Technik
Klasse 13

Der Emil-Bus: Induktives Laden und moderne Mobilität

Der „Emil Bus“ kann tatsächlich mehrere verschiedene Projekte meinen – am bekanntesten ist aber der elektrische Bus „emil“ aus Braunschweig, der als einer der ersten induktiv geladenen Elektrobusse Deutschlands bekannt wurde. Außerdem gibt es moderne On-Demand-Shuttles namens EMIL in Hessen. Ich gebe dir einen großen Überblick über beide Varianten. Der berühmte „emil“-Bus aus Braunschweig Was ist der emil-Bus? Der Bus „emil“ steht für: Elektromobilität mittels induktiver Ladung Das Projekt startete offiziell am 27. März 2014 in Braunschweig und war damals eine kleine Sensation: Zum ersten Mal fuhr in Deutschland ein rein elektrisch betriebener Linienbus mit kabelloser Schnellladung im normalen Fahrgastbetrieb.  ⸻ Das Besondere: Laden ohne Kabel Der emil-Bus musste nicht stundenlang an einer Steckdose stehen. Stattdessen: * im Boden der Haltestellen lagen Induktionsplatten * der Bus stellte sich darüber * Energie wurde kabellos übertragen * während Fahrgäste ein- und ausstiegen, lud der Bus bereits nach Das funktioniert ähnlich wie: * kabelloses Laden beim Smartphone * nur mit extrem viel mehr Leistung Die Ladeleistung lag bei etwa 200 kW.  ⸻ Wie funktionierte die Technik? Das System hieß „PRIMOVE“ Entwickelt wurde es von Bombardier. Der Ablauf: 1. Der Bus hält an der Haltestelle 2. Ein Ladepad im Bus richtet sich über dem Pad im Boden aus 3. Magnetfelder übertragen Strom 4. Die Batterie lädt kontaktlos Vorteile: * kein Kabel * keine Oberleitung * schneller Betrieb * weniger Verschleiß  ⸻ Welche Busse wurden benutzt? Die Fahrzeuge kamen vom Hersteller Solaris. Es gab: * zuerst einen 12-Meter-Bus * später mehrere Gelenkbusse Leistung: * etwa 160–240 kW Antrieb * Lithium-Ionen-Batterien  ⸻ Wo fuhr der emil-Bus? Vor allem auf der Braunschweiger Ringlinie: * Linie M19 * ca. 12 Kilometer * Umlaufzeit etwa 40 Minuten Ladestationen gab es: * am Hauptbahnhof * an Haltestellen * im Betriebshof  ⸻ Warum war das Projekt wichtig? Der Bus galt international als: * Zukunftsprojekt * Testlabor für E-Mobilität * Vorbild für andere Städte Braunschweig wurde dadurch weltweit bekannt in der Elektrobus-Forschung. Das Projekt wurde vom Bundesverkehrsministerium gefördert.  ⸻ Vorteile des emil-Systems Umweltfreundlich * keine lokalen Abgase * deutlich leiser als Dieselbusse Effizient * kurze Ladezeiten * keine langen Standzeiten Komfortabel * Fahrgäste merken vom Laden kaum etwas Keine Oberleitungen Das Stadtbild bleibt sauberer als bei Oberleitungsbussen. ⸻ Gab es Probleme? Ja, einige. Hohe Kosten Die Infrastruktur war teuer: * spezielle Haltestellen * Induktionssysteme * spezielle Busse Komplexe Technik Das System war damals noch neu. Hersteller stiegen aus Einige Industriepartner zogen sich später zurück. Dadurch wurde das Konzept schwieriger wirtschaftlich umzusetzen.  ⸻ Was passierte später? Heute setzen viele Städte eher auf: * klassische Batteriebusse * Schnellladung per Kabel * Depotladung über Nacht Aber: Der emil-Bus war ein wichtiger Vorreiter für moderne Elektrobusse. Viele Ideen daraus werden heute weiterhin genutzt. ⸻ Die „emilia“-Autos Später entstanden auch kleine Schwesterprojekte namens „emilia“. Das waren: * elektrische VW e-Golf * ebenfalls mit induktiver Ladetechnik Damit wurde getestet, ob das Prinzip auch für Autos funktioniert.  ⸻ Moderne EMIL-Shuttles in Hessen Heute kennt man „EMIL“ außerdem als moderne On-Demand-Busse im Rheingau-Taunus-Kreis. Diese Fahrzeuge: * fahren auf Abruf * werden per App bestellt * haben keine festen Fahrpläne * bedienen virtuelle Haltestellen Sie sind eher wie: * Mischung aus Bus und Taxi * Teil des öffentlichen Nahverkehrs EMIL steht dort für: „ElektroMobIL“  ⸻ Interessante Fakten Der Name „emil“ Wurde bewusst klein geschrieben: emil Das sollte modern und technisch wirken. ⸻ Deutschlandweit erste Technologie Der Braunschweiger emil war: * einer der ersten induktiv geladenen Elektrobusse weltweit * der erste dieser Art im deutschen Linienverkehr  ⸻ Laden während des Halts Das Geniale war: Der Bus musste oft nur wenige Sekunden laden. Dadurch konnte er fast dauerhaft im Einsatz bleiben. ⸻ Kurz zusammengefasst Der ursprüngliche „emil“-Bus aus Braunschweig war: * ein früher Elektrobus * mit kabelloser Induktionsladung * ein Forschungsprojekt * technisch sehr innovativ * ein wichtiger Meilenstein für moderne E-Busse Und heute lebt der Name „EMIL“ in verschiedenen modernen Shuttle- und Elektrobusprojekten weiter.

Material-Details

7 Aufgaben
Inkl. Infoblatt
Inkl. Lösungen
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Erstellt von: Leon (…)

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Inhalte des Arbeitsblatts

Übersicht aller Aufgaben und Lesetexte aus diesem Materialpaket.

Infoblatt / Fachtext

1. Der „emil“-Bus aus Braunschweig – Eine Pionierleistung

Der **„emil“-Bus** stand für „**Elektromobilität mittels induktiver Ladung**“. Das Projekt startete offiziell am 27. März 2014 in Braunschweig und war eine Sensation: Es war der erste rein elektrisch betriebene Linienbus in Deutschland mit kabelloser Schnellladung im normalen Fahrgastbetrieb. Das Besondere war das **Laden ohne Kabel**: Im Boden der Haltestellen lagen Induktionsplatten, über die der Bus kabellos Energie (ca. 200 kW Ladeleistung) aufnahm, während Fahrgäste ein- und ausstiegen. Dies funktionierte ähnlich wie das kabellose Laden von Smartphones, jedoch mit deutlich höherer Leistung.

2. Technologie, Vorteile und Herausforderungen

Die verwendete Technik hieß **„PRIMOVE“** und wurde von **Bombardier** entwickelt. Der Ablauf war einfach: Bus hält, Ladepad im Bus richtet sich über Bodenpad aus, Magnetfelder übertragen Strom, Batterie lädt kontaktlos. Vorteile des Systems waren: keine Kabel, keine störenden Oberleitungen im Stadtbild, schneller Betrieb und weniger Verschleiß. Der emil-Bus galt international als **Zukunftsprojekt** und Testlabor für E-Mobilität. Es gab jedoch auch Herausforderungen wie **hohe Kosten** für die spezielle Infrastruktur und die Komplexität der damals neuen Technik. Auch zogen sich später einige Industriepartner zurück.

3. EMIL heute und Ausblick

Obwohl heute viele Städte eher auf klassische Batteriebusse mit Kabel-Schnellladung setzen, war der emil-Bus ein wichtiger Vorreiter. Viele daraus entstandene Ideen werden weiterhin genutzt. Später entstanden mit **„emilia“** auch Schwesterprojekte mit elektrischen VW e-Golfs, die ebenfalls induktive Ladetechnik nutzten. Heute ist **„EMIL“** auch als Name für moderne **On-Demand-Shuttles** im Rheingau-Taunus-Kreis bekannt. Diese Fahrzeuge fahren auf Abruf, werden per App bestellt und bedienen virtuelle Haltestellen. Hier steht EMIL für „**ElektroMobIL**“ und stellt eine Mischung aus Bus und Taxi im öffentlichen Nahverkehr dar.

Aufgabenstellung (7 Aufgaben)

  1. Wofür stand die Abkürzung „emil“ im Braunschweiger Projekt?
    • Elektromobilität in Leitungen
    • Effiziente Mobilität induktiver Ladung
    • Elektromobilität mittels induktiver Ladung
    • Energie mobil induktiver Laden
  2. Der emil-Bus in Braunschweig war der erste rein elektrisch betriebene Linienbus in Deutschland, der kabellose Schnellladung im normalen Fahrgastbetrieb nutzte.
  3. Beschreibe in eigenen Worten, wie das induktive Laden des emil-Busses an den Haltestellen funktionierte. Nenne dabei mindestens zwei Schlüsselkomponenten.
  4. Das induktive Ladesystem, das beim emil-Bus verwendet wurde, hieß „___“ und wurde von „___“ entwickelt.
  5. Welches der folgenden war *kein* genannter Vorteil des emil-Systems?
    • Umweltfreundlich
    • Effizient
    • Keine Oberleitungen
    • Sehr geringe Anschaffungskosten
  6. Erläutere den Hauptunterschied zwischen dem ursprünglichen „emil“-Bus aus Braunschweig und den modernen „EMIL“-Shuttles in Hessen.
  7. Der Name „emil“ wurde bewusst kleingeschrieben, um modern und technisch zu wirken.