Arbeitsblätter & Unterrichtsmaterial für Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik nach dem Berufsbildungsgesetz
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Lernfelder für Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik nach dem Berufsbildungsgesetz im Überblick
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Elektrotechnische Systeme analysieren, Funktionen prüfen und Fehler beheben
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, auftragsbezogen elektrotechnische Systeme zu analysieren, Funktionen zu prüfen und Fehler zu beheben. Die Schülerinnen und Schüler analysieren betriebliche Arbeitsaufträge und informieren sich auch über zugehörige Aufgaben, Arbeitsanforderungen, Tätigkeiten und Arbeitsprozesse in ihrem betrieblichen Umfeld (Betriebliche Strukturen, Arbeitsorganisation, betriebliche Kommunikation, Produkte, Dienstleistungen). Sie analysieren elektrotechnische Systeme auf der Anlagen-, Geräte-, Baugruppen- und Bauelementeebene sowie Wirkungszusammenhänge zwischen den einzelnen Ebenen. Die Schülerinnen und Schüler beschaffen sich dazu, auch unter Einsatz digitaler Medien, Informationen und werten diese hinsichtlich der Vorgaben der Arbeitsaufträge aus (Verhalten und Kennwerte exemplarischer Bauelemente und Funktionseinheiten). Fremdsprachige technische Dokumentationen werten sie unter Zuhilfenahme von Hilfsmitteln aus. Die Schülerinnen und Schüler planen die Umsetzung der Arbeitsaufträge unter Beachtung des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes (DGUV) mit Methoden der Arbeits-, Zeit- und Lernplanung. Dazu lesen und erstellen sie technische Unterlagen (Schaltpläne, Schaltzeichen). Sie entscheiden sich auf Grundlage der Planungen für einen Umsetzungsansatz. Im Team bestimmen sie Funktionen und Betriebsverhalten, Bauelemente und Baugruppen sowie deren Aufgaben in elektrotechnischen Systemen und ermitteln auftragsbezogen elektrische Größen messtechnisch sowie rechnerisch zur Analyse und Prüfung von Grundschaltungen (Grundschaltungen, elektrische Grundgrößen, allgemeine Gesetzmäßigkeiten der Elektrotechnik). Sie tauschen sich unter Anwendung von Fachsprache über ihre Erkenntnisse aus. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Funktion elektrischer Schaltungen und Betriebsmittel. Sie analysieren und beheben Fehler (Messverfahren, Funktionsprüfung, Fehlersuche). Dabei handeln sie verantwortungsbewusst unter Berücksichtigung sicherheitstechnischer Aspekte (Gefahren des elektrischen Stromes, Sicherheitsregeln, Arbeitsschutz). Sie dokumentieren und bewerten die gewonnenen Erkenntnisse.
Arbeitsblatt zu LF 1 erstellenElektrische Systeme planen und installieren
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, elektrische Systeme auftragsbezogen zu planen und zu installieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Kundenaufträge zur Installation der Energieversorgung von Anlagen und Geräten. Dazu werten sie Informationen, auch in fremder Sprache, aus (Sicherheitsbestimmungen, Energiebedarf, Betriebsmittelkenndaten). Sie informieren sich über die Gefahren des elektrischen Stromes, gesundheitsgefährdender Baustoffe (Asbest) sowie des baulichen und vorbeugenden Brandschutzes. Die Schülerinnen und Schüler planen unter Berücksichtigung typischer Netzsysteme und der erforderlichen Schutzmaßnahmen auftragsbezogene Installationen (Schalt- und Installationspläne), auch unter Nutzung digitaler Medien. Dazu beachten sie typische Abläufe und bestimmen die Vorgehensweise zur Auftragserfüllung, Materialdisposition und Abstimmung mit anderen Beteiligten (Auftragsplanung, Arbeitsorganisation). Sie ermitteln die für die Errichtung der Anlagen entstehenden Kosten, erstellen Angebote und erläutern diese den Kunden (Kostenberechnung, Angebotserstellung). In der Kommunikation mit allen Auftragsbeteiligten wenden sie elektrotechnische Fachbegriffe an. Die Schülerinnen und Schüler wählen die Arbeitsmittel aus und koordinieren den Arbeitsablauf. Sie bemessen die Komponenten und wählen diese unter funktionalen, ökonomischen und ökologischen Aspekten aus (Installationstechnik, Leitungsdimensionierung). Sie errichten Anlagen, nehmen diese in Betrieb, protokollieren Betriebswerte und erstellen Dokumentationen (Auftragsrealisierung, Schaltplanarten). Sie wenden die gesetzlichen Unfallverhütungsvorschriften (DGUV) und Sicherheitsregeln (DIN, VDE) zum Schutz vor den Gefahren des elektrischen Stromes an. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Funktionsfähigkeit der Anlagen. Sie suchen und beseitigen Fehler. Sie demonstrieren die Funktion der Anlagen, übergeben diese an die Kunden und weisen in deren Nutzung ein. Sie erstellen ein Aufmaß als Grundlage für eine Rechnungsstellung (Kostenberechnung). Sie bewerten ihre Arbeitsergebnisse zur Optimierung der Arbeitsorganisation.
Arbeitsblatt zu LF 2 erstellenSteuerungen und Regelungen analysieren und realisieren
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Steuerungen und Regelungen zu analysieren und zu realisieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Anlagen und Geräte gemäß Kundenaufträgen und visualisieren deren strukturellen Aufbau sowie die funktionalen Zusammenhänge (Blockschaltbild, EVA-Prinzip, Sensoren, Aktoren, Schnittstellen, logische Grundverknüpfungen). Dazu werten sie Dokumentationen aus, bei fremdsprachigen auch unter Nutzung von Hilfsmitteln. Die Schülerinnen und Schüler planen Steuerungen und Regelungen nach Kundenvorgaben (Wirkungskette, Funktionsbeschreibungen, Speicherfunktionen). Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden zwischen Steuerungs- und Regelungsprozessen (verbindungs- und speicherprogrammierte Signalverarbeitung). Sie vergleichen Techniken zur Realisierung von Steuerungen und Regelungen, bewerten deren Vor- und Nachteile auch unter ökonomischen, ökologischen und sicherheitstechnischen Aspekten und entscheiden sich auftragsbasiert, auch im Team, für eine der Varianten. Die Schülerinnen und Schüler realisieren Steuerungen sowie Regelungen und führen Änderungen und Anpassungen unter Beachtung geltender Normen, Vorschriften und Regeln durch. Dazu wählen sie Baugruppen und deren Komponenten nach Kundenanforderungen aus. Sie nehmen die Systeme in Betrieb und erfassen messtechnisch deren Betriebswerte. Sie dokumentieren die technische Umsetzung unter Nutzung von Standardsoftware und anwendungsspezifischer Software (Technische Dokumentationen), auch in fremder Sprache. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Funktionsfähigkeit der Steuerungen und Regelungen und nehmen notwendige Einstellungen vor. Sie analysieren, reflektieren und bewerten, auch im Team, die im Arbeitsprozess gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich einer Optimierung zukünftiger Vorgehensweisen.
Arbeitsblatt zu LF 3 erstellenInformationstechnische Systeme bereitstellen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, informationstechnische Systeme zu analysieren, zu konfigurieren und bereitzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren informationstechnische Systeme in Bezug zu betrieblichen Aufträgen (Funktion und Struktur des Pflichten- und Lastenheftes). Dazu recherchieren sie in analogen und digitalen Medien, auch in fremder Sprache. Die Schülerinnen und Schüler planen die Bereitstellung und die Erweiterung informationstechnischer Systeme gemäß auftragsbasierter Pflichtenhefte (Hardware, Betriebssysteme, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, lokale und globale Netzwerke, Datenübertragungsprotokolle). Sie prüfen die technische und wirtschaftliche Durchführbarkeit von betrieblichen Aufträgen und bieten Lösungen an. Die Schülerinnen und Schüler wählen auftragsbezogen Hard- und Softwarekomponenten unter Berücksichtigung von Funktion, Leistung, Einsatzgebiet, Kompatibilität, Ökonomie und Umweltverträglichkeit aus und beschaffen diese. Die Schülerinnen und Schüler installieren und konfigurieren informationstechnische Systeme. Dabei wenden sie auftragsbezogene Standardsoftware sowie anwendungsspezifische Software an. Sie integrieren informationstechnische Systeme in bestehende Netzwerke und führen die dazu notwendigen Konfigurationen durch. Sie setzen Maßnahmen zur Datensicherung, Datensicherheit und zum Datenschutz um und berücksichtigen gesetzliche Bestimmungen zum Datenschutz und zum Urheber- und Medienrecht. Sie kontrollieren die Funktionsfähigkeit der informationstechnischen Systeme und beheben Fehler (Werkzeuge und Methoden zur Diagnose und Fehlerbehebung). Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren die Arbeitsabläufe und präsentieren ihre Arbeitsergebnisse, auch unter Einsatz von Standardsoftware. Sie beurteilen die Präsentationen in wertschätzender Weise, reflektieren ihr Auftreten und gehen konstruktiv mit Kritik um.
Arbeitsblatt zu LF 4 erstellenElektroenergieversorgung dimensionieren und die Sicherheit von Anlagen herstellen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Elektroenergieversorgung zu dimensionieren und die Sicherheit von Anlagen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Kundenaufträge zur Dimensionierung von Elektroenergieversorgung und erkundigen sich über Anlagen zur Elektroenergieversorgung (Energiespeicher, Netzsysteme und Schutzmaßnahmen). Hierzu analysieren und klassifizieren sie Möglichkeiten der Elektroenergieversorgung nach funktionalen, ökonomischen und ökologischen Aspekten (Umweltverträglichkeit). Die Schülerinnen und Schüler planen im Team die Errichtung, Inbetriebnahme und Instandhaltung von Anlagen der Elektroenergieversorgung. Dabei beachten sie die Einhaltung von Vorschriften, Regeln und Normen (Arbeitsschutz, Unfallverhütung, Schutz gegen elektrischen Schlag). Die Schülerinnen und Schüler wählen im Team Komponenten der Anlagen hinsichtlich der Dimensionierung aus (Spannungsebenen, Wechsel- und Drehstromsystem, Netzsysteme, Energiespeichersysteme). Sie fertigen Schaltpläne und Zeichnungen unter Nutzung von Fachliteratur (Schalt- und Verteilungsanlagen, Datenblätter und Gerätebeschreibungen), auch in fremder Sprache, an und errichten Teile von Anlagen unter Beachtung geltender Vorschriften, Regeln und Normen (Schutzeinrichtungen, Schutzklassen, Schutzarten). Die Schülerinnen und Schüler prüfen ortsfeste und ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel auf ihre Sicherheit und nehmen diese in Betrieb (digitale Messtechnik). Sie protokollieren Betriebswerte und Prüfergebnisse und erstellen eine Dokumentation. Die Schülerinnen und Schüler weisen die Kunden in die errichteten Anlagen ein. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen Messungen und Prüfergebnisse nach geltenden Normen und unterbreiten Optimierungsvorschläge (Mess- und Prüfmittel, Prüfprotokolle).
Arbeitsblatt zu LF 5 erstellenElektrische Maschinen herstellen und prüfen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, elektrische Maschinen herzustellen und zu prüfen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Kundenaufträge zur Herstellung elektrischer Maschinen. Dazu informieren sie sich über Konstruktionsprinzipien und bestimmen die Komponenten nach Einsatzbedingungen (mechanische Bearbeitungsverfahren, Bauformen Gehäuse, Kühlung, Betriebsarten, stationäre Aufstellung, Elektromobilität). Die Schülerinnen und Schüler analysieren Wickelpläne und nehmen die Wickeldaten auf. Sie differenzieren die Komponenten nach Eigenproduktion und Zukaufteilen. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung elektrischer Maschinen und die Herstellung von Wicklungen (Wicklungsarten und -formen). Sie zeichnen Abwicklungen elektrischer Maschinen. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich nach konstruktiven und fertigungstechnischen Kriterien und unter Berücksichtigung der Kundenanforderungen für einen Wicklungsaufbau. Die Schülerinnen und Schüler stellen Wicklungen her, bauen sie ein und konservieren diese. Sie montieren die Komponenten der elektrischen Maschinen und nehmen diese in Betrieb (Drehstromeinschichtwicklungen, Ganz- und Bruchlochwicklungen). Die Schülerinnen und Schüler prüfen Komponenten der elektrischen Maschinen nach geltenden Vorschriften, Regeln und Normen (IEC-Energieeffizienzklassen). Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren die Prüfergebnisse und teilen diese den Kunden mit (situatives Kundengespräch). Sie beurteilen die Prüfergebnisse (Wicklungsfehler) und reflektieren das Kundenfeedback.
Arbeitsblatt zu LF 6 erstellenBetriebsverhalten elektrischer Maschinen analysieren
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, das Betriebsverhalten elektrischer Maschinen zu analysieren. Die Schülerinnen und Schüler führen Kundengespräche und ermitteln Kundenanforderungen an elektrische Maschinen (situatives Kundengespräch). Sie informieren sich auftragsbezogen über elektrische Maschinen (technische Dokumentationen), auch in fremder Sprache. Sie erarbeiten Funktionen von Bauteilen und verschaffen sich einen Überblick über physikalische Größen in elektrischen Maschinen (elektromagnetische Energiewandlung, Ein- und Dreiphasentransformatoren, rotierende Maschinen, Aufbau Rotor und Stator). Die Schülerinnen und Schüler vergleichen elektrische Maschinen gemäß Kundenanforderungen (Typenschilder, Bauformen, Kühlung) und entwickeln Lösungsansätze. Die Schülerinnen und Schüler wählen in Abstimmung mit den Kunden elektrische Maschinen aus. Die Schülerinnen und Schüler skizzieren Messaufbauten zur Ermittlung von gerätespezifischen Kenngrößen und führen maschinenspezifische Messungen durch (Kurzschlussversuch, Leerlaufversuch, Kennlinien, Induktion, Transformatorprinzip, Drehmomentenbildung). Sie prüfen die Messergebnisse, protokollieren diese und dokumentieren die Beobachtungen. Sie werten die Zusammenhänge zwischen den festgestellten und erwarteten physikalischen Größen aus und beurteilen Kenngrößen an elektrischen Maschinen (Schutzarten, Isolationsklassen).
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenMechanische Komponenten dimensionieren und integrieren
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, mechanische Komponenten zu dimensionieren und zu integrieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Kundenaufträge zur Dimensionierung mechanischer Komponenten und zu deren Integration in elektrischen Maschinen. Dazu bestimmen sie die mechanischen Komponenten von Antriebssystemen und ermitteln deren Funktionszusammenhänge. Sie lesen technische Zeichnungen und Montageanleitungen (Anordnungs- und Aufbaupläne, Dokumentationen), auch in fremder Sprache. Die Schülerinnen und Schüler planen die Verwendung mechanischer Komponenten und die Integration dieser in elektrische Maschinen gemäß den Kundenanforderungen. Die Schülerinnen und Schüler wählen mechanische Komponenten aus (Stücklisten). Sie dimensionieren Bauteile gemäß den Kundenanforderungen. Sie konzipieren die Bestandteile und notwendige Werkzeuge (Wellen, Lagerschilde, Lager, Schmierstoffe). Die Schülerinnen und Schüler montieren Komponenten (Kupplungen, Getriebe, Bremsen) und passen sie den Kundenanforderungen an (Auswuchten rotierender Teile). Sie dokumentieren die vorgenommenen Anpassungen. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Funktionsfähigkeit der Komponenten und dokumentieren ihre Ergebnisse (Prüfprotokolle). Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Prüfergebnisse hinsichtlich einer Optimierung der Auswahl der mechanischen Komponenten. Sie diskutieren die Montageabläufe unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit und der Bestimmungen des Arbeits- und Umweltschutzes (Arbeitsschutzgesetz, Gefahrstoffverordnung).
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenElektrische Maschinen instand setzen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, elektrische Maschinen instand zu setzen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Kundenaufträge zur Instandsetzung elektrischer Maschinen (Sondermaschinen, Synchronmaschinen). Sie lesen auftragsbezogene Schaltbilder von Wicklungen (Drehstromzweischichtwicklungen, polumschaltbare Maschinen) und machen sich mit den technischen Dokumentationen der elektrischen Maschinen vertraut (Produkthaftung). Dabei sichten sie Demontage- und Montagepläne unter Berücksichtigung kundenspezifischer Anforderungen (Entsorgungsvorschriften, Wartungspläne). Die Schülerinnen und Schüler grenzen Fehler ein (Störungsursachen) und planen den Prozess der Instandsetzung (technische Dokumentationen, Instandsetzungskalkulation). Sie zeichnen Abwicklungen und Schaltbilder (Drehstromzweischichtwicklungen, polumschaltbare Maschinen). Die Schülerinnen und Schüler beraten die Kunden hinsichtlich der möglichen Maßnahmen und entscheiden sich in Absprache mit ihnen für eine Vorgehensweise. Die Schülerinnen und Schüler reparieren rotierende Maschinen. Sie erfassen systematisch Schadensursachen (Korrosion, Bruch, Verschleiß). Sie legen Wicklungen ein und schalten die notwendigen Verbindungen. Sie führen eine Funktionsprobe durch und nehmen Kennlinien auf (Drehzahl-Drehmoment-Kennlinien). Die Schülerinnen und Schüler vergleichen die Messergebnisse mit den Herstellerangaben (Typenschilder, Bemessungsdaten). Die Schülerinnen und Schüler beurteilen mögliche rechtliche und wirtschaftliche Folgen der Instandsetzung (Nachhaltigkeit, Reklamationen). Sie analysieren diese, bewerten sie und unterbreiten Lösungsvorschläge zur Betriebssicherheit.
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenSteuerungen und Regelungen für elektrische Maschinen auslegen
Zeitrichtwert: 100 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Steuerungen und Regelungen für elektrische Maschinen auszulegen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren antriebstechnische Problemstellungen gemäß Kundenanforderungen und informieren sich im Pflichtenheft über die zu realisierenden Aufgabenstellungen, auch in fremder Sprache (elektromagnetische Verträglichkeit, Geräuschpegel, Schwingungen). Die Schülerinnen und Schüler entwerfen anhand eines Lastenheftes die Steuerungs- und Regelungskomponenten und entwickeln Strategien zur Fehlersuche. Sie gleichen das Pflichtenheft mit dem Lastenheft in Bezug auf geltende Normen ab. Die Schülerinnen und Schüler wählen Steuerungen und Regelungen für elektrische Maschinen aus (Speicherprogrammierbare Steuerungen, Frequenzumrichter). Sie beachten bei der Auswahl der Systeme die Auswirkung auf die Umgebung. Die Schülerinnen und Schüler zeichnen auf der Grundlage der Planungsunterlagen Schaltpläne und Programme (Verbindungs- und speicherprogrammierte Steuerungen). Sie binden diese in Übertragungssysteme ein und passen die Software an die Kundenanforderungen an (Bussysteme, Schnittstellen). Sie realisieren die Steuerungen und Regelungen und nehmen die Antriebssysteme in Betrieb (Regler, Anlass- und Bremsverfahren, elektronische Anlaufverfahren). Sie suchen und beheben Fehler. Die Schülerinnen und Schüler erstellen technische Dokumentationen (Softwaredokumentation) und präsentieren ihre Ergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren Strategien zur Fehlersuche und optimieren diese.
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenKomplexe Antriebssysteme herstellen
Zeitrichtwert: 100 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, komplexe Antriebssysteme herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler erschließen Kundenanforderungen zur Integration elektrischer Maschinen in technische Systeme und informieren sich über geltende Vorschriften, Regeln und Normen, auch in fremder Sprache (Bedienungsanleitungen, pneumatische oder hydraulische Baugruppen). Die Schülerinnen und Schüler entwerfen Planungsunterlagen zur Einbindung elektrischer Maschinen in komplexe Systeme (Mess-, Steuer- und Regelungsbaugruppen). Die Schülerinnen und Schüler dimensionieren diese Systeme und stellen die dafür erforderlichen Komponenten auf Basis der Planungsunterlagen und Kundenforderungen zusammen (pneumatische oder hydraulische Baugruppen). Die Schülerinnen und Schüler montieren Systemkomponenten und nehmen sie in Betrieb. Sie erstellen Wartungspläne (Lebenszyklus der Systeme und Komponenten). Die Schülerinnen und Schüler vergleichen die erstellte Lösung mit den Vorgaben, prüfen die geforderten Parameter (Mess- und Prüfeinrichtungen) und dokumentieren die Prüfergebnisse. Sie übergeben die Systeme an die Kunden und weisen diese in die Nutzung ein (situatives Fachgespräch, Kundenschulung, Abnahmeprotokoll). Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Schritte der Auftragsabwicklung (Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit).
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenIntelligente Systeme in bestehende Antriebssysteme integrieren
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, intelligente Systeme in bestehende Antriebsysteme zu integrieren. Die Schülerinnen und Schüler ermitteln im Kundengespräch die Anforderungen an die Modernisierung bestehender Antriebssysteme (situatives Kundengespräch). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auftragsbasiert über den funktionalen Aufbau von Antriebssystemen (Schaltpläne, Bauteilbeschreibungen, Herstellerunterlagen). Dabei vergleichen sie Instrumente der Fernwartung und der vorbeugenden Instandhaltung von elektrischen Maschinen und Anlagen (intelligente Sensoren, Zustandsüberwachung). Die Schülerinnen und Schüler entwerfen Konzepte zur Integration intelligenter Komponenten in elektrische Anlagen. Sie erarbeiten und vergleichen Strategien zur Betriebssicherheit und kalkulieren die notwendigen Arbeiten und Komponenten (Qualitätsmanagement). Sie erstellen Angebote (Kostenvoranschläge). Die Schülerinnen und Schüler ziehen verschiedene Konzepte zur Modernisierung in Betracht und entscheiden sich in Absprache mit den Kunden für einen Lösungsvorschlag (Datensicherheit). Die Schülerinnen und Schüler integrieren intelligente Komponenten, auch virtuell, in vorhandene Anlagen (Parametrierung und Inbetriebnahme intelligenter Sensoren, Kommunikation über Automatisierungssysteme). Sie führen Instandhaltungsarbeiten aus (zustandsorientierte Instandhaltung). Sie kontrollieren ihre Arbeitsergebnisse und nehmen Störungsmeldungen auf. Hierzu setzen sie Mess- und Prüfeinrichtungen zur Ermittlung von Störungsursachen und Maschinenfehlern ein (Messgeräte, Prüfmittel, Prüfprotokolle). Sie dokumentieren und bewerten die Ergebnisse, auch unter dem Aspekt des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenKomplexe Antriebssysteme optimieren und anpassen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, komplexe Antriebssysteme zu optimieren und anzupassen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren kundenspezifische Problemstellungen zur Anpassung und Optimierung von komplexen Antriebssystemen (Gleichstrommaschinen). Dazu informieren sie sich in technischen Dokumentationen der Hersteller und in den gültigen Normen, auch in fremder Sprache (Servomotoren, Reluktanzmaschinen, Bedienungsanleitungen und Wartungspläne). Die Schülerinnen und Schüler entwerfen im Team unter Beachtung ökonomischer, ökologischer und sicherheitstechnischer Aspekte Maschinenkomponenten. Sie planen die arbeitsteiligen Schritte zur Umsetzung der Arbeitsaufträge (eingängige Schleifen- und Wellenwicklungen, Normen und Vorschriften, Herstellerunterlagen). Sie erarbeiten Montagepläne und passen vorhandene Unterlagen an (technische Zeichnungen, Stromlaufpläne). Die Schülerinnen und Schüler beraten sich bezüglich einer effizienten arbeitsteiligen Vorgehensweise und entscheiden sich für eine Lösung. Die Schülerinnen und Schüler optimieren im Team komplexe Antriebssysteme, passen diese an und nehmen sie in Betrieb (Steuer- und Hauptstromkreise). Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Kennlinien der optimierten Maschinen (Gleichstrommaschinen) und vergleichen die gewonnenen Messergebnisse der Antriebssysteme mit den Herstellerangaben (Typenschilder, Bemessungsdaten). Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Messwerte und die aufgenommenen Kennlinien (Drehzahl-Drehmomenten-Kennlinien).
Arbeitsblatt zu LF 13 erstellenHäufige Fragen zu Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik nach dem Berufsbildungsgesetz
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