Berufsschule & Duale Ausbildung

Arbeitsblätter & Unterrichtsmaterial für Industrieelektriker

Erstellen Sie mit KI handlungsorientierte Arbeitsblätter, Infotexte und Lösungsbögen – exakt abgestimmt auf die 12 Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplans.

Rahmenlehrplan
12 Lernfelder
Regeldauer
24 Monate
Zuständigkeit
IH
Lehrplankonform
KMK & BIBB

Lernfelder für Industrieelektriker im Überblick

Wählen Sie ein Lernfeld aus, um direkt ein passgenaues Arbeitsblatt inklusive Fachinfotext und Lösungen zu generieren.

Lernfeld 1
1. Ausbildungsjahr

Elektrotechnische Systeme analysieren und Funktionen prüfen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Ziele: Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Aufgaben, Arbeitsanforderungen, Tätigkeiten und exemplarische Arbeitsprozesse ihres Berufes. Die Schülerinnen und Schüler analysieren elektrotechnische Systeme auf der Anlagen-, Geräte-, Baugruppen- und Bauelementeebene sowie Wirkungszusammenhänge zwischen den einzelnen Ebenen. Dabei lesen und erstellen sie technische Unterlagen. Sie bestimmen Funktionen und Betriebsverhalten ausgewählter Bauelemente und Baugruppen und deren Aufgaben in elektrotechnischen Systemen. Die Schülerinnen und Schüler beschaffen dazu selbstständig Informationen und werten sie aus. Englischsprachige technische Dokumentationen werten sie unter Zuhilfenahme von Hilfsmitteln aus. Zur Analyse und Prüfung von Grundschaltungen und zum Erkennen allgemeiner Gesetzmäßigkeiten der Elektrotechnik ermitteln die Schülerinnen und Schüler elektrische Größen messtechnisch und rechnerisch, dokumentieren und bewerten diese. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Funktion elektrischer Schaltungen und Betriebsmittel. Sie analysieren und beheben Fehler. Die Schülerinnen und Schüler realisieren Aufgaben im Team und kommunizieren fachsprachlich korrekt. Sie wenden Methoden der Arbeits-, Zeit- und Lernplanung an. Sie handeln verantwortungsbewusst unter Berücksichtigung sicherheitstechnischer Aspekte. Inhalte: - betriebliche Strukturen, Arbeitsorganisation, betriebliche Kommunikation - Produkte, Dienstleistungen - Schaltpläne, Schaltzeichen - elektrische Betriebsmittel, Grundschaltungen, elektrische Grundgrößen - Verhalten und Kennwerte exemplarischer Bauelemente und Funktionseinheiten - Gefahren des elektrischen Stromes, Sicherheitsregeln, Arbeitsschutz - Messverfahren, Funktionsprüfung, Fehlersuche - Teamarbeit - Methoden der Informationsbeschaffung und -aufbereitung

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Lernfeld 2
1. Ausbildungsjahr

Elektrische Installationen planen und ausführen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Ziele: Die Schülerinnen und Schüler analysieren Aufträge zur Installation der Energieversorgung von Anlagen und Geräten. Die Schülerinnen und Schüler planen Installationen unter Berücksichtigung typischer Netzsysteme und der erforderlichen Schutzmaßnahmen. Sie erstellen Schalt- und Installationspläne auch rechnergestützt. Sie bemessen die Komponenten und wählen diese unter funktionalen, ökonomischen und ökologischen Aspekten aus. Die Schülerinnen und Schüler wenden Fachbegriffe der Elektroinstallationstechnik an. Sie werten Informationen auch in englischer Sprache aus. Die Schülerinnen und Schüler planen die typischen Abläufe bei der Errichtung von Anlagen. Dabei bestimmen sie die Vorgehensweise zur Auftragserfüllung, Materialdisposition und Abstimmung mit anderen Beteiligten, wählen die Arbeitsmittel aus und koordinieren den Arbeitsablauf. Sie ermitteln die für die Errichtung der Anlagen entstehenden Kosten, erstellen Angebote und erläutern diese den Kunden. Die Schülerinnen und Schüler errichten Anlagen. Sie halten dabei die Sicherheitsregeln unter Berücksichtigung der Unfallverhütungsvorschriften beim Arbeiten in und an elektrischen Anlagen ein. Sie erkennen mögliche Gefahren des elektrischen Stromes und berücksichtigen einschlägige Sicherheitsbestimmungen und Schutzmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler nehmen Anlagen in Betrieb, protokollieren Betriebswerte und erstellen Dokumentationen. Sie prüfen die Funktionsfähigkeit der Anlagen, suchen und beseitigen Fehler. Sie übergeben die Anlagen an die Kunden, demonstrieren die Funktion und weisen in die Nutzung ein. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Arbeitsergebnisse zur Optimierung der Arbeitsorganisation. Sie erstellen für die bearbeiteten Aufträge eine Rechnung. Inhalte: - Auftragsplanung, Auftragsrealisierung - Energiebedarf einer Anlage oder eines Gerätes - Sicherheitsbestimmungen - Installationstechnik - Betriebsmittelkenndaten - Schaltplanarten - Leitungsdimensionierung - Arbeitsorganisation - Kostenberechnung, Angebotserstellung

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Lernfeld 3
1. Ausbildungsjahr

Steuerungen analysieren und anpassen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Ziele: Die Schülerinnen und Schüler planen Änderungen und Anpassungen von Steuerungen nach Vorgabe. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Anlagen und Geräte und visualisieren den strukturellen Aufbau sowie die funktionalen Zusammenhänge. Sie bestimmen Steuerungen und unterscheiden zwischen Steuerungs- und Regelungsprozessen. Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden Techniken zur Realisierung von Steuerungen und bewerten deren Vor- und Nachteile auch unter ökonomischen und sicherheitstechnischen Aspekten. Die Schülerinnen und Schüler ändern Steuerungen und wählen dazu Baugruppen und deren Komponenten nach Anforderungen aus. Sie nehmen die gesteuerten Systeme in Betrieb, prüfen die Funktionsfähigkeit, erfassen Betriebswerte messtechnisch und nehmen notwendige Einstellungen vor. Sie dokumentieren die technischen Veränderungen unter Nutzung von Standard-Software und anwendungsspezifischer Software. Die Schülerinnen und Schüler organisieren ihre Lern- und Arbeitsaufgaben selbstständig sowie im Team. Sie analysieren, reflektieren und bewerten dabei gewonnene Erkenntnisse. Sie werten englischsprachige Dokumentationen unter Nutzung von Hilfsmitteln aus und wenden auch englische Fachbegriffe zur schriftlichen Darstellung von Sachverhalten der Steuerungstechnik an. Inhalte: - Blockschaltbild, EVA-Prinzip, Sensoren, Aktoren, Schnittstellen - Wirkungskette, Funktionsbeschreibungen - verbindungs- und speicherprogrammierte Signalverarbeitung - logische Grundverknüpfungen, Speicherfunktionen - Normen, Vorschriften und Regeln - technische Dokumentationen

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Lernfeld 4
1. Ausbildungsjahr

Informationstechnische Systeme bereitstellen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Ziele: Die Schülerinnen und Schüler planen die Bereitstellung und die Erweiterung informationstechnischer Systeme nach Pflichtenheft. Sie analysieren Systeme, prüfen die technische und wirtschaftliche Durchführbarkeit der Aufträge und bieten Lösungen an. Sie recherchieren deutsch- und englischsprachige Medien durch Nutzung von Netzwerken. Die Schülerinnen und Schüler wählen Hard- und Softwarekomponenten unter Berücksichtigung von Funktion, Leistung, Einsatzgebiet, Kompatibilität, Ökonomie und Umweltverträglichkeit aus und beschaffen diese. Die Schülerinnen und Schüler installieren und konfigurieren informationstechnische Systeme sowie aufgabenbezogen Standard- und anwendungsspezifische Software und wenden diese an. Sie integrieren informationstechnische Systeme in bestehende Netzwerke und führen die dazu notwendigen Konfigurationen durch. Die Schülerinnen und Schüler berücksichtigen gesetzliche Bestimmungen zum Datenschutz und zum Urheber- und Medienrecht. Sie setzen ausgewählte Maßnahmen zur Datensicherung und zum Datenschutz ein. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren und präsentieren die Arbeitsabläufe und -ergebnisse zur Bereitstellung von informationstechnischen Systemen. Dazu setzen sie Software zur Textgestaltung, Tabellenerstellung, grafischen Darstellung und Präsentation ein. Inhalte: - Funktion und Struktur des Pflichtenheftes - Hardware, Betriebssysteme, Standard- und anwendungsspezifische Software - Beschaffungsprozess - Installations- und Konfigurationsprozesse von Hard- und Softwarekomponenten - ergonomische Arbeitsplatzgestaltung - Werkzeuge und Methoden zur Diagnose und Fehlerbehebung - lokale und globale Netzwerke, Datenübertragungsprotokolle - Datensicherung und Datenschutz, Urheber- und Medienrecht - Präsentationstechniken und -methoden - Fachrichtung Betriebstechnik

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Lernfeld 5
2. Ausbildungsjahr

Elektroenergieversorgung und Sicherheit von Betriebsmitteln gewährleisten

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Ziele: Die Schülerinnen und Schüler planen die Elektroenergieversorgung für Betriebsmittel und Anlagen. Sie analysieren und klassifizieren Möglichkeiten der Elektroenergieversorgung nach funktionalen, ökonomischen und ökologischen Aspekten. Die Schülerinnen und Schüler dimensionieren Anlagen unter Berücksichtigung von Netzsystemen und Schutzmaßnahmen. Dazu wählen sie Komponenten der Anlagen aus, bemessen diese und erstellen Schaltpläne unter Nutzung von Fachliteratur, Datenblättern und Gerätebeschreibungen, auch in englischer Sprache. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren bei Errichtung, Inbetriebnahme und Instandhaltung von Anlagen der Elektroenergieversorgung und bei Betriebsmitteln die Einhaltung von Normen, Vorschriften und Regeln zum Schutz gegen elektrischen Schlag, zum Arbeitsschutz und zur Unfallverhütung. Die Schülerinnen und Schüler prüfen ortsfeste und ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel und nehmen diese in Betrieb. Sie protokollieren Betriebswerte und Prüfergebnisse und ordnen diese in eine Dokumentation ein. Die Schülerinnen und Schüler weisen die Nutzer in das Betreiben der Anlagen ein. Inhalte: - Schalt- und Verteilungsanlagen - Umweltverträglichkeit - Spannungsebenen - Wechsel- und Drehstromsystem - Netzsysteme - Schutzeinrichtungen - Mess- und Prüfmittel - Prüfprotokolle - Schutzklassen, Isolationsklassen - Schutzarten - Nutzereinweisung - Fachrichtung Betriebstechnik

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Lernfeld 6
2. Ausbildungsjahr

Geräte und Baugruppen in Anlagen analysieren und prüfen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Ziele: Die Schülerinnen und Schüler planen und organisieren nach Kundenanforderungen Änderungs- und Instandsetzungsaufträge an Geräten und Baugruppen von Anlagen und legen Arbeitsschritte zur Durchführung von Arbeitsaufträgen fest. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Geräte, Baugruppen sowie Wirkungszusammenhänge zwischen den Komponenten der Anlage. Dabei nutzen sie Fachliteratur, Datenblätter und Gerätebeschreibungen, auch in englischer Sprache. Sie bestimmen Funktion und Betriebsverhalten von Baugruppen der Anlage. Die Schülerinnen und Schüler nehmen Messwerte und Signalverläufe auf und beurteilen diese im Hinblick auf eine betriebssichere Funktion der Geräte und Baugruppen. Die Schülerinnen und Schüler grenzen Fehler systematisch ein und beseitigen Störungen in den Komponenten der Anlage. Sie führen Änderungs- und Instandsetzungsarbeiten an Geräten und Baugruppen durch, kontrollieren und prüfen diese. Die Schülerinnen und Schüler wenden Normen, Vorschriften und Regeln für die Änderung und Instandsetzung von Geräten und Baugruppen an und beachten die Bestimmungen des Arbeits- und Umweltschutzes. Die Schülerinnen und Schüler erstellen rechnergestützt technische Unterlagen für die Dokumentation der Änderungs- oder Instandsetzungsarbeit. Sie begründen, präsentieren und bewerten die Arbeitsergebnisse. Inhalte: - Betriebs- und Gebrauchsanleitungen - Methoden der Schaltungsanalyse - analoge und digitale Baugruppen - schaltungstechnische Standardlösungen - Methoden der Fehlereingrenzung - Simulationssoftware - Mess- und Prüfverfahren - Prüfvorschriften, Prüfprotokolle - technische Schaltungsunterlagen - Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz - elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) - Gesprächsführung, Gesprächsprotokollierung - Fachrichtung Betriebstechnik

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Lernfeld 7
2. Ausbildungsjahr

Steuerungen für Anlagen programmieren und realisieren

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Ziele: Die Schülerinnen und Schüler planen Steuerungen für Anlagen. Sie analysieren Steuerungen bestehender Anlagen, um diese an veränderte Kundenanforderungen anzupassen. Die Schülerinnen und Schüler erfassen und analysieren Steuerungsabläufe. Sie wenden Werkzeuge zur Programmentwicklung an, konfigurieren und parametrieren die notwendigen Hard- und Softwarekomponenten. Dabei wählen sie Darstellungsarten unter Einhaltung der Normen und Vorschriften. Die Schülerinnen und Schüler nehmen Steuerungen unter Berücksichtigung der Anlagenfunktionen in Betrieb. Sie überprüfen selbstständig die Funktion von Steuerungen, auch unter sicherheitsrelevanten Aspekten, und nutzen geeignete Prüf- und Messverfahren zur Fehlersuche. Sie beheben Fehler in den von ihnen erstellten Steuerungsprogrammen. Die Schülerinnen und Schüler ergänzen oder erstellen steuerungstechnische Dokumentationen und präsentieren ihre Arbeitsergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler verwenden im Arbeitsprozess Fachsprache und Fachtermini, auch in englischer Sprache. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten selbstständig und übernehmen Verantwortung im Team. Sie beurteilen dabei gewonnene Erfahrungen und Erkenntnisse. Inhalte: - Anforderungskatalog - rechnergestützte Informationsbeschaffung - Sensoren, Aktoren - Funktionsgruppen einer Steuerung - Programmdokumentation - Funktionen, Funktionsbausteine - Speicher-, Zeit- und Zählfunktionen - Schrittketten - Programmtest, Fehlersuche - Prüfprotokolle, technische Dokumentation und Programmarchivierung - Normen, Vorschriften und Regeln - Präsentationstechniken mit Standard-Software - Moderationstechniken - Fachrichtung Betriebstechnik

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Lernfeld 8
2. Ausbildungsjahr

Antriebssysteme auswählen und integrieren

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Ziele: Die Schülerinnen und Schüler planen die Auftragsabwicklung von antriebstechnischen Aufgabenstellungen nach Kundenanforderungen. Sie analysieren Aufträge für Antriebssysteme und planen die technische Realisierung des Antriebs. Die Schülerinnen und Schüler koordinieren die Beschaffung von aufgabenbezogenen, auch englischsprachigen Informationen im Team. Dazu führen sie Fachgespräche und werten ihre Erkenntnisse aus. Die Schülerinnen und Schüler wählen die erforderlichen Geräte, Baugruppen und Schutzeinrichtungen unter funktionalen, ökonomischen und ökologischen Aspekten aus und dimensionieren diese. Die Schülerinnen und Schüler errichten elektrische und pneumatische Antriebe, prüfen diese und führen nach der Parametrierung der Komponenten die Inbetriebnahme durch. Sie messen und dokumentieren Betriebswerte, erstellen rechnergestützt technische Dokumentationen sowie Schaltungsunterlagen, präsentieren diese den Nutzern und weisen sie ein. Die Schülerinnen und Schüler wenden Normen, Vorschriften und Regeln für die Errichtung und den Betrieb von elektrischen Antrieben an und beachten die Bestimmungen des Arbeits- und Umweltschutzes. Sie überprüfen und dokumentieren fachgerecht deren Einhaltung. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Arbeitsergebnisse ganzheitlich und nutzen diese zur Qualitätssicherung. Inhalte: - Struktur von Antriebssystemen - Stellglieder - Gleich- und Wechselstrommaschinen - Schutzeinrichtungen - Bauformen, Betriebsarten, Schutzarten und Kühlung von Maschinen - Geräte und Baugruppen zum Schalten und Steuern von Antrieben - Anlass- und Bremsverfahren - Drehzahlsteuerung - Prüfverfahren - Fachgespräch - technische Dokumentationen - Fachrichtung Geräte und Systeme

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Lernfeld 5
2. Ausbildungsjahr

Elektroenergieversorgung für Geräte und Systeme realisieren und deren Sicherheit gewährleisten

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Ziele: Die Schülerinnen und Schüler analysieren die energietechnischen Anforderungen von Geräten und Systemen unter Berücksichtigung der Schutzmaßnahmen. Sie wählen geeignete Energiequellen aus. Die Schülerinnen und Schüler bestimmen den Energiefluss, die Teilfunktionen der Baugruppen der Energieversorgungen sowie deren Zusammenwirken. Die Schülerinnen und Schüler dimensionieren ausgewählte Energieversorgungen unter Einbeziehung von Datenblättern und wählen die Bauelemente aus. Sie fertigen rechnergestützt Blockschaltbilder und Schaltpläne an. Die Schülerinnen und Schüler schalten Bauelemente und Baugruppen für Energieversorgungen zusammen und schließen sie an. Sie prüfen die Funktion und protokollieren die Betriebswerte der Energieversorgungsbaugruppe. Die Schülerinnen und Schüler prüfen Anlagen zur Energieversorgung von Geräten sowie anzuschließende ortsfeste und ortsveränderliche Geräte auf Einhaltung der Schutzmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale der Energieversorgungen von Geräten und beraten die Kunden unter Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Aspekte. Inhalte: - lineare Netzteile, Schaltnetzteile, Stromrichter - netzunabhängige Energieversorgung, störungs- und unterbrechungsfreie Stromversorgung - Netzformen - netzabhängige und netzunabhängige Schutzmaßnahmen - technische Anschlussbedingungen, elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) - Arbeitsschutz, Unfallverhütung - Blockschaltbilder, Übersichtsschaltpläne, Stromlaufpläne - Kühlung - Produktinformationen - Fachrichtung Geräte und Systeme

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Lernfeld 6
2. Ausbildungsjahr

Elektronische Baugruppen von Geräten konzipieren, herstellen und prüfen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Ziele: Die Schülerinnen und Schüler konzipieren anwendungsbezogen elektronische Baugruppen für Geräte. Sie analysieren dazu die Anforderungen der Kunden an die Geräte und die Funktionalität der Gerätekomponenten in ihrer technischen Umgebung. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln analoge und digitale Schaltungen unter Anwendung schaltungstechnischer Standardlösungen. Sie legen Arbeitsschritte zur Lösung komplexer Aufgaben, treffen Absprachen und kontrollieren deren Realisierung. Für den Schaltungsentwurf nutzen die Schülerinnen und Schüler praxisrelevante Software sowie aktuelle Informationssysteme und setzen zur Optimierung Simulationstools ein. Sie legen Leiterplattenform und -größe fest und entwerfen rechnergestützt ein Leiterplattenlayout. Sie berücksichtigen dabei Gehäusebauteile, EMV-Bedingungen sowie die thermische Belastung der Bauelemente. Die Schülerinnen und Schüler holen Angebote ein, werten Produktinformationen, auch in englischer Sprache, unter wirtschaftlichen und technischen Aspekten aus. Sie kalkulieren die Kosten. Die Schülerinnen und Schüler planen und realisieren die Arbeitsschritte zur Herstellung der Leiterplatten, der Bestückung und der Lötverbindungen. Sie berücksichtigen dabei verschiedene Verfahren unter Aspekten der Ökonomie, Ökologie und des Arbeits-, Gesundheits- und Brandschutzes. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren die Planungsergebnisse unter Einsatz von Standardsoftware, erstellen die Fertigungsunterlagen und präsentieren diese. Die Schülerinnen und Schüler prüfen bestückte Leiterplatten. Sie wählen dazu Messverfahren und -mittel aus und prüfen die Kennwerte und Funktionen. Sie wenden Verfahren zur systematischen Fehlersuche in Schaltungen an, bewerten und protokollieren die Messergebnisse. Inhalte: - Methoden der Schaltungsanalyse und -synthese - Kennlinien und Bauformen linearer und nichtlinearer Bauelemente, Datenblätter - Bauteilbibliotheken - analoge und digitale Signale - Kostenkalkulation und Beschaffungsprozess - Herstellungs- und Bestückungsverfahren - Messmittel und -verfahren - Fachrichtung Geräte und Systeme

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Lernfeld 7
2. Ausbildungsjahr

Baugruppen hard- und softwareseitig konfigurieren

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Ziele: Die Schülerinnen und Schüler analysieren Aufgaben und strukturellen Aufbau der Hardwarekomponenten von Geräten und Systemen anhand technischer Unterlagen. Sie untersuchen die Baugruppen der Signalbildung, -aufbereitung, -übertragung und -ausgabe. Dazu interpretieren sie die auftretenden Signale und deren Parameter. Die Schülerinnen und Schüler wählen für kundenspezifische Modifikationen die Komponenten aus, installieren und konfigurieren diese und nutzen rechnergestützte Entwicklungssysteme. Sie analysieren die für die Ausführung der geforderten Aufgaben kommentierten Quelltexte und die darin verwendeten Algorithmen und Parameter. Die Schülerinnen und Schüler ändern Programmparameter nach Pflichtenheft mit Hilfe einer hardwarenahen Programmiersprache, simulieren den Programmablauf und bewerten die Ergebnisse. Sie nutzen den Support inner- und außerbetrieblicher Anbieter. Die Schülerinnen und Schüler übertragen die modifizierte Software in das Zielsystem, konfigurieren die Hardware und nehmen Geräte und Systeme in Betrieb. Sie wählen Mess- und Prüfverfahren aus und kontrollieren elektrische Signale an den Schnittstellen. Sie analysieren, interpretieren und beseitigen Fehler in Hard- und Software systematisch. Die Schülerinnen und Schüler erstellen ein Abnahmeprotokoll, dokumentieren und präsentieren die Konfiguration. Inhalte: - grafische Darstellung von Programmen - Datenformate, parallele und serielle Datenübertragung, Datenvisualisierung - Schnittstellen, Bussysteme, Hardwaretreiber - Mikrocontroller, programmierbare Logikbausteine, Signalprozessoren - Firmware - Codekomprimierung - intelligente Sensoren - Ansteuerung von Aktoren - Steuerungstechnik, Regelungstechnik - Komponenten einer integrierten Entwicklungsumgebung - Fachrichtung Geräte und Systeme

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Lernfeld 8
2. Ausbildungsjahr

Geräte herstellen und prüfen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Ziele: Die Schülerinnen und Schüler analysieren Aufträge zur Fertigung von Geräten. Sie beschaffen auftragsbezogene Informationen auch in englischer Sprache. Sie planen die Auftragsabwicklung nach Pflichtenheft und treffen Entscheidungen über eine zeitökonomische Arbeitsorganisation in Abstimmung mit allen Prozessbeteiligten. Die Schülerinnen und Schüler planen den Aufbau der Geräte, wählen Komponenten aus und erstellen Fertigungsunterlagen. Sie nutzen dazu technische Dokumentationen der ausgewählten Komponenten. Die Schülerinnen und Schüler fügen die Komponenten zusammen, nehmen die Geräte in Betrieb und prüfen deren Funktionen. Sie berücksichtigen die Einhaltung geltender Normen, Vorschriften und Regeln und überprüfen gerätespezifische Schutzmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler beschreiben und protokollieren Fehlfunktionen und tauschen defekte Komponenten aus. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren und bewerten den Arbeitsablauf und das Produkt nach ökonomischen, ökologischen und sicherheitstechnischen Aspekten und nutzen die Ergebnisse zur Qualitätssicherung. Die Schülerinnen und Schüler erstellen Gerätedokumentationen. Bei der Geräteübergabe weisen sie die Kunden in die Bedienung ein. Inhalte: - Gehäuse und mechanische Bauteile, technische Zeichnungen - Schutzklassen, Schutzgrade, Wärmeableitung - aktive und passive Sensoren - elektromechanische, -pneumatische und -hydraulische Komponenten von Geräten - Kleinmotoren - AD- und DA-Umsetzer - Verbindungs- und Anschlusstechniken - Schutzmaßnahmen, Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften - Filter, Abschirmung - Liste der Entsprechungen - zwischen - dem Rahmenlehrplan für die Berufsschule - und dem Ausbildungsrahmenplan für den Betrieb - im Ausbildungsberuf Industrieelektriker/Industrieelektrikerin - Die Liste der Entsprechungen dokumentiert die Abstimmung der Lerninhalte zwischen den - Lernorten Berufsschule und Ausbildungsbetrieb. - Charakteristisch für die duale Berufsausbildung ist, dass die Auszubildenden ihre Kompeten- - zen an den beiden Lernorten Berufsschule und Ausbildungsbetrieb erwerben. Hierfür existie- - ren unterschiedliche rechtliche Vorschriften: - • Der Lehrplan in der Berufsschule richtet sich nach dem Rahmenlehrplan der Kultusmi- - nisterkonferenz. - • Die Vermittlung im Betrieb geschieht auf der Grundlage des Ausbildungsrahmenplans, - der Bestandteil der Ausbildungsordnung ist. - Beide Pläne wurden in einem zwischen der Bundesregierung und der Kultusministerkonfe- - renz gemeinsam entwickelten Verfahren zur Abstimmung von Ausbildungsordnungen und - Rahmenlehrplänen im Bereich der beruflichen Bildung ("Gemeinsames Ergebnisprotokoll") - von sachkundigen Lehrerinnen und Lehrern sowie Ausbilderinnen und Ausbildern in ständi- - ger Abstimmung zueinander erstellt. - In der folgenden Liste der Entsprechungen sind die Lernfelder des Rahmenlehrplans den - Positionen des Ausbildungsrahmenplans so zugeordnet, dass die zeitliche und sachliche Ab- - stimmung deutlich wird. Sie kann somit ein Hilfsmittel sein, um die Kooperation der Lernorte - vor Ort zu verbessern und zu intensivieren.

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Häufige Fragen zu Industrieelektriker

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