Arbeitsblätter & Unterrichtsmaterial für Fluggerätelektroniker
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Lernfelder für Fluggerätelektroniker im Überblick
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Arbeitsvorgänge an Luftfahrzeugen vorbereiten
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Luftfahrzeuge für Herstellungs- und Instandsetzungsarbeiten unter Beachtung von rechtlichen und betrieblichen Vorgaben vorzubereiten. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die notwendigen Rechtsvorschriften und allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen (Feuerschutz und Sicherheitsvorkehrungen in Flugzeughallen, Gefahren am Arbeitsplatz) und machen sich mit betrieblichen Organisationsstrukturen (genehmigter Instandhaltungsbetrieb) und Werkstattverfahren vertraut. Sie analysieren technische Dokumente (technische Zeichnungen, Diagramme und Normen), Bauvorschriften sowie technische Unterlagen (Zonen- und Stationspläne), auch in englischer Sprache. Dazu nutzen sie auch digitale Medien unter Beachtung der im Luftfahrtunternehmen geltenden Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler planen die notwendigen Arbeitsvorgänge im Bereich Luftfahrzeugwartung und -reparatur. Dabei berücksichtigen sie den konstruktiven Aufbau eines Luftfahrzeuges (Flugsteuerung, Steuerkabel, Zellenstrukturen, Konstruktionsprinzipien für Rumpf, Flügel, Leitwerk, Gondeln) und informieren sich über die Grundlagen der Statik, Kinetik und Aerodynamik (Masse, Kraft, Energie, Atmosphärenphysik, Flugtheorie, Flugstabilität und Dynamik, Bewegungsenergie und Energieerhaltung, Hochgeschwindigkeitsaerodynamik) und das Schleppen von Luftfahrzeugen in der Luft. Unter Beachtung der Handhabung und Lagerung von Luftfahrzeugen (Rollen, Schleppen, Aufbocken, elektrischer Potentialausgleich, Außenbordversorgung, Abstellen und Sichern des Luftfahrzeuges) führen sie die Arbeiten zur Wartungsvorbereitung in der ihnen bekannten Arbeitsumgebung (physikalische Umgebung) durch. Sie prüfen die Betriebsbereitschaft der für den Arbeitsablauf notwendigen technischen Mittel (Werkzeuge) und wenden Verfahren zur Qualitätskontrolle an. Gleichfalls berücksichtigen sie ihre eigene Leistungsfähigkeit (menschliche Leistung und Einschränkung, leistungsbeeinflussende Faktoren), soziale Faktoren wie Teamarbeit und Kommunikation, Faktoren, die die optimale und sichere Arbeitsleistung beeinflussen (Sicherheitsmanagement) und solche, um menschliche Fehler (Murphys Law, Dirty Dozen) zu minimieren. Die Schülerinnen und Schüler prüfen und reflektieren ihre Arbeitsergebnisse, dokumentieren und bewerten sie und ergreifen Maßnahmen, um Defizite zukünftig zu vermeiden.
Arbeitsblatt zu LF 1 erstellenElektrische, elektronische und digitale Schaltungen analysieren, aufbauen und in Betrieb nehmen
Zeitrichtwert: 100 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, elektrische, elektronische und digitale Schaltungen nach Vorgaben zu analysieren, zu planen, zu montieren und zu prüfen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren elektrische, elektronische und digitale Systeme in Luftfahrzeugen (Stromversorgung des Fluggerätes, Vorkehrungen gegen Blitzschlag, Bordmasseverbindung) auf der Ebene der Bauelemente, Baugruppen, Geräte und Anlagen unter Berücksichtigung der Grundlagen der Elektrotechnik (elektrische Grundbegriffe, Erzeugung, Wirkungen und Gefahren des elektrischen Stroms, Gleichstromkreis, Gleich- und Wechselspannung). Dazu werten sie verschiedene, insbesondere luftfahrtspezifische Normen in Schaltplänen mit Hilfe von deutsch- und englischsprachigen Datenblättern und Dokumentationen aus. Sie planen die Montage und Inbetriebnahme von elektrischen, elektronischen und digitalen Schaltungen sowie von elektrischen, elektronischen und digitalen Luftfahrzeugsystemen und deren Anzeigen (numerische Systeme, Logikbausteine und logische Verknüpfungen, Computergrundstrukturen). Dazu lesen und erstellen sie technische Unterlagen (elektrische, elektronische und digitale Schaltpläne). Sie bestimmen Funktionen und Betriebsverhalten ausgewählter Bauelemente (Lampen, Widerstände, Kondensatoren, Spulen, Dioden), Baugruppen (Generator- und Motorprinzip) und deren Aufgaben in luftfahrzeugspezifischen Systemen. Für die Montage und Funktionsprüfung der Baugruppen und deren Verbindungen (Elektrokabel und Steckersysteme) wählen sie erforderliche Werkzeuge (Crimpwerkzeuge) und elektrotechnische Messgeräte aus und begründen ihre Auswahl auch unter Berücksichtigung herstellerspezifischer Vorschriften. Sie führen den Aufbau der Systeme und deren Inbetriebnahme durch. Dazu ermitteln sie rechnerisch und messtechnisch elektrische Größen (Spannung, Widerstand, Stromstärke, Leistung, Kapazität und Induktivität), erkennen allgemeine Gesetzmäßigkeiten (Ohmsches Gesetz, Kirchhoffsche Regeln) der Elektrotechnik und Digitaltechnik, bewerten diese und stellen sie anschaulich dar. Sie werten deutsch- und englischsprachige Dokumentationen unter Nutzung von Hilfsmitteln aus und stellen elektrotechnische Sachverhalte dar. Sie übernehmen für sich und andere Verantwortung für die Sicherheit am Arbeitsplatz, indem sie durch Anwendung allgemeiner und luftfahrtspezifischer Sicherheitsrichtlinien Gefahren erkennen und vermeiden. Bei der Inbetriebnahme berücksichtigen sie entsprechende Vorschriften und Richtlinien (elektromagnetische Verträglichkeit, elektrostatische Entladung). Sie prüfen die Funktion elektrischer Schaltungen und Betriebsmittel, suchen und beheben auftretende Fehler, protokollieren und bewerten die Ergebnisse auch mit Hilfe digitaler Medien. Sie reflektieren die dabei gewonnenen Erkenntnisse und präsentieren die Ergebnisse.
Arbeitsblatt zu LF 2 erstellenEinfache mechanische Bauteile herstellen und bearbeiten
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, einfache mechanische Bauteile aus Metall-, Holz-, Kunststoff- und Verbundwerkstoffen unter Berücksichtigung ihrer Merkmale und Eigenschaften nach Vorgaben herzustellen und zu bearbeiten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Arbeitsaufträge und technische Dokumente (technische Zeichnungen, Pläne) mit dem Ziel, den Aufbau und die Funktion eines Bauteils zu erfassen und zu beschreiben. Sie planen den Fertigungsprozess (Werkstoff-, Werkzeug- und Maschinenauswahl, Fertigungsverfahren, additive Fertigungsverfahren) unter Berücksichtigung von Normen, Vorschriften, graphischen Darstellungen, Handbüchern, auch in englischer Sprache, sowie unter technologischen Bedingungen und Aspekten der Nachhaltigkeit. Sie erstellen Ablaufpläne sowie Fertigungsskizzen. Sie fertigen und bearbeiten Bauteile durch Trennen (Sägen, Feilen, Bohren, Schleifen, Scheren) und Umformen (Biegen) unter Berücksichtigung von Qualitätsvorgaben (Toleranzen) sowie Arbeits- und Umweltschutzgesichtspunkten und ermitteln notwendige Daten (Schnittdaten, Biegeradien). Sie übernehmen Verantwortung für die Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere, indem sie die Auswirkungen bei Nichtbeachtung der Unfallverhütungsvorschriften und anderer Sicherheitsvorschriften verinnerlichen. Die Schülerinnen und Schüler nehmen eigene und fremde Interessen in Gruppenarbeitsprozessen wahr. Sie prüfen Bauteile auf Einhaltung der geforderten Maße (Mess- und Prüfmittel). Dazu verwenden sie Prüfkriterien und dokumentieren die Ergebnisse. Sie untersuchen mögliche und vorhandene Abweichungen auf ihre Ursachen und protokollieren sie. Sie bewerten die Ergebnisse und ergreifen Maßnahmen, um Qualitätsmängel zukünftig zu vermeiden. Sie reflektieren den Herstellungs- und Prüfprozess und die angewandten Verfahren, präsentieren ihre Ergebnisse, achten auf die Nachhaltigkeit ihres Handelns und schätzen ihre eigenen Stärken und Schwächen ein.
Arbeitsblatt zu LF 3 erstellenBauteile und Geräte montieren und demontieren
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Bauteile und Geräte nach luftfahrtspezifischen Fertigungsverfahren zu montieren und zu demontieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren vorgegebene technische Dokumente (Gesamt- und Gruppenzeichnungen, Anordnungs- und Lagepläne, Stücklisten, Arbeitsaufträge, Handbücher) mit dem Ziel, die Zusammenhänge zwischen Form, Belastungen und Funktionen zu erfassen und zu beschreiben (Technische Kommunikation, graphische Darstellungsarten, Kennzeichnung von Leitungen und Anschlüssen, Bauweisen von Fluggerätstrukturen). Sie planen nach Vorgabe Montage- und Demontagetechniken von Baugruppen am Luftfahrzeug unter Berücksichtigung der dazu notwendigen Verbindungstechniken (elektrische Verkabelung, Nietverbindungen, Rohre und Schläuche, Passungen). Sie überprüfen die Ergebnisse hinsichtlich der Durchführbarkeit, Effektivität und den luftfahrttechnischen Sicherheitsanforderungen. Sie beachten dabei Vorschriften der Luftfahrtbehörden zu Umfang und Zulässigkeit ihrer Tätigkeit (freigabeberechtigtes Personal). Sie bestimmen die erforderlichen Werkzeuge, Hilfsmittel, Betriebsstoffe und Vorrichtungen, nutzen verschiedene Strukturierungs- und Darstellungsvarianten (Tabellen, Diagramme, Arbeitsskizzen, Arbeitspläne) und begründen ihre Auswahl. Die Schülerinnen und Schüler berücksichtigen dabei den ressourcenschonenden Umgang von Verbrauchsmaterialien und Betriebsstoffen. Sie führen nach Vorgabe Montage- und Demontagetätigkeiten durch, indem sie ihr Wissen über die verschiedenen Wirkprinzipien des Fügens (kraft-, stoff-, formschlüssig) nutzen, um die geplanten luftfahrtspezifischen Fertigungsverfahren (Bohren, Senken, Reiben, Nieten, Kleben, Klemmen, Sichern) anzuwenden. Sie wählen die notwendigen Normteile (Verbindungselemente, Elektrokabel und Stecker) mit Hilfe der technischen Unterlagen aus und verarbeiten sie unter Verwendung zugelassener Werkzeuge und Hilfsmittel gemäß technischer Vorschriften (Herstellerhandbücher, luftfahrttechnische Unterlagen, Verfahrensanweisungen, auch in englischer Sprache). Die Schülerinnen und Schüler ermitteln Kenngrößen und erkennen die Funktionszusammenhänge der Baugruppe, bewerten diese und stellen sie anschaulich dar. Sie übernehmen Verantwortung für sich und andere für die Sicherheit am Arbeitsplatz, indem sie die Auswirkungen bei Nichtbeachtung der Unfallverhütungsvorschriften formulieren. Sie richten ihren Arbeitsplatz unter Berücksichtigung der Einflüsse menschlicher Faktoren ein (leistungsbeeinflussende Faktoren, physikalische Umgebung, Dirty Dozen) und wenden das Sicherheits- und das IT-Sicherheitsmanagement des luftfahrttechnischen Unternehmens an. Die Schülerinnen und Schüler interpretieren Stimmungen in der Arbeitsgruppe und verbalisieren sie. Sie prüfen nach Vorgabe die Baugruppe auf Funktion und berücksichtigen dabei luftfahrtspezifische Anforderungen (Sichtprüfung). Sie ermitteln Prüfkriterien aus technischen Unterlagen und wenden diese an. Mögliche und vorhandene Fehler (Korrosion, Risse) untersuchen sie systematisch auf ihre Ursachen. Dazu wählen sie Werkzeuge des Qualitätsmanagements (Fehlersammelliste, Ursachen-Wirkungs-Diagramm) aus und dokumentieren den Prüfablauf. Dabei beachten sie die Regeln der Dokumentation und Kommunikation in luftfahrttechnischen Unternehmen auch mit Hilfe digitaler Medien unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit sowie zum Urheberrecht. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Prüfergebnisse, formulieren Verbesserungsmaßnahmen, um Qualitätsmängel künftig zu vermeiden. Sie reflektieren den Montageprozess und die Arbeitsplanung, präsentieren ihre Ergebnisse und diskutieren Optimierungsmöglichkeiten hinsichtlich ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit.
Arbeitsblatt zu LF 4 erstellenElektroenergieversorgung und Sicherheit von elektrischen Anlagen und Betriebsmittel gewährleisten
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Komponenten der Bordstromversorgung von Luftfahrzeugen sowie elektrischer Energieversorgungsanlagen und Betriebsmittel in Betrieb zu nehmen und instand zu halten unter Beachtung einschlägiger Sicherheitsvorschriften. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über den Aufbau und die Wirkungsweise von Gleich- und Wechselspannungsnetzen (Bordnetze, AC- und DC-Bussysteme, Notstromversorgung, External Power, Auxiliary Power Unit, Bordbatterien) und charakterisieren das Zusammenwirken der einzelnen Baugruppen bei unterschiedlichen Spannungsversorgungen des Bordnetzes. Sie analysieren Aufträge hinsichtlich der energietechnischen Anforderungen von Geräten und Systemen (Transformator, Generator) sowie spezielle Redundanz- und Notfallsysteme der Energieversorgung für luftfahrttechnisches Gerät unter Berücksichtigung luftfahrtspezifischer und allgemeiner Vorschriften. Sie untersuchen Baugruppen für ausgewählte Energieversorgungen (Transformer Rectifier Unit, Static Inverter, Integrated Drive Generator, Variable Speed Constant Frequency, Generator Control Unit) unter Einbeziehung von luftfahrzeugspezifischen Unterlagen und Datenblättern sowie unter Verwendung von Messmitteln (Bonding-Messgerät, Multimeter). Sie schalten Bauelemente und Baugruppen für Energieversorgungen zusammen und schließen sie an. Sie prüfen Energieversorgungssysteme und ortsfeste oder ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel auf Einhaltung der Schutzmaßnahmen entsprechend einer Elektrofachkraft und nehmen sie gemäß der DIN VDE Normen in Betrieb. Dabei handeln sie nach den Vorschriften der Berufsgenossenschaft (Berufsgenossenschaftliche Vorschriften für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz) und achten auf die Nachhaltigkeit ihres Handelns. Sie reflektieren den Inbetriebnahme- und Instandhaltungsprozess und die dabei angewandten Verfahren und präsentieren ihre Ergebnisse auch unter Zuhilfenahme digitaler Medien. Sie diskutieren die verschiedenen Möglichkeiten, sich in Teams zu organisieren und sich mit anderen Fachbereichen abzusprechen mit dem Ziel, das gemeinsame Arbeitsergebnis zu optimieren.
Arbeitsblatt zu LF 5 erstellenKomponenten und Teilsysteme der Avionik in Betrieb nehmen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Komponenten und Teilsysteme von internen Informations- und Kommunikationsanlagen in Betrieb zu nehmen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über funktionelle Zusammenhänge und technische Lösungen von Informations- und Kommunikationssystemen (Zahlensysteme, Bussysteme, Computergrundstrukturen, Mikroprozessoren, digitale Schaltungen und Steuerungen, CMOS, TTL, anwendungsspezifische Integrierte Schaltkreise, Elektrostatik) und interpretieren unterschiedliche luftfahrtspezifische Normen in Schaltplänen und Programmdokumentationen auch in englischer Sprache (Logiksymbole in IEC Norm und in amerikanischer Norm). Sie analysieren Datenübertragungswege und -verfahren (elektrisch, optisch, drahtlos, analog, digital) auch nach luftfahrtspezifischen Normen (ARINC, CAN, AFDX). Sie beachten die Vorgaben über den Einsatz und die Erneuerung von Software in Luftfahrzeugen (Software Management Control). Sie untersuchen ausgewählte Baugruppen (Mikrocontrollersysteme, Kabinen- und Informationssysteme) unter Beachtung von luftfahrzeugspezifischen Dokumenten und nehmen sie in Betrieb. Sie nutzen fluggeräteigene und sonstige Testsysteme und werten angezeigte Informationen und Fehlermeldungen aus. Sie prüfen und testen Hard- und Software unter fluggerät- und unternehmensspezifischen Anforderungen (Bustester, Built-In Test Equipment). Sie nutzen dabei auch digitale Medien ihres Luftfahrtunternehmens und beachten die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Mögliche und vorhandene Fehler untersuchen sie systematisch auf ihre Ursachen und leiten Wartungs- und Reparaturmaßnahmen nach entsprechenden Vorschriften ein. Sie beurteilen ihr Handlungsprodukt und ihren Handlungsprozess unter lern- und arbeitsorganisatorischen, technischen, ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten und entwickeln dadurch ein Bewusstsein für Qualität und nachhaltiges Handeln.
Arbeitsblatt zu LF 6 erstellenInspektionen an Antriebssystemen durchführen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Komponenten und Systeme von Fluggerätantrieben nach Vorgaben zu prüfen und instand zu setzen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Aufbau (Bauarten von Kolbenmotoren, Turbinenluftstrahltriebwerken und Propellern und alternativen Triebwerkskonstruktionen) und die Funktion (Wärme und Temperatur, Viertakt-Verfahren, Kreisprozess, Aerodynamik des Propellers) von Kolben- und Turbinenluftstrahltriebwerken auf der Ebene der Baugruppe (Federn, Lager, Kurbeltrieb, Zylinder, Ventilsteuerung, Getriebe, Rotorbremse, Propellerkonstruktion), Module (Einlauf, Verdichter, Brennkammer, Turbine, Schubdüse) und Anlagen (Anlass-, Kraftstoff-, Luft-, Schmierstoff- und Zündsystem, Lader, Propellerverstelleinrichtungen, Vereisungsschutz, Triebwerksüberwachung) unter Berücksichtigung der Grundlagen der Mechanik. Dazu werten sie verschiedene, insbesondere luftfahrtspezifische Dokumente in deutscher und englischer Sprache aus. Sie informieren sich über den Einfluss von unterschiedlichen Antriebssystemen auf eine nachhaltige Entwicklung der Luftfahrt. Sie planen die Demontage, Montage und Inbetriebnahme von Komponenten und Antriebssystemen. Dazu werten sie triebwerksspezifische deutsch- und englischsprachige Unterlagen (Manuals, illustrierter Teilekatalog) aus. Sie bestimmen Funktionen und Betriebsverhalten verschiedener Baugruppen und Module und deren Aufgaben in luftfahrzeugspezifischen Antrieben. Für die Demontage, Montage und Funktionsprüfung der Baugruppen und Module wählen sie erforderliche Werkzeuge (Drehmomentschlüssel). Sie führen die Demontage, Montage und Inbetriebnahme von Komponenten von Antriebssystemen durch. Dazu ermitteln sie motor- und triebwerksspezifische Größen (Hubraum, Verdichtungsraum, Massendurchsatz, Schubkraft, Verdichtungsverhältnis) auch unter Zuhilfenahme digitaler Medien und bewerten diese. Dabei werten sie deutsch- und englischsprachig Dokumentationen unter Nutzung von Hilfsmitteln aus. Sie übernehmen für sich und andere Verantwortung für die Sicherheit am Arbeitsplatz, indem sie durch Anwendung allgemeiner und luftfahrtspezifischer Sicherheitsrichtlinien (Umgang mit Schmiermitteln und Kraftstoffen) Gefahren erkennen und vermeiden. Dabei achten sie auf nachhaltigen Umgang mit Betriebsstoffen in Bezug auf Verwendung, Entsorgung und Recycling. Bei der Inbetriebnahme berücksichtigen sie entsprechende Vorschriften (Bodenbetrieb von Triebwerken, Brandschutzsysteme, Propellerlagerung und Konservierung). Sie prüfen die Funktion von Baugruppen und Modulen. Sie protokollieren die Ergebnisse, bewerten diese und ergreifen Maßnahmen, um Qualitätsmängel künftig zu vermeiden. Sie reflektieren die dabei gewonnenen Erkenntnisse, präsentieren die Ergebnisse und diskutieren Optimierungsmöglichkeiten hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, technischer Machbarkeit, Umwelt- und Arbeitsschutz.
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenLuftfahrzeugspezifische elektrische Antriebe und deren Ansteuerungen warten und in Betrieb nehmen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, elektrische Antriebssysteme und deren Ansteuerungen unter Beachtung der Normen und Sicherheitsvorschriften in Betrieb zu nehmen und einzustellen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die physikalischen Grundlagen, die Funktionsweise und die Anwendung unterschiedlicher elektrischer Antriebssysteme (Asynchronmotoren, Gleichstrommotoren, Servomotoren, Schrittmotoren). Sie analysieren bestehende Antriebssysteme einschließlich der zugehörigen einfachen Steuerungen (Schrittmotorsteuerung, Puls-Weiten-Steuerung) in Bezug auf die Auswahl der Antriebe nach funktionalen und nachhaltigen Aspekten. Sie berücksichtigen dabei die Anforderungen der erhöhten Betriebssicherheit der Anlagen in Luftfahrzeugen (Redundanz). Sie untersuchen unterschiedliche Parameter von Antriebssystemen und leiten aus den gewonnenen Erkenntnissen den Einsatzbereich bzw. die Einsatzgrenzen der Antriebssysteme ab (Betriebsverhalten, Zuverlässigkeit, Drehzahlsteuerung). Sie nehmen Antriebssysteme nach herstellerspezifischen Vorgaben - auch in englischer Sprache - in Betrieb und berücksichtigen dabei luftfahrtbezogene Anforderungen. Sie prüfen die Funktionsweise von verschiedenen Antriebssystemen einschließlich der zugehörigen Steuerungsanlagen. Sie berücksichtigen dabei luftfahrtspezifische Anforderungen (Sichtprüfung, Verschleißanalyse). Mögliche und vorhandene Fehler untersuchen sie systematisch auf ihre Ursachen. Sie erkennen Fehler und leiten Wartungs- und Reparaturmaßnahmen nach entsprechenden Vorschriften ein. Hierzu nutzen sie auch digitale Medien unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die bearbeiteten Aufgaben im Team. Sie dokumentieren und präsentieren ihre Ergebnisse.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenFlugzeug- und Flugüberwachungssysteme prüfen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, die Teilfunktionen und die Gesamtfunktion von Flugzeug- oder Flugüberwachungssystemen unter Berücksichtigung von Aufbau, Wirkungsprinzipien und Merkmalen der Systeme mit Hilfe technischer Unterlagen zu prüfen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die physikalischen Prinzipien zur Erfassung (aktive und passive Sensoren) und Wandlung von Daten für die Flugzeug- bzw. Flugüberwachungssysteme. Dazu verdeutlichen sie den Signalfluss vom Sensor bis zur Anzeige im Cockpit (Kathodenstrahlröhre, Leuchtdiode, Flüssigkristallanzeige) und verstehen die Funktion und Aufgabe der Baugruppen der Signalbildung, -aufbereitung, -übertragung (elektrisch, optisch, drahtlos), -wandlung (nichtelektrisch, analog, digital), -ausgabe und -anzeige. Sie planen die Auswahl von Mess- und Prüfverfahren und die Kontrolle der elektrischen Signale an den Schnittstellen (Air Data Modul, Air Data Computer, Luftdaten, Triebwerksdaten, Kraftstoffdaten). Dazu beschaffen sie sich auftragsbezogene Informationen auch in englischer Sprache. Sie planen die systematische Fehlersuche und entscheiden nach ökonomischen Aspekten über die Art der Fehlerbehebung Sie führen die Prüfung der verschiedenen Anzeigesysteme (Flugüberwachungsgeräte, Kreiselinstrumente, elektronische Displays, Triebwerksüberwachungsinstrumente, Vibrationsanzeigesysteme) durch. Sie beurteilen Bauteile und Komponenten durch Sichtprüfung, messen Ein- und Ausgangssignale an Schnittstellen, interpretieren die auftretenden Signale und deren Parameter und dokumentieren die elektrischen und nicht elektrischen Größen und Daten. Sie interpretieren die Fehlermeldungen im Cockpit und der Testsysteme bei der Prüfung und ordnen diese in den flugtechnischen Gesamtzusammenhang ein. Sie analysieren und beseitigen Fehler systematisch. Sie wechseln defekte Komponenten (Line Replaceable Unit, Integrated Modular Avionics) aus und nehmen die Geräte in Betrieb. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren und bewerten den Arbeitsablauf nach ökonomischen, ökologischen und sicherheitstechnischen Aspekten. Sie beurteilen und protokollieren die Fehlfunktionen und dokumentieren alle Arbeitsabläufe und die Veränderungen an den Systemen entsprechend den betrieblichen Vorgaben (Instandhaltungsunterlagen, Arbeitsanweisungen, technische Informationen) und unter Einhaltung luftfahrtrechtlicher Vorschriften (Zulassung von Bau- und Ausrüstungsteilen, Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit und flugbetriebliche Anforderungen), auch in englischer Sprache.
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenNachrichtentechnische Systeme und Anlagen in Luftfahrzeugen installieren, in Betrieb nehmen und warten
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, nachrichtentechnische Systeme zu installieren, in Betrieb zu nehmen und zu warten und ihre Funktionsfähigkeit nachzuweisen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Aufbau, Funktion und Anwendung von Grundschaltungen der Nachrichtentechnik (Vierpole wie Tiefpass, Hochpass, Bandpass, Bandsperre, Filter (analog, digital und mechanisch), Schwingkreise, einfache Sende- und Empfangsschaltungen) und interpretieren unterschiedliche luftfahrtspezifische Normen in Schaltplänen und Programmdokumentationen, auch in englischer Sprache. Sie analysieren die Ausbreitung von Wellen im Raum und im Kabel (Frequenzspektren, Dämpfung, Pegel, Übertragungsgeschwindigkeit, Antennentechnik), Modulations- und Demodulationsverfahren der Hochfrequenztechnik (Amplituden-, Frequenz-, Einseitenband- und Pulsmodulation) sowie den Aufbau und die Funktion der Sende- und Empfangsanlagen der Kommunikation im Luftfahrzeug (VHF-, UHF-, und Satellitenkommunikationsanlagen). Sie untersuchen und warten externe Kommunikationsanlagen, Kabinen-Interkommunikations- und Datensysteme sowie Kabinennetzwerkdienste. Dazu nutzen sie herstellerspezifische Unterlagen, auch in englischer Sprache. Sie prüfen und testen die Funktion von Hochfrequenzkommunikationsanlagen im Luftfahrzeug auch auf die Einhaltung allgemein und luftfahrtspezifisch geltender Richtlinien bezüglich der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMI, HIRF, EMP). Mögliche und vorhandene Fehler untersuchen sie systematisch auf ihre Ursachen. Sie erkennen Fehler und leiten Wartungs- und Reparaturmaßnahmen nach entsprechenden Vorschriften ein. Sie reflektieren den Installations- und Wartungsprozess und die angewandten Verfahren. Sie dokumentieren alle Arbeitsabläufe und die Veränderungen an den Systemen entsprechend den betrieblichen Vorgaben und unter Einhaltung luftfahrtrechtlicher Vorschriften auch mit Hilfe digitaler Medien unter Beachtung der Sicherheitsanforderungen für den Umgang mit diesen Medien im Luftfahrtunternehmen. Sie beurteilen ihre Arbeitsergebnisse und den Handlungsprozess. Dabei bewerten sie ihr Auftreten in der Gruppe und analysieren die Formen des Umgangs miteinander.
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenNavigationssysteme prüfen und warten
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Prüf- und Wartungsarbeiten an autonomen und nicht autonomen Navigationssystemen durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über flugzeuggebundene sowie boden- und satellitengestützte Navigationsverfahren sowie über deren Systembestandteile (Kompassanlagen, Radiohöhenmesser, Trägheitsnavigationssysteme, Automatische Funkpeilverfahren, VHF-Navigationsanlage, Funkentfernungsmessanlage, Instrumenten-Lande-System, Air Traffic Control, Satellitengestützte Navigation) und nutzen die zugehörigen luftfahrtspezifischen Vorschriften, auch in englischer Sprache. Sie analysieren bei den boden- und satellitengestützten Systemen die Übertragungsverfahren (satellitengestützte Positionsbestimmung, antennenbasierende Funk- und Peilverfahren) und bei den autonomen Systemen die physikalischen und nachrichtentechnischen Grundlagen (Trägheitsprinzip, Primär- und Sekundärradar). Sie untersuchen ausgewählte Baugruppen und Systeme unter Beachtung von luftfahrzeugspezifischen Vorschriften. Sie nutzen fluggeräteigene und sonstige Test- und Anzeigesysteme (Built-In Test Equipment, Central Maintenance System, (Multipurpose) Control Display Unit, Navigations- und Primary Flight Display) und werten angezeigte Informationen und Fehlermeldungen aus. Sie prüfen und testen Geräte und zugehörige Software unter fluggerät- und unternehmensspezifischen Anforderungen. Mögliche und vorhandene Fehler untersuchen sie systematisch auf ihre Ursachen. Sie erkennen Fehler und leiten Wartungs- und Reparaturmaßnahmen nach entsprechenden Vorschriften ein. Sie protokollieren die Prüfergebnisse auch mit Hilfe digitaler Medien, bewerten diese und ergreifen Maßnahmen, um Qualitätsmängel zukünftig zu vermeiden. Sie reflektieren die Prüf- und Wartungsverfahren und entwickeln dadurch ein Qualitätsbewusstsein für Arbeitsprozesse. Sie dokumentieren alle Arbeitsabläufe und die Veränderungen an den Systemen entsprechend den betrieblichen Vorgaben und unter Einhaltung luftfahrtrechtlicher Vorschriften.
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenFlugzeugsystemkomponenten inspizieren und warten
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Bauteile und Baugruppen von Ausrüstungssystemen in Luftfahrzeugen nach Vorgaben zu demontieren und zu montieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Aufbau (mechanisch, hydraulisch, elektrisch), die Funktion und Aufgaben von Steuerungsanlagen und Ausrüstungssystemen (Layout) von Luftfahrzeugen. Sie beschreiben Funktionen und Betriebsverhalten ausgewählter Bauteile und Baugruppen (Druck- und Klimaanlage, Kraftstoffanlage, Hydraulikanlage, Steuerungsanlage, Brandschutzanlage, Sauerstoffanlage, Fahrwerk, Wasser- und Toilettensysteme, Notausrüstung, Auftrieb- und Notschwimmsysteme) unter Berücksichtigung der Grundlagen der Mechanik und Fluiddynamik (spezifisches Gewicht und spezifische Dichte, Viskosität und Drücke in Strömungen). Dazu werten sie luftfahrtspezifische Dokumente in deutscher und englischer Sprache aus. Sie planen nach Vorgabe die Demontage und Montage von Komponenten der Steuerungsanlagen und von Ausrüstungssystemen und achten dabei auf die Nachhaltigkeit ihres Handelns. Dazu werten sie fluggerätspezifische deutsche und englischsprachige Unterlagen (Manuals, illustrierter Teilekatalog) aus. Sie bestimmen Funktionen und Betriebsverhalten verschiedener Baugruppen und deren Aufgaben (manuell, hydraulisch und elektrisch signalisierte Flugsteuerung und -regelung) in Steuerungs- und Flugregelanlagen und Ausrüstungssystemen. Für die Demontage und Montage der Bauteile und Baugruppen wählen sie erforderliche Werkzeuge (Drehmomentschlüssel) und Funktionsprüfgeräte (Tensiometer) aus und begründen ihre Auswahl unter Berücksichtigung herstellerspezifischer Vorschriften. Sie führen die Demontage und Montage von Komponenten von Steuerungsanlagen (Blattspurprüfung, Vibrationsanalyse) und Ausrüstungssystemen durch und beachten unterschiedliche Instandhaltungsverfahren. Dabei werten sie deutsch- und englischsprachige Dokumentationen unter Nutzung von Hilfsmitteln aus. Sie übernehmen für sich und andere Verantwortung für die Sicherheit am Arbeitsplatz, indem sie durch Anwendung allgemeiner und luftfahrtspezifischer Sicherheitsrichtlinien Gefahren erkennen und vermeiden. Bei der Inbetriebnahme berücksichtigen sie entsprechende Vorschriften. Sie prüfen die Funktion von Bauteilen und Baugruppen (nach abnormalen Ereignissen) von Steuerungsanlagen und Ausrüstungssystemen. Dabei beachten sie ihre physikalische Umgebung (Klima, Temperatur, Arbeitsumgebung) Sie protokollieren die Ergebnisse, reflektieren diese und ergreifen Maßnahmen, um Qualitätsmängel (Zulassung von Luftfahrzeugen, Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit) künftig zu vermeiden. Im Rahmen der Dokumentation beachten sie die Anforderungen an die IT-Sicherheit (Cybersicherheit) bei der Instandhaltung von Luftfahrzeugen bei der Arbeit mit digitalen Medien. Sie zeigen die Möglichkeiten von Gruppenarbeit auf, nennen Vor- und Nachteile und bewerten diese. Sie entwickeln Strategien, um die Nachteile der Gruppenarbeit zu reduzieren und Vorteile auszubauen.
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenAutomatisierte Systeme in Luftfahrzeugen prüfen und einstellen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, automatisierte Systeme mit mechanischen, elektrischen, pneumatischen und hydraulischen Komponenten zu prüfen und einzustellen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über automatisierte Systeme in Luftfahrzeugen unter Nutzung von luftfahrzeugspezifischen Plänen und Dokumentationen mit dem Ziel, die Zusammenhänge und Funktionen zu erfassen und zu beschreiben. Auf dieser Grundlage verdeutlichen sie die Wirkungsabläufe für Steuerungs- und Regelungssysteme in der Luftfahrzeugtechnik und sind sich über die Funktion und Aufgabe der unterschiedlichen Regelkreisglieder (Regelstrecken, Regler, hydraulische und elektrische Stellmotoren) im Klaren. Sie planen mit Hilfe von Schaltplänen und technischen Unterlagen den Ablauf von Prüf- und Einstellarbeiten an Automatisierungssystemen sowie deren technischen Schnittstellen. Sie beschaffen sich auftragsbezogene Informationen (Maintenance Manual, Jobcards), auch in englischer Sprache. Für die Ausführung bestimmen sie die erforderlichen Hilfsmittel, Werkzeuge und Messmittel und wählen ein Testequipment aus. Sie führen Funktionsprüfungen, Sichtprüfungen und Messungen an einzelnen Komponenten und den Systemen durch (Fly by Wire, Fly by Light, Fluglagestabilisierung, Autopilot, Flugkommandogeber, Automatischer Vortriebsregler, Triebwerksregelung, Kabinendruck- und Temperaturregelung). Sie eignen sich die Handhabung der notwendigen Mess- und Prüfgeräte an und nutzen deren Betriebsanleitungen, auch in englischer Sprache. Sie wenden Verfahren zur Einstellung und Optimierung der automatisierten Systeme an. Zur Fehlersuche benutzen sie Diagnosesysteme und grenzen Fehler systematisch ein. Sie erstellen Dokumentationen des angepassten Systems und präsentieren die Arbeitsergebnisse, auch in englischer Sprache. Sie übernehmen Verantwortung für die Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere, indem sie die Auswirkungen bei Nichtbeachtung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften (luftfahrtspezifische Arbeitsschutzmaßnahmen, Unfallverhütungsvorschriften) verinnerlichen. Sie protokollieren die Prüfergebnisse, bewerten diese und ergreifen Maßnahmen, um Qualitätsmängel zukünftig zu vermeiden. Sie reflektieren die Prüfverfahren auch unter Zuhilfenahme digitaler Medien unter Beachtung der IT-Sicherheit. Sie dokumentieren alle Arbeitsabläufe und die Veränderungen an den Systemen entsprechend den betrieblichen Vorgaben und unter Einhaltung luftfahrtrechtlicher Vorschriften. Sie beurteilen ihre Arbeitsergebnisse und den Handlungsprozess in Bezug auf technische Bedingungen gegenüber den Aspekten der Nachhaltigkeit (Arbeitsorganisation, Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz, Ressourcenschonung).
Arbeitsblatt zu LF 13 erstellenWarnsysteme und deren Anzeige im Cockpit überprüfen und warten
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, flug- und flugzeugbezogene Warnsysteme zu prüfen und zu warten. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über unterschiedliche Warnsysteme in Luftfahrzeugen (Flight Warning Computer, Transponder, Kollisionswarnung, Bodenwarnung, Wetterradar, Höhenwarnsystem, Rauch- und Brandmeldeanlagen, Warnung vor Eisansatz, Stall (Highand Low-Speed), Overspeed, Mach-Warnung, Scherwindwarnung, Electronic Locator Transmitter, Flight Data Recorder, Cockpit Voice Recorder) und über die jeweils zugehörigen Sensoren. Sie nutzen dazu die luftfahrtspezifischen Vorschriften, auch in englischer Sprache. Sie analysieren den Aufbau der Warnsysteme sowie ihre Einbindung in die übrigen avionischen Systeme und machen sich mit der Ausgabe von Warnungen im Cockpit vertraut (Flight Warning System). Sie untersuchen ausgewählte Baugruppen und Systeme unter Beachtung von luftfahrzeugspezifischen Dokumenten. Sie nutzen fluggeräteigene bzw. sonstige Test- und Ausgabesysteme (akustische Ausgabegeräte, Warnleuchten, Displays, Central Maintenance System (Multipurpose), Control Display Unit, Navigations- und Primary Flight Display, Electronic Centralized Aircraft Monitoring) und werten angezeigte Informationen und Fehlermeldungen aus. Sie prüfen und testen Geräte und zugehörige Software unter fluggerät- und unternehmensspezifischen Anforderungen. Mögliche und vorhandene Fehler untersuchen sie systematisch auf ihre Ursachen. Sie erkennen Fehler und leiten Wartungs- und Reparaturmaßnahmen nach entsprechenden Vorschriften ein. Die Schülerinnen und Schüler protokollieren die Prüfergebnisse auch mit Hilfe digitaler Medien und bewerten diese. Sie reflektieren ihr Auftreten in der Gruppe, analysieren die Formen des Umgangs miteinander und setzen ihre Authentizität bewusst ein. Sie achten auf eine widerspruchsfreie Kommunikation, indem sie Vertrauen aufbauen, sich sachlich artikulieren und dem Gesprächspartner eine Rückmeldung geben.
Arbeitsblatt zu LF 14 erstellenHäufige Fragen zu Fluggerätelektroniker
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