Berufsschule & Duale Ausbildung

Arbeitsblätter & Unterrichtsmaterial für Bautechnischer Konstrukteur

Erstellen Sie mit KI handlungsorientierte Arbeitsblätter, Infotexte und Lösungsbögen – exakt abgestimmt auf die 22 Lernfelder des KMK-Rahmenlehrplans.

Rahmenlehrplan
22 Lernfelder
Regeldauer
3 Jahre
Zuständigkeit
Duale Ausbildung
Lehrplankonform
KMK & BIBB

Lernfelder für Bautechnischer Konstrukteur im Überblick

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Lernfeld 1
1. Ausbildungsjahr

Lagepläne erstellen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Lagepläne unter Berücksichtigung der Bauleitplanung zu erstellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den betrieblichen Auftrag und ordnen ihre Rolle im Bauplanungsprozess ein. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Zeichnungsnormen (Maßstab, Linienstärken, Linienarten, Schraffuren, Bemaßungsregeln, Planlayout) in Bauzeichnungen, über Inhalte und die Darstellung von Lageplänen (Planzeichenverordnung, Farbcodes) und die Bauleitplanung (Flächennutzungsplan, Bebauungsplan). Sie recherchieren, auch mit Hilfe digitaler Medien, die unterschiedlichen Entwässerungssysteme (Mischsystem, Trennsystem) und bewerten die Plausibilität der recherchierten Ergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler planen nach Vorgabe die Lage und Größe eines Bauwerks (Nutzungsschablone, Baugrenze, Baulinie). Die Schülerinnen und Schüler erstellen den Lageplan mit Hilfe digitaler Medien auf Basis externer Flurstücksdaten sowie Daten aus Geoinformationssystemen und nehmen die Zeichnungseinstellungen vor. Sie stimmen ihre Planungen miteinander ab und präsentieren ihre Arbeitsergebnisse (Pläne). Dabei beachten sie die Vorschriften zum Datenschutz, zur Datensicherheit und zum Urheberrecht. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihre Planung im Hinblick auf die Einhaltung der zeichnerischen, betrieblichen und bauplanerischen Vorgaben und bewerten die gewonnenen Informationen sowie deren Quellen und überprüfen die Validität der Informationen. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr Mitwirken beim Erstellen baurechtlicher Unterlagen.

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Lernfeld 2
1. Ausbildungsjahr

Baugruben planen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, bei der Planung von Baugruben mitzuwirken und diese darzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die auftragsbezogenen Vorgaben für die Baugrube. Dabei berücksichtigen sie die Informationen von Bodengutachten über die untersuchten anstehenden Böden (Sondierung, Bohrung, Schürfe) und die vorhandene Wassereinwirkung. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Bodenarten (bindiger und nichtbindiger Boden, Homogenbereiche) und vergleichen deren Eigenschaften (Tragfähigkeit, Setzungsverhalten, Frostempfindlichkeit). Sie recherchieren die für die Planung der Baugrube erforderlichen Maßnahmen (Böschungswinkel, Winkelfunktionen, Arbeitsraum, Grabenverbau, Trägerbohlwand, offene und geschlossene Wasserhaltung) und informieren sich über die Darstellung einer Baugrube (Schnitt, Draufsicht). Die Schülerinnen und Schüler planen die Dimensionierung und Ausführung der Baugrube. Sie wählen die Art des Verbaus und beschreiben Maßnahmen der Wasserhaltung. Die Schülerinnen und Schüler konstruieren den Grundriss und Schnitt der Baugrube und berechnen die Bodenaushubmengen (Simpsonformel). Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihre Baugrubenplanung auf Vollständigkeit und Richtigkeit und vergleichen ihre berechneten Bodenaushubmengen mit dreidimensional ermittelten Ergebnissen. Sie beseitigen Qualitätsmängel und Fehler. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Vorgehensweise und ihre Rolle bei der Planung von Baugruben und Gräben. In der Kommunikation mit allen Auftragsbeteiligten wenden sie Berufssprache adressatengerecht an.

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Lernfeld 3
1. Ausbildungsjahr

Zufahrten und Wege planen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, bei der Planung von Zufahrten und Wegen für Bauwerke mitzuwirken und diese zeichnerisch darzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den betrieblichen Auftrag hinsichtlich vorhandener Planungsunterlagen, des Bebauungsplans sowie des vorhandenen Geländes (Topografie). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Möglichkeiten zur Ausführung befestigter Flächen (Platten- und Pflasterbeläge, Randeinfassung) und deren Aufbau. Sie berücksichtigen dabei den Einsatz wiederverwertbarer und recycelter Baustoffe. Die Schülerinnen und Schüler planen die Befestigung und deren Entwässerung (Gefälle, Gefälleberechnung, Linien- und Punktentwässerung) und ordnen Stellplätze nach Vorgabe des Bebauungsplans an. Dabei halten sie den Grad der Versiegelung so gering wie möglich. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich für einen Entwurf nach nachhaltigen Gesichtspunkten. Die Schülerinnen und Schüler führen die planerische Darstellung aus. Hierzu erstellen sie einen Lageplan der Außenanlage unter Beachtung geltender Normen. Den Wegeaufbau zeichnen sie im Regelquerschnitt. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Ergebnisse (editiert, geplottet) im Plenum und kontrollieren ihre Planung. Sie diskutieren diese und gehen dabei wertschätzend und respektvoll miteinander um. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Ergebnisse unter den Aspekten der Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Rolle als Teil des Teams.

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Lernfeld 4
1. Ausbildungsjahr

Bauwerke im Bestand dokumentieren

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, ein Bauwerk im Bestand aufzunehmen und zu dokumentieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den betrieblichen Auftrag zur Aufnahme und Dokumentation eines bestehenden Bauwerkes. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über den Lebenszyklus von Bauwerken. Sie recherchieren analoge Aufmaßmethoden (Aufmaßskizze, Maßband, Laser-Entfernungsmesser), digitale Aufmaßmethoden (Punktwolke), Fotodokumentation und Bauwerksbeschreibung (Bauwerksart und -struktur, Baustoffe) zur Erfassung von Bestandsbauwerken, auch mit Hilfe fremdsprachiger Medien. Die Schülerinnen und Schüler planen die Aufnahme eines Bauwerks im Bestand. Sie diskutieren und entscheiden sich im Team für Messinstrumente und Aufmaßmethoden. Dabei verhalten sie sich im Umgang miteinander kooperationsbereit und wertschätzend. Die Schülerinnen und Schüler führen ein Aufmaß durch, halten dieses mit Hilfe von Aufmaßskizzen fest und bereiten die Daten digital auf. Sie wenden beim Erstellen der Bauzeichnungen Vorschriften und Richtlinien an, insbesondere Symbole, Zeichen, Schriften und Schraffuren. Sie erstellen eine Fotodokumentation und Bauwerksbeschreibung unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz, zur Datensicherheit und zum Urheberrecht. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihre Pläne auf Plausibilität und ihre Dokumentation auf Vollständigkeit und Richtigkeit und nehmen Verbesserungen vor. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Arbeitsprozess und ihre Ergebnisse, auch im Hinblick auf den Ressourceneinsatz und diskutieren Optimierungsmöglichkeiten im Team. Sie beurteilen selbstkritisch ihr Verhalten im Team und nehmen konstruktives Feedback an.

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Lernfeld 5
1. Ausbildungsjahr

Grundrisse von Bauwerken konstruieren

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Geschosse von Bauwerken in einschaligem Mauerwerk zu konstruieren und diese in Grundrissen darzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die planerischen und konstruktiven Vorgaben eines betrieblichen Auftrags. Dazu erfassen sie auch die vorgegebene Arbeitsweise (zwei-, dreidimensionale Darstellung und modellbasiert). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Funktionen von einschalig gemauerten Bauwerken (Wandarten und Wandaufgaben), über anzuwendende technische Regeln und Vorschriften (Maßordnung im Hochbau, künstliche Mauersteine, Steinformate, normgerechte Mauersteinbezeichnung) und unterscheiden das Mauern im Normal- und Dünnbettverfahren. Sie recherchieren die für sie geltenden betrieblichen Vorgaben (Vorlagen, Templates), die Grundlagen der anzuwendenden Arbeitsweise (Auftraggeberinformationsanforderungen) sowie die Anforderungen an ihren Arbeitsplatz (Software, Systemanforderungen, Arbeitsschutz) mit Hilfe digitaler Medien, auch in einer Fremdsprache. Sie informieren sich über die Inhalte und Darstellung von Grundrissen und Modellen (Detaillierungsgrad). Die Schülerinnen und Schüler planen den Grundriss (Skizzen) und legen die Maße des Bauwerks fest. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich unter Berücksichtigung der bauphysikalischen Aspekte (Tragfähigkeit, Schall- und Wärmeschutz), der Wirtschaftlichkeit und der Aspekte der Nachhaltigkeit für eine Mauerwerkskonstruktion. Die Schülerinnen und Schüler konstruieren ein Geschoss des Bauwerks und stellen dieses im dazugehörigen Grundriss in unterschiedlichen Planungsphasen (Entwurfsplanung, Ausführungsplanung) dar. Sie ermitteln Flächen und Volumen und bereiten diese für die Ausschreibung (Leistungsverzeichnis nach Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen) vor. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren und korrigieren ihre Planung hinsichtlich der Einhaltung der Maßordnung im Hochbau, der Modellierungsrichtlinien und der zeichnerischen Darstellung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Konstruktionsprozess (zwei-, dreidimensional und modellbasiert) hinsichtlich Arbeitseffizienz auch bei Änderungen im Vergleich zu Mitlernenden.

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Lernfeld 6
2. Ausbildungsjahr

Erdberührende Bauteile konstruieren

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Fundamentpläne und Detailpläne für erdberührende Bauteile zu erstellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den betrieblichen Auftrag hinsichtlich der Gründung und Kellerabdichtung. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Möglichkeiten der Lastabtragung (Flach- und Tiefgründungen), die Lasteinwirkungen (ständig und veränderliche Einwirkung), die Standfestigkeit des Baugrundes (Bodengutachten, Sohlwiderstand, Bodenverdichtung, Bodenverbesserung, Konsolidierung), den Grenzzustand der Tragfähigkeit bei Einzel- und Streifenfundamenten und die Darstellung von Fundamentplänen. Sie informieren sich über die Betontechnologie (Zement, Gesteinskörnung, Wasserzementwert, Betondruckfestigkeitsklassen, Expositionsklassen) und die Abdichtung erdberührter Bauteile (Wassereinwirkungsklassen, Rissklassen, Raumnutzungsklassen, schwarze und weiße Wanne, horizontale und vertikale Abdichtung, Fugenabdichtung, Drainage). Die Schülerinnen und Schüler planen den Fundamentplan sowie den Schnitt durch eine erdberührte Außenwand des betrieblichen Auftrages. Die Schülerinnen und Schüler konstruieren die Fundamente nach statischen Vorgaben und stellen diese in einem Fundamentplan dar. Sie erstellen einen Schnitt durch eine erdberührte Außenwand (Boden-Wandanschlussdetail) einschließlich der Abdichtung, nach Vorgabe. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihren Fundamentplan und das Detail auf Vollständigkeit und Richtigkeit und nehmen Korrekturen vor. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die verwendeten Baustoffe unter ökologischen Gesichtspunkten (CO2-Bilanz, Rückbau, Recycelfähigkeit). Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den vollzogenen Arbeitsablauf und -aufwand und bewerten das Ergebnis in Bezug auf Qualität anhand eines Evaluationskonzeptes. Sie bewerten die Zusammenarbeit im Team und erstellen Vorschläge hinsichtlich möglicher Verbesserungen und Optimierungen.

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Lernfeld 7
2. Ausbildungsjahr

Wand- und Dachtragwerke aus Holz modellbasiert konstruieren

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, bei der Planung von Wand- und Dachtragwerken aus Holz mitzuwirken und diese zu modellbasiert zu konstruieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die planerischen und konstruktiven Vorgaben des betrieblichen Auftrages. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Verwendung von Holz als Baustoff (Bauholzarten, Handelsformen, Holzwerkstoffe, Holzfeuchte, Holzschutz, Festigkeitsklassen) auch unter den Aspekten der Nachhaltigkeit. Sie unterscheiden Dachtragwerke (Dachformen, Dachbegriffe, Pfetten-, Sparren- und Kehlbalkendächer, Aussteifung) und Wandbauteile (Holzrahmenbau, Massivholzwände) einschließlich der notwendigen Verbindungen (zimmermanns- und ingenieurmäßige Verbindungen). Sie recherchieren die zeitliche Planung des Bauablaufs mit Hilfe von Balkendiagrammen. Die Schülerinnen und Schüler planen Wand- und Dachtragwerke eines Bauwerks aus Holz. Sie berücksichtigen dabei statische und konstruktive Vorgaben (Holzabmessungen, Modulbauweise, konstruktiver Holzschutz). Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich unter Berücksichtigung der Vorgaben des betrieblichen Auftrages für Wand- und Dachtragwerke. Die Schülerinnen und Schüler konstruieren das Dachtragwerk und die tragenden Elemente der Außenwände des Bauwerks modellbasiert. Dabei weisen sie den Bauteilen Informationen auch aus Katalogen zu. Aus dem Bauwerksmodell leiten sie die Grundrisse und Schnitte ab, generieren Bauteillisten und visualisieren das Bauwerk sowie den Bauprozess (Bauablaufanimation) in einer Szene in virtueller Realität. Für die fachdisziplinübergreifende kollaborative Zusammenarbeit (common data environment) bereiten sie dieses mit Hilfe standardisierter Datenaustauschformate unter Beachtung der Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit vor. Hierbei kommt die modellbasierte Arbeitsweise während des gesamten Lebenszyklus des Bauwerks zur Anwendung. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Qualität ihrer Konstruktion auf Vollständigkeit und Richtigkeit mit Hilfe visueller Prüfungen (Kollisionsprüfung) sowie Bauwerksbegehungen in virtueller Realität. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Wandkonstruktion und darin eingesetzten Materialien im Vergleich zur Massivbauweise hinsichtlich wirtschaftlicher und umweltverträglicher Aspekte (Grad der Vorfertigung, Nachhaltigkeit). Die Schülerinnen und Schüler reflektieren Ihren Planungs-, Konstruktions- und Lernprozess in Bezug zur zwei- und dreidimensionalen Arbeitsweise sowie die kollaborative Zusammenarbeit.

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Lernfeld 8
2. Ausbildungsjahr

Stahlbetonbalken konstruieren

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, bei der Planung von Stahlbetonbalken mitzuwirken und diesen in Bewehrungsplänen darzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die planerischen und konstruktiven Vorgaben eines Stahlbetonbalkens als Einfeldträger. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Tragsysteme (Stützen, Träger, Decken, Wände), den Verbundbaustoff Stahlbeton (Zusammenwirken von Betonstahl und Beton, Betondeckung) und die Herstellungsweise von Stahlbetonbauteilen (Fertigteile, Halbfertigteile, Ortbetonbauteile und Schalung). Sie verschaffen sich einen Überblick über die zeichnerischen Darstellungsweisen von Bewehrungsplänen und unterscheiden Grundriss Typ A und B. Die Schülerinnen und Schüler planen die Bewehrungsführung, indem sie statische Berechnungen an einem Stahlbetonbalken als Einfeldträger (Lastermittlung, Auflagerkräfte, Momente, Querkräfte) durchführen und daraus die qualitative Anordnung der Bewehrung (Montagestäbe, Tragstäbe, Bügel) ableiten. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich unter Berücksichtigung der statischen Vorgaben für die Bewehrung (Stabdurchmesser, Stabanzahl, Stababstände). Die Schülerinnen und Schüler konstruieren den Stahlbetonbalken mit Bewehrung und stellen dies in Bewehrungsplänen (Ansichten, Schnitte, Stahlauszüge, Stahlliste) dar. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihre Planung hinsichtlich der Einhaltung technischer Regeln und Vorschriften. Die Schülerinnen und Schüler bewerten Stahlbetonbauteile in Bezug auf die Aspekte der Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Konstruktionsprozess und übertragen die Grundprinzipien der Bewehrungsführung auf andere Stahlbetonbauteile.

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Lernfeld 9
2. Ausbildungsjahr

Treppen und Rampen modellbasiert konstruieren

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Treppen und Rampen zu planen und modellbasiert zu konstruieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die planerischen und konstruktiven Vorgaben für Treppen und Rampen hinsichtlich ihres betrieblichen Auftrages. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Treppenformen und Treppenmaße (Lauflänge, Treppenbreite, Durchgangshöhe, Geschosshöhe, Steigungshöhe und Auftrittsbreite, Richtwerte und Treppenformeln). Sie unterscheiden Konstruktionsarten (Treppenarten nach Material, Stufenarten). Sie recherchieren baurechtliche Vorschriften zu Treppen und Rampen (Mindestmaße, Steigung, Barrierefreiheit). Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich auftragsbezogen für eine Treppen- (Stahlbeton-, Holz-, Stahltreppen) und Rampenkonstruktion und leiten bauphysikalische Erfordernisse (Schallschutz, Brandschutz) und gestalterische Gesichtspunkte ab. Die Schülerinnen und Schüler konstruieren die Treppe und Rampe für ein Bauwerk modellbasiert. Dazu führen sie die notwendigen Berechnungen durch. Sie planen die Bauteile und stellen diese im Grundriss, Schnitt und Detail dar. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen und bewerten ihre Planung im Hinblick auf die konstruktiven und bauphysikalischen Vorgaben und kontrollieren die Einhaltung baurechtlicher Vorschriften. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Planungs- und Konstruktionsprozess und diskutieren Alternativen. Fachrichtung Architektur

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Lernfeld 10
3. Ausbildungsjahr

(A) Bauanträge erstellen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, an der Erstellung von Bauanträgen mitzuwirken. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den betrieblichen Arbeitsauftrag hinsichtlich der planerischen, gestalterischen Anforderungen und baurechtlichen Vorgaben aus dem Bebauungsplan (zeichnerische und schriftliche Festsetzungen) Die Schülerinnen und Schüler informieren sich in der jeweiligen Landesbauordnung zu Antragsverfahren (genehmigungsfreie und genehmigungspflichtige Verfahren, Baulasten, Abstandsflächen, Grenzbebauung) sowie über die Vorgaben zur Haus- und Grundstücksentwässerung. Die Schülerinnen und Schüler konstruieren das Bauwerk modellbasiert und leiten notwendige Informationen (Lageplan, Grundrisse, Schnitte, Ansichten, Perspektiven, Brutto- und Nettogrundfläche, Bruttorauminhalt) ab. Sie erstellen die Antragsunterlagen (Bauzeichnungen, Baubeschreibung, Entwässerungsplan) unter Berücksichtigung bundes- und landesrechtlicher Vorschriften und Verordnungen. Sie simulieren kollaborative Planungsprozesse mit Planungsbeteiligten. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Vollständigkeit und Richtigkeit der Antragsunterlagen und bewerten diese im Hinblick auf die Einhaltung baurechtlicher Vorschriften. Sie reflektieren ihren Arbeitsprozess hinsichtlich ihrer Mitwirkung bei der Planung und der Koordination (Vorgabe aus Auftraggeberinformationsanforderungen) mit den Baubeteiligten sowie in der Kommunikation mit den Behörden und leiten daraus Optimierungsmöglichkeiten für sich ab.

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Lernfeld 11
3. Ausbildungsjahr

(A) Wände und Decken in Massivbauweise planen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, beim modellbasierten Konstruieren von Wänden und Decken mitzuwirken. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den betrieblichen Arbeitsauftrag hinsichtlich der planerischen und technischen Anforderungen sowie rechtlichen Vorgaben. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über ein- und zweischalige Außenwände hinsichtlich ihres Aufbaus (Sichtmauerwerk, Verblendabfangungen, Dehnungsfugen, Lüftungs- und Entwässerungsöffnungen, Außenputz). Dabei verschaffen sie sich einen Überblick über den Wandaufbau (Lage der Dämmebene), Wärmedämmverbundsysteme und die Arten und Eigenschaften von Dämmstoffen (Wärmeleitfähigkeit). Sie informieren sich über die Ausführung von Öffnungen (Fenster- und Türanschlüsse) und Darstellung von Schlitzen, Aussparungen, Nischen und Durchbrüchen. Sie unterscheiden verschiedene Deckenkonstruktionen (Plattendecke, Plattenbalkendecke, Balkendecke) und deren Spannrichtung. Die Schülerinnen und Schüler planen eine Außenwand und eine Geschossdecke entsprechend dem betrieblichen Auftrag. Hierbei vergleichen sie unterschiedliche Konstruktionen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Gestaltung und entscheiden sich für eine Wand- und Deckenkonstruktion. Die Schülerinnen und Schüler konstruieren die Außenwand mit Geschossdecke (Fassadenschnitt, Anschlussdetails) modellbasiert unter Berücksichtigung der technischen Anforderungen (Wärmebrücken, U-Werte). Sie berechnen den Wärmedurchgangskoeffizienten der Außenwand und weisen das Einhalten des Grenzwertes nach. Dabei ermitteln sie den Temperaturverlauf innerhalb des Bauteils und zeichnen diesen in einem vertikalen Schnitt durch die Außenwand ein. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihre Konstruktion auf technische und zeichnerische Richtigkeit und Vollständigkeit. Die Schülerinnen und Schüler vergleichen die Ergebnisse ihrer Konstruktion und bewerten diese hinsichtlich der Aspekte der Nachhaltigkeit.

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Lernfeld 12
3. Ausbildungsjahr

(A) Skelettbauten modellbasiert konstruieren

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, bei der Planung eines Bauwerks in Skelettbauweise mitzuwirken und Anschlussdetails zu konstruieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die planerischen und konstruktiven Vorgaben für die Skelettbauweise hinsichtlich ihres betrieblichen Auftrages. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Skelettbauweisen aus Holz, Stahl und Stahlbetonfertigteilen. Sie unterscheiden die Konstruktionsarten hinsichtlich der Knotenpunkte, der Fundamente, der Aussteifung, des Fassadenaufbaus und des Brandschutzes. Die Schülerinnen und Schüler planen ein Stützenraster für ein Bauwerk in Skelettbauweise. Sie berücksichtigen dabei die auftragsbezogenen statischen und konstruktiven Vorgaben. Die Schülerinnen und Schüler konstruieren das Stützenraster modellbasiert und leiten daraus Anschlussdetails (Fußpunkt, Anschluss Fassade an Stütze) eines Bauwerks in Skelettbauweise ab und ergänzen diese. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Qualität ihrer Konstruktionen auf Vollständigkeit, konstruktive und zeichnerische Richtigkeit. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Konstruktion hinsichtlich der verwendeten Baustoffe, der Vorfertigung (Werkfertigteile), der Aspekte der Nachhaltigkeit und des Brandschutzes. Sie vergleichen Skelettbauweise mit Massivbauweise. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Planungs- und Konstruktionsprozess und treffen Maßnahmen zur Optimierung ihrer Arbeitsweise.

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Lernfeld 13
3. Ausbildungsjahr

(A) Innenausbau von Bauwerken planen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, bei der Planung des Innenausbaus von Bauwerken mitzuwirken und Ausführungspläne zu erstellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Vorgaben des betrieblichen Auftrages und die Anforderungen aus der Raumnutzung in Bezug auf Wand-, Decken- und Fußbodenaufbau. Dabei berücksichtigen sie die Vorschriften zum Schall- und Brandschutz. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Konstruktionsarten leichter Trennwände, abgehängter Decken und des Fußbodenaufbaus (Trittschalldämmung, Estrich). Sie recherchieren die Eigenschaften der verwendeten Materialien für die Bekleidung (Gipsplatten, Lehmbauplatten, keramische Beläge, Fußbodenbeläge). Sie beachten die Vorgaben für den Feuchteschutz und die Barrierefreiheit in Nassräumen. Die Schülerinnen und Schüler planen den raumbildenden Innenausbau eines Bauwerks einschließlich Innentüren und entscheiden sich in Abstimmung mit den Projektbeteiligten für Konstruktionen und Materialien. Dabei berücksichtigen sie die gestalterischen und technischen Anforderungen. Die Schülerinnen und Schüler konstruieren den raumbildenden Innenausbau eines Bauwerks modellbasiert und leiten daraus Ausführungs- und Detailzeichnungen für den Wand- , Decken- und Fußbodenaufbau des Bauwerks ab und ergänzen diese. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Einhaltung der Schall- und Brandschutzvorgaben und bewerten die Planungen im Hinblick auf Funktionalität. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Planungsprozess und identifizieren mögliche Optimierungspotenziale.

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Lernfeld 14
3. Ausbildungsjahr

(A) Dachaufbau von Bauwerken planen

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, bei der Planung des Dachaufbaus von Bauwerken mitzuwirken und Details zu konstruieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Vorgaben des betrieblichen Auftrages und verschaffen sich einen Überblick über die baulichen Gegebenheiten des Daches (Dachneigung, Nutzung). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Anforderungen von gedeckten und abgedichteten Dächern, sowie die Eigenschaften und Anwendungsbereiche verschiedener Dachdeckungen (Dachziegel, Dachsteine, Plattendeckung), Abdichtungen und Gründächern. Sie beachten die Aufgaben und Anforderungen der Dämmung und Abdichtung hinsichtlich der Vorschriften zum Wärmeschutz, zur Luftdichtigkeit und zum Feuchteschutz. Die Schülerinnen und Schüler planen den konstruktiven Dachaufbau unter Berücksichtigung der Winddichtigkeit und Windsogsicherung und entscheiden sich für Materialien der Funktionsebenen (Luftdichtheit, Wärmedämmung, Winddichtigkeit, Unterkonstruktion, Dachhaut). Die Schülerinnen und Schüler konstruieren den Dachaufbau unter Verwendung von Bauteilkatalogen und leiten Details (Traufe, First, Attika) unter Berücksichtigung der baulichen Anforderungen ab und ergänzen diese. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Richtigkeit und Vollständigkeit des Dachaufbaus und bewerten die Auswirkungen auf den sommerlichen und winterlichen Wärmeschutz. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Prozess der Informationsbeschaffung und diskutieren Alternativen. Fachrichtung Ingenieurbau

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Lernfeld 10
3. Ausbildungsjahr

(I) Stahlbetonbalken dimensionieren

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, bei der Dimensionierung von Stahlbetonbalken und Stahlträgern mitzuwirken und diese darzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die planerischen, konstruktiven und statischen Vorgaben eines Stahlbetonbalkens als Einfeldträger. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich vertiefend über Baustahl und Stahlbeton (Beton- und Baustahl, Spannungs-Dehnungsdiagramm, Verbundbereiche, Überwachungsklassen), die Ausführungsvarianten (Unterzug, Überzug), die normgerechte Bemessung von Stahlbetonbalken als Einfeldträger (kd-Verfahren, Verankerungslänge am direkten Auflager, Übergreifungslänge, Schubbewehrung mittels zweischnittiger, senkrechter Bügel) und die vereinfachte Bemessung von Stahlträgern als Einfeldträger über das Biegemoment, Widerstandsmoment und die zulässige Biegespannung von Baustahl. Die Schülerinnen und Schüler planen die Bewehrungsführung, indem sie den erforderlichen Bemessungswert der Beanspruchung aus einer Statik übernehmen und damit die Biegebewehrung dimensionieren sowie die Montagestäbe konstruktiv festlegen. Sie wählen die Bewehrung (Stabdurchmesser, Stabanzahl, Stababstände) aus. Sie berechnen unter Berücksichtigung der statischen Vorgaben mit Hilfe des kd-Verfahrens die erforderliche Bewehrung und bemessen alternativ einen Stahlträger. Die Schülerinnen und Schüler konstruieren einen Stahlbetonbalken mit Bewehrung modellbasiert und stellen dies in Bewehrungsplänen (Ansichten, Schnitte, Stahlauszüge, Stahlliste) dar. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihre Planung hinsichtlich der Einhaltung technischer Regeln und Vorschriften. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Unterschiede von Stahlbetonträger und Stahlträger auch in Bezug auf die Aspekte der Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren den Bemessungsprozess hinsichtlich ihrer Verantwortung dabei.

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Lernfeld 11
3. Ausbildungsjahr

(I) Wände und Stützen aus Stahlbeton modellbasiert konstruieren

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Wände und Stützen unter Berücksichtigung der Vorgaben zum Wärme- und Feuchteschutz modellbasiert zu konstruieren und Schal- und Bewehrungspläne zu erstellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den betrieblichen Arbeitsauftrag hinsichtlich der planerischen und technischen Anforderungen sowie rechtlichen Vorgaben. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Konstruktionsvarianten von Außenwänden mit tragender Schale aus Stahlbeton (Ortbetonwände, Elementwände, Fertigteile mit Kerndämmung) sowie die Fugenausbildung. Sie verschaffen sich einen Überblick über die Bewehrungsregeln und die Bewehrungsführung bei Stützen und Wänden (Anschlussbewehrung, Öffnungen, Aussparungen, Durchbrüchen und Wandecken). Sie recherchieren die Vorgaben zum sommerlichen und winterlichen Wärmeschutz (Lage der Dämmebene, Luftdichtigkeit, Wärmebrücken, Eigenschaften von Dämmstoffen, Wärmeleitfähigkeit, Wärmedurchgangskoeffizient, Temperaturverlauf) und zum Feuchteschutz (Tauwasser, Wasserdampfdiffusionswiderstand). Die Schülerinnen und Schüler planen die Außenwand unter Einbeziehung der Vorgaben zum Wärme- und Feuchteschutz entsprechend dem betrieblichen Auftrag. Hierbei vergleichen sie unterschiedliche Konstruktionen hinsichtlich der Aspekte der Nachhaltigkeit und entscheiden sich mit den Projektbeteiligten für eine Wandkonstruktion. Sie legen unter Berücksichtigung der statischen Vorgaben die Bewehrung (Stabdurchmesser, Stabanzahl, Stababstände) fest. Die Schülerinnen und Schüler berechnen den Wärmedurchgangskoeffizienten und den Temperaturverlauf der Außenwand und skizzieren diesen in einen vertikalen Schnitt. Sie konstruieren das tragende Element der Außenwand und eine Stütze einschließlich der Bewehrung modellbasiert gemäß ihrer Planung und leiten daraus Schal- und Bewehrungspläne mit Stahlauszügen und Stahllisten ab. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihre Skizze mit Temperaturverlauf und ihre Schal- und Bewehrungspläne auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren ihre Konstruktion hinsichtlich der Kohlendioxidbilanz während der Herstellung, Nutzung und Wiederverwendbarkeit im ökologischen als auch ökonomischen Kontext. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Lern- und Arbeitsprozess sowie ihre Kommunikation mit den Projektbeteiligten und leiten daraus Optimierungsmöglichkeiten für sich ab.

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Lernfeld 12
3. Ausbildungsjahr

(I) Decken und Treppen aus Stahlbeton modellbasiert konstruieren

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Decken und Treppen unter Berücksichtigung der Vorgaben zum Schallschutz modellbasiert zu konstruieren und Schal- und Bewehrungspläne zu erstellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die planerischen und konstruktiven Vorgaben des betrieblichen Auftrages. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Lastabtragung von Decken (einachsig, zweiachsig gespannt) und Treppen in Ortbetonbauweise sowie über die Bewehrungsregeln, die Bewehrungsführung und die Darstellungsstufen bei Bewehrungszeichnungen flächiger Bauteile. Sie sondieren den Aufbau verschiedener Mattenarten und erfassen das Wirken statisch erforderlicher (Feld-, Rand-, Drill- und Stützbewehrung) und konstruktiver Bewehrung (Zulagebewehrung, Steckbügel, Anschlussbewehrung). Sie verschaffen sich einen Überblick über die Berechnung der Bewehrungslängen (Übergreifungslängen) bei unterschiedlichen Stabendausbildungen, Betonfestigkeitsklassen und Verbundbereichen. Sie informieren sich über Maßnahmen zum Schall- und Wärmeschutz (Tronsolen, tragende Wärmedämmelemente). Die Schülerinnen und Schüler planen nach Vorgabe der statischen Berechnung eine wirtschaftliche Anordnung der Bewehrung für eine Decke und Treppe (ein- und ausspringende Ecke). Die Schülerinnen und Schüler konstruieren die Schal- und Bewehrungspläne der Decke modellbasiert und leiten den Vertikalschnitt durch die Treppe ab. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihre Planung auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Sie übernehmen Korrekturvermerke der bautechnischen Prüfungen und pflegen diese nochmals in ihre Planunterlagen ein. Die Schülerinnen und Schüler bewerten den Bewehrungsplan hinsichtlich der Realisierbarkeit der Ausführung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Rolle im Planungs- und Konstruktionsprozess und treffen Maßnahmen zur Optimierung ihrer Arbeitsweise.

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Lernfeld 13
3. Ausbildungsjahr

(I) Tragwerke aus Stahl und Holz planen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Tragwerke aus Stahl und Holz modellbasiert zu konstruieren und daraus Positionspläne und Detailpläne zu Knotenpunkten abzuleiten. Die Schülerinnen und Schüler analysieren die planerischen und statischen Vorgaben für die Skelettbauweise hinsichtlich ihres betrieblichen Auftrages. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über statische Systeme (Rahmen-, Fachwerksysteme, Mehrfeldträger mit und ohne Kragarm) und erfassen den Kräfteverlauf in einem Tragsystem. Sie verschaffen sich einen Überblick über Skelettbauweisen (Stützenraster) aus Holz und Stahl, deren Aussteifung (Verbände, Scheiben) und raumabschließenden Elementen. Sie informieren sich über Baustahl und dessen Querschnittsformen, über die Verbindungsmöglichkeiten von Holz- und Stahlbauteilen (ingenieurmäßige Holzverbindungsmittel, Schraub– und Schweißverbindungen) und über deren zeichnerische Darstellung und Beschriftung. Sie recherchieren Maßnahmen zum Brandschutz (Feuerwiderstandsklassen, Bekleiden, Beschichten) von Holz- und Stahlbauteilen. Die Schülerinnen und Schüler planen auftragsbezogen die Zuordnung der statischen Positionen zu den einzelnen Bauteilen. Die Schülerinnen und Schüler konstruieren das Tragwerk modellbasiert auf Basis der gegebenen statischen Berechnung und leiten die Positionspläne sowie exemplarisch die Knotenpunkte (gelenkige und eingespannte Fußpunkte, Rahmenecken) aus Holz und Stahl mit den erforderlichen Verbindungsmitteln ab und ergänzen diese. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihren Positionsplan und die Darstellung der Knotenpunkte auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Sie stellen ihre Arbeitsergebnisse zur Diskussion und vertreten ihre Entscheidungen. Dabei bewerten sie diese hinsichtlich ihrer Übersichtlichkeit und Darstellung. Sie vergleichen Skelettbauweisen aus Holz und Stahl und wägen Vor- und Nachteile der Baustoffe hinsichtlich deren Brandverhalten und der Aspekte der Nachhaltigkeit ab. Sie reflektieren ihre Rolle im Planungsprozess und erstellen Vorschläge hinsichtlich möglicher Verbesserungen und Optimierungen. Fachrichtung Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau

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Lernfeld 10
3. Ausbildungsjahr

(TVL) Verkehrswege planen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Trassierung und Höhenverlauf von Landstraßen auf Grundlage der Topografie zu konstruieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den betrieblichen Auftrag zur Erstellung einer Landstraße unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse (Lage der Straße im Gelände, Einschnitt, Anschnitt, Damm, Auf- und Abtrag, Kuppe, Wanne, Längs- und Querneigung, Knotenpunkte). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über den Planungsablauf eines Straßenentwurfes (Planfeststellungsverfahren, Straßenbaulastträger), die Entwurfsklassen und die Knotenpunkte (plangleich, planfrei, bauliche Grundformen, Kreisverkehr). Die Schülerinnen und Schüler konstruieren nach Vorgabe die Entwurfselemente (Gerade, Kreis, Klothoide) der Trassierung. Sie berücksichtigen dabei das bestehende Gelände (digitales Geländemodell), Zwangspunkte, den Regelquerschnitt (Straßenquerschnitte, Lichtraumprofil) und die Ausgestaltung der Knotenpunkte (Ein- und Abbiegestreifen, Zusatzstreifen, Eckausrundung) sowie Einflussfaktoren von Fachplanungen und des öffentlichen oder privaten Interesses. Sie leiten einen Lageplan und einen Höhenplan aus den Trassierungsdaten ab und ergänzen diesen. Die Schülerinnen und Schüler führen Berechnungen zu den Entwurfselementen des Lageplans, des Höhenplans, der Querschnitte (Längsneigung, Tangente, Bogenstich, Scheitelpunkt, Halbmesser, Gradiente, Ausrundungsanfang und Ausrundungsende) und des Krümmungs- und Querneigungsbandes (Anrampung, Verwindung) durch. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren ihre Ergebnisse auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Einhaltung der vorgegebenen Grenzwerte (Mindestverwindung). Die Schülerinnen und Schüler bewerten den geplanten Bau der Landstraße hinsichtlich ökonomischer, ökologischer, öffentlicher und sozialer Aspekte. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Rolle im Planungsprozess und erstellen Vorschläge hinsichtlich möglicher Verbesserungen und Optimierungen.

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Lernfeld 11
3. Ausbildungsjahr

(TVL) Oberbau von Verkehrswegen konstruieren

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, den Oberbau von Verkehrswegen zu konstruieren und im Regelquerschnitt darzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den betrieblichen Auftrag zur Erstellung eines Verkehrsweges unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse (Tragfähigkeit, Frosteinwirkungszonen, Topografie, inner- und außerorts). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über den standardisierten Aufbau einer Straße (Untergrund, Unterbau, Planum, Ev2-Wert, Plattendruckversuch, Oberbau) in Asphaltbauweise (Asphaltschichten, Asphaltsorten, Straßenbaubitumen, Bitumenprüfverfahren) und Betonbauweise (Fugenarten, Dübel, Anker, Luftporenbildner). Sie verschaffen sich einen Überblick über offene und geschlossene Fahrbahnentwässerungssysteme (Randausbildung, Mulden, Böschungsausbildung, Gräben, Rinnen, Punkt- und Linienentwässerung) auch im Hinblick auf den Hochwasser- und Gewässerschutz (Regenrückhaltebecken) sowie über Lärmschutzmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler planen den frostsicheren Straßenaufbau, indem sie die Belastungsklassen bestimmen und den Oberbau bemessen (Mehr- und Minderdicken). Die Schülerinnen und Schüler konstruieren einen Regelquerschnitt einschließlich der Randausbildung und Entwässerung im Detail. Sie verknüpfen die Konstruktionsdaten des Oberbaus mit der Trassierung und leiten ein digitales Informationsmodell ab. Sie generieren einen Querschnittsplan aus den Konstruktionsdaten, ergänzen diesen und geben Massen aus. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren den Straßenoberbau nach den geltenden Regelwerken. Sie vergleichen die Werte aus dem Modell mit manuell berechneten Massen. Die Schülerinnen und Schüler bewerten den Bau des Verkehrsweges hinsichtlich seiner Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit (Recycling, Altlasten) und Sozialverträglichkeit (Lärmschutzmaßnahmen). Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Planungsprozess und identifizieren mögliche Optimierungspotenziale.

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Lernfeld 12
3. Ausbildungsjahr

(TVL) Infrastrukturleitungen und Bauwerke der Siedlungswasserwirtschaft planen

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, Infrastrukturleitungen und Bauwerke der Siedlungswasserwirtschaft zu planen und zu konstruieren. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den betrieblichen Auftrag bezüglich der bestehenden und erforderlichen Bauwerke für die Wasserversorgung und Wasserentsorgung (Netzarten, Wasserspeicherbauwerke, Einzugsgebiete, Kanalentlastungsbauwerke) sowie weiterer Versorgungsbereiche (Strom, Gas, Fernwärme, Internet). Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Wassergewinnung, -aufbereitung und -speicherung (Wasserdargebot, Trinkwasserbedarf, Trinkwasserbeschaffenheit) sowie die Grundlagen der Hydromechanik (Wasserdruck, hydrostatischer Druck, Pumpenleistung). Sie verschaffen sich Informationen über Abwasserarten, Entwässerungsverfahren, Abwasserreinigung und Rohrleitungen (Druck- und Freispiegelleitungen, Rohrmaterialien, Querschnittsprofile) sowie Armaturen. Die Schülerinnen und Schüler planen nach Vorgaben die Wasserversorgung und Wasserentsorgung mit den Bauwerken der Siedlungswasserwirtschaft (Haltung, Schachtbauwerke, Regenrückhaltebecken, Rigolen, Stauraumkanal, Regenüberlaufbecken). Die Schülerinnen und Schüler dimensionieren die Rohrleitungen nach vorgegebenen Abflussmengen (Rohrvoll- und Rohrteilfüllung). Sie konstruieren auf der Basis digitaler Daten (Kanallageplan) einen Kanallängsschnitt mit den dazugehörigen Bauwerken. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Dimensionierung und den Kanallängsschnitt auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die siedlungswasserwirtschaftliche Infrastrukturmaßnahme auf die Erfüllung ihrer Aufgaben unter ökonomischen und ökologischen Aspekten sowie den Möglichkeiten der Kanalüberwachung und Sanierung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr Mitwirken bei der Planung der Infrastrukturleitung und leiten daraus Optimierungsmöglichkeiten für sich ab.

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Lernfeld 13
3. Ausbildungsjahr

(TVL) Außenanlagen planen

Zeitrichtwert: 60 Stunden

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, bei der Planung von Außenanlagen im öffentlichen Bereich mitzuwirken und in Lageplänen darzustellen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren den betrieblichen Auftrag zur Planung der Funktionsflächen (Zuwegung, ruhender Verkehr, Erholungs- und Grünflächen) unter Berücksichtigung der Topografie. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Planungsgrundlagen zum ruhenden Verkehr, Freitreppen, Rampen, Möglichkeiten der Hangsicherung (Stahlbetonstützwände, Natursteinmauerwerk, Gabionen, Bewuchs) und über die Funktion und zeichnerische Darstellung von Bepflanzungen (Rasen, Sträucher, Hecken, Bäume, Dach- und Fassadenbegrünung). Die Schülerinnen und Schüler planen nach Vorgaben die landschaftliche Gestaltung der Funktionsflächen. Sie beachten Aspekte der Ökologie (Mikroklima, Entsiegelung, Retentionsflächen, Entwässerung, Bewässerung) und der Nutzung. Die Schülerinnen und Schüler konstruieren auftragsbezogen einen Lageplan. Sie führen die konstruktionsrelevanten Berechnungen durch (Außentreppen, Rampen, Oberflächenentwässerung) und stellen die Ergebnisse in Plänen (Schnitte, Details) dar. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Planung der Außenbereiche hinsichtlich der Vollständigkeit und Richtigkeit. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Ergebnisse unter den Aspekten der Ökologie, des Versiegelungsgrades, der Nachhaltigkeit und vergleichen die zeichnerische Gestaltung. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihren Arbeitsprozess hinsichtlich ihrer Mitwirkung bei der Planung und treffen Maßnahmen zur Optimierung ihrer Arbeitsweise.

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