Berufsschule & Duale Ausbildung

Arbeitsblätter & Unterrichtsmaterial für Maßschuhmacher

Erstellen Sie mit KI handlungsorientierte Arbeitsblätter, Infotexte und Lösungsbögen – exakt abgestimmt auf die 12 Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplans.

Rahmenlehrplan
12 Lernfelder
Regeldauer
36 Monate
Zuständigkeit
Hw
Lehrplankonform
KMK & BIBB

Lernfelder für Maßschuhmacher im Überblick

Wählen Sie ein Lernfeld aus, um direkt ein passgenaues Arbeitsblatt inklusive Fachinfotext und Lösungen zu generieren.

Lernfeld 1
1. Ausbildungsjahr

Beruf und Betrieb präsentieren

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, das Berufsbild, den Aufbau sowie die Abläufe im Betrieb und die beruflichen Tätigkeiten zu präsentieren. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die historische Entwicklung des Schuhmacherhandwerks und machen sich mit ihrem Berufsbild (Ausbildungsordnung, berufsständische Partner und Institutionen), den Weiterbildungsmöglichkeiten und beruflichen Perspektiven vertraut. Sie verschaffen sich einen Überblick über grundlegende Arbeits- und Geschäftsprozesse in ihrem Betrieb (Reparatur, Gestaltung, Herstellung, Beratung, Verkauf). Dabei berücksichtigen die Schülerinnen und Schüler die gesetzlichen Vorschriften des Arbeitsschutzes (Betriebsanweisungen, persönliche Schutzausrüstung) und des Umweltschutzes (Energie- und Materialverwendung, Entsorgung). Sie sind sich der Verantwortung gegenüber sich selbst und anderen bewusst. Die Schülerinnen und Schüler erstellen Präsentationen zum Aufbau und den Abläufen im Betrieb sowie den Produkten und Serviceleistungen. Dabei berücksichtigen sie Kriterien zur Erstellung und Durchführung von Präsentationen und beachten die Vorschriften des Datenschutzes und Urheberrechts. Sie präsentieren die Ergebnisse im Team und bewerten ihre Präsentationen kriterienorientiert. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren gesellschaftliche und ökologische Anforderungen (multikulturelle Besonderheiten, Nachhaltigkeit) an ihren Beruf und leiten daraus eigene Wertvorstellungen ab. Seite

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Lernfeld 2
1. Ausbildungsjahr

Schuhe reparieren und aushändigen

Zeitrichtwert: 100 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Reparaturen an Maß- und Konfektionsschuhen auszuführen und an den Kunden zu übergeben. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Reparaturauftrag und machen sich mit der Anatomie und Physiologie von Fuß und Unterschenkel (Biomechanik, Schrittabwicklung, Lotaufbau), der Bedeutung des Stütz- und Bewegungsapparates sowie dessen Wechselwirkung mit dem Schuhwerk vertraut. Sie setzen sich mit den Auswirkungen von Fußfehlstellungen und Gangbildabweichungen auf die Abnutzungserscheinungen am Schuh auseinander. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Schuhtypen (Halbschuh, Stiefel, Sandale) und Reparaturmöglichkeiten einzelner Schuhteile. Darüber hinaus machen sie sich über die Anforderungen an ein Kundengespräch kundig. Sie planen die Reparatur nach Kundenanforderung und wählen Werk- und Hilfsstoffe (Leder, Kunststoffe, Gummi, Klebstoffe) sowie Werkzeuge und Maschinen aus. Dabei verwenden sie unterschiedliche Befestigungsarten (Kleben, Nähen, Nieten, Nageln). Die Schülerinnen und Schüler führen die Schuhreparatur durch und beachten die berufsspezifischen Arbeitssicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften. Sie händigen die reparierten Schuhe an den Kunden aus und erläutern das Preis-Leistungsverhältnis in Bezug auf Qualität und Nachhaltigkeit der verwendeten Werkstoffe. Sie bewerten die Qualität ihres Arbeitsergebnisses unter Berücksichtigung der Wiederherstellung von Funktionstüchtigkeit und Ästhetik. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren die negativen Auswirkungen einer fehlerhaften Reparatur und entwickeln Vorschläge zu deren Vermeidung. Seite

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Lernfeld 3
1. Ausbildungsjahr

Schuhzurichtungen anbringen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, fußgerechte Zurichtungen an Konfektionsschuhen anzubringen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag und setzen sich mit wirksamen Zurichtungen an Konfektionsschuhen (Abrollhilfe, Verkürzungsausgleich) auseinander. Dabei beachten sie deren Einfluss auf Statik und Dynamik (Kräfte, Hebelgesetz). Sie verschaffen sich einen Überblick über Veränderungen und Beschwerden der unteren Extremitäten (Beinlängendifferenzen, kleine Fußübel) und verschiedene Mess- und Abdruckverfahren (Trittschaum, Umfangsmaße). Sie fertigen Trittspuren an, analysieren und dokumentieren diese. Die Schülerinnen und Schüler planen den Arbeitsablauf einer Schuhveränderung unter funktionellen und ästhetischen Gesichtspunkten. Zu diesem Zweck ermitteln sie die korrekte Positionierung von Einbauelementen (Pelotte, Längsgewölbestütze, Entlastungspolster) und der Scheitellinie von Abrollhilfen. Sie ermitteln den Bedarf der benötigten Werk- und Hilfsstoffe (Aufbaumaterialien, Klebstoffe) unter Berücksichtigung der Eigenschaften eines ressourcensparenden Materialeinsatzes und deren Bearbeitungsmöglichkeiten. Sie prüfen die Eignung des Kundenschuhs, bringen die Zurichtung an und modifizieren Schuhböden und Schäfte. Dabei beachten sie die Vorschriften des Arbeits- und Umweltschutzes ein. Die Schülerinnen und Schüler händigen die Schuhzurichtung aus und beurteilen die Wirkungsweise am Kunden. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren und bewerten das Ergebnis im Hinblick auf Funktion und Verarbeitung. Sie diskutieren die Ursachen von Qualitätsmängeln im Team und wägen Möglichkeiten zu deren Vermeidung ab. Dabei gehen sie konstruktiv mit Rückmeldungen um und argumentieren angemessen. Seite

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Lernfeld 4
1. Ausbildungsjahr

Grundmodelle entwerfen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Grundmodelle für den Schaft- und Bodenbau zu entwerfen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag und machen sich mit der Einteilung verschiedener Fußformen (Damen, Herren, Kinder) und deren anatomischen Proportionen (goldener Schnitt, Fußtypen) vertraut. Sie unterscheiden Längen- und Weitenmaßsysteme (Mondopoint, französisch Stich, english size) und ordnen sie verschiedenen Schuhgrößen zu. Sie recherchieren die historische Entwicklung und Bedeutung von Schuhen und Leisten (Leistenteile, Leistentypen) und vergleichen sie mit aktuellen Kundenwünschen (Trends, Absatzformen, Verwendungszweck). Die Schülerinnen und Schüler gestalten und skizzieren Modellentwürfe nach historischen Vorlagen und Kundenwünschen. Dazu wählen sie Arbeitsmittel (Modellwinkel, Fersenbogen, Kurvenlineal, Modellpapier, Modellfolie) aus. Sie zeichnen verschiedene Grundmodelle (Leisten, Vorderkappe, Hinterkappe, Absatz). Sie wenden das Winkelsystem unter Beachtung der Regeln des technischen Zeichnens (Linienarten, Bemaßung) an. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Grundmodelle nach Kundenwunsch und Maßhaltigkeit, machen Änderungsvorschläge und nehmen Korrekturen vor. Seite

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Lernfeld 5
2. Ausbildungsjahr

Einbauelemente und Bodenteile herstellen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Einbauelemente und Bodenteile auftragsbezogen und mit verschiedenen Bearbeitungsverfahren herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit dem Werkstattauftrag vertraut und verschaffen sich einen Überblick über schuhtechnische Einbauelemente und Bodenteile (Überstemme, Brand- und Einlegesohlen, Rahmen) sowie deren Funktion. Sie informieren sich über Werkstoffe (thermoplastische und duroplastische Versteifungsmaterialien) und deren Eignung für den Einsatz als Einbauelement und Bodenteil. Dabei untersuchen sie insbesondere die Herkunft, Herstellung (Wasserwerkstatt, Gerbung, Zurichtung) und die Eigenschaften von Leder (Zugrichtung, Qualität, Zuschnitt). Die Schülerinnen und Schüler planen anhand des Kundenauftrages sowie unter Beachtung der individuellen Passform (Knöchel- und Zehenposition) die Herstellung von Einbauelementen und Bodenteilen. Dazu wählen sie Werkstoffe und Arbeitstechniken (Schneiden, Schärfen, Schleifen, Glasen, Rangieren) aus und setzen Werkzeuge (Schärfmesser, Brandsohlenhobel) sowie Maschinen (Schleifmaschine, Presse) ein. Sie richten den Arbeitsplatz unter ergonomischen Gesichtspunkten ein. Die Schülerinnen und Schüler stellen mithilfe des Leistens Modelle (Kappen-, Überstamm- und Brandsohlenmodell) her und verwenden diese für die Herstellung der Einbauelemente und Bodenteile. Sie fertigen Arbeitsunterlagen (Flächenberechnungen, Materialbedarf, Ablaufpläne) an und beachten die Vorschriften zur Arbeitssicherheit und zum Umweltschutz. Sie übernehmen Verantwortung für die Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere und vergegenwärtigen sich der Auswirkungen bei Nichtbeachtung von Brandschutz- und Unfallverhütungsvorschriften (Wärmeofen, Heißluftfön, Infrarotgeräte, persönliche Schutzausrüstung). In diesem Zusammenhang warten sie Geräte und Maschinen. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Passform der hergestellten Teile am Leisten und beurteilen deren Verarbeitung und Funktionalität. Sie sind sich der physiologischen Auswirkungen fehlerhafter Einbauelemente auf den Kunden bewusst. Sie reflektieren ihr eigenes Handeln (Umweltschutz, Nachhaltigkeit) und übertragen die gewonnenen Einsichten auf ihre zukünftigen Arbeitsprozesse. Seite

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Lernfeld 6
2. Ausbildungsjahr

Schaftmodelle entwickeln

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Schaftmodelle nach Kundenauftrag zu entwickeln und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der funktionellen Umsetzbarkeit unterschiedlicher Schaftmodelle. Sie berücksichtigen Verwendungszweck, anatomische Besonderheiten und ästhetische Gesichtspunkte (Farbgestaltung, Farbutilität, Formgestaltung, modische Entwicklung). Sie informieren sich über unterschiedliche Konstruktionsarten von Schäften (Leistenkopie, Modellwinkelsystem) und deren Anwendung. Dazu vergleichen sie die Konstruktionsarten in Bezug auf Passform und Wirtschaftlichkeit. Die Schülerinnen und Schüler planen das Schaftmodell unter Beachtung der konstruktiven Besonderheiten (Schaftöffnung, Verschlusstechnik) und der funktionellen Eigenschaften sowie des Leistens (Stiefel, Halbschuh). Sie modellieren auf der Basis eines Grundmodells die Schaftschnittart (Derbyschnitt, Blattschnitt) und sind sich ihrer Kreativität bewusst. Die Schülerinnen und Schüler stellen Schablonen und Schnittmuster von Ober- und Futterteilen her und kennzeichnen Zugaben (Untertritt, Buggen, Nahtverlauf). Sie wählen Werkzeuge und Hilfsmittel aus. Sie prüfen das entwickelte Schaftmodell sowie die einzelnen Schaftteile am Leisten und bewerten das Arbeitsergebnis anhand von Funktion und Passform im Team. Die Schülerinnen und Schüler implementieren die Reflexion in ihr berufliches Handeln. Seite

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Lernfeld 7
2. Ausbildungsjahr

Schaftteile herstellen

Zeitrichtwert: 100 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Schaftteile aus dem Grundmodell herzustellen und für die Montage vorzubereiten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der Qualitätsanforderungen (Zuschnittregeln, DIN-Normen, Materialfehler) an die Werkstoffe (Ober- und Futterleder, Textilien) zur Schaft- und Futterherstellung. Sie informieren sich über Arbeits- und Sozialstandards, ökologische (Tier- und Artenschutz, Fair Trade, Umweltbelastung, Nachhaltigkeit) und gesundheitliche Aspekte (schadstoff-geprüfte Produkte, Allergien) zur Herstellung der Werkstoffe. Sie wählen die Werkstoffe zur Schaft- und Futterherstellung nach den Qualitätskriterien sowie funktionellen und ästhetischen Gesichtspunkten aus. Dabei berücksichtigen sie den Zusammenhang zwischen hochwertiger Werkstoffqualität und Preisbildung. Die Schülerinnen und Schüler planen den Zuschnitt der Schaftteile und berücksichtigen den Verwendungszweck des Schuhs. Sie holen verschiedene Angebote ein und berechnen den Materialbedarf (Flächenberechnung, Verschnitt, Kosten). Darüber hinaus wählen sie Maschinen (Stanz- und Schärfmaschinen) und Werkzeuge aus (Stanzmesser, Zuschneidemesser). Sie schneiden die Werkstoffe nach vorgefertigten Modellen zu und bereiten die Schaftteile für die Montage vor (Schärfen, Buggen, Verstärkungs- und Nahtbänder setzen, Kennzeichnung von Einzelteilen, Nahtverläufen und Ziernähten, Färben von Schaftkanten, Kaschieren). Dabei beachten sie Qualitätsanforderungen und Arbeitssicherheitsvorschriften. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Arbeitsergebnisse (Vollzähligkeit, Seitengleichheit, Maßhaltigkeit zum Modell, Kennzeichnung) und dokumentieren die Schaftherstellung (Werkstattbogen, materialbezogene Stückliste). Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Arbeitsergebnisse hinsichtlich der Zusammenhänge zwischen Werkstoffen und Vorrichtarbeiten im Team und beschreiben die Auswirkungen auf nachfolgende Arbeitsgänge (Nähen, Zwicken) sowie die Produktqualität (Aussehen, Funktion, Haltbarkeit). Seite

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Lernfeld 8
2. Ausbildungsjahr

Kunden beraten

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, eine kundenorientierte Beratung durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit verschiedenen Gesprächssituationen (Verkaufsgespräch, Reklamation) und Kommunikationstechniken (verbal, nonverbal, offene und geschlossene Fragen) vertraut und informieren sich über multikulturelle und soziale Besonderheiten. Sie begegnen den Kunden mit Empathie, auch in einer fremden Sprache. Sie analysieren den rechtlichen Hintergrund von Reklamationen (Gewährleistung, Garantie) und entwickeln kundenorientierte Lösungsansätze. Die Schülerinnen und Schüler planen eine Kundenberatung, thematisieren kleine Fußübel (Schwielen, Hühneraugen, Überballen), verschiedene Schuhtypen (Maßschuhe, Maßschuhe in Modulbauweise, Konfektionsschuhe) und die funktions- sowie sachgerechte Handhabung (Gebrauch, Pflege) von Schuhen. Sie berücksichtigen das Preis- Leistungsverhältnis und vermitteln Aspekte der Nachhaltigkeit (Langlebigkeit, Reparaturmöglichkeit, Werkstoff- und Verarbeitungsqualität) der Produkte. Sie führen Kundengespräche anlassbezogen und berücksichtigen dabei insbesondere Methoden der Deeskalation. Sie unterscheiden nach Kundentypen und Vertragsstörung (Mängelrüge, Lieferverzug), entwickeln situationsangemessene Lösungen (Schadenersatz, Gewährleistung), diskutieren diese mit der Betriebsleitung und schlagen sie den Kunden vor. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren das eigene Auftreten sowie die Gesprächsergebnisse (Gesprächsführung, Lösungsoptionen, Kundenzufriedenheit, Abwehren ungerechtfertigter Ansprüche). Sie wenden die bereits erworbenen Feedbackregeln an und gewinnen zunehmend Sicherheit in der kundenorientierten Gesprächsführung. Seite

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Lernfeld 9
3. Ausbildungsjahr

Schäfte montieren und fertigstellen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Arbeits- und Montagetechniken einzusetzen, um Schäfte fertigzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag im Hinblick auf Bauformen (Säulen-, Arm- oder Flachbettnähmaschine) und Einsatzgebiete der Maschinen, Nadeln (Aufbau, Funktion) und Hilfsstoffe (Nähgarne, Zwirne, Buggzement, Nahtband). Sie verschaffen sich einen Überblick über das Zusammenwirken der stichbildenden Elemente (Nadel, Faden, Transporteinrichtung). Dabei unterscheiden sie Haltenähte (einfache Haltenaht, Bestechnaht, Riegelnaht, Spannnaht), Ziernähte (Grob- und Feinziernaht) sowie Kantiernähte (gebuggte Kante, gestürzte Kante, Paspel) und stellen Nahtarten und Stichtypen (Doppelsteppstich, Kettenstich) zeichnerisch dar. Die Schülerinnen und Schüler bereiten die Schaftmontage vor, wählen Hilfsstoffe und Werkzeuge (Bugghammer, Glättholz) aus und richten die Nähmaschine für Montagearbeiten ein (Stichlänge, Fadenspannung, Nähfußdruck). Sie montieren die einzelnen Schaftteile getrennt nach Obermaterial und Futtermaterial, fügen diese zum Schaft zusammen und führen nötige Abschlussarbeiten am Schaft (Anbringen von Zierelementen und Verschlusstechniken, Nahtenden versäubern, Nähte klopfen, Futter beschneiden) durch. Dabei berücksichtigen sie die Vorschriften zum Arbeitsschutz- und zur Unfallverhütung. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Passform der Schäfte am Leisten und kontrollieren ihr Ergebnis am Grundmodell. Sie präsentieren ihr Ergebnis und diskutieren die Folgen von Fehlern im Team. Dabei gehen sie konstruktiv mit Rückmeldungen um, argumentieren angemessen und entwickeln alternative Lösungen. Seite

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Lernfeld 10
3. Ausbildungsjahr

Maßschuhe herstellen

Zeitrichtwert: 100 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Maßschuhe kundenspezifisch in verschiedenen Macharten herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der Eigenschaften sowie des Verwendungszweckes von Schuhen verschiedener Macharten (Kleben, Nähen, Nageln) und der dazu benötigten Werkzeuge, Maschinen und Hilfsstoffe (Pechfaden, Holznägel, Täckse). Sie informieren sich über den Zusammenhang zwischen der ausgewählten Machart, dem Leisten (Kammleisten, Beinleisten), der Anatomie und Maße des Kundenfußes sowie der Schaft- und Bodenteile. Die Schülerinnen und Schüler planen den Arbeitsablauf zur Herstellung der Maßschuhe unter Berücksichtigung der Kundendaten und stellen die Machart zeichnerisch dar. Sie stellen Beurteilungskriterien für die Verarbeitung (Lotaufbau, Position der Einbau- und Bodenbauelemente, Ausführung der Fügetechniken, Schaftpositionierung) und Nachhaltigkeit (alternative und recycelbare Werkstoffe) der Maßschuhe auf. Sie übertragen die Kundenmaße auf den ausgewählten Leisten, kontrollieren die Passform durch Anfertigung eines Probeschuhs und nehmen Korrekturen vor. Die Schülerinnen und Schüler stellen Maßschuhe her und verwenden dabei Einbauelemente (Gelenkstücke, Ausballung), Bodenteile (Rahmen, Laufsohlen) und Schäfte (Überholen, Zwicken). Sie führen den Schuhausputz (Schleifen, Fräsen, Bürsten, Brennen, Färben, Polieren) durch. Die Schülerinnen und Schüler berücksichtigen die Bestimmungen zum Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutz. Sie prüfen Funktion (Stand, Lotstellung) und Qualität (Verarbeitung, Passform) der Maßschuhe. Sie reflektieren die Herstellung der Maßschuhe auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit und entwickeln Vorschläge für die Optimierung des Vorgehens. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren ihre Standpunkte im Team. Seite

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Lernfeld 11
3. Ausbildungsjahr

Maßschuhe finishen und aushändigen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Maßschuhe material- und modellgerecht zu finishen und den Kunden auszuhändigen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der verschiedene Abschlussarbeiten (Ausleisten, kosmetische Korrekturen, Schnürung) am Maßschuh. Dabei berücksichtigen sie material- und modellabhängige Besonderheiten. Die Schülerinnen und Schüler planen das Finishen und wählen dazu Werkzeuge (Brennwerkzeuge, Glättschienen, Stoßraspel) und Hilfsstoffe (Reparaturpasten, Cremes, Appreturen, Imprägnierungen) aus. Sie finishen Maßschuhe unter Berücksichtigung des Arbeitsschutzes. Sie kontrollieren das Arbeitsergebnis (Paarigkeit, unterschiedliche Fersenhöhen, Nahtverläufe, Zwickfalten, Narbenplatzer), beseitigen Qualitätsmängel und dokumentieren die qualitätssichernden Maßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler führen die Anprobe (Passform, Funktion) mit dem Kunden durch und händigen die Maßschuhe aus. Sie erläutern Herstellung sowie Finish und beraten in Bezug auf Gebrauch und Pflege. Sie bewerten die Aushändigung und gehen konstruktiv mit Feedback um. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren das Kundengespräch und diskutieren Alternativen. Seite

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Lernfeld 12
3. Ausbildungsjahr

Waren und Dienstleistungen verkaufen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Waren und Dienstleistungen des Schuhmacherhandwerks zu präsentieren und adressatengerecht zu verkaufen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich des Sortiments (Maß- und Konfektionsschuhe, Schaftmodelle, Furnituren, Kleinwaren, Einlegesohlen, Pflege- und Hygieneprodukte) und der Serviceleistungen (Reparatur, Auffrischung, Umarbeitung, Längung und Weitung) im Betrieb. Zu diesem Zweck machen sie sich mit unterschiedlichen Kundentypen vertraut. Sie informieren sich über die Grundlagen des Marketings (Produkt-, Sortiments-, Vertriebs- und Kommunikationspolitik) und Möglichkeiten einer anlassbezogenen Präsentation (Blickfang, Schaufenster, Messeauftritt, Website). Die Schülerinnen und Schüler erstellen Kriterien zur Beurteilung von Verkaufsgesprächen und Präsentationen (Gestaltungsmittel, Aufbau, Mittelpunkt). Sie kalkulieren Maßschuhe, Schäfte und Reparaturaufträge und erstellen ein Angebot. Sie führen Verkaufsgespräche durch (Schäfte, konfektionierte Schuhe, Maßschuhe, berufsspezifische Waren und Dienstleistungen) und erläutern auf der Grundlage des Angebotes das Preis-Leistungsverhältnis. Darüber hinaus erstellen die Schülerinnen und Schüler anlassbezogene Präsentationen (Jahreszeit, Fußgesundheit) und beachten dabei Marketingvorschriften. Die Schülerinnen und Schüler bewerten Verkaufsgespräche und Präsentationen anhand der aufgestellten Kriterien. Sie reflektieren ihre Rolle als Dienstleister und implementieren Serviceorientierung und Kundenzufriedenheit als wichtige Wettbewerbsfaktoren in ihr berufliches Handeln. Seite

Arbeitsblatt zu LF 12 erstellen

Häufige Fragen zu Maßschuhmacher

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