Berufsschule & Duale Ausbildung

Arbeitsblätter & Unterrichtsmaterial für Klavier- und Cembalobauer

Erstellen Sie mit KI handlungsorientierte Arbeitsblätter, Infotexte und Lösungsbögen – exakt abgestimmt auf die 14 Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplans.

Rahmenlehrplan
14 Lernfelder
Regeldauer
42 Monate
Zuständigkeit
Hw, IH
Lehrplankonform
KMK & BIBB

Lernfelder für Klavier- und Cembalobauer im Überblick

Wählen Sie ein Lernfeld aus, um direkt ein passgenaues Arbeitsblatt inklusive Fachinfotext und Lösungen zu generieren.

Lernfeld 1
1. Ausbildungsjahr

Rasten herstellen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Holz- und Holzwerkstoffe auszuwählen und zu einem Rasten zusammenzufügen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Vorgaben mit dem Ziel, die geforderten Eigenschaften und die Anforderungen an den Rasten im Instrument zu erfassen und zu beschreiben. Sie informieren sich über die Funktion der tragenden Holzkonstruktion in Klavier, Flügel und Cembalo und verschaffen sich einen Überblick über verwendete Holzarten, Holzwerkstoffe und Fügetechniken. Dabei erkundigen sie sich über die Grundsätze der Holzlagerung und Holzverarbeitung. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung des Rastens. Sie wählen Hölzer und Holzwerkstoffe für das jeweilige Instrument aus und bestimmen Bearbeitungs- sowie Fügeverfahren. Sie erstellen eine Konstruktionszeichnung unter Beachtung der berufstypischen Normen, treffen eine Werkzeug- und Hilfsmittelauswahl und planen den Arbeitsablauf (Arbeitsplan, Stückliste). Sie richten die Bauteile zu und stellen den Rasten her unter Beachtung eines qualitätssichernden Vorgehens (Maßhaltigkeit, Sorgfalt). Die Schülerinnen und Schüler prüfen den Rasten auf Maßhaltigkeit und verzugsfreie Ausführung und ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Sie präsentieren die Arbeitsergebnisse. Dabei reflektieren sie den Herstellungsprozess hinsichtlich der Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit des Baustoffes Holz und diskutieren Optimierungsansätze.

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Lernfeld 2
1. Ausbildungsjahr

Resonanzboden herstellen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, aus Holz- und Holzwerkstoffen einen Resonanzboden mit Stegen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Anforderungen an einen Resonanzboden. Sie bestimmen seine Eigenschaften und Funktion im Zusammenhang mit der akustischen Anlage und beschreiben die Schallleitfähigkeit und den konstruktiven Aufbau anhand von Instrumenten. Sie informieren sich über das Wachstum von Resonanzholz und die Eigenschaften der verwendeten Holzarten. Sie machen sich kundig über Fügetechniken sowie Verfahren der Berippung für Resonanzbodenplatten. Sie verschaffen sich einen Überblick über die Zusammenhänge zwischen Luft- und Holzfeuchte. Sie informieren sich über Stegformen. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung des Resonanzbodens mit Berippung und Stegen. Sie wählen Holz und Holzwerkstoffe aus und bestimmen Bearbeitungs- sowie Fügeverfahren. Sie erstellen eine Konstruktionszeichnung unter Beachtung der berufstypischen Normen, treffen eine Werkzeug- und Hilfsmittelauswahl, berechnen die benötigten Materialmengen und planen den Arbeitsablauf. Sie stellen den Steg und das Stegdoppel her. Zu diesem Zweck richten sie das Stegholz zu und reißen die Teilung an. Dabei beachten sie Aspekte der Arbeitssicherheit beim Umgang mit Schneidwerkzeugen (Unfallverhütungsvorschriften) und der Produktqualität (Maßhaltigkeit, Optik, Sauberkeit, Funktionsfähigkeit). Die Schülerinnen und Schüler prüfen den Steg und den Resonanzboden (Spannungszustand) und ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Sie präsentieren die Arbeitsergebnisse. Dabei reflektieren sie den Herstellungsprozess hinsichtlich der Maßhaltigkeit und der Nachhaltigkeit des Werkstoffes Resonanzbodenholz.

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Lernfeld 3
1. Ausbildungsjahr

Gussplatte einbauen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, die Gussplatte in Klavier und Flügel einzusetzen, den Saitenbezug aufzuziehen und das Instrument vorzustimmen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Anforderungen an die Gussplatte. Sie untersuchen ihre Eigenschaften und Funktion im Zusammenhang mit der akustischen Anlage und beschreiben ihren konstruktiven Aufbau in Form einer Skizze. Sie informieren sich über die chronologische Entwicklung zur Gussplatte, die Eigenschaften des verwendeten Gusswerkstoffs sowie über Gussverfahren und die Oberflächenbehandlung. Sie machen sich mit den Bezugsgrößen im Instrument vertraut, erkunden die Verbindungsmittel und verschaffen sich einen Überblick über den Vorgang des Beziehens. Die Schülerinnen und Schüler planen den Einbau der Gussplatte. Sie legen die Bezugspunkte (Stegüberhöhung, klingende Länge) im Instrument fest und wählen geeignete Verbindungsmittel aus. Sie erstellen eine Einzelzeichnung und planen den Arbeitsablauf für Einbau und Besaitung. Sie bauen die Gussplatte ein, bohren den Stimmstock und garnieren die Gussplatte. Sie ziehen die Saiten auf und zwicken den Bezug. Dabei beachten sie die Aspekte der Arbeitssicherheit (Unfallverhütungsvorschriften) und des Gesundheitsschutzes im Umgang mit schweren Gegenständen und beim Einschlagen der Wirbel und Anhangstifte. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen das Gesamtsystem Rasten-Resonanzboden- Gussplatte auf Maßhaltigkeit und Klangeigenschaften.

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Lernfeld 4
1. Ausbildungsjahr

Instrumente stimmen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Klavier, Flügel und Cembalo zu stimmen. Die Schülerinnen und Schüler erfassen die Anforderungen an eine Stimmung und den Zusammenhang von Stimmung und Instrument (Klavier, Flügel, Cembalo). Sie beschreiben Intervalle und Tonnamen. Sie informieren sich über die gleichstufig temperierte Stimmung im Kontrast zu historischen Temperaturen und erkunden die zugrunde liegenden Rechenverfahren. Sie ermitteln die Stimmtonhöhe und die Zusammenhänge, die zur gleichstufig temperierten Stimmung führen. Dabei unterscheiden sie zwischen Sinuston, Klang und Geräusch. Die Schülerinnen und Schüler führen die Schwebungsberechnungen aus und entwerfen anwendbare Stimmzirkel. Sie führen das Hochziehen und Zwicken auf die angestrebte Stimmtonhöhe aus. Nach Gehör legen sie den Stimmzirkel im Ausgangsintervall und stimmen das gesamte Instrument nach Oktaven unter Beachtung der Chorreinheit und verschiedener Kontrollintervalle. Dabei achten sie auf eine ergonomische Körperhaltung. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihr Arbeitsergebnis hinsichtlich der Einhaltung der gleichstufig temperierten Stimmung sowie der Chor- und Oktavreinheit. Sie beurteilen die Stimmung auf Stimmfestigkeit und klanglichen Gesamteindruck (Teiltonspreizung) und diskutieren ihr Vorgehen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

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Lernfeld 5
2. Ausbildungsjahr

Gehäuse herstellen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, das Gehäuse von Klavier-, Flügel und Cembalo herzustellen und die Oberflächen zur Endbeschichtung vorzubereiten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Anforderungen an das Gehäuse von Tasteninstrumenten und an den Untergrund für den Oberflächenbeschichtungsaufbau. Sie untersuchen seine Eigenschaften und die Funktion im Zusammenhang mit der statischen, akustischen und mechanischen Anlage. Zu diesem Zweck beschreiben sie dessen konstruktiven Aufbau anhand von Zeichnungen und Abbildungen. Sie informieren sich über die Entwicklung der Tasteninstrumente und ihrer unterschiedlichen Bauschulen. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über Eigenschaften und Optik verwendeter Holzarten und Holzwerkstoffe. Sie machen sich kundig über die Herstellung von Furnieren sowie Furniertechniken und die dazu erforderlichen Verleimungsverfahren. Dabei erfassen sie die Eigenschaften von Schleifmitteln und deren Anwendungsbereiche sowie die Bedeutung der Oberflächengestaltung für die Gesamterscheinung des Instruments. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung eines Gehäuses. Sie legen die Werkstoffe und das äußere Erscheinungsbild (Furnierbild, Oberflächenbeschichtung) fest. Sie erstellen Materiallisten und konzipieren den Arbeitsablauf für Herstellung und Oberflächenbehandlung (Schleifen, Bleichen, Beizen). Sie richten die Einzelteile des Gehäuses zu, bereiten den Furniervorgang vor und führen die Montage durch. Sie schleifen die Oberflächen des Gehäuses unter Berücksichtigung der Oberflächengüte (Kantenfestigkeit, Furnierdicke) und führen farbgebende Verfahren durch. Dabei berücksichtigen sie die Aspekte der Arbeitssicherheit während des Furnierens (Furnierpresse, Furnierschere) und bei der Oberflächenbehandlung. Sie beachten die Bestimmungen zum Umweltschutz und handeln nachhaltig. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen das zur Oberflächenbehandlung vorbereitete Gehäuse durch optische und manuelle Prüfverfahren auf Oberflächengüte (Furnierfehler). Sie präsentieren ihren Entwurf und reflektieren ihn hinsichtlich der technischen Umsetzbarkeit, seiner akustischen Eigenschaften (Schallabstrahlung) sowie der kreativen Ausführung.

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Lernfeld 6
2. Ausbildungsjahr

Spielwerk einbauen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, das Spielwerk in Klavier, Flügel und Cembalo einzubauen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, ein Spielwerk einzubauen. Sie untersuchen die Anforderungen an Klaviatur sowie Mechanik (Klavier, Flügel, Cembalo) und beschreiben Einzelteile und Funktion. Dabei berücksichtigen sie die Bedeutung der Mechanik für die Klangerzeugung. Sie informieren sich über Klavier- und Flügelspielwerke für verschiedene Auf- und Einbauhöhen vom Kleinklavier bis zum Konzertflügel. Für Kielinstrumente verschaffen sie sich einen Überblick über Bauweisen von Klaviaturen, Springern und Rechen (historisch, modern). Die Schülerinnen und Schüler planen den Arbeitsablauf zum Einbau von Klaviatur und Mechanik unter Berücksichtigung der Stellmaße beim Klavier. Dazu führen sie die erforderlichen rechnerischen und zeichnerischen Arbeiten zur Anpassung der Mechanik an die Klaviatur aus. Sie bestimmen das Übersetzungsverhältnis. Sie führen den Einbau des Spielwerks aus und achten auf die Einhaltung der ermittelten Stellmaße. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihr Arbeitsergebnis hinsichtlich Maßhaltigkeit, Funktionsfähigkeit und sauberer Ausführung. Sie präsentieren ihre Ergebnisse und reflektieren das Vorgehen.

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Lernfeld 7
2. Ausbildungsjahr

Besaitetes Tasteninstrument herstellen

Zeitrichtwert: 100 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, ein besaitetes Tasteninstrument durch überwiegend maschinelle Fertigung herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, ein besaitetes Tasteninstrument, auch in Modellform herzustellen. Sie bringen seinen Aufbau mit den angewandten Fertigungsverfahren in Verbindung. Sie informieren sich über die geschichtliche Entwicklung der Tasteninstrumente und ihrer Bauformen. Sie erkunden die Verfahren der Klaviaturherstellung und den sicheren Einsatz von Holzbearbeitungsmaschinen. Die Schülerinnen und Schüler planen den Arbeitsablauf (Soll-Zeiten). Sie erstellen Materiallisten und erfassen die erforderlichen Arbeitsschritte nach Hand- oder Maschinenarbeit. Sie fertigen eine Konstruktionszeichnung nach den Planungsunterlagen an und berücksichtigen die Schwingungsgesetze der Saiten. Die Schülerinnen und Schüler richten die Einzelteile maschinell und per Hand zu. Die Korpusteile und den Resonanzboden fügen sie zu einem Instrument zusammen und ziehen die Besaitung auf. Sie führen die Herstellung der Klaviatur durch und bauen das Spielwerk ein. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren den Arbeitsablauf mit Soll- und Ist-Zeiten und bewerten ihr Arbeitsergebnis hinsichtlich der Zeitplanung und Qualität (Funktionsfähigkeit, Sauberkeit).

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Lernfeld 8
2. Ausbildungsjahr

Instrumentenservice anbieten

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Serviceleistungen für Instrumente anzubieten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Prozess, Serviceleistungen anzubieten. Sie erfassen die Anforderungen (Gesprächsführung, Beratung), die an den Anbieter gestellt werden. Darüber hinaus ermitteln sie Situationen, in denen Serviceleistungen angeboten werden (Privatkunden-, Konzert- und Aufnahmebetreuung). Sie informieren sich über die Art der anzubietenden Leistungen (Stimmung, Reparaturannahme, Instrumentenverleih). Die Schülerinnen und Schüler planen das Kundengespräch (Gesprächstechniken), erläutern die Serviceleistung auch hinsichtlich des Einflusses der Raumakustik auf den Klang des Instrumentes. Sie beraten den Kunden zu Serviceleistungen für Instrumente, auch in einer fremden Sprache. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen ihr Vorgehen hinsichtlich Inhalt, kundenorientiertem Auftreten (Kundenbindung) und der eigenen Rolle. Sie reflektieren ihr Handeln und diskutieren Entwicklungsmöglichkeiten der kommunikativen Kompetenz.

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Lernfeld 9
3. Ausbildungsjahr

Spielwerk herstellen und bearbeiten

Zeitrichtwert: 100 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, das Spielwerk aus Teilen herzustellen und spielbar zu machen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag der Spielwerkherstellung hinsichtlich des Zusammenspiels von Klaviatur und Mechanik sowie des Kundenwunsches (Spielart). Sie informieren sich über die historische Entwicklung der Spielwerke sowie deren Herstellungsverfahren, insbesondere von Klaviaturen für ein- und zweimanualige Cembali. Sie verschaffen sich einen Überblick über die erforderlichen Reguliervorgänge und die Verfahren zur Ausarbeitung von Mechaniken. Die Schülerinnen und Schüler entwerfen eine Klaviatur zeichnerisch und planen die vollständige Regulation des Spielwerkes. Dazu führen sie die erforderlichen rechnerischen Arbeiten aus. Sie legen die Art der Schaltung (Pedalanlage, Registerschaltung) fest, wählen die Werkstoffe aus und bereiten Arbeitsablaufpläne vor. Sie bauen das Spielwerk ein. Dabei beachten sie die Einhaltung der Reguliermaße, die Funktionsweise von Schaltungen, deren Einbau und Bearbeitung. Sie erfassen die Bedeutung des Spielwerks als Bindeglied zwischen Spieler und Instrument. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihr Arbeitsergebnis auf Maßhaltigkeit, Funktionsfähigkeit und Spielart. Sie präsentieren ihre Ergebnisse anhand einer Spielwerkszeichnung und reflektieren die Regulationsvorgänge. Sie diskutieren Spielgefühl und Ausdrucksfähigkeit des Spielwerks.

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Lernfeld 10
3. Ausbildungsjahr

Oberflächen beschichten

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, die rohbaufertigen Oberflächen von Klavier, Flügel und Cembalo zu beschichten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die zu beschichtenden Flächen hinsichtlich Beschaffenheit und geforderter Eigenschaften. Sie berücksichtigen Kundenwünsche und Aspekte zur gestalterischen Ausführung der Beschichtungsarten. Sie informieren sich über die Eigenschaften der verschiedenen Beschichtungssysteme (Lacke, Wachse, Öle, Vergoldung, Tapezierung) und die zugrunde liegenden chemischen sowie physikalischen Zusammenhänge. Sie unterscheiden zwischen natürlichen und synthetischen Beschichtungen und machen sich mit deren Vor- und Nachteilen vertraut. Die Schülerinnen und Schüler planen die Beschichtung eines Instruments. Sie wählen das Beschichtungssystem hinsichtlich Beanspruchung, Gestaltung, ökologischer und ökonomischer Gesichtspunkte aus. Dabei legen sie die für den Beschichtungsvorgang erforderlichen Rahmenbedingungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Lichtverhältnisse, Zeitablauf) fest und berücksichtigen die Bestimmungen des Umweltschutzes.. Die Schülerinnen und Schüler beschichten die Oberfläche. Dabei achten sie besonders auf Sicherheit am Arbeitsplatz (persönliche Schutzausrüstung, Explosionsgefahr) und sind sich ihrer Verantwortung zunehmend bewusst. Sie beurteilen die Beschichtung bezüglich der Ausführung (Oberflächengüte, Haltbarkeit, Beanspruchbarkeit, Optik) und ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Herstellungsprozess hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Gestaltung. Vor diesem Hintergrund schlagen sie mögliche Alternativen der Ausführung vor und dokumentieren diese.

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Lernfeld 11
3. Ausbildungsjahr

Reklamationen bearbeiten

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Reklamationen von Kunden zu identifizieren und kundenorientiert zu bearbeiten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Situationen, in denen eine Reklamation (Klang, Oberfläche, Funktion) auftritt. Sie informieren sich über den rechtlichen Hintergrund der Reklamation (Gewährleistung, Garantie) und das Angebot von Lösungen. Die Schülerinnen und Schüler planen das Kundengespräch unter besonderer Berücksichtigung des eigenen Verhaltens und der Verfahren zur Deeskalation (Gesprächsführung, gewaltfreie Kommunikation). Dazu unterscheiden sie nach Kundentypen und Arten der Vertragsstörung. Sie führen das Gespräch mit dem Kunden und nehmen die Reklamation auf. Sie entwickeln Lösungen der Situation (Stufengewährleistung), diskutieren diese mit der Geschäftsführung und schlagen sie dem Kunden vor. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Gespräche hinsichtlich des eigenen Auftretens sowie der Ergebnisse (Kundenzufriedenheit, Abwehren ungerechtfertigter Ansprüche). Vor diesem Hintergrund entwickeln sie Alternativen und diskutieren diese.

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Lernfeld 12
3. Ausbildungsjahr

Tasteninstrumente und Zusatzeinrichtungen präsentieren

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Instrumente sowie Zusatzeinrichtungen zu präsentieren und Kunden zu beraten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren das Leistungsspektrum der Branche (Neubau-, Reparatur- und Handelsbetrieb) und den Beratungsvorgang nach Kundenbedürfnissen. Sie informieren sich über die Sortimentsbreite und -tiefe eines Klavierfachgeschäfts. Die Schülerinnen und Schüler planen die Durchführung von Kundengesprächen, auch in einer fremden Sprache. Sie berücksichtigen kulturelle Aspekte und gehen kundenorientiert vor (Ausdruck, Umgang). Sie entwerfen die Präsentation (Ausstellung, Messe, Printmedien, Internet) von Instrumenten und Zusatzeinrichtungen nach gestalterischen Grundsätzen. Sie führen eine Kundenberatung durch, die sich auf die Instrumente (Klavier, Flügel, Cembalo, Elektronische Instrumente) und das Zubehör (Luftfeuchteregelung, Stummschaltung, Schallschutz, Selbstspieler) bezieht. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren Tasteninstrumente und Zusatzeinrichtungen und diskutieren Alternativen. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Rolle als Dienstleister und erkennen Service- und Kundenorientierung als wichtigen Wettbewerbsfaktor für die Imagebildung. Sie optimieren ihre Handlungsmuster für den Umgang mit Kunden und schätzen die Chancen und Risiken der Selbstständigkeit ein.

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Lernfeld 13
4. Ausbildungsjahr

Instrumente instand halten

Zeitrichtwert: 100 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Instrumente zu inspizieren, zu warten und instand zu setzen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Aufgabe der Instandhaltung von Tasteninstrumenten für verschiedene Einsatzbereiche (Privatkunde, Institutionen, Konzert- und Aufnahmebetreuung). Dabei beachten sie Kundenwünsche. Sie informieren sich über Klang und Klangbildung von Instrumenten sowie die Veränderung der Bauteile durch Gebrauch, Belastung und klimatische Verhältnisse. Sie machen sich die Anforderungen der Pianistinnen und Pianisten sowie Cembalistinnen und Cembalisten an das Instrument hinsichtlich Klangbildung und Spielart bewusst. Die Schülerinnen und Schüler planen die Durchführung von Reparaturmaßnahmen (Teilreparatur, Generalüberholung). Dabei finden die akustische Anlage (Ausspänung von Resonanzböden, Stegdoppel, Gussplattenüberarbeitung, Stimmstockerneuerung), die Bearbeitung der Spielwerke (Einbau neuer Teile, Überarbeitung vorhandener Teile, Achsen, Hammerköpfe, Dämpfung, Regulation) sowie die Bearbeitung des Gehäuses Berücksichtigung. Sie entwerfen Arbeitspläne. Sie führen die Arbeitsgänge an Resonanzböden, Stegen, Gussplatten, Spielwerken und Gehäusen durch. Sie fertigen technische Zeichnungen von Wirbel-, Steg- und Saitenteilung an. In diesem Zusammenhang schätzen sie den Einfluss von Klimaveränderungen auf die Werkstoffe ab und erkunden die Auswirkung der Hör- und Raumakustik auf den Klang. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihr Vorgehen hinsichtlich der Zeitplanung und beurteilen ihr Arbeitsergebnis in Bezug auf Klangbildung, Stimmhaltung, Funktionsfähigkeit und Standfestigkeit. Auch die Kundenzufriedenheit (Klang, Spielart des Instruments) beziehen sie in ihre Überlegungen mit ein.

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Lernfeld 14
4. Ausbildungsjahr

Instrumente intonieren

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Klavier, Flügel und Cembalo zu intonieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Vorgehensweise beim Intonationsprozess (Klavier, Flügel, Cembalo). Anhand von Hörproben erfassen sie verschiedene Klangideale. Sie informieren sich über den Klang und die Klangbildung von Instrumenten. Die Schülerinnen und Schüler planen die Durchführung einer Intonation. Dabei berücksichtigen sie die Anforderungen der Konzert- und Aufnahmebetreuung (Pianistin und Pianist, Cembalistin und Cembalist, Tontechnik) sowie die besonderen Bedürfnisse der Privatkunden. Sie entwerfen Arbeitspläne für die Bearbeitung der Hammerköpfe und Kiele und wählen die erforderlichen Werkzeuge aus. Sie ziehen die Hammerköpfe ab, passen den Scheitel an, richten die Saitenebene ein und stechen sowie tränken die Hammerköpfe. Sie schneiden die Kiele auf Form. Dabei beachten sie die Nuancierungsmöglichkeiten des Instruments und den Einfluss der Raumakustik. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen ihr Vorgehen hinsichtlich der Stimmung, der Dynamik und der Klangfarben. Sie berücksichtigen andere Bewertungen (Konzert- und Aufnahmebesprechungen) in ihrer Reflexion.

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