Arbeitsblätter & Unterrichtsmaterial für Glasapparatebauer
Erstellen Sie mit KI handlungsorientierte Arbeitsblätter, Infotexte und Lösungsbögen – exakt abgestimmt auf die 11 Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplans.
Lernfelder für Glasapparatebauer im Überblick
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Arbeitsabläufe planen und vorbereiten
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, ihre Arbeitsabläufe auftragsbezogen zu planen und ihren Arbeitsplatz einzurichten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Arbeitsauftrag hinsichtlich der Art und Menge des erforderlichen Glases sowie der Werk- und Hilfsstoffe. Sie berücksichtigen dabei die innerbetrieblichen Gegebenheiten zu Beschaffung, Lagerung und Transport. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Herstellung (Glasfehler) und die Eigenschaften (Zug-, Druckfestigkeit, Härte, lineare Ausdehnungskoeffizienten, Dichte, Temperaturwechselbeständigkeit) von Glas. Sie verschaffen sich einen Überblick über Strukturunterschiede zwischen kristallinen und amorphen Stoffen. Sie tragen Informationen zu verarbeitenden Glasarten, ihrer Zusammensetzung, ihrer physikalischen und chemischen Eigenschaften sowie Bearbeitungsbesonderheiten zusammen. Die Schülerinnen und Schüler wählen anhand von Skizzen die notwendigen Glasrohlinge (Rohr-, Stab- und Flachmaterial) sowie weitere Werk- und Hilfsstoffe aus. Sie prüfen die betriebliche Verfügbarkeit der Arbeitsplätze, Materialien, Werkzeuge und Hilfsmittel und entwickeln Arbeitsablaufpläne unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Für die Lagerung der Glaswerkstoffe, Werkzeuge und Hilfsmittel erstellen sie eine Übersicht über die jeweiligen Besonderheiten, Verpackungsmöglichkeiten und Transportbedingungen und -vorschriften. Im Team diskutieren sie die Umsetzbarkeit und Effizienz der erstellten Pläne und verbessern diese. Die Schülerinnen und Schüler richten ihren Arbeitsplatz ein. Sie berücksichtigen die innerbetrieblichen Kommunikationswege und verwenden dabei auch eine Fremdsprache. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen und reflektieren die Umsetzbarkeit des geplanten Gesamtablaufs, ermitteln Fehlerquellen und schlagen Lösungsmöglichkeiten vor. Sie dokumentieren diese im Sinne des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses und der innerbetrieblichen Qualitätssicherung.
Arbeitsblatt zu LF 1 erstellenSkizzen auswerten und anfertigen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Skizzen von Glasapparaten auszuwerten und anzufertigen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag von Kunden und Kundinnen sowie dazugehörige Skizzen, technische Zeichnungen und Bilder in Hinblick auf die zugehörigen Aufgaben, Arbeitsanforderungen, Tätigkeiten und Arbeitsprozesse. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Bedeutung von Skizzen, technischen Zeichnungen, Mustern und Beschreibungen. Die Schülerinnen und Schüler planen das Erstellen von Skizzen unter Berücksichtigung von Linienarten und -breiten, Maßstäben, Normschrift, Grundlagen der Bemaßung (Toleranzangaben) und Symmetrieregeln nach aktueller Normung. Sie wählen eine Darstellungsform (Ansicht, Teilschnitt, Halbschnitt, Vollschnitt) zum Erstellen einer fertigungsgerechten Skizze. Die Schülerinnen und Schüler skizzieren ein Werkstück unter Berücksichtigung der gültigen Regeln und Normen. Beim Archivieren mit Hilfe manueller und digitaler Techniken beachten sie den Datenschutz und das Urheberrecht. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Skizzen auf Plausibilität, Umsetzbarkeit und Vollständigkeit. Sie stimmen sich mit den Kunden und Kundinnen bei einem Freigabegespräch auch in einer Fremdsprache ab. Die Schülerinnen und Schüler werten die Skizzen im Team aus und diskutieren Verbesserungsmöglichkeiten.
Arbeitsblatt zu LF 2 erstellenGlasrohlinge trennen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Glasröhren, -kapillaren und -stäbe unterschiedlicher Durchmesser und Wandstärken sowie Flachglas zu trennen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Handskizzen und technische Zeichnungen hinsichtlich der Art und Menge des erforderlichen Materials. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit digitalen Medien über die Verfahren, Glasrohlinge unterschiedlicher Form und Materialstärke zu trennen. Sie machen sich mit den grundlegenden physikalischen Vorgängen (Spannungen) und deren Auswirkung auf die Arbeitsabläufe vertraut. Daraus leiten sie die erforderlichen Verfahrensparameter (Maschinendrehzahl, Schnittgeschwindigkeit) ab. Die Schülerinnen und Schüler wählen Trennverfahren auch nach ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten aus. Sie berechnen den Materialbedarf (gestreckte Länge, Flächenberechnung, Volumenberechnung, Verschnitt) und erstellen eine Materialbedarfsliste. Sie entwickeln einen Arbeitsablaufplan. Die Schülerinnen und Schüler richten ihren Arbeitsplatz ein. Sie trennen Glasröhren, -kapillaren und -stäbe unterschiedlicher Durchmesser und Wandstärken sowie Flachglas durch Anritzen (Glasschneidemesser, Rädchenglasschneider), Brechen, Absprengen (Brenner, Absprengdraht) und Trennen mit der Trennscheibe unter Berücksichtigung der Verfahrensparameter und der Vorschriften für den Arbeits- und Gesundheitsschutz. Verschnitte führen sie dem Recyclingprozess zu. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die geschnittenen Rohlinge auf Verunreinigungen und Beschädigungen. Sie prüfen die Maßhaltigkeit und dokumentieren die Prüfdaten. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren das angewandte Verfahren und ihre Ergebnisse hinsichtlich der erzielten Spezifikationen und diskutieren Verbesserungsmöglichkeiten bezüglich technischer Ausführung, Wirtschaftlichkeit sowie Arbeitsschutz und Nachhaltigkeit.
Arbeitsblatt zu LF 3 erstellenGlasrohlinge manuell umformen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Glasrohlinge unter Beachtung der physikalischen und thermischen Eigenschaften manuell umzuformen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag von Kunden und Kundinnen hinsichtlich Glasart, Dimension und Verwendung des Glasrohlings sowie des Materialbedarfs in Abhängigkeit der zu fertigenden Stückzahl. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über den Umformungsprozess (gezwungene, freie Formgebung). Sie machen sich mit den verschiedenen thermischen Bearbeitungsmöglichkeiten (biegen, aufblasen, abwinkeln, wickeln, ziehen, verengen, weiten, auftreiben, bördeln, feuerpolieren) vertraut. Sie wählen entsprechend des Auftrages die Verfahrensweise und die Hilfsmittel aus. Die Schülerinnen und Schüler planen die manuelle Umformung der Glasrohlinge entsprechend der Vorlage (Bemaßung) unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeit und Ökologie (Ablaufplan). Dazu wählen sie das Glas aus, kontrollieren die geforderten Dimensionen und Abmaße (Messtechnik) sowie die Qualität des Glases (optische Anforderungen). Die Schülerinnen und Schüler richten den Arbeitsplatz ein und führen die manuelle Umformung durch. Dazu formen sie unter Berücksichtigung der Unfallverhütungsvorschriften Rohre oder Stäbe unterschiedlichen Durchmessers in der Flamme um. Sie beurteilen das temperaturabhängige Verhalten von Glas (Viskosität, Wärmeausdehnung, Wärmeleitfähigkeit, Temperaturwechselbeständigkeit) und passen ihre Arbeitsweise der Glasart und den Abmaßen an. Zum Vor- und Nachwärmen auf allen Bearbeitungsstufen verwenden sie einen ausgewählten Brennertyp und eine entsprechende Flammenführung (Tischgebläse, Handbrenner, Drehbank, Flammentemperaturbereiche). Sie führen Restglas entsprechend der Glasart dem Recyclingkreislauf zu. Die Schülerinnen und Schüler prüfen das Werkstück hinsichtlich der Anforderungen (Toleranzfelder) mithilfe von Prüfmitteln (Messschieber, Winkelmesser, Gliedermaßstab). Sie dokumentieren ihre Ergebnisse auch digital unter Berücksichtigung von Datenschutz und Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Vorgehensweise anhand des betrieblichen Qualitätsmanagements und entwickeln Verbesserungsmöglichkeiten.
Arbeitsblatt zu LF 4 erstellenGlasrohlinge und Glashalbzeuge maschinell umformen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Glasrohlinge und Glashalbzeuge unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit maschinell umzuformen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag von Kunden und Kundinnen mit Blick auf die zu verwendenden Maschinen und Produkte (Rohlinge, Halbzeuge). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Maschinen (Drehbank, Rotationsblasmaschinen, Festblasmaschine, Medienversorgung), Werkzeuge und Hilfsmittel (Wangenmaterial, Schmier- und Kühlmittel) zur Umformung von Kapillarrohren, Rohren und Stäben verschiedener Durchmesser. Die Schülerinnen und Schüler planen die maschinelle Umformung der Glasrohlinge (Maschineneinsatz, Materialeinsatz) inklusive der Vor- und Nachbearbeitungen (schmieren, rüsten) an den Maschinen und am Glas. Sie erstellen die Arbeitsablaufpläne und richten die Maschinen ein. Die Schülerinnen und Schüler formen das Glas an der Maschine unter Berücksichtigung der Unfallverhütungsvorschriften um (einseitig und doppelseitig einschmelzen, Glasfilterplatten einschmelzen, ansetzen, biegen, Boden fertigen, zentrieren, abziehen, aufblasen, weiten). Die Schülerinnen und Schüler prüfen das umgeformte Glas, dokumentieren Fehler (systematische und zufällige Fehler, Maschinenfehler) und leiten daraus gemeinsam Konsequenzen für die Arbeit an den Maschinen ab. Sie nutzen die firmenspezifischen Instandhaltungspläne (Wartung, Inspektion, Instandsetzung, Optimierung) zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit der verwendeten Maschinen und zur kontinuierlichen Qualitätssicherung bei der Herstellung der Glasprodukte. Sie überprüfen die Maschinen aufgrund der Wartungspläne und dokumentieren die Ergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler ermitteln und beurteilen spezifische Parameter der Maschinen (Energieverbrauch, Arbeit, Leistung, Wirkungsgrad, Hauptnutzungszeit) und schlagen Verbesserungsmöglichkeiten vor.
Arbeitsblatt zu LF 5 erstellenTechnische Zeichnungen erstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, technische Zeichnungen von Glasapparaten analog und digital anzufertigen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag hinsichtlich der Abmaße und der zu verwendenden Materialien und machen den Kunden und die Kundinnen mit dem betrieblichen Angebot und Dienstleistungen vertraut. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über norm- und fertigungsgerechte Darstellung der Glaskörper und arbeiten die Wünsche der Kunden und Kundinnen in die analogen und digitalen Zeichnungen ein. Zudem informieren sie sich über die Möglichkeiten der Archivierung von Daten und Dokumenten. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Einrichtung ihres Arbeitsplatzes und ergänzen nach Kundenauftrag die Arbeitsmaterialien und Werkzeuge. Die Schülerinnen und Schüler erstellen eine fertigungsgerechte technische Zeichnung (Ansicht, Schnitt, zwei und dreidimensionale Darstellung). Bei der Anfertigung der technischen Zeichnung beachten sie kundenspezifische Maß-, Form-, und Lagetoleranzen. Abweichend zur Darstellung von maschinenbaulichen Teilen berücksichtigen sie die Grundlagen der Darstellung von Glasapparaten, definieren Oberflächenbehandlungen, stellen Einschmelzscheiben, Ansätze, Bögen, Lichtkanten, Absperr- und Verbindungselemente (Hähne, Glasgewinde, Norm- und Kugelschliffe), Spiralen und individuelle Kundenforderungen normgerecht dar. Sie beachten beim Archivieren mit Hilfe manueller und digitaler Techniken den Datenschutz, das Urheberrecht und die betrieblichen Vorgaben. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die technischen Zeichnungen auf Plausibilität, Umsetzbarkeit und Vollständigkeit. Sie stimmen sich mit den Vorgesetzen sowie den Kunden und Kundinnen in einem Freigabegespräch ab. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Arbeitsprozess und diskutieren Optimierungsmöglichkeiten. Im digitalen Bereich erörtern sie die Vereinfachung der Zeichnungserststellung mittels abrufbarer Kataloge und Datenbanken.
Arbeitsblatt zu LF 6 erstellenSpannungen bewerten und minimieren
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Entstehung und Wirkungen von Spannungen zu erkennen, zu bewerten und zu minimieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Spannungsquellen, mit Blick auf die Qualität, die Eigenschaften und den Gebrauchswert von Erzeugnissen sowie die Spannungen im Glas. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Spannungsarten (temporäre und permanente Spannungen, mechanisch und thermisch verursachte Spannungen, beabsichtigte und unbeabsichtigte Spannungen) sowie deren Ursachen und Wirkungen. Die Schülerinnen und Schüler planen Spannungen zu identifizieren (Spannungsprüfer, Polarisationsmethode) und diese zu beurteilen. Sie planen mit Hilfe von Entspannungsprogrammen die Minimierung der Spannungen. Die Schülerinnen und Schüler fertigen Glaserzeugnisse mit unterschiedlichen Methoden der Heißbearbeitung (punktuelle Bearbeitung, Fügen unterschiedlicher Gläser und Fügepartner). Sie entspannen Glaserzeugnisse und vergleichen die Wirkung der Entspannungstemperaturen (oberer und unterer Entspannungspunkt) und ermitteln die Restspannung in den entspannten Erzeugnissen. Die Schülerinnen und Schüler betrachten die Effektivität von diskontinuierlich und kontinuierlich arbeitenden Entspannungsöfen. Die Schülerinnen und Schüler beraten im Team über mögliche Änderungen der Arbeitsweise. Sie diskutieren verschiedene Methoden der Spannungsminderung und Spannungsvermeidung. Sie dokumentieren die Ergebnisse auch digital und machen diese für spätere Anwendungen verfügbar.
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenGlaskörper mechanisch bearbeiten
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Glaskörper durch Schleifen, Polieren, Bohrschleifen und Sandstrahlen zu bearbeiten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Aufträge von Kunden und Kundinnen hinsichtlich der geforderten Kaltbearbeitung von Glaskörpern und der betrieblichen Umsetzbarkeit. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die physikalischen Grundlagen des Schleifens, Polierens, Bohrschleifens und Sandstrahlens von Glas (Härte und Festigkeit) und die Funktion und Wirkungsweise von Maschinen und Anlagen (Schleif- und Bohrmaschinen, Schleif- und Bohrflüssigkeiten, Sandstrahlanlagen). Die Schülerinnen und Schüler planen die Bearbeitung und wählen Verfahren und Bearbeitungsmittel (Schleif- und Poliermittel, Bindung, Schleifkörper, Schleifen mit losem Korn, Schleifen mit gebundenem Korn, Selbstschärfeffekt) aus. Hierzu diskutieren sie die Vor- und Nachteile der Verfahren und Bearbeitungsmittel. Die Schülerinnen und Schüler wenden Schleif- und Polierverfahren zur Herstellung von Normschliff-Bauteilen (Normschliffe für lösbare Verbindungsteile, Hähne), Zylinder- und Planschliffen an. Sie integrieren dabei Sandstrahlverfahren zur Herstellung von Labeln und Signets sowie Bohrschleifverfahren für definierte Bohrdurchmesser. Sie richten Maschinen und Anlagen ein und gehen mit Werk- und Hilfsstoffen ressourcenschonend um. Sie beachten die Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie zur Entsorgung von Schleifstäuben und Rückständen von Schleifmaschinen und Sandstrahlanlagen. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die maß- und funktionsgerechte Fertigung sowie die optischen und haptischen Eigenschaften der Bohrungen und Schliffe und halten die Ergebnisse, auch in einer Fremdsprache, fest. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die angewandten Verfahren und ihre Ergebnisse und dokumentieren diese. Sie diskutieren Verbesserungsmöglichkeiten bezüglich technischer Ausführung, Wirtschaftlichkeit sowie Arbeits- und Umweltschutz.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenGlasoberflächen chemisch bearbeiten und beschichten
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Glasoberflächen mit Hilfe von Ätz- und Beschichtungsverfahren zu veredeln. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Fertigungsaufträge für geätzte und beschichtete Glasoberflächen unter Auswertung technischer Dokumentationen (Muster, Skizzen, technische Zeichnungen, Datenblätter). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Ätz- und Beschichtungsverfahren (Mattätzen, Blankätzen, Tiefätzen, Siebdruck, Flachdruck, Runddruck, direkter Druck, indirekter Druck, Digitaldruck, Beizen, Verspiegeln), auch in einer Fremdsprache. Die Schülerinnen und Schüler wählen die Ätz- und Beschichtungsverfahren unter Berücksichtigung des Fertigungsauftrags und der Funktion der geätzten und beschichteten Oberflächen (Skalierung, Signetierung, Sichtschutz, Rutschhemmung, Erhöhen der Oberflächenfestigkeit) aus. Die Schülerinnen und Schüler planen den Ätz- und Beschichtungsprozess unter Berücksichtigung der betrieblichen Gegebenheiten und der technischen Vorgaben (Glaszusammensetzung, Einwirkzeit und -temperatur, Konzentration des Ätzmittels und der Versilberungslösung, Ätzstruktur) sowie von Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln (Gefahrstoffverordnung, Betriebsanweisung). Sie stellen Ätzmittel (Flusssäure, Flusssäure- Schwefelsäure-Mischungen, Ätztinten- und -pasten), Beschichtungsmittel (Versilberungslösung, Diffusionsfarben, keramische Farben, unter ultravioletter Strahlung aushärtende Farben) und Abdeckmedien (Wachs, Folien, Schablonen) bereit. Sie berechnen die Konzentrationen und Mischungsverhältnisse von Ätzmitteln. Die Schülerinnen und Schüler richten ihren Arbeitsplatz ein und bereiten die Gläser für den Ätz- und Beschichtungsprozess vor (Reinigen, Markieren, Anzeichnen). Sie führen unter Einhaltung der Vorschriften des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes (Abzug, persönliche Schutzausrüstung) den Ätz- und Beschichtungsauftrag aus und reinigen anschließend die veredelten Gläser mit destilliertem Wasser. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die behandelten Werkstücke auf Optik und Maßhaltigkeit und beurteilen die auftragsbezogenen Funktionseigenschaften der veredelten Oberflächen. Sie lagern und verpacken die veredelten Gläser unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen (Schutz vor Schmutz und Feuchtigkeit, Temperaturbedingungen). Sie entsorgen die Abdeckmedien und dokumentieren den Einsatz und Verbrauch der Ätz- und Farbmittel und führen diese in den Prozess zurück oder entsorgen sie. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Ergebnisse und diskutieren diese im Hinblick auf Vorzüge und Besonderheiten der angewandten Ätz- und Beschichtungstechniken, Verbesserungsstrategien, Arbeits- und Umweltschutz sowie ökonomische und ökologische Gesichtspunkte.
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenGlasgeräte evakuieren und füllen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Glasgeräte unter Berücksichtigung von Aufbau und Funktion zu evakuieren und mit Füllmedien zu befüllen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag hinsichtlich der Verwendung der Glasgeräte unter Druck (Atmosphärendruck, Unterdruck, Überdruck, hydrostatischer Druck) und der erforderlichen Materialien (Füllmedien, Dichtstoffe, Schliff- und Schraubverbindungen). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Maschinen (Vakuumpumpen, Füllanlagen), die erforderlichen Hilfsstoffe (Füllgase, Füllflüssigkeiten) und die Sicherheits- und Hygienevorschriften im Umgang mit Unter- und Überdruckanlagen. Sie klären dazu Möglichkeiten, Glasgeräte zu leeren und zu reinigen (Verwendung von Aceton, destilliertem Wasser) und Stoffe voneinander zu trennen (sedimentieren, dekantieren, zentrifugieren). Die Schülerinnen und Schüler planen das Evakuieren und Befüllen von Glasgeräten. Dazu erstellen sie Arbeitsablaufpläne, verbessern diese im Team und richten die Maschinen ein. Die Schülerinnen und Schüler verbinden das Glasgerät mit der Pumpanlage unter Berücksichtigung der betrieblichen Vorgaben. Sie führen die Evakuierung von Glasgeräten durch und halten die Sicherheitsmaßnahmen ein. Zur Befüllung der Glasgeräte wählen die Schülerinnen und Schüler, abhängig vom Kundenauftrag, die erforderliche Füllmenge (Skalierung, Füllvolumen, Mantelfläche) sowie das Füllmedium aus und befüllen das Glasgerät. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die evakuierten und befüllten Glasgeräte auf Funktion und dokumentieren die Ergebnisse und die verwendeten Materialien im betrieblichen Dokumentationssystem. Zur kontinuierlichen Prozessverbesserung diskutieren sie im Team Alternativen.
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenGlasgeräte und -apparaturen herstellen
Zeitrichtwert: 120 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Glasgeräte und komplexe Glasapparaturen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag mit Hilfe aller Zusatzinformationen (Muster, Modell, Skizze und technische Zeichnungen mit Bemaßungen), auch im Hinblick auf die schriftlichen Erläuterungen und Anforderungen an die zu fertigenden Apparate. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über den Einsatz von Normbauteilen wie Verbindungs-, Absperr- und Dosierelementen. Sie stellen den Materialbedarf und die Materialmenge fest und prüfen, ob die Qualitätsgrenzen eingehalten werden. Sie ermitteln mögliche Materialkombinationen entsprechend des Kundenauftrags. Sie informieren sich über Oberflächenbehandlung durch Beschichtung und Skalierung sowie über die Verfügbarkeit von Werkzeugen, Maschinen, Hilfsmitteln (Vorformen, Halterungen, Zangen), Hilfs- und Betriebsstoffen. Die Schülerinnen und Schüler wählen für die anzufertigenden Apparate und Apparaturen die Art und die Menge des Rohr- und Stabmaterials und der zu verarbeitenden Normbauteile aus und erstellen den Arbeitsablaufplan. Sie beachten normative Vorschriften sowie kundenspezifische und betriebseigene Vorgaben. Sie beachten neben den funktionalen Kriterien auch die sicherheitstechnischen Regeln sowie die Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen und Schüler fertigen die Glasgeräte und Glasapparaturen laut Kundenauftrag. Sie beachten Spannungsentstehung sowie Methoden der Spannungsvermeidung und -minderung. Sie wenden Beschichtungstechniken auftragsbezogen an. Die Schülerinnen und Schüler evaluieren den Arbeitsablaufplan und kontrollieren ihre Endprodukte auf die Einhaltung der Maße und Toleranzen, der Funktion sowie auf Fertigungsfehler bei der Heißbearbeitung und auf Beschichtungsfehler. Die Schülerinnen und Schüler bewerten im Team ihre Erzeugnisse durch Vergleich mit den Vorgaben und den Qualitätsstandards. Sie erarbeiten Vorschläge zur Optimierung der Fertigungsprozesse, zum verwendeten Material, der eingesetzten Werk- und Hilfsstoffe sowie des Personaleinsatzes und werten qualitative und monetäre Vorteile der Optimierungsvorschläge aus. Sie erstellen dazu die Dokumentation, auch in einer Fremdsprache, stellen diese vor und speichern diese im betrieblichen Dokumentationssystem unter Einhaltung datenschutzrechtlicher Bestimmungen.
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenHäufige Fragen zu Glasapparatebauer
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