsergebnisse (Flächenbedarfsermittlung, Auslage, Zuschnitte) und hinterfragen diese hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Zuschneideregeln, Lederfehlern und Verarbeitung.

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Lernfeld 3
1. Ausbildungsjahr

Textilien zuschneiden

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Textilien, Kunstleder und Membranen zu beurteilen und verschiedene Zuschneideverfahren anzuwenden. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich über den Arbeitsprozess des Zuschneidens (Schneiden, Stanzen) sowie über Werkzeuge, Maschinen und Anlagen (Aufbau, Funktion) ins Bild. Sie machen sich über die Vorschriften zur Arbeitssicherheit kundig. Sie informieren sich über die Gewinnung, Verarbeitung und Eigenschaften textiler Rohstoffe. Zusätzlich verschaffen sie sich einen Überblick über die Herstellungsverfahren und Flächenkonstruktionen (Gewebe, Wirkwaren, Verbundwaren), Veredelungen (Klebstoffbeschichtungen, Kaschierungen, Oberflächengestaltungen) von Textilien, Kunstledern und Klimamembranen. Die Schülerinnen und Schüler führen eine Materialanalyse (Brennprobe, Reißprobe, Flächenkonstruktion) an verschiedenen Textilien und Membranen durch und recherchieren zu diesem Zweck die Eigenschaften und Verwendungszwecke der vorgenannten Materialien. Sie richten einen Arbeitsplatzes ein und berücksichtigen dabei Gesichtspunkte der Ergonomie, Arbeitssicherheit und Ökonomie. Die Schülerinnen und Schüler schneiden Textilien zu, zeichnen textile Ober-, Zwischen- und Futterschaftteile und markieren den Verlauf der geringsten Dehnung. Sie wählen Zuschneideverfahren unter Berücksichtigung der Zuschneideregeln bei einlagigen und mehrlagigen Werkstoffen sowie die passenden Werkzeuge und Maschinen (Schneidetisch, Karrenbalken-, Brücken-, oder Schwenkarmstanzmaschine) aus. Sie vergleichen und kontrollieren Zuschnitte von Textilien, Kunstledern und Membranen (Dehnungsverlauf, Fehler, Rapporte, Paarigkeit) und dokumentieren ihre Ergebnisse. Sie diskutieren ihre Arbeitsergebnisse (Materialanalyse, Auswahl des Zuschneideverfahrens, Zuschnitte) und begründen ihre Vorgehensweise.

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Lernfeld 4
1. Ausbildungsjahr

Schaftteile vorrichten

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, vorbereitende Arbeitstechniken bei der Schaftherstellung einzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Arbeitsvorgänge zum Vorrichten von Schaftteilen (Kennzeichnen, Kantenbearbeiten, Flächenbearbeiten und Verstärken von Schaftteilen). Sie informieren sich über das Kennzeichnen (Stempeln, Vorzeichnen) und die Möglichkeiten der Ausführung von Kantenbearbeitungen (Schärfen, Buggen, Perforieren, Färben, Hochfrequenz-Schweißstanzen). Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit den Techniken der Flächenbearbeitung auseinander (Spalten, Egalisieren, Prägen, Perforieren, Walken). Sie machen sich mit den Gründen des Verstärkens (Dehnung verhindern, Kanten stabilisieren, Flächen kaschieren) von Schaftteilen vertraut. Die Schülerinnen und Schüler ordnen die Vorrichtarbeiten in den Arbeitsablauf der Schaftfertigung ein und planen den Einsatz von Werkzeugen, Arbeitsgeräten und Maschinen (Aufbau, Funktion). Dabei berücksichtigen sie die Vorschriften zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz. Die Schülerinnen und Schüler richten die Schaftteile vor und wählen die produktbezogenen Vorrichtarbeiten (Kennzeichnen, Kantenbearbeiten, Flächenbearbeiten, Verstärken von Schaftteilen) aus. Sie erläutern die Vorrichtarbeiten, begründen ihre Auswahl und stellen sie dar (Zeichnungen, Anschauungsstücke). Sie reflektieren die Zusammenhänge zwischen Materialien und Vorrichtarbeiten und beschreiben die Auswirkungen auf nachfolgende Arbeitsgänge (Nähen, Zwicken) sowie die Produktqualität (Aussehen, Funktion, Haltbarkeit).

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Lernfeld 5
2. Ausbildungsjahr

Schäfte fügen

Zeitrichtwert: 120 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Werkzeuge, Maschinen und Hilfsstoffe auszuwählen und Fügeverbindungen für unterschiedliche Schäfte herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler sondieren den Auftrag des Schäftefügens unter Berücksichtigung von Gebrauchsfähigkeit und optischen Aspekten. Sie verschaffen sich einen Überblick über Nadeln (Aufbau, Nadelspitzen, Funktion, Besonderheiten), Bauformen und Einsatzgebiete der Maschinen (Doppelsteppstichmaschinen, Kettenstichmaschinen, Zusatzgeräte, Spezialeinrichtungen, Spezialmaschinen, Ausreibmaschine, Nähautomaten, Schweißmaschinen) und die Hilfsstoffe (Garne, Zwirne, Schweißhilfen). Sie richten den Näharbeitsplatzes ein und berücksichtigen dabei Gesichtspunkte der Ergonomie, Arbeitssicherheit und Ökonomie. Die Schülerinnen und Schüler fügen Schäfte und wählen dazu Garne und Zwirne (Herstellung, Aufbau, Eigenschaften, Verwendungsmöglichkeiten) sowie Nadeln in Abhängigkeit von Schaftmaterial und Schuhtyp aus. Sie erläutern das Zusammenwirken der stichbildenden Maschinenteile und die sichere sowie pflegliche Handhabung der Nähmaschine. Die Schülerinnen und Schüler berechnen die Fadenstärken (Nummer metrisch, Tex-System) und stellen diese in einen Zusammenhang mit den Nadelstärken. Sie stellen Nahtarten und Stichtypen zeichnerisch dar und berechnen den Fadenbedarf. Darüber hinaus führen sie Haltenähte (einfache Haltenaht, Bestechnaht, Spannnaht, Riegelnaht), Ziernähte (Wulstnaht, Biesennaht, Grob- und Feinziernaht), Kantiernähte (Italienischer Einfass, Französischer Einfass, gebuggte Kante, gestürzte Kante), spezielle Verbindungen (Zickzacknaht, Nahtschweißen) und Stichtypen (Doppelsteppstich, Doppelkettenstich, Einfacher Kettenstich) aus. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Einsatz von Nahtarten und Stichtypen im Hinblick auf Qualitätsanforderungen (Nahtdichtigkeitsprüfung, Zentrifuge). Sie beurteilen die Auswirkungen von Näh- und Schweißstörungen auf die funktionalen und optischen Merkmale der Schäfte. Sie diskutieren die Ursachen von Störungen (Maschine, Nadeln, Faden, Handhabung) und wägen Möglichkeiten der Störungsbeseitigung ab.

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Lernfeld 6
2. Ausbildungsjahr

Klebstoffe verwenden

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Klebstoffe nach Eigenschaften und Verwendungszweck für verschiedene Klebeverfahren zu verwenden. Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit dem Klebevorgang vertraut. Dazu informieren sie sich über Klebgrundstoffe, Klebstoffarten (ein- und zweikomponentige, lösemittelhaltige und lösemittelfreie Klebstoffe, Schmelzklebstoffe), Klebverfahren (Kontaktkleben, Nasskleben, Wärmeaktivierkleben, Haftkleben), Zeitabschnitte der Verklebung (Ablüftzeit, offene Zeit, Gebrauchsdauer, Abbindezeit, Mindesthaltbarkeitsdauer, Lagerdauer) und die damit verbundenen Klebstoffverarbeitungsvorschriften. Die Schülerinnen und Schüler erläutern die physikalischen Eigenschaften und Grundvorgänge des Klebens (Adhäsion, Kohäsion, Viskosität). Die Schülerinnen und Schüler planen die Vorbehandlungsarbeiten (Rauen, Halogenieren, Säubern), Zwischen- und Endprozesse (Aktivieren, Pressen) der Klebung. Die Schülerinnen und Schüler verkleben die verschiedenen Materialien (Leder, Textilien, Gummi, Kunststoffe). Sie wählen Klebstoffe, Auftragstechniken und Klebverfahren unter Berücksichtigung der zu verklebenden Schuhmaterialien aus. Darüber hinaus bestimmen sie Werkzeuge, Maschinen und Einrichtungen zum Auftragen von Klebstoffen und halten die Vorschriften zum Brand-, Gesundheits- und Umweltschutz sowie zur Arbeitssicherheit ein (Warnhinweise, Kennzeichnungen, Arbeitsschutzkleidung, Lagervorschriften, Ablüftanlagen). Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Qualität der Klebeverbindung anhand von Qualitätskriterien. Sie begründen Verklebungs- und Sicherheitsvorschriften, nehmen dazu Stellung und sind sich der Notwendigkeit ihrer Anwendung bewusst.

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Lernfeld 7
2. Ausbildungsjahr

Schäfte fertigstellen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Schäfte zu planen, fertigzustellen und zu kontrollieren. Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit den Arbeitsschritten zur Fertigstellung von Schäften vertraut. Sie informieren sich über funktionelles Zubehör (Ösen, Nieten, Schließen, Reißverschlüsse, Klettverschluss, Schnürungen) und schmückendes Zubehör (Quasten, Schleifen), Vorder- und Hinterkappen (Materialien, Form, Verarbeitung) sowie Einsatz und Funktion von Maschinen (Raumaschinen, Schärfmaschinen, Klammerapparate, Vorformmaschinen, Niet- und Ösenmaschinen). Dabei berücksichtigen sie Vorschriften zur Arbeitssicherheit und zum Brandschutz. Die Schülerinnen und Schüler führen die abschließenden Arbeiten zur Schaftherstellung aus. Sie erstellen Arbeitsablaufpläne für die Schaftherstellung und ordnen die Fertigstellung der Schäfte darin ein. Sie ermitteln die Selbstkosten für ein Paar Schäfte anhand der Vollkostenkalkulation (Materialkosten, Lohnkosten, Betriebskosten). Die Schülerinnen und Schüler erstellen einen Kriterienkatalog zur Qualitätskontrolle von Schäften. Sie zeichnen funktionelles und schmückendes Zubehör sowie Vorder- und Hinterkappen. Sie prüfen ihre Arbeitsablaufpläne auf Realisierbarkeit und vergleichen sie mit ihren praktischen Erfahrungen. Die Schülerinnen und Schüler begutachten Schäfte anhand der festgelegten Kriterien und beurteilen deren Qualität. Sie diskutieren die Ursachen von Qualitätsmängeln und wägen Möglichkeiten zu deren Vermeidung ab.

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Lernfeld 8
2. Ausbildungsjahr

Schuhleisten auswählen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Schuhleisten unter Berücksichtigung der Fußanatomie und der Passform auszuwählen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Zusammenhang von Fuß, Schuhleisten und Schuh. Sie informieren sich über den Aufbau des Fußes (Skelett, Gelenke, Muskeln, Sehnen, Bänder, Blutgefäße) und seine Funktion. Sie verschaffen sich einen Überblick über Fußdeformationen (Senk-, Platt- und Spreizfuß, Hallux valgus, Hammerzehen, Knickfuß) und weitere Fußleiden (Schweißfuß, Fußpilz, Hühnerauge, Fersensporn). Die Schülerinnen und Schüler erkundigen sich über Schuhleisten (Herstellung, Arten, Bestandteile, Einsatz). Die Schülerinnen und Schüler wählen Schuhleisten nach fertigungstechnischen und anatomischen Gesichtspunkten aus. Dazu vermessen sie Füße (Längen- und Weitenmaße) an anatomisch bedeutsamen Stellen und stellen die Ergebnisse in einen Zusammenhang mit den Schuhgrößen. Sie wenden Schuh- und Fußmaßsysteme (englische und französische Schuhgrößen, Mondopoint) an und rechnen zwischen ihnen um. Sie beschreiben die Leistenformen (Rist, Ferse, Fersenbogen) für verschiedene Schuhtypen (Damenleisten, Herrenleisten). Sie diskutieren Kriterien für fußgerechtes Schuhwerk und leiten Anforderungen an die Passform ab, um Fußleiden zu verhindern und zu mindern.

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Lernfeld 9
3. Ausbildungsjahr

Bodenmaterialien verwenden

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Bodenmaterialien nach Eigenschaften und Verwendungszweck auszuwählen und für Bodenteile zu verwenden. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich anhand eines Auftrages über Bodenmaterialien und ihre Verwendung für Bodenteile ins Bild. Sie erkunden Bodenmaterialien, ihre Herstellung (vegetabile Gerbung, Vulkanisation, Polymerisation) und die Bearbeitung von Brand- und Zwischensohlen, Laufsohlen und Absätzen. Dabei gehen sie auf die verschiedenen Formen, Verwendungszwecke und Eigenschaften ein. Die Schülerinnen und Schüler verwenden Bodenmaterialien und stellen die Bodenteile zeichnerisch dar. Sie setzen Bodenmaterialien (Bodenleder, Gummi, Thermoplastischer Kautschuk, Thermoplastisches Polyurethan, Polyurethan, Ethylenvinylacetat, Polyvinylchlorid) zur Herstellung von Sohlen und Absätzen ein, ordnen ihnen Eigenschaften, Auswirkungen auf die Umwelt und Verarbeitungsmöglichkeiten zu und stellen sie einander gegenüber. Sie erläutern die Methoden, Sohlen und Absätze herzustellen und vorzurichten (Absätze und Brandsohlen beziehen, Sohlen rauen und halogenieren). Die Schülerinnen und Schüler setzen Maschinen und Anlagen (Aufbau, Funktion) zum Befestigen und Bearbeiten von Brand- und Zwischensohlen, Laufsohlen und Absätzen ein. Dabei berücksichtigen sie Vorschriften zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz. Die Schülerinnen und Schülerinnen begründen ihr Auswahlergebnis und diskutieren Alternativen.

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Lernfeld 10
3. Ausbildungsjahr

Macharten ausführen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, industrielle Macharten der Schuhherstellung auszuführen. Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich die Eigenschaften und den Verwendungszweck von Schuhen verschiedener Macharten. Sie verschaffen sich einen Überblick über die Macharten (Geklebte Machart, California, Flexibel, Rahmengenäht, Mokassin, Strobeln, Direktansohlung) und die dazugehörigen Werkzeuge, Maschinen, Anlagen und Hilfsstoffe. Die Schülerinnen und Schüler führen Macharten aus. Dazu erstellen sie Arbeitsablaufpläne in Abstimmung mit Produktion und Arbeitsvorbereitung zu verschiedenen Macharten. Sie wählen Werkzeuge, Maschinen, Anlagen, Werkstoffe und Hilfsstoffe aus und berücksichtigen dabei die Anforderungen an die Arbeitssicherheit und den Umweltschutz. Sie stellen den Aufbau der Macharten zeichnerisch dar. Die Schülerinnen und Schüler stellen verschiedene Macharten gegenüber, analysieren sie und zeigen Unterschiede in Aufbau und Herstellung auf. Die Schülerinnen und Schüler prüfen und diskutieren die chronologische Abfolge der Arbeitsgänge im Hinblick auf unterschiedliche Schuhtypen, Verwendungszwecke, betriebliche Verfahrensweisen und unterschiedliche Macharten. Sie beziehen die Rückmeldungen in ihre Optimierungsüberlegungen ein.

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Lernfeld 11
3. Ausbildungsjahr

Schuhe finishen und kontrollieren

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Abschlussarbeiten und Qualitätsprüfungsmaßnahmen durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Produktqualität von Schuhen und machen sich mit Abschlussarbeiten vertraut. Sie informieren sich über Qualitätsaspekte von Schuhen unter Beachtung des Verwendungszwecks (Straßenschuhe, Sportschuhe, Arbeitsschutzschuhe), der gesetzlichen und betrieblichen Vorgaben sowie der Kundenwünsche und machen sich kundig über Abschlussarbeiten (reparieren, finishen, schnüren, lagern, versenden) und Anlagen, Apparaturen, Werkzeuge und Hilfsstoffe (Reparaturpasten, Cremes, Appreturen, Imprägnierungen). Die Schülerinnen und Schüler finishen Schuhe, prüfen sie und führen eine Endkontrolle durch. Dazu wählen sie Anlagen, Apparaturen, Werkzeuge und Hilfsstoffe für Abschlussarbeiten je nach Schuhtyp, Auftrag und Kundenwunsch aus. Dabei berücksichtigen sie Vorschriften zum Brand-, Gesundheits- und Umweltschutz sowie zur Arbeitssicherheit. Sie erläutern Qualitätsmängel (Unpaarigkeit, unterschiedliche Fersenhöhen, Zwickfalten, Narbenplatzer, schlechte Nahtausführung, Materialfehler), legen Prüfverfahren (Sohlenhaftung, Wasserdichtheit) fest und erstellen ein Prüfprotokoll für die Sicherung der Qualität. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren auftretende Qualitätsmängel und erwägen Möglichkeiten zu deren Vermeidung.

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Lernfeld 12
3. Ausbildungsjahr

Schuhmodelle entwickeln

Zeitrichtwert: 100 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Schuhmodelle kreativ und konstruktiv zu gestalten und zu entwickeln. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Vorgang der Modellentwicklung und berücksichtigen Aspekte der Gestaltung, Mode und Verwendung. Sie erschließen sich die Grundsätze der Farb- und Formgestaltung von Schuhen und setzen sich über gängige Schuhtrends ins Bild. Dabei unterscheiden sie verschiedene Verwendungszwecke. Die Schülerinnen und Schüler planen das Vorgehen zur kreativen und konstruktiven Gestaltung von Schuhmodellen. Sie entwickeln Schuhmodelle. Sie erstellen Skizzen und Entwurfszeichnungen unter Beachtung der richtigen Proportionen, Lichtverhältnisse und Körperschatten. Sie entwickeln Leistenmittelkopien (Damenleisten, Herrenleisten), konstruieren und detaillieren einfache Oberleder-Grundmodelle (Derby, Pump) manuell und digital. Sie präsentieren ihre Ergebnisse und erläutern ihr Vorgehen bei der Modellentwicklung. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Modellentwürfe und schlagen Optimierungsmöglichkeiten vor.

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Häufige Fragen zu Schuhfertiger

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