Arbeitsblätter & Unterrichtsmaterial für Brauer und Mälzer
Erstellen Sie mit KI handlungsorientierte Arbeitsblätter, Infotexte und Lösungsbögen – exakt abgestimmt auf die 15 Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplans.
Lernfelder für Brauer und Mälzer im Überblick
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Beruf, Betrieb und Produkte präsentieren
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, ihren Beruf, ihren Betrieb und die von ihnen herzustellenden Produkte zu präsentieren. Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit den Strukturen ihres Betriebes, den dort hergestellten Produkten und den Arbeitsabläufen vertraut. Sie verschaffen sich einen Überblick über die Prozesse der Malz- und Bierherstellung. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die mit der Herstellung verbundenen rechtlichen Vorgaben und Rahmenbedingungen (vorläufiges Biergesetz, Bierverordnung, Verbrauchererwartung, Biersteuer, Hygiene- und Arbeitssicherheitsbestimmungen). Sie erkundigen sich über die Auswirkungen des Alkohols auf Gesundheit und Gesellschaft und über einen verantwortungsvollen Alkoholkonsum. Die Schülerinnen und Schüler planen Präsentationen über ausgewählte Inhalte zu den Tätigkeitsbereichen ihres Berufes, ihres Betriebes sowie dessen Produkte. Dabei beachten sie den Datenschutz sowie Urheber- und Persönlichkeitsrechte. Sie nutzen auch digitale Medien und eine Fremdsprache. Sie entwickeln Kriterien zur Bewertung von Präsentationen mit Regeln für Feedback und wertschätzender Kommunikation. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren die Ergebnisse unter Verwendung der Fachsprache. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren und bewerten den Arbeitsprozess und die Präsentationen anhand der formulierten Kriterien. Dabei beachten sie die von ihnen entwickelten Regeln zur wertschätzenden Kommunikation. Sie diskutieren gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Anforderungen an ihre berufliche Tätigkeit und leiten daraus Wertvorstellungen ab.
Arbeitsblatt zu LF 1 erstellenGetreide für die Malzherstellung vorbereiten
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Getreide anzunehmen und es einzulagern. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, Getreide für die Malzherstellung vorzubereiten. Dafür machen sie sich mit den Anforderungen an das Getreide für die Malzherstellung (Inhaltsstoffe und Aufbau von Getreidekörnern) vertraut. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Methoden zur Analyse von Getreide (Probenahme, Handbonitierung, chemisch-mechanische und physiologische Untersuchungsmethoden). Sie verschaffen sich einen Überblick über die Möglichkeiten und Anlagen zur Einlagerung von Getreide (Transport, Reinigung, Sortierung, Trocknung und Lagerung). Sie erkunden Maßnahmen zur Arbeitssicherheit, zur Vermeidung von Staubexplosionen in der Mälzerei sowie die Minimierung von Staubbelastungen und Emissionen für Mensch und Umwelt. Die Schülerinnen und Schüler planen die Getreideannahme einschließlich der Getreideanalyse. Sie bereiten die Einlagerung des angenommenen Getreides unter Berücksichtigung der Werterhaltung und -steigerung vor. Dabei beachten sie die Vorgaben zum Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutz. Sie berechnen die Lagerkapazitäten für das einzulagernde Getreide. Die Schülerinnen und Schüler führen eine Getreideannahme durch. Sie analysieren das Getreide, werten die Ergebnisse aus und dokumentieren diese auch mit Hilfe digitaler Medien. Anschließend lagern sie das Getreide ein. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Einlagerung und beurteilen den Prozess der Getreidevorbereitung zur Malzherstellung.
Arbeitsblatt zu LF 2 erstellenMalz herstellen und bewerten
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Malz kundenorientiert herzustellen und die Qualität zu bewerten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag, Malz für die Bierbereitung herzustellen. Dazu verschaffen sich einen Überblick über die technische Einrichtung einer Mälzerei (Weichanlagen: Trichter-, Flachweiche und Weichtrommel; Keimanlagen: Saladin- , Lausmann- und Turmmälzerei; Darranlagen: Ein- und Zweihordendarre; Luftkonditionierungsanlagen). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Technologien des Weichens, Keimens und Darrens für die Herstellung von Malz (Standard-, Sonder- und Spezialmalz) und deren Einsatz. Sie erfassen Möglichkeiten für den Umgang und die Weiterverwendung von anfallenden Nebenprodukten und Reststoffen unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen und Schüler planen den Mälzungsprozess von hellem und dunklem Standardmalz unter Verwendung von Weich-, Keim- und Darrdiagrammen. Sie berechnen Parameter beim Mälzungsprozess (Weichgrad, Mälzungsschwand, Energie- und Wasserbedarf). Die Schülerinnen und Schüler vermälzen das Getreide. Dabei wenden sie Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz an. Sie überwachen und dokumentieren den Mälzungsprozess auch digital, prüfen die Qualität des Malzes (Handbonitierung, Friabilimeter, Sortierung, Kongress- und Isothermes-65°C-Maischverfahren, Eiweißlösungsgrad). Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Einfluss der Qualität des hergestellten Malzes auf den Brauprozess und die Bierqualität. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen das Mälzen unter ökologischen, ökonomischen und brautechnologischen Aspekten.
Arbeitsblatt zu LF 3 erstellenRoh- und Abwasser beurteilen und aufbereiten
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Rohwasser zu beurteilen und für die Malz- und Bierbereitung aufzubereiten sowie Abwasser nachhaltig zu entsorgen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, Brauwasser bereitzustellen und Abwasser nachhaltig zu entsorgen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Anforderungen an Produktwässer zur Malz- und Bierherstellung hinsichtlich der Wasserqualität (Trinkwasserverordnung, Kationen und Anionen, pH-Wert, Karbonat-, Nichtkarbonat- und Gesamthärte, Restalkalität). Sie recherchieren Analysemethoden zur Beurteilung des Rohwassers und Grundlagen zur Berechnung von Wasserparametern (p- und m- Wert, Wasserhärten, Restalkalität). Sie machen sich kundig über die verschiedenen Verfahren zur Aufbereitung des Rohwassers bezüglich Enthärtung (Kalkfällung, Umkehrosmose, Kationen- und Anionentausch), Entkeimung (Chlordioxid, Ozonierung, Ultraviolette-Bestrahlung und Entkeimungsfiltration), Entgasung und informieren sich über die Anlagentechnik und verwendbare Werkstoffe. Sie ermitteln die Möglichkeiten der mechanischen und biologischen Abwasserbehandlung und machen sich mit aeroben und anaeroben Verfahren vertraut. Sie beschreiben Möglichkeiten der Probenahme und deren Auswertung (Imhofftrichter, pH-Wert, Temperatur, Chemischer und Biologischer Sauerstoffbedarf). Sie informieren sich über Grenzwerte zur Einleitung des Abwassers. Die Schülerinnen und Schüler planen die Analyse und Aufbereitung des Rohwassers und führen Berechnungen zur Aufbereitung durch. Sie planen die Abwasserentsorgung unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen und Schüler bereiten Rohwasser zu Produktwasser auf. Sie nehmen Proben, analysieren diese (Temperatur, pH-Wert, p- und m-Wertbestimmung, Wasserhärten, Restalkalität) und dokumentieren ihre Ergebnisse auch digital. Die Schülerinnen und Schüler behandeln das Abwasser und entsorgen dieses. Die Schülerinnen und Schüler prüfen den Prozess, beurteilen das Ergebnis und leiten Handlungsalternativen ab.
Arbeitsblatt zu LF 4 erstellenMalz annehmen und schroten
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Malz anzunehmen, Malze produktspezifisch zu mischen und den Schrotprozess durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, die Schüttung bereitzustellen. Dazu machen sie sich mit den handelsüblichen Malzsorten und deren Einsatz bei der Bierherstellung vertraut. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Malzannahme unter besonderer Berücksichtigung der Arbeitssicherheit und der Qualitätssicherung (Probenahme, Handbonitierung, Rückstellprobe, Malzliefervertrag). Sie verschaffen sich einen Überblick über die verschiedenen Anlagen zum Transport, zum Putzen und zum Zerkleinern der zur Verfügung stehenden Malze sowie die spezifischen Schrotverfahren und die Analyse (Handbonitierung, Plansichter, Spelzenvolumen) des Betriebsschrotes. Sie erfassen Möglichkeiten für den Umgang und die Weiterverwendung von anfallenden Nebenprodukten und Reststoffen unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen und Schüler planen die Schüttung unter Berücksichtigung der verwendeten Malzsorten und des herzustellenden Bieres. Dazu berechnen sie die benötigten Malzmengen. Die Schülerinnen und Schüler nehmen das Malz an, schroten es unter Beachtung der betrieblichen Arbeitsabläufe und prüfen die Schrotqualität. Sie stellen die Schrotmenge für die weitere Bierproduktion bereit. Sie dokumentieren den Prozess auch in digitaler Form. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren und beurteilen den Schrotprozess und verändern bei Bedarf einzelne Parameter.
Arbeitsblatt zu LF 5 erstellenMaischarbeit durchführen und Maischgefäße reinigen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, die Maischarbeit für verschiedene Biersorten und die Reinigung der Maischgefäße durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, eine biersortenspezifische Maische herzustellen und eine anschließende Reinigung der Maischgefäße durchzuführen. Dazu verschaffen sie sich einen Überblick über Geräte zur Maischebereitung und deren Darstellung in Rohrleitung- und Instrumentenfließbilder. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Vorgänge beim Maischen (Cytolyse, Proteolyse und Amylolyse) und die Parameter (pH-Wert, Temperatur, Menge, Zeiten) zur Steuerung dieser Prozesse. Sie verschaffen sich einen Überblick über die Maischverfahren (Infusions- und Dekoktionsverfahren, Springmaischverfahren), deren Einsatz für die Herstellung verschiedener Biersorten und den Einfluss der Malzqualität auf das Maischverfahren. Sie erfassen Möglichkeiten, den pH-Wert der Maische zu beeinflussen. Die Schülerinnen und Schüler machen sich kundig über Reinigungs- und Desinfektionsmittel sowie deren Einsatz und Wiederverwendbarkeit in der Brauerei. Die Schülerinnen und Schüler planen das Maischverfahren für eine ausgewählte Biersorte und führen die notwendigen Berechnungen durch (Gussführung, Teilmaischemengen, Volumen). Sie erstellen ein Reinigungskonzept (Stapelreinigung, verlorene Reinigung, Cleaning In Place) und berechnen Mengen und Konzentrationen der benötigten Reinigungsmittel. Dabei beachten sie einen ressourcenschonenden Einsatz von Energie und Rohstoffen. Die Schülerinnen und Schüler steuern den Maischprozess, erfassen Messwerte und dokumentieren diese (Maischdiagramm) auch digital. Die Schülerinnen und Schüler stellen die Reinigungslösungen entsprechend der Herstellerangaben her und reinigen die Maischgefäße. Dabei beachten sie die Arbeitssicherheitsvorschriften. Sie überprüfen die Reinigungsmittel auf Wiederverwendbarkeit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Prozess und beurteilen die Maische analytisch und sensorisch. Sie überprüfen die Reinigung und dokumentieren diese auch digital.
Arbeitsblatt zu LF 6 erstellenMaische abläutern
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, den Läuterprozess durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, die Maische abzuläutern. Dazu machen sie sich mit den Anforderungen an den Läuterprozess, mit der Technologie des Abläuterns und Aufbau sowie Funktion verschiedener Läutersysteme (Läuterbottich, Maischefilter) vertraut. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Einflussfaktoren (Temperatur, Füllstand, Druck, Trübung, Durchfluss, Gussführung) auf die Läuterarbeit und Aufbau sowie Funktionsprinzip der gängigen Sensoren zur Erfassung der Läuterparameter. Dabei verschaffen sie sich einen Überblick über elektronische Mess-, Steuer- und Regeleinheiten sowie zu erfassende Daten zur Kontrolle der Maisch- und Läuterarbeit. Sie vergleichen Möglichkeiten für Umgang und Weiterverwendung von Reststoffen. Die Schülerinnen und Schüler planen das Läutern und bereiten das Läutersystem sowie die dazugehörigen Leitungswege vor. Die Schülerinnen und Schüler läutern die Würze ab, erfassen Parameter und dokumentieren diese auch digital (Läuterdiagramm). Bei Läuterproblemen wenden sie Lösungsstrategien an und führen abschließend die Kontrolle der Läuterarbeit (aufschließbarer und auswaschbarer Extrakt, Extraktgehalt des Glattwassers) durch. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Verlauf des Läuterprozesses und beurteilen diesen.
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenWürze kochen und Hopfen geben
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Hopfen auszuwählen und die Würzekochung durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, Würze zu kochen und biersortentypisch zu hopfen. Dazu verschaffen sie sich einen Überblick über Hopfensorten (Aromahopfen, Bitterhopfen, Hochalphahopfen), deren Einsatz in der Brauerei (Heiß- und Kaltbereich) und die Qualitätskriterien des Hopfens (Handbonitierung). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Zusammensetzung des Hopfens und die Eigenschaften der Hopfenbestandteile (Bitterstoffe, Gerbstoffe, Öle) sowie über Hopfenprodukte (Dolden, Pellets, Extrakt) und deren Herstellung. Sie machen sich mit den technologischen Vorgängen beim Würzekochen, den Anforderungen an die Ausschlagwürze sowie Aufbau und die Funktion verschiedener Würzekochsysteme und Dampferzeuger vertraut. Sie sondieren Möglichkeiten zur Einsparung und Rückgewinnung von Energie beim Würzekochen (thermische und mechanische Brüdenverdichtung, Pfannendunstkondensator, Energiespeichersysteme). Die Schülerinnen und Schüler planen das Würzekochen (Verdampfungsziffer, Gesamtverdampfung) und berechnen die Hopfengabe. Die Schülerinnen und Schüler führen das Würzekochen und die Hopfengabe durch. Dabei achten sie auf die Arbeitssicherheit. Sie nehmen Proben und bestimmen den Extraktgehalt. Sie dokumentieren die Parameter in einem Sudbericht auch digital. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr Vorgehen und bewerten das Würzekochen. Sie beurteilen die Ausschlagwürze (Bruch, Farbe, Volumen, pH-Wert, Jodnormalität, Extraktgehalt). Sie berechnen die Sudhausausbeute und vergleichen diese mit den betrieblichen Kennzahlen, erkennen Abweichungen und leiten daraus zukünftige Vorgehensweisen ab.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenWürze klären, kühlen und anstellen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, die Würze zu klären, zu kühlen, anzustellen und die Qualität der Würzebehandlung zu beurteilen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, die Ausschlagwürze zum Anstellen vorzubereiten. Dazu verschaffen sie sich einen Überblick über die technischen Einrichtungen der Würzebehandlung (Klären, Kühlen, Belüften) und Heißtrubverwertung. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Anforderungen an die Anstellwürze. Sie machen sich mit der Technik der Kälteerzeugung (Kompressionskälteanlage), den Kühlanlagen in der Brauerei (direkte und indirekte Kühlung) sowie Möglichkeiten der Energieeinsparung und -rückgewinnung vertraut. Die Schülerinnen und Schüler erfassen Aufbau und Stoffwechsel (alkoholische Gärung, Atmung) der Hefe und erkunden Eigenschaften von Brauhefen auch unter Verwendung fremdsprachiger Texte. Sie verschaffen sich einen Überblick über das Hefemanagement (Hefeherführung, Hefegabe, Hefeernte, Hefebehandlung). Sie planen die Behandlung der Ausschlagwürze und das Anstellen. Sie berechnen die Hefegabe. Die Schülerinnen und Schüler führen die Würzebehandlung durch, überwachen und dokumentieren diese auch digital und prüfen die Qualität der Anstellwürze (Anstelltemperatur, Extrakt- und Sauerstoffgehalt der Würze, Endvergärungsgrad). Sie berechnen Parameter (Energieeinsatz, Wärmerückgewinnung, Fließgeschwindigkeit, Wasserbedarf). Sie stellen die Würze an und wenden Hygienemaßnahmen zur Vermeidung von Kontaminationen der Hefe und der Würze an. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Prozess und beurteilen die Würzebehandlung unter Verwendung der Fachsprache.
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenGär- und Reifungsprozesse steuern und Lagerung durchführen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Gär- und Reifungsvorgänge zu steuern, die Lagerung durchzuführen und diese Prozesse zu dokumentieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, die angestellte Würze zu ausstoßreifem Bier zu veredeln. Dafür machen sie sich kundig über die Vorgänge während der Gärung, Reifung und Lagerung. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Gärverfahren, Gärungshaupt- und Gärungsnebenprodukte sowie Möglichkeiten, deren Bildung und Abbau zu steuern. Sie ermitteln Qualitätsanforderungen an das Bier (pH-Wert, Kohlendioxidgehalt, Diacetylgehalt, Sauerstoffgehalt, Vergärungsgrad, Alkoholgehalt, Trübung, Sensorik). Sie verschaffen sich einen Überblick über die technische Einrichtung des Gär- und Lagerkellers einschließlich der Sicherheitseinrichtungen, Pumpen und Ventile. Sie erkunden Möglichkeiten der Reinigung und Desinfektion der Anlagen in Gär- und Lagerkeller. Sie informieren sich über die Eigenschaften von Kohlendioxid, dessen Gefährdungspotential und seine Verwendungsmöglichkeiten in der Brauerei. Sie erschließen Möglichkeiten für den Umgang und die Weiterverwendung von anfallenden Nebenprodukten und Reststoffen (Kohlendioxid-Rückgewinnung, Erntehefe, Geläger). Die Schülerinnen und Schüler planen das Gär- und Reifungsverfahren sowie die Reinigung und Desinfektion der Anlagen unter Berücksichtigung der Arbeitssicherheit. Sie bereiten die Anlagen für die Gärung und Reifung vor. Die Schülerinnen und Schüler führen Gärung und Reifung durch, steuern den Prozess und dokumentieren den Gär- und Reifungsverlauf in Gärdiagrammen auch digital. Sie reinigen und desinfizieren die Anlagen des Gär- und Lagerkellers. Dabei beachten sie die Vorgaben zum Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutz. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen den Prozess der Gärung und Reifung und bewerten das Bier sensorisch. Sie beurteilen den Prozess und leiten bei Abweichungen Maßnahmen zur Verbesserung ein.
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenBier filtrieren und stabilisieren
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Bier zu filtrieren und zu stabilisieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, das Bier glanzfein zu machen und die Haltbarkeit zu erhöhen. Sie machen sich über Bauformen und Funktion von Filtern (Anschwemmfilter, Schichtenfilter, Membranfilter) sowie Filtermittel und Filterhilfsmittel kundig. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Technologie und Verfahrensschritte der Anschwemmfiltration sowie der kieselgurfreien Filtration. Sie verschaffen sich einen Überblick über Filtrationsparameter (Sauerstoff, Kohlendioxidgehalt, Druck, Temperatur, Stammwürze, Trübung, Dosage) und deren Einfluss auf die Filterleistung. Sie erkunden Möglichkeiten der biologischen Stabilisierung von Bier (Kurzzeiterhitzung, Pasteurisation, Kaltaseptik, Entkeimungsfiltration). Sie erschließen sich Faktoren der Trübungsbildung und Möglichkeiten der kolloidalen Stabilisierung von Bier. Sie ermitteln Einflussfaktoren auf die Geschmacksstabilität und erkunden Maßnahmen zur Reduzierung dieser Einflüsse. Sie informieren sich über die Durchführung der sterilen Probenahme und deren Auswertung. Sie vergleichen Möglichkeiten für den nachhaltigen Umgang, die Weiterverwendung und Entsorgung der anfallenden Nebenprodukte und Reststoffe (Filtermittel, Filterhilfsmittelrückstände, Vor- und Nachlauf). Die Schülerinnen und Schüler planen den Filtrations- und Stabilisierungsprozess und berechnen Parameter (Tankgrößen, Mengen für Filtermittel und Filterhilfsmittel, Pasteureinheiten, Fließgeschwindigkeit). Sie bereiten die Anlagen für die Filtration und Stabilisierung durch Reinigungs- und Sterilisationsmaßnahmen vor und überprüfen diese durch sterile Probenahme. Die Schülerinnen und Schüler führen die Filtration und Stabilisierung durch und steuern den Prozess durch Aufnahme und Vergleich von Filtrationsparametern. Bei Abweichungen leiten sie Gegenmaßnahmen ein. Sie dokumentieren den Verlauf in Filtrationsprotokollen auch digital. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen den Prozess und bewerten das Bier sensorisch und analytisch (Forciertest).
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenBier abfüllen, ausstatten und lagern
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Bier in verschiedene Gebinde abzufüllen, auszustatten und zu lagern. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, Bier abzufüllen, auszustatten und zu lagern. Dafür machen sie sich über Aufbau und Funktionsweise der Anlagen im Abfüllbereich (Trocken- und Nassbereich) und die verwendeten Gebinde (Glasflasche, Keg und Dose) kundig. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über rechtliche Grundlagen der Lebensmittelkennzeichnung (Deklaration, zoll- und abgaberechtliche Vorschriften) und Inverkehrbringung (Lebensmittelinformationsverordnung, Fertigpackungsverordnung). Sie verschaffen sich einen Überblick über die Gefahrenanalyse und Kontrolle kritischer Punkte auf allen Stufen der Zubereitung, Verarbeitung, Herstellung, Verpackung, Lagerung, Beförderung, Verteilung, Behandlung und des Verkaufs von Bier. Die Schülerinnen und Schüler planen Reinigung und Desinfektion von Leergut sowie Einrichtung, Umrüstung und Bedienung von Abfüllanlagen. Sie ermitteln den Energiebedarf und die Bedarfe an Hilfsstoffen, Bedarfsgegenständen, Verpackungsmaterial sowie Reinigungsmedien und stellen die Materialien bereit. Die Schülerinnen und Schüler füllen Bier ab. Sie überwachen den Vorgang (Füllmenge), nehmen Proben, analysieren diese (Farbe, Schaumstabilität, Sauerstoffgehalt, Kohlendioxidgehalt, biologische und chemisch-technische Haltbarkeit, pH-Wert, Extraktgehalt, Alkoholgehalt, Sensorik) und werten die Ergebnisse aus. Diese dokumentieren sie auch unter Nutzung digitaler Medien. Bei Abweichungen leiten sie Maßnahmen ein. Sie beachten die Vorgaben zum Arbeits- und Gesundheitsschutz, ökonomische und ökologische Aspekte der Abfüllung sowie die Produktsicherheit. Sie erstellen ein verkehrsfähiges Etikett, verpacken die abgefüllten Produkte und lagern diese ein. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Prozess und beurteilen das Endprodukt. Sie leiten Maßnahmen zur Prozessoptimierung ab.
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenErfrischungsgetränke, Biermischgetränke und alkoholfreies Bier herstellen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Erfrischungsgetränke, Biermischgetränke und alkoholfreies Bier herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, alkoholfreie Biere, Biermischgetränke und Erfrischungsgetränke herzustellen. Dazu machen sie sich über Verfahrensweisen zur Herstellung von alkoholfreiem Bier (Kälte-Kontakt-Verfahren, spezielle Hefen, gestoppte Gärung, Entalkoholisierung) und der Herstellung von Erfrischungsgetränken kundig. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Anlagen zur Herstellung von alkoholfreiem Bier und Erfrischungsgetränken (Ausmischanlage, Wasserentgasung, Karbonisierung). Sie erkundigen sich über die Besonderheiten bei der Abfüllung. Sie erfassen rechtliche Vorgaben (Nährwerttabelle, Bezeichnung, Zutaten, Konservierungsstoffe, Süßungsmittel) sowie Möglichkeiten der Haltbarmachung (Kaltentkeimung). Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung von alkoholfreiem Bier und Erfrischungsgetränken. Sie berechnen die benötigten Zutaten und stellen diese bereit. Sie erstellen ein verkehrsfähiges Etikett. Die Schülerinnen und Schüler stellen ein Biermischgetränk her. Sie bedienen Karbonisierungsanlagen, stellen den Kohlensäuregehalt ein, überprüfen den Prozess und dokumentieren diesen auch digital. Sie machen das hergestellte Produkt haltbar. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Herstellungsprozess und beurteilen das hergestellte Biermischgetränk nach sensorischen und ernährungsphysiologischen Merkmalen.
Arbeitsblatt zu LF 13 erstellenGetränkeschankanlagen betreiben und Produktpflege durchführen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Getränkeschankanlagen in Betrieb zu nehmen, zu übergeben und Produktpflege zu betreiben. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Kundenwünsche bezüglich Art und Menge benötigter Produkte sowie sich daraus ergebende Anforderungen an die bereitzustellende Getränkeschankanlage. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Aufbau und Funktion von Getränkeschankanlagen für Bier und Erfrischungsgetränke (Premix, Postmix) sowie über Vorschriften zum Einrichten und Betreiben (DIN-Normen, Regeln und Vorschriften der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Arbeitssicherheitsinformation). Sie ermitteln die Grundlagen der Produktpflege (Getränkelagerung, Reinigungs- und Hygienevorschriften, Glaspflege, Zapftechnik, Betriebsdruck). Die Schülerinnen und Schüler planen den Aufbau, die Inbetriebnahme und die Übergabe einer Schankanlage unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben (Gefährdungsbeurteilung, Überprüfung vor Inbetriebnahme, wiederkehrende Prüfung, Mitarbeitereinweisung, Übergabeprotokoll) einschließlich Reinigung und Wartung unter Einhaltung der Vorgaben zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Schülerinnen und Schüler bauen eine Getränkeschankanlage auf, reinigen diese und nehmen sie in Betrieb. Sie lagern und präsentieren Produkte und beraten Kunden situations- und adressatengerecht auch in einer Fremdsprache. Sie pflegen Gläser und schenken Getränke aus. Sie übergeben Getränkeschankanlagen an die Betreiber und weisen diesen ein. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren Inbetriebnahme und Übergabe der Getränkeschankanlage und werten Kundenrückmeldungen aus. Sie bewerten Arbeitsprozess sowie Arbeitsergebnisse und leiten Handlungsalternativen ab.
Arbeitsblatt zu LF 14 erstellenProdukte entwickeln
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, ein Produkt zu entwickeln, zu bewerten und zu präsentieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag, ein Getränk zu entwickeln. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Entwicklungen auf dem Getränkemarkt und über die Verwendung von alternativen Roh- und Hilfsstoffen. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung eines Produktes unter Berücksichtigung der rechtlichen Vorgaben sowie ökonomischer und ökologischer Gesichtspunkte. Sie legen das Rezept, die betrieblichen Arbeitsabläufe und die Anforderungen an das Getränk fest. Sie berechnen die Rohstoff- und Hilfsstoffmenge. Die Schülerinnen und Schüler stellen das Produkt her und dokumentieren die Produktion auch digital. Sie präsentieren das Produkt unter Verwendung der Fachsprache auch in einer Fremdsprache. Sie analysieren das Produkt und beschreiben die sensorischen Eigenschaften. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Prozess, werten die Analysen aus und beurteilen die Produkte sensorisch. Sie geben Feedback und leiten Schlussfolgerungen für ihre zukünftige Arbeit ab.
Arbeitsblatt zu LF 15 erstellenHäufige Fragen zu Brauer und Mälzer
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