Berufsschule & Duale Ausbildung

Arbeitsblätter & Unterrichtsmaterial für Flachglastechnologe

Erstellen Sie mit KI handlungsorientierte Arbeitsblätter, Infotexte und Lösungsbögen – exakt abgestimmt auf die 13 Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplans.

Rahmenlehrplan
13 Lernfelder
Regeldauer
36 Monate
Zuständigkeit
IH
Lehrplankonform
KMK & BIBB

Lernfelder für Flachglastechnologe im Überblick

Wählen Sie ein Lernfeld aus, um direkt ein passgenaues Arbeitsblatt inklusive Fachinfotext und Lösungen zu generieren.

Lernfeld 1
1. Ausbildungsjahr

Werk- und Hilfsstoffe annehmen, transportieren und lagern

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Werk- und Hilfsstoffe für Flachgläser nach qualitativen und quantitativen Vorgaben bei der Anlieferung zu prüfen, anzunehmen, zu transportieren und zu lagern. Die Schülerinnen und Schüler bereiten die Annahme, die Prüfung, den innerbetrieblichen Transport sowie die Lagerung der angelieferten Werk- und Hilfsstoffe vor. Dazu werten sie die Wareneingangspapiere unter Berücksichtigung der innerbetrieblichen Strukturen aus. Die Schülerinnen und Schüler prüfen den Wareneingang entsprechend der Glassorte, unterscheiden die verschiedenen Glassorten und deren chemische Zusammensetzungen (Kalk-Natron-Silikatglas, Borosilikatglas, Quarzglas) sowie deren fertigungsspezifischen Eigenschaften. Sie analysieren die Einflüsse des Fertigungsprozesses (thermische Eigenschaften) auf Maßhaltigkeit und Oberflächengüte und beurteilen die Produktqualität. Aufgrund der Herstellungsverfahren (Floatverfahren, Walzverfahren) und Werkstoffeigenschaften (Oberflächenbeschaffenheit, Dichte, Festigkeit und Härte) leiten die Schülerinnen und Schüler Transport- und Lagerbelastungen des Werkstoffes ab. Die Schülerinnen und Schüler planen den innerbetrieblichen Transport zur Lagerung und zur weiteren Verarbeitung. Dabei wenden sie die geltenden Sicherheitsbestimmungen an. Sie wählen Flurförderfahrzeuge und Gestelle aus und bestimmen und ermitteln die technischen Daten (wirkende Kräfte, Massen und Hebelwirkungen) mit Hilfe von Stoffwertetabellen. Unter Verwendung der technischen Unterlagen berechnen sie die jeweiligen Werte. Unter Einsatz geeigneter Kanten- und Flächenschutzmaßnahmen führen die Schülerinnen und Schüler den Transport durch. Sie gewährleisten den sicheren Transport und vermeiden Transportfehler (Kratzer, Muschelungen). Die Schülerinnen und Schüler lagern die Flachgläser, Werk- und Hilfsstoffe entsprechend der Gefahrstoffetikettierung. Dazu werten sie Datenblätter aus und ermitteln die erforderlichen Bedingungen (Reinraum, Umgebungsfeuchte, Temperatur). Sie dokumentieren Wareneingang und Lagerung nach den betrieblichen Vorgaben und leiten die Dokumentation für den weiteren Arbeitsprozess weiter.

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Lernfeld 2
1. Ausbildungsjahr

Flachgläser manuell trennen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Flachgläser unter Berücksichtigung der Glasart und der Glasdicke manuell zu trennen und dabei die Maßvorgaben einzuhalten. Die Schülerinnen und Schüler werten auftragsbezogen Dokumente wie technische Zeichnungen (vorgegebene Zeichnungen, Modellkataloge) Datenblätter und Normen aus. Sie informieren sich über den manuellen Trennprozess und die Arbeitsweisen der Schneidgeräte in Abhängigkeit des Glases (Schneidwinkel, Glasschneider, Rundschneider, Schneidflüssigkeit, Spannungsaufbau). Sie wählen Schneidwerkzeuge und Vorgehensweisen aus und ermitteln den anfallenden Verschnitt (Verschnittberechnung, auch in Prozent). Sie erstellen einen Arbeitsablaufplan und begründen ihre Entscheidungen. Entsprechend der betrieblichen Verfügbarkeit richten die Schülerinnen und Schüler ihren Arbeitsplatz ein. Für die Sicherheit am Arbeitsplatz machen sie sich mit den Unfallverhütungsvorschriften vertraut und wenden diese für den Arbeitsprozess an. Sie führen das manuelle Schneiden und Brechen von Flachglas durch und führen die Verschnitte dem Recyclingprozess zu. Sie prüfen das Werkstück hinsichtlich der gestellten Anforderungen und der Maßhaltigkeit (Maßband, Messschieber). Sie dokumentieren die ermittelten Werte und beurteilen diese. Sie legen Maßnahmen zur Vermeidung von Qualitätsmängeln fest. Sie reflektieren den Schneidprozess und die angewandte Schneidtechnik, präsentieren ihre Ergebnisse und diskutieren Verbesserungsmöglichkeiten hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, technischer Ausführung, Arbeitsschutz und Umweltschutz.

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Lernfeld 3
1. Ausbildungsjahr

Flachglaskanten bearbeiten

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, verschiedene Flachglaskanten nach konstruktiven, technologischen und qualitativen Vorgaben zu fertigen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag und definieren die Anforderungen an Glaskanten unter Berücksichtigung geltender Normen und Qualitätsstandards. Hierfür werten die Schülerinnen und Schüler technische Dokumente wie Teil- und Gesamtzeichnungen auf fertigungsbezogenen Daten (Toleranzen und Kantenangaben) hin aus. Sie erstellen Skizzen (Formen und Maßstäbe) und Zeichnungen und wenden diese bei der Planung der Fertigungsabläufe an. Sie wählen Flachgläser und Werkzeuge (Körnung und Bindung) unter Beachtung technischer und wirtschaftlicher Aspekte (Verschnitt und Zugabe) sowie der Unfallverhütungsvorschriften und Umweltschutzmaßnahmen (Aufbereitung, Entsorgung der Schleifrückstände) aus. Sie stellen unterschiedliche Kantenformen mit verschiedenen Kantenausführungen unter Berücksichtigung der Drehfrequenzen und des Vorschubs (Berechnungen und Diagramme) von Hand und mit stationären Werkzeugmaschinen her. Dazu nutzen sie Informationen aus technischen Unterlagen und anderen Medien (Tabellenbuch, Normblätter, Fachliteratur, Internet), auch in einer fremden Sprache. Die Schülerinnen und Schüler prüfen und vermessen die hergestellten Flachglaskanten im Hinblick auf technische und optische Aspekte (Maß- und Formhaltigkeit, Schleifbild). Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren und dokumentieren die Arbeitsergebnisse und reflektieren den Fertigungsablauf. Sie bewerten die Qualität und Eignung der eingesetzten Werkzeuge und Maschinen und präsentieren Vorschläge zur Optimierung.

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Lernfeld 4
1. Ausbildungsjahr

Flachgläser manuell fügen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Flachgläser mit Gläsern und anderen Werkstoffen zu Glas-Glas- und Glas-Nichtglas-Konstruktionen zu fügen und dabei kundenspezifische Anforderungen, Verwendungszweck und Eignung zu berücksichtigen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Produktionsaufträge für manuell gefügte Flachglaskonstruktionen unter Berücksichtigung des Verwendungszwecks, der Eignung und nach ökonomischen Gesichtspunkten. Dazu werten sie technische Dokumente aus (Teil- und Gesamtzeichnungen, Datenblätter, Stücklisten). Sie erfassen und beschreiben funktionale Bedingungen. Für die Visualisierung des Produktionsauftrags stellen sie die Flachglaskonstruktionen zeichnerisch dar (Handskizze, Projektionsmethoden). Die Schülerinnen und Schüler planen das Fügen der Glasobjekte unter Beachtung konstruktionstechnischer Besonderheiten (Oberflächenbeschaffenheit, flächige Klebeverbindungen, Eckverbindungen, Stumpfstoßverbindungen, überlappende Verbindungen). Sie wählen unter Berücksichtigung der zu fügenden Werkstoffe (Glas-Glas-, Glas-Metall-Verbindung) und der Anforderungen an das fertige Werkstück (Temperaturbelastung, Spannungen, Feuchtigkeitsbeständigkeit, Kapillarwirkung) geeignete Klebstoffe aus (Reaktionsklebstoffe, physikalisch aushärtende Klebstoffe). Die Schülerinnen und Schüler bestimmen Werkzeuge, Hilfsstoffe und Vorrichtungen für den Arbeitsprozess. Sie berechnen den Materialbedarf für die Klebeverbindung (Flächenberechnung, Volumenberechnung). Sie bereiten die Oberflächen und den Klebstoff nach Herstellerangaben vor und fixieren die Fügeteile. Die Schülerinnen und Schüler stellen die Klebeverbindung (Adhäsion, Kohäsion, Topfzeit, Aushärtezeit, Abbindezeit) unter Beachtung des Arbeitsschutzes (Sicherheitsdatenblätter, Belüftung, UV-Schutz) her. Sie entfernen Klebstoffüberschüsse, reinigen die hergestellten Glasobjekte und entsorgen die Reststoffe. Sie prüfen die Bauteile auf Funktion, Maßhaltigkeit sowie auf Ästhetik (optisch, haptisch) und berücksichtigen die auftragsspezifischen Anforderungen (Prüfprotokolle). Sie präsentiere ihre Ergebnisse, reflektieren den Arbeitsprozess und entwickeln Maßnahmen zur Qualitätssicherung.

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Lernfeld 5
1. Ausbildungsjahr

Flachgläser durch mechanisch abtragende Verfahren veredeln

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Flachgläser durch mechanisch abtragende Verfahren zu veredeln und dabei auftragsspezifische Anforderungen zu berücksichtigen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Produktionsaufträge und die technischen Dokumentationen (technische Zeichnungen, Datenblätter, Normen). Sie wählen Verfahren (Schleifen, Bohren, Sägen, Sandstrahlen), zugehörige Werkzeuge und Hilfsstoffe (Abdeckmedien, Kühlmittel) aus. Die Schülerinnen und Schüler planen den Fertigungsprozess. Sie rüsten die Maschinen, stellen die Hilfsstoffe bereit und führen Berechnungen (Schnittgeschwindigkeiten, Übersetzungsverhältnisse, Kantenlängen) durch. Sie lesen Zeichnungen, ermitteln Fertigungsdaten (Maßtoleranzen, Schnitte) und erstellen den Arbeitsablaufplan. Die Schülerinnen und Schüler führen den Auftrag unter Beachtung der spezifischen Werkstoffeigenschaften (temporäre und permanente Spannungen) aus. Sie reinigen die Werkstücke, prüfen die Funktion, Maßhaltigkeit und Optik unter Berücksichtigung der auftragsspezifischen Anforderungen. Die Schülerinnen und Schüler entsorgen die Abdeckmedien und Reststoffe. Sie reflektieren den Arbeitsprozess und das angewandte Verfahren unter Zuhilfenahme der festgelegten Prüfkriterien. Sie protokollieren die Ergebnisse, bewerten diese und erarbeiten Maßnahmen zur Qualitätssicherung.

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Lernfeld 6
2. Ausbildungsjahr

Flachgläser bedrucken

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Flachgläser auftragsspezifisch zu bedrucken. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Produktionsauftrag unter Berücksichtigung der technischen Dokumentationen (technische Zeichnungen, Datenblätter, Normen) und ordnen das Druckverfahren (Siebdruck, Digitaldruck, Spritzverfahren, Walzverfahren) dem Auftrag zu. Die Schülerinnen und Schüler planen den Arbeitsablauf des Druckverfahrens, stellen die Hilfsmittel und Materialien (keramische Farben, organische Farben) bereit und richten die Maschine ein. Sie führen Berechnungen durch (Maßstabsumrechnungen, Flächen-, Volumen- und Masseberechnungen) und passen Druckvorlagen über digitale Bildbearbeitung an. Die Schülerinnen und Schüler bereiten die Glasoberflächen vor und richten den Arbeitsplatz ein. Sie führen das manuelle und maschinelle Bedrucken von Flachglas und die Nachbehandlungsprozesse (thermisch, chemisch) durch. Die Schülerinnen und Schüler prüfen das Druckbild nach technischen und optischen Aspekten (Maßhaltigkeit, Vollständigkeit, Fehlerstellen, Farbbrillanz und Farbwirkung) und korrigieren auf der Grundlage der Fehleranalyse die Einstellungen an der Druckanlage. Sie reinigen die Druckmedien, entsorgen Reststoffe und Abdeckmedien und dokumentieren den Einsatz und Verbrauch der Farben und Hilfsstoffe. Sie bewerten die Qualität hinsichtlich der auftragsbezogenen Kriterien und präsentieren die Arbeitsergebnisse.

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Lernfeld 7
2. Ausbildungsjahr

Flachgläser durch chemisch abtragende Verfahren veredeln

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Flachglasoberflächen durch Ätzen zu veredeln und dabei auftragsspezifische Anforderungen zu berücksichtigen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Fertigungsaufträge für geätzte Glasoberflächen unter Auswertung technischer Dokumentationen (grafische Vorlagen, technische Zeichnungen, Datenblätter) und berücksichtigen die Funktion der geätzten Oberflächen (Dekoration, Sichtschutz, Rutschhemmung, Selbstreinigungseffekt). Sie wählen die Ätzverfahren (Mattätzen, Blankätzen, Tiefätzen), die zugehörigen Ätzmittel (Flusssäure, Flusssäure-Schwefelsäure-Mischungen, Ätztinten- und -pasten) und Abdeckmedien aus. Sie berechnen die Mischungsverhältnisse und Konzentrationen von Ätzmitteln entsprechend der Vorgaben. Die Schülerinnen und Schüler planen den Ätzprozess unter Berücksichtigung der technischen Vorgaben (Glaszusammensetzung, Einwirkzeit und -temperatur, Konzentration des Ätzmittels, Ätzstruktur) sowie von Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln (Gefahrstoffverordnung, Betriebsanweisungen). Sie richten ihren Arbeitsplatz ein und bereiten die Gläser für den Ätzprozess vor. Die Schülerinnen und Schüler führen den Ätzauftrag aus und reinigen die chemisch veredelten Flachgläser. Sie prüfen die behandelten Werkstücke auf Optik und Maßhaltigkeit und beurteilen die auftragsbezogenen Funktionseigenschaften der erzeugten Schichten. Sie transportieren und lagern die chemisch veredelten Flachgläser unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen (Schutz vor Schmutz und Feuchtigkeit, Temperaturbedingungen). Sie entsorgen die Abdeckmedien und dokumentieren den Einsatz und Verbrauch der Ätzmittel und führen diese in den Prozess zurück oder entsorgen sie. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Ergebnisse und diskutieren sie im Hinblick auf Vorzüge und Besonderheiten der angewandten Ätztechniken, Optimierungsstrategien, Arbeits- und Umweltschutz sowie ökonomischen Gesichtspunkten.

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Lernfeld 8
2. Ausbildungsjahr

Flachgläser maschinell trennen

Zeitrichtwert: 100 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, unter Berücksichtigung der Glasart und -dicke Flachgläser maschinell zu trennen. Sie analysieren den Produktionsauftrag (Floatglas, Verbundsicherheitsglas, Ornamentglas, Glasdicke, Geometrie), technische Dokumente wie technische Zeichnungen, Datenblätter und Normen. Sie wählen das Fertigungsverfahren (automatisierter Zuschnitt, Wasserstrahlschneiden, Fräsen mit rechnergestützter numerischer Steuerung, Lasertrennverfahren) aus und klären die innerbetrieblichen Ressourcen. Die Schülerinnen und Schüler erstellen rechnergestützte Zeichnungen sowie Prozessablaufpläne (Arbeitsablaufplan, Materialflussplan). Für eine ökonomische Bearbeitung legen sie die Effektivität mittels Verschnittberechnung dar. Sie passen die Maschinenparameter an, übertragen die Daten auf die Maschinen und führen Korrekturen (Modellkatalog, Drehen, Spiegeln) durch. Sie planen das Trennen von Flachglas. Sie legen die Arbeitsschritte fest und stellen den Materialfluss sicher. Dabei berücksichtigen die Schülerinnen und Schüler das Rüsten der verwendeten Maschinen und deren Funktionsfähigkeit. Sie führen das maschinelle Trennen von Flachgläsern durch. Sie steuern, regeln (Schneidwinkel, Schneiddruck, Schneidgeschwindigkeit) und überwachen den Trennprozess. Sie übernehmen Verantwortung für den ökonomischen Umgang mit Flachgläsern und führen die Verschnitte dem Recyclingprozess zu. Sie wenden die Unfallverhütungsvorschriften an und übernehmen Verantwortung für ihren Arbeitsbereich und machen sich der Gefahren der Nichteinhaltung bewusst. Sie prüfen das Werkstück hinsichtlich der gestellten Anforderungen und berücksichtigen dabei die auftragsspezifischen Vorgaben. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Maßhaltigkeit der hergestellten Flachgläser mittels geeigneter Messwerkzeuge (Maßband, Messschieber, Schablonen). Sie dokumentieren die ermittelten Werte und beurteilen diese. Sie prüfen die Qualität hinsichtlich innerbetrieblicher und auftragsbezogener Kriterien. Sie reflektieren den Trennprozess und die ausgewählten Maschinen, präsentieren ihre Ergebnisse und diskutieren Verbesserungsmöglichkeiten hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, technischer Ausführung, Arbeitsschutz und Umweltschutz.

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Lernfeld 9
2. Ausbildungsjahr

Flachgläser umformen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Flachgläser auftragsbezogen umzuformen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Produktionsauftrag hinsichtlich des Verwendungszwecks und leiten daraus das Umformverfahren (Pressformen, Schwerkraft- und Kaltbiegen) ab. Für die Abgrenzung der Verfahren nach Optik und Passgenauigkeit nutzen sie verschiedene Informationsquellen (Normblätter, Fachliteratur- und Internetrecherche). Die Schülerinnen und Schüler planen Fertigungsabläufe auf der Grundlage des Produktionsauftrages. Sie werten technische Zeichnungen aus (Bemaßung, Biegeradius) und errechnen geeignete Grundmaße für Rohlinge (gestreckte Länge). Sie bereiten den Umformungsprozess vor (Trennmedien, Biegeformen, Vakuumsäcke, Hilfsmittel und Hilfsstoffe) und richten Biegevorrichtungen und Biegeräume (Temperaturkurve, Kühlkurve, Druckkurve) unter Beachtung von Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzmaßnahmen ein. Die Schülerinnen und Schüler stellen gebogene Flachgläser her und überwachen dabei den Umformungsprozess. Die Schülerinnen und Schüler prüfen und vermessen die hergestellten umgeformten Flachgläser in Hinblick auf technische und optische Aspekte (Maß- und Formhaltigkeit, Verzerrung) und dokumentieren die Ergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler vergleichen die Ergebnisse mit den Normen und Toleranzen und erarbeiten Optimierungsvorschläge entsprechend der innerbetrieblichen Standards.

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Lernfeld 10
3. Ausbildungsjahr

Wärme-, Sonnen- und Schallschutzgläser herstellen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, anhand auftragsbezogener vorgegebener Aufbauten Wärme-, Sonnen- und Schallschutzgläser maschinell herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler ermitteln den Glasaufbau (Beschichtung, Laminat, Position) anhand der Auftragsdaten und wählen Gläser, Abstandhalterrahmen (Metalle, Polymere) und Hilfsstoffe (Primär- und Sekundärdichtstoff) auftragsbezogen aus. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die jeweiligen Wirkungsweisen der Funktionsgläser. Anhand der Wirkungsweisen ordnen die Schülerinnen und Schüler die Gläser entsprechend der Einbaupositionsnummer zu. Bei Wärme- und Sonnenschutzgläsern beachten sie die Beschichtungsart (Hard- und Softcoating) und die Einbauposition. Bei Schallschutzgläsern beachten sie zusätzlich den asymmetrischen Aufbau der Glaseinheit. Für alle Funktionen werten sie einschlägige Diagramme und Tabellen (Gesamtenergiedurchlassgrad, Wärmedurchgangskoeffizient, Schalldämmwert) aus. Die Schülerinnen und Schüler geben die zu fertigenden Maße und die Parameter für die Randentschichtung in die Steuerungseinheit der automatischen Schneideanlage ein. Die Schülerinnen und Schüler lagern den Zuschnitt auf Transportgestellen. Sie fertigen die Abstandhalter, befüllen diese je nach Material mit Molekularsieb und tragen die Primärdichtung auf den Abstandhalter auf. Die Schülerinnen und Schüler fertigen die Funktionsglaseinheit. Sie fügen die Einheit, befüllen diese mit Gas und versiegeln den Rand. Nach dem Aushärtevorgang überprüfen sie das gefertigte Element (Oberfläche, Aufbau, Position). Die Schülerinnen und Schüler beladen die Liefergestelle. Sie sortieren die Glaseinheiten auftragsbezogen und gewährleisten einen bruchfreien und unfallsicheren Transport. Sie dokumentieren die Ergebnisse, bewerten diese und ziehen Rückschlüsse auf den Fertigungsprozess.

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Lernfeld 11
3. Ausbildungsjahr

Sicherheits- und Brandschutzgläser herstellen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Sicherheits- und Brandschutzgläser nach konstruktiven, technologischen und qualitativen Vorgaben herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Produktionsauftrag sowie technische Dokumente (Teil-, Gesamtzeichnungen, Datenblätter, Normen) auch in einer fremden Sprache und werten fertigungsbezogene Daten (Funktion, Toleranzen, Werkstoffbezeichnungen, Kühlkurven) aus. Die Schülerinnen und Schüler planen den Ablauf der Herstellung von Sicherheitsgläsern (Verbund, thermisches und chemisches Härten) und Brandschutzgläsern (Beschichten, Verbund) gemäß Produktionsauftrag. Sie ermitteln unter Berücksichtigung funktionaler Gesichtspunkte (Sicherheitsklassen, Feuerwiderstandsklassen, Isolierung) das Herstellungsverfahren und unter Nutzung technischer Unterlagen spezifische Merkmale (Bruchbild, Festigkeit, Resttragfähigkeit, Gesamtmasse, Wärmedurchgang, Strahlungsdurchgang) für die auftragsbezogene Sicherheitswirkung. Zur Planung des Werkzeug- und Hilfsmitteleinsatzes bestimmen sie die spezifischen Werkstoffeigenschaften (Bearbeitbarkeit von Einscheibensicherheitsglas, Floatglas, Borosilikatglas, Quarzglas). Sie wählen funktionsspezifische Hilfsstoffe (Folien, Beschichtungen, Gele) aus. Die Schülerinnen und Schüler bestimmen Maschinen und Anlagen (Einscheibensicherheitsglasofen, Autoklav, Reinraum, Kaliumnitratschmelze) und bereiten diese vor. Sie berücksichtigen die vorgelagerten Arbeiten wie Bohren und Schleifen. Sie rüsten die Maschinen und führen die Herstellung der Funktionsgläser unter Berücksichtigung der Sicherheitsbestimmungen durch und überwachen den Prozess. Die Schülerinnen und Schüler wählen entsprechend den funktionsspezifischen und qualitativen Vorgaben die Prüfmittel und -verfahren aus und erstellen Prüfpläne und Prüfprotokolle insbesondere zu Zertifizierungszwecken. Sie erläutern die Auftragsdurchführung und die Funktionsweise des Produkts, reflektieren, bewerten und präsentieren die Arbeitsergebnisse.

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Lernfeld 12
3. Ausbildungsjahr

Flachgläser mit elektronischen Komponenten verarbeiten

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerrinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Flachglaseinheiten mit elektronischen Komponenten zu verarbeiten und die Herstellung sowie die Wirkungsweise dieser Komponenten zu beschreiben. Anhand des Produktionsauftrages informieren sich die Schülerinnen und Schüler über die Möglichkeiten, mittels elektronischer Komponenten (schaltbare Gläser, innenliegende Beschattung, Alarmgläser, integrierte Beleuchtung, multimediale Elemente, Sensorikelemente und Displays) die gewünschten Funktionen zu erzielen. Sie erfassen die Einsatzgebiete in denen diese Glaskomponenten Verwendung finden und wählen diese auftragsbezogen aus. Anhand der Anforderungen ziehen die Schülerinnen und Schüler Rückschlüsse auf den Herstellungsprozess (Rahmensystem, Verglasungssystem, Verbundsystem, elektrische Zuführung) und planen anhand von Fertigungsunterlagen (technische Zeichnungen, Datenblätter und Normen), auch in einer fremden Sprache, den Fertigungsablauf. Sie wählen die Maschinen und Anlagen (Reinraum, Montagehilfen) für den Verarbeitungsprozess aus. Für die Montage einer Flachglaseinheit mit elektronischen Komponenten erstellen die Schülerinnen und Schüler den Arbeitsablaufplan und beschreiben die dafür notwendige Ausstattung am Montageplatz. Die Schülerinnen und Schüler montieren Flachglaseinheiten mit elektronischen Komponenten und prüfen die Einheiten auf Funktion, Maßhaltigkeit und Qualität. Sie überprüfen die elektronischen Parameter (Stromstärke, Spannung, Widerstand) und dokumentieren die Ergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren im Team die Ergebnisse und ziehen Rückschlüsse auf die Wirkungsweise der montierten Flachglaseinheiten.

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Lernfeld 13
3. Ausbildungsjahr

Maschinen und Anlagen instand halten

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Maschinen und Anlage instand zu halten. Die Schülerinnen und Schüler erfassen den innerbetrieblichen Auftrag zur Instandhaltung der Maschinen und Anlagen und differenzieren die Anforderungen nach Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung. Sie informieren sich über Maschinen- und Anlagenart hinsichtlich der erforderlichen Inspektions-, Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten (Verfahrensanweisung, Checkliste, technische Unterlagen, Wartungspläne). Unter Beachtung der betriebsinternen Vorgaben planen sie die Instandhaltung. Die Schülerinnen und Schüler bestimmen die Werkzeuge, Prüfmittel, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Verschleißteile und berücksichtigen dabei ökonomische und ökologische Aspekte. Anhand der Vorgaben des Herstellers und der betrieblichen Anforderungen (Maschinenauslastung, Hauptnutzungszeiten, Standzeiten) erstellen die Schülerinnen und Schüler einzelne Pläne zur Instandhaltung und übertragen diese auf die Anlagen und Maschinen. Die Schülerinnen und Schüler inspizieren Anlagen, Anlagenteile und Maschinen (pneumatische und elektropneumatische Steuerungen, rechnergestützte Steuerungen), erkennen Verschleißerscheinungen und Fehler (Fehlersuchstrategien, Diagnosesysteme). Sie führen die Instandhaltung mit Hilfe der bereitgestellten Werkzeuge, Prüfmittel, Hilfs- und Betriebsstoffe durch. Sie erkennen Störungen an Maschinen und Anlagen. Die Schülerinnen und Schüler ordnen die Störungen zu und entwickeln entsprechende Maßnahmen zur Behebung. Sie wenden die ausgewählten Gegenmaßnahmen an und kontrollieren das Ergebnis mittels Funktionsproben und Messungen. Die Schülerinnen und Schüler evaluieren die Durchführung der Instandhaltung (Prüf-, Wartungs- und Instandhaltungsprotokoll) und recyceln oder entsorgen die Reststoffe.

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Häufige Fragen zu Flachglastechnologe

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