Arbeitsblätter & Unterrichtsmaterial für Revierjäger
Erstellen Sie mit KI handlungsorientierte Arbeitsblätter, Infotexte und Lösungsbögen – exakt abgestimmt auf die 13 Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplans.
Lernfelder für Revierjäger im Überblick
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Revier und Beruf vorstellen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler präsentieren die Struktur des Reviers sowie den Aufbau und die Organisation des Ausbildungsbetriebes. Sie beschreiben die Aufgaben einer Revierjägerin/eines Revierjägers und ihre gesellschaftliche Verantwortung. Sie stellen die Beziehungen des Ausbildungsbetriebes zu Geschäftspartnern und Gästen dar. Sie wenden dabei Informations- und Kommunikationstechniken an. Die Schülerinnen und Schüler erkunden das Revier und die Rechtsform sowie den Aufbau des eigenen Betriebs. Sie vergleichen ihren Ausbildungsbetrieb mit anderen Betrieben der Branche und arbeiten Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede heraus. Sie informieren sich über wesentliche Bestimmungen des geltenden Arbeits- und Tarifrechts und die berufsbezogenen Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften. Sie recherchieren Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten in ihrem Beruf. Vor dem Hintergrund des anzusprechenden Personenkreises wählen die Schülerinnen und Schüler die geeigneten Medien und die zu vermittelnden Inhalte aus. Sie führen notwendige Berechnungen durch und erstellen eine Termin-, Ablauf- und Materialplanung für ihre Präsentation. Die Schülerinnen und Schüler gestalten ihre Präsentation adressatengerecht. Sie stellen das eigene Revier und ihren Betrieb dar. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Arbeitsergebnisse und reflektieren Arbeitsplanung und Vorgehen. Inhalte: - Revieranalyse - Flächenberechnung - Prozentrechnung - Berufsausbildungsvertrag - Arbeitsschutzgesetze - Präsentationstechniken - Kommunikationsformen
Arbeitsblatt zu LF 1 erstellenWildtiere hegen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler beurteilen den Standort als Lebensraum für Wildarten und Wildtiere. Sie erkennen und bestimmen vorkommende Arten und deren Lebensraumansprüche. Sie ergreifen Maßnahmen zur Erreichung und Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten artenreichen sowie gesunden Wildbestandes. Sie pflegen und sichern die Lebensgrundlagen der Wildtiere. Die Schülerinnen und Schüler erkunden die Standortsfaktoren Boden, Lage und Klima als Lebensvoraussetzungen für Wildtiere. Sie informieren sich über Erkennung, Verhalten, Ernährung, Gefährdungen und jagdliche Nutzung der Wildarten. Sie vergleichen die Lebensraumansprüche und suchen nach Möglichkeiten, Wildbestände zu ermitteln. Sie recherchieren über mögliche Hegemaßnahmen für einen artgerechten Lebensraum sowie zur Gesunderhaltung des Wildbestandes. Unter Beachtung der standörtlichen Voraussetzungen und der Ansprüche der Wildtiere wählen die Schülerinnen und Schüler geeigneten Hegemaßnahmen aus. Sie erkennen Notzeiten und planen Maßnahmen ein. Für notwendige Einrichtungen fertigen sie Bauskizzen. Sie entwickeln zur Lösung von Nutzerkonflikten passende Konzepte. Die Schülerinnen und Schüler führen eine Standortserkundung durch. Sie ermitteln Wildbestände und ergreifen Maßnahmen für einen artgerechten Lebensraum. Sie bereiten wildgerechte Fütterungen vor und bauen entsprechende Einrichtungen. Sie stellen Konzepte für Konfliktlösungen adressatengerecht vor und wenden diese zielgruppengerecht an. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Arbeitsergebnisse und reflektieren über Arbeitsplanung und Vorgehen. Sie überprüfen die Auswirkungen auf die Entwicklung des Wildbestandes. Inhalte: - Wildruhezonen/Besucherlenkung - Boden, Wetter- und Klimakunde - jagdliche Nutzung - Ernährung von Hoch- und Niederwild - Wildkrankheiten und Seuchen
Arbeitsblatt zu LF 2 erstellenReviere betreiben
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler errichten und unterhalten jagdliche Einrichtungen. Sie legen Wildäsungsflächen an und pflegen diese. Sie führen Maßnahmen zur Wildschadensverhütung durch. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über jagdliche Einrichtungen und Wildschadenverhütungsmaßnahmen. Sie informieren sich über die Standortvoraussetzungen, geeignete Pflanzen und entsprechende Anbautechniken sowie Pflegemaßnahmen für Wildäsungsflächen. Die Schülerinnen und Schüler planen Reviereinrichtungen. Dazu wählen Sie das passende Material sowie das notwendige Werkzeug aus. Sie erstellen Konstruktionsskizzen, Materiallisten und Arbeitspläne. Unter Berücksichtigung berufsspezifischer Bauvorschriften und der einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften bauen die Schülerinnen und Schüler Reviereinrichtungen. Sie stellen Bewirtschaftungspläne für Wildäsungsflächen auf und führen fachbezogene Berechnungen durch. Die Schülerinnen und Schüler begutachten die erstellten Reviereinrichtungen und kontrollieren die bestehenden Reviereinrichtungen. Sie bewerten die aufgestellten Bewirtschaftungspläne. Hierbei reflektieren Sie Arbeitsplanung und Vorgehen. Inhalte: - Ansitzeinrichtungen - Pirschwege - BG-Vorschriften - integrierter Pflanzenschutz - Kirrungen - Flächen- und Volumenberechnungen - Saat- und Pflanzgutmengenberechnung - Wildäsungsflächenbestellung/-pflege - Motorsäge - Freischneider
Arbeitsblatt zu LF 3 erstellenWaffen führen, pflegen und einsetzen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler führen Waffen verantwortungsbewusst, situationsbezogen und gesetzeskonform. Sie bewahren Waffen und Munition vorschriftsmäßig auf. Bei der Ausübung der Jagd sowie des Jagdschutzes setzen sie Waffen und Fanggeräte sach- und tierschutzgerecht ein. Die Schülerinnen und Schüler halten durch entsprechende Maßnahmen Waffen und Fanggeräte einsatzfähig. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die gesetzlichen Vorschriften zur Aufbewahrung von Waffen und Munition, das Führen von Waffen sowie den Einsatz von Waffen, Munition und Fanggeräten. Anhand von Fachliteratur und Herstellerangaben verschaffen sie sich einen Überblick über die verschiedenen Waffen- und Munitionsarten sowie Fanggeräte, deren technische Grundlagen und ihrer spezifischen Einsatzbereiche. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden entsprechend der vorherrschenden jagdlichen Situation welche Waffen, Munition und Fanggeräte eingesetzt werden. Sie planen den Bau von Fanggeräten. Dazu erstellen Sie die notwendigen Konstruktionspläne, Material- und Werkzeuglisten. Sie planen die regelmäßige Inspektion und Wartung von Waffen und Fanggeräten. Die Schülerinnen und Schüler setzen Waffen und Fanggeräte situationsgerecht ein. Sie stellen Fanggeräte her. Die Schülerinnen und Schüler führen ereignisorientierte, zustandsorientierte und intervallabhängige Inspektions- und Wartungsarbeiten an Waffen, jagdoptischen Geräten und Fanggeräten entsprechend Herstellerhinweisen und Erfahrungswerten durch. Sie schießen Waffen an und ein und führen die Aufsicht beim Kontrollschießen der Jagdgäste auf dem Schießstand und im Revier. Die Schülerinnen und Schüler testen und bewerten die Funktion der erstellten Fangeräte. Sie kontrollieren das Schussbild und die Funktionstüchtigkeit von Waffen. Sie bewerteten anhand des Zustandes von Waffen, optischen Geräten und Fanggeräten das Ergebnis ihrer Wartungsmaßnahmen. Sie kontrollieren die Aufbewahrung von Waffen und Munition. Permanent überprüfen sie eigenverantwortlich die Aktualität der ihnen vorliegenden rechtlichen Vorschriften. Inhalte: - Kurz- und Langwaffen, kalte Waffen - Ballistik - befriedete Bezirke - Schießstandaufsicht
Arbeitsblatt zu LF 4 erstellenJagd ausüben
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler üben die Jagd in verschiedener Form mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen aus. Dabei beachten sie die Grundsätze der Jagdethik und pflegen die Jagdkultur. Sie setzen zur Arbeit vor und nach dem Schuss Jagdhunde ein. Erlegtes Wild wird von ihnen ordnungsgemäß versorgt. Jagdschutzaufgaben werden von ihnen wahrgenommen. Die Schülerinnen und Schüler beschaffen sich Informationen über die unterschiedlichen Jagdarten und ihre jeweilige Einsatzberechtigung. Sie informieren sich über die Behandlung von erlegtem Wild, das jagdliche Brauchtum sowie über aktuelle Fragen der Jagdethik. Die Schülerinnen und Schüler holen Informationen über das Durchführen von Nachsuchen und der für ihren Bereich bestellten Nachsuchengespanne ein. Sie informieren sich über den Gebrauch von Karte, Kompass und aktuellen Geoinformationssystemen. Die Schülerinnen und Schüler planen, abhängig von den örtlichen Gegebenheiten und Vorgaben Einzel- und Gesellschaftsjagden. Dabei legen sie die Nachsuchegespanne fest und erarbeiten ein Konzept zur Versorgung des Wildes. Sie erstellen und aktualisieren Rettungs- und Notfallpläne. Die Schülerinnen und Schüler führen Einzel- und Gesellschaftsjagden in Eigen- oder in Mitverantwortung durch. Sie achten dabei auf die allgemeine Sicherheit, die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und die Pflege des jagdlichen Brauchtums. Sie veranlassen die notwendigen Nachsuchen oder führen sie selbst durch und beachten dabei die allgemeinen und individuellen Regelungen der Wildfolge. Sie orientieren sich im unbekannten Gelände mit Hilfe von Karte, Kompass und Geoinformationssystemen. Sie leisten bei Bedarf Erste Hilfe für Mensch und Hund. Die Schülerinnen und Schüler versorgen erlegtes Wild unter Beachtung der hygienischen und seuchenrelevanten Bestimmungen. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren nach erfolgter Jagd deren Planung und Durchführung und nehmen eine Bewertung vor. Daraus leiten sie dann Verbesserungsvorschläge ab. Inhalte: - Fang-, Ruf- und Lockjagd - Fachzeitschriften - Jagdliteratur - Hygieneverordnungen - Aufbrechhilfen
Arbeitsblatt zu LF 5 erstellenWild verwerten und vermarkten
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler versorgen und verwerten nutzbares Wild entsprechend den Vorgaben der Wildbrethygiene. Dabei beurteilen sie die Verwertbarkeit und die Genusstauglichkeit von Wildbret. Sie bereiten Wildbret küchenfertig zu und vermarkten es. Fallwild und nicht verwertbares Wild beseitigen sie sachgerecht. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über geltende Regelungen auf europäischer und nationaler Ebene zum Umgang mit und zur Vermarktung von Wildbret sowie zur Beseitigung von Wild und Wildteilen. Sie befassen sich mit relevanten Wildkrankheiten und Tierseuchen. Sie verschaffen sich einen Überblick über Möglichkeiten der Vermarktung von Wildbret und über anderweitige Nutzungsmöglichkeiten von Wild. Unter Beachtung der hygienischen Vorschriften entwickeln die Schülerinnen und Schüler ein Konzept zur Prüfung der Verwertbarkeit, für den sachgerechten Transport und die Aufbewahrung sowie Beseitigung von Wild. Sie schaffen die Voraussetzungen für die Aufbereitung und Vermarktung von Wildbret sowie sonstigen verwertbaren Wildteilen. Sie wählen geeignete Räumlichkeiten und zweckmäßiges Gerät aus. Die Schülerinnen und Schüler beschauen das erlegte Wild, transportieren es fachgerecht und lagern es ordnungsgemäß bis zur Weiterverwendung. Sie führen notwendige Kontrollen zur Verwertbarkeit durch und zerlegen Wild bis zum küchenfertigen Produkt. Sie bringen ihre Produkte mit ansprechenden Vermarktungsstrategien in Verkehr. Sie bereiten nutzbare Wildteile sachgemäß auf und beseitigen unverwertbare Bestandteile vorschriftsmäßig. Die Schülerinnen und Schüler begutachten ihre Produkte. Sie bewerten ihr Vorgehen hinsichtlich der Wildbrethygiene und der Arbeitsökonomie. Sie kontrollieren die Vermarktung der Produkte auf Effektivität und Wirtschaftlichkeit. Inhalte: - Regelungen zur Fleischhygiene - Trichinenuntersuchung - Wildkammer - Wildveredelung - Verbraucherschutz - Wildursprung und Herkunftsnachweis - Trophäen
Arbeitsblatt zu LF 6 erstellenBiotope schützen und erhalten
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler differenzieren zwischen natürlichen und gestalteten Vegetationsgesellschaften. Sie schützen und fördern das natürliche Artenspektrum auch in Sonderbiotopen. Sie führen Maßnahmen zum Biotoperhalt und zur Schadensabwehr durch. Dabei arbeiten sie mit Fachbehörden und Spezialisten zusammen. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich einen Überblick über die wesentlichen Vegetationsformen. Sie sammeln Informationen zu Arteninventar, Gefährdung und Schutzstatus von Biotopen, dazu nutzen Sie Kontakte zum amtlichen und privaten Naturschutz oder bauen diese auf. Sie informieren sich über die touristische Frequentierung von Gebieten und die Möglichkeiten zur Vernetzung einzelner Lebensräume. Auf Grundlage des Gefährdungspotentials und der Aspekte Seltenheit, Eigenart und Vielfalt planen die Schülerinnen und Schüler Schutzkonzepte für seltene und besonders geschützte Biotope. Sie entscheiden über geeignete Schutzmaßnahmen und planen deren Umsetzung in Zusammenarbeit und in Abstimmung mit den Fachbehörden. Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben erarbeiten die Schülerinnen und Schüler geeignete Sicherungskonzepte und Schutzkonzepte für den Erhalt seltener und gefährdeter Biotope sowie Tier- und Pflanzenarten. Sie stellen gefährdete Arten vor und deren Lebensraumansprüche dar. Sie arbeiten in allen Bereichen kooperativ und zielgerichtet mit Naturschutzbehörden und Verbänden zusammen. Sie berücksichtigen und integrieren die Interessen der Grundeigentümer und der wirtschaftenden Betriebe. Die Schülerinnen und Schüler begutachten und bewerten die erarbeiteten Konzepte. Sie kontrollieren die Ergebnisse und die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen. Inhalte: - Wald-, Agrar- und Landschaftsökologie - natürliche Waldgesellschaften, Vegetationsformen - Besucherlenkung - Pflanzensoziologie, Bioindikatoren - Schutzgebietsformen - Biotop- und Artenschutz - Neophyten, Neozoen - Organisationsformen im Naturschutz
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenLebensräume gestalten
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Landschaftsstruktur mit ihren land -und forstwirtschaftlichen Wirtschaftsformen. Sie führen Maßnahmen zur Biotop- und Landschaftspflege durch und berücksichtigen dabei die Aspekte des Umweltschutzes sowie die rechtlichen Vorgaben. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über natürliche und gestaltete Landschaftsstrukturen und die Möglichkeiten zum Ausgleich von Eingriffen in den Naturhaushalt. Sie informieren sich über das Spektrum der land- und forstwirtschaftlichen Wirtschaftsformen sowie spezielle Biotoppflegemaßnahmen. Sie verschaffen sich Kenntnisse über die im Bereich der Landschaftspflege verwendeten Maschinen und Geräte. Dabei beachten sie die einschlägigen Vorschriften des Umweltschutzes und informieren sich über die geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Schülerinnen und Schüler planen Maßnahmen für die Gestaltung von Biotopen. Sie wählen die geeigneten Verfahren sowie technischen Geräte unter Einbeziehung ökologischer und wirtschaftlicher Aspekte aus. Sie planen die Strukturierung der bewirtschafteten Landschaft unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben sowie der Aspekte Vielfalt, Eigenart und Schönheit. Nach Maßgabe der aktuellen fachlichen Praxis, pflegen die Schülerinnen und Schüler Landschaft und Biotope und integrieren dabei die Aspekte und Vorgaben der Landschaftsplanung und Raumordnung. Sie pflegen Biotope zielgerichtet und gestalten Lebensräume entsprechend den gesetzlichen Vorgaben. Sie berücksichtigen dabei Umwelt- und Naturschutzaspekte als integrative Bestandteile der Landschaftsplanung. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren den Erfolg der Pflegemaßnahmen. Sie bewerten die Auswirkung der Maßnahmen auf Natur und Landschaft und gleichen die Ergebnisse mit den gesetzlichen Vorgaben ab. Inhalte: - Neuaufforstungen - forstliche und landwirtschaftliche Geräte - technischer Umweltschutz - Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen - Schutzgebietsverordnungen - Naturschutzgesetze
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenJagdhilfstiere halten, einsetzen und ausbilden
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler halten und züchten Jagdhunde, welche sie bei der Jagd situationsspezifisch einsetzen und dementsprechend ausbilden. Sie kennen weitere Jagdhilfstiere sowie deren Einsatzmöglichkeiten. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die verschiedenen Jagdhundrassen und deren Einsatzgebiete. Sie informieren sich umfassend über die Biologie und Soziologie des Hundes sowie den daraus resultierenden Ernährungs- und Haltungsansprüchen. Anhand von Fachliteratur und Veröffentlichungen von Zucht- und Prüfungsvereinen erarbeiten sie sich fundierte Kenntnisse über Zucht, Krankheiten, rassespezifische Besonderheiten und die Ausbildung von Jagdhunden sowie des Prüfungswesens. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über den Einsatz von Frettchen und Greifen bei der Jagd sowie deren Haltungsansprüche. Die Schülerinnen und Schüler erstellen Fütterungspläne für Jagdhunde. Dabei berücksichtigen sie Kondition, rassespezifische Besonderheiten und die momentane Verwendung des Hundes. Sie planen die Ausbildung von Jagdhunden und entscheiden, welche Hilfsmittel sie dabei einsetzen. Sie planen den Bau von artgerechten und gesetzeskonformen Zwingern und Hundehütten sowie Wurfkisten. Dazu erstellen Sie die notwendigen Konstruktionspläne, Material- und Werkzeuglisten. Unter Berücksichtigung der einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften bauen die Schülerinnen und Schüler Einrichtungen zur Unterbringung und Haltung von Hunden. Sie bilden Jagdhunde unter Beachtung gesetzlicher Bestimmungen und rassespezifischer Besonderheiten aus, stellen sie auf Zuchtschauen vor, legen mit ihnen Prüfungen ab und setzen sie jagdlich ein. Die Schülerinnen und Schüler begutachten und bewerten die erstellten Einrichtungen. Sie reflektieren die erreichten Ergebnisse von Zuchtschauen und abgelegten Prüfungen. Daraus ziehen sie Rückschlüsse auf die Anpaarungspartner und die angewandten Ausbildungsmethoden. Sie bewerten die dabei gewonnen Erkenntnisse für künftige Anpaarungen und die weitere Ausbildung. Inhalte: - Rasseauswahl - Saugatter, Schliefanlagen - Jagdhundeverbände - Tierschutz - Erste Hilfe für Tiere - Transport und Unterbringung von Jagdhilfstieren - Jagdkultur
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenWerkstatt einrichten und betreiben
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler richten Werkstätten zur Herstellung von Reviereinrichtungen und zur Inspektion, Wartung und Instandsetzung von Maschinen und Geräten ein und halten sie in Stand. Sie führen Inspektionen sowie Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten nach Herstellervorschrift durch. Dabei beachten sie die einschlägigen Sicherheitsvorschriften. Die Schülerinnen und Schüler führen notwendige Beschaffungsmaßnahmen durch. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über zweckmäßige Werkstatteinrichtungen und verschaffen sich einen Überblick über die Sicherheitsvorschriften im Werkstattbereich. Anhand von Betriebs- und Bedienungsanleitungen recherchieren sie, welche Inspektionen sowie Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten vom Betreiber durchzuführen sind. Sie erkunden Beschaffungsmöglichkeiten von Betriebsmitteln, Betriebsstoffen und Ersatzteilen. Sie eignen sich die dazu notwendigen technischen und betriebswirtschaftlichen Kenntnisse an. Die Schülerinnen und Schüler planen unter Berücksichtigung der betrieblichen Gegebenheiten die Einrichtung einer Werkstatt. Dazu erstellen sie die notwendigen Einrichtungspläne. Sie erstellen Pläne für regelmäßig durchzuführende Inspektionen und Wartungsarbeiten. Die Schülerinnen und Schüler erstellen ein Konzept zur Lagerhaltung von Ersatzteilen und Betriebsmitteln sowie Betriebsstoffen und entscheiden sich für den jeweils günstigsten Beschaffungsweg. Die Schülerinnen und Schüler richten Werkstätten ein und berücksichtigen dabei insbesondere die Vorschriften zur sicheren Lagerung von Betriebsmitteln und Betriebsstoffen. Sie führen die erforderlichen Inspektionen sowie Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten durch und entsorgen vorschriftsmäßig die verbrauchten Betriebsmittel und Betriebsstoffe. Über den Fachhandel beschaffen sie die notwendigen Ersatzteile, Betriebsmittel und Betriebsstoffe. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Werkstatt und den Werkstattbetrieb auf Effizienz und Einhaltung der Sicherheit. Sie nehmen gewartete und instand gesetzte Geräte wieder in Betrieb. Inhalte: - land- und forstwirtschaftliche Geräte - Geräte zur Trophäenbehandlung - Unfallverhütungsvorschriften - Betriebsanweisungen - Umgang mit Gefahrstoffen - Wildkammertechnik
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenWildschäden vermeiden, feststellen, aufnehmen und regulieren
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler schätzen die Gefährdung durch Wildschäden ein und betreiben angepasste Vorbeugungs- und Abwehrmaßnahmen. Sie erkennen Wildschäden und ordnen diese zu. Sie ermitteln das Ausmaß der Schäden und führen deren Regulierung durch. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über Wildschäden, deren Verursacher und Faktoren, die das Auftreten und das Ausmaß des Schadens beeinflussen. Sie schätzen die Auswirkungen der Wildschäden auf Kulturen und den Naturhaushalt ab. Sie erkunden mögliche Vorbeugungsmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über gesetzliche Regelungen und Verfahren zur Aufnahme und Regulierung von Wildschäden. Unter Berücksichtigung des jeweiligen Gefährdungsgrades entscheiden sich die Schülerinnen und Schüler für wirksame, angemessene und wirtschaftliche Vorbeugungsmaßnahmen. Sie berechnen notwendige Aufwandmengen, fertigen eine Materialliste an und stellen die notwendige Ausrüstung zusammen. Entsprechend der geltenden Arbeits- und Sicherheitsvorschriften führen die Schülerinnen und Schüler Vorbeugungsmaßnahmen durch. Eingetretene Wildschäden nehmen sie vorschriftsmäßig auf und dokumentieren diese. Sie regulieren Wildschäden eigen- und mitverantwortlich. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Ergebnisse der Schadensaufname und Regulierung. Sie kontrollieren ihre Arbeitsergebnisse und reflektieren über Arbeitsplanung, Vorgehen, Effektivität und Wirtschaftlichkeit. Inhalte: - Ablenkungsfütterungen und Kirrungen - mechanische und chemische Abwehrmaßnahmen - Regulation bei Sonderkulturen - Verbissgutachten - Maßnahmen gegen Wildverbiss, Schälen und Fegen - Wildschadensursachen
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenÖkologische Zusammenhänge vermitteln
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler vermitteln die ökologischen Zusammenhänge des Naturlebensraumes. Sie stellen dabei die Vegetationstypen vor und grenzen sie untereinander ab. Sie stellen Wechselwirkungen im Naturgefüge dar und erläutern die Vegetationsentwicklung ohne den Einfluss des Menschen. Dabei berücksichtigen sie die Aspekte des Arten- und Naturschutzes. Sie führen Informationsveranstaltungen und Exkursionen durch. Hierzu wenden Sie moderne Informations- und Kommunikationstechniken an. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die natürlichen Vegetationsformen Mitteleuropas und strukturieren die Vegetationstypen. Sie vergleichen diese mit den Vegetationseinheiten ihres Ausbildungsrevieres. Dabei gliedern Sie auch nach Schutzaspekten. Sie informieren sich über Erlebnispädagogik und moderne Medien sowie Methoden zur Präsentation. Die Schülerinnen und Schüler wählen geeignete Präsentationsformen aus. Dabei orientieren sie sich an der Zielgruppe und entscheiden über den inhaltlichen und zeitlichen Ablauf der Präsentation. Sie wählen Alternativkonzepte aus und vergleichen diese. Die Schülerinnen und Schüler führen ihre Präsentationen durch und vermitteln Inhalte adressatengerecht. Dabei gehen sie auf die speziellen Erfordernisse innerhalb der Zielgruppe ein und wenden Evaluationsmethoden an. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Ergebnisse und zeigen Verbesserungsmöglichkeiten auf. Dabei beziehen sie das Feedback der Zielgruppe mit ein. Sie reflektieren das Ergebnis auch mit Blick auf die eigene Darstellungskraft. Inhalte: - Vegetationsökologie - Wald- und Naturerlebnispädagogik
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenReviere leiten
Zeitrichtwert: 100 Stunden
Ziele: Die Schülerinnen und Schüler beurteilen Reviere, deren Potential sowie die naturräumlichen und jagdlichen Besonderheiten. Sie entscheiden über Standorte jagdlicher Einrichtungen, erstellen Abschusspläne und führen ein Monitoring durch. Die Schülerinnen und Schüler planen und organisieren die Jagdausübung. Sie requirieren Finanz- und beantragen Fördermittel. Die Schülerinnen und Schüler beschaffen Waffen und Munition und lagern diese fachgerecht entsprechend geltender Vorschriften. Sie handeln nach wirtschaftlichen Grundsätzen und stellen Wirtschaftspläne auf. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Eckdaten und Kennzahlen von Revieren und Methoden sowie Vorgaben zur Erstellung von Abschussplänen. Sie verschaffen sich einen Überblick über die Haushaltssituation des Reviers und die finanziellen Fördermöglichkeiten. Sie stellen die gesetzlichen Vorgaben zu Waffenbeschaffung und Munitionslagerung zusammen. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden über Art und Form der Jagdausübung und planen Verfahren zum Monitoring von Wildbeständen. Sie bereiten Haushaltsplanungen vor und führen Kostenkalkulationen durch. Im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben wählen die Schülerinnen und Schüler geeignete Möglichkeiten zur Waffen- und Munitionsbeschaffung bzw. Lagerung aus. Die Schülerinnen und Schüler führen die Revierbewertung durch und stellen Haushaltspläne auf. Sie erarbeiten ein Konzept zur Ausübung und Vermarktung der Jagd. Die Schülerinnen und Schüler überwachen die Lagerung von Waffen und Munition entsprechend der gesetzlichen Vorgaben. Sie beschaffen Waffen und Munition nach wirtschaftlichen Grundsätzen sowie unter Berücksichtigung der geltenden Vorschriften. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Arbeitsergebnisse und stellen ihnen alternative Lösungen gegenüber. Sie kontrollieren und bewerten die Wirtschafts- und Haushaltspläne. Dabei reflektieren sie Arbeitsplanung und Vorgehen. …
Arbeitsblatt zu LF 13 erstellenHäufige Fragen zu Revierjäger
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