Arbeitsblätter & Unterrichtsmaterial für Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik
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Lernfelder für Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik im Überblick
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Baustellen einrichten
Zeitrichtwert: 20 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Baustellen auftragsbezogen unter Berücksichtigung des eigenen Berufes, anderer Gewerke und der örtlichen Gegebenheiten einzurichten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die örtliche Situation für die auftragsbezogene Einrichtung einer Baustelle unter Beachtung der Besonderheiten des eigenen Berufes, rationeller Arbeitsabläufe, der geplanten Maßnahmen zur Unfallverhütung und zum Umweltschutz. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über weitere am Bau Beteiligte und deren Verantwortungsbereiche (Bauberufe, Bauherr, Planungsbüros, Baufirmen, Bauaufsichtsbehörden). Sie lesen Baustelleneinrichtungspläne auch in einer fremden Sprache (Planbestandteile, Einrichtungsgegenstände, Platzbedarf, Symbole, Maßstab) und Bauzeitenpläne und ziehen Schlussfolgerungen zur Abfolge der Gewerke und der Arbeitsabschnitte. Sie informieren sich über das Verhalten auf Baustellen (Kommunikationsregeln, Weisungsbefugnis, Unfallmeldung, Erste Hilfe) und Unfallverhütungsmaßnahmen (persönliche Schutzausrüstung, Gefahrensymbole, Arbeits- und Schutzgerüste, Leitern, Verkehrssicherungsmaßnahmen, vorbeugender Brandschutz, Umgang mit elektrischem Strom) und über Maßnahmen des Umweltschutzes (Lagerung umweltkritischer Stoffe, Abfallentsorgung, Gewässerschutz). Die Schülerinnen und Schüler planen die Einrichtung der Arbeitsplätze für ihr Gewerk auf Basis von Baustelleneinrichtungsplänen und unter Berücksichtigung der örtlichen Bedingungen, der auftragsspezifischen Anforderungen und Arbeitsabläufe (Ergonomie, Lichtquellen). Dazu fertigen sie kommentierte Skizzen an, auch mit Hilfe digitaler Medien. Sie präsentieren ihre Arbeitsergebnisse im Kontext ihres Berufsbildes und stimmen ihre Planungen miteinander ab. Dabei beachten sie die Vorschriften zum Datenschutz, zur Datensicherheit und zum Urheberrecht. Die Schülerinnen und Schüler richten die Arbeitsplätze für ihr Gewerk auf der Grundlage des Bauzeitenplanes, des Baustelleneinrichtungsplanes und der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen ein. Dazu beachten sie Lager- und Stellflächen sowie Arbeits- und Parkflächen und bereiten den Einsatz von Werkzeugen und Maschinen vor. Sie treffen Vorsorge für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz für sich und andere. Sie prüfen Gerüste und Leitern, stellen Absperrungen auf und setzen vorgegebene Verkehrssicherheitsmaßnahmen um. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Vollständigkeit der Baustelleneinrichtung sowie die Einhaltung der Unfallverhütungsmaßnahmen und der Vorschriften zum Umweltschutz. Sie kontrollieren sowohl die Lage und Größe der eingemessenen Flächen als auch die Anordnung der Verkehrswege. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Planungen hinsichtlich der Durchführbarkeit und Wirtschaftlichkeit, reflektieren ihre Vorgehensweise, ihre Rolle im Betrieb und diskutieren eine mögliche Optimierung der Baustelleneinrichtung ihres Arbeitsplatzes. In der Kommunikation mit allen Auftragsbeteiligten wenden sie Berufssprache adressatengerecht an.
Arbeitsblatt zu LF 1 erstellenBauwerke erschließen und gründen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Bauwerke auftragsbezogen nach örtlichen Gegebenheiten zu erschließen und zu gründen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die örtlichen Gegebenheiten zur Erschließung und Gründung eines Bauwerks. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über Verfahren der Baugrunderkundung und Eigenschaften des Baugrundes (Bodenarten, Tragfähigkeit, Wassereinfluss). Sie unterscheiden Baugruben und Gräben sowie Gründungsarten (Einzel-, Streifen-, Plattenfundament). Sie informieren sich über Infrastrukturleitungen (Entwässerung, elektrischer Strom, Kommunikation, flüssige und gasförmige Medien) und unterscheiden Schächte nach Lage, Material und Funktion. Sie informieren sich über den Schichtenaufbau von Zufahrten sowie über Beläge und Möglichkeiten der Einfassung von gepflasterten Verkehrsflächen. Die Schülerinnen und Schüler entnehmen dem Fundamentplan Abmessungen und Lage der Fundamente und planen unter Berücksichtigung von Unfallverhütungsmaßnahmen und ergonomischen Arbeitsweisen die Abmessungen von Baugruben (Baugrubensicherung, Böschungswinkel) und Gräben (Grabenformen, Grabenverbaugeräte) und fertigen Zeichnungen (Draufsichten, Schnittzeichnungen) an. Sie entscheiden anhand der Bodenverhältnisse und des Wasserandrangs über die Notwendigkeit einer offenen oder geschlossenen Wasserhaltung. Sie berechnen den Oberbodenabtrag und die Erdmassen des Aushubs (Fläche, Volumen, Auflockerung, Dichte von Böden). Sie lesen die Leitungsführung aus einem Entwässerungsplan (Mischsystem, Trennsystem, Rohrwerkstoffe, Schächte) und verorten Durchführungen und Bohrungen. Für die gepflasterten Verkehrsflächen ermitteln sie den Baustoffbedarf auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler führen Vermessungsarbeiten (Fluchten, Höhen, Schnurgerüst) durch und setzen unter Einhaltung der Unfallverhütungsmaßnahmen für die Erdarbeiten (Bodenaushub, Einbau von Tragschichten, Planum, Verdichtung) Baumaschinen ein. Sie heben Baugruben aus, stellen den Fundamentaushub her und bereiten die Sohle für die Herstellung der Fundamente vor (Kraft, Sohldruck, Druckzwiebel) und beurteilen die Tragfähigkeit des Untergrundes. Sie verlegen die Leitungen, stellen die Fundamente her, verfüllen die Baugruben und Gräben und legen Verkehrsflächen an. Sie entsorgen belasteten Aushub umweltgerecht. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen die Baugruben und Gräben auf Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen und zur Größe des Arbeitsraumes. Sie prüfen das Gefälle der Leitungen und die Abmessungen und Lage der Fundamente entsprechend den Planvorgaben. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Vorgehensweise hinsichtlich des Flächenverbrauchs beim Aushub und der Wirtschaftlichkeit bei der Wiederverwertung der Erdmassen im Hinblick auf einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Boden.
Arbeitsblatt zu LF 2 erstellenEinschalige Baukörper mauern
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, einschaliges Mauerwerk auftragsbezogen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der auftragsbezogenen Anforderungen an den einschaligen Baukörper und der örtlichen Gegebenheiten. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über Funktionen von gemauerten Baukörpern (Wandarten und -aufgaben) und verschaffen sich einen Überblick über künstliche Mauersteine (Arten, Rohdichte, Druckfestigkeit) sowie Mauermörtel (Mörtelarten, Mörtelklassen) und deren Verarbeitung. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung des einschaligen gemauerten Baukörpers unter Beachtung der Mauerverbände (Läufer-, Block-, Kreuzverband) und der Maßordnung im Hochbau sowie der wirtschaftlichen Verwendung von Mauersteinen in unterschiedlichen Formaten. Mit Hilfe von Tabellen ermitteln sie den Baustoffbedarf. Sie entwerfen und zeichnen den Baukörper (Skizzen, Ausführungszeichnungen) auch mit Hilfe digitaler Medien, wählen Werkzeuge, Maschinen und Hilfsmittel (Messgeräte, Prüfmittel) aus und planen den Arbeitsablauf. Im Planungskonzept berücksichtigen sie den Schutz des Baukörpers vor Feuchtigkeit (horizontale und vertikale Abdichtungen, Dränung) und Witterung. Sie erstellen und präsentieren die Dokumentation ihrer Vorgehensweise unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen, umweltverträglichen und sozialen Aspekten. Die Schülerinnen und Schüler messen den Baukörper ein, erstellen ihn unter Beachtung der Verbandsregeln und dichten ihn gegen Feuchtigkeit ab. Dabei berücksichtigen sie die örtlichen Gegebenheiten (Anschlussflächen, Leistungen der Vorgewerke), vorgesehene Öffnungen und Vorlagen. Sie erstellen Arbeitsgerüste nach den Vorschriften zum Arbeitsschutz. Sie achten auf Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere, die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen sowie den Umgang mit Gefahrstoffen (Gesundheitsschutz, Umwelteinflüsse, Entsorgung) und ergonomische Arbeitsabläufe. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Waagerechte, das Lot und die Herstellungsmaße und vergleichen die Istwerte der Ausführung mit den Sollwerten in der Ausführungszeichnung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Herstellungsprozess und stellen ihre Arbeitsergebnisse, auch mit Hilfe digitaler Medien, vor. Sie vergleichen und bewerten ihre Ergebnisse und diskutieren Möglichkeiten von Verbesserungen. Dabei argumentieren sie sachlich und präzise und wenden Berufssprache adressatengerecht an.
Arbeitsblatt zu LF 3 erstellenStahlbetonbauteile herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Stahlbetonbauteile auftragsbezogen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der Funktion des Bauteils, der örtlichen Gegebenheiten sowie der Leistungen der Vorgewerke und beschreiben die daraus abzuleitenden Eigenschaften des Stahlbetonbauteils. Dabei berücksichtigen sie den Um- und Rückbau vorhandener Bauteile. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Betonausgangsstoffe (Zemente, Gesteinskörnungen, Wasser), Bewehrungen (Betonstabstahl, Betonstahlmatten) und Schalungen (Brett-, Systemschalung). Sie unterscheiden Beton nach der Druckfestigkeit, der Bewehrung, der Rohdichte, dem Erhärtungszustand (Frisch-, Festbeton) und dem Ort der Herstellung (Baustellenbeton, Transportbeton). Sie berücksichtigen die auf das Bauteil wirkenden Kräfte, die im Bauteil auftretenden Spannungen (Zug, Druck), die Lage der Bewehrung und das Zusammenwirken von Betonstahl und Beton (Verbund, Längenausdehnung, Betondeckung). Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung des Stahlbetonbauteiles. Dazu bestimmen sie anhand von Tabellen die Zusammensetzung des Betons unter Berücksichtigung der Umgebungsbedingungen (Expositionsklassen) sowie der Konsistenz, der Druckfestigkeit und der Sieblinie der Gesteinskörnung. Sie führen Berechnungen (Flächen, Volumen, Materialbedarfe, Wasserzementwert) durch und erstellen Zeichnungen (Schalungs-, Bewehrungszeichnungen) sowie Materiallisten (Holzlisten, Stahllisten) auch mit Hilfe digitaler Medien. Sie wählen Werkzeuge und Maschinen aus und planen die Arbeitsschritte zur Herstellung und zum Einbau des Stahlbetonbauteils. Die Schülerinnen und Schüler erstellen die Schalung sowie die Hilfs- und Tragkonstruktionen. Sie fertigen die Bewehrung an und bauen sie ein. Sie mischen den Beton, prüfen die Konsistenz (Ausbreitversuch) und betonieren das Bauteil (Betonverarbeitung, Nachbehandlung). Sie reinigen, prüfen und warten Maschinen, Werkzeuge und Schalungen. Sie achten auf die geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen und die Vorschriften zum Gesundheitsschutz (Hautschutz, Augenschutz), ergonomische Arbeitsabläufe sowie Möglichkeiten zur Vermeidung betriebsbedingter Belastungen für Umwelt und Gesellschaft im eigenen Aufgabenbereich (Entsorgung, Recycling). Die Schülerinnen und Schüler beurteilen das Stahlbetonbauteil hinsichtlich Tragfähigkeit, Maßgenauigkeit und Oberflächenbeschaffenheit und ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Sie dokumentieren die Ergebnisse und vergleichen diese mit den vorgegebenen Parametern. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Herstellungsprozess und beschreiben die Vor- und Nachteile des Einsatzes von Stahlbeton gegenüber anderen Baustoffen. Sie bewerten die Ausgangsmaterialien hinsichtlich wirtschaftlicher, umweltverträglicher und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit und ziehen auch alternative Ausgangsstoffe in Betracht.
Arbeitsblatt zu LF 4 erstellenHolzkonstruktionen herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Holzkonstruktionen auftragsbezogen nach wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die auftragsbezogenen Vorgaben für die Holzkonstruktionen, die örtlichen Gegebenheiten, die Leistungen der Vorgewerke und erläutern die daraus abzuleitenden Eigenschaften der Konstruktion. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich, auch mit Hilfe digitaler Medien, über den Aufbau des Holzes, über Holzarten und das Arbeiten des Holzes sowie die gesellschaftliche und ökologische Bedeutung des Waldes. Sie vergleichen Maßnahmen zum Schutz vor Feuchtigkeit und Schädlingsbefall (Insekten, Pilze) der Konstruktion. Sie unterscheiden die Bauschnitthölzer und die Holzwerkstoffe in ihren Eigenschaften, Qualitäten und Dimensionen und deren Lagerung. Die Schülerinnen und Schüler entwerfen und planen die Holzkonstruktionen. Bei der Holzauswahl berücksichtigen sie die auftragsspezifischen Vorgaben und Maßnahmen zum Holzschutz (konstruktiv, chemisch). Sie berücksichtigen den Verlauf der Kräfte in der Holzkonstruktion und wählen Holzverbindungen (zimmermanns-, ingenieursmäßige Holzverbindungen) und die Verbindungsmittel aus. Sie erstellen Zeichnungen (Verbindungen, Konstruktionen). Sie ermitteln den Materialbedarf (Verschnitt), erstellen Materiallisten (Holzlisten) auch mit digitalen Medien. Sie wählen Bearbeitungswerkzeuge und -maschinen aus und planen deren Einsatz. Dabei achten sie auf eine wirtschaftliche Ausführung und entwickeln Vorschläge für nachhaltiges Handeln im eigenen Arbeitsbereich. Die Schülerinnen und Schüler fertigen und errichten Holzkonstruktionen und setzen Bearbeitungswerkzeuge und -maschinen ein. Dabei achten sie auf ergonomische Arbeitsabläufe, Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere, die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen sowie den Umgang mit Gefahrstoffen (Gesundheitsschutz, Umweltschutz, Entsorgung). Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Ausführungsqualität der Holzkonstruktionen (Tragfähigkeit, Maßhaltigkeit, Gestaltung, Beständigkeit). In diesem Zusammenhang ergreifen sie Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Auswahl der Verbindungen, die Materialauswahl sowie den Herstellungsprozess und beurteilen die Nachhaltigkeit der Holzkonstruktion.
Arbeitsblatt zu LF 5 erstellenBauteile beschichten und bekleiden
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Bauteile auftragsbezogen nach wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten zu beschichten und zu bekleiden. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Vorgaben des Auftrages hinsichtlich der geforderten Eigenschaften der Bauteile und Vorgaben zur gestalterischen Ausführung. Sie dokumentieren, auch mit Hilfe digitaler Medien, und bewerten die örtlichen Gegebenheiten und Leistungen der Vorgewerke. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Materialien (Bindemittel, Mörtel, Dämmstoffe, Abdichtungsstoffe, Putze, Plattenwerkstoffe, keramische Beläge) und die Konstruktionen (Unterkonstruktionen, Untergründe, Estriche, Haftgründe, Trennschichten, Abdichtungen). Sie informieren sich über Gefährdungspotentiale (Asbest, Stäube) und über zu veranlassende Maßnahmen beim Um- und Rückbau von Bauteilen sowie der Bearbeitung von Materialien. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung und die Gestaltung der Beschichtungen und der Bekleidungen unter Beachtung der baulichen Gegebenheiten (Tragfähigkeit, Haftfähigkeit, Öffnungen, Anschlüsse) und bauphysikalischer Einflüsse (Wärme, Feuchtigkeit, Schall). Sie wählen die Materialen nach den zu erwartenden Beanspruchungen, die Ausführungstechniken sowie den Werkzeug- und Maschineneinsatz aus. Sie fertigen die Planungsunterlagen (Detailzeichnungen, Materiallisten, Arbeitsablaufpläne) auch mit Hilfe digitaler Medien an. Dabei achten sie auf die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler prüfen den Untergrund und bereiten ihn vor. Sie beschichten und bekleiden die Bauteile und stellen dabei Fugen und Anschlüsse her. Sie achten auf ergonomische Arbeitsabläufe, Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere und die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. Sie vermeiden Abfälle und führen Reststoffe einer umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung zu. Sie handeln beim Reinigen der Arbeitsmittel ökologisch verantwortlich. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Beschichtungen und die Bekleidungen hinsichtlich der Materialauswahl, der Ausführung (Maßhaltigkeit, Oberflächenqualität) und der Gestaltung. Sie ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Schülerinnen und Schüler stellen ihre Arbeitsergebnisse zur Diskussion und vertreten ihre Entscheidungen. Sie reflektieren den Planungs- und Umsetzungsprozess sowie die Materialauswahl hinsichtlich der auftragsbezogenen Vorgaben sowie der Aspekte der Nachhaltigkeit. Sie schlagen Möglichkeiten zur Optimierung vor und dokumentieren diese. Übersicht über die Lernfelder für die Berufsausbildung in Hochbauberufen Hochbaufacharbeiter und Hochbaufacharbeiterin; Schwerpunkt Maurerarbeiten 7 Einschalige Wände mauern 60 8 Zweischalige Wände mauern 60 9 Kellerwände in Mauerwerk und Stahlbeton herstel- 40 len 10 Stützen und Decken und Fundamente aus Stahlbe- 60 ton herstellen 11 Wände putzen und Estriche herstellen 60 Maurer und Maurerin 12 Gerade Treppen herstellen 60 13 Öffnungen mit Bögen überdecken 60 14 Mauerwerk aus natürlichen Steinen herstellen 40 15 Besondere Bauteile herstellen 60 16 Bauteile instand setzen 60 Summen: insgesamt 880 Stunden 320 280 280
Arbeitsblatt zu LF 6 erstellenEinschalige Wände mauern
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, einschalige Wände aus großformatigen künstlichen Steinen nach anerkannten Mauerregeln vorgabegemäß herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der geforderten Eigenschaften und Anforderungen an einschalige Wände und Ausfachungen unter Berücksichtigung der baulichen Situation. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Mauersteine verschiedener Formate für einschalige Wände (Planelemente, Wandbauplatten, Wandelemente) und Ausfachungen sowie deren Bearbeitung und Verarbeitung, auch mit Hilfe digitaler Medien. Sie verschaffen sich einen Überblick über die verschiedenen Mauermörtelarten (Normalmauermörtel, Leichtmauermörtel, Dünnbettmörtel) sowie Mörtelklassen und deren Verarbeitung. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung der einschaligen gemauerten Wand auch mit Hilfe von Versetzgeräten unter Beachtung des jeweiligen Überbindemaßes. Dabei berücksichtigen sie wirtschaftliche, umweltverträgliche, nachhaltige und ergonomische Aspekte. Nach der Maßordnung im Hochbau legen sie die Maße der Wand, sowie Aussparungen, Schlitze und Vorlagen unter Berücksichtigung der Standsicherheit fest. Sie berechnen die Baustoffmengen und wählen für die Bausituation mögliche Fertigteile sowie die entsprechenden Lastaufnahme und Anschlagmittel aus. Im Planungskonzept erstellen sie, auch computergestützt, Ausführungs- und Detailzeichnungen und berücksichtigen bauphysikalische Aspekte (Feuchtigkeitsschutz, Luftschall- und Wärmedämmung). Die Schülerinnen und Schüler messen die einschaligen Wände ein und erstellen diese unter Beachtung der Verbandsregeln auch mit Hilfe von Versetzgeräten sowie Arbeits- und Schutzgerüste und Leitern nach den Regeln des Arbeitsschutzes. Dabei berücksichtigen sie vorgesehene Öffnungen, Aussparungen und Vorlagen. Sie dichten die Wände gegen Feuchtigkeit (Horizontalsperre, Sockelabdichtung) ab. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Waagerechte, das Lot, die Verbandslösung, das Überbindemaß und die Herstellungsmaße und vergleichen die Istwerte der Ausführung mit den Sollwerten in der Technischen Zeichnung. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Kriterien zur Beurteilung der Arbeitsergebnisse. Mit Hilfe der Kriterien reflektieren sie den Herstellungsprozess und beurteilen ihn. Sie diskutieren über qualitative Verbesserungen, die Bedeutung automatischer Versetztechniken und die Entwicklung des Mauerwerksbaus. Bei ihrer Argumentation berücksichtigen sie auch den Rückbau und das Recycling des Mauerwerks.
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenZweischalige Wände mauern
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, zweischaliges Mauerwerk auftragsgemäß herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag und die bauliche Situation hinsichtlich der geforderten Eigenschaften und Anforderungen an zweischaliges Mauerwerk und beschreiben diese. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die konstruktive Ausführung zweischaligen Mauerwerks, über Funktionen und Anforderungen der einzelnen Mauerwerksschichten und deren Wirkungsweise (Innenschale, Luftschichtanker, Dämm- und Luftschicht, Außenschale) auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung der zweischaligen gemauerten Wand unter Beachtung gültiger Regeln, gestalterischer Anforderungen (Zierverbände, Fugenausbildung), der Maßordnung im Hochbau sowie der wirtschaftlichen Verwendung klein,- mittel- und großformatiger Mauersteine. Sie zeichnen den Baukörper (Skizzen, Ausführungszeichnungen) auch mit Hilfe digitaler Medien und planen den Arbeitsablauf. Mit Hilfe von Tabellen ermitteln sie den Baustoffbedarf für die geplante zweischalige Wandkonstruktion. Im Planungskonzept berücksichtigen sie bauphysikalische Aspekte (Feuchtigkeit, Schall- und Wärmedämmung) und konstruktive Besonderheiten (Öffnungen, Abfangungen, Dehnungsfugen, Belüftungs- und Entwässerungsöffnungen). Die Schülerinnen und Schüler messen die zweischalige Wand ein, berücksichtigen notwendige Feuchtigkeitssperren und erstellen sie unter Beachtung der Konstruktionsregeln. Sie erstellen ein für den Baukörper erforderliches Arbeitsgerüst unter Berücksichtigung der Regeln des Arbeitsschutzes. Sie achten auf Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere, die Einhaltung der geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen sowie den Umgang mit Gefahrstoffen (Gesundheitsschutz, Umwelteinflüsse, Entsorgung). Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Waagerechte, das Lot und die Herstellungsmaße des Baukörpers und vergleichen die Istwerte der Ausführung mit den Sollwerten in der Ausführungszeichnung. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Kriterien zur Beurteilung der Arbeitsergebnisse. Mit Hilfe des Kriterienkataloges reflektieren sie den Herstellungsprozess und begründen ihn. Sie erstellen und präsentieren die Dokumentation ihrer Vorgehensweise und diskutieren unter wirtschaftlichen, umweltverträglichen und sozialen Aspekten der Nachhaltigkeit alternative Lösungsmöglichkeiten, insbesondere Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen. Bei ihrer Argumentation berücksichtigen sie auch den Rückbau und das Recycling des zweischaligen Mauerwerks.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenKellerwände in Mauerwerk und Stahlbeton herstellen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, auftragsbezogen Kellerwände aus Mauerwerk und aus Stahlbeton herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag und die bauliche Situation hinsichtlich der geforderten Eigenschaften und Anforderungen an Kellerwände aus Mauerwerk und Stahlbeton und beschreiben diese. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über Anforderungen an Kellerwände (Feuchteschutz, Standsicherheit, Raumklima, Wärmedämmung) und vergleichen diese bei Kellerwänden aus Mauerwerk und Stahlbeton. Sie informieren sich über verschiedene Abdichtungsstoffe, deren Verarbeitung und Sicherheitsvorschriften. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung eines Kellers aus Mauersteinen und aus Stahlbeton unter Beachtung der Bauwerksabdichtung (Vertikalabdichtung: Lastfall Bodenfeuchtigkeit, nichtstauendes Sickerwasser, vorübergehend stauendes Sickerwasser, drückendes Wasser; Horizontalabdichtung; Dränung; Fugenband) der Standsicherheit und dem Hinterfüllen der Baugrube. Im Planungskonzept berücksichtigen sie bauphysikalische Aspekte (Schall- und Wärmedämmung) und fertigen Ausführungszeichnungen an. Die Schülerinnen und Schüler erstellen die Kellerwände unter Berücksichtigung der notwendigen Abdichtungen. Dabei beachten sie die Vorgaben zum Arbeitsschutz (Persönliche Schutzausrüstung, Arbeitsgerüst, Umgang mit Gefahrenstoffen) und die Möglichkeiten zur Vermeidung von Umweltbelastungen (Entsorgung von Verarbeitungsresten, Reinigen von Werkzeugen). Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Kelleraußenwand auf Maßhaltigkeit und die Funktion der Abdichtung. Dabei vergleichen sie die Istwerte der Ausführung mit den Sollwerten der Planung. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Kriterien zur Beurteilung der Arbeitsergebnisse. Mit Hilfe der Kriterien reflektieren sie den Herstellungsprozess und beurteilen ihn. Sie vergleichen die Kellerwände aus Mauerwerk und aus Stahlbeton und beurteilen die Konstruktionen nach ökologischen, ökonomischen und nachhaltigen Aspekten.
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenStützen, Decken und Fundamente aus Stahlbeton herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Stützen, Massivdecken und Fundamente aus Stahlbeton auftragsbezogen zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die bauliche Situation und den Auftrag einer herzustellenden Massivdecke, Stahlbetonstütze und Fundament hinsichtlich der Anforderungen an die Bauteile. Dabei berücksichtigen sie das Tragverhalten von Stahlbetonstützen, Massivdecken und Fundamenten und den Anschluss an angrenzende Bauteile. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich, auch in fremder Sprache und mit Hilfe digitaler Medien, über die Anforderungen an Decken-, Stützen- und Fundamentschalungen und erkundigen sich über die erforderlichen Schalungsteile und deren Aufgaben. Im Hinblick auf die Herstellung einer Massivdecke verschaffen sie sich einen Überblick über Deckenarten (Balkendecken, Plattenbalkendecken, Plattendecken, Halbfertigdecken) sowie über die unterschiedlichen Schalungssysteme (Modul-, Element-, Paneel-, Trägerschalung). Bezüglich der Herstellung einer Stahlbetonstütze und eines Fundamentes verschaffen sie sich einen Überblick über mögliche Ausführungen (Querschnittsformen) und Schalungen (systemlose Schalung, Systemschalung). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich kollaborativ über die unterschiedlichen statischen Systeme und die daraus resultierenden Bewehrungsführungen von Deckenplatten (Einfeld-, Mehrfeld- und Kragplatte) und Stahlbetonstützen (Längs-, Quer- und Anschlussbewehrung), sowie über die Lage der Bewehrung für Fundamente. Weiterhin erkundigen sie sich über die erforderlichen Bewehrungsarbeiten (Spannrichtung, Bewehrungsführung, Betondeckung) sowie die zu verwendenden Materialien (Betonstabstahl, Betonstahlmatten, Steckbügel, Unterstützungskörbe, Abstandshalter) und leiten Bewehrungsregeln ab. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung von Massivdecken, Stahlbetonstützen und Fundamenten. Dazu wählen sie einen Beton (Betonzusammensetzung, Druckfestigkeitsklasse, Expositionsklassen, Konsistenz). Sie ermitteln die erforderlichen Materialmengen (Beton, Schalung, Bewehrung), lesen Schalungs- und Bewehrungspläne und erstellen Schalungs- und Bewehrungszeichnungen, Schnittdarstellungen sowie die dazugehörigen Materiallisten (Stücklisten, Stahl- und Mattenlisten) auch mit Hilfe digitaler Medien. Bei den Planungsschritten des Schalungsbaus berücksichtigen sie bereits das Ausschalen der herzustellenden Bauteile (Trennmittel, Aufbau und Rückbau der Schalung). Die Schülerinnen und Schüler messen die Stützen, Decken und Fundamente mit analogen, digitalen und satellitengestützten Messgeräten ein, erstellen die Schalungskonstruktionen und bewehren nach Plan. Sie betonieren die Bauteile (Betonverarbeitung, Fallhöhen, Ausschalfristen) und führen eine Nachbehandlung durch. Sie beachten die Sicherheit am Arbeitsplatz, die geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen sowie Möglichkeiten nachhaltigen Bauens zur Vermeidung betriebsbedingter Belastungen für Umwelt und Gesellschaft im eigenen Aufgabenbereich (Umgang mit Trennmitteln, Entsorgung, Recycling, Pflege von Werkzeugen und Schalungen). Die Schülerinnen und Schüler prüfen und beurteilen die Qualität der hergestellten Massivdecken, Stahlbetonstützen und Fundamente und vergleichen diese mit den vorgegebenen Parametern (Auftrag, Bauplanung, Richtlinien). Die Schülerinnen und Schüler reflektieren kooperativ den Herstellungsprozess und beschreiben die Vor- und Nachteile der monolithischen Betonbauweise. Sie bewerten die eingesetzten Materialien hinsichtlich wirtschaftlicher, umweltverträglicher und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit und ziehen Alternativen in Betracht. Bei ihrer Argumentation berücksichtigen sie auch den Rückbau und das Recycling des Stahlbetons.
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenWände putzen und Estriche herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, auftragsbezogen Wände zu putzen und Estriche herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag und die baulichen Situationen der mit Putz- und Estrichsystemen zu beschichtenden Wand- und Bodenflächen. Dabei berücksichtigen sie die geforderten Eigenschaften und Vorgaben zu Gestaltung und Ausführung. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über Anforderungen an Putze (Putzgrund, Putzprofile, Putzträger, Putzaufbau, Eigenschaften), die Putzmörtelzusammensetzung und Anschlüsse an angrenzende Bauteile im Innen- und Außenbereich. Sie informieren sich über die Zusammensetzung von Estrichen (Zementestrich, Anhydritestrich), deren Aufbauten (Verbundestrich, Estrich auf Trennschicht, Schwimmender Estrich) und besonderen Anwendungsbereichen (Gefälleestrich, Ausgleichsestrich, bewehrter Estrich). Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung und Gestaltung von Wandputzen (Putzweisen) unter Beachtung bauphysikalischer Wechselwirkungen (Wärmespannung, Wärmedämmung, Feuchtigkeitseinfluss). Sie treffen eine Materialauswahl, erstellen Aufmaßskizzen und berechnen den Putzmörtelbedarf. Sie planen die Estrichkonstruktion und treffen eine Materialauswahl nach den zu erwartenden Beanspruchungen und den bauphysikalischen Wechselwirkungen (Schalldämmung, Trittschall, Körperschall, Wärmedämmung). Dabei berücksichtigen sie Rand-, Dehnungs- und Bewegungsfugen sowie die Nachbehandlung von Estrich. Sie erstellen Detailzeichnungen und berechnen den Materialbedarf. Die Schülerinnen und Schüler erstellen den Putz und den Estrich nach Kundenauftrag unter Beachtung der Konstruktionsregeln. Sie beachten die Sicherheit am Arbeitsplatz und die geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen. Sie vermeiden betriebsbedingte Belastungen (Entsorgung, Recycling, Pflege von Maschinen und Werkzeugen). Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die hergestellten Putz- und Estrichflächen hinsichtlich der Materialauswahl, der Ausführung, der Maßhaltigkeit sowie der Ebenheit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren gemeinsam den Herstellungsprozess hinsichtlich Oberfläche, Haltbarkeit und Gestaltung. Vor diesem Hintergrund schlagen sie mögliche Alternativen in der Ausführung vor und dokumentieren diese. Sie ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Sie bewerten die eingesetzten Materialien hinsichtlich wirtschaftlicher, umweltverträglicher und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit und ziehen Alternativen in Betracht. Bei ihrer Argumentation berücksichtigen sie auch den Rückbau und das Recycling des Putzes und des Estrichs.
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenGerade Treppen herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, auftragsbezogen einläufige gerade Treppen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren im Zusammenhang mit dem Auftrag zur Herstellung einer Treppe die bauliche Situation und die Anforderungen an die gerade Treppe. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch in fremder Sprache und mit digitalen Medien über Treppenarten, Bezeichnungen verschiedener Treppenteile und gültiger Vorschriften, sowie über Berechnungsgrundlagen gerader Treppen. Sie informieren sich über Stufenarten, Treppenkonstruktionen (unterstützte Stufen, freitragende Stufen, gemauerte Treppen, Werksteintreppen, Stahlbetontreppen aus Ortbeton, Treppen aus Stahlbetonfertigteilen, Podesttreppen), Treppenbewehrung (Spannrichtung, Stahlliste, Bewehrungsplan), Treppenschalungen, sowie Brand- und Trittschallschutz im Treppenbau. Die Schülerinnen und Schüler planen den Treppenaufriss unter Beachtung des Steigungsverhältnisses und mit Unterstützung digitaler Messungen anhand vorgegebener Koordinaten. Sie zeichnen auch mit Hilfe digitaler Medien die Treppe und die zur Erstellung notwendigen Konstruktionsdetails. Dabei berücksichtigen sie bauphysikalische Wechselwirkungen (Trittschallschutz, Witterungseinflüsse) und verschiedene Werkstoffe nach Kundenwunsch. Sie planen unter Berücksichtigung ökonomischer und ergonomischer Aspekte den Arbeitsablauf. Die Schülerinnen und Schüler erstellen die Treppe aus unterschiedlichen Werkstoffen (Stahlbeton, Mauerwerk, Naturstein) unter Berücksichtigung werkstoffspezifischer Herstellungsverfahren. Sie beachten die Sicherheit am Arbeitsplatz, die geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen sowie betriebsbedingte Belastungen für Umwelt und Gesellschaft im eigenen Aufgabenbereich (Entsorgung, Recycling, Pflege von Werkzeugen und Hilfsmitteln). Die Schülerinnen und Schüler prüfen und beurteilen die Qualität der hergestellten Treppe und vergleichen diese mit den vorgegebenen Parametern (Maßhaltigkeit, Oberfläche, Gestaltung, Ausführung) und führen ein protokolliertes Abnahmegespräch durch. Dabei beachten sie die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Herstellungsprozess und bewerten die eingesetzten Materialien hinsichtlich wirtschaftlicher, umweltverträglicher und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit und ziehen Alternativen in Betracht. Bei ihrer Argumentation berücksichtigen sie auch den Rückbau und das Recycling der Baustoffe.
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenÖffnungen mit Bögen überdecken
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, auftragsbezogen Maueröffnungen mit Bögen zu überdecken. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenwunsch nach einer gewölbte Öffnungsüberdeckung hinsichtlich deren Besonderheit und beschreiben diese. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Bogenarten, die Bezeichnungen der einzelnen Bogenteile und die Lastabtragung der unterschiedlichen Bögen (Kräfteverlauf im Bogen, resultierende Kraft, Bogenschub, Widerlager). Sie unterscheiden verschiedene Bogenkonstruktionen (Halbrundbogen, Segmentbogen, Korbbogen, Spitzbogen, Einhüftiger Bogen, Scheitrechter Bogen). Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung des Bogens (Bogenberechnung) und die erforderliche Hilfskonstruktion (Lehrbogen). Sie zeichnen den Bogen (Vorderansicht, Schnitt) unter Beachtung der Verbandsregeln, wählen Werkzeuge und Hilfsmittel (Messwerkzeuge) nach technischen Unterlagen aus und planen den Arbeitsablauf. Im Planungskonzept unterscheiden sie zwischen Sichtmauerwerk und verputzten Bögen aus großformatigen Steinen. Die Schülerinnen und Schüler messen die Wandöffnung ein und erstellen den Bogen nach ihren Ausführungszeichnungen auf einem Lehrgerüst (Aufriss). Dabei achten sie auf ein harmonisches Fugenbild, berücksichtigen die Regeln des Arbeitsschutzes und die Sicherheit am Arbeitsplatz für sich und andere. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Waagerechte, das Lot und die zulässigen Fugendicken am Bogen und vergleichen die Istwerte der Ausführung mit den Sollwerten aus der Ausführungszeichnung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Bogenherstellung im Hinblick auf Arbeitsaufwand, Kosten und Dauerhaftigkeit. Sie bewerten Vor- und Nachteile einer gewölbten Öffnungsüberdeckung hinsichtlich eingesetzter Materialien, Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und der Nachhaltigkeit. Dabei berücksichtigen sie den Rückbau und das Recyceln der eingesetzten Materialien.
Arbeitsblatt zu LF 13 erstellenMauerwerk aus natürlichen Steinen herstellen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, auftragsbezogen Mauerwerk aus natürlichen Steinen herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag und die baulichen Rahmenbedingungen zur Herstellung eines Mauerwerks aus natürlichen Steinen und beschreiben diese. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über Natursteinarten, deren Entstehung, Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten. Sie verschaffen sich einen Überblick über die allgemeinen Ausführungsregeln sowie deren Anwendung bei der Herstellung von einschaligem tragendem Mauerwerk und freistehendem Mauerwerk aus Natursteinen. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung der Wand aus Natursteinmauerwerk unter Beachtung der Standsicherheit, des Witterungsschutzes und gestalterischer Anforderungen, dabei berücksichtigen sie die Gründung, die Verbandslösung, Öffnungen und die Fugenausbildung. Sie erstellen Skizzen, Ausführungs- und Detailzeichnungen (Ansicht, Schnitt) des Mauerwerks, wählen Baustoffe (Natursteine, Mauermörtel) unter Beachtung ökonomischer und ökologischer Aspekte aus und ermitteln den Baustoffbedarf mit Hilfe von Tabellen. Sie planen den Arbeitsablauf und bestimmen den Geräte- und Maschineneinsatz. Die Schülerinnen und Schüler erstellen das Natursteinmauerwerk nach ihren Planunterlagen. Dabei berücksichtigen sie die Ausführungsregeln (Mörtelfugen, Abdeckungen, Öffnungen, Anschlüsse) und die Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Qualität der Ausführung des hergestellten Natursteinmauerwerks und vergleichen diese mit den vorgegebenen Parametern. Sie überprüfen die Herstellungsmaße und vergleichen diese mit den Ausführungszeichnungen. Mit Hilfe selbst erstellter Kriterien reflektieren die Schülerinnen und Schüler den Arbeitsprozess. Sie bewerten die eingesetzten Materialien hinsichtlich wirtschaftlicher, umweltverträglicher und ästhetischer Aspekte und ziehen Alternativen in Betracht.
Arbeitsblatt zu LF 14 erstellenBesondere Bauteile herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, auftragsbezogen besondere bauliche Situationen zu erfassen und situationsgerechte Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren nach Auftragserteilung die besondere bauliche Situation (Verbände für Pfeiler und Vorlagen, Schornstein aus Formteilen, Öffnungen mit Fertigteilen überdecken, Abfangungen in zweischaligem Mauerwerk, Mauerwerk- und Stahlbetonfertigteile, Elementwände) kommunizieren diese mit den Auftraggebenden und dokumentieren diese. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien (Herstellerangaben, Verarbeitungshinweise und Montageanleitung) über besondere Bauteile und deren Anforderungen. Die Schülerinnen und Schüler planen einen Arbeitsablauf und wählen entsprechende Arbeitsverfahren für die bauliche Situation sowie Materialien aus. Dabei berücksichtigen sie bauphysikalische Wechselwirkungen, Schall- und Brandschutzmaßnahmen und Aspekte der Energieeffizienz, sowie den Umgang mit Gefahrstoffen. Sie planen den Einsatz von Geräten und Maschinen unter Berücksichtigung der Arbeitssicherheit zur Erstellung besonderer Bauteile. Die Schülerinnen und Schüler stellen das besondere Bauteil mit Hilfe der ausgewählten Geräte und Werkzeuge her unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die besonderen Bauteile hinsichtlich der Dauerhaftigkeit, Oberflächenqualität, Gestaltung und Maßhaltigkeit. Sie bearbeiten Reklamationen und ergreifen Maßnahmen zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren gemeinsam den Herstellungsprozess, schlagen mögliche Alternativen in der Ausführung vor und dokumentieren diese.
Arbeitsblatt zu LF 15 erstellenBauteile instand setzen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, verfahrensorientiert Bauteile nach Schadensanalyse instand zu setzen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren instand zusetzende bauliche Situationen (Mauerwerk aus künstlichen und natürlichen Steinen, Putze, Estrich, Beton- und Stahlbeton, Wärmedämmverbundsysteme) hinsichtlich des vorhandenen Schadenbildes und möglicher Baufehler. Sie besprechen die auszuführenden Arbeiten mit den Kunden und dokumentieren diese unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich auch mit Hilfe digitaler Medien über Einflussfaktoren, die zu Schäden führen (Planungsfehler, Ausführungsfehler, Materialermüdung, Umwelteinflüsse), den Grad der Schädigung, Maßnahmen zur Schadensbegrenzung sowie über Möglichkeiten zur Instandsetzung und Sicherung des Bauteils und angrenzender Baukörper. Die Schülerinnen und Schüler planen die Instandsetzung eines Bauteils und schlagen entsprechende Arbeitsverfahren für die bauliche Situation vor und wählen Materialien aus. Sie berücksichtigen dabei Möglichkeiten der Oberflächengestaltung und des Oberflächenschutzes. Sie wählen Geräte und Maschinen aus und treffen Vorkehrungen zum Umgang mit Gefahrstoffen. Die Schülerinnen und Schüler führen eine Instandsetzung an einem Bauteil durch. Dabei beachten sie den Rückbau und das Recyclen der anfallenden Materialien und die Vorgaben des Arbeits- und Umweltschutzes. Sie beraten die Auftraggebenden hinsichtlich der Pflege und Instandhaltung des Bauteils und dokumentieren ihre Arbeitsschritte. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die instand gesetzten Bauteile hinsichtlich des Kundenauftrages und der Anforderungen nach den Instandsetzungsrichtlinien. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Instandsetzungsprozess im Hinblick auf Arbeitsaufwand und Kosten, Sicherung erhaltenswerter Bausubstanz sowie Dauerhaftigkeit des instand gesetzten Bauteils. Sie erkennen Konflikte zwischen fachlichen Erfordernissen, Vorgaben durch Regelwerke sowie Kundenwünschen und tragen zur Lösungsfindung bei. Sie ziehen Rückschlüsse auf neu zu erstellende Bauteile und Bauwerke unter dem Gesichtspunkt der Dauerhaftigkeit. Übersicht über die Lernfelder für die Berufsausbildung in Hochbauberufen Hochbaufacharbeiter und Hochbaufacharbeiterin; Schwerpunkt Beton- und Stahlbetonarbeiten 7 Einschalige Wände mauern 60 8 Stahlbetonstützen herstellen 60 9 Kellerwände in Mauerwerk und Stahlbeton herstel- 60 len 10 Massivdecken herstellen 60 11 Schalungen besonderer Bauteile herstellen 40 Beton- und Stahlbetonbauer und Beton- und Stahlbetonbauerin 12 Bauteile aus Halb- und Fertigteilen herstellen und 60 einbauen 13 Stahlbetontreppen herstellen 80 14 Stützwände herstellen 60 15 Bauteile aus Spannbeton herstellen 40 16 Stahlbetonbauteile instand setzen 40 Summen: insgesamt 880 Stunden 320 280 280
Arbeitsblatt zu LF 16 erstellenEinschalige Wände mauern
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, einschalige Wände aus großformatigen künstlichen Steinen nach anerkannten Mauerregeln vorgabegemäß herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der geforderten Eigenschaften und Anforderungen an einschalige Wände und Ausfachungen unter Berücksichtigung der baulichen Situation. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Mauersteine verschiedener Formate für einschalige Wände (Planelemente, Wandbauplatten, Wandelemente) und Ausfachungen sowie deren Bearbeitung und Verarbeitung, auch mit Hilfe digitaler Medien. Sie verschaffen sich einen Überblick über die verschiedenen Mauermörtelarten (Normalmauermörtel, Leichtmauermörtel, Dünnbettmörtel) sowie Mörtelklassen und deren Verarbeitung. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung der einschaligen gemauerten Wand auch mit Hilfe von Versetzgeräten unter Beachtung des jeweiligen Überbindemaßes. Dabei berücksichtigen sie wirtschaftliche, umweltverträgliche und nachhaltige Aspekte. Nach der Maßordnung im Hochbau legen sie die Maße der Wand, sowie Aussparungen, Schlitze und Vorlagen unter Berücksichtigung der Standsicherheit fest. Sie berechnen die Baustoffmengen und wählen für die Bausituation mögliche Fertigteile aus. Im Planungskonzept erstellen sie, auch computergestützt, Ausführungs- und Detailzeichnungen und berücksichtigen bauphysikalische Aspekte (Feuchtigkeitsschutz, Luftschall- und Wärmedämmung). Die Schülerinnen und Schüler messen die einschaligen Wände ein und erstellen diese unter Beachtung der Verbandsregeln auch mit Hilfe von Versetzgeräten sowie Arbeits- und Schutzgerüste nach den Regeln des Arbeitsschutzes. Dabei berücksichtigen sie vorgesehene Öffnungen, Aussparungen und Vorlagen. Sie dichten die Wände gegen Feuchtigkeit (Horizontalsperre, Sockelabdichtung) ab. Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Waagerechte, das Lot, die Verbandslösung, das Überbindemaß und die Herstellungsmaße und vergleichen die Istwerte der Ausführung mit den Sollwerten in der Technischen Zeichnung. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Kriterien zur Beurteilung der Arbeitsergebnisse. Mit Hilfe der Kriterien reflektieren sie den Herstellungsprozess und beurteilen ihn. Sie diskutieren über qualitative Verbesserungen, die Bedeutung automatischer Versetztechniken und die Entwicklung des Mauerwerksbaus. Bei ihrer Argumentation berücksichtigen sie auch den Rückbau und das Recycling des Mauerwerks.
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenStahlbetonstützen herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Stahlbetonstützen auftragsbezogen zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die bauliche Situation und den Auftrag hinsichtlich der Anforderungen an die herzustellende Stahlbetonstütze und beschreiben die daraus erforderlichen Eigenschaften. Dabei berücksichtigen sie das Tragverhalten einer Stütze und den Anschluss an das darunter sowie das darüber liegende Bauteil. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich, auch in fremder Sprache und mit Hilfe digitaler Medien über den Schalungsbau (systemlose Schalung, Systemschalung, Spezialschalungen) und die erforderliche Bewehrung (Längsbewehrung, Querbewehrung, Anschlussbewehrung, Stützenkopfverstärkung). Sie verschaffen sich einen Überblick über mögliche Betonarten (Transportbeton), deren Frisch- und Festbetoneigenschaften und die betontechnologischen Verarbeitungsregeln. Des Weiteren vergleichen sie die Schalung und Bewehrung für ein Einzelfundament einer Ortbetonstütze und einer Fertigteilstütze (Köcherfundament, Blockfundament). Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung einer Stahlbetonstütze. Dazu wählen sie einen Beton hinsichtlich der geforderten Eigenschaften (Druckfestigkeitsklasse, Expositionsklassen) und der Verarbeitung (Konsistenz, Verarbeitungszeit, Verdichtung) aus. Sie führen Berechnungen (Flächen, Volumen, Materialbedarfe) durch und erstellen Schalungs- und Bewehrungszeichnungen sowie Materiallisten (Stücklisten, Holzlisten, Stahllisten) auch mit Hilfe digitaler Medien. Bei den Planungsschritten des Schalungsbaus berücksichtigen sie bereits das Ausschalen des Bauteils (Trennmittel, Aufbau und Rückbau der Schalung) und die mögliche Wiederverwendung der einzelnen Teile. Sie entwerfen den Bewehrungskorb (Lage und Funktion der Bewehrung, Betondeckung, Stababstände). Die Schülerinnen und Schüler messen die Stahlbetonstütze ein und konstruieren die Stützenschalung sowie die Hilfs- und Tragkonstruktionen (Aussteifung der Schalung, Arbeitsgerüst). Sie bringen die Bewehrung ein (Abstandshalter, Anordnung der Bügelschlösser), betonieren das Bauteil (Betonverarbeitung, Fallhöhen, Ausschalfristen) und führen eine Nachbehandlung durch. Dabei beachten sie die Vorschriften zur Sicherheit am Arbeitsplatz und die geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen sowie Möglichkeiten zur Vermeidung betriebsbedingter Belastungen für Umwelt und Gesellschaft im eigenen Aufgabenbereich (Umgang mit Trennmitteln, Entsorgung, Recycling, Pflegen von Werkzeugen und Schalungen). Die Schülerinnen und Schüler prüfen während der Herstellung der Stahlbetonstütze die vorgegebenen Parameter der Schalung und der Bewehrung sowie die für den Beton vorgeschriebenen Frischbetonprüfungen (Konsistenz, Frischbetonrohdichte) und Festbetonprüfungen (Druckfestigkeit, Trockenrohdichte). Sie beurteilen die Qualität der fertigen Stahlbetonstütze. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Herstellungsprozess und beschreiben die Vor- und Nachteile von Ortbetonstützen gegenüber Fertigteilstützen. Sie bewerten die eingesetzten Materialien hinsichtlich wirtschaftlicher, umweltverträglicher und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit und ziehen Alternativen in Betracht. Dabei berücksichtigen sie den Rückbau und das Recyceln der eingesetzten Materialien.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenKellerwände in Mauerwerk und Stahlbeton herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, auftragsbezogen Kellerwände in Mauerwerk und in Stahlbeton zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die bauliche Situation und den Auftrag hinsichtlich der geforderten Eigenschaften und Anforderungen (Standsicherheit, Feuchteschutz). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich, auch mit Hilfe digitaler Medien über die Beanspruchung erdberührter Bauteile durch Feuchtigkeit (Bodenfeuchtigkeit, nichtdrückendes Wasser, von außen drückendes Wasser) und verschaffen sich einen Überblick über die Konstruktionsvarianten aus Mauerwerk und Stahlbeton. Sie vergleichen Werkstoffe für die Abdichtung von Kellerwänden (bahnenförmige Abdichtungsstoffe, flüssig zu verarbeitende Abdichtungssysteme), ihre Verarbeitung und Sicherheitsvorschriften sowie den Aufbau und die Ausführungsmöglichkeiten einer Dränung. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über das Ein- und Ausschalen einer Stahlbetonwand mit unterschiedlichen Schalungsarten (systemlose Schalung, Rahmenschalung, Trägerschalung) und leiten konstruktive Lösungen für verschiedene Schalungsdetails (Eckausbildung, Wandanschluss, Wandende, Längenausgleich, Stirnschalung Bodenplatte) ab. Sie verschaffen sich einen Überblick über das Bewehren von flächigen Stahlbetonbauteilen mit Betonstahlmatten und befassen sich mit der Bewehrungsanordnung, den Regeln für den Einbau der Bewehrung und ihrer zeichnerischen Darstellung (Bewehrungsplan, Schneideskizze). Sie setzen sich mit den verschiedenen Fugenarten (Arbeits-, Bewegungs-, Sollrissfuge) auseinander und lernen unterschiedliche Fugenabdichtungssysteme (Fugenbänder, Fugenbleche, Quelldichtungen, Injektionsdichtungen) und ihre Verarbeitung kennen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Betone mit hohem Wassereindringwiderstand für wasserundurchlässige Bauteile (Nutzungsklassen, Beanspruchungsklassen, Mindestanforderungen an den Beton). Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung eines Kellers aus Mauersteinen und aus Stahlbeton auf einer Bodenplatte unter Beachtung der Bauwerksabdichtung. Sie erstellen eine Schalungsplanung (zeichnerische Darstellung, Teileliste, Arbeitsablauf unter besonderer Berücksichtigung der Arbeitssicherheit), planen die Bewehrung der Kellerwand (zeichnerische Darstellung, Stahlauszug, Stahlliste, Schneideskizze) und erarbeiten eine Lösung für die Ausbildung der Arbeitsfuge zwischen Sohle und Wand. Die Schülerinnen und Schüler messen die Kellerwand ein und erstellen diese unter Berücksichtigung der notwendigen Abdichtungen. Dabei beachten sie die Vorgaben zum Arbeits- und Gesundheitsschutz (Persönliche Schutzausrüstung, Arbeitsgerüst, Umgang mit Gefahrenstoffen) und die Möglichkeiten zur Vermeidung von Umweltbelastungen (Entsorgung von Verarbeitungsresten, Reinigen von Werkzeugen). Die Schülerinnen und Schüler prüfen und beurteilen die Qualität der hergestellten Kellerwand und vergleichen diese mit den vorgegebenen Parametern (Auftrag, Bauplanung, Regelwerk). Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Kriterien zur Beurteilung der Arbeitsergebnisse. Mit Hilfe der Kriterien reflektieren sie den Herstellungsprozess und beurteilen ihn. Sie vergleichen die Kellerwände aus Mauerwerk und aus Stahlbeton und beurteilen die Konstruktionen nach ökologischen, ökonomischen und nachhaltigen Aspekten.
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenMassivdecken herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, die Schalung, Bewehrung, Betonzusammensetzung und Nachbehandlung für Massivdecken aus Stahlbeton auftragsbezogen zu planen und diese herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die bauliche Situation und den Auftrag hinsichtlich der Anforderungen der herzustellenden Massivdecke und beschreiben die daraus erforderlichen Eigenschaften. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Deckenkonstruktionen aus Stahlbeton (Rippendecke, Plattendecke, Plattenbalkendecke). Sie erkundigen sich über die Anforderungen an eine Deckenschalung und über die erforderlichen Schalungsteile mit ihren Aufgaben. Sie vergleichen die unterschiedlichen Schalungssysteme (Modul-, Element-, Paneel-, Trägerschalung). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die unterschiedlichen statischen Systeme bei Deckenplatten und die daraus resultierende Bewehrungsführung (Einfeldplatte, Mehrfeldplatte, Kragplatte). Sie ermitteln zielorientiert die Aufgaben der einzelnen Bewehrungsteile (Betonstahlmatten, Zulagen, Unterstützungskörbe, Steckbügel) und leiten die Bewehrungsregeln ab. Die Schülerinnen und Schüler erfassen verschiedene Schalungs- und Bewehrungspläne für Massivdecken. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich für ein Deckenschalungssystem und erstellen eine Schalungsplanung (Schalplan, Materialliste, Arbeitsablauf unter besonderer Berücksichtigung der Arbeitssicherheit). Sie leiten das statische System der Decke ab und planen die Bewehrung der Massivdecke (Bewehrungszeichnung mit Stahlauszug, Schneideskizze). Die Schülerinnen und Schüler planen die Betonzusammensetzung und ermitteln die erforderlichen Mengen an Zement, Gesteinskörnung und Wasser. Für die Nachbehandlung der Decke wählen und begründen sie ein Verfahren. Sie diskutieren einzelne Lösungsvorschläge, wägen sie gegeneinander ab, einigen sich kritisch-konstruktiv gemeinsam auf eine Variante und vertreten diese nach außen. Die Schülerinnen und Schüler messen die Decke ein, erstellen die Schalungskonstruktionen und bewehren nach Plan. Sie betonieren die Massivdecke (Betonverarbeitung, Fallhöhen, Ausschalfristen) und führen die Nachbehandlung durch. Sie beachten die Vorschriften zur Sicherheit am Arbeitsplatz, die geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen sowie Möglichkeiten nachhaltigen Bauens zur Vermeidung betriebsbedingter Belastungen für Umwelt und Gesellschaft im eigenen Aufgabenbereich (Umgang mit Trennmitteln, Entsorgung, Recycling, Pflege von Werkzeugen und Schalungen). Die Schülerinnen und Schüler prüfen und beurteilen die Qualität der hergestellten Massivdecken und vergleichen diese mit den vorgegebenen Parametern (Auftrag, Bauplanung, Regelwerk). Die Schülerinnen und Schüler reflektieren kooperativ den Herstellungsprozess und beschreiben die Vor- und Nachteile der monolithischen Betonbauweise. Sie bewerten die eingesetzten Materialien hinsichtlich wirtschaftlicher, umweltverträglicher und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit und ziehen Alternativen in Betracht.
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenSchalungen besonderer Bauteile herstellen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Schalungen für gerade Treppen mit Podest sowie für andere besondere Stahlbetonbauteile auch in Sichtbetonqualität zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die bauliche Situation und den Auftrag einer herzustellenden Schalung für eine gerade Treppe mit Podest sowie anderer besonderer Stahlbetonbauteile (konische Bauteile, Stützenköpfe) und die damit verbundenen Anforderungen und Funktionen der jeweiligen Schalungskonstruktion. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich, auch in fremder Sprache, über die Beanspruchung, die Aufgaben, den konstruktiven Aufbau sowie Form und Oberflächenbeschaffenheit (Richtlinien für Sichtbeton) des zu schalenden Bauteils. Im Hinblick auf die Herstellung des zu schalenden Bauteils verschaffen sie sich einen Überblick über die Schalungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung des zu verwendenden Betons und des zu erwartenden Schalungsdruckes. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung besonderer Stahlbetonbauteile und prüfen die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten der Schalungskonstruktion (systemlose Schalung, Spezialschalungen) sowie der damit verbundenen einzelnen Schalelemente (Schalhaut, Unterkonstruktion, Unterstützung). Sie bestimmen die Konstruktionsbeanspruchung (Schalungsdruck) und planen den technologischen Arbeitsablauf, indem sie die Konstruktion mit den dazugehörigen Materialien und Verbindungsmitteln für die Schalung erarbeiten sowie deren Form festlegen und die damit verbundenen einzelnen Arbeitsschritte (Schalungsregeln) beschreiben. Sie zeichnen Schalungskonstruktionen (gerade Treppenläufe mit Podest, konische Bauteile, Stützenköpfe) und erstellen dazu die Materiallisten (Stücklisten, Holzlisten) auch mit Hilfe digitaler Medien. Bei den Planungsschritten des Schalungsbaus berücksichtigen sie bereits das spätere Ausschalen der Bauteile (Trennmittel, Aufbau, Rückbau und Wiederverwendung der Schalung). Die Schülerinnen und Schüler erstellen Schalungen für besondere Stahlbetonbauteile sowie die dazugehörigen Hilfs- und Tragkonstruktionen (Aussteifung der Schalung, Arbeitsgerüste). Dabei beachten sie die Sicherheit für sich und andere am Arbeitsplatz (Absturzsicherung), die geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen sowie Möglichkeiten nachhaltigen Bauens zur Vermeidung betriebsbedingter Belastungen für Umwelt und Gesellschaft (Umgang mit Trennmitteln, Entsorgung, Recycling, Pflege von Werkzeugen und Schalungen). Die Schülerinnen und Schüler prüfen die Qualität der Schalung und vergleichen diese mit den vorgegebenen Parametern. Sie beurteilen die gewählte Schalungskonstruktion, die ausgewählten Materialien und Verbindungsmittel sowie die durchgeführten Arbeitsgänge (Ein- und Ausschalen). Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Arbeitsprozess zur Herstellung der Schalung eines besonderen Stahlbetonbauteils und optimieren diesen. Sie bewerten die eingesetzten Materialien hinsichtlich wirtschaftlicher, umweltverträglicher und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit und ziehen Alternativen in Betracht.
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenBauteile aus Halb- und Fertigteilen herstellen und einbauen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Stahlbetonwände und Stahlbetondecken und Schornsteine aus Fertigteilen und Halbfertigteilen auftragsbezogen zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren für einen Kundenauftrag die bauliche Situation und die technischen Anforderungen an die Konstruktion (Standsicherheit, bauphysikalische und gestalterische Anforderungen) und beschreiben die erforderlichen Eigenschaften des herzustellenden Bauteils. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich, auch mit Hilfe digitaler Medien und in fremder Sprache, über die Ausführung unterschiedlicher Konstruktionsvarianten für Stahlbetonwände und Stahlbetondecken in Fertigteilbauweise und Halbfertigteilbauweise (Hohlwandelemente, massive Wandelemente, Plattendecken, Balkendecken, Plattenbalkendecken) und über Schornsteine und Schornsteinelemente aus Betonfertigteilen. Sie setzen sich mit den Regeln für den Einbau der Elemente auseinander, verschaffen sich einen Überblick über die Darstellung in Verlegeplänen und befassen sich mit Montageanweisungen. Sie recherchieren den Einbau von Anschlussbewehrungen, Zulagebewehrungen und Ortbetonergänzungen. Die Schülerinnen und Schüler planen für einen Baukörper die Herstellung der Stahlbetonwände und Stahlbetondecken aus Fertigteilen und Halbfertigteilen und die Montage von Schornsteinen und Schornsteinelementen aus Betonfertigteilen. Sie entscheiden sich für Konstruktionsvarianten und erstellen eine vollständige Planung des Arbeitsablaufes (Verlegeplan, Detailzeichnungen für Auflagerbereich und Plattenstöße, Stücklisten, Montageanweisung, Betonmenge und Betonzusammensetzung, Nachbehandlung) unter Berücksichtigung der technischen Regelwerke. Die Schülerinnen und Schüler messen die Wände ein, stellen die Elemente entsprechend ihres Verlegeplanes und unter Berücksichtigung von Zulagebewehrungen und erforderlicher Fugenabdichtung auf und sichern diese. Sie bringen den Beton ein (Fallhöhe, Betonieren und Verdichten in Schichten). Dabei beachten sie die Sicherheit am Arbeitsplatz und Möglichkeiten zur Vermeidung von Umweltbelastungen. Weiterhin erstellen sie die Deckenkonstruktion nach Verlegeplan und Montageanweisung, bauen die zusätzliche Fugenbewehrung und die obere Deckenbewehrung ein, bringen den Beton ein und führen die Nachbehandlung durch. Sie montieren Schornsteine und Schornsteinelemente aus Betonfertigteilen. Die Schülerinnen und Schüler prüfen und beurteilen die Qualität der Wände, Decken und Schornsteine und vergleichen diese mit den Vorgaben. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Planungs- und Herstellungsprozess und beurteilen ihn. Sie beschreiben die Vorteile und Nachteile des Einsatzes von Fertigteilen und Halbfertigteilen gegenüber der Ortbetonbauweise und bewerten die eingesetzten Materialien und den Arbeitsablauf hinsichtlich wirtschaftlicher, umweltverträglicher und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit.
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenStahlbetontreppen herstellen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, auftragsbezogen gerade und gewendelte Treppen aus Stahlbeton unter Berücksichtigung von Bauvorschriften zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die bauliche Situation einer vorgegebenen Treppenöffnung und besprechen mit den Kunden den damit verbundenen Auftrag hinsichtlich der Anforderungen sowie der Gestaltungs- und Konstruktionsmerkmale der herzustellenden Treppe. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich, auch in fremder Sprache, über die Grundbegriffe des Treppenbaus (Lauflänge, Steigungsverhältnis, Treppenteile) sowie die verschiedenen Treppenformen und Konstruktionen gerader und gewendelter Treppen (Ortbetontreppen, Fertigteiltreppen). Sie verschaffen sich einen Überblick über die anzuwendenden Konstruktionsregeln und Vorschriften. Dabei vergleichen sie Vorteile und Nachteile gewendelter und gerader Treppen. Sie erschließen sich die Besonderheiten der Bewehrungsführung und des Trittschallschutzes durch Entkopplung. Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung einer Treppe unter Beachtung der baulichen Vorgaben (Grundriss, Treppenöffnung, Geschosshöhe, lichte Durchgangshöhe). Dabei wählen sie unter Berücksichtigung von Raumbedarf und gestalterischen Möglichkeiten eine Treppenform (einläufige und mehrläufige gerade Treppen, viertelgewendelte und halbgewendelte Treppen) aus. Sie legen die Maße der Treppe nach Schrittmaßregel, Bequemlichkeit und Sicherheit im Rahmen der baurechtlichen Grenzmaße fest. Sie zeichnen auch mit Hilfe digitaler Medien den Baukörper (Bewehrungspläne, Schalungspläne, Detailzeichnungen). Dabei berücksichtigen sie den Trittschallschutz. Sie verziehen die Stufen der gewendelten Treppe rechnerisch und zeichnerisch und wenden dabei die Grundsätze der Stufenverziehung an. Sie planen den technologischen und ergonomischen Arbeitsablauf, indem sie die Konstruktion mit den dazugehörigen Materialien und die damit verbundenen einzelnen Arbeitsschritte (Aufriss, Schalung, Spannrichtung, Bewehrung) beschreiben. Die Schülerinnen und Schüler reißen die Treppe auf und fertigen sie unter Berücksichtigung der im eingebauten Zustand sichtbaren Flächen an. Sie bauen die Schalungskonstruktion, bewehren nach Plan, betonieren die Treppe und führen die Nachbehandlung durch. Dabei beachten sie die Sicherheit am Arbeitsplatz, die geplanten Unfallverhütungsmaßnahmen sowie Möglichkeiten nachhaltigen Bauens zur Vermeidung betriebsbedingter Belastungen für Umwelt und Gesellschaft (Umgang mit Trennmitteln, Entsorgung, Recycling, Pflege von Werkzeugen und Schalungen). Die Schülerinnen und Schüler prüfen und beurteilen die Qualität der hergestellten Treppe und vergleichen diese mit den vorgegebenen Parametern und vertreten ihr Arbeitsergebnis gegenüber den Auftraggebenden. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Herstellungsprozess und bewerten die Eignung der ausgeführten Treppenkonstruktion.
Arbeitsblatt zu LF 13 erstellenStützwände herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Stützwände aus Stahlbeton auftragsbezogen zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die bauliche Situation und den Auftrag hinsichtlich der geforderten Eigenschaften und Anforderungen (Standsicherheit, Expositionsklassen) einer herzustellenden Stützwand. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Beanspruchung und Tragwirkung verschiedener Stützwandarten (Schwerlast- und Winkelstützwand). Sie vergleichen mögliche Schalungsarten für Stützwände (Trägerschalung, Rahmenschalung, einhäuptige Schalung) und berücksichtigen die Möglichkeiten der Oberflächengestaltung. Sie verschaffen sich einen Überblick über die Bewehrung von Stützwänden mit Stabstahl und Betonstahlmatten und setzen sich mit verschiedenen Fugenarten (Arbeitsfuge, Bewegungsfuge, Sollrissfuge und Scheinfuge) auseinander. Sie informieren sich über Betone mit besonderen Eigenschaften (Beton mit hohem Wassereindringwiderstand, Beton mit hohem Frost- und Taumittelwiderstand), Sonderbetone (Sichtbeton, selbstverdichtender Beton, leicht verarbeitbarer Beton, Faserbeton, Spritzbeton) und über die Betonüberwachung (Überwachungsklassen). Dabei berücksichtigen sie auch den Einsatz von Betonzusätzen (Zusatzmittel, Zusatzstoffe). Die Schülerinnen und Schüler planen die Herstellung einer Stützwand aus Stahlbeton unter Beachtung vorgesehener Abdichtungen und Entwässerungen. Sie erstellen eine Schalungsplanung (zeichnerische Darstellung, Teileliste, Arbeitsablauf) auch mit Hilfe digitaler Medien, planen die Bewehrung der Stützwand (zeichnerische Darstellung, Stahlauszug, Stahlliste, Schneideskizzen, Mattenliste) und erarbeiten eine Lösung für die Ausbildung der Arbeitsfugen. Bei den Planungsschritten des Schalungsbaus berücksichtigen sie bereits das Ausschalen des Bauteils (Trennmittel, Aufbau, Rückbau und Wiederverwendung der Schalung). Die Schülerinnen und Schüler messen die Stützwand ein und erstellen die Schalungen für die Stützwand. Sie bringen die Bewehrung ein, betonieren das Bauteil (Betonverarbeitung, Fallhöhen, Betonüberwachung, Ausschalfristen) und führen eine Nachbehandlung durch. Dabei beachten sie die Sicherheit am Arbeitsplatz und die geplanten Unfallverhütungsmaßnahemn und vermeiden betriebsbedingte Belastungen für Umwelt und Gesellschaft (Umgang mit Trennmitteln, Entsorgung, Recycling, Pflegen von Werkzeugen und Schalungen). Die Schülerinnen und Schüler prüfen während der Herstellung der Stahlbetonstützwand die vorgegebenen Parameter der Schalung und Bewehrung. Sie führen die vorgeschriebenen Frischbetonprüfungen (Konsistenz, Frischbetonrohdichte, Luftporengehalt) und Festbetonprüfungen (Druckfestigkeit, Trockenrohdichte) durch und beurteilen die Qualität der fertigen Stützwand. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Herstellungsprozess der Stützwand und optimieren diesen. Sie bewerten die eingesetzten Materialien hinsichtlich wirtschaftlicher, umweltverträglicher und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit und ziehen Alternativen in Betracht. Dabei berücksichtigen sie den Rückbau und das Recyceln der eingesetzten Materialien.
Arbeitsblatt zu LF 14 erstellenBauteile aus Spannbeton herstellen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, ein Spannbetonbauteil auftragsbezogen zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die bauliche Situation für ein Spannbetonbauteil und den Kundenauftrag hinsichtlich der Anforderungen und der erforderlichen Eigenschaften. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich, auch mit Hilfe digitaler Medien und in fremder Sprache, über das Prinzip des Spannbetons. Sie verschaffen sich einen Überblick über die unterschiedlichen Herstellungsverfahren (Spannbeton mit sofortigem Verbund, Spannbeton mit nachträglichem Verbund, Spannbeton ohne Verbund) und erkundigen sich über die zum Einsatz kommenden Baustoffe (Spannstähle, Verbindungsteile, Hüllrohre, Verankerungen, Einpressmörtel) und die mögliche Spanngliedführung. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich für ein Spannverfahren und planen die Herstellung des Spannbetonbauteils nach Kundenauftrag. Sie fertigen alle nötigen Zeichnungen, erstellen Materiallisten und beschreiben den technischen Arbeitsablauf unter Berücksichtigung der Regelwerke. Die Schülerinnen und Schüler messen das Spannbetonbauteil ein und erstellen es entsprechend ihrer Planung (Einschalen, Bewehren mit schlaffer Bewehrung, Einbauen und Spannen der Spannstähle, Betonieren und Nachbehandeln). Dabei beachten sie die Vorgaben des Arbeitsschutzes und berücksichtigen Aspekte der Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen und Schüler prüfen und beurteilen die Qualität des Spannbetonbauteils hinsichtlich Maßhaltigkeit, Rissefreiheit und Tragfähigkeit und vergleichen diese mit den Vorgaben. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Planungs- und Herstellungsprozess mit Hilfe zuvor erarbeiteter Kriterien und beurteilen ihn. Sie vergleichen die Spannbetonbauweise mit der Herstellung schlaff bewehrter Bauteile und formulieren Vorteile und Nachteile auch in Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit.
Arbeitsblatt zu LF 15 erstellenStahlbetonbauteile instand setzen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Stahlbetonbauteile auftragsbezogen nach Schadensanalysen verfahrensorientiert instand zu setzen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Istzustand des Stahlbetonbauteils (Druckfestigkeit, Rissbreite, Karbonatisierungstiefe, Betondeckung der Bewehrung, Betonverunreinigungen, Schadensumfang, Umgebungsbedingungen) hinsichtlich der erforderlichen Instandsetzungsmaßnahmen und dokumentieren diesen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über unterschiedliche Schadensbilder (Rissbildung, partielle und großflächige Oberflächenschäden, Grad der Schädigung) und deren Ursachen (Planungsfehler, Ausführungsfehler, veränderte Umweltbedingungen). Sie erschließen sich Wege, aus entstandenen Schäden tatsächliche oder vermutliche Schadensursachen herzuleiten. Sie verschaffen sich einen Überblick über mögliche Instandsetzungsmaßnahmen und beraten die Auftraggebenden, unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit, hinsichtlich des Aufwands und der Dauerhaftigkeit. Die Schülerinnen und Schüler planen die Instandsetzung eines Stahlbetonbauteils. Dabei wählen sie ein Instandsetzungsverfahren aus und berücksichtigen die vorbereitenden Maßnahmen am schadhaften Bauteil. Des Weiteren berücksichtigen sie Möglichkeiten der Oberflächengestaltung und des Oberflächenschutzes. Die Schülerinnen und Schüler führen eine Rissinstandsetzung durch, wobei sie zwischen Abdichtungsinjektion und kraftschlüssiger Rissverfüllung (Tränkung, Injektion) unterscheiden. Bei partiellen Instandsetzungen bringen sie den Reparaturmörtel auf und egalisieren die Oberfläche (kunststoffmodifizierter Spachtel). Bei großflächigen Instandsetzungen bereiten sie den Untergrund vor, schützen die Bewehrung vor Korrosion und bringen Reparaturmörtel auf. Sie führen eine Nachbehandlungsmaßnahme durch und dokumentieren die ausgeführten Sanierungsmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die vorbereiteten Oberflächen hinsichtlich des Kundenauftrages und der Anforderungen nach den Instandsetzungsrichtlinien. Sie vergleichen Herstellerangaben von Instandsetzungsmaterialien mit vorgefundenen Gegebenheiten und durchgeführten Maßnahmen. Den Spritzbeton und Reparaturmörtel überprüfen sie in der Zusammensetzung und der Dicke der aufzutragenden Schicht. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Instandsetzungsprozess im Hinblick auf Arbeitsaufwand und Kosten sowie die Dauerhaftigkeit des instandgesetzten Stahlbetonbauteils. Sie erkennen Konflikte zwischen fachlichen Erfordernissen, Vorgaben durch Regelwerke sowie Kundenwünschen und tragen zur Lösungsfindung bei. Sie bewerten die eingesetzten Materialien hinsichtlich wirtschaftlicher, umweltverträglicher und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit und ziehen Alternativen in Betracht. Dabei berücksichtigen sie den Rückbau und das Recyceln der eingesetzten Materialien. Die Schülerinnen und Schüler ziehen Rückschlüsse auf neu zu erstellende Bauteile und Bauwerke unter dem Gesichtspunkt der Dauerhaftigkeit. Übersicht über die Lernfelder für die Berufsausbildung in Hochbauberufen Hochbaufacharbeiter und Hochbaufacharbeiterin; Schwerpunkt Feuerungs- und Schornsteinbauarbeiten 7 Gemauerte Schornsteintragrohre herstellen und sa- 120 nieren 8 Wandkonstruktionen aus feuerfestem Mauerwerk 80 herstellen und sanieren 9 Ringförmige Auskleidungen aus feuerfestem Mauer- 40 werk herstellen 10 Bodenkonstruktionen aus feuerfestem Mauerwerk 40 herstellen Feuerungs- und Schornsteinbauer und Feuerungs- und Schornsteinbauerin 11 Schornsteintragrohre aus Stahlbeton herstellen und 40 sanieren 12 Schornsteintragrohre aus Stahl montieren und sa- 40 nieren 13 Schornsteininnenrohre herstellen und sanieren 60 14 Deckenkonstruktionen aus feuerfestem Mauerwerk 80 herstellen 15 Konstruktionen aus ungeformten feuerfesten Werk- 60 stoffen herstellen Summen: insgesamt 880 Stunden 320 280 280
Arbeitsblatt zu LF 16 erstellenGemauerte Schornsteintragrohre herstellen und sanieren
Zeitrichtwert: 120 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, gemauerte Schornsteintragrohre nach Planungsvorgabe herzustellen und an diesen festgestellte Schäden zu sanieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die vorgegebenen Planungsunterlagen zur Herstellung eines gemauerten Schornsteintragrohres hinsichtlich der auszuführenden Arbeiten und stimmen diese mit den betrieblich Beteiligten ab. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich anhand technischer Zeichnungen und Skizzen sowie Herstellerunterlagen, auch in fremder Sprache, über zu verwendende Werkstoffe und Konstruktionsdetails. Sie betrachten im Sanierungsfall vorhandene Schadensbilder und leiten daraus in Absprache mit der Baustellenleitung die Maßnahmen zur Schadensbehebung ab. Die Schülerinnen und Schüler planen die Arbeitsschritte zur Einrüstung, Herstellung und Sanierung des gemauerten Schornsteintragrohres. Sie ermitteln die Belastungen an einem gemauerten Schornsteintragrohr, wählen anhand derer die Werkstoffe (Mauersteine, Mörtel) aus und ermitteln die benötigten Materialmengen. Sie wählen Werkzeuge und Maschinen (Mischer, Hebegeräte, Steinsäge, Handwerkzeuge) aus und planen die Pflege und Wartung dieser. Sie erstellen technische Zeichnungen (Schnitte) von Konstruktionsdetails des gemauerten Schornsteintragrohres (Trichter, Wandaufbauten, Konsolen, Mündung, Schornsteinzubehör). Sie wählen unter Berücksichtigung der Wandstärke und des Innendurchmessers des Schornsteintragrohres Steinformate und Mauerverbände aus. Die Schülerinnen und Schüler stellen das gemauerte Schornsteintragrohr unter Beachtung der Vorschriften zum Gesundheits- und Arbeitsschutz (Persönliche Schutzausrüstung, Ergonomisches Arbeiten) her, bauen benötigte Schornsteinzubehörteile ein und setzen die Sanierungsmaßnahmen um. Sie nehmen benötigte Maschinen in Betrieb und bedienen diese. Nach Abschluss der Arbeiten pflegen und warten sie diese. Sie führen eine nachträgliche Verfugung an der Schornsteintragrohraußenseite durch. Sie entscheiden über erforderliche Nachbehandlungsverfahren (Beschichtung) und führen diese aus. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren mit Messwerkzeugen (Dosierwasserwaage, Senkellatte) ihre Arbeitsergebnisse (Dosierung, Innendurchmesser, Wandstärke). Sie erfassen Maschinenstörungen und veranlassen eine Beseitigung dieser. Sie dokumentieren ihre Ergebnisse auch mit Hilfe digitalen Medien unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Ausführungen und erkennen mögliche Fehler. Sie reflektieren mit betrieblich Beteiligten unter Verwendung von Berufssprache Möglichkeiten zur Vermeidung von Fehlern. Sie entwickeln Regeln für eine wertschätzende Feedbackkultur.
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenWandkonstruktionen aus feuerfestem Mauerwerk herstellen und sanieren
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, ein- und mehrschichtige Wandkonstruktionen aus geformten feuerfesten Werkstoffen nach Planungsvorgabe herzustellen und an diesen festgestellte Schäden zu sanieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die vorgegebenen Planungsunterlagen zur Herstellung von ein- und mehrschichtigen Wandkonstruktionen aus geformten feuerfesten Werkstoffen, stimmen die auszuführenden Arbeiten mit den betrieblich Beteiligten ab und dokumentieren die auszuführenden Arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich anhand technischer Zeichnungen und Skizzen sowie Herstellerunterlagen über zu verwendende Werkstoffe und Konstruktionsdetails (mehrschichtiger Wandaufbau). Sie betrachten im Sanierungsfall vorhandene Schadensbilder und leiten daraus in Absprache mit der Baustellenleitung die Maßnahmen zur Schadensbehebung ab. Die Schülerinnen und Schüler planen in Abstimmung mit den vor- und nachgeschalteten Gewerken die Arbeitsschritte zur Herstellung und Sanierung der feuerfesten Wandkonstruktion. Sie ermitteln die auftretenden Belastungen, wählen unter Beachtung wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte anhand derer die Werkstoffe (geformte feuerfeste Werkstoffe, feuerfester Mörtel und Kitt) aus und ermitteln die benötigten Materialmengen. Sie unterscheiden dabei verschiedene Steinarten (feuerfeste Steine, feuerleichte Steine, Wärmedämmsteine), Steinformate (Einheitsformate) und Mauerverbände unter Berücksichtigung der Wandabmessungen sowie des Wandaufbaus und der wärmetechnischen Verhältnisse. Sie planen an erforderlicher Stelle (Dehnfuge, Dauerfutter) den Einsatz von Dämmstoffen aus Hochtemperaturfaser ein. Sie erstellen unter Berücksichtigung der Maßordnung im Feuerfestbau technische Zeichnungen von Konstruktionsdetails der feuerfesten Wandkonstruktion (Dehnfugen, Dehnfugenanschlüsse, Verbandslösungen, Wandverankerungen, Wandkonsolen). Sie wählen Werkzeuge und Maschinen (Mischer, Hebegeräte, Steinsäge, Handwerkzeuge) aus. Sie dokumentieren ihre Ergebnisse auch mit Hilfe digitaler Medien unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler stellen die feuerfeste Wandkonstruktion unter Beachtung der Vorschriften zum Gesundheits- und Arbeitsschutz (Persönliche Schutzausrüstung, Ergonomisches Arbeiten) her und setzen die Sanierungsmaßnahmen um. Sie nehmen benötigte Maschinen in Betrieb und bedienen diese. Nach Abschluss der Arbeiten pflegen und warten sie diese. Sie berücksichtigen dabei die Klimatisierung und die Staubminimierung am Einbauort. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren mit Messwerkzeugen ihre Arbeitsergebnisse (Flucht, Winkel, Maße, Dehnfuge, Dehnfugenanschluss, Lot, Waage, Fugenbild, Oberfläche) und dokumentieren diese auch digital. Sie erfassen Maschinenstörungen und veranlassen eine Beseitigung dieser. Die Schülerinnen und Schüler bewerten und reflektieren ihre Arbeitsergebnisse mit betrieblich Beteiligten im Hinblick auf Ausführung und Arbeitsablauf. Sie leiten aus den feuerungsbauspezifischen Qualitätsstandards Bewertungskriterien ab. Sie erkennen und benennen mögliche Fehler in Berufssprache und ergreifen Maßnahmen zur deren Beseitigung. Sie geben sich gegenseitig ein durch Kriterien geleitetes Feedback zu ihren Arbeitsergebnissen.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenRingförmige Auskleidungen aus feuerfestem Mauerwerk herstellen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz ringförmige Auskleidungen aus geformten feuerfesten Werkstoffen nach Planungsvorgabe herzustellen Die Schülerinnen und Schüler analysieren die vorgegebenen Planungsunterlagen zur Herstellung einer ringförmigen feuerfesten Auskleidung hinsichtlich der auszuführenden Arbeiten und stimmen diese mit den betrieblich Beteiligten ab. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich anhand technischer Zeichnungen und Skizzen sowie Herstellerunterlagen, auch mit Hilfe digitaler Medien, über zu verwendende Werkstoffe und Konstruktionsdetails. Die Schülerinnen und Schüler planen die Arbeitsschritte zur Herstellung ringförmiger Auskleidungen. Sie unterscheiden Zustellverfahren (Spindelmethode, Klebemethode, DAT-Ausmauerungsgerät, Rutschbogenschalung) und wählen anhand der Verhältnisse vor Ort ein Zustellverfahren aus. Sie ermitteln mit Hilfe von Tabellen und Diagrammen die benötigten Materialmengen (Wölberart und -anzahl). Sie unterscheiden dabei verschiedene Wölberarten (Ganzwölber, Doppelganzwölber). Sie erstellen unter Berücksichtigung der Maßordnung im Feuerfestbau technische Zeichnungen der Bogenschalung und der feuerfesten ringförmigen Auskleidung. Sie dokumentieren ihre Ergebnisse auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler stellen die Bogenschalung und die feuerfeste ringförmige Auskleidung unter Beachtung der Vorschriften zum Gesundheits- und Arbeitsschutz her. Sie wenden situativ verschiedene Möglichkeiten des Ringschlusses an (ein- und mehrteiliger Schlussstein, Fugenbleche). Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren mit Messwerkzeugen ihre Arbeitsergebnisse (Maße, Ausrichtung der Steine). Die Schülerinnen und Schüler bewerten und reflektieren ihre Arbeitsergebnisse im Hinblick auf Ausführung und Arbeitsablauf. Sie erkennen und benennen mögliche technische Fehler (Schlussstein, Überwölben, Unterwölben) sowie Fehler in der Umsetzung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und ergreifen in Absprache mit den betrieblich Beteiligten Maßnahmen zur Beseitigung.
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenBodenkonstruktionen aus feuerfestem Mauerwerk herstellen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, ein- und mehrschichtige Bodenkonstruktionen aus geformten feuerfesten Werkstoffen nach Planungsvorgabe herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die vorgegebenen Planungsunterlagen von ein- und mehrschichtigen Bodenkonstruktionen aus geformten feuerfesten Werkstoffen hinsichtlich der auszuführenden Arbeiten und stimmen diese mit den betrieblich Beteiligten ab. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich anhand technischer Zeichnungen und Skizzen sowie Herstellerunterlagen über zu verwendende Werkstoffe und Konstruktionsdetails. Die Schülerinnen und Schüler planen die Arbeitsschritte zur Herstellung der feuerfesten Bodenkonstruktion. Sie unterscheiden die verschiedenen Aufgaben feuerfester Bodenkonstruktionen (Infiltration) sowie deren Ausführungsgeometrie (gewölbte und planebene Böden). Sie ermitteln die vorherrschenden Belastungen, wählen anhand derer die Werkstoffe aus und ermitteln die benötigten Materialmengen. Sie unterscheiden dabei Steinformate (Einheitsformate und Großformate) und damit verbundenen Verlege- sowie Schichtarten (Verbände, Verlegeraster, Flachschichten, Rollschichten). Sie wählen Werkzeuge und Maschinen (Hebegeräte) aus. Sie dokumentieren ihre Ergebnisse und erstellen unter Berücksichtigung der Maßordnung im Feuerfestbau technische Zeichnungen von Konstruktionsdetails der feuerfesten Bodenkonstruktion (Wandanschluss, Bodenaufbau). Die Schülerinnen und Schüler stellen die feuerfeste Bodenkonstruktion unter Beachtung des Gesundheits- und Arbeitsschutzes für sich und andere her. Sie berücksichtigen dabei besonders den Ausgleich von Unebenheiten im Blechboden (Ausgleichsschicht, Hinterfüllung) und die Ausführung des Wandanschlusses (Dehnfugen). Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren mit Messwerkzeugen ihre Arbeitsergebnisse und dokumentieren diese. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Arbeitsergebnisse im Hinblick auf Ausführung und Arbeitsablauf. Sie erkennen und benennen mögliche Fehler und ergreifen in Abstimmung mit betrieblich Beteiligten Maßnahmen zur Beseitigung. Sie reflektieren Möglichkeiten zur Vermeidung von Fehlern unter Beachtung umweltschutztechnischer Konsequenzen.
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenSchornsteintragrohre aus Stahlbeton herstellen und sanieren
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Schornsteintragrohre aus Stahlbeton nach Planungsvorgabe herzustellen und an diesen festgestellte Schäden zu sanieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die vorgegebenen Planungsunterlagen zur Herstellung eines Schornsteintragrohres aus Stahlbeton hinsichtlich der auszuführenden Arbeiten und stimmen diese mit den betrieblich Beteiligten ab. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich anhand Technischer Zeichnungen und Skizzen sowie Herstellerunterlagen über zu verwendende Werkstoffe und Konstruktionsdetails. Sie betrachten im Sanierungsfall vorhandene Schadensbilder und leiten daraus in Absprache mit der Baustellenleitung die Maßnahmen zur Schadensbehebung ab. Die Schülerinnen und Schüler planen die Arbeitsschritte zur Herstellung und Sanierung des Schornsteintragrohres aus Stahlbeton. Sie berücksichtigen dabei den Aufbau, die Betriebsweise und die erforderlichen Sicherheitsanforderungen einer Gleitschalung. Sie ermitteln die Belastungen an einem Schornsteintragrohr aus Stahlbeton, wählen anhand derer die Werkstoffe (Beton, Stahl, Beschichtungsstoffe) aus, ermitteln die benötigten Materialmengen und berücksichtigen sich daraus ergebene konstruktive Anforderungen. Sie dokumentieren festgestellte Schäden und erstellen Technische Zeichnungen von Konstruktionsdetails auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler stellen das Schornsteintragrohr aus Stahlbeton unter Beachtung der Vorschriften zum Gesundheits- und Arbeitsschutz sowie unter Berücksichtigung umwelttechnischer Aspekte her, bauen die benötigten Schornsteinzubehörteile ein und setzen die Sanierungsmaßnahmen um. Sie achten dabei auf die gleitschalungsspezifische Betoniergeschwindigkeit und Verdichtungsanforderungen. Sie erfassen Maschinenstörungen und veranlassen eine Beseitigung dieser. Sie entscheiden über erforderliche schornsteinspezifische Nachbehandlungsverfahren und führen diese durch. Sie bereiten die Übergabe der Baustelle vor. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren mit Messwerkzeugen ihre Arbeitsergebnisse und dokumentieren diese. Die Schülerinnen und Schüler bewerten und reflektieren ihre Arbeitsergebnisse im Hinblick auf Ausführung und Arbeitsablauf. Sie erkennen mögliche Fehler und diskutieren mit betrieblich Beteiligten unter Verwendung von Berufssprache Möglichkeiten zur Vermeidung dieser. Sie geben sich gegenseitig ein wertschätzendes Feedback zu ihren Arbeitsergebnissen.
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenSchornsteintragrohre aus Stahl montieren und sanieren
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Schornsteintragrohre aus Stahl nach Planungsvorgabe zu montieren und an diesen festgestellte Schäden zu sanieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die vorgegebenen Planungsunterlagen zur Montage eines Schornsteintragrohres aus Stahl hinsichtlich der auszuführenden Arbeiten und stimmen diese mit den betrieblich Beteiligten ab. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich anhand Technischer Zeichnungen und Skizzen sowie Herstellerunterlagen, auch in fremder Sprache und digitaler Form, über zu verwendende Werkstoffe und Konstruktionsdetails. Sie betrachten im Sanierungsfall im Team vorhandene Schadensbilder (Beschichtungsschäden, Korrosionsschäden) und leiten daraus in Absprache mit der Baustellenleitung die Maßnahmen zur Schadensbehebung ab. Die Schülerinnen und Schüler planen die Arbeitsschritte zur Montage und Sanierung des Schornsteintragrohres aus Stahl. Sie berücksichtigen dabei unterschiedliche Konstruktionsarten von Stahlschornsteinen (Einmantel, Zweimantel) und deren statische Besonderheiten (Fundamentverankerung). Sie unterscheiden mögliche Stahlsorten und Beschichtungsarten unter Berücksichtigung vorherrschender Belastungen und vergleichen mögliche Verbindungs- und Verankerungssysteme (Schrauben, Gewindebolzen). Sie dokumentieren die festgestellten Schäden sowie ihre Planungsergebnisse und erstellen Technische Zeichnungen von Konstruktionsdetails des Schornsteintragrohres aus Stahl auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler montieren das Schornsteintragrohr aus Stahl und die benötigten Schornsteinzubehörteile unter Beachtung der Vorschriften zum Gesundheits-, Arbeits- und Blitzschutz und setzen die Sanierungsmaßnahmen um. Sie achten dabei auf die besondere Sorgfalt beim Entladevorgang der einzelnen Rohrschüsse. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihre Arbeitsergebnisse unter Beachtung der Rohrstöße und Verankerungen und dokumentieren diese. Die Schülerinnen und Schüler bewerten und reflektieren ihre Arbeitsergebnisse im Hinblick auf Ausführung und Arbeitsablauf. Sie erkennen und benennen mögliche Fehler und ergreifen Maßnahmen zur Beseitigung dieser. Sie diskutieren mit den betrieblich Beteiligten Möglichkeiten zur Vermeidung von Fehlern und wenden eine etablierte Feedbackkultur an.
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenSchornsteininnenrohre herstellen und sanieren
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Schornsteininnenrohre nach Planungsvorgabe herzustellen und an diesen festgestellte Schäden zu sanieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die vorgegebenen Planungsunterlagen zur Herstellung eines Schornsteininnenrohres hinsichtlich der auszuführenden Arbeiten und stimmen diese mit den betrieblich Beteiligten ab. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich anhand Technischer Zeichnungen und Skizzen sowie Herstellerunterlagen über zu verwendende Werkstoffe und Konstruktionsdetails. Sie betrachten im Sanierungsfall im Team vorhandene Schadensbilder und leiten daraus in Absprache mit der Baustellenleitung die Maßnahmen zur Schadensbehebung ab. Die Schülerinnen und Schüler planen die Arbeitsschritte zur Herstellung und Sanierung des Schornsteininnenrohres. Sie berücksichtigen dabei mögliche Ausführungsarten für Schornsteininnenrohre (Standrohr, Etagenrohr, Konsolen, Dämmschicht, begehbarer Zwischenraum, Trichter, Innenrohrstoß). Sie ermitteln die Belastungen an einem Schornsteininnenrohr, wählen anhand derer die Werkstoffe (Stahl, Glasfaserverstärkter Kunststoff, Mauerwerk, säurefester Kitt) aus und ermitteln die benötigten Materialmengen. Sie dokumentieren festgestellte Schäden sowie ihre Planungsergebnisse und erstellen technische Zeichnungen von Konstruktionsdetails des Schornsteininnenrohres (Innenrohrstoß, Mündung, Trichter) auch mit digitalen Medien. Die Schülerinnen und Schüler stellen das Schornsteininnenrohr unter Beachtung der Vorschriften zum Gesundheits- und Arbeitsschutz her, setzen die Sanierungsmaßnahmen um und führen im Anschluss die erforderlichen Dämmmaßnahmen durch. Sie achten dabei besonders auf Maßnahmen zur Kompensierung thermischer Längenänderung. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren mit Messwerkzeugen ihre Arbeitsergebnisse und dokumentieren diese. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Arbeitsergebnisse hinsichtlich möglicher Fehler und reflektieren mit betrieblich Beteiligten Optimierungsmöglichkeiten unter Beachtung wirtschaftlicher Konsequenzen.
Arbeitsblatt zu LF 13 erstellenDeckenkonstruktionen aus feuerfestem Mauerwerk herstellen
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz Deckenkonstruktionen aus geformten feuerfesten Werkstoffen nach Planungsvorgabe herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die vorgegebenen Planungsunterlagen zur Herstellung von Deckenkonstruktionen aus geformten feuerfesten Werkstoffen hinsichtlich der auszuführenden Arbeiten und stimmen diese mit den betrieblich Beteiligten ab. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich anhand Technischer Zeichnungen und Skizzen sowie Herstellerunterlagen, auch in fremder Sprache und digitaler Form, über zu verwendende Werkstoffe und Konstruktionsdetails. Die Schülerinnen und Schüler planen im Team die Arbeitsschritte zur Herstellung der feuerfesten Deckenkonstruktion. Sie unterscheiden Gewölbe- (Segmentbogen- und Rundbogengewölbe) und Hängedeckensysteme hinsichtlich ihrer statischen Anforderungen und daraus resultierender konstruktiver Besonderheiten (Widerlager, Ableitung von Horizontalkräften, kraftschlüssige Hintermauerung, Konsolen). Sie ermitteln die auftretenden Belastungen, wählen anhand derer die Werkstoffe aus und berechnen die benötigten Materialmengen. Sie unterscheiden dabei Steinformate (Einheitsformate und Formsteine) und damit verbundene Verlegearten (Ring- und Verbandsvermauerung, Hängedeckenfelder). Sie berechnen thermische Längenänderungen und berücksichtigen diese konstruktiv (Dehnfugen, -formsteine, Trockenlegung). Sie ermitteln die Bogengeometrie (Bogenradius, Stichhöhe, Bogenlaibung). Sie dokumentieren ihre Ergebnisse und erstellen Technische Zeichnungen von Konstruktionsdetails der feuerfesten Deckenkonstruktion (Wandanschluss, Dehnfugen, Hängedeckenfeld, Hängedeckenformsteine) auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler berechnen stellen die feuerfeste Deckenkonstruktion unter Beachtung der Vorschriften zum Gesundheits- und Arbeitsschutz für sich und andere her. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren mit Messwerkzeugen ihre Arbeitsergebnisse und dokumentieren diese. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Arbeitsergebnisse hinsichtlich möglicher Fehler und reflektieren mit betrieblich Beteiligten Optimierungsmöglichkeiten unter Beachtung wirtschaftlicher und umwelt-schutztechnischer Aspekte der Nachhaltigkeit.
Arbeitsblatt zu LF 14 erstellenKonstruktionen aus ungeformten feuerfesten Werkstoffen herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, Konstruktionen aus ungeformten feuerfesten Werkstoffen nach Planungsvorgabe herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die vorgegebenen Planungsunterlagen zur Herstellung von Konstruktionen aus ungeformten feuerfesten Werkstoffen hinsichtlich der auszuführenden Arbeiten und stimmen diese mit den betrieblich Beteiligten ab. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich anhand Technischer Zeichnungen und Skizzen sowie Herstellerunterlagen, auch in fremder Sprache und digitaler Form, über zu verwendende Werkstoffe und Konstruktionsdetails. Die Schülerinnen und Schüler planen im Team die Arbeitsschritte zur Herstellung der feuerfesten Konstruktion aus ungeformten feuerfesten Werkstoffen. Sie unterscheiden mögliche ungeformte feuerfeste Werkstoffe. Sie berücksichtigen dabei die besonderen Herausforderungen derer hinsichtlich des Transports, des Lagerns, des Mischens und der verschiedenen Verarbeitungsmethoden (Spritzen, Stampfen) und leiten daraus für die Arbeitsschritte der Herstellung notwendige Rahmenbedingungen ab. Sie differenzieren Schalungen für Gießmassen, Ramm- und Stampfmassen sowie Spritzmassen. Sie ermitteln die Belastungen der feuerfesten Konstruktion, wählen anhand derer die Werkstoffe aus und berechnen die benötigten Materialmengen. Sie wählen Maschinen zur Verarbeitung der ungeformten feuerfesten Werkstoffe aus. Sie unterscheiden Verankerungstypen (Stahlanker, keramische Anker) hinsichtlich ihrer Funktion und Einbauanforderung. Sie dokumentieren ihre Ergebnisse und erstellen Technische Zeichnungen von Konstruktionsdetails der Konstruktion aus ungeformten feuerfesten Werkstoffen (Anker, Felder) auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler stellen die Konstruktion unter Beachtung der Vorschriften zum Gesundheits- und Arbeitsschutz für sich und andere her. Sie bereiten die Maschinen zur Verarbeitung der ungeformten feuerfesten Werkstoffe vor, überprüfen sie auf Funktionsfähigkeit und setzen diese ein. Nach Abschluss der Arbeiten pflegen und warten sie diese. Sie ergreifen zusätzliche Sicherungsmaßnahmen bei Arbeiten unter hohen Temperaturen. Sie teilen die Gesamtkonstruktion in Arbeitsabschnitte (Felder) ein und stellen die erforderlichen Fugen her (Arbeitsfuge, Dehnfuge, Kerbfuge). Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren mit Messwerkzeugen ihre Arbeitsergebnisse und dokumentieren diese. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Arbeitsergebnisse hinsichtlich möglicher Fehler und reflektieren mit betrieblich Beteiligten Optimierungsmöglichkeiten unter Beachtung wirtschaftlicher, umweltschutztechnischer und sozialer Aspekte der Nachhaltigkeit. Sie übernehmen Verantwortung für sich und die Teammitglieder. Übersicht über die Lernfelder für die Berufsausbildung in Hochbauberufen Hochbaufacharbeiter und Hochbaufacharbeiterin; Schwerpunkt Abbruch- und Betontrenntechnikarbeiten 7 Öffnungen in Mauerwerk herstellen 60 8 Kernbohrungen in Stahlbetonbauteilen herstellen 40 9 Wandöffnungen in Stahlbetonbauteilen herstellen 60 10 Holzkonstruktionen rückbauen 60 11 Mauerwerk rückbauen 60 Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik und Bauwerksmechanikerin für Abbruch und Betontrenntechnik 12 Wohnhäuser rückbauen 60 13 Bürogebäude rückbauen 60 14 Industrieanlagen rückbauen 60 15 Winkel -und Überkopfbohrungen herstellen 40 16 Öffnungen in Stahlbetondecken in denkmalge- 60 schützten Gebäuden herstellen Summen: insgesamt 880 Stunden 320 280 280
Arbeitsblatt zu LF 15 erstellenÖffnungen in Mauerwerk herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, auftragsbezogen nachträgliche Öffnungen in Mauerwerk zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der geforderten Eigenschaften der herzustellenden Öffnung und beschreiben diese. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Arten und Funktion von Mauerwerkswänden (Tragverhalten, Baustoffeigenschaften, bauphysikalische Eigenschaften). Sie verschaffen sich einen Überblick über die Geschichte der Bohr- und Trenntechnik und vergleichen unterschiedliche Bohr- und Trennverfahren unter Berücksichtigung historischer Ausführungsmöglichkeiten. Sie unterscheiden die verschiedenen Diamanten und Segmentarten und beschreiben die Funktionsweise der Diamanttrenntechnik. Die Schülerinnen und Schüler planen in Abstimmung mit den Nachfolgegewerken den Arbeitsablauf zur Herstellung der Öffnung im Mauerwerk unter Berücksichtigung der Unfallverhütungsmaßnahmen und des Arbeitsschutzes. Sie treffen eine Auswahl an handgeführten Maschinen (Kettensäge, Ringsäge, Trennschleifer). Sie planen die Überdeckung der Öffnung durch einen Fertigteilsturz. Die Schülerinnen und Schüler stellen die Öffnung im Mauerwerk unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Gesundheits- und Arbeitsschutz her. Sie führen Sicherungsmaßnahmen des Bestandmauerwerks durch. Sie nehmen benötigte Maschinen in Betrieb und bedienen diese. Nach Abschluss der Arbeiten pflegen und warten sie diese. Sie beachten im besonderen Maße Umweltschutzmaßnahmen und Nachhaltigkeitsaspekte bei Nasssägearbeiten. Sie bauen den Fertigteilsturz als statische Maßnahme ein. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren ihre Arbeitsergebnisse auch mit digitalen Medien. Sie begründen ihre planerischen Entscheidungen und bewerten ihre Ergebnisse anhand von wirtschaftlichen Aspekten. Sie diskutieren unter Verwendung von Berufssprache Optimierungsprozesse und dokumentieren diese. Sie entwickeln Regeln für eine wertschätzende Feedbackkultur.
Arbeitsblatt zu LF 7 erstellenKernbohrungen in Stahlbetonbauteilen herstellen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Kernbohrungen in einem Stahlbetonbauteil auftragsgemäß zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die Anforderungen und beschreiben die daraus resultierenden Vorgaben der Kernbohrungen in Stahlbeton. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die bauteilspezifische Betonarten und Bewehrungsführungen. Sie unterscheiden die Befestigung sowie den Aufbau und die Funktionsweise von Kernbohrgeräten und Diamant-Bohrkronen (Antriebsarten, Arbeitsablauf, Arbeitsschutz). Die Schülerinnen und Schüler planen den Arbeitsablauf zur Herstellung einer Kernbohrung unter Berücksichtigung der daraus resultierenden Schwächung der Stahlbetonkonstruktion (Sicherung, Abstützung). Sie vergleichen Bohrgeschwindigkeiten hinsichtlich des optimalen Schneidergebnisses und der Haltbarkeit der Segmente. Sie fertigen Mengen- und Massenberechnung der Kernbohrarbeiten an und kalkulieren Herstellungskosten, auch mit digitalen Medien. Sie planen den Abtransport und die umweltgerechte Entsorgung des Bohrkerns. Die Schülerinnen und Schüler stellen die Kernbohrungen im Stahlbetonbauteil unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Gesundheits- und Arbeitsschutz her. Sie führen Sicherungsmaßnahmen am Stahlbetonbauteil durch. Sie nehmen benötigte Maschinen in Betrieb und bedienen diese. Nach Abschluss der Arbeiten pflegen und warten sie diese. Sie achten dabei auf einen nachhaltigen Umgang mit Verschleißmaterialien (Bohrkronen). Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihre Arbeitsergebnisse unter Beteiligung nachfolgender Gewerke hinsichtlich vorab festgelegter Kriterien (Maßgenauigkeit, Wirtschaftlichkeit). Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Ausführungsplanung nach wirtschaftlichen und umweltschutztechnischen Aspekten und reflektieren ihre Vorgehensweise hinsichtlich alternativer Lösungsmöglichkeiten zur Qualitätssicherung. Sie erkennen Bohrfehler und erarbeiten Lösungsstrategien zur Vermeidung dieser.
Arbeitsblatt zu LF 8 erstellenWandöffnungen in Stahlbetonbauteilen herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, auftragsbezogen nachträgliche Wandöffnungen in Stahlbetonbetonbauteilen zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der örtlichen Gegebenheiten und den Anforderungen der herzustellenden Wandöffnung und beschreiben diese. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Funktion von Stahlbetonwänden (Arten, Betoneigenschaften) und Öffnungsüberdeckungen. Dabei berücksichtigen sie die auf eine Stahlbetonwand wirkenden Kräfte (Horizontaldruck durch Erdreich) sowie die Lage und Funktion der Bewehrung (Betonstahlmatten, Verlegepläne). Sie verschaffen sich einen Überblick über die verschiedenen Trägerarten (Stahlträger). Die Schülerinnen und Schüler planen unter Berücksichtigung der Unfallverhütungsmaßnahmen den Arbeitsablauf zur Herstellung der Wandöffnung und wählen für die Bohr- und Sägearbeiten nach technischen Unterlagen die Maschinen aus (Kernbohrgerät, Wandsäge, Antrieb, Funktion, Blattdurchmesser, Segmentart). Sie berechnen die Ausbaumengen der Wandöffnung inklusive der Öffnung und Auflager des Stahlträgers (Fläche, Volumen, Masse, Stückzahl, Maße) nach Aufmaß und erstellen eine Kostenkalkulation. Sie zeichnen, auch mit digitalen Medien, einen Bohr- und Sägeschnittplan (Schnittzeichnung). Sie planen die Beräumung der Baustelle, Sicherheitsmaßnahmen, Absperrungen und Verkehrswege sowie die Entsorgung der Ausbaumengen. Die Schülerinnen und Schüler stellen die Wandöffnung im Stahlbetonbauteil unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Gesundheits- und Arbeitsschutz her. Sie führen Sicherungs- und Abstützungsmaßnahmen am Stahlbetonbauteil durch. Sie achten auf einen umweltgerechten Abtransport der Ausbaumaterialien. Sie gewährleisten die Instandhaltung der eingesetzten Maschinen. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Ausführungsqualität der Wandöffnung in Stahlbeton (Maßhaltigkeit, Tragfähigkeit, Sicherheit) und gleichen die Ergebnisse mit den Anforderungen der Nachfolgegewerke ab. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Planungsprozess und die Maschinenauswahl hinsichtlich der auftragsbezogenen Vorgaben sowie der umweltschutztechnischen und sozialen Nachhaltigkeit. Sie dokumentieren Optimierungsvorschläge ihres Arbeitsablaufes zur Qualitätssicherung.
Arbeitsblatt zu LF 9 erstellenHolzkonstruktionen rückbauen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, auftragsbezogen den kontrollierten Rückbau von Holzkonstruktionen unter Berücksichtigung der gegebenen Statik zu planen und durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Objektunterlagen und verschaffen sich einen Überblick über die baulichen Gegebenheiten sowie Art und Umfang der Arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über unterschiedliche Holzkonstruktionen sowie deren Statik und gleichen diese mit den Objektunterlagen ab. Die Schülerinnen und Schüler planen unter Berücksichtigung der Nachfolgegewerke den Arbeitsablauf für die Rückbauarbeiten der Holzkonstruktion. Hierbei beachten sie statische Parameter (Kräfteverlauf, Rohdichte, Gewichtskraft, Mechanische Systeme). Sie erstellen einen Arbeitsablaufplan. Sie wählen Maschinen, Werkzeuge und Hilfskonstruktionen unter Berücksichtigung arbeitssicherheitstechnischer Aspekte aus und begründen ihre Entscheidungen. Sie berücksichtigen dabei die verschiedenen Abbruchverfahren sowie die Funktionsweise und die Emissionen der Maschinen und Werkzeuge. Sie ermitteln für die Rückbauarbeiten die Abbruchmengen und Gefahrstoffe Sie fertigen auch unter Nutzung digitaler Medien eine Dokumentation zum Rückbau der Holzkonstruktion an. Dabei beachten sie die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Die Schülerinnen und Schüler führen den Rückbau einer Holzkonstruktion unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Gesundheits- und Arbeitsschutz (Statik der Holzkonstruktion) durch. Sie nehmen benötigte Maschinen in Betrieb und bedienen diese. Nach Abschluss der Arbeiten pflegen und warten sie diese. Sie trennen, sortieren, lagern und entsorgen die anfallenden Abbruchmaterialien sicher und umweltgerecht. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren und bewerten die Ausführung der Rückbauarbeiten nach wirtschaftlichen und umweltschutztechnischen Aspekten. Sie reflektieren ihren Arbeitsprozess und diskutieren unter Verwendung von Berufssprache alternative Lösungsansätze.
Arbeitsblatt zu LF 10 erstellenMauerwerk rückbauen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, auftragsbezogen den kontrollierten Rückbau von Mauerwerk unter Berücksichtigung der Gefahrstoffe sowie der Baumaschinen zu planen und durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Objektunterlagen. Sie erfassen die Rückbausituation (Statik, Gefahrstoffe, Zuwegung, örtliche Gegebenheiten) und die Rahmenbedingungen der Auftraggebenden (Emissionen). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Statik von Wänden, die Gefahrstoffe aus der Objektbeschreibung (Erkennen, Demontieren, Entsorgen) sowie die zum Rückbau notwendigen Baumaschinen und deren Anbaugeräte. Sie berücksichtigen dabei die Baumaschinentechnik (Antriebstechnik, Hydraulik) und deren sicherheitstechnischen Anforderungen. Die Schülerinnen und Schüler planen unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Gesundheits- und Arbeitsschutz den Rückbau der Mauerwerkskonstruktion und wählen die Maschinen und Anbaugeräte entsprechend dem Abbruchverfahren aus. Sie berechnen die Mengen der Abbruchmaterialien, auch mit Hilfe digitaler Medien. Die Schülerinnen und Schüler führen den Rückbau einer Mauerwerkkonstruktion unter Berücksichtigung des Gesundheits- und Arbeitsschutzes durch. Sie nehmen benötigte Maschinen in Betrieb und bedienen diese. Nach Abschluss der Arbeiten pflegen und warten sie diese. Sie trennen, sortieren, lagern und entsorgen die anfallenden Abbruchmaterialien sicher und umweltgerecht. Die Schülerinnen und Schüler bewerten und reflektieren kriteriengeleitet ihre Arbeitsergebnisse hinsichtlich des gewählten Abbruchverfahrens und des Maschineneinsatzes. Sie ergreifen im Team Optimierungsmöglichkeiten im Bereich der Arbeitssicherheit und Ergonomie.
Arbeitsblatt zu LF 11 erstellenWohnhäuser rückbauen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, auftragsbezogen den kontrollierten Rückbau von Wohnhäusern unter Berücksichtigung der Gefahrstoffe zu planen und durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Objektunterlagen in Abstimmung mit den Auftraggebenden. Sie erfassen die Rückbausituation (Statik, Denkmalschutz, Baustoffe) und die Rahmenbedingungen der Umgebung, in der sich das Wohnhaus befindet (Emissionen). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Statik von Wänden (Kommunwand) und die Entkernung von Gebäude auf Abbruchstand (Gefahrstoffe, Demontieren, stoffliche Trennung) sowie über die zum Rückbau benötigten Baumaschinen und deren Anbaugeräte. Sie berücksichtigen dabei die Baumaschinentechnik (Mechanik, Antriebstechnik) und deren potenzielle Fehler- und Gefahrenquellen (Gefährdungsanalyse) unter Verwendung auch fremdsprachiger Herstellerinformationen. Die Schülerinnen und Schüler planen den Arbeitsablauf des Rückbaus eines Wohnhauses und wählen die Maschinen und Anbaugeräte sowie nötige Hilfskonstruktionen zur Sicherung hinsichtlich des Abbruchverfahren aus. Sie beachten dabei arbeitssicherheitstechnische und ergonomische Aspekte und begründen ihre Entscheidung. Sie ermitteln für die gesamten Rückbauarbeiten die Abbruchmaterialien und Gefahrstoffe. Sie dokumentieren ihre Planungsergebnisse unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit auch in digitaler Form. Die Schülerinnen und Schüler führen die Abbrucharbeiten unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie zum Umweltschutz aus. Sie bereiten die Maschinen für den Rückbau des Wohnhauses vor, überprüfen diese auf Funktionsfähigkeit und setzen diese ein. Nach Abschluss der Arbeiten pflegen und warten sie diese. Sie trennen und lagern Abbruchmaterialien unter Berücksichtigung kreislaufwirtschaftlichen Gesichtspunkten. Sie bereiten im Team die Übergabe der Abbruchbaustelle vor Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die ausgeführten Arbeiten und bewerten sie nach wirtschaftlichen, umweltschutztechnischen und sozialen Aspekten der Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren und diskutieren hinsichtlich des gewählten Abbruchverfahrens kriteriengeleitet ihre Arbeitsergebnisse und den Maschineneinsatz. Sie beraten im Team mögliche Optimierungsvorschläge im Bereich der Arbeitssicherheit und Ergonomie und geben ein wertschätzendes Feedback.
Arbeitsblatt zu LF 12 erstellenBürogebäude rückbauen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, auftragsbezogen den kontrollierten Rückbau von Bürogebäuden zu planen und durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Objektunterlagen und verschaffen sich einen Überblick über die baulichen Gegebenheiten sowie Art und Umfang der Arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über verschiedene Bauweisen (Statik, Baustoffe) von Bürogebäuden. Die Schülerinnen und Schüler planen die Rückbauarbeiten des aus der Objektbeschreibung zu entnehmenden Gebäudetyps und beziehen die Sicherung der Abbruchbaustelle in ihre Überlegungen mit ein. Hierbei berücksichtigen sie statische Parameter (Kräfteverlauf, Rohdichte, Gewichtskraft, mechanische Systeme). Sie wählen Maschinen und Werkzeuge hinsichtlich des Abbruchverfahrens sowie nötige Hilfskonstruktionen zur Sicherung aus. Sie beachten dabei arbeitssicherheitstechnische und ergonomische Aspekte und begründen ihre Entscheidung. Dabei berücksichtigen sie die verschiedenen Abbruchverfahren und deren Emissionen. Sie ermitteln für die gesamten Rückbauarbeiten die Abbruchmaterialien und Gefahrstoffe. Sie dokumentieren ihre Planungsergebnisse unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit auch in digitaler Form. Die Schülerinnen und Schüler setzen den Rückbau des Bürogebäudes unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie zum Umweltschutz um. Notwendige Pflege- und Wartungsarbeiten an Maschinen und Werkzeugen werden nach Beendigung der Arbeiten durchgeführt. Sie bereiten die anfallenden Abbruchmaterialien auf, lagern und entsorgen sie nach den gesetzlichen Vorgaben. Die Schülerinnen und Schüler bewerten und reflektieren hinsichtlich des gewählten Abbruchverfahrens kriteriengeleitet ihre Arbeitsergebnisse und den Maschineneinsatz und dokumentieren dies. Sie entscheiden im Team mögliche Optimierungsvorschläge im Bereich der Arbeitssicherheit und Ergonomie.
Arbeitsblatt zu LF 13 erstellenIndustrieanlagen rückbauen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, auftragsbezogen den kontrollierten Rückbau von Industrieanlagen zu planen und durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Objektunterlagen und legen die Anforderungen an die Rückbaumaßnahme fest. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über unterschiedliche Industrieanlagen und deren konstruktiven Aufbau sowie die verwendeten Baustoffe. Sie gleichen diese mit den Objektunterlagen ab. Die Schülerinnen und Schüler planen die Abbrucharbeiten der Industrieanlage aus der Objektbeschreibung. Hierbei berücksichtigen sie die Statik von Fachwerkkonstruktionen (Kräfteverlauf, mechanische Systeme, Massen, Gewichtskräfte). Sie wählen Maschinen, Werkzeuge, Trennverfahren sowie nötige Hilfskonstruktionen zur Sicherung unter arbeitssicherheitstechnischen und ergonomischen Aspekten aus. Dabei berücksichtigen sie die verschiedenen Abbruchverfahren sowie die Funktionsweise und Emissionen der Maschinen und Werkzeuge. Sie ermitteln für die gesamten Rückbauarbeiten die Abbruchmaterialien und Gefahrstoffe. Sie planen für die gesamten Rückbauarbeiten die Lagerung, Aufbereitung und Entsorgung der Abbruchmaterialien und Gefahrstoffe nach den gesetzlichen Vorgaben. Die Schülerinnen und Schüler führen unter Berücksichtigung aller planerischen Vorüberlegungen den Rückbau der Industrieanlage durch. Sie bereiten die Maschinen für den Rückbau der Industrieanlage vor, überprüfen diese auf Funktionsfähigkeit und setzen diese ein. Nach Abschluss der Arbeiten pflegen und warten sie diese. Sie bereiten die anfallenden Abbruchmaterialien auf, lagern diese und entsorgen die Gefahrstoffe nach den gesetzlichen Vorgaben. Sie bereiten die Übergabe der Abbruchbaustelle vor. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren und dokumentieren die ausgeführten Arbeiten und bewerten sie unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen, umweltschutztechnischen und sozialen Aspekte der Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Arbeitsprozess hinsichtlich festgelegter Kriterien. Sie diskutieren im Team alternative Optimierungsmöglichkeiten und dokumentieren diese.
Arbeitsblatt zu LF 14 erstellenWinkel- und Überkopfbohrungen herstellen
Zeitrichtwert: 40 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Winkel- und Überkopfkernbohrungen auftragsgemäß zu planen und herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren auftragsbezogen die Anforderungen und beschreiben die daraus resultierenden Vorgaben der Winkel- und Überkopfkernbohrungen in Beton, Stahlbeton und Mauerwerk. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die verschiedenen Mauerwerks- und Betonarten hinsichtlich der Herstellung einer Bohrung. Sie unterscheiden die Befestigung sowie den Aufbau und die Funktionsweise eines Kernbohrgerätes und Diamant-Bohrkronen bei Winkel- und Überkopfbohrungen (Antrieb, Arbeitsablauf, Arbeitsschutz) unter Berücksichtigung des zu bohrenden Materials. Dabei beachten sie das ordnungsgemäße Einstellen des Winkels am Kernbohrständer. Die Schülerinnen und Schüler planen im Team auch unter Verwendung einer fremden Sprache den Arbeitsablauf zur Herstellung einer Winkel- und Überkopfkernbohrung unter Berücksichtigung der daraus resultierenden Schwächung der Baukonstruktion (Sicherung, Abstützung). Sie vergleichen Bohrgeschwindigkeiten hinsichtlich des optimalen Schneidergebnisses und der Haltbarkeit der Segmente je nach Beschaffenheit des zu bohrenden Materials. Sie erkennen Bohrfehler und erarbeiten Lösungsstrategien zur Vermeidung dieser. Sie planen den Abtransport und die Entsorgung des Bohrkerns und der Schlämme und berechnen anschließend das Volumen sowie die Masse der Kernbohrarbeiten. Des Weiteren kalkulieren sie die Herstellungskosten. Die Schülerinnen und Schüler stellen Kernbohrungen her. Abschließend erstellen sie eine Präsentation ihrer Arbeitsergebnisse, auch mit Hilfe digitaler Medien. Dabei berücksichtigen sie die Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit sowie zum Urheberschutz Sie bereiten die Übergabe der Baumaßnahme an die Nachfolgegewerke vor. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihre Arbeitsergebnisse hinsichtlich vorab festgelegter Kriterien (Maßgenauigkeit, Wirtschaftlichkeit). Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Ausführungsplanung nach wirtschaftlichen und umweltverträglichen Aspekten der Nachhaltigkeit und reflektieren ihre Vorgehensweise hinsichtlich alternativer Lösungsmöglichkeiten zur Qualitätssicherung. Sie beurteilen die Präsentationen in wertschätzender Weise unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Vielfalt und setzen konstruktives Feedback um.
Arbeitsblatt zu LF 15 erstellenÖffnungen in Stahlbetondecken in denkmalgeschützten Gebäuden herstellen
Zeitrichtwert: 60 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, im Rahmen auftragsbezogen Öffnung in Stahlbetondecken von denkmalgeschützten Gebäuden herzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Auftrag hinsichtlich der örtlichen Gegebenheiten und der Anforderungen der herzustellenden Deckenöffnung und beschreiben diese. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Funktion von Stahlbetondecken (Arten, Betoneigenschaften, Bewehrung), die auf eine Stahlbetondecke wirkenden Kräfte (Statik, Tragverhalten) sowie die Lage und Funktion der Bewehrung (Betonstahlmatten, Verlegepläne). Sie berücksichtigen die statische Schwächung im Bereich der Deckenöffnung in Form einer statischen Sicherung. Die Schülerinnen und Schüler planen den Arbeitsablauf zur Herstellung der Deckenöffnung unter Berücksichtigung der Unfallverhütungsmaßnahmen und wählen für die Bohr- und Sägearbeiten nach technischen Unterlagen die Maschinen aus (Kernbohrgerät, Wandsäge, Zirkelsäge, Seilsägen). Sie planen die Einrichtung der Baustelle, Sicherheitsmaßnahmen, Absperrungen und Verkehrswege sowie die Entsorgung der Ausbaumengen. Sie treffen Vorkehrungen zum Schutz der denkmalgeschützten Bauteile. Sie berechnen den Materialbedarf der erforderlichen Sicherungsmaßnahme und erstellen eine Kostenkalkulation. Sie zeichnen, auch computergestützt, einen Bohr- und Sägeschnittplan (Schnittzeichnung, Maßstab). Die Schülerinnen und Schüler stellen eine Deckenöffnung in einer Stahlbetondecke her und berücksichtigen dabei die Berechnungen der Ausbaumengen der Deckenöffnung (Fläche, Volumen, Masse, Stückzahl, Maße). Sie bereiten die Maschinen für Herstellung der Deckenöffnung vor, überprüfen diese auf Funktionsfähigkeit und setzen diese ein. Nach Abschluss der Arbeiten pflegen und warten sie diese. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Qualität der Ausführung der Öffnung in der Stahlbetondecke (Maßhaltigkeit, Tragfähigkeit, Sicherheit). Die Schülerinnen und Schüler reflektieren unter Berücksichtigung der auftragsbezogenen Vorgaben sowie den Aspekten der Nachhaltigkeit den Arbeitsprozess und die Maschinenauswahl. Sie dokumentieren Optimierungsvorschläge ihres Arbeitsablaufes zur Qualitätssicherung. Sie diskutieren im Team über die Auswirkung von Mängeln auf die Wirtschaftlichkeit der Baumaßnahme und des eigenen Unternehmens.
Arbeitsblatt zu LF 16 erstellenHäufige Fragen zu Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik
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