Arbeitsblätter & Unterrichtsmaterial für Eisenbahner im Betriebsdienst Lokführer und Transport
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Lernfelder für Eisenbahner im Betriebsdienst Lokführer und Transport im Überblick
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Im Bahnbetrieb sicher handeln
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, im Bahnbetrieb sicher und gefahrvermeidend zu handeln. Die Schülerinnen und Schüler orientieren sich im System Eisenbahn. Sie analysieren die Anforderungen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Aufgaben im Bahnbetrieb. Sie setzen sich ins Bild über mögliche Gefahren des Eisenbahnbetriebs (Sicherheits- und Arbeitsschutz, Unfallverhütungsvorschriften, Umgang mit psychischen und physischen Belastungen). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich mit Hilfe analoger und digitaler Medien über die aktuell geltenden rechtlichen europäischen und nationalen sowie die betrieblichen Vorgaben (EU-Verordnungen, Gesetze, Vorschriften, Regelwerke, betriebsrelevante Unterlagen, Datenschutz). Sie machen sich mit den berufstypischen Ausrüstungsgegenständen (persönliche Schutzausrüstung, im Betrieb verfügbare Kommunikationsanlagen, elektronische Endgeräte) vertraut. Sie identifizieren notwendige Handlungsabläufe, die ein sicheres Handeln im Rangier- und Zugbetrieb ermöglichen (Absicherung von Gefahrenstellen, Fahrtätigkeiten, Aufgaben von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Betriebsdienst). Sie erfassen die Gefahren bei Bewegungen im Gleisbereich. Dabei nutzen sie auch fremdsprachliche Medien. Die Schülerinnen und Schüler schätzen einfache Gefahrensituationen ein. Sie wählen situations- und handlungsbezogen die notwendigen Maßnahmen aus, und führen sie im Bahnbetrieb sicher durch. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren ihre Vorgehensweisen im Bahnbetrieb. Dabei verwenden sie die Berufssprache mit fachtypischen Abkürzungen und leiten betriebliche Kommunikationsregeln (Nothaltaufträge) ab. Sie beachten dabei den Datenschutz und das Urheberrecht. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Dokumentationen in wertschätzender Weise und gehen konstruktiv mit Kritik um (Feedbackregeln). Sie reflektieren die getroffenen Maßnahmen und regen Verbesserungsvorschläge an (Grundlagen des Qualitätsmanagements).
Arbeitsblatt zu LF 1 erstellenInfrastruktur nutzen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, die Infrastruktur von Bahnbetrieben zur Erbringung von Verkehrsleistungen zu nutzen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Bahnanlagen hinsichtlich der Abwicklung und Sicherung des Reise- und Güterverkehrs auf der Schiene. Sie machen sich mit dem Aufbau von Bahnanlagen vertraut. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über systemimmanente Vorteile des schienengebundenen Verkehrs (Massentransport, Hochgeschwindigkeitsverkehr) und die Besonderheiten dieses Verkehrsträgers (Spurführung, Bremswege, Fahrpläne). Sie sondieren dabei Umweltauswirkungen (Emissionen, Flächenverbrauch) des spurgeführten Systems Eisenbahn (Historie). Die Schülerinnen und Schüler erstellen einen Streckenverlauf. Dabei berücksichtigen sie Überlegungen zur Gleisgestaltung, zu Signalen, Weichen, Oberleitung und Einrichtungen für eine sichere Durchführung einer Fahrzeugbewegung. Sie wägen unter Berücksichtigung der Vorgaben (Rechtsgrundlagen) erforderliche Komponenten (Grundlagen Elektrotechnik) für die Ausgestaltung ab. Sie dokumentieren ihr Arbeitsergebnis auch mit digitalen Medien. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihren Streckenverlauf, vergleichen und bewerten diesen mittels vereinbarter Kriterien. Sie leiten aus Rückmeldungen Verbesserungsvorschläge ab. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre eigene Vorgehensweise bei der Erstellung der Präsentation.
Arbeitsblatt zu LF 2 erstellenEisenbahnfahrzeuge einsetzen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Eisenbahnfahrzeuge zweckentsprechend einzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag im Hinblick auf den Verwendungszweck des Eisenbahnfahrzeugs. Sie unterscheiden die Eisenbahnverkehre (Reisezüge, Güterzüge, Züge des Gelegenheitsverkehrs, Rangierfahrten). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit digitalen Medien über Eisenbahnfahrzeuge und unterscheiden diese anhand der baulichen Merkmale. Sie erkundigen sich über die Zweckbestimmungen und über die Anforderungen der Eisenbahn-Bau– und Betriebsordnung (Fahrzeugumgrenzung, Lastgrenzen, Einteilung von Eisenbahnfahrzeugen) sowie die baulichen Merkmale (Hauptbaugruppen bei Triebfahrzeugen und bei Wagen, Grundlagen der Energieversorgung, Steuerungssysteme, Laufwerk). Sie verschaffen sich einen Überblick über das Rad-Schiene-System (physikalische Grundlagen) und berücksichtigen die Vorgänge bei der Spurführung (Sinuslauf). Sie erkennen die Merkmale der Fahrzeuge anhand ihrer Anschriften. Sie erarbeiten sich die Grundlagen der Bremse (physikalisch-technische Beziehungen, indirekte und direkte Bremse) und machen sich mit den Bremseinrichtungen an Triebfahrzeugen und Wagen vertraut. Die Schülerinnen und Schüler planen anhand der Zweckbestimmungen und der baulichen Merkmale die Verwendung der Eisenbahnfahrzeuge und überprüfen die Vorbedingungen zum Einsatz (Fälligkeiten der technischen Wagenbehandlung). Die Schülerinnen und Schüler wählen Fahrzeuge unter Beachtung des Einsatzzweckes, sowie der baulichen Merkmale aus. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihre Auswahl. Hierbei entwickeln sie ein Bewusstsein für Sicherheit und Qualität.
Arbeitsblatt zu LF 3 erstellenFahrzeugbewegungen sichern
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Fahrzeugbewegungen auf dem Bahnhof und der freien Strecke im Regelbetrieb zu sichern. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die mit einer Zugfahrt und Rangierfahrt einhergehenden Sicherungsmaßnahmen. Dafür verwenden sie vereinfachte Signallagepläne und machen sich kundig über die Fahrwegelemente sowie die für den Bahnbetrieb und die sichere Durchführung von Fahrzeugbewegungen notwendigen Unterlagen (Fahrpläne) und Regelwerke. Sie machen sich mit den Gestaltungsgrundsätzen der Bahnhöfe und der freien Strecke in den Rechtsgrundlagen zum Bau und Betrieb der Eisenbahn vertraut. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über den Aufbau, Zweck und die Funktion der Sicherungstechnik des Stellwerks (Blockeinrichtungen, Gleisfreimeldeanlagen, Fahrstraßeneinrichtung), analysieren Betriebsstellen (Anlagen der freien Strecke und des Bahnhofs) sowie die Möglichkeiten der Bahnübergangssicherung (technische und nicht technische). Die Schülerinnen und Schüler planen die Durchführung von Zug- und Rangierfahrten, wählen Fahrstraßen und Fahrwege unter Berücksichtigung von Verschlussunterlagen und Verschlusstechniken aus. Dabei berücksichtigen sie Möglichkeiten der Fahrwegsicherung und erarbeiten die Voraussetzungen für den Fahrtbegriff der Signale. Sie überprüfen Fahrstraßen und Fahrwege auf Verwendbarkeit und Sicherheit. Die Schülerinnen und Schüler sichern Fahrzeugbewegungen unter Anwendung der Regeln zum Fahren im Raumabstand (Räumungsprüfung) sowie der Fahrstraßensicherung im Bahnhof und auf der freien Strecke (Zugmeldeverfahren). Dabei unterscheiden sie verschiedene Arten von Fahrstraßen und beachten die Ausstattung der Strecke. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren Abhängigkeiten (Signalabhängigkeit, Folgeabhängigkeit). Sie werden sich der Notwendigkeit und der Grenzen des eigenverantwortlichen Handelns bewusst. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren Fahrzeugbewegungen und bewerten die Durchführung von Zug- und Rangierfahrten vor dem Hintergrund des Grundsatzes Sicherheit vor Pünktlichkeit sowie der technischen Entwicklungen im Eisenbahnbetrieb (Nachhaltigkeit, Digitalisierung). Eisenbahnerin im Betriebsdienst Lokführer und Transport und Eisenbahner im Betriebsdienst Lokführer und Transport
Arbeitsblatt zu LF 4 erstellenZüge bilden und vorbereiten
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Zugbildungen zu überprüfen und Züge vorzubereiten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, einen wagentechnisch und bremstechnisch behandelten Zug abschließend vorzubereiten sowie dessen Zugbildung zu überprüfen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die rechtlichen und betrieblichen Grundsätze der Zugbildung. Dazu verschaffen sie sich einen Überblick über die Vorgaben der Zugbildung (Stärke und Länge der Züge, auszuschließende Fahrzeuge, Schutzabstand, Geschwindigkeiten). Sie machen sich kundig über die örtlichen Gegebenheiten. Die Schülerinnen und Schüler planen die Arbeitsschritte der Zugvorbereitung und die Verwendung betrieblicher Unterlagen (Wagenliste, Bremszettel, Beförderungspapiere). Die Schülerinnen und Schüler erledigen die Zugvorbereitung und überprüfen die Zugbildung (außergewöhnliche Transporte, Nachschiebeverbot). Sie erstellen die betrieblichen Unterlagen und führen die Bremsberechnung auch mit digitalen Medien durch. Sie kommunizieren mit den zuständigen Stellen. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Zugvorbereitung sowie die erstellten Unterlagen. Die Schülerinnen und Schüler optimieren ihre Handlungsabläufe und bewerten ihre Ergebnisse auf die Betriebssicherheit und übertragen ihre Erkenntnisse auf neue Situationen.
Arbeitsblatt zu LF 5 erstellenWagen und Bremsen prüfen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, wagentechnische Behandlungen durchzuführen sowie Bremseinrichtungen einzustellen und zu prüfen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Arbeitsauftrag zur Durchführung einer wagentechnischen Behandlung (Arten, Zuständigkeiten) und einer Bremsprobe. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Anforderungen an Fahrzeuge und Ladung (Betriebssicherheit, Verkehrstauglichkeit, Ladungssicherung). Sie verschaffen sich einen Überblick über die Bremsproben (Arten, Fälligkeiten) sowie über die Arten von Bremsungen. Sie machen sich kundig über die örtlichen Gegebenheiten (Bremsprobeanlagen) und die Vorgaben des Arbeitsschutzes. Die Schülerinnen und Schüler planen die Teilschritte zur Durchführung der wagentechnischen Behandlung und der Bremsprobe. Hierbei nehmen sie alle notwendigen Einstellungen an der Bremse vor. Die Schülerinnen und Schüler führen die wagentechnische Behandlung und die Bremsprobe unter der Berücksichtigung des Arbeitsschutzes (Gleissperrung) durch. Sie stellen Schäden und Mängel (komfortmindernde Schäden) fest, benennen diese und leiten Maßnahmen ein. Sie kommunizieren mit allen Beteiligten (Verständigung, Bremsprobesignale, Meldewege). Sie dokumentieren ihre Vorgehensweise auch mit digitalen Medien (Kennzeichnung, Bordbuch). Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die durchgeführte wagentechnische Behandlung und die Bremsprobe sowie die Dokumentation auf Vollständigkeit (Fristen). Die Schülerinnen und Schüler optimieren ihre Handlungsabläufe sowie die Dokumentation und bewerten ihre Maßnahmen wertschätzend im Hinblick auf die Betriebssicherheit und Verkehrstauglichkeit.
Arbeitsblatt zu LF 6 erstellenRangierbewegungen durchführen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Rangierbewegungen vorzubereiten, durchzuführen und Fahrzeuge zu sichern. Die Schülerinnen und Schüler analysieren einen Auftrag zur Durchführung einer Rangierbewegung (gezogene und geschobene Rangierfahrt, Ansage des freien Fahrweges, Rangieren auf Einfahrgleis, in Baugleisen, mit einem Streckentriebfahrzeug). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Beteiligte und deren Aufgaben beim Rangieren, die Rangieranlagen sowie die Art der Rangierbewegung (Ablaufbetrieb, Abstoßen, Verschieben) und beachten dabei Besonderheiten hinsichtlich der Vorbereitung (Kuppeln, Bremsen, Bremsprobe) und der Durchführung des Rangierens (Befahren von Bahnübergängen und höhengleichen Übergängen). Sie machen sich damit vertraut, wie Fahrzeuge zu sichern sind. Die Schülerinnen und Schüler entwerfen einen Handlungsablauf zur Ausführung der Rangierbewegung. Dabei berücksichtigen sie Sicherheitsaspekte (Fahrwegbeobachtung, Geschwindigkeiten, Unfallverhütungsvorschriften), Kommunikationsmöglichkeiten (Kommunikationswege, Kommunikationsmedien) sowie deren Vorgaben (Verständigung). Die Schülerinnen und Schüler führen die geplante Rangierbewegung unter Berücksichtigung der Verständigungsarten (Signale, Rangierfunk) durch. Dabei dokumentieren sie die Einzelschritte des Handlungsablaufs beim Rangieren (Zustimmung des Weichenwärters, Übergang Rangierfahrt in Zugfahrt und umgekehrt) auch mit digitalen Medien. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihre Dokumentation auf Vollständigkeit und Korrektheit sowie Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen (Weichenbedienung, Weichensicherung, aufgefahrene Weiche) entsprechend des vorgegebenen Rahmens (Ladegleise). Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihren Handlungsablauf zur Vorbereitung und Durchführung der Rangierbewegung sowie die Sicherung der Fahrzeuge. Sie diskutieren auf wertschätzende Weise, wie sie Teilschritte im betrieblichen Gesamtablauf optimieren.
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenZugfahrten im Regelbetrieb durchführen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Zugfahrten im Regelbetrieb durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Arbeitsschicht als Triebfahrzeugführerin und Triebfahrzeugführer (Streckenkenntnis) und bestimmen die betriebliche Einsatzfähigkeit des vorgegebenen Triebfahrzeuges. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit digitalen Medien über die Tätigkeiten vor, während und nach der Zugfahrt (Eingabe der Zugdaten, Türsicherungsverfahren, Zugabfertigung, Zustimmung zur Fahrt, Sicherheitsfahrschaltung, Zugbeeinflussung). Sie erkunden Besonderheiten in Bahnhöfen und auf der Strecke. Die Schülerinnen und Schüler planen die Durchführung der Zugfahrten, indem sie Einzelschritte in Berufssprache zu einem Handlungsablauf zusammenstellen (Streckenbeobachtung, Bahnübergänge, Halte, vereinfachte Betriebsweisen). Die Schülerinnen und Schüler führen die Zugfahrten gemäß ihrem Handlungsablauf durch. Dafür wählen sie aus rechtlichen und betrieblichen Unterlagen Informationen zu der Arbeitsschicht (Fahrplanunterlagen, Befehle) aus. Sie sichern und übergeben den Zug. Sie führen den Kundenservice situations- und bedarfsgerecht durch (Fahrgastrechte, Beförderungsbedingen, Frachtvertrag, Datenschutz) und kommunizieren adressatengerecht mit allen Beteiligten auch in einer Fremdsprache. Die Schülerinnen und Schüler vergleichen ihre Ergebnisse mit den Vorgaben aus der Arbeitsschicht und den Streckenangaben. Sie reflektieren die Handlungsabläufe auch hinsichtlich energiesparender Fahrweise. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren Verbesserungsmöglichkeiten sowohl in der Planung als auch in der Durchführung der Teiltätigkeiten. Sie üben und akzeptieren dabei wertschätzende und begründete Kritik.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenTriebfahrzeuge prüfen und bedienen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Triebfahrzeuge zu prüfen, sie in Betrieb zu nehmen und zu bedienen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren einen Dienstauftrag und ermitteln die technische Einsatzfähigkeit des vorgegebenen Triebfahrzeuges. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich anhand der Kennzeichnungssystematik über die verschiedenen Antriebsarten und Einsatzbereiche (Traktion, Leistung, Radsatzfolge) sowie die Hauptbauteile von Triebfahrzeugen (Krafterzeugung, Kraftübertragung, Hilfsbetriebe). Sie erkundigen sich über Vorbereitungsdienste und Abschlussdienste. Sie ermitteln die Grundlagen zur Erteilung der Fahrberechtigung von Triebfahrzeugführern sowie der Baureihenkenntnis. Sie erarbeiten sich die Grundlagen des Brandschutzes an Triebfahrzeugen, machen sich mit den unterschiedlichen Löscharten und dem Verhalten im Brandfall vertraut. Die Schülerinnen und Schüler konzipieren die Handlungsabläufe für die Vorbereitungs- und Abschlussdienste. Die Schülerinnen und Schüler bereiten sich für ihre Tätigkeit persönlich (Meldewege, Ausrüstungsgegenstände) vor. Sie führen die notwendigen Teilarbeiten am Triebfahrzeug aus und beurteilen dessen Einsatzfähigkeit (Dokumentation). Sie gewährleisten einen betriebssicheren Einsatz und entwickeln ein Sicherheitsbewusstsein. Sie bedienen die Kommunikationsgeräte im Bahnbetrieb (Zugfunk). Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Vorgehensweise zur Prüfung und Bedienung des Triebfahrzeuges. Die Schülerinnen und Schüler optimieren ihr Handeln und entwickeln dabei ein Qualitätsbewusstsein.
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenZugfahrten in besonderen Betriebssituationen durchführen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Zugfahrten in besonderen Betriebssituationen durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler erkennen eine besondere Betriebssituation (Zugfahrten mit besonderem Auftrag, geschobene Züge, nachgeschobene Züge, Sperrfahrten, Kleinwagenfahrten, Züge des Gelegenheitsverkehrs). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Besonderheiten vor und während der Zugfahrt (Zustimmung zur Fahrt, Abweichung von der Fahrordnung, begrenzter Einfahrweg, Bahnhof ohne Ausfahrsignal) sowie über Besonderheiten am Zug (außergewöhnliche Beförderungen, abweichende Zugcharakteristika, Zugbildung). Hierfür nutzen sie auch digitale Medien. Die Schülerinnen und Schüler planen die Schritte zur Umsetzung der Fahrt (Fahrplanhalte, schwieriger Aus- und Einstieg für Reisende, Besonderheiten beim Umleiten, schriftliche Weisungen). Die Schülerinnen und Schüler führen die notwendigen Maßnahmen während der Fahrt im Rahmen der rechtlichen Vorgaben und der Regelwerke auch unter Stress konzentriert und zuverlässig durch und dokumentieren, wie sie die besondere Zugfahrt durchführen (Halt auf freier Strecke, unvorhergesehener Halt vor einem Hauptsignal, Sanden bis zum Stillstand). Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihr Handeln. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihr Handeln zur Durchführung der besonderen Fahrten und bewerten dieses aus verschiedenen Perspektiven (Zugverspätung, vorgeschriebene Wortlaute, betriebsnotwendige Kommunikation). Sie nehmen Stellung zu den Problemlösungen und regen Verbesserungen in wertschätzender Weise an.
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenZugfahrten in unvorhergesehenen Betriebssituationen durchführen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, im Falle einer unvorhergesehenen Betriebssituation Maßnahmen zu ergreifen, um die Betriebssicherheit zu gewährleisten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren eine Betriebssituation, die während der Zugfahrt unvorhergesehen auftritt (unzulässige Vorbeifahrt an Signalen, Signalstörungen, Fehlleitung, Unregelmäßigkeiten an Zügen, Störungen an Bahnübergängen, Halt aus unvorhergesehenem Anlass), und erschließen die Dimension des Schadensausmaßes (Gefährdung anderer Fahrzeugbewegungen, Befahrbarkeit der Gleise, Gefährdung von Personen und Umwelt). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Vorgaben der zu ergreifenden Maßnahmen. Sie verschaffen sich einen Überblick über Zuständigkeiten und notwendige Meldungen. Sie erfassen die vorgegebenen Maßnahmen (Schnellbremsung, Sanden, Zurücksetzen von Zügen, Sichern von Bahnübergängen, Befehle, Fahren auf Sicht) und ermitteln die Vorgaben des Betreibers der Infrastruktur sowie ihres Eisenbahnverkehrsunternehmens. Die Schülerinnen und Schüler erstellen ein Handlungskonzept für ein sicheres und schnelles Reagieren im Falle einer unvorhergesehenen Situation. Sie entscheiden unter dem Gesichtspunkt “Sicherheit vor Pünktlichkeit”, welche Maßnahmen zu ergreifen sind und beherrschen betriebliche Handlungsabläufe im Störungs- sowie Notfall. Die Schülerinnen und Schüler reagieren umsichtig und entschlossen auf unvorhergesehene Betriebssituationen gemäß den Vorgaben und führen die Zugfahrt durch (Reaktionen bei fahrendem oder stehendem Zug). Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Entscheidungen und prüfen die Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler optimieren ihre Handlungskonzepte.
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenTriebfahrzeuge bei Störungen und Abweichungen führen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Triebfahrzeuge bei Störungen an technischen Einrichtungen und Abweichungen vom Regelbetrieb zu führen. Die Schülerinnen und Schüler identifizieren technische Störungen vor, während und nach der Triebfahrzeugbewegung. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich anhand der rechtlichen und betrieblichen Bestimmungen zum Bau und Betrieb der Eisenbahn über die Anforderungen an das Triebfahrzeug sowie über dessen bauliche Merkmale. Sie erkundigen sich über den Aufbau und die Wirkungsweise von Sicherheitseinrichtungen des Triebfahrzeuges (Sicherheitsfahrschaltung, Zugbeeinflussungssysteme) sowie der Eisenbahninfrastruktur. Sie erfassen die betrieblichen Regelungen bei Schäden und beim Ausfall von technischen Systemen am Triebfahrzeug (Technikkomponenten, Traktionsleistung, Zugsignale, Sandstreueinrichtung, Anzeigeeinrichtungen, Typhon). Sie verschaffen sich einen Überblick über die Bremsbedienung während der Fahrt im Regelbetrieb sowie im Störungsfall (Ausfall der Drucklufterzeugung und der dynamischen Bremse). Die Schülerinnen und Schüler planen die Zugförderung (Traktionsart, Vorspann, Mehrfachtraktion, Nachschieben) anhand der Topografie der zu befahrenden Strecke. Die Schülerinnen und Schüler treffen unter Beachtung verschiedener Störungen Maßnahmen (betriebsnotwendige Kommunikation, Zugfunk), um die Betriebssicherheit zu gewährleisten. Hierbei entwickeln sie Sicherheits- und Qualitätsbewusstsein. Sie wählen unter Berücksichtigung der internen und externen Einflüsse ein Fahrverhalten aus, welches sowohl ökologischen als auch ökonomischen Ansprüchen (Nachhaltigkeit) entspricht. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Maßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler optimieren die durchgeführte Fahrt.
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenMaßnahmen bei gefährlichen Ereignissen ergreifen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, gefährliche Ereignisse zu erkennen und die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren eine Situation daraufhin, ob und in welcher Höhe ein Gefahrenpotential besteht (gefahrdrohende Umstände), und verschaffen sich einen Überblick über Arten von gefährlichen Ereignissen sowie deren Ursachen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Handlungsmöglichkeiten (Maßnahmen bei Gefahr, Notruf, Nothaltaufträge, Signale, Bremsen bei Gefahr, Notbremsüberbrückung), Meldeketten (Kommunikationsmittel, Notfallmanagement, betriebsleitende und auftraggebende Stelle), den rechtlichen Rahmen (Unfallverhütungsvorschrift) und die Vorgaben laut Regelwerk. Die Schülerinnen und Schüler planen Maßnahmen zur Verminderung oder Abwendung von Gefahren (Hilfstriebfahrzeug, Rettungszug) und schaffen so die Voraussetzung für schnelles, zielgerichtetes und qualitätsbewusstes Handeln (Qualitätsmanagement) im Ernstfall. Sie entscheiden sich unter Berücksichtigung von Sicherheit und Gesundheitsschutz (gefährliche Güter, Verhalten bei drohender Gefahr und Unfällen) für einen Handlungsablauf als Reaktion auf gefährliche Ereignisse. Sie machen sich die Konsequenzen ihres Handelns deutlich. Die Schülerinnen und Schüler handeln in Gefahrsituationen umsichtig und entsprechend der betrieblichen Vorgaben (Erkundungsfahrt, Rücknahme der Zustimmung, Selbstrettungskonzept) und beachten dabei datenschutzrechtliche Aspekte hinsichtlich Auskünften gegenüber Behörden, Medien und anderen Dritten. Die Schülerinnen und Schüler durchdenken die Situation und vollziehen dabei den gewählten Handlungsablauf nach. Sie hinterfragen, ob die Handlungen in Gefahrsituationen im betrieblichen Gesamtablauf im Hinblick auf Sicherheit und Kommunikation verbessert werden können. Die Schülerinnen und Schüler bewerten, ob die Gefahren angemessen eingeschätzt wurden und die Handlungsabläufe im Einklang mit den Vorgaben sind (Maßnahmen zur Vermeidung von Gefährdungen). Sie reflektieren ihre Rolle in Gefahrensituationen und übernehmen Verantwortung. Eisenbahnerin in der Zugverkehrssteuerung und Eisenbahner in der Zugverkehrssteuerung
Arbeitsblatt zu LF 13 erstellenFahrwegelemente bedienen und sichern
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Fahrwegelemente zu bedienen und zu sichern. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Arbeitsauftrag zur Einzelumstellung eines Fahrwegelements. Dazu erschließen sie sich die Arten der Fahrwegelemente hinsichtlich ihrer Ausführung (fern- und ortsgestellt) und ihres Aufbaus (Teile der Weiche, Verschlussbauformen) sowie des Umstellvorgangs. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die Funktionen der Fahrwegelemente (Ortsstellbereich, elektrisch ortsgestellte Weiche). Sie erkennen die Bedeutsamkeit der Einbindung von Fahrwegelementen in die Sicherung von Rangierbewegungen und Zugfahrten und deren Funktionen (Flankenschutz). Die Schülerinnen und Schüler stellen die notwendigen Materialien und Werkzeuge zusammen. Sie bereiten den Arbeitsplatz unter Berücksichtigung der Unfallverhütungsvorschriften vor. Die Schülerinnen und Schüler bedienen Fahrwegelemente mittels unterschiedlicher Stellwerkstechniken und vor Ort. Bei unvorhergesehenen Ereignissen (aufgefahrene Weiche, Störung der Bedieneinrichtung, mechanische Beschädigung) beurteilen sie die Befahrbarkeit der Weiche. Sie entscheiden sich für geeignete Maßnahmen. Sie führen das örtliche Sichern von Weichen durch (Handverschlüsse) und kommunizieren mit den Beteiligten. Die Schülerinnen und Schüler überdenken ihre Vorgehensweise und untersuchen sie im Hinblick auf die Erfüllung von Vorgaben bei unvorhergesehenen Ereignissen. Sie betrachten die Auswirkungen der Störung von Fahrwegelementen auf den Betriebsablauf auch unter dem Aspekt der Qualitätssicherung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr Handeln und übertragen ihre Erkenntnisse auf neue Situationen im Sinne der sicheren Durchführung des Bahnbetriebs.
Arbeitsblatt zu LF 5 erstellenZugfahrten im Regelbetrieb leiten
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Zugfahrten auf der freien Strecke und im Bahnhof im Regelbetrieb zu leiten. Die Schülerinnen und Schüler machen sich über die Vorbedingungen für das Einstellen von Fahrstraßen und das Zulassen von Einfahrten und Ausfahrten bei unterschiedlichen technischen Ausstattungen im Bahnhof und auf der freien Strecke kundig. Dabei berücksichtigen sie unterschiedliche Stellwerksbauformen. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über die Voraussetzungen und Abhängigkeiten im Prozess der Fahrwegsicherung bis zur Zulassung von Zugfahrten mittels ausgewählter Stellwerksbauformen. Sie erfassen die technische Umsetzung der Zugfolgeregelung unter Einhaltung der Fahrpläne. Die Schülerinnen und Schüler planen Zugfahrten im Bahnhof und auf der freien Strecke unter Berücksichtigung der rechtlichen und betrieblichen Vorgaben sowie der notwendigen Kommunikation mit allen Beteiligten, auch in einer Fremdsprache. Dabei beachten sie Aspekte der Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen und Schüler beherrschen die Fahrwegprüfung, das Sichern und Festlegen des Fahrweges und schaffen somit die Voraussetzung für die Zulassung einer Zugfahrt. Dabei berücksichtigen sie die notwendigen Bedienschritte und die Handlungsreihenfolgen. Sie halten am Grundsatz der Signalabhängigkeit fest und wenden ihn an. Sie lassen Zugfahrten (Güterzüge und Reisezüge, gewöhnlicher Halteplatz, anschließender Weichenbereich, Zustimmung) in unterschiedlichen Situationen zu. Dabei berücksichtigen sie örtliche Besonderheiten und beobachten betriebliche Einrichtungen, Melder und Züge. Die Schülerinnen und Schüler vollenden die Zulassung einer Einfahrt von der freien Strecke in den Bahnhof und einer Ausfahrt auf die freie Strecke. Sie nutzen die unterschiedlichen Einrichtungen des Streckenblockes (blocktechnische Einrichtungen und Bedingungen). Dabei halten sie die notwendigen Bedienschritte und die Handlungsreihenfolgen (Flankenschutz, Abhängigkeiten, Folgefahrschutz, Gegenfahrschutz) ein. Sie nutzen auch digitale Medien zur Dokumentation ihres Handelns in betrieblichen Unterlagen (Zugmeldebuch, Fernsprechbuch) und beachten dabei die Grundlagen der Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler hinterfragen ihre Handlungen und die Kommunikation beim Leiten von Zugfahrten im Bahnhof und auf der freien Strecke in Hinblick auf die technischen Voraussetzungen sowie die Regelwerkskonformität und die Kommunikation mit den Beteiligten. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen betriebliche Abläufe und leisten ihren Beitrag für einen sicheren und reibungslosen Betriebsablauf. Sie sind sich ihrer Verantwortung bewusst und sie übertragen die gewonnenen Erkenntnisse und Vorgehensweisen auf neue Situationen.
Arbeitsblatt zu LF 6 erstellenRangierbetrieb leiten
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, den Rangierbetrieb zu leiten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren einen Rangierauftrag und machen sich mit den Besonderheiten des Rangierens im Bahnbetrieb vertraut. Sie grenzen anhand der betreffenden Richtlinien und betrieblichen Regelungen die Rangierbewegung von der Zugfahrt ab. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit digitalen Medien über die unterschiedlichen Arten von Rangierbewegungen, die dabei durchzuführenden Tätigkeiten, die notwendige Infrastruktur, die Kommunikation und die Aufgaben der Beteiligten. Die Schülerinnen und Schüler schaffen die Voraussetzung zur Durchführung der Rangierbewegung in Hinblick auf die am Rangieren beteiligten Personen. Sie planen diese kundenorientiert unter dem Aspekt der Sicherheit, der Betriebseffizienz und der Qualität sowie unter Einhaltung des vorgegebenen Zeitrahmens. Die Schülerinnen und Schüler leiten den Rangierbetrieb. Hierzu wählen sie Fahrwege aus, stellen Rangierstraßen ein und geben die Zustimmung zum Rangieren. Sie verfügen über die Kenntnisse zur Umsetzung besonderer Rangierbewegungen (gezogene und geschobene Rangierfahrt, Rangieren auf dem Einfahrgleis, Baugleis, Ansage des freien Fahrwegs, Übergang Rangierfahrt in Zugfahrt und umgekehrt). Die Schülerinnen und Schüler prüfen ihre Vorgehensweise und vergegenwärtigen sich die Notwendigkeit der wertschätzenden Kommunikation der beteiligten Personen für einen sicheren Rangierbetrieb. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Entscheidungen insbesondere im Hinblick auf Sicherheit und Pünktlichkeit und leiten Schlussfolgerungen für zukünftiges Handeln ab.
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenZugfahrten bei Abweichungen vom Regelbetrieb leiten
Zeitrichtwert: 120 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Zugfahrten bei Abweichungen vom Regelbetrieb zu leiten. Die Schülerinnen und Schüler identifizieren Abweichungen vom Regelbetrieb. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Abweichungen vom Regelbetrieb (Zugfahrt mit besonderem Auftrag, Abweichen von der Fahrordnung, geschobene und nachgeschobene Züge, Zurücksetzen von Zügen, Abweichen von den vorgesehenen Maßen für Bahnanlagen oder Fahrzeugen, Gleise sperren, Sperrfahrten). Die Schülerinnen und Schüler entwerfen einen betrieblichen Handlungsablauf im Stellwerk unter Berücksichtigung der rechtlichen und betrieblichen Vorgaben und der besonderen Betriebsverfahren bei Abweichungen vom Regelbetrieb. Die Schülerinnen und Schüler leiten Zugfahrten bei Abweichungen vom Regelbetrieb. Sie führen Gespräche mit Beteiligten, schaffen Voraussetzungen für die Zugfahrt und stimmen zu. Bei Bedarf nehmen sie die Zustimmung zur Fahrt zurück und lassen Zugfahrten mit besonderem Auftrag zu. Sie unterscheiden zwischen Maßnahmen zur Weiterführung des Eisenbahnbetriebes und Möglichkeiten zur Behebung von Ursachen und dokumentieren die Maßnahmen in betrieblichen Unterlagen (Zugmeldebuch, Arbeits- und Störungsbuch). Im Rahmen des betrieblichen Qualitätsmanagements prüfen die Schülerinnen und Schüler die eingeleiteten Maßnahmen hinsichtlich der Wirksamkeit und Sicherheit. Sie dokumentieren diese in den betrieblichen Unterlagen. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Vorgehensweise unter Berücksichtigung von Sicherheit und Pünktlichkeit und leiten Schlussfolgerungen für zukünftige Situationen ab.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenZug- und Rangierbewegungen bei Störungen an signaltechnischen Anlagen leiten
Zeitrichtwert: 120 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, bei Störungen an signaltechnischen Anlagen den Bahnbetrieb sicher zu leiten. Die Schülerinnen und Schüler erkennen Störungen an den signaltechnischen Anlagen (Signale, Weichen, Bahnübergangssicherung, Gleisfreimeldeanlagen, Blockeinrichtungen) und deren Auswirkungen bei der Durchführung von Zug- und Rangierfahrten. Die Schülerinnen und Schüler bereiten für ausgewählte Störungsfälle Handlungsabläufe auf. Dabei nutzen sie technische und betriebliche Regelwerke und wenden Fachbegriffe auch in einer fremden Sprache an. Sie entwickeln Konzepte für die notwendige Kommunikation mit allen Beteiligten (Fachkräfte Leit- und Sicherungstechnik, Fachkräfte Oberbau und Entstörungsstellen). Sie stellen Grundsätze für das Führen von Unterlagen (Zugmeldebuch, Arbeits- und Störungsbuch, Fernsprechbuch) im Störungsfall dar. Dabei verdeutlichen sie sich die Notwendigkeit der sicheren Aufrechterhaltung oder Wiederaufnahme des Bahnbetriebes. Die Schülerinnen und Schüler handeln in der Störungssituation umsichtig und entsprechend der betrieblichen Vorgaben. Sie beschreiben die Entscheidungsszenarien und machen die Notwendigkeit des Einhaltens von Meldewegen und das Führen der entsprechenden Unterlagen deutlich. Sie arbeiten ihre Verantwortung für eine sichere Betriebsführung heraus und konturieren das kontinuierliche Sicherheitsmanagementsystem. Die Schülerinnen und Schüler überdenken ihre Vorgehensweise und untersuchen sie im Hinblick auf die Erfüllung von Vorgaben im Störungsfall. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr Handeln und übertragen ihre Erkenntnisse auf neue Situationen.
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenBeteiligte bei gefährlichen Ereignissen unterstützen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Gefahrensituationen zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu deren Abwehr auszuwählen und einzuleiten. Die Schülerinnen und Schüler erfassen und analysieren Gefahrensituationen, betriebliche Abläufe und Prozesse hinsichtlich der betrieblichen Handlungen bei einem gefährlichen Ereignis im Bahnbetrieb. Sie ermitteln die zu treffenden Maßnahmen unter der Berücksichtigung der betreffenden Richtlinien, betrieblichen Regelungen und der Vorgehensweise bei Notfällen sowie beim Störungsmanagement. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Kategorien gefährlicher Ereignisse (Störungen und Unfälle) und die daran Beteiligten (Notfallmanagerinnen und Notfallmanager, Notdienst, Rettungskräfte). Sie ermitteln anhand des Notfallmanagements die bei gefährlichen Unregelmäßigkeiten (Unfällen, Bränden, Katastrophen) sowie Störungen zu ergreifenden Maßnahmen (Meldekette, Erstmeldung, Maßnahmen am Ereignisort). Dabei berücksichtigen sie die Besonderheiten bei elektrifizierter Infrastruktur und Gefahrguttransporten. Die Schülerinnen und Schüler konzipieren anhand gefährlicher Ereignisse einzuleitende Maßnahmen zur Aufrechterhaltung oder Wiederaufnahme des Bahnbetriebs. Sie dokumentieren ihre Ergebnisse auch unter Verwendung digitaler Medien und schaffen so die Voraussetzung für sicheres und schnelles Reagieren im Notfall. Die Schülerinnen und Schüler handeln in Gefahrsituationen umsichtig und entsprechend der betrieblichen Vorgaben und beachten dabei datenschutzrechtliche Aspekte hinsichtlich Auskünften gegenüber Behörden, Medien und anderen Dritten. Sie nutzen Handlungshilfen zum Melden gefährlicher Ereignisse. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die eingeleiteten Maßnahmen bei gefährlichen Ereignissen im Bahnbetrieb hinsichtlich der Sicherheit und Wirksamkeit sowie der Zusammenarbeit und Kommunikation mit allen Beteiligten. Sie dokumentieren die Maßnahmen in den betrieblichen Unterlagen. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die eingeleiteten Maßnahmen bei gefährlichen Ereignissen und bewerten diese hinsichtlich der Aufrechterhaltung oder Wiederaufnahme des Bahnbetriebs sowie der Auswirkungen auf die Umwelt. Sie werden sich ihrer Rolle bewusst und vergegenwärtigen sich ihrer Verantwortung in Gefahrensituationen. Sie sind sich der Bedeutung von themenbezogenen Weiterbildungen bewusst.
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenTrassen konstruieren und koordinieren
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, an Trassenplanungen und Trassenkonstruktionen mitzuwirken. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Prozess von der Trassenanmeldung über die Fahrplanerstellung bis zur Koordinierung von Trassen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch in einer Fremdsprache und mit digitalen Medien über europäische sowie nationale Vorgaben, Zuständigkeiten (Eisenbahn-Bundesamt, Bundesnetzagentur, diskriminierungsfreier Zugang) und Rahmenbedingungen der Fahrplanvorgaben (Zuggattung, Zugcharakteristik, Fahrplanarten, Fahrzeit, Sperrzeit, Pufferzeit, Fahrzeitentreppen) sowie die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der Trassennutzung. Die Schülerinnen und Schüler skizzieren für eine Trassenanmeldung einen Fahrplan unter Beachtung der betrieblichen Regelwerke sowie der Qualitätsvorgaben, um die Stabilität des tagesaktuellen Fahrplans zu unterstützen. Die Schülerinnen und Schüler wenden Fahrpläne auf verschiedene Betriebssituationen an. Sie koordinieren diese im Bedarfsfall in Absprache mit der Zug- und Bereichsdisposition sowie den Leitstellen der Eisenbahnverkehrsunternehmen entsprechend der betrieblichen Regelwerke (Dispositionsregelkreis). Dabei kommunizieren sie auch in einer Fremdsprache. Die Schülerinnen und Schüler vergegenwärtigen sich die Notwendigkeit der zeit- und bedarfsgerechten Bereitstellung der Fahrzeuge, Infrastruktur und Personal. Sie bringen dabei die Trassenwünsche der Eisenbahnverkehrsunternehmen mit den vorhandenen Kapazitäten der Infrastruktur in Einklang. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen ihre eingeleiteten Maßnahmen auf Wirksamkeit und leiten bei Abweichungen dispositive Maßnahmen ein. Sie werden sich der Notwendigkeit und der Grenzen des eigenverantwortlichen Handelns bewusst.
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenBerufsbezogene Projekte durchführen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, berufsbezogene Entwicklungen im Bahnbetrieb mitzugestalten. Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich die Gestaltung ihres jetzigen und zukünftigen Arbeitsplatzes unter dem Aspekt von Sicherheit und Gesundheit. Dabei kommunizieren sie mit Vorgesetzten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie im Team situationsgerecht und zielorientiert. Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich mit Hilfe analoger und digitaler Medien einen Überblick über die Rahmenbedingungen und Zielsetzungen berufsbezogener Projekte. Sie recherchieren die für das Projekt erforderlichen Informations- und Kommunikationsstrukturen. Hierfür nutzen sie auch fremdsprachliche Quellen. Die Schülerinnen und Schüler organisieren sich selbstständig im Projektteam. Sie planen und strukturieren den Projektablauf eigenverantwortlich und schätzen den zeitlichen und personellen Aufwand ein. Sie legen Regeln insbesondere zur Konfliktlösung fest. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren den Projektstatus und passen Projektabläufe flexibel an mögliche veränderte Anforderungen an. Sie lösen gemeinsam Konflikte bei der Umsetzung des Plans. Sie veranschaulichen am gewählten Projekt die zu erwartenden Chancen und Risiken für das Eisenbahnunternehmen und den eigenen Arbeitsplatz. Sie dokumentieren den Arbeitsfortschritt und präsentieren Projektergebnisse. Für die Dokumentation des Projektstatus und zur Gewährleistung des Informations- und Kommunikationsflusses im Team sowie mit anderen Beteiligten nutzen sie digitale Medien. Sie arbeiten strukturiert und sorgfältig. Die Schülerinnen und Schüler werten die Projektergebnisse aus. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen das eigene Handeln und die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams. Sie entwickeln Vorschläge zur Optimierung der Projektabläufe und schätzen ihre Rolle hinsichtlich der eigenen Gesunderhaltung ein.
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenHäufige Fragen zu Eisenbahner im Betriebsdienst Lokführer und Transport
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