Arbeitsblätter & Unterrichtsmaterial für Orgelbauer
Erstellen Sie mit KI handlungsorientierte Arbeitsblätter, Infotexte und Lösungsbögen – exakt abgestimmt auf die 14 Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplans.
Lernfelder für Orgelbauer im Überblick
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Beruf und Betrieb präsentieren
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, die beruflichen Tätigkeiten des Orgelbauers sowie den Aufbau und die Abläufe im Betrieb zu präsentieren. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die historische Entwicklung des Orgelbaus und machen sich mit der Ausbildungsordnung und den berufsständischen Strukturen (Partner, Institutionen, Vereinigungen), den Weiterbildungsmöglichkeiten und beruflichen Perspektiven vertraut. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über grundlegende Arbeits- und Geschäftsprozesse (Orgelneubau, Umbau, Pflege, Reparatur, Klanggestaltung, Kundenberatung) in ihrem Betrieb. Dabei berücksichtigen sie die gesetzlichen Vorschriften des Arbeitsschutzes (Betriebsanweisungen, persönliche Schutzausrüstung) und des Umweltschutzes (Nachhaltigkeit, Energie- und Materialeinsatz, Entsorgung). Sie sind sich der Verantwortung gegenüber sich selbst und anderen Akteuren bewusst, insbesondere in der adressaten- und situationsadäquaten Kommunikation (soziokulturelle Besonderheiten, Auftreten). Sie erstellen Präsentationen zu Aufbau und Abläufen im Betrieb sowie zu Orgeln und Dienstleistungen. Dabei entwickeln sie Kriterien zur Durchführung und Bewertung von Präsentationen und beachten die Vorschriften des Datenschutzes sowie des Urheberrechts. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren, auch in einer fremden Sprache, die Ergebnisse im Team und bewerten ihre Präsentationen kriterienorientiert. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Anforderungen ihres Berufs und leiten daraus eigene Wertvorstellungen ab.
Arbeitsblatt zu LF 1 erstellenHolzkonstruktionen herstellen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Konstruktionen aus Holz für die Anwendung in verschiedenen Orgelteilen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Anforderungen (funktional, statisch, ästhetisch) für den Bau von Zargen, Kästen, Rahmen und Füllungen in Abhängigkeit von der Anwendung im Instrument. Sie informieren sich über die Eigenschaften von Holz, Holzwerkstoffen (Aufbau des Holzes, Schwinden, Quellen, Holzschädlinge) und Fügetechniken. Sie erkundigen sich über die Grundsätze der Holzlagerung und -verarbeitung. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung von Windkanälen, Balgzargen, Gehäuserahmen und Schallschutzkästen. Zu diesem Zweck wählen sie Holz und Holzwerkstoffe aus und legen Bearbeitungs- und Verbindungstechniken (Schlussarten, Lösbarkeit) fest. Sie fertigen Skizzen an und erstellen Konstruktionszeichnungen unter Beachtung von Zeichennormen. Die Schülerinnen und Schüler wählen Werkzeuge und Hilfsmittel aus und legen den Arbeitsablauf fest (Arbeitsplan, Stückliste). Die Schülerinnen und Schüler stellen Zargen und Rahmen her. Dazu bereiten sie die Bauteile vor, reißen die Verbindungen an und beachten Aspekte der Produktqualität (Funktion, Maßhaltigkeit, Oberflächen), Arbeitssicherheit und Nachhaltigkeit. Sie pflegen und warten Werkzeuge, Geräte und Maschinen. Sie prüfen das Arbeitsergebnis und ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren die Arbeitsergebnisse. Dabei reflektieren sie den Herstellungsprozess hinsichtlich der Anforderungen und diskutieren Optimierungsmöglichkeiten.
Arbeitsblatt zu LF 2 erstellenLabialpfeifen herstellen
Zeitrichtwert: 100 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Labialpfeifen nach Funktionen, Bauformen und Mensuren zu unterscheiden und aus Holz herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Aufbau von Metall- und Holzpfeifen hinsichtlich der Gemeinsamkeiten bei der Klangerzeugung sowie der Vielfalt von Bauformen für verschiedene Klangvarianten. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Funktion von Labialpfeifen (Schwingung des Luftbandes, Welle im Körper, stehende Welle) in Abhängigkeit von Bauformen, Mensuren und Proportionen. Sie erfassen die Unterschiede der Bauweisen (gedeckt, offen, klingende Längen) und der Materialien (Holzarten, Metalllegierungen). Sie unterscheiden die Verbindungsarten (Leimen, Schrauben, Löten) und Stimmvorrichtungen. Die Schülerinnen und Schüler planen den Bau einer gedeckten Holzpfeife. Sie legen die Mensuren fest (Innenmaße, Wandstärken, Kernkonstruktion, Aufschnitt) und wählen Materialien in Abhängigkeit des Klangergebnisses aus. Sie erstellen technische Zeichnungen und einen Arbeitsplan auch unter Zuhilfenahme von Informations- und Kommunikationstechnologien. Sie bereiten das Material vor und bauen Holzpfeifen. Die Schülerinnen und Schüler stellen Kern und Blindkern her, stechen das Labium und setzen die Bauteile zusammen. Sie stellen die Stimmvorrichtung her und passen diese ein. Sie bearbeiten Füße, Kernspalten und Vorschläge und bringen die Pfeifen zum Klingen. Dabei achten sie bei der spanenden Bearbeitung insbesondere auf die Sicherheitsbestimmungen im Umgang mit Holzbearbeitungswerkzeugen und -maschinen. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Funktion (Ansprache, stationärer Klang, Lautstärke) der Pfeifen. Sie präsentieren ihre Arbeitsergebnisse und reflektieren den Herstellungsprozess im Hinblick auf Effizienz, Optimierungsmöglichkeiten und Nachhaltigkeit.
Arbeitsblatt zu LF 3 erstellenStimmoktave gleichstufig temperieren
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, die Stimmoktave eines Prinzipalregisters nach Gehör gleichstufig-temperiert zu stimmen. Die Schülerinnen und Schüler erfassen die Anforderungen an eine Stimmung und den Zusammenhang von Stimmung und Instrument (Orgel, Harmonium). Sie beschreiben Intervalle und Tonnamen. Sie informieren sich über die gleichstufig-temperierte Stimmung im Kontext der historischen Stimmungen und erkunden die zugrundeliegenden Rechenverfahren mit Frequenzverhältnissen. Sie legen die Stimmtonhöhe fest und ermitteln die Zusammenhänge, die zur gleichstufig-temperierten Stimmung führen (pythagoreisches Komma, Quintenzirkel, Oktavreinheit). Dabei unterscheiden sie Klänge anhand ihres Obertonaufbaus. Die Schülerinnen und Schüler berechnen die Schwebungen der Stimmoktave, entwerfen Quintenzirkel und wählen Stimmwerkzeuge aus. Sie stimmen die Pfeife des a‘ in Äquallage auf die angestrebte Tonhöhe und legen den Stimmzirkel nach Gehör unter Benutzung von Kontrollintervallen. Dabei beachten sie die Beeinflussung der Pfeifen durch äußere Faktoren (Körperannäherung, Wärmeabstrahlung, raumakustische Phänomene). Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihre Stimmoktave hinsichtlich der Einhaltung der gleichstufig-temperierten Stimmung sowie der Oktavreinheit. Sie beurteilen musikalische Tauglichkeit und Klangeindruck und diskutieren diese.
Arbeitsblatt zu LF 4 erstellenOrgeln und Harmonien reinigen, warten und pflegen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Orgeln und Harmonien zu reinigen, zu warten und zu pflegen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Anforderungen, die die Kunden an Instrumente und Orgelbauer stellen (Zuverlässigkeit, musikalische Gebrauchsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit). Sie dokumentieren den Zustand von Instrumenten unter Berücksichtigung von Bauweisen im historischen Kontext. Sie schätzen den Einfluss von Raumklima und -nutzung auf die Instrumente ab und führen Funktionsprüfungen durch. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Art und Umfang der anzubietenden Leistungen (Reinigung, Wartung, Pflege). Zu diesem Zweck prüfen sie Pfeifenwerk sowie Harmoniumzungen und dokumentieren den Bestand. Sie untersuchen den Zustand der Oberflächen im Hinblick auf Beanspruchung und Kontamination (Anobien-, Schimmelbefall). Sie legen den Umfang der Dienstleistungen fest, planen den Arbeitsablauf und schätzen den Zeitbedarf ab. Dabei berücksichtigen sie die Bestimmungen der Arbeitssicherheit insbesondere beim Umgang mit Leitern, Gerüsten und Hebewerkzeugen. Die Schülerinnen und Schüler führen den Auftrag aus (Reinigung, Schädlingsbekämpfung, Korrosionsschutz, Oberflächenpflege, Regulierung, Nachintonation, Stimmung) und stellen während der Tätigkeiten eine teilweise Funktionalität des Instrumentes sicher. Bei der Entsorgung von Reststoffen beachten sie Vorschriften des Umwelt- und Gesundheitsschutzes. Sie überprüfen die Einhaltung des Zeitplanes und beurteilen ihr Arbeitsergebnis im Hinblick auf Qualität, Kundenzufriedenheit und Nachhaltigkeit. Sie reflektieren ihre Rolle als Dienstleister und erkennen Service und Kundenorientierung als wichtige Wettbewerbsfaktoren an.
Arbeitsblatt zu LF 5 erstellenWindladen herstellen
Zeitrichtwert: 100 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Ton- und Registerkanzellenladen und ihre Trakturanschlüsse herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Aufbau von Windladen im Hinblick auf Statik, Funktionen, Querschnittsflächen und Ventilsysteme. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Windladen und Trakturanschlüsse bezüglich ihrer Bauformen und Funktionsweisen in historischen und musikalischen Kontexten (Tonkanzellen-, Registerkanzellen-, Kastenladen). Sie planen den Bau von Schleifladen. Dazu legen sie auch unter Zuhilfenahme von Informations- und Kommunikationstechnologien Teilungen (Ton-, Schleifenteilungen) fest, erstellen Aufrisse und fertigen technische Zeichnungen an. Die Schülerinnen und Schüler wählen Kanzellenkorpuskonstruktionen und Materialien (Holz, Holzwerkstoffe, Kunststoffe, Metalle) aus, bestimmen Bearbeitungs- und Fügeverfahren und erstellen einen Arbeitsplan. Die Schülerinnen und Schüler stellen eine Schleiflade her. Zu diesem Zweck bereiten sie Materialien vor, stellen die Einzelteile her (Kanzellenkorpus, Schleifen, Stöcke, Ventile, Windkasten, Rasterbretter) und bauen die Windlade zusammen. Dabei berücksichtigen sie die Regeln des Gesundheits- und Arbeitsschutzes. Sie prüfen die Güte der Windlade (Funktion, Maßhaltigkeit, Dichtigkeit) und ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Sie lagern und verpacken die Windlade für den Transport. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Ergebnisse. Dabei reflektieren sie den Herstellungsprozess hinsichtlich Konstruktion, Präzision und Nachhaltigkeit.
Arbeitsblatt zu LF 6 erstellenWindversorgungsanlagen herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Windversorgunganlagen und Tremulanten herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Aufbau von historischen und zeitgenössischen Windversorgungsanlagen im Hinblick auf die Funktionen der Bauteile sowie die Qualität des erzeugten Windes. Sie erfassen die Bedeutung von Reguliereinrichtungen hinsichtlich Aufbau und Funktion im Verbund mit anderen Komponenten des Windsystems. Sie informieren sich über Historie, Aufbau und Funktionen von Windversorgungsanlagen und Tremulanten in Orgelinstrumenten. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die Komponenten (Bälge, Windleitungen, Reguliereinrichtungen, Gebläse, Schallschutzkästen, Tremulanten) und vergleichen Balgarten (Magazin-, Laden-, Ausgleichsbälge) bezüglich ihrer Verwendung im Windsystem (Druckerzeugung, Windspeicherung). Die Schülerinnen und Schüler erstellen Zeichnungen von Bälgen und Reguliereinrichtungen, auch mit Informations- und Kommunikationstechnologien. Sie führen Berechnungen unter Berücksichtigung geometrischer Abhängigkeiten durch. Sie wählen Materialien (Holz, Holzwerkstoffe, Karton, Leder, Gummituch, Pergament, Papier) nach mechanischer Beanspruchung aus und planen die Abfolge der Arbeitsschritte. Die Schülerinnen und Schüler bauen einen Keilbalg. Dazu fertigen sie Faltenaufrisse, Zwickelschablonen und Balgplatten an und fügen den Balg zusammen. Sie montieren den Balg in einer Windversorgungsanlage und achten auf eine präzise und qualitätssichernde Arbeitsweise. Sie prüfen die Anlage hinsichtlich Funktion, Maßhaltigkeit, Dichtigkeit und Geräuschentwicklung. Sie messen den Winddruck und stellen ihn ein. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren den Arbeitsablauf und bewerten Windsysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit.
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenOrgeln und Harmonien stimmen und vorintonieren
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Orgeln und Harmonien nach Gehör zu stimmen und Labialpfeifen vorzuintonieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren historische Stimmsysteme im Vergleich zur gleichstufig-temperierten Stimmung und erfassen die Besonderheiten der jeweiligen Epoche in Bezug auf Klangideale und Zeitgeschmack. Sie vergleichen die Unterschiede von Intonationsverfahren, -stilen sowie Mensuren. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Intonations- und Stimmhilfen sowie Werkzeuge. Sie erkunden die Vorgehensweise beim Stimmen von Harmoniumzungen und unterscheiden Intonationsschritte hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Klang. Die Schülerinnen und Schüler planen die Durchführung einer Vorintonation. Sie entwerfen einen Arbeitsplan um Pfeifen zum Klingen zu bringen (Füße, Aufschnitt, Kern, Kernspalten, Labien). Die Schülerinnen und Schüler bereiten Labialpfeifen auf die Intonation vor, indem sie Füße kulpen, Pfeifen aufschneiden, Kernspalten kontrollieren und Labien richten. Sie wählen Werkzeuge aus und achten auf eine sorgfältige und präzise Ausführung der Arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler führen die Vorintonation durch. Dabei achten sie auf ein gleichmäßiges Klangbild der Pfeifen, korrigieren die Tonhöhen und übertragen die Stimmung der temperierten Oktave auf die Instrumente. Sie berücksichtigen die Bestimmungen der Arbeitssicherheit, insbesondere im Umgang mit scharfen Schneidewerkzeugen. Sie präsentieren und beurteilen ihr Ergebnis hinsichtlich Ansprache, Klangfarbe und Stimmung und reflektieren Auswirkungen unterschiedlicher Vorgehensweisen.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenOrgeln reparieren
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Funktionsstörungen an Orgelinstrumenten zu bestimmen und zu reparieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Instandhaltungsauftrag von Orgelinstrumenten für verschiedene Einsatzbereiche (Kirchen, Konzertsäle, Privatkunden). In Kundengesprächen, auch in einer fremden Sprache, erörtern sie den Reparaturumfang, berücksichtigen Wünsche und dokumentieren diese. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Veränderungen der Bauteile durch Gebrauch und klimatische Bedingungen. Sie machen sich die Bedeutung der Funktionalität der Instrumente für die Kunden bewusst. Sie legen den Umfang der Reparaturen fest, planen den Arbeitsablauf und schätzen den Zeitbedarf ab. Dabei berücksichtigen sie Trakturen, Windversorgung, Pfeifenwerk und Klang der Orgel. Die Schülerinnen und Schüler führen Reparaturarbeiten (Trakturen, Windladen, Bälge, Pfeifen, Spieltische) unter Beachtung der Arbeitssicherheit durch. Dabei stellen sie die Funktionen des Instrumentes wieder her und berücksichtigen den Aspekt der Nachhaltigkeit beim Austausch von Bauteilen durch die Beurteilung der Produktqualität. Sie überprüfen Vorgehen und Arbeitsergebnis und beurteilen sie im Hinblick auf Zeitplan und Kundenzufriedenheit. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Bedeutung der Kundenorientierung an. Sie optimieren ihre Handlungsmuster im Umgang mit Kunden und schätzen die Chancen und Risiken der Selbständigkeit im Dienstleistungssegment ab.
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenGehäuse herstellen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Tragwerke und Gehäusekomponenten herzustellen und vor Ort zu montieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Anforderungen an Gehäuse von Orgelinstrumenten unter Berücksichtigung der Aspekte Optik, Statik und Akustik. Sie beschreiben den konstruktiven Aufbau anhand von Abbildungen und Zeichnungen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Entwicklung der Orgelgehäuse in unterschiedlichen Orgelbauschulen und Stilepochen. Sie verschaffen sich einen Überblick über Materialeigenschaften (Bearbeitbarkeit, Dauerhaftigkeit, Oberflächenbeschaffenheit) sowie über die Herstellung von Furnieren, Furniertechniken und Verleimungsverfahren. Dabei erfassen sie die Bedeutung der Oberflächengestaltung für die Gesamterscheinung der Instrumente. Sie planen die Herstellung von Gehäusen. Sie legen die Konstruktionsart (Rahmen und Füllung, Plattenbauweise) und das äußere Erscheinungsbild (Prospekt, Proportionen, Oberflächen) fest, erstellen Entwürfe und fertigen technische Zeichnungen an. Die Schülerinnen und Schüler wählen Materialien aus und bestimmen Bearbeitungs- und Fügeverfahren. Sie konzipieren und dokumentieren den Arbeitsablauf. Die Schülerinnen und Schüler stellen die Einzelteile des Gehäuses her und führen die Montage durch. Dabei berücksichtigen sie die Bestimmungen der Arbeitssicherheit insbesondere beim Umgang mit Leitern, Gerüsten und Hebewerkzeugen. Sie behandeln die Oberflächen und entsorgen Reststoffe nach den Bestimmungen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes. Sie prüfen die Qualität der Gehäuseteile (Maßhaltigkeit, Oberflächengüte) durch optische und taktile Verfahren (Streiflicht-, Glanzgradprüfung, Abtasten) und ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Sie lagern und verpacken die Gehäuseteile für den Transport. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihren Entwurf und reflektieren ihn hinsichtlich der Umsetzbarkeit, seiner akustischen Eigenschaften (Klangabstrahlung, Resonanz) sowie der kreativen Gestaltung.
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenMetallpfeifen herstellen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, labiale und linguale Metallpfeifen herzustellen sowie Register zu ergänzen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Aufbau von Labial- und Lingualpfeifen, deren Materialien und die Herstellungsschritte in Abhängigkeit von verschiedenen Pfeifenfamilien. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Legierungen (Zinn-Blei-, Kupfer-Zink- Legierungen) und die Herstellung von Platten. Dabei berücksichtigen sie die Zusammenhänge von Zuschnittmaßen und Mensurtabellen sowie die Besonderheiten von Bauformen und Einzelteilen (Fuß, Kern, Körper, Deckel, Bärte, Stiefel, Resonatoren, Kehlen, Kröpfe). Die Schülerinnen und Schüler planen den Bau von labialen und lingualen Metallpfeifen sowie fehlender Einzelpfeifen. Sie legen die Mensuren fest, ergänzen Angaben und wählen Materialien aus. Sie erstellen technische Zeichnungen und Mensurtabellen auch unter Zuhilfenahme von Informations- und Kommunikationstechnologien. Die Schülerinnen und Schüler bauen Metallpfeifen und bereiten Materialien vor. Sie stellen Platten aus Legierungen her, schneiden Bauteile zu und reißen Labien an. Die Schülerinnen und Schüler löten die Einzelteile nach dem Rundieren zusammen und beachten die Kernspaltenweite. Sie stellen die Stimmvorrichtungen her. Späne und Abschnitte führen sie sortenrein in den Materialkreislauf zurück. Im Umgang mit flüssigen Metallen und spanenden Metallwerkzeugen halten die Schülerinnen und Schüler die Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen sowie Unfallverhütungsvorschriften ein. Sie überprüfen die Güte der Lötnähte und Oberflächen sowie die Maßhaltigkeit der Pfeifen. Sie lagern die Platten und Pfeifen bis zur Weiterverarbeitung und bereiten sie für den Transport vor. Sie reflektieren den Herstellungsprozess im Hinblick auf Effizienz, Optimierungsmöglichkeiten und Nachhaltigkeit.
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenOrgelpfeifen intonieren
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, labiale und linguale Register in Abhängigkeit von klanglichen und räumlichen Konzepten zu intonieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Besonderheiten von Registern aus verschiedenen Epochen hinsichtlich der Klangideale und des Zeitgeschmacks. Dabei vergleichen sie Intonationsverfahren und -stile auch in Bezug auf verschiedene Klangkonzepte. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Analysewerkzeuge (Klangspektren, Klangbilder, Tonaufnahmen). Sie vergleichen Werkzeuge und Arbeitsschritte der Intonation und bewerten sie hinsichtlich ihrer klanglichen Auswirkungen. Hierbei erfassen sie Kundenwünsche zum Klangbild. Die Schülerinnen und Schüler planen die Durchführung der Intonation. Sie legen den Klangcharakter von Registern fest und wählen die Intonationsparameter (Aufschnitt, Aufwurf, Lautstärke, Ansprache) in Abhängigkeit des klanglichen Umfeldes (Zeitgeschmack, Region, Instrumententyp, Orgelbauschulen). Sie wählen Werkzeuge aus und schaffen Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler führen die Intonation durch. Dazu schneiden sie die Labialpfeifen auf, passen Zungenblätter ein, werfen diese auf und stimmen die Register vor. Die Schülerinnen und Schüler regulieren Lautstärke, Ansprache und Klangcharakter der Pfeifen und gleichen Abweichungen innerhalb eines Registers aus. Sie überprüfen das Klangergebnis in Bezug auf Kundenvorgaben und Instrument (Disposition, Konzept, Epoche) und nehmen Korrekturen vor. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Bedeutung der Kundenorientierung an. Sie optimieren ihre Vorgehensweise und schätzen die Chancen und Risiken einer Tätigkeit als freiberufliche Intonateure ab.
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenSpieltische und Trakturen herstellen
Zeitrichtwert: 100 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Spieltische herzustellen sowie Trakturen zu montieren und zu regulieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Spieltischaufbauten und Traktursysteme bezüglich ihrer Konstruktionsmerkmale in historischen Kontexten (Ergonomie, Ästhetik, Spielart, Erscheinungsbild). Sie informieren sich über Funktionsweisen (mechanisch, pneumatisch, elektrisch), Anordnung der Bedienelemente und Spieltischnormen. Sie vergleichen Werkstoffe nach Beanspruchung und Erscheinungsbild (Tastenbeläge, Furniere, Oberflächen). Die Schülerinnen und Schüler planen den Bau von Spieltischen und Trakturen. Dazu legen sie unter Zuhilfenahme von Informations- und Kommunikationstechnologien Teilungen fest und berechnen Gänge sowie Übersetzungen. Sie erstellen Querschnittzeichnungen, ergänzen Traktur- und Koppelschemata und fertigen Wellenbrettaufrisse an. Sie stellen mechanische Trakturen her. Zu diesem Zweck fertigen sie Einzelteile (Manualtasten, Abstrakten, Wellenbretter, Registerschwerter, -wellen) an und bauen die Trakturen zusammen. Dabei achten die Schülerinnen und Schüler besonders auf eine präzise Funktion und ein hochwertiges Erscheinungsbild. Sie regulieren die Trakturen (Tastenfall, halbe Reise, Trakturgänge, Ventilaufgang). Sie prüfen die Güte der Trakturen (Funktion, Maßhaltigkeit, Druckpunkt, Spielart) und ergreifen Maßnahmen zur Optimierung. Sie lagern und verpacken die Spieltischteile für den Transport. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren Herstellung und Regulierung. Dabei erfassen sie die große Bedeutung der Traktur als Bindeglied zwischen Spieler und Instrument.
Arbeitsblatt zu LF 13 erstellenElektrische und elektronische Bauteile installieren
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, elektrische und elektronische Bauteile für die Steuerung und Datenspeicherung in Orgeln zu installieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die musikalischen Anforderungen an Orgelinstrumente. Sie erfassen die Notwendigkeit der Unterstützung von mechanischen und pneumatischen Systemen durch elektrische und elektronische Steuerungen. Sie informieren sich über den Aufbau von Schaltungen und Sicherheitsbestimmungen im Umgang mit Niederspannungsanlagen. Sie planen den Einbau von Bauteilen, insbesondere Setzer- und Koppelanlagen, nach Konstruktionsvorgaben unter Einhaltung der Verkabelungsvorschriften. Die Schülerinnen und Schüler installieren Bauteile. Dazu verlegen und verbinden sie Schaltkreise. Sie prüfen die Funktionen ihrer Installationen, dokumentieren die Ergebnisse und ergreifen Maßnahmen zur Optimierung der Funktionalität. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Ergebnisse. Dabei reflektieren sie ihre Vorgehensweise auch im Hinblick auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz.
Arbeitsblatt zu LF 14 erstellenHäufige Fragen zu Orgelbauer
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