Arbeitsblätter & Unterrichtsmaterial für Prüftechnologe Keramik
Erstellen Sie mit KI handlungsorientierte Arbeitsblätter, Infotexte und Lösungsbögen – exakt abgestimmt auf die 12 Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplans.
Lernfelder für Prüftechnologe Keramik im Überblick
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Betriebliche Produkte präsentieren
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, betriebliche Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren. Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit Hilfe von Informationsmedien über betriebliche Produkte oder Dienstleistungen kundig. Sie holen betriebsbezogene Informationen zu Roh-, Hilfs-, Betriebs-, und Werkstoffen ein. Die Schülerinnen und Schüler vergleichen die Werkstoffe nach unterschiedlichen Kriterien und ordnen die betrieblichen Produkte den entsprechenden Gruppen (Einteilung der keramischen Werkstoffe und Produkte) zu. Dazu nutzen sie Normen, Produktinformationen und technischen Richtlinien. Sie informieren sich über aktuelle Herstellungsprozesse und unterscheiden Fertigungsabläufe (Verfahrensstammbaum). Zusammenfassend ordnen die Schülerinnen und Schüler ihren Betrieb in den wirtschaftlichen Gesamtkontext ein und stellen dessen Produkte und Unternehmensziele vor (Präsentationstechniken). Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Präsentation nach einem gemeinsam erstellten Kriterienkatalog. Sie geben konstruktives Feedback und beachten Rückmeldungen anderer.
Arbeitsblatt zu LF 1 erstellenRoh- und Hilfsstoffe bewerten und auf physikalische Eigenschaften untersuchen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Roh- und Hilfsstoffe zu unterscheiden, sie auf physikalische Eigenschaften zu untersuchen und zur Qualitätssicherung zu bewerten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren ihren Prüfauftrag. Dabei informieren sie sich über die Entstehung und die damit verbundenen Eigenschaften der Rohstoffe (natürliche und synthetische Rohstoffe, bildsame und unbildsame Rohstoffe und Massebestandteile, Rohstoffe für Glasuren, Engoben, Emaillen) und Hilfsstoffe (Binder, Verflüssigungsmittel) sowie deren Wirkungsweisen (Bildsamkeit, Magerungsmittel, Sinterungshilfsmittel, Trocknungs- und Verflüssigungsverhalten). Weiter informieren sie sich über Methoden zur anforderungsgerechten Prüfung der Materialien. Die Schülerinnen und Schüler planen die Durchführung der Prüfung, wählen Methoden für die zu prüfenden Stoffe aus und erstellen einen Prüf- und Probenahmeplan (Normen zur Probenahme und Prüfung). Die Schülerinnen und Schüler nehmen repräsentative Proben, bereiten die Proben vor (Homogenisieren, Einengen, Mischen, Teilen), kennzeichnen diese und führen unter Einbeziehung der entsprechenden Berechnungen die Prüfungen (Feuchtebestimmung, Anmachwasserbedarf, Plastizität nach Rieke und Pfefferkorn sowie Siebanalyse) durch. Hierbei beachten sie gültige Vorschriften des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Sie dokumentieren die Probennahme, den Prüfungsablauf, die Auswertung und die Ergebnisse, auch elektronisch. Die Schülerinnen und Schüler sichern die Proben, recyceln überschüssige Materialien und entsorgen Reste umweltgerecht. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihre Resultate im Hinblick auf Plausibilität und vergleichen diese mit bereits vorliegenden Messergebnissen sowie betrieblichen Vorgaben unter Anwendung eines Qualitätssicherungssystems (Qualitätsmanagement- Handbuch). Abschließend bewerten sie die Verwendbarkeit der untersuchten Stoffe für die Produktion. Sie kommunizieren die Ergebnisse den betreffenden Ansprechpartnern bedarfsgerecht (Prüfprotokoll).
Arbeitsblatt zu LF 2 erstellenPhysikalische Eigenschaften aufbereiteter Halbfabrikate prüfen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Einflüsse aufbereitungstechnischer Prozesse auf physikalische Eigenschaften der Halbfabrikate zu überprüfen und die Ergebnisse hinsichtlich Einfluss auf den weiteren Prozess und auf das Produkt zu bewerten. Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich den Prüfauftrag. Sie verschaffen sich einen Überblick über die Grundoperationen zur Aufbereitung (Zerkleinern, Dosieren, Homogenisieren, Mischen, Trennen). Sie informieren sich über geeignete Verfahren zur Masseaufbereitung (Nass-, Halbnass- und Trockenaufbereitung) für Gieß-, Press- und bildsame Massen. Sie berechnen einfache Masseversätze. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich unter Nutzung von Informationsquellen (Normen, Richtlinien), auch in einer fremden Sprache, über Verfahren zur Ermittlung von physikalischen Eigenschaften (Dichten, Verflüssigung, Viskosität, Thixotropie, Plastizität, Feuchte, Korngröße und Korngrößenverteilung, Scherbenbildung) aufbereiteter Halbfabrikate und über die Funktionsweisen von Messmitteln und -geräten. Die Schülerinnen und Schüler wählen Verfahren und erforderliche Messmittel und -geräte für die zu untersuchenden Eigenschaften aus und planen den Ablauf der Untersuchungen. Sie wählen Methoden zur Entnahme repräsentativer Proben aus, nehmen Proben und bereiten diese vor. Die Schülerinnen und Schüler bereiten die benötigten Geräte vor und kontrollieren die Funktionstüchtigkeit der Messmittel. Sie führen die Messungen zur Ermittlung von physikalischen Eigenschaften (Dichten, Verflüssigung, Viskosität, Thixotropie, Plastizität, Feuchte, Korngröße und Korngrößenverteilung, Scherbenbildung) unter Berücksichtigung einzuhaltender Arbeitsanweisungen (Bedienungsanleitungen, Prüfanweisungen) durch und beachten Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften (Betriebsanweisungen, Sicherheitsdatenblätter). Mit Hilfe der Messergebnisse berechnen die Schülerinnen und Schüler physikalische Größen, Eigenschaften und statistische Kennwerte. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Prüfergebnisse auf Plausibilität und vergleichen sie mit Sollvorgaben. Sie reflektieren die Durchführung der Prüfungen in Hinblick auf mögliche Fehlerquellen und deren Auswirkungen. Nach Vorgaben eines Qualitätssicherungssystems erstellen sie, auch elektronisch, technische Dokumentationen (Tabellen, Diagramme) einschließlich der Auswertung der Messergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Verwendbarkeit der untersuchten Stoffe für die Produktion und stellen die Ergebnisse den Ansprechpartnern vor.
Arbeitsblatt zu LF 3 erstellenPhysikalische Eigenschaften geformter Halbfabrikate prüfen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Einflüsse formgebungstechnischer Prozesse auf die Produkteigenschaften zu überprüfen, entsprechende Prüfungen durchzuführen und deren Ergebnisse zu bewerten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Prüfauftrag. Hierzu informieren sie sich über technologische Verfahren der Formgebung (Dreh-, Gieß- und Pressverfahren), der Vollendungsarbeiten und der Formenwerkstoffe (Gips, Kunststoffe, Metalle). Sie analysieren technologische Parameter von keramischen Formgebungsverfahren im Hinblick auf die geforderten Eigenschaften der Halbfabrikate und deren Einflüsse auf weitere Fertigungsprozesse. Zu den einzelnen Formgebungsverfahren informieren sie sich über zu erwartende Fehlerarten und deren mögliche Ursachen. Zur Untersuchung wesentlicher Eigenschaften der Halbfabrikate und der Formenwerkstoffe (Gips) planen die Schülerinnen und Schüler den Prüfungsablauf und wählen hierfür Prüfverfahren aus (Halbfabrikate: Überprüfung der Maßhaltigkeit, Gründichte und Sichtkontrolle; Formenwerkstoff Gips: Ausbreitmaß, Verarbeitungs- und Abbindezeit). Unter Berücksichtigung der zu verwendenden Messmittel und der gültigen und gerätespezifischen Prüfnormen und -vorschriften erstellen sie einen Ablaufplan. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Funktionstüchtigkeit der Messmittel und Prüfgeräte. Sie entnehmen repräsentative Proben und führen die Untersuchungen mit Hilfe der gewählten Messmethoden und Prüfverfahren unter Berücksichtigung einzuhaltender, auch fremdsprachlicher, Arbeitsanweisungen (Bedienungsanleitungen, Prüfanweisungen, Normen) durch. Sie erstellen, auch elektronisch, auf Basis von Berechnungen (Gips-Wasser-Faktor, Flächen- und Volumenberechnung) und Prüfergebnissen Prüfprotokolle (Tabellen, Diagramme). Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Plausibilität der Mess- und Prüfergebnisse, vergleichen diese mit Sollwerten und schätzen Messabweichungen unter Berücksichtigung statistischer Kennwerte ab. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Durchführung der Messungen und Prüfungen, stellen die Ergebnisse den Ansprechpartnern vor und diskutieren mögliche Optimierungen der Prüfungsdurchführung. Sie bewerten die Eignung der überprüften Halbfabrikate im Hinblick auf ihre Weiterverarbeitung und auf die Eigenschaften der Endprodukte.
Arbeitsblatt zu LF 4 erstellenPhysikalische Eigenschaften thermisch behandelter Halbfabrikate und Endprodukte prüfen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, thermisch behandelte Produkte zu prüfen und deren Verwendbarkeit zu beurteilen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Prüfauftrag. Sie informieren sich über die Grundlagen und Abläufe des Trocknungsprozesses (Trockenschwindung, Trockenfestigkeit, Arten der Wärmeübertragung, Trocknungsverfahren und -anlagen), des Entbinderns und des Brennprozesses (physikalische und chemische Vorgänge, Sintermechanismen, Brennverfahren und -techniken). Weiter informieren sie sich über Prüfmethoden für thermisch behandelte Halbfabrikate und Endprodukte. Die Schülerinnen und Schüler planen die Durchführung der Prüfung, wählen Methoden für die zu prüfenden Stoffe aus und erstellen einen Prüfplan. Für die ausgewählten Prüfverfahren nehmen sie repräsentative Proben, stellen Prüfkörper nach Vorgaben her (Brechen, Mahlen, Mischen, Teilen, Sägen, Bohren) und führen die Prüfungen (Trockenschwindung, Trockenfestigkeit, Glühverlust, Brennschwindung, Maßhaltigkeit, Wasseraufnahme, Roh- und Reindichte, Porositäten, Festigkeiten, Härteprüfung, Farbprüfung) durch. Zur Gewährleistung der geforderten Prüfbedingungen berücksichtigen sie relevante Umgebungsbedingungen und Prüfparameter. Bei der Planung und Durchführung der Prüfung beachten sie gültige Vorschriften des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Gleichzeitig dokumentieren sie alle erzielten Ergebnisse und durchgeführten Berechnungen, auch elektronisch. Sie kennzeichnen, lagern und dokumentieren Rückstellmuster und Proben nach betrieblichen Vorgaben. Sie verpacken Proben und bereiten diese für den Transport vor. Sie recyceln überschüssige Materialien und entsorgen Reste umweltgerecht. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Resultate im Hinblick auf Plausibilität und vergleichen diese mit bereits vorliegenden Messergebnissen und betrieblichen Vorgaben. Abschließend bewerten sie die Verwendbarkeit der untersuchten Halbfabrikate für die weitere Produktion sowie die Verwendbarkeit der Endprodukte und leiten aus den ermittelten Qualitätsdaten Maßnahmen ab (Freigabe, Reklamation, Rückweisung, Sperrung). Sie kommunizieren die Ergebnisse den betreffenden Ansprechpartnern bedarfsgerecht.
Arbeitsblatt zu LF 5 erstellenMess- und Prüfgeräte instand halten
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Mess- und Prüfgeräte instand zu halten, notwendige Kontrollen und Kalibrierungen auszuführen und im Rahmen des Qualitätsmanagements Störungen zu erkennen sowie Maßnahmen zur Behebung zu ergreifen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren vorhandene Instandhaltungsvorschriften und -konzepte von Maschinen- und Anlagen. Sie ermitteln mit Hilfe technischer Unterlagen den Wartungs- und Instandsetzungsumfang sowie die Kalibrierungsvorschriften und bestimmen dafür notwendige Ersatzteile, Hilfsmittel und Werkzeuge. Sie stellen die Lagerhaltung häufig und kurzfristig benötigter Teile sicher. Die Schülerinnen und Schüler planen unter Berücksichtigung standardisierter und betrieblicher Verfahren des Qualitätsmanagements Kalibrierungs-, Wartungs- und Instandsetzungsmaßnahmen und entscheiden über die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen oder mit Lieferanten. Unter Berücksichtigung der Gesichtspunkte Sicherheit, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit führen die Schülerinnen und Schüler die geplanten Maßnahmen durch. Sie kontrollieren und dokumentieren ihre Ergebnisse. Ausgehend von den erzielten Ergebnissen erkennen sie Funktionsstörungen und veranlassen die daraus resultierenden Reparaturen. Dabei berücksichtigen sie die Bestimmungen des Arbeits- und Umweltschutzes, den verantwortungs- und kostenbewussten Umgang mit den Betriebsmitteln und deren umweltgerechter Entsorgung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Notwendigkeit der Instandhaltungsmaßnahmen.
Arbeitsblatt zu LF 6 erstellenRohstoffe und Massen mit nasschemischen Verfahren untersuchen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, chemische Zusammensetzungen von Rohstoffen sowie Massen mit nasschemischen Verfahren zu untersuchen und die Ergebnisse hinsichtlich Einfluss auf den weiteren Fertigungsprozess und das Produkt zu bewerten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren ihren Prüfauftrag. Dabei informieren sie sich über die Entstehung und die damit verbundene chemische Zusammensetzung der natürlichen und synthetischen Rohstoffe und der keramischen Massen (Stoffsysteme, Atombau, Periodensystem der Elemente, Metalle, Nichtmetalle, Kristallstrukturen, Salze, Oxide, Silikate, Nichtoxide, Komplexe, Kunststoffe, Stoffmenge, chemische Formelsprache, Reaktionsgleichungen). Weiter informieren sie sich über Verfahren zur Prüfung von Proben auf Haupt- und Nebenbestandteile (Elektrolyte, Säuren, Basen, Chemisches Gleichgewicht, Löslichkeit, pH-Wert). Die Schülerinnen und Schüler wählen Analysemethoden für die zu untersuchenden Proben aus, planen die Prüfungsdurchführung, stellen benötigte Arbeitsmittel und Betriebsstoffe bereit und erstellen einen Probenahmeplan (Homogenisieren, Einengen, Mischen). Die Schülerinnen und Schüler wählen Methoden zur Entnahme repräsentativer Proben aus und bereiten die benötigten Geräte vor. Sie nehmen Proben, kennzeichnen diese und bereiten sie für das Prüfverfahren vor. Sie bringen die Proben durch Aufschlussverfahren in Lösung. Die Schülerinnen und Schüler führen die Prüfungen (Boraxperle und Flammenfärbung, pH-Wert-Messung, Fällungs- und Farbreaktionen zum qualitativen Anionen- und Kationennachweis, Titration) unter Berücksichtigung einzuhaltender Arbeitsanweisungen (Prüfanweisungen, Gefährdungsbeurteilungen) durch und beachten Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften (Betriebsanweisungen, Sicherheitsdatenblätter). Sie führen analytische Berechnungen durch. Sie kennzeichnen, lagern und dokumentieren Rückstellmuster und Proben nach betrieblichen Vorgaben. Sie verpacken Proben und bereiten diese für den Transport vor. Sie recyceln überschüssige Materialien und entsorgen Reste umweltgerecht. Die Schülerinnen und Schüler erstellen, auch elektronisch, technische Dokumentationen über Probennahme, den Prüfungsablauf und über die Auswertung. Sie reflektieren die Durchführung der Prüfungen, kontrollieren die Prüfergebnisse auf Plausibilität, vergleichen sie mit Sollvorgaben und ziehen Fehlerquellen in Betracht. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Verwendbarkeit der untersuchten Stoffe für die Produktion und stellen die Ergebnisse den Ansprechpartnern vor.
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenKeramische Rohstoffe, Massen und Endprodukte unter Anwendung elektromagnetischer Wellen untersuchen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, keramische Rohstoffe, Massen und Endprodukte unter Anwendung elektromagnetischer Wellen auf ihre chemische und mineralogische Zusammensetzung zu untersuchen und anhand von Messergebnissen Rückschlüsse auf Verarbeitbarkeit und Werkstoffeigenschaften zu ziehen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren ihren Prüfauftrag. Sie informieren sich mit Hilfe von Informationsquellen über die Bedeutung der mineralogischen und der chemischen Zusammensetzung keramischer Rohstoffe und Massen für den weiteren Fertigungsprozess und ihren Einfluss auf das Endprodukt. Sie beschaffen sich Informationen über die Auswirkung der chemischen und mineralogischen Zusammensetzung der gesinterten Endprodukte auf deren Verwendbarkeit. Hierbei verschaffen sie sich einen Einblick über Möglichkeiten der spektroskopischen Analytik (elektromagnetisches Spektrum, Wellenlänge, Frequenz, Energie, Emissions- und Absorptionsspektren, Lambert- Beersches Gesetz, Atomspektren, Aufbau und Funktionsweise der Spektrometer) und den Grundlagen der röntgenografischen Analytik (Röntgenstrahlbeugung am Kristallgitter, Aufbau und Funktionsweise des Röntgendiffraktometers). Die Schülerinnen und Schüler wählen für die Untersuchungen Verfahren und Methoden zur Entnahme repräsentativer Proben aus, nehmen die Proben und bereiten diese für die ausgewählten Prüfverfahren vor. Sie legen einen Ablaufplan zur Analyse der zu untersuchenden chemischen und mineralogischen Größen und Parameter fest und bedienen sich dabei der einschlägigen und gerätespezifischen Prüfnormen und -vorschriften. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Funktionstüchtigkeit der Prüfgeräte, führen die spektroskopischen Messmethoden (Atomspektroskopie einschließlich Röntgenspektroskopie) und die Röntgenbeugungsanalyse unter Berücksichtigung einzuhaltender Arbeitsanweisungen (Prüfanweisungen, Bedienungsanleitungen, Gefährdungsbeurteilungen) aus. Sie werten die Messergebnisse mit Hilfe von Kalibrierlinien aus. Sie erstellen technische Dokumentationen (Versuchsprotokolle), auch elektronisch, vergleichen die Ergebnisse mit Sollwerten und dokumentieren die Auswertung. Sie sichern die Proben, recyceln überschüssige Materialien und entsorgen Reste umweltgerecht. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Plausibilität der Mess- und Prüfergebnisse und schätzen Messabweichungen quantitativ ab. Sie reflektieren die Durchführung der Messungen und Prüfungen, stellen ihre Ergebnisse den Ansprechpartnern zusammen mit Optimierungsvorschlägen vor und bewerten die Eigenschaften der überprüften Stoffe hinsichtlich der Anforderungen.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenKeramische Rohstoffe und Endprodukte mit mikroskopischen Verfahren untersuchen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, keramische Rohstoffe und Endprodukte mit mikroskopischen Verfahren auf Morphologie und Gefüge zu untersuchen und anhand von Ergebnissen Rückschlüsse auf Verarbeitbarkeit und Werkstoffeigenschaften zu ziehen. Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit ihrem Prüfauftrag vertraut. Dazu informieren sie sich unter Nutzung geeigneter Informationsquellen über die Bedeutung der Morphologie der Rohstoffe für den weiteren Fertigungsprozess und des Werkstoffgefüges für die Produktqualität. Sie verschaffen sich einen Einblick in die Grundlagen der Mikroskopie (Strahlungsoptik, Brechung, Doppelbrechung, Polarisation, Wechselwirkung Elektronen-Materie, ortsaufgelöste Spektroskopie, Aufbau und Funktionsweise der Mikroskope). Die Schülerinnen und Schüler wählen für die Untersuchungen Verfahren und Methoden zur Entnahme repräsentativer Proben aus, nehmen die Proben und bereiten diese entsprechend der ausgewählten Prüfverfahren (Anschliffe) vor. Sie planen die Abläufe der Prüfungen und bedienen sich dabei der einschlägigen und gerätespezifischen Prüfnormen und -vorschriften. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Funktionstüchtigkeit der Prüfgeräte, führen die Untersuchungen (Lupe, Stereolupe, Auflichtmikroskopie, Polarisationsmikroskopie, Rasterelektronenmikroskopie) unter Berücksichtigung einzuhaltender Arbeitsanweisungen (Prüfanweisungen, Bedienungsanleitungen, Gefährdungsbeurteilungen) durch. Sie sichern die Proben, recyceln überschüssige Materialien und entsorgen Reste umweltgerecht. Die Schülerinnen und Schüler werten die Ergebnisse aus, erstellen technische Dokumentationen, auch elektronisch, und prüfen die Plausibilität der Prüfergebnisse. Sie reflektieren die Durchführung der Prüfungen, stellen ihre Ergebnisse den Ansprechpartnern vor und bewerten die Eigenschaften der überprüften Stoffe hinsichtlich der jeweiligen Anforderungen.
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenKeramische Rohstoffe, Massen und Endprodukte mit thermischen Verfahren untersuchen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, keramische Rohstoffe, Massen und Endprodukte mit thermischen Verfahren auf physikalische, chemische und mineralogische Eigenschaften zu untersuchen und anhand von Ergebnissen Rückschlüsse auf Verwendbarkeit und Werkstoffeigenschaften zu ziehen. Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit ihrem Prüfauftrag vertraut. Sie informieren sich mit Hilfe von Informationsquellen über den Einfluss der Temperatur auf physikalische, chemische und mineralogische Eigenschaften keramischer Rohstoffe, Massen und Endprodukte (Wärmedehnung, Phasenübergänge, Erweichungstemperatur, Umwandlungs- und Reaktionsenthalpie, Oxidation, Verbrennung, Glühverlust, thermische Zersetzung). Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich für Untersuchungsverfahren für die zu bestimmenden Eigenschaften. Sie wählen Methoden zur Entnahme repräsentativer Proben aus, nehmen die Proben und bereiten diese entsprechend der ausgewählten Prüfverfahren vor. Die Schülerinnen und Schüler planen die Abläufe der Prüfungen und bedienen sich dabei der einschlägigen und gerätespezifischen Prüfnormen und -vorschriften. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Funktionstüchtigkeit der Prüfgeräte, führen die Untersuchungen (Dilatometrie, Gravimetrische Thermoanalyse, Differenzthermoanalyse, Erhitzungsmikroskop-Analyse) unter Berücksichtigung einzuhaltender Arbeitsanweisungen (Prüfanweisungen, Bedienungsanleitungen, Gefährdungsbeurteilungen) durch. Sie sichern die Proben, recyceln überschüssige Materialien und entsorgen Reste umweltgerecht. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Ergebnisse anhand von Diagrammen und erstellen technische Dokumentationen, auch elektronisch. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Plausibilität der Prüfergebnisse. Sie reflektieren die Durchführung der Prüfungen, stellen ihre Ergebnisse den Ansprechpartnern vor und bewerten die Eigenschaften der überprüften Stoffe hinsichtlich der jeweiligen Anforderungen.
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenAnwendungstechnische Untersuchungen durchführen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, an Halb- und Endprodukten anwendungstechnische Untersuchungen durchzuführen, die Ergebnisse zu bewerten und Bescheinigungen von Prüfergebnissen für Kunden vorzubereiten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den kundenspezifischen Prüfauftrag. Sie informieren sich über Prüfverfahren für chemische Anforderungen an Endprodukte sowie Werkstoffe (Säure-Lauge-Beständigkeit von Glasuren, Engoben und Emaillen, Blei- und Cadmium-Lässigkeit, Sauerstoffoxidation von Nichtoxidkeramik, Beständigkeit von Feuerfestprodukten gegenüber Schlacken und Metallschmelzen, Zersetzungsverhalten und Ausbrennen von organischen Bindern). Weiter informieren sie sich über Prüfmethoden zur mechanischen Beanspruchung (Abriebfestigkeit, Oberflächenrauigkeit, Hochtemperaturfestigkeit, Druckerweichung, Kriechen, Frostbeständigkeit) und zu thermischen Prüfungen (Thermoschockbeständigkeit, Schmelz- und Fließverhalten von Glasuren, Engoben und Emaillen). Die Schülerinnen und Schüler planen die Durchführung der Prüfungen, wählen Methoden für die zu prüfenden Produkte aus und erstellen Prüf- und Probenahmepläne. Sie nehmen Proben, kennzeichnen diese und stellen die Prüfkörper nach Vorgabe her. Die Schülerinnen und Schüler führen mit auftragsbezogenen Versuchsaufbauten die Prüfungen durch. Hierbei beachten sie gültige Vorschriften des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Sie dokumentieren die Probenahme, den Prüfungsablauf, die Auswertung unter Einbeziehung der entsprechenden Berechnungen und die Ergebnisse, auch elektronisch. Sie recyceln überschüssige Materialien und entsorgen Reste umweltgerecht. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihre Resultate im Hinblick auf Plausibilität und vergleichen diese mit bereits vorliegenden Messergebnissen und betrieblichen Vorgaben. Abschließend bewerten sie die Verwendbarkeit der untersuchten Stoffe, erstellen abschließende Prüfberichte und bereiten Bescheinigungen der Prüfergebnisse für Kunden vor. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren den Kunden die Ergebnisse und diskutieren ergänzende Prüfungsmöglichkeiten.
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenVerfahren des Qualitätsmanagements anwenden
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, bei Kontrollen von Rohstoffen, Halb- und Endprodukten sowie Produktionsprozessen systematische Verfahren des Qualitätsmanagements und der Fehleranalyse anzuwenden. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Qualitätsmanagementsysteme (Normvorgaben, Umsetzungsrichtlinien, Zertifizierungsverfahren, Qualitätsmanagement- Hand-buch, Unternehmensstruktur, Zuständigkeiten, Dokumentenlenkung). Sie machen sich über Lieferanten-Kunden-Verträge zur Qualitätssicherung (Wareneingangskontrolle) und rechtliche Auswirkungen (Produkthaftung) kundig. Die Schülerinnen und Schüler identifizieren ihre Tätigkeitsbereiche als wichtigen Teil des Qualitätsmanagementsystems und der Qualitätssicherung (Verfahrens- und Arbeitsanweisungen, Audits, Reviews, Reklamationen, Dokumentation, Verbesserungsvorschläge). Sie übernehmen Verantwortung für Aufgaben als Person und Mitglied in Teams zur Minimierung der Qualitätskosten (Fehlerkosten, Prüfkosten, Fehlervermeidungskosten). Die Schülerinnen und Schüler planen die Prüfungen, prüfen nach Prüfplänen und Anweisungen die Qualität von Produkten und Prozessen an Hand von Proben und bewerten die ermittelten Kennwerte mit Methoden der statistischen Qualitätssicherung (Statistische Prozesskontrolle, Stichprobenprüfung, Annehmbare Qualitätsgrenzlage, Prozessregelkarten). Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren die Ergebnisse nach Vorgaben und leiten aus den ermittelten Qualitätsdaten Maßnahmen für die Produktion ab (Freigabe, Reklamation, Rückweisung, Sperrung, Eingriffe in den Produktionsprozess). Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Prüfprozess und ermitteln systematisch Fehlerursachen mit standardisierten Verfahren (Ursachen-Wirkungs-Analysen). Sie diskutieren mit den betreffenden Ansprechpartnern Optimierungsmöglichkeiten und dokumentieren vereinbarte Maßnahmen.
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenHäufige Fragen zu Prüftechnologe Keramik
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